Ihre Meinung zu: Kampf gegen hohe Mieten: Mieterbund unterstützt Barleys Pläne

13. Mai 2019 - 6:47 Uhr

Der Plan von Justizministerin Barley, die Mietpreisbremse zu verschärfen, findet Zustimmung beim Mieterbund. Barley fordert unter anderem, dass Vermieter bei Verstößen künftig Miete zurückzahlen müssen.

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Kommentare

Dem Wahlkampf geschuldet

Derzeit werden die Parteien sehr aktiv weil die Europawahlen anstehen.
Die Vorschläge der Kandidatinnen sollte frau/man deshalb durch einen Filter betrachten.
Ohne die Einhaltung aktiv zu überwachen ohne Ausnahmen ist dies Ansinnen nur Wahlkampfgetöse.

Das ganze Mietpreistheater

Das ganze Mietpreistheater zeigt doch einmal mehr, wie machtlos die Politik gegen das hier herrschende Kapital und Spekulantentum wirklich ist. Alles muss am Ende wieder der kleine Bürger aushalten, dem weder in Politik noch mit unseren 'Demokratiewächtern' eine Hilfe zukommt, denn erstere sind ja in Wirklichkeit nur Erfüllungshelfer und letztere interessiert wohl eh mehr die Schlagzeile, die sie mit dem Thema erreichen können und darf doch auch gar nicht mehr tun in dieser unserer so wunderbaren ( total ausgehöhlten) Demokratie. Kein Wunder, dass sich immer weniger Bürger für diesen Staat noch engagieren wollen, von dem sie nur als trotteliges Nutz und Steuervieh gehalten werden, wärend Kapital und Spekulantentum hier längst das Steuer feste in der Hand hält und mit seiner Gier hier alles ersticken wird. Sie haben leichtes Spiel, denn dieser Staat hat kein Konzept gegen Wohnungsnot und damit verbundener Mietpreistreiberei solange er nicht selber ernsthaft Wohnraum schafft.

Was ist da dran so neu?

Die Möglichkeit, bei eklatanten Verstößen zuviel gezahlte Miete zurückzuklagen, gibt es schon seit Jahrzehnten. Verlangt man als Vermieter zu wenig Miete, hält das Finanzamt das Ganze für ein Hobby und man kann Unterhalts- und Sanierungskosten nicht komplett absetzen. Auch für den Vermieter steigen die Unterhalts- und Sanierungskosten immens und der Gewinn hält sich zumindest für den kleinen Privatvermieter in Grenzen. Meine Frau und ich waren heilfroh, als wir unsere alten geerbten Wohnungen verkaufen konnten. Der kleine Gewinn wurde durch den Ärger und den ausfallenden Jahresurlaub (4 Jahre), in dem ich die Mieterschäden (Mietnomaden u.ä. ) reparieren durfte, mehr als aufgezehrt. - Verlangen Sie mal von einem Mieter, auf seinen Jahresurlaub zu verzichten...

Placebo

Das Heer von bestens geschulten Rechtsanwälten der Wohnungsgesellschaften wird weiter seine Vorteile nutzen und Mieter über den Tisch ziehen, mit Klagedrohungen weich klopfen. Vonovia, die sich hier sozial gibt ist genau so eine Gesellschaft, wie ich selbst schon erleben durfte.

So is' sie halt.

Barleys Vorschlag. "Es ist richtig, wenn Mieter rückwirkend zuviel gezahltes Geld vom Vermieter zurückverlangen könnten"

Klingt doch fair. Ist ein Argument in sich.

Aber "In der Vergangenheit war diese Forderung nach Rückzahlung stets am Widerstand der CDU gescheitert."

Das die CDU dagegen ist, wundert mich nicht. Ich wuerde aber gerne im Bericht einen Hinweis darauf gelesen haben, warum.

Und wenn es nur ein "So is' sie halt, die CDU" waere. (Ironie)

unter Beweis gestellt , wenn sie ein Gesetz bereits nach einem halben Jahr abermals aendern wollen. Gutes Regieren sieht anders aus. Das hier durchwutsteln.

Es ist eine sozialpolitische

Es ist eine sozialpolitische Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit, auf dem Mietmarkt stärker regulierend einzugreifen; das erkennt, wer sich die Mietpreisentwicklung vor allem in Ballungsräumen anschaut und mal mit Mieter*innen spricht. Und es spricht Bände, dass eine Union, die sich von eigenen Wurzeln des Ahlener Programms und sozialer Marktwirtschaft meilenweit entfernt hat, da blockiert. Für die SPD stellt sich die Frage, wie lange sie sich noch zum Merkelwahlverein degradiert statt endlich andere Mehrheiten für eine nachhaltige sozial-ökologische Politikwende zu organisieren. Spätestens im Herbst wird und muss Schluss sein mit dieser Koalition.

Ok ganz nett

und was ändert das daran, dass viele bereits jetzt bis zu 60% ihres Nettoeinkommens für Miete Zahlen?
Wenigstens soll es wohl verhindern, dass es 70% werden.

Aber es ist selbst wenn es genau so durchkommt wie hier beschrieben (Verwässerung durch CDU/CSU quasi garantiert), ist es nach wie vor ein Zahnloser Papiertiger.

Ein gut organisierter Vermieter mit tiefen Taschen (Wohnovia oder so) setzt einfach darauf, das es nicht rauskommt und Sahnt ab.
Kommt es raus, ja dumm gelaufen, wird eben im Einzelfall zurück gezahlt, dafür wird der betroffene Mieter dann wahrscheinlich rausgemobbt.

Erst wenn die Mieten deutlich gesunken sind UND wenn die Vermieter die Mietwucher betreiben noch einmal ein Vielfaches der fraglichen Summe (mal 5-10) zusätzlich an Strafe zahlen müssen... dann könnte man vielleicht von einer halbwegs ernst gemeinten Mietpreisbremse sprechen.

über den eigenen Tellerrand schauen.

zugegeben, es ist enttäuschend zu sehen, was in Deutschland alles nicht klappt. Die Liste ist lang. Hier geht es um den Wohnungsbau. In den Medien kam vor nicht allzu langer Zeit ein Bericht über den sozialen Wohnungsbau in Singapur. 80% der Einwohner leben in der Eigentumswohnung. Grund und Boden wird für 99 Jahre zur Verfügung gestellt, richtige Steuervorteile und standardisierter Bau. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Warum ist Deutschland immer so einfallslos. Nur ein Tipp, nur bauen hilft gegen Wohnungsknappheit.

Hat nicht und wird nicht funktionieren!

Wenn Mieten gedeckelt werden, holen sich die Wohnungskonzerne das Geld über die Nebenkosten rein.
Man gründet einfach einen Hausmeisterservice durch einen Mittelsmann, erhöht die Kosten für diesen und legt diese auf den Mieter um.
Gegen steigende Mieten hilft nur bauen, bauen, bauen. Auch Mieten regulieren sich über Angebot und Nachfrage.

Das ganze ist eine einziges

Das ganze ist eine einziges Spiel einer Mischung aus Kloppschach und Zwickmühle in dem das Kapital und Spekulantentum alle Vorteile und Spielregeln innehat und bestimmt. Dabei wird die Politik mit ihren Strampelversuchen ständig und erneut vorgeführt und zeigt ihre Konzept- und Hilflosigkeit aber vor allem ihre totale Unfähigkeit das Thema im Allgemeininteresse zu behandeln. Ich wage zu behaupten , dass dieses Thema zu einer immer weiteren Gesellschaftsspaltung beitragen wird. Unseren Linken,Grünen und Nazis istr das Wasser auf ihre Mühlen und sie werden das Thema und die daraus sich entwickelnde Situation für ihre eigentlichen Ziele gut auszunutzen wissen. Dieses Problem ist, wie so viele, die sich genauso aufbauen werden, ist dann eben die Folge aus jahrelangem Wegschauen eines immer mehr anwachsenden Problems verbunden mit Gefälligkeiten für die, die da 'anpacken'. Die packen jetzt an und zwar beim Kleineleuteabkassieren, Dank der neuen Jagdzeiten für Vermieter. Toll!

erst

wenn der letzte private Vermieter frustriert aufgegeben und seine Immobilie an einen großen Wohnbau-Konzern verscherbelt hat, werden die Politiker merken, dass durch solche hanebüchenen Direktiven keine einzige zusätzliche Wohneinheit entsteht.
Mich halten diese ganzen, immer mehr zunehmenden Nachteile für Vermieter (unter anderem die schiere Unmöglichkeit, zahlungsunwillige Mieter aus dem Objekt rauszubekommen) schon seit Jahrzehnten davon ab, eine Immobilie zum Vermieten zu erwerben.

Fakenews

Leider verabschiedet sich Frau Barley ins Europaparlament, so dass sie sich um diese „Verschärfung“ der Mietpreisbremse gar nicht mehr kümmern kann.
Auch wird die Union da blockieren.
Also nur Fakenews anlässlich der Europawahl.
Ebenso wie die Respektlosigkeitsrente des Herrn Heil.

wenn das nur alles so einfach wäre, aber man kanns

ja mal in den Raum schmeißen, ist ja Europawahl - wer ist das die Spitzenkandidaten der SPD ? …. richtig !
Diese ganzen Mietpreisgesezte und das ganze drumherum ist einfach nur Groteske und zeug nur von Kompetenzmangel.
Das einzige, was wirklich gegen hohe Mieten wirkt, sind öffentlich finanzierte Wohnungsbauten, teil- oder vollfinanziert.
Nachdem fast alle Kommunen ihre Wohneinheiten "privatisiert" haben, besser gesagt, verkloppt haben, um Löcher auch durch Inkompetenz entstanden, in Ihren haushalten zu stopfen, ist es doch erst zu diesen Mietwucherungen gekommen. Es gilt also, diesen Umstand wieder zurück zu führen. Zum einen durch gemeinnützigen Wohnungsbau und zum anderen durch durchgreifende Gesetze gegen Wucher! Jetzt mit Rückzahlungsandrohungen von überhöhter Miete zu kommen ist Unsinn! Somit wird eine neue "hohe" Mietgrenze geschaffen, ab der Gerichte entscheiden und das Ergebnis ist, alle bleiben 1 Cent drunter, liegen aber über den Mietwerttabellen - einfach Unfug sowas!

re: KarlderKühne

Sie haben Recht. Die bisherigen Pläne der Regierung haben nichts gebracht. Da wäre Bauen natürlich das einzig Richtige. Eine andere Sache möchte ich noch erwähnen. Vor längerer Zeit habe ich gelesen, dass das Finanzamt einem Vermieter, der eine moderate Miete verlangt hat, die Steuer für die höchstmögliche Miete angesetzt hat und ihn damit gezwungen hat, die Miete zu erhöhen. Das zweite Beispiel habe ich vor einigen Tagen gelesen. Jemand hat ein Haus geerbt. Das Finanzamt ging bei der Erbschaftssteuer von einem Satz aus, der sich an der höchstmöglichen Miete orientiert und damit den neuen Besitzer gezwungen, die Miete zu erhöhen. Solche Maßnahmen treiben die Mieten in die Höhe.
Der Staat sollte bei der Besteuerung nicht auf die höchsten Steuern spekulieren und dann Geschenke machen, sondern die Eigentümer belohnen, die keine erhöhten Mieten verlangen.

Enteignung

die Enteignung der großen Wohnungskonzerne würde definitiv nachhaltiger funktionieren

@9:05 von andererseits

Wieso ist es in den von Ihnen beschriebenen Ballungsräumen möglich, bei der behaupteten Knappheit von Wohnraum so immense Zuwächse in Einwohnerzahl zu erreichen ? Die Münchener Bevölkerung ist z.B. von 2010 bis 2015 um ein Viertel auf 1,5 Millionen gestiegen. Woher kam der notwendige neue Wohnraum? Wie kam es, dass sich die neuen Bürger den so überteuerten Wohnraum auch leisten konnten ? Und das mitten in den Ausläufern der Finanzkrise? Stecken hinter den Mietpreissteigerungen vielleicht ganz andere Kräfte als lediglich gierige Vermieter?

Wer als privater Vermieter

versucht hat - ausnahmslos deutsche- Mieter loszuwerden wird vorrangig an einer ENTschärfung der Mieterrechte und - Rechtsprechung interessiert sein . Es braucht eine verlässliche Planungsgrundlage gerade für private Vermieter

08:42 von Schaefer

Warum ist Deutschland immer so einfallslos.
.
weil hier keine Vernunft sondern idiologischer Schwachsinn regiert
was kann es besseres geben als die eigenen 4 Wände
man kommt mit einer geringeren Rente aus
und wenn man mal ins Alters/Pflegeheim kommt, werden die Kosten nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt
aber in einem Land wo Eigentum als was verwerfliches betrachtet wird,
was kann man da erwarten

Baut endlich Wohnungen

Baut endlich Wohnungen anstatt Investoren mit blödsinnigen Gesetzen abzuschrecken. Dann werden die Mieten von alleine billiger. Die Mietpreisbremse mag denjenigen helfen, die bereits eine Wohnung haben. Am Grundproblem, dass zu wenig Wohnraum vorhanden ist ändert sich dadurch nichts - im Gegenteil: Wohnungen als Kapitalanlage sind so unattraktiv geworden, dass jeder, der den Ärger scheut in andere Anlageformen investiert und den Wohnungsmarkt lieber den Großinvestoren überlässt, die sich eine eigene Rechtsabteilung leisten können.

Scheint gut!????

Mir kann's ja egal sein. Ich wohne in meinem Häuschen.
Aber ich fürchte, dass allein schon diese Diskussionen um Mietpreisbremse oder gar Enteignungen usw. nur dazu führen , dass weniger gebaut wird.

Damit würde dann das Gegenteil dessen erreicht, was alle wollen!

Juhu, der Mieterbund ist auch dafür!

Allerdings stehen die CDU und die Eigentümerlobbies dagegen. Und selbst die bescheidene bisher verfügte Mietpreisbremse wirkt nicht, da der Staat wie bei Schwarzarbeit, Cum-Ex, Steuervergehen etc. einfach nicht genug Personal hat, um das zu überprüfen. Und gar die Justiz, die kommt doch so schon kaum noch hinterher.
.
Aber schon die Kinder hören gern Grimm´s Märchen, wo die Hexe im Backofen verbrennt und stets das Gute siegt!

@09:26 HGP Aachen

Auch bei Ihnen bleibt letztlich nur eine Konsequenz aus Ihrer Schilderung, nämlich dass die Richtung stimmt, in die Herr Kühnert konzeptionell denkt: Die Privatisierung zigtausender Wohneinheiten war ein horrender Fehler, der nicht nur durch forcierten Neubau sondern auch durch Korrekturen dieser Privatisierung ausgeglichen werden muss.

@um 08:25 von A.G.

"Verlangen Sie mal von einem Mieter, auf seinen Jahresurlaub zu verzichten..."
Nun mein Vermieter die Vonovia macht genau das.
Am 30. Januar teilte sie mit das sie vorhat das Haus in dem ich wohne zu Sanieren und zu Modernisieren. Und zwar ab Anfang Mai. Das heißt für die Mieter das sie 9x während der Bauphase die Vertreter der Verwaltung, Handwerker etc in die Wohnung lassen müssen, jeweils mit einem Zeitfenster von ca 6 Stunden - das heißt für Arbeitnehmer Urlaub nehmen, das das natürlich nicht am WE geht.
Ausserdem darf der Mieter nachdem er das Leben im Baudreck und Lärm ein halbes Jahr ertragen hat ein Mieterhöhung um 40-60% ertragen, sehr nett und alles Abgesegnet von der Politik.

@09:41 Sparer

Ihr mühsam aus rhetorischen Fragen zusammengebautes Kartenhaus fällt schnell zusammen, wenn Sie sich ansehen, wer aus den Innenstädten verdrängt wird und welchen enorm steigenden Anteil am Einkommen der unteren Gehaltsstufen die Miete hat.

Man könnte fast meinen ...

... das einzig Gute an der Europawahl sei, dass Barley nach Brüssel verschoben wird.

Wenn SPD und PDS/Linke in Berlin nicht den kommunalen Wohnungsbestand an Heuschrecken verhökert hätten, gäb es diesen Notstand erst gar nicht.

Die Mieten in Deutschland müssen sinken !

Damit die Wohnverhältnisse auf beiden Seiten befriedet werden müssen grade in Grossädten die Mieten sinken.

Oder Mietsteigerungen erstmal auf einige Jahre ausgesetzt werden.

Damit der Enteignungsprozess nicht verwirklicht wird per Gesetzt oder durch Mehrheitsentscheid über eine Abstimmung im Bundestag, sollten sich Vermieter und Mieter einigen.

Ich bin auch auf der Seite der Vermieter und verstehe auch deren Gründe, weil ja auch die Betriebskosten steigen und man ja auch einen Gewinn erwirtschaften möchte sonst hätte die Vermietung keinen Sinn.

Denoch versteh ich auch den Frust der Mieter und hoffe, das der Staat hier eine einheitliche Regelung für beide Seiten findet. Durch staatliche Subventionen, Senkung der Steuerlichen Abgaben für den Vermieter.

Eine Vertreibung von "normal Verdiener auf dem Arbeitsmarkt" durch Abwanderung ist nicht sozial und steht dem Zweck der Wohnungsvergabe in Grosstädten und des friedlichen Wohnens entgegen.

Marktwirtschaft?

Wenn ein Gut knapp ist, dann muss der Preis dafür nach marktwirtschaftlichen Prinzipien steigen. Nur so wird es für viele attraktiv mehr davon zu produzieren.

Bei den Immobilien funktioniert das in Deutschland nicht. Schlicht, weil die Kommunen nicht genügend Bauland ausweisen.

Hier ist der Hebel anzusetzen: Verpflichtung Bauland innerhalb eines Jahres zur Verfügung zu stellen, wenn solches grundsätzlich vorhanden wäre und vom Bauwilligen ein Vorschuss auf die Erschliessungskosten gezahlt wird.

10:25 von Schalk01

ein Mieterhöhung um 40-60% ertragen,
.
lt Gesetz darf die Miete frühestens 15 Monate nach Einzug erhöht werden
innerhalb von 3 Jahren um max 15 - 20 % bis zur ortsüblichen Miete
und was die Modernisierung anbelangt
9 % der Kosten der Renovierung
mein Vorschlag - wenn sie glauben die bereichern sich an ihnen
kaufen sie eine Wohnung und sparen dadurch die überteuerte Miete

Man sollte auch bedenken

wie die örtliche Vergleichsmiete entsteht. Beispiel: Bürgermeister sind gezwungen, Asylbewerber in Anschlussunterbringung unterzubringen. Dabei wird quasi jeder Mietpreis akzeptiert. Hier im Nebenort fast 3000 Euro für ein älteres Haus. Das treibt natürlich für Alle! auch die Vergleichsmiete. Außerdem ist die Mietpreisbremse in B-W ein Flickenteppich, der überhaupt nicht nachvollziehbar ist. Für Stuttgart gilt sie, in Leinfelden- Echterdingen aber nicht. Wer soll das verstehen? Und bisher bringt sie nichts, vor Allem keine einzige Wohnung

Mietpreisbremse vs Finanzamt

Die Regierung erzählt etwas von Mietpreisbremse und das Finanzamt als ausführendes Organ der Regierung gibt den Mietwertspiegel als Mindestwert für Mieten vor, bis hin zur Nicht-Absetzbarkeit von Handwerksleistungen bei zu niedriger Miete (Thema Liebhaberei), wie in einigen Hintergründen vom DLF nachzuhören und nachzulesen ist.
Mieteinnahmen sind zu versteuern und somit wieder Einnahmen des Staates, die von der Finanzverwaltung optimiert werden müssen.
Anderersseits, wenn hunderttausende von vergleichsweise gut bezahlten Ministerialbeamten von Bonn nach Berlin ziehen müssen, damit die Minister ihre Mitarbeiter fußläufig erreichen können, sind bei gleichem Wohnraum - es ist ja kaum Platz für die Ministerialbauten da - steigende Mieten (Angebot & Nachfrage) nicht wirklich unerwartet.
Früher haben große Firmen ganze Siedlungen für ihre neuen Mitarbeiter gebaut, heute gibt es stattdessen ein "schöne-Wohnungen-mit -guter-Aussicht-für-Alle"-Gesetz oder so ähnlich, nur keine neuen Wohnungen.

Das was nur wirken kann.

Das ist selber bauen als Staat oder Stadt. Es sei denn man will willkürlich Mieten festlegen. Alles andere ist Schischi also gar nix bzw. green sauer washing für die die es glauben möchten u. die die für die Werbeaktion bezahlen das sie die Leute dumm hält. Zumindest so lang das man noch ein paar Jährchen länger nicht wirklich handeln muß u. besser verdienen kann.Schaut nach Wien die bauen dann wieder selbst von den Mieteinnahmen weitere Häuser mit erträglichen Mieten wo sogar der Mittelstand oder ein oder andere Gutverdiener wohnen darf.

Warum sind die Wohnungen angeblich knapp?

Es wird gebetsmühlenartig wiederholt, dass Wohnung knapp seien - und doch gibt es 1,8 Millionen leerstehende Wohnungen in Deutschland. Wenn über knappen Wohnraum gesprochen wird, dann eigentlich nur über die begehrtesten Lagen in München, Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Düsseldorf. In Krefeld, Duisburg, Essen, Wuppertal - alle innerhalb einer halben Stunde S-Bahn Fahrt von Düsseldorf Stadtmitte gelegen - gibt es reichlich Wohnungen für 5 EUR/m2 Grundmiete zur Auswahl. Und doch lesen wir jeden Tag dass es keine bezahlbaren Wohnungen in Düsseldorf mehr gäbe. Sind wir als Nation einfach zu bequem? Warum beschweren wir uns, dass es Menschen gibt, die bereit sind, absolut unvernünftige Preise zu zahlen bereit sind, damit Sie den Rhein oder die Altstadt sehen können, anstatt uns zu freuen, dass wir in der Tat Alternativen haben. Und da ich hier oft lese wir sollten doch mal über den Tellerrand sehen - in London, Paris, New York ist "nur" eine halbe Stunde Zugfahrt direkt vor der Hautür.

Eine Frechheit ist das

Ich habe noch NIE einem Mieter die Miete erhöht, auch nicht bei baulichen Verbesserungen bezahlt von mir. Mir ist es lieber, ein gutes Verhältnis zu bewahren. Ich bin überzeugt, dass die meisten privaten Vermieter so sind wie ich. Differenzieren will man nicht.

Es ärgert mich maßlos, dass von Barley, ihren Konsorten und in dem Artikel ich im Windschatten von Vonovia etc. als geldgieriger Miethai bezeichnet werde.

Eine Frechheit ist das!

@Schneemann99 Am 13. Mai 2019

@Schneemann99
Am 13. Mai 2019 um 09:41 von Schneemann99

"Enteignung
die Enteignung der großen Wohnungskonzerne würde definitiv nachhaltiger funktionieren"

So wie sich diese Wohnkonzerne geben und die ja die ganze Situation, auch um immer noch mehr Geld heraus zu holen, rücksichtsloseres Ausnützen, ja noch verschärfen, sehe ich auch die Enteignung als einzig wirksames Gegenmittel, um deren, für unsere Gesellschaft schädliches und unmoralisches Vorgehen zu stoppen und damit die Gesamtsituation zu entschärfen.

Wer investiert da noch in Wohnungsbau?

Ich wurde selbst als Mieter jahrelang gemolken und finde die Wohnungsnot und die Mietpreissteigerungen unerträglich.

Solange wir jedoch in einer Marktwirtschaft leben, sind immer neue Einschränkungen und Verbote zu Lasten der Vermieter doch kontraproduktiv. Denn das einzige, was den Markt entspannen kann und hohen Preisen entgegenwirken kann, sind viele, viele neue Wohnungen auf dem Markt. Wer soll die denn alle bauen? Wie motiviert man Investoren, große und kleine, denn dazu?

Merken Sie was? Genau!
So, wie es einige Politiker von Grüne und SPD zurzeit mit ihren Verbotsforderungen machen, bewirkt man eine Verunsicherung von Investoren, ein Abflauen des Wohnungsneubaus und verschuldet noch höhere Mieten und eine Verknappung des Angebots.

Mietpreise

In Deutschland sind in den letzten 10 Jahren die Baupreise für Mietwohnungen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf durchschnittlich 1709 EUR (2017) gestiegen (https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Bauen
/Publikationen/Downloads-Bautaetigkeit/baugenehmigungen-baukosten-
xlsx-5311103.html). Wohlgemerkt, Baukosten ohne Bauland, Baunebenkosten, Grunderwerbsteuer o.ä.

Nehmen wir für einen Moment an, dass der Bauherr eine Finanzierung mit 1% Zinsen und 3% Tilgung hat - dann bezahlt er bereits 68,36 EUR/m2 für den Bau an die Bank - für die nächsten 25 Jahre, unabhängig ob die Wohnung vermietet ist, der Mieter tatsächlich zahlt, Renovierungen beim Mieterwechsel vorgenommen werden müssen oder sonstige Reparaturen anfallen.

Wie gesagt zu diesem Preis kommt noch der Mietanteil für den Grund- und Boden hinzu.

Selbst wenn der Vermieter für die Zeit der Hypothekentilgung KEIN Geld entnimmt, ist ein Neubaupreis in den teuren Lagen unter 10 EUR/m2 nicht erzielbar.

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