Kommentare

Wir beliefern Türkei mit ihrem eigenen Plastikmüll?

Verstehe ich das jetzt richtig: Wir Deutschen produzieren fleißig Plastikmüll und beliefern dann die Türkei damit, die uns diesen für teures Geld abkauft. Unterm Strich kaufen wir uns ein reines Gewissen? Aber gar nicht mal so falsch, denn das "türkische Wasser" wird ja in Deutschland auch nicht in Pfandflaschen verkauft. Also verkaufen wir der Türkei ihren eigenen Müll zurück? Ist das jetzt cool oder bin ich einfach nur dumm? Ich begreife langsam gar nichts mehr. Kann mich mal jemand aufklären?

Plastikmüll wird in die Türkei und sonst wo hin verkauft

Klasse - der deutsche Michel zahlt bereits für den grünen Punkt an die Recycling-Wirtschaft und diese verkauft diesen weiter in andere Länder oder an die Müllverbrennung (Nebeneffekt CO², das nun über Prämien eingespart werden soll, wird dadurch zusätzlich erzeugt) und verdient dabei doppelt.
Wir werden wieder mal durch unsere Politik doppelt und dreifach vera.........

Stichwort: Plastikstrohhalmverbot

"Als eine Ursache wurde inzwischen die Verwendung vieler Einwegprodukte in der Tourismusbranche identifiziert."
Ach, schau an! Vor kurzem wurde noch so getan, als ob dort (oder auch vor Thailand - da gibt es eine ähnliche Art der Strandbarbetreiber im Umgang mit Abfällen) der in Berlin in die gelbe Tonne geworfene "Capri-Sonne-Strohhalm" im Meer schwimmt. Vielleicht kehrt ja angesichts dessen im Europaparlament wieder Vernunft ein!?

Exportverbot?

Wie wäre es, wenn die europäischen Gesetzgeber den Export von Müll aus dem Ursprungsland verbieten?
Wenn Müll zum Rohstoff werden soll, muß die Aufarbeitung im Erzeugerland stattfinden.

Geschäftstüchtig

Und wahrscheinlich verdient sich der Erdowahn-clan damit dumm und dusselig.
Oder wer organisiert den Müllhandel?

Das ist Panikmache von Greenpeace!

In Ergänzung zu meinen vorigen Vorschlag eines Exportverbots:

50.000 Tonnen von 0.22 Tonnen pro Kopf und Jahr bei pi*Daumen 80 Millionen Einwohnen
sind 0.28% des Gesamtaufkommens.

Der Beitrag redet vom Mülläquivalent von 250.000 Bürgern, einer mittleren Großstadt. Auch wenn sich das absolute Aufkommen im Bericht verdreifacht hat, ist das denn relevant? Die Frage sollte doch sein, was passiert mit den restlichen 99.7%, den 17.5 Millionen Tonnen Plastikmüll!

Recylingweltmeister - noch mit Schattenseite

Tja, der Artikel beschreibt auch die Schattenseite unseres (geglaubten) Rang als Recycling-Weltmeister.

Sobald aber der "Plastik-Müll" sortiert, das bei uns verwertbare extrahiert ist, wird noch Reibach mit den bei uns offensichtlich unbeliebten Rest-Kunstoffen gemacht. Um diese eben zu exportieren. Anstatt gesetzlich dafür zu sorgen, dass alles in Deutschland/Europa sinnvoll verwertet wird, wird der Export erlaubt und soll kaum überprüft werden.
Laut Umwelt Bundesamt:„2017 wurden 99,4 % aller gesammelten Kunststoffabfälle verwertet“.
Wo kommt, dann das Exportmaterial her, ist das ungesammelter Kunststoff, oder ist der Export auch eine Verwertung. Verwertung im Sinne Geld zu mehren.
(Auch die thermische Nutzung wird mangels anderer Alternativen sinnvoll - denn die Rohstoffe Benzin, Kerosin, Heizöl, Gas werden auch "nur" verbrannt).

Solange wir rohstoffe in

Solange wir rohstoffe in kraftwerken verbrennen, ist thermische verwertung das einzig richtige für diesen plastikmüll. Warum soll man den zu rohstoff recyceln? Böllig simnbefreit, wenn man später öl, kohle oder gas verbrennt, die schon der gewünschte rohstoff sind.

Wenn die Türkei den

Wenn die Türkei den kostenlosen Rohstoff wiederverwendet, dann ist das eine gute Lösung für deutschen Plastikmüll. Eine win-win Situation für beide Seiten.

@Dörti-Dörte

„die uns diesen für teures Geld abkauft...“. Wenn man den Artikel ganz oder zumindest halb liest, lernt man dass die Türkei den Müll nicht kauft sondern kostenlos abnimmt. „kann mich bitte jemand aufklären?“ Gern geschehen.

RE:Totengräber

Was hat noch gleich das deutsche Recyclingsystem "Grüner Punkt" mit dem EU-Parlament zu tun ???
Oder geht es ihnen nur darum, die EU vor den Wahlen schlecht zu machen ?

Gruß Hador

@Haribas

Lieber User "Haribas",

vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis!

Mit besten Grüßen
Redaktion tagesschau.de

RE:erstaunter bürger um 13:57

Laut Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Bundestagsabgeordneten Bärbel Höhn liegen die Recyclingquoten des Dualen Systems („Grüner Punkt (Deutschland)“ für leichten Verpackungsmüll) von Weißblech bei 92, von Aluminium bei 60 sowie von Kunststoffen bei lediglich 42 Prozent.
(Quelle:Badische Zeitung, 3. Januar 2015)

Der verbliebene Rest geht in Ausland, und wir Deutschen behalten unsere "weiße Weste". Oder sollten wir etwa laufend neue Müllkippen in Deutschland errichten, um unseren Wohlstandsmüll selbst entsorgen ?!

Gruß Hador

@ Werner 40

„Wenn die Türkei den kostenlosen Rohstoff wiederverwendet, dann ist das eine gute Lösung für deutschen Plastikmüll. Eine win-win Situation für beide Seiten.“

Stimmt, aber scheinbar gelangt aus der Türkei massenhaft Plastikmüll ins Mittelmeer, weil sie schon den eigenen Plastikmüll kaum bewältigt bekommen. Daher besteht der Verdacht, dass unser Müll in die Türkei gebracht wird und der Müll-Überschuss im Meer versinkt. Das ist dann keine Win-Win Situation sondern eine Katastrophe für die Umwelt

Export verbieten

Und nicht nur das. Warum gibt es keine Pflicht zum Recycling? Warum gibt es nicht Geld für sortenreines Sammeln von Plastik? Bitte schön zu bezahlen von dessen Produzenten. Und wenn die nicht dingfest zu machen sind eben vom Hauptlieferanten. Da leidet dann wieder die deutsche Industrie? Und Arbeitsplätze etc.?
Wer mal mit der schönen S-Bahn von Tunis nach Monastir an den endlosen Plast-verhüllten Gewächshäusern vorbeigefahren ist und die Berge an Folie vom vergangenen Jahr gesehen hat, der muss sich schon fragen, wie viele Menschen sinnvolle Arbeit als Sammler haben könnten. Und auf den Kanaren dürfte es nicht viel besser aussehen.
Fazit: Eigene effiziente Recycling-Industrie aufbauen. Da könnte dann zumindest die Umwelt an den Südsahel Verbrennungshalden etwas weniger leiden. Entwicklungshilfe sollte wohl anders aussehen als eine Müllverschickungskampagne.

@erstaunter Bürger

Genau so ist es wie Sie es schrieben !

RE:Superschlau um 14:40

Bei der Müllverbrennung verbleibt aber immerhin noch 1/3 als Sondermüll. Zudem wird die Umwelt über die Rauchgase verschmutzt.
Ihr Vorschlag ist von daher nicht sehr hilfreich.
Müllvermeidung wäre angesagt, aber da bewegt sich in Deutschland halt fast gar nichts !

Gruß Hador

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