Ihre Meinung zu: Kabinettsplan: Azubis sollen mindestens 515 Euro verdienen

13. Mai 2019 - 9:40 Uhr

Die Bundesregierung will noch diese Woche eine Mindestvergütung für Auszubildende beschließen. Diese soll bei 515 Euro pro Monat liegen - und stetig steigen. Doch es gibt auch eine Einschränkung.

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Kommentare

Momentan habe ich leider

Momentan habe ich leider nicht den Überblick um beurteilen zu können, was ein Azubi heutzutage für Auslagen hat.
Aber 515€ erscheinen mir sehr mickrig, wenn es dabei darum gehen sollte, den angeblichen Fachkräftemangel im Handwerk zu beheben.
Soll dieser Betrag denn brutto oder netto gezahlt werden?
Wenn es der Wirtschaft ernst wäre, hätte sie schon längst ab 1000€ aufwärts angeboten.
Um dann zu erhöhen, falls der Azubi noch andere Angebote bekommt.
Aber die Freiheit der Wirtschaft beschränkt sich nach wie vor hauptsächlich auf die Arbeitgeber.
Für Pflegekräfteazubis sollten zB 2000€ im 1 Ausbildungsjahr gezahlt oder gleich Roboter eingestellt werden.
Neben einem guten Lohn können Arbeitszeitverkürzung übrigens auch helfen, einen Beruf für Azubis interessant zu machen.
Zumal wir uns ja alle auf weniger Arbeit dank Digitalisierung einstellen sollten!

dass die Motivation der

dass die Motivation der Betriebe erhalten bleibt, Ausbildungsplätze anzubieten.
.
das gelingt denen ja heute schon vortrefflich
da stellt man nen Lehrling ein, der kommt zuerst für ein Jahr in ne Schule,
dann kündigt er und die Firma hat ihm den Gehalt "umsonst" gegeben
und keinen Tag bei der "Arbeit" gesehen

Physiotherapeuten ohne Ausbildungsvergütung?

Meines Wissens müssen angehende Physiotherapeuten ihre
Ausbildungskosten an
Fachschulen ohne Vergütung selber tragen. Somit ist es zum
Mangelberuf geworden! Entsprechende Ausbildungsmöglichkei-
ten im dualen System
sollten gefördert werden!

Wenigstens haben sie eingesehen ...

... dass "bachelor" (Geselle) und "master" (Meister) Begriffe aus dem Handwerk sind und nichts im universitären Bereich verloren haben.

Es sollte jedem bewusst sein,

Es sollte jedem bewusst sein, Berufsausbildung kostet dem ausbildenden Betrieb, wovon er in Zukunft profitieren kann. Nach einen Mindestmaß von Vergütungen sollte man sich richten, bevor die Auzubis die Lust an der Ausbildung vergeht. Schlimmer finde ich es, das immer mehr Arbeitgeber aus den Tarrifgemeinschaften aussteigen, die Löhne und
Gehälter nach unten korrigieren, da sollte die Politik eingreifen, bevor die Arbeitnehmer am Mindestlohn enden.

Ohje...

Klingt ja eigtl. gut, aber...

- die Regierung sollte erstmal bei öffentlichen Aufträgen auf zB Tarifbindung achten und nicht stur immer den billigsten Anbieter nehmen. Sie fördert damit das Sub-Sub-Sub-Unternehmertum mit Scheinselbstständigen aus aller Herren Länder und dann „überraschenden“ Baumängeln und/oder explodierenden Kosten. Die Regierung „bestraft“ hier Unternehmen die ehrlich kalkulieren und anständig bezahlen. Und am Ende zahlt sie sogar noch mehr.
- Auch mit 550€ wird keiner in München ne Bäckerlehre anfangen. Entweder das Geld geht vollständig beim pendeln zur Arbeit drauf, oder eben für ne 5er WG in ner umgebauten Garage.
- Jeder x-beliebige Haufen kann sich erstmal Gewerkschaft nennen und dann nen Gefälligkeitstarifvertrag abschließen zum unterschreiten des Gesetzes. Bis es den wieder weggeklagt hat, vergehen Jahre und Jahrzehnte, siehe CGM, CGB etc.

09:51 von nie wieder spd

Neben einem guten Lohn können Arbeitszeitverkürzung übrigens auch helfen
.
das macht sich bestimmt gut
wenn die 1. Frage des potentiellen Lehrlings um den Lohn
und die 2. Frage sich Urlaub und Freizeit dreht
da weiß man doch gleich was man vor sich hat
wie die Prioritätensetzung aussieht

@Sisyphos3 Lese ich da

@Sisyphos3
Lese ich da richtig heraus, dass, weil 5 Hanseln hier und da die Ausbildung schmeißen (schlimmstenfalls nur, wie Sie andeuten, um das Lehrgeld abzugreifen), gleich alle Azubis vor das Moralgericht gezogen werden und zu Armut verurteilt werden sollen?
Das wäre durchaus eine seltsame und völlig irrationale Ansichtsweise...

Das wäre wirklich gut.

Es wäre wirklich nötig ein mindest Lehrgeld einzuführen.

Also wie soll schon ein Azubi (Alleinstehend ) mit den kleinen Lehrgeld sich eine kleine Wohnung leisten `?
Gar nicht, es sei denn er würde noch nebenbei Arbeiten und Jobben und eine 24/7 Woche haben.

Also eine gute Lösung.

515 Euro und mehr, für große

515 Euro und mehr, für große Industriebetriebe vielleicht tragbar, aber das müssen sich kleinere Handwerksbetriebe auch erst mal leisten können, zumal, wenn diese kleinen Betriebe den jungen Leuten erst mal Grundrechenarten und Rechtschreibung beibringen müssen und das dann noch bei oft fraglicher Produktivität. Keine Frage, hier muss endlich das Handwerk und also seine Berufe aufgewertet und für die Berufswahl auch finanziell atraktiver gemacht werden, aber die Kosten dafür werden beim Endverbraucher landen und wenn die zu stark steigen, werden umso mehr die Schwarzarbeit gefördert werden.

Mindestlohn für Auszubildende

Auch für Auszubildende ist ein Mindestlohn sinnvoll. Es muss dabei gewährleistet werden, dass das Einkommen höher als Harz 4 liegt. Das ist mit 515 € noch nicht gewährleistet. Jeder Jugentliche wird feststellen, dass er mit Harz 4 und Kostenübernahme für Wohnung, Heizung, Versicherung und Grundausstattung besser fährt. Und Jugentliche können rechnen wenn es um ihr Geld geht. Also bitte nachbessern.
Das gilt übrigens auch für Familien mit Kindern. Die fahren mit Harz 4 besser als mit Mindestlohn.
Dafür muss aber die Diskussion der SPD über höhere Harz 4 Leistungen beendet werden. Harz 4 darf nicht erstrebenswert sein.

Wird Zeit

Wird auch langsam mal Zeit dass Azubis mehr Geld kriegen! Es sollte mMn sogar der Mindestlohn gezahlt werden im 1. Jahr, schlicht und ergreifend weil die Azubis ja Arbeit leisten. Kann doch nicht sein das man bspw. im Hotelgewerbe um die 300€ zahlt (auch große Hotels). Die Azubis machen sicher einiges falsch, würden unausgebildete Quereinsteiger aber ebenso und bekämen auch Mindestlohn.
Wenn ein Betrieb jammert dass das zu teuer ist, dann haben sie offenbar schlicht keine Ausbildungskapazitäten und müssen eine one-man-show bleiben.
Sorry, mir fehlt das Verständnis für die Ausbeuterei der Jugendlichen. Und die Gefahr der Nichtausbildung, weil Azubis ein Leben zugestanden wird, ist ein Strohmannargument sondergleichen. Dank des Selbsterhaltungsdranges der Betriebe wird das nicht passieren.

@ nie wieder spd, 09:41

Was Sie sich da vorstellen ist, gelinde gesagt, realitätsfremd.
Wenn Sie “im Moment“ nicht den Überblick über die Auslagen (?) von Azubis haben, sollten Sie sich erst einmal den, und obendrein etwas mehr Hintergrundwissen über die wirtschaftliche Situation auch kleinerer Handwerksbetriebe beschaffen, bevor Sie derart überzogene und widersprüchliche, um nicht zu sagen, verworrene Vorstellungen äußern.

Volkes Brot?

Angesichts der Tatsache, wie "oben" im Gehaltsgefüge geschlemmt wird, ist es einfach lächerlich und beschämend, wie engagiert die sog. Verantwortlichen ihre Scheingefechte über die Brotkrumen "unten" austragen. Da ist der Mindestlohn für Auszubildenen nur eine Facette der Misere.

Das Volk hat kein Brot? Dann soll es doch Kuchen essen.

Klingt gut

Das Kindergeld kommt ja in der Regel oben drauf.
Und wer auswärts wohnt, dafür gibt es BAB für Wohnkosten und Heimfahrtkosten.
Finanziell überfordern darf man die Ausbildungdbezriebe auch nicht.

@ nie wieder spd..

"Für Pflegekräfteazubis sollten zB 2000€ im 1 Ausbildungsjahr gezahlt oder gleich Roboter eingestellt werden."

2000 Euro im ersten Ausbildungsjahr sind für kleinere Krankenhäuser existenzbedrohend.. dies können eigentlich auch die großen Häuser nicht bezahlen..

Und Roboter..möchten Sie von so einem gepflegt werden? Ich nicht..

"Zumal wir uns ja alle auf weniger Arbeit dank Digitalisierung einstellen sollten!"

In einigen wenigen Berufsfeldern schon,aber in der von Ihnen angesprochenen Pflegefeldern und Handwerk sicher nicht!

meint ein Fachkrankenpfleger mit 30 Jahren Berufserfahrung..

Verdienen oder bekommen?

verdient der Auszubildende 515€ im Monat? Anders gefragt, erwirtschaftet er diesen Betrag? Warum bekommt er kein BAföG? Wäre doch auch eine gute Sache und als zweites könnte man dann auch die Mindestanforderung an die Ausbildungsbetriebe regeln. Nur etwas fordern was andere bezahlen müssen ist einfach.

@um 10:46 von Speedyjo

"Es wäre wirklich nötig ein mindest Lehrgeld einzuführen."
Meines Wissens stammt der Begriff Lehrgeld aus einer Zeit als der Lehrling dem Meister dafür bezahlen musste um ausgebildet zu werden um irgendwann als Geselle selber Geld zu verdienen.

Vergütung der Auszubildenden

Jetzt geht wieder das Gejammer los, dass das zu viel sei. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, gibt es viele Branchen, die nicht genügend Nachwuchs finden. Das ist aber einfache Mathematik.
Die Zahl der Jugendlichen ist begrenzt. Wenn also einer geistig rege und motiviert ist, dann kann er sich aussuchen, was er gerne machen will. Wenn man solche Auszubildenden haben will, dann muss man ihnen einen Grund geben, sich für einen bestimmten Beruf zu entscheiden.
Wer nur schlechtes Gehalt und schwierige Arbeitsbedingungen bietet, der bekommt den Rest.
Angeblich reguliert doch der Markt alles. Hier können die Anhänger dieser wirtschaftsliberalen Lieblingsthese mal erleben, wie das funktioniert.

20 mal mehr als vor 50 Jahren.

Verglichen mit den "Vergütungen" für Lehrlinge im Handwerk sind das 20 bis 40 mal mehr als 1969. Milch, Butter , halbe Hähnchen oder tragbare Radios waren damals etwa so teuer wie jetzt oder billiger.
Schön für jene junge Menschen, die einen Ausbilder finden.
Da aber in "Restaurantküchen" fast nur noch vorgefertigte Speisen erwärmt, dekoriert und serviert werden, "lohnt" sich die Beschäftigung jener junger Menschen, die noch bereit, sind Koch zu werden, bald noch weniger.
Dann lieber die Meisterpflicht weitgehend abschaffen. Wie in fast allen Ländern der Welt.

@Sisyphos3

"da stellt man nen Lehrling ein, der kommt zuerst für ein Jahr in ne Schule"

Jetzt machen sie mich aber Neugierig. Wo kommt ein Azubi denn direkt für ein Jahr in die Schule? Üblich ist doch entweder x Schultage pro Woche oder gesammelt in Blockunterricht alle paar Wochen. Ein Modell bei dem ein ganzes Jahr und dann auch noch direkt zu Beginn in der Schule ausgebildet wird ist mir unbekannt.

Nicht von Vorteil

Wenn ich hier schon wieder die Regulierungswut der Links Grünen Regierung aus CDU CSU und SPD sehe, frage ich mich schon ob das wirklich gut ist. Langfristige werden der ein oder andere Betrieb dann nicht mehr ausbilden. Die gut ausgebildeten Facharbeiter wandern hinterher eh auch gerne in die Industrie ab, weil sich hier Geld verdienen lässt. Deshalb haben Betriebe gerade im KFZ-Gewerbe viele Probleme. Gute breite Ausbildung die in viele Automatisierte Betreibe passen. Nur die Industrie baut ab, und bildet auch nicht mehr so viele Lehrlinge aus. Das Gehalt von einem Lehrling in der Industrie ist die letzten Jahre extrem gestiegen. Da würde sich mancher im Dienstleistungsgewerbe die Augen reiben was die im dritten Jahr bekommen.
Von dem wäre es nur gerecht wenn hier die Industrie zurückfahren würde, und im Gegenzug das Handwerk unterstützt werden würde. Wäre auch für die IGM mal was zum überlegen. Mit hohen Forderungen werden meiner Meinung nach auch Junge Menschen in die IGM gelockt.

@ RickF

"Wann endlich erkennen die Leute das mehr Geld keine Probleme löst? Die Spirale geht immer weiter. Wenn die Leute mehr Geld haben werden Unternehmen die Preise erhöhen um an das Geld zu kommen. "

Haben Sie auch einen schlauen Lösungsansatz, was die Probleme sonst lösen könnte? Nach Ihrer Logik dürften Azubis gar kein Geld bekommen, damit nicht alles teurer wird. Und am besten auch kein Kindergeld, Wohngeld, Fahrtkostenzuschüsse oder sonstige Sozialleistungen - geht ja eh alles an die Unternehmen.

So kurz vor der Wahl aber auch...

... sicherlich nur Zufall. 515 Euro ist aber wirklich mal großzügig und da weiß der Lehrling gar nicht, was der mit dem vielen Geld anfangen soll. Die Regierung hat sich mit Artikel 13 so ins Knie geschossen und Hunderttausende wenn nicht Millionen Junge Menschen gegen sie gebracht. Die Wahl dürfte ein Debakel für die Regierung werden.

10:43 von Yougee

ich stelle überhaupt nichts fest und deute nichts an

in meiner Zeit (vor 50 Jahren) kriegte ich 141,xx DM/mtl
war vom 1. Tag an im Betrieb und hatte 1 mal pro Woche Berufsschule
das Modell war - denke ich - so schlecht nicht
warum es heute mehr Probleme bei der Lehrlingsausbildung gibt, weiß ich nicht,
habe nur Vermutung, vielleicht gibt es hier Ansätze das zu klären,
mit Unterstellungen an einzelne Mitstreiter hier, kommen wir sicherlich nicht weiter

eines vielleicht, also ich als Chef zahle nicht an jemanden Geld, in der Hoffnung er kommt zum Lernen ... wenn ich davon nichts habe, das Risiko reicht, dass er durch die Prüfung fliegt und ich unnötig Zeit und Geld investierte

Eine faire Bezahlung sollte

Eine faire Bezahlung sollte sein.
300-400€ sind eindeutig zu wenig.
Man muss sich die Frage stellen, warum ein Azubi mit einem "Schreibtischjob" mehr verdient, als jemand im Handwerk. Oder jemand ohne jede Ausbildung in einem Call-Center.
.
Fairer Weise sollte man aber auch die Frage stellen (@ 10:46 von Speedyjo):
"Also wie soll schon ein Azubi (Alleinstehend ) mit den kleinen Lehrgeld sich eine kleine Wohnung leisten `?"
.
Warum sollte sich ein Azubi eine Wohnung leisten können? Direkt noch ein Auto dazu?
Und 2mal im Jahr nach Malle?
.
Der Spruch ist unbeliebt, aber Lehrjahre sind nunmal keine Herrenjahre.
Ansonsten müßte man alle Azubi´s zum gleichen Gehalt wie einen Ausgelernten einstellen.
Bei der Hälfte der Leistung.

Viele vergessen...

...offensichtlich, dass es sich nicht um ein Gehalt/einen Lohn handelt, sondern um eine Ausbildungsvergütung. Die soll dazu dienen, die dem Azubi durch die Ausbildung entstehenden Ausbildungskosten zu decken. Damit sind nicht Kosten für Wohnung etc. gemeint. Dass in einigen Branchen zu wenig Ausbildungsvergütung bezahlt wird steht außer Frage. Eine Mindestausbildungsvergütung ist hier angebracht. Ein Automatismus, der eine Erhöhung nach sich zieht nicht. Besser: eine zyklische Prüfung der Höhe und Anpassung nach Bedarf.

mumpitz!

das für tarifgebundene entlohnung bei azubis nicht der tarifvertrag aufgelöst wird ist nachvollziehber.

nicht nachvollziehbar und damit mumpitz ist diese idee den begriff 'meister' langsam auf zu weichen, am besten noch zu ersetzen, nur wegen dämlicher 'internationalisierung'. jeder in der welt, wenn er sich in dem thema auskennt weiss was ein 'german meister' für eine hohe qualifikation ist. und wie toll das mit bechelor und master in anderen sparten heute läuft, kann man heute schon sehen, teils kann man sich mit dieser 'qualifikation' den hintern abwischen, mehr nicht!

Sehe das wie User Alois23, es

Sehe das wie User Alois23, es sollte zumindest mehr sein als jemand bekommt der sich für Hartz4 "entscheidet". Für 515€ kann sich wohl keiner eine kleine Wohnung leisten und sein Lebensunterhalt alleine bestreiten. Da sieht doch eine Hartz4 Karriere gar nicht so schlecht aus die einem die Wohnung und etliche andere Dinge finanziert.

Was wird es aendern?

Laut FR vom 29.8.2017 sind in D nur noch ca. 50% der Arbeitnehmer in einem Branchentarifvertrag beschaeftigt - Die Tendenz ist weiter abnehmend...

tiny.cc/qdhm6y

Die Wirtschaft scheint wohl komplett im Argen zu sein, bzw. die Ueberlebenschance der Kleinbetriebe, wenn diese den vorgegeben Verguetungsbetrag von €515 nicht mehr stemmen koennen...das hat wohl sehr unterschiedliche Gruende und varieert wahrscheinlich auch von Berufsfeld zu Berufsfeld.
Da kann sich dann auch jeder jugendliche Fragen, wieso er nicht lieber zum "Harzer" wird - entgeldlich fast gleich - vielleicht sogar noch mehr, wenn man Zusatzleistungen mit einberechnet...

Ich persoenlich wuerde doch lieber einen regionalen Lehrling "betriebsgerecht" ausbilden als mir von "woanders" Hilfe her zu holen...Das kostet zwar Zeit und gewisse Nerven, aber eroeffnet meiner Meinung nach mehr perspektiven - Fuer die Firma und den Azubi...

Hoffentlich aendert sich noch was an dem Entwurf - andererseits ist dieser wohl obsolet..

Das ist doch Sache der Tarifparteien und nicht der Bundesregierung. Oder haben wir keine Gewerkschaften die das aushandeln können. Die Regierung sollte sich nicht in Angelegenheiten einmischen, die nicht in ihr Ressort fallen.

515 Euro sind zu viel?

Wie soll es bitte möglich sein von 515 Euro zu leben? Vermutlich beklagen sich da auch noch die gleichen Leute, die nicht verstehen warum so viele studieren möchten. Aber die Azubis können ja beim Chef im Keller wohnen, sich dort vielleicht auch noch nützlich machen. War früher ja auch so! Lächerlich!

viel Geld

für einen Azubi.
Ich habe damals 300 DM die ersten beiden Jahre verdient, dann 3 Jahre 700 DM und musste davon noch meine Krankenversicherung bezahlen.
Zugegeben, früher war vieles billiger(z.B. Miete), aber wir hatten auch nicht die Ansprüche der heutigen Generationen.
Eigenes Auto, Fehlanzeige-die KVB tat es auch.
Handy und seine Kosten, gab es nicht.
Jedes Wochenende Party, zu teuer.
Markenklamotten, hier hat`s auch die Jeans von C&A getan.
Fazit: Gejammer auf höchstem Niveau

Wow!

Ich frage mich ernsthaft, in welchem Alter die Jugend von heute eine Ausbildung beginnt!
Ich bin 1991 als 15 jähriger ins die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer gegangen und und hatte mit 18 meinen Gesellenbrief in der Tasche....
Im 3. Lehrjahr hatte ich 515 D-Mark netto!
Ein Geselle hatte ca. das Vierfache...

Wenn man mal bedenkt, das im Handwerk die Löhne für einen Gesellen heute um die 1200-1400 Euro (wenn überhaupt) liegen, kann es ja wohl kaum angehen, das ein Lehrling um die 1000 Euro kriegen sollte, nur um sich eine eigene Wohnung leisten zu können...

Abgesehen davon... damals wie heute ist ein Lehrling im Handwerk für viele Handwerksbetriebe nur eine billige Putzkraft...
Nach 3 Jahren Ausbildung können die meisten Ausgelernten......NIX!!!

Was für ein Quatsch

Neben den traditionellen Titeln wie "Meister" soll es dann zum Beispiel auch einen "Bachelor Professional" oder einen "Master Professional" geben.

Was soll diese Bachelor- und Master-Inflation für einen Sinn machen?

Und warum müssen die Bezeichnungen unbedingt anglisiert sein?

@10:46 von Speedyjo

Also wie soll schon ein Azubi (Alleinstehend ) mit den kleinen Lehrgeld sich eine kleine Wohnung leisten ?

Muß ein Azubi mit 16 (nach dem 10. Schuljahr) eine eigene Wohnung haben?

"Lehrgeld" war übrigens früher mal der Begriff, mit dem die Abgabe des Auszubildenden an seinen Meister bezeichnet wurde. Insofern mußte ich beim Lesen Ihres Posts erst mal stutzen, denn Sie meinen mit Lehrgeld das Ausbildungsgehalt.

Frau Karliczek versucht

Frau Karliczek versucht anscheinend auf den letzten Metern, ihrer Entlassung wegen Untätigkeit und Untauglichkeit zuvorzukommen - mit einer Initiative, die einerseits inhaltlich längst überfällig ist, aber andererseits handwerklich mit der sprichwörtlichen heißen Nadel gestrickt worden zu sein scheint, wenn man sieht, wie flickschusterhaft die Details und Ausnahmen zusammengeklaubt sind.

Vielleicht wäre es einmal an der Zeit,

die kleinen Handwerksbetriebe finanziell zu unterstützen anstelle es immer nur den großen in den Rachen zu schmeißen.
Die einen machen Milliarden Gewinne und werden noch zusätzlich unterstützt.
Hier läuft schon lange etwas schief.

12:12 von DemokraSte

ich war, als ich meine Lehre begann 14
und lebte bei meinen Eltern
und ein Kakao am Automaten kostete damals schon 35 Pfennig

Ein gesetzlicher Mindestlohn

Ein gesetzlicher Mindestlohn macht das Einstellen eines Auszubildenden für Unternehmen natürlich in einigen Fällen teurer und damit unattraktiver.
Andersrum kann es für den Auszubildenden natürlich attraktiver werden.
Jetzt ist halt die Frage ob es zu wenig Arbeit gibt oder zu viel.
Von Seiten der Wirtschaft und Politik hört man in letzter Zeit aber hauptsächlich vom „Fachkräftemangel“. Also entweder zu viel Arbeit oder zu wenig Arbeiter. Also sollte man versuchen sich attraktiver zu machen. Man hört aber schon wieder Gejammer, das alles viel zu teuer sei. Das passt eigentlich nicht zusammen. Wenn man dabei aber bedenkt, wie versessen diese Leute auf dieses neue Zuwanderungsgesetz sind, macht alles wieder Sinn. Es sind halt nicht potentiell zu wenig Fachkräfte hier, sondern der Preis scheint einfach zu hoch. Da importiert man sich lieberleute die für Mindestlohn arbeiten.
Zumal auch jetzt schon die Möglichkeit besteht einfach mehr zu zahlen.

Der richtige Weg

Speziell im Handwerk wird sehr mickrig bezahlt, obwohl die Azubis sehr oft schon produktiv mitarbeiten müssen, im Gegensatz zur Industrie, wo zwar oft besser und intensiver an der Ausbildung gefeilt wird, dafür werden dort sehr häufig Dinge von den Azubis gebaut, die nachher im Schrott landen, weil sie nicht gebraucht werden und keinen Bezug zu den Produkten des Unternehmens haben...
Die Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst ist auch sehr hoch, warum eigentlich?
Da die meisten Handwerksbetriebe gut ausgebucht sind und auch satte Gewinne einfahren, wäre es nur fair, wenn auch die Azubis etwas vom Kuchen abbekommen würden. Ansonsten kann ich über das Gejammer der Handwerksbetriebe nur lachen, sie würden keine Azubis finden!
Bezahlt sie anständig, dann kommen sie auch!

@12:24 von loveley

Ich weis zwar nicht wann "Damals" war aber ich habe als Kochlehrling 1970 im 1LJ. 40 DM 2LJ. 60 DM und im 3LJ. 85 DM bekommen (LJ = Lehrjahr). Und wir hatten noch die 6 Tage-Woche und 60Std. die Woche zu arbeiten.

Fehlt nur noch „Ausbildungshemnis“

War klar, dass die alten Recken wieder mit „ich hab früher“ um die Ecke kommen.
Mich wundert, dass noch keiner mit „Ausbildungshemnis“ daher kam. Das sagten die Arbeitgeber bei der Einführung des Jugendarbeitsschutzgesetzes vor über 100 Jahren, als sie keine Kinder mehr in die Bergwerke schicken durften.
Allein das Durchschnittsalter der Schulabgänger liegt heutzutage 2-3 Jahre über den Schnitt als vor 50 Jahren. Schon allein deshalb sind es andere Bedürfnisse als damals. Und vergleicht man erstmal die Vergütung von damals und heute Preisbereinigt, sieht’s auch wieder anders aus.

Zur Schulfrage: In vielen Sozialberufen wie zB Erzieher*innen muss man erstmal, ohne Vergütung, für ein Jahr in die Schule.

Und gerade im Handwerk arbeiten Azubis voll mit. Typischer Elektroinstallateur: 1 Meister, 2-3 Gesellen, 5-8 Azubis. Übernommen werden davon die wenigsten. In erster Linie sind sie billige Arbeitskräfte. Die Schlitze hauen sich ja nicht von selbst. (Und ja, es gibt Ausnahmen!)

@09:51 von nie wieder spd - Mickrig? Wirklich?

...Vielleicht ist meine Ausbildung wirklich schon zu lange her aber ich hätte Luftsprünge bei 1000 DM gemacht.
Meine Lehre '85; Lohn 1. Jahr: 338 DM
Hätte aber im Gegenzug auch keine Ausbildung machen können, da es keinen Handwerksbetrieb damals gab der solche Löhne zahlen konnte.

---

Bitte nicht komplett falsch verstehen, aber man sollte genau überlegen, ab wann man einem Lehrling eine solche Vergütung zahlt.

Bspl. Handwerk:

In den ersten 3-6 Monaten bestimmt nicht, da die Allermeisten Azubis von tuten und blasen noch keine Ahnung haben.
Und der Kunde keinen Betrieb eine Rechnung zahlen würde wo ein Lehrlingslohn drauf steht, der Lehrling aber außer dumm zu gucken, die Hände in den Taschen oder am Handy oder wenn es gut läuft schon Handreichungen machen kann.

Danach kann man anfangen die Vergütung anzupassen.

Mal ehrlich, die meisten Jugendlichen die in eine Lhre gehen, sind ca. 16 Jahre alt und wohnen noch Zuhause.

Wofür bitte 515 € oder ab 2023 gar 610 €?

@Biocreature 13.08

hier stimme ich zu! Es ist bei Auszubildenden eher die Ausnahme, dass sie einen eigenen Hausstand habenn und viele Betriebe werden die höheren Vergütungen nicht zahlen können und dann nicht mehr ausbilden, zum Nachteil aller. Außerdem haben wir Tarifautonomie und Gewerkschaften, die näher an der Realität sind und Ausbildungsvergütungen aushandeln. Für Ausbildungen, wo produktiv mitgearbeitet wird, mag das gehen, sonst wird der Schuss nach hinten losgehen

@ RickF

"Auch wenn man jedem einzelnen monatlich 500 000 Euro zahlt, ist das Grundproblem keineswegs gelöst. Das kann nur ein grundlegender Systemwechsel. Bis dahin basteln wir nur an den Symptomen und schaukeln das Problem weiter hoch."

Jetzt haben Sie Ihren Beitrag verschlimmbessert. Und ich weiß immer noch nicht, was Sie meinen. "Das System" zu ändern ist mir als Diskussionsgrundlage zu allgemein.

@ loveley

"viel Geld
für einen Azubi.
Ich habe damals 300 DM die ersten beiden Jahre verdient, dann 3 Jahre 700 DM und musste davon noch meine Krankenversicherung bezahlen.
Zugegeben, früher war vieles billiger(z.B. Miete), aber wir hatten auch nicht die Ansprüche der heutigen Generationen."

Sie machen jetzt den gleichen Fehler, den wir (ich nehme mal an, wir sind beide irgendwas um die 60) unserer Vorgänger-Generation verübelt haben: "Ihr wisst gar nicht, wie gut ihr es heute habt". Ich bin da eher vorsichtig, junge Menschen heutzutage mit meiner eigenen Jugendzeit zu vergleichen.

Saugeil. Bei über 500 Euro bekommt

der Staat den Löwenanteil da die Azubis ja Junggesellen sind. Was für eine elegante Steuererhöhung... Viele werden es kennen, im ersten und zweiten Lehrjahr keine Steuern, im dritten durch Steuern dann weniger als im zweiten Lehrjahr. Die eigentliche Sauerei ist das es mal wieder Ausnahmen gibt. Der Friseur der zeitlebens am Existenzminimum lebt bekommt gleich zu Anfang weniger nicht das da Begehrlichkeiten Erwachen... Gott ist das schäbig, schämt euch. Da kann dann die Frau des Hauses nach färben, Haarverlängerung und schneiden inkl Make-up und Fingernägel lässig zwei Euro für die Fachkraft dalassen... Zum Fremdschämen. Warum wohl sind Frisure lieber bei den Herren? Die sind deutlich schneller fertig und großzügiger. Aber was soll's, die Gewerkschaften sind ja Zahnlose Tiger und können nichts durchsetzen. Die Mitarbeiter werden aus Not zu Steuersündern da Trinkgeld eigentlich versteuert werden müsste. Leider so gar kein Witz.

@ 13:08 von Biocreature

"Bitte nicht komplett falsch verstehen, aber man sollte genau überlegen, ab wann man einem Lehrling eine solche Vergütung zahlt."
.
Bitte nicht falsch vestehen, aber ich teile Ihre Meinung!
.
Jeder Betrieb ist zunächst mal verantwortlich für die ausgewählten Lehrlinge. Aber 300€ sind deutlich zu wenig!
Braucht man finanzielle Anreize, damit jeder Lehrling schon seine eigene Wohnung finanzieren kann oder den eigenen PKW und seinen Urlaub?
Hmmmm...., so spontan fällt mir jetzt erstmal der Begriff "maßlos" ein.....
Anders formuliert: Du kannst nix, hast keine Ahnung, willst aber so vergütet werden wie ein Gelernter......OK....Damit man dir was beibringt....
.
Besonders toll finde ich noch Bachelor und Master bei Lehrberufen!
Einen Bachelor of Löten?
Sehr interessant, Frau Karliczek.
Nach unseren ganzen Uni´s bitte auch in den Ausbildungsberufen!
Bringen sie uns auf europäisches Niveau!

Die Festschreibung einer Mindesvergütung

in der Ausbildung ist dringend notwendig. Der Protest der Handwerkskammer ist sinnlos. Schon heute können es sich die großen Betriebe leisten höhere Ausbildungsvergütungen zu zahlen. Damit fischen sie den kleinen Unternehmen die Lehrlinge ab. Dies ist zwar mit dem Erlass einer Mindestvergütung auch zukünftig nicht ausgeschlossen, aber es gibt den Lehrlingen die Sicherheit, überall den gleichen (Mindest)Lohn zu bekommen. Damit fällt bei einem Bewerbungsgespräch die Frage nach der Ausbildungsvergütung weg. Übrigens ist noch zu erwähnen, dass die Agentur für Arbeit gerade bei der Ausbildung Zuschüsse gewährt, wenn sich ein Betrieb auf die Einstellung "sozial benachteiligter" Lehrlinge einlässt, die z.B. bei den Inhalten der Berufsschule Unterstützung benötigen, oder aufgrund von körperlichen Einschränkungen Hilfen benötigen.

@ einfach unglaublich, Sie irren

Gewaltig. Der Bachelor und der Master haben im Handwerk gar nichts verloren, damit dürfen die studierten sich gerne schmücken oder gleich in die Haare schmieren. Lange bevor es den Herrn Doktor, den Dipl. Ing. und dergleichen gab waren Handwerker stolz auf ihre Lehrlinge, keine albernen Azubis. Der Geselle trug den Titel mit Würde und der Meister war der der den Hut aufhatte. Leider durch die Verklausolierung und durch den angeblichen Sozi Schröder der die Handwerksordnung kastrierte wurde diese Tradition und die Anerkennung zu Klump gehauen. Dafür haben wir jetzt tausende Chefs die keine Qualifikation haben, oft keinen Berufsabschluss und die Muttersprache liegt sehr sehr weit Östlich. Dann lässt sich über das zugrunde gehen des Handwerks natürlich trefflich schwadronieren.

@Biocreature, 13:08 Uhr

Ich glaube Sie verkennen tatsächlich die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt. In Zeiten knapper Fachkräfte, muss ein Unternehmen seinen Suchradius sehr ausdehenen, um nur annähernd eine Chance zu haben Lehrlinge zu finden. Damit ist auch klar, dass viele Lehrlinge von Zuhause ausziehen und in einer anderen Stadt eine Wohnung benötigen. Angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt mit ständig steigenden Mieten, kommt die Mindestvergütung in der Ausbildung eher mickrig daher.

@ neutrale welt

"Warum sollte sich ein Azubi eine Wohnung leisten können? Direkt noch ein Auto dazu?
Und 2mal im Jahr nach Malle?
.
Der Spruch ist unbeliebt, aber Lehrjahre sind nunmal keine Herrenjahre."

Auto und Malle werden für keinen Azubi jemals drin sein. Darum geht es auch nicht. Wohnung wäre aber schon nicht verkehrt. Oder sollen Azubis in Massenunterkünften in Stockbetten schlafen? Den Spruch mit den Herrenjahren habe ich immer so verstanden, dass ich nach Ende meiner Ausbildung den Saustift genauso triezen darf, wie ich getriezt worden war. ;-)

Das geht nach hinten los

Wie soll der Handwerksbetrieb einen Lehrling dann abrechnen das der Kunde es auch akzeptiert?
Ich hab selber eine Ausbildung im Handwerk gemacht und war nie der Meinung das ich unterbezahlt war.
Ich habe den Beruf in den Jahren ja schließlich erlernt.
Was kommt als nächstes bezahlen wir unsere Studenten fürs studieren?
Manchmal frage ich mich ob die Herrschaften der Politik überhaupt noch Bezug zur Praxis haben.

@ 11:54 von johnl

"Sehe das wie User Alois23, es sollte zumindest mehr sein als jemand bekommt der sich für Hartz4 "entscheidet". Für 515€ kann sich wohl keiner eine kleine Wohnung leisten und sein Lebensunterhalt alleine bestreiten."
.
Es steht Ihnen frei sich zu entscheiden was immer Sie möchten!
Es geht hier nicht um ein lebenslanges Gehalt von 515€, sondern um ein Ausbildungvergütung.
Kennen Sie andere Berufsbilder?
Bei der Ausbildung zum Photograph bekommen Sie nichts, wenn Sie z.B. PTA werden wollen bezahlen Sie alles selber!
Nein, kein Neid, aber was wollen Sie?
Es gibt genug Berufe, für die Sie bezahlen, damit Ihnen etwas beigebracht wir. Das ist auch in einem Studium so.
Was ist daran schlimm?
.
Und wie sieht die Lösung unserer Bundesregierung aus?
Erstmal fett Kohle, dann noch einen Pseudo in Bachelor und Master?
Ist das die Lösung für den "Facharbeitermangel"?
.
Oder erst mal unseren jungen Azubi´s beibringen, dass es nichts umsonst gibt?
Oder jedem Azubi steht eine eigene Wohnung zu?

Wird denn .....

die Rente und Hartz 4 zum gleichen Zeitpunkt angehoben?

Die Geister die ich rief

Liebe SPD, seit zig Jahren schafft ihr es mal in Regierungsverantwortung mal in der Opposition dort zu bremsen, wo ihr aufs Gas steigen solltet und gas zu geben wo ihr bremsen solltet.
Azubis fürs Handwerk und Dienstleistungsberufe fehlen nicht, weil sie zu niedrig bezahlt werden, sondern weil selbst dem unterbelichtetsten Schüler das Hochschulniveau auf Hauptschulformat nachgeschmissen wird. Das habt ihr ganz klar mitzuverantworten. Wenn jetzt die Unternehmen, die noch willig sind auszubilden für den Rest, der doch durchs Raster gefallen ist noch deutlich mehr zahlen soll, werden die letzten abspringen und nicht mehr ausbilden.
Sorgt wieder für ein ordentliches Bildungsniveau und senkt die künstlich getriebene Akademisierungsquote und es gibt sowohl wieder Handwerker als auch qualitativ hochwertige Forscher, Führungskräfte, etc.
Es gibt für jeden einen Platz in der Gesellschaft, es kann aber nicht jeder ganz oben stehen selbst bei noch so viel Gleichmacherei.

Ausländische Fachkräfte

Wenn die Kosten der Ausbildung in Deutschland steigen werden viele Betriebe gar nicht mehr ausbilden und die Regierung unter Druck setzen Fachkräfte im Ausland anzuwerben. Diese Strategie wird übrigens schon lange verfolgt.

Abschlußanalyse

Um die Ausführungen im ersten Teil abzuschließen:

Wenn ich mir meine ursprüngliche Wählerklientel schon im Vorfeld vergraule und sie auf ein Podest stelle, auf dem sie deplaziert sind, muß ich nicht im Nachhinein mit Übereifer darum kämpfen, daß ich sie zurück ins Boot hole, bzw. mir eine neue Wählerschaft anwerben muß. Daß die heutigen Kapazitäten in der Partei das aber verstehen, wage ich nicht zu hoffen.

@ sprachloser

Leider durch die Verklausolierung und durch den angeblichen Sozi Schröder der die Handwerksordnung kastrierte wurde ...

Der Sozi Schröder war besser als viele andere vor oder nach ihm. Auf den lass ich nix kommen.
Und die Handwerksordnung zu kastrieren, war folgerichtig und ein wichtiger Schritt in die Moderne.

@ horkatz

Jetzt bin ich sehr neugierig woher sie wissen das Handwerksbetriebe satte Gewinne machen.
Das die Auftragslage gut ist, akzeptiert.
Das ist sie aber auch nur dann, wenn der Kunde akzeptable Preise bekommt.
Denn der Betrieb möchte möglichst lange gut zu tun haben und das geht nur über gute Arbeit zu einem fairen Preis.
Und da meisten kleinen Handwerker lieber langfristig denken, behaupte ich mal das sie auch jetzt zu fairen Preisen anbieten.

12:12 von DemokraSte

515 Euro sind zu viel?

Wie soll es bitte möglich sein von 515 Euro zu leben? Vermutlich beklagen sich da auch noch die gleichen Leute, die nicht verstehen warum so viele studieren möchten. Aber die Azubis können ja beim Chef im Keller wohnen, sich dort vielleicht auch noch nützlich machen. War früher ja auch so! Lächerlich!
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Dierse Komentatoren haben die Verwaltung und Ihre politische Vertetung verdient.
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Ab in den S. 2 für Realtätserkenntnis?

Alle möglichen Betriebe wollen zwar..

. immer bereits gut ausgebildete Fachkräfte einstellen, NUR..

. beruflich ausbilden sollen diese möglichst immer die anderen Firmen!

Daher mein Gesamtfazit!

Eine gutgeführte FIrma bildet seine benötigten Fachkräften auch weiterhin immer SELBST aus, und schiebt diese Verantwortung nicht immer nur auf andere Firmen ab!

Denn DANN hat man auch die dringend benötigen Fachkräfte für die eigene Firma!

Eine neben der Ausbildungsvergütung für den Azubi bereitgestellte kostenlose Werkswohnung für die Zeit der Ausbildung ist manchmal ebenfalls durchaus zu empfehlen!

In hochpreisigen Gegenden ist ein solches zusätzliches Angebot häufig sogar entscheidend dafür, ob man als Firma überhaupt einen Azubi anwerben, oder auch nicht anwerben kann!

Und vieles andere mehr!

Da sind sie wieder, die

Da sind sie wieder, die Alten, die uns mit Infos wie "Ich habe damals zweihundertfuffzich Mark in der Lehre bekommen. Und wir konnten damals schon watt. Nitt so wie die Jugend von heute, die nur Handy kennt" und "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" beglücken...

515€ erscheint mir im ersten Lehrjahr angemessen. Ich weiß leider nicht mehr, was ich damals in der Schreinerlehre bekommen habe, aber es hätte definitiv mehr sein können. Schließlich hat man die volle Arbeitszeit und muss eigentlich auch richtig mit anpacken. Da ist nichts mit "Hände in der Tasche".

Wenn man gute Azubis will, muss man was bieten. Sonst machen die was anderes. Oder woanders.

Richtig ist allerdings auch, dass man auch für andere Ausbildungen als im Handwerk mal sehen sollte, dass es da mehr Geld gibt. Eine schulische Ausbildung z.B. in sozialen Berufen bringt so erstmal gar kein Geld.

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