Kommentare

Ein nachdenklich dreinschauender...

...Wirtschaftsminister!
Entgegen seiner sonst üblichen Pose, welche vermittelt, dass er ein Problem nicht nur erkannt, sondern auch längst Lösungswege parat hat, muss ihm dieses “Wirtschaftsproblem“ offensichtlich Sorge bereiten.
Zu Recht, denn es sind doch die unzähligen mittleren und kleineren Unternehmen, die flächendeckend die Wirtschaft am Laufen halten.
Ob's gerade die Deutsche Bank als “Big Player“ braucht - man könnte nach Betrachtung der vergangenen Jahre auf die Idee kommen, eher nicht.

Was ist das?

ich kann mit dieser Olaf Scholz - Geburt 'nationaler Champion' nichts anfangen. Meiner Meinung nach ist das genauso eine Vernebelung wie die des 'to big to fail' - da anscheinend nichts konkretes im Altmaier-Papier steht, riecht das wieder nach einem Freibrief zum Interpretationsspielraum. Gerade die deutsche Bank als nicht mehr zügelndes Monstrum mit einer Fehlentscheidung nach der nächsten, ist doch zukünftig alles andere als unterstützenswert. In diesem Zuge wird ja immer wieder auf die Wichtigkeit f. die deutsche Wirtschaft als Partner im Ausland geredet - spricht denn niemand Englisch in diesem Land? Warum setzt das Ministerium dann nicht mal auf einen anderen Player? Kritik aus dem BDI absolut nachvollziehbar.

die Wirtschaft besänftigen?

Sein wir mal ehrlich, in den letzten 30 Jahren sind Reformen und Veränderungen ausschließlich im Sinne der Wirtschaft getroffen worden.
Die Gewerkschaften haben gepennt oder ihre Funktionäre waren zu satt.

Dadurch, das ihnen im wahrsten Sinne des Wortes das Bett so bequem wie möglich gemacht wurde, sahen sie keine Veranlassung aufzustehen und etwas zu tun.

Wohin hat uns das geführt?

Deutschland hat keine nennenswerte Beteiligung an den letzten 3 Großen Technologiegenerationen.
Sowohl im Bereich Elektronik, Software als auch Digitalisierung sind wir ein Entwicklungsland im schlechten Sinne (SAP ist die Ausnahme, könnte man aber mit dem deutschen Klischee zum Ordnungszwang erklären).

Wenn jetzt also Herr Altmaier fordert, dass die Industriegiganten in Punkto Fortschritt und Umweltverträglichkeit einfach mal den Arsch hoch kriegen müssen, anstatt sich darauf zu verlassen, das Scheuer den Betrug schon wieder deckt, hat er Recht.

Pawlow'sche Reaktion der Industrie

Wenn die Wirtschaft der CDU! vorwirft, Planwirtschaft einzuführen, diskreditiert sie sich selbst.
Schaut man in die Strategie und dann in die Strategie von Bruno Le Maire, dem Wirtschaftsminister aus Frankreich, dann ist der Plan Altmaiers sehr verständlich. Die Angleichung braucht es, wenn die EU weniger komplex werden will.
Die Franzosen haben ein sehr gutes Telekommunikationsnetz bis in die tiefe Provinz, sie können bestimmte Infrastruktur-Investitionen in diesem Bereich unterstützen. Es hat funktioniert. In Deutschland herrscht das Funkloch.
Das nimmt Altmaiers Papier auf. Glaubt jemand im ernst, dass Daimler eine Wasserstoff-Infrastruktur für alle bauen wird? Da braucht es wieder den Staat. Diese Mittel gibt sich das deutsch-französische Tandem. Gut so!
Die Beteiligungsgeschichte sollte man auch nicht zu hoch hängen. Das ist doch nur eine notwendige und logische Konsequenz aus dem moralischen Verfall in der Wirtschaft, siehe z.B. was Ford in Blanquefort gemacht hat.

Das beste Wirtschaftsprogramm

Das beste Wirtschaftsprogramm wäre Altmeier durch einen Fachmann zu ersetzen...

Arrogant!

Nicht der Politiker Altmeier, sondern die die Planwirtschaft als Sozialistisch in den Mund nehmen. Es ist nämlich die pure Ignoranz die in der Arroganz mündet, wenn man außer acht lässt das es nicht ohne Planung geht. Außerdem beweist China, das "Planwirtschaft" sehr wohl funktioniert.
Altmeier ist visionär und denkt in die Zukunft, das tun Wenige. Die meisten begnügen sich zu reagieren und nicht zu agieren. Denn wenn man reagiert macht augenscheinlich im Vorfeld nichts falsch, nur das das Richtige dann zu spät ist.
Daher sollte es nicht heißen. "wenn man Visionen hat, sollte man zum Arzt gehen." Sondern das Motte " Wer zu spät zu Potte kommt den bestraft die Zukunft" zum Credo werden.
Und ich glaube das dies Altmeier vermitteln will.

Altmaier will die Wirtschaft besänftigen

"Bundeswirtschaftsminister Altmaier steht wegen seiner Industriestrategie in der Kritik. Nun will er bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern die Wogen glätten. Doch die haben bereits eigene Ideen."

Schön dass der Ressortleiter für Wirtschaft seine Klientel einlädt.
Gibt es denn irgendjemanden in dieser Bundesregierung der die Wogen mit dem Bürger, der Gesellschaft glätten möchte und ein Strategie-Papier "Bessere Gesellschaft, fernab vom BDI" erstellen möchte?
Nur für die Elfenbeinbewohner in Politik und vor allem (ör) Medien, die Gesellschaft brodelt!

Altmaier im Ansatz richtig!

Wirtschaftsminister Altmaier hat richtig erkannt, dass es Hinweise für Fehlentwicklungen in der deutschen Wirtschaft gibt. Beispiel ist die Bankrott-Erklärung des Managements der Automobil-Industrie in der Entwicklung von Dieselfahrzeugen mit geringen Schadstoffwerten, mit der Flucht in den Betrug durch Schadstoff-Software. Die Entwicklung unserer Energieriesen ist ein weiteres Beispiel.
Altmaier erkennt, dass das zentralgelenkte China, längst kein kommunistischer Staat mehr, uns in vielen Belangen überlegen ist, weil man dort größer denkt, viel schneller entscheidet und handelt und das alles auf der Basis sehr langfristiger Strategien.
Wenn wir dem aber etwas entgegensetzen wollen, ist Deutschland zu klein - es muss eine europäische Dimension haben. Wenn wir das nicht hinkriegen, haben wir in der Zukunft verloren. Die Reaktion der Wirtschaft ist zu kurz gesprungen.

Herr Altmaier lädt zum Kongress und der ...

... Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) bringt ratifizierungsreife Gesetzesvorlage in das Wirtschaftsministerium gleich mit.

"BDI legt eigene Industriestrategie vor

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht "nationale Champions" sehr skeptisch. Deshalb legt der Wirtschaftsverband eine eigene Strategie vor."

So wie immer, diktiert die Wirtschaft dem marktwirtschaftlich devoten Gesetzesgeber was er zu tun hat.
Denn,
"Der Staat sei nicht der bessere Unternehmer. "Dass der Staat außer der Schaffung von guten Rahmenbedingungen durch Planung eine gute und erfolgreiche Wirtschaft schaffen könne, diese Denke ist falsch, und deshalb kritisieren wir das Papier." "
Planwirtschaft wurde sogar genannt. Bei einer Vorlage von Altmaier!

M.M.n. möchte "die Wirtschaft", vor allem die "hidden champions" will weiterhin den planwirtschaftlichen Subventionstopf vergrößern, gewinne privatisieren und Schulden verstaatlichen. An diese Planwirtschaft hat die Gesellschaft nicht zu rüteln

Ohne Plan keine Wirtschaft

Wir müssen uns vom Kohlenstoff trennen. Wasserstoff statt Kohlenwasserstoff ist die einzig gangbare Lösung. Herr Altmaier sollte mal die H2- Elektrolyse und die Rückverstromung aus der EEG nehmen, im Moment wird der Prozess zweimal beaufschlagt. So kann man planmäßig dafür sorgen, dass nichts passiert, Herr Altmaier!

Nationale Industriestrategie 2030

Schade dass der Autor und die TS es für nicht nötig erachten, dieses Strategiepapier von Herrn Altmaier mit dem Titel:
"Nationale Industriestrategie 2030

Strategische Leitlinien für eine deutsche und europäische Industriepolitik" zu Verlinken.
Ich habe das hier gefunden.
www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Industrie/
nationale-industriestrategie-2030.pdf?__blob=publicationFile&v=24

Damit sich der Bürger ein eigenes Bild über den Einsatz seiner Steuergelder bis weit über die aktuelle Legislaturperiode hinaus ein Bild machen kann.

Für die üblichen Verdächtigen, die "meine Güte, dann soll der Bürger es doch selbst heraussuchen" schreiben wollen, das kann der Bürger, leider muss er diese handwerkliches Amateurhaftigkeit bezahlen. Und da kann er zumindest eine gewisse Basis an Journalismus verlangen. Wenn die Mitarbeiter der politischen Sparte der ör Medien es schon nicht hinbekommen im allgemeinen unabhängig und frei von Agitation zu berichten.

Altmaiers Vorbild auf EU-Ebene: Airbus.

Nur für die, die nicht mitbekommen haben, wen Herr Altmaier explizit in seiner Strategie hervorhebt. Airbus.

Der Konzern, dem die planwirtschaftliche Bundesregierung, knapp eine Milliarde Euro als Kredite gegeben hat und dieser Konzern nun nicht mehr zurück zahlen möchte. Mit dem Verweis auf vertragliche Regelungen.

www.tagesschau.de/wirtschaft/airbus-273.html

Ob da der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), unser aller Regierung, mal anspricht bessere Verträge auszuhandeln um keine versteckten Subventionen zu gewähren? Würde die TS das bitte recherchieren?
Da die TS und sonstige Presse das m.M.n. nicht machen möchte Durck auf die Regierung auszuüben um zu prüfen ob den ein für die Bundesrepublik unvorteilhafter Vertrag aufgesetzt wurde und falls ja welche Konsquenzen daraus gezogen werden sollten, welche "Zivilgesellschaftliche" Instanz wird sich darum kümmern?
Und müssen wir die "Zivilgesellschaft", wie die ör, auch mit Zwangsabgaben finanzieren, damit sie ihren Job macht?

Schuster, bleib bei deinem Leisten

"Dass der Staat außer der Schaffung von guten Rahmenbedingungen durch Planung eine gute und erfolgreiche Wirtschaft schaffen könne, diese Denke ist falsch, (...)"

Wahre Aussage.

"Eine dezidierte staatliche Förderung nationaler oder europäischer 'Champions' ist nicht zuletzt mit Blick auf (…) wettbewerbsfähige Wertschöpfungsverbünde von großen, mittleren und kleineren Unternehmen mit Skepsis zu bewerten"

"Mit Skepsis" ist da schon sehr diplomatisch ausgedrückt..

"Nun will er bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern die Wogen glätten. Doch die haben bereits eigene Ideen"

Im Zweifelsfall auf jeden Fall die besseren. Schon weil sämtliche in der Wirtschaft Tätigen zwangsläufig mehr Ahnung von ihrer Materie haben als Außenstehende und Politiker.

Der Staat sollte sich um die sinnvolle "Koordination" aller wirtschaftlichen Aktivitäten kümmern, für die Einhaltung der per Grundgesetz garantierten ethischen Grundregeln sorgen (damit hätte er genug zu tun) - und sich ansonsten raushalten.

09:48 von Klausewitz

ich glaube, daß auch unsere kanzlerin in letzter zeit diese gedanken hegt. sonst wären diese kritischen stimmen gegen den netten WM nicht zu hören gewesen

Nichts wird passieren

Unser Wirtschaftsminister ist genauso eine Marionette der Wirtschaft und ihrer Lobbyisten wie alle anderen Minister.

Und die Parteien, die solche kompetenten Köpfe nach oben bringen, werden immer wieder aufs Neue gewählt.

Und man komme mir nicht mit selbst genannten Alternativen, die keine sind, sondern genau denselben Weg beschreiten wollen oder noch schlimmer.

Herr

Altmaier dürfte sich mittlerweile hervorragend mit dem Vorsitzenden der Jusos verstehen.
Natürlich ist (in JEDEM Bereich) eine gewisse staatliche Lenkung gefordert, doch diese sollte in einer Marktwirtschaft über die Schaffung von Rahmenbedingungen und gezielte Förderung von Einzelthemen nicht hinausgehen. Sonst sind wir bald im Bereich der Planwirtschaft.

Planwirtschaft

Als Schröder den Plan „Agenda 2010“ durchgesetzt hat, war die Wirtschaft ganz begeistert. Bis heute!
Obwohl dieser Plan für große Teile der Bevölkerung sehr schlecht war und ist.

Die einen die nach dem Staat rufen,

unterstellen den anderen Vollkasko-Mentalität oder Wunsch nach Wohltaten.

Umtausch vor Neuwahlen?

Da zeichnent sich für mich ein Umtausch ab:

erst Merz gegen Altmeier,

und dann:

Kramp...enbauer gegen Merkel.

Und danach gibts endlich Neuwahlen.

Airbus, Autobauer und die Deutsche Bank?

Anhande der inzwischen nur zu gut bekannten "Taktiken" der genannten Unternehmen wage ich deren Eignung als Klassenprimus der deutschen Unternehmenswelt deutlich in Zweifel zu ziehen.

Stimmt, die Lage ist nicht

Stimmt, die Lage ist nicht einfach und Altmaier versucht Fehlentwicklungen gegenzusteuern. Tatsächlich spielt China hier die entscheidende Rolle, und da sitzt das Problem. Das chinesische Wirtschaftsmodell und der Staat, für den es steht, ist sehr wohl kommunistisch. Jedenfalls im Sinne der dort geltenden Ideologie. Kapital ist, in der Masse, "Volkseigentum" und die Partei setzt "Volks"-Interessen politisch um. Wenn China seinen Bürgern, die Möglichkeit wohlhabend oder reich zu werden zu sichern verspricht, spricht es ihnen zugleich ein Recht auf Eigentum ab; letzteres nicht direkt auf dem Papier, aber um so ausdrücklicher in der juristischen Praxis. Die enge Verflechtung von wirtschaftlicher und politischer Macht in China ist zwar Grund für die derzeit wachsende Macht von Großkonzernen (= K-Partei), zugleich aber auch Ursache wachsender Probleme des Mittelstandes, der seinen Traum von bürgerlichen Freiheiten unter derartigen Umständen bis auf weiteres vergessen hat.

@09:36 von Deeskalator

"Sein wir mal ehrlich, in den letzten 30 Jahren sind Reformen und Veränderungen ausschließlich im Sinne der Wirtschaft getroffen worden."

Damit kann ich ehrlichgesagt leben, wenn ich mir das aktuelle Resultat anschaue. Als ich damals mit meinem Studium anfing war der Tenor, dass wir uns freuen können, wenn uns irgendwann mal irgendwer einen Job gibt. Mittlerweile kann ich mich mit freien Stellen zuschmeißen.

"Deutschland hat keine nennenswerte Beteiligung an den letzten 3 Großen Technologiegenerationen.
Sowohl im Bereich Elektronik, Software als auch Digitalisierung sind wir ein Entwicklungsland(...)"

Richtig, die deutsche Regierung hat von Technik keine Ahnung und hier einiges verpasst. Aber man kann die Schuld nicht ausschließlich dort suchen.
Deutsche sind ausgezeichnete Ingenieure, aber keine effektiven ITler. Grundsätzlich die eierlegende Wollmilchsau entwickeln zu wollen funktioniert in der IT nicht; Andere sind dann schneller und haben den Markt bereits erobert.

@Hardy

Gut das es auch Menschen gibt, die nicht nur kritisieren und Vorschläge haben. Danke für Ihr Kommentar.

@09:58 von COJO

"Es ist nämlich die pure Ignoranz die in der Arroganz mündet, wenn man außer acht lässt das es nicht ohne Planung geht. Außerdem beweist China, das "Planwirtschaft" sehr wohl funktioniert."

Niemand spricht davon, dass alles chaotisch ablaufen sollte. Die Frage ist nur, ob der Staat die beste Planungsinstanz ist.
Ich hatte schon Chefs, deren Vorstellungen völlig unrealistisch waren - und die waren Teil meiner Abteilung. Wie sieht es dann erst aus, wenn die Typen nicht einmal aus der eigenen Branche kommen, sondern einfach nur großen Beifall ernten wollen?

Seit Deng Xiaoping hat China keine Planwirtschaft im eigentlichen Sinne mehr. Gelenkte Wirtschaft ja, vollständig geplant, nein. Die Produktivität liegt bei uns weiterhin um ein Vielfaches höher als in China. (das hat allerdings vielerlei Gründe)
Ein Unterschied ist, dass China durch seine immense Größe für Einzelprojekte fast unbegrenzt finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen.

Die rote Lanterne.

Man darf Bundesminister Altmaier nicht die alleinige Schuld in den Schuhen schieben für die grosse Verzögerungen in den neuen innovativen Industrien. Diese Entwicklung haben wir die 4 letzte Bundesregierungen zu verdanken. Die Gründe, Selbstzufriedenheit und Inkompetenz. Dies hat sich zum Teil auch in der Wirtschaft niedergeschlagen, siehe die Autoindustrie die hinterher rennt. Hatte Deutschland die rote Lanterne als Schröder Bundeskanzler wurde, so ist sie auf dem Wege sie wieder zu bekommen. Ob Altmaier in der Lage ist dies zu vermeiden ist fraglich.

Jeder stößt mal an seine Grenzen!

Besonders wenn er sich jahrelang mit Zurechtreden/Positivwertungen durchwinden konnte. Irgendwann ist aber der Gap zwischen Worten und Realität so groß, dass man ihn mit Worten nicht mehr schließen kann. Dann ist guter Rat teuer. Grübel.

@WiPoEthik

>>Richtig, die deutsche Regierung hat von Technik keine Ahnung und hier einiges verpasst. Aber man kann die Schuld nicht ausschließlich dort suchen.<<

Das sag ich ja nicht.
Es ist nur wie bei gnadenlos verzogenen Kindern.
Wenn man ihnen alles schenkt und jegliche Schwierigkeiten immer für sie beseitigt, fehlt dann oft der Antrieb selbst was zu leisten.
Nicht mal eiskaltem global angelegtem Betrug muss sich unsere Autoindustrie in D. irgendwelchen ernsthaften Konsequenzen stellen.
Dieses die Politik wird uns schon die Kartoffeln aus dem Feuer holen bzw. Gewinne privatisieren Kosten sozialisieren macht Firmen auf Dauer kaputt.

Auch global agierende Firmen müssen durch schmerzen lernen.

Warum wohl agieren die Banken in Deutschland mittlerweile noch verantwortungsloser als vor 2009?
Ganz einfach weil, es unsere Politik verpasst hat die verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Soziale Marktwirtschaft soll die Balance waren und nicht einer Seite die Füße küssen.

Klare Sache

Leider gibt es bei der Postenvergabe keine Grundanforderungen oder Leistungsnachweise. Wo das hinführt, sieht man beim Bundeswirtschaftsminister. Der könnte auch Bierkutscher!

Altmaier

Einst hieß es: Ein Saarländer war genug...
In vieler Hinsicht gleicht er dem irischen Ministerpräsidenten Varadkar : Wenig Ahnung (selbst in seinem eigenen Fach), viel Gerede und Verwendung von "spinning" und durch Taktieren ins Amt gekommen (gilt auch für Altmaiers Chefin)

Plan vs. Rahmenbedingungen

Ich kann hier einige der Rufe nach mehr Staat in der Wirtschaft nicht verstehen.

Beteiligungen des Staates oder finanzielle Unterstützung für die Industrie führen ständig zu Missbrauch. Das Milliardenloch durch Airbus wurde schon angesprochen. Die finanzielle Förderung für Nokia lief damals nicht so dolle und die Staatsprojekte BER oder die Beratungen im Verteidigungsministerium laufen auch nicht so optimal. Intransparenz und unerklärliches Verschwinden immenser Beträge sind bei diesem Vorgehen an der Tagesordnung.

Für konkrete Kritik sind die Angaben allerdings zu unkonkret.

Dennoch: Der Staat sollte sich auf das Setzen von Rahmenbedingungen konzentrieren. Schaffung gemeinsamer Standards und Lenkung durch Steuern für erwünschte bzw. gegen unerwünschtes Verhalten z.B. (z.B. CO2-Steuer).
Ansonsten wird das einzige Resultat sein, dass Politiker unser Geld in irgendwelche Prestigeprojekte verblasen, von denen am Ende nur Einzelpersonen profitieren.

@11:47 von Deeskalator

Hier sind wir auf einer Linie! Der Staat muss die gesetzten Regeln auch durchsetzen.
Es bringt niemandem etwas, Probleme höchstens mal im Hinterzimmer anzusprechen und sie dann großzügig zu ignorieren.
Das mag national für eine gewisse Zeit funktionieren - teilweise vielleicht auch noch innerhalb der EU.
Aber spätestens wenn wir uns außerhalb des Einflussbereichs unserer Regierung fliegt uns das um die Ohren. Am Ende bezahlen wir dafür, dass sich ein paar Hanseln auf Kosten der restlichen Gesellschaft durchmogeln konnten.

Das ist für mich allerdings ebenfalls ein Symptom der Verstrickung zwischen Wirtschaft und Politik.
In Niedersachsen hat VW quasi Narrenfreiheit, denn jeder Schlag gegen VW ist auch ein Schlag gegen die Regierung, da Niedersachsen Anteilseigner ist.

Damit hat man dann auch die Motivation Dinge zu verheimlichen und auf das Beste zu hoffen. Am Ende ist das oft nicht nur schlecht für die Gesellschaft, sondern auch für den jeweiligen Betrieb.

@ WiPoEthik um 11:35

"Niemand spricht davon, dass alles chaotisch ablaufen sollte. Die Frage ist nur, ob der Staat die beste Planungsinstanz ist."

Herr Altmaier hat ein Strategiepapier ausarbeiten lassen, damit der Staat längerfristig Mittel für die Umsetzung einer solchen Strategie bereitstellen und planen kann. Da Sie fragen ob der Staat eine bessere Planungsinstanz ist, möchte ich bejahen. Es kommt halt darauf an ob im Wirtschaftsministerium sowie in der ganzen Bundesregierung die Expertise schon vorhanden ist oder ob die Bundesregierung wie aktuell eigentlich nur noch als Ratifizierungsinstanz verkommen ist die Vorschläge mächtiger und organisierter Interessenverbände ohne Widerspruch absegnet wie es bisher geschah.

"Ein Unterschied ist, dass China durch seine immense Größe für Einzelprojekte fast unbegrenzt finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen."

Und deshalb muss jeder Staat für sich seine begrenzten Ressourcen planen durch Strategiepapiere um keine Ressourcen zu verschwenden.

So weit liegen der

So weit liegen der Wirtschaftsminister und die
Unternehmerverbände doch gar nicht auseinander. Altmeier möchte der Wirtschaft optimale Rahmenbedingungen schaffen, ist bei seinen Plänen aber etwas über das Ziel hinausgeschossen. Natürlich gibt es Bereiche, die zu Interessenskonflikten führen können. Besonders deutlich wird dies beim Klimaschutz/Reduzierung des CO2 Ausstosses.
Hier müsste die Bundesregierung aber auf gesamteuropäische Lösungen drängen. Der Standort Deutschland ist insgesamt gut aufgestellt, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. Man darf allerdings die Zukunft nicht verschlafen, insbesondere auf dem Feld der Digitalisierung.

Zölle und Einfuhrbeschränkungen

Altmaier hat es nicht leicht. Er kann nicht souverän wie Trump agieren, sondern ist durch den trägen EU-Apparat gefesselt. Ebenso ergeht es den EU-Partnerländern, egal, ob sie ihren Schwerpunkt in der Industrie- oder in der Landwirtschaft haben. Die deutschen Standorte zu stützen und damit Arbeitsplätze zu erhalten, das ist nicht verkehrt.
Ansonsten geht es weiter bergab. Hat wirklich niemand aus der Preisgabe ganzer Industriezweige gelernt? Die Chinesen haben in der 80ern mit Dumping-Preisen unsere Werften kaputtgemacht. Viele Standorte wurden aufgegeben, mit den allseits bekannten schlimmen Folgen: Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg und Verfall ganzer Städte oder Stadtviertel. Vorher war schon die Textilindustrie dran - heute gibt es faktisch in Westeuropa kaum noch produzierende Betriebe (außer Trigema). Genauso wird es den Landwirten in Osteuropa ergehen, wenn Europa ungebremst mit Billigimporten überschwemmt wird.
Strafzölle und und Importbeschränkungen - das Mittel der Wahl

Zielsetzung von Altmaiers Strategie Papiers

"Das Ziel der „Nationalen Industriestrategie 2030“ besteht darin, gemeinsam mit den Akteuren der Wirtschaft einen Beitrag zu leisten zur Sicherung und Wiedererlangung von wirtschaftlicher und technologischer Kompetenz, Wettbewerbsfähigkeit und Industrie-Führerschaft auf nationaler, europäischer und globaler Ebene in allen relevanten Bereichen."

Des weiteren soll laut diesem Strategiepapier die Industrie "an der Bruttowertschöpfung auf 25 Prozent in Deutschland und 20 Prozent in der Europäischen Union bis zum Jahr 2030."

Und weiter:
"Staatliches Handeln kann nur ausnahms-weise, nur vorübergehend und nur in Fällen von grundlegender Bedeutung in Betracht kommen, wenn sich alle anderen Optionen als unzureichend erwiesen haben."

Um "willkürlichen Eingriffen anderer(?) entschlossen entgegentreten und unsere eigenen wirtschaftlichen Interessen konsequent wahren"

M.E. lesen sich die Zielsetzungen eher wie eine Kampfansage an die "europäischen Partner" sollte die Strategie umgesetzt werden.

Altmaier will? Der

Altmaier will?

Der Bundeswirtschaftsminister hat der Wirtschaft zu dienen und zu gehorchen.

Die Wirtschft (Großkonzerne und Banken) will, Altmaier tut was man ihm sagt oder er fliegt und dass weiß er auch.

@ WiPoEthik um 12:06

"Ich kann hier einige der Rufe nach mehr Staat in der Wirtschaft nicht verstehen.

Beteiligungen des Staates oder finanzielle Unterstützung für die Industrie führen ständig zu Missbrauch. [...] Intransparenz und unerklärliches Verschwinden immenser Beträge sind bei diesem Vorgehen an der Tagesordnung.

Für konkrete Kritik sind die Angaben allerdings zu unkonkret."

Hier meine persönliche konkrete Kritik! Ihre Kritik an den Missständen bei Ihren genannten und noch viel mehr Beispielen der staatlichen Teilhabe, ist nachvollziehbar da sie stimmt. Und das wird auch weiter so gehen, da Politiker bisher keinerlei Konsequenzen zu fürchten haben, wenn sie den Steuerzahler und vor allem unsere Gesellschaft schädigen! Denn in der freien Wirtschaft in dem diese m.M.n. gesellschaftlichen Parasiten dann wechseln würden die sofort Konsequenzen spüren, wenn die Gelder verschleudern.

Mit der Expertise in den Ministerien und Gesetze zur Ahndung von Missbrauch wird dieser Missstand vllt. besser.

Bevor man die angesprochenen

Bevor man die angesprochenen konzerne noch ordentlich sponsort, sollen die erstmal ordentlich steuern bezahlen. Weg mit rechentricks und schlupflöchern. Wer sichbpberall herausstiehlt, hat überhaupt keine unterstützung verdient.

@ WiPoEthik um 12:16

>>@11:47 von Deeskalator

Hier sind wir auf einer Linie! Der Staat muss die gesetzten Regeln auch durchsetzen.
Es bringt niemandem etwas, Probleme höchstens mal im Hinterzimmer anzusprechen und sie dann großzügig zu ignorieren.<<

Der Staat mit Typen wie Herrn Altmaier* an der Spitze mitsamt dem Ding EU sind drauf und dran den Rechtsstaat aus Regelungen herauszuziehen und in Hinterzimmern die geltenden gesetzlichen Regelungen auszuhebeln. Wie erst neulich im Fall des m.E. verfassungsfeindlichen Eliten Projekts des EuGH festgestellt.

www.tagesschau.de/wirtschaft/eugh-ceta-rechtens-101.html

Da bringt keine Strategie etwas, wenn diese Regelungen durch solche dubiosen und kriminellen Wirtschafts- und Handelsabkommen von einem Wunschkonzert für Wirtschaftslobbyisten ausformuliert und von m.E. korrupten Politikern ratifiziert wird.

* Herr Altmaier brauch sich darauf nichts einbilden. Falls er diesen Job nicht mehr machen möchte findet sich jemand anderes da Strafen leider ausbleiben.

Irronie der Geschichte,

... muß schon bitter sein für die CDU und Herrn Altmeier zu erfahren, daß die Neoliberale Wirtschaftspolitik der vergangen Jahre - Getragen von Personen wie Schröder, Eichel und Gabriel - doch irgendwie besser bei der Wirtschaft ankommen als ureigen konservative Tugenden! Besser als die SPD kann es in dieser Hinsicht wohl nur die FDP oder Herr Merz! ... Nun ja, all zu lange brauchen wir auf letzteren wohl nicht mehr zu warten! ... Oh weh!

@ WiPoEthik

Ich kann Ihre Kommentare nur ganz schlecht einordnen?

Was ist denn Ihre genau Kritik an diesem Thema? Was würden Sie denn besser machen wollen oder wie würden Sie es sich denn wünschen wie unsere Wirtschaft unsere Gesellschaft die nächsten 25 Jahre übersteht?

@ Parteiboot Adeo60 um 12:26

"So weit liegen der

So weit liegen der Wirtschaftsminister und die
Unternehmerverbände doch gar nicht auseinander. Altmeier möchte der Wirtschaft optimale Rahmenbedingungen schaffen, ist bei seinen Plänen aber etwas über das Ziel hinausgeschossen."

Aha. Lassen Sie mal hören bzw. lesen. In welchem Bereich ist Herr Altmaier denn bei seinen Plänen hinausgeschossen?

"Natürlich gibt es Bereiche, die zu Interessenskonflikten führen können."

Welche denn genau? Die TS würde das auch gerne Wissen, denn deren Framing-Vorgaben scheinen darauf keine Antwort zu geben.

"Hier müsste die Bundesregierung aber auf gesamteuropäische Lösungen drängen. Der Standort Deutschland ist insgesamt gut aufgestellt, wie die vergangenen Jahre gezeigt haben. Man darf allerdings die Zukunft nicht verschlafen, insbesondere auf dem Feld der Digitalisierung."

In den Zielen der Strategie des Herrn Altmaier steht das 20% der Bruttowertschöpfung in der EU, die deutsche Industrie ausmachen soll.
DE schluckt EU!?

Wir haben nun einmal auch den demographischen Wandel..

dabei zu berücksichtigen, und hervorragende IT- Spezialisten, Fachtechniker und technische Ingenieure für den Industriestandort Deutschland fallen ja schließlich nicht vom Himmel!

In diesem Fall hat Herr Altmaier SOGAR ausdrücklich recht, der Staat muss halt Prioritäten setzen, und diejenigen Industrien mit der höchsten Wertschöpfungsrate hier in Deutschland unterstützen!

Denn für alle anderen Bereiche hat der demographische Wandel zukünftig doch eher ziemlich unangenehme Überraschungen zu bieten!

@ pilepale um 10.28 Uhr, Danke

Danke für den Link zu Herrn Altmaiers Strategiepapier, den Sie herausgesucht haben,
"Wenn die Mitarbeiter der politischen Sparte der ör Medien es schon nicht hinbekommen, im allgemeinen unabhängig und frei von Agitation zu berichten."
Ich fürchte, Sie sehen die MitarbeiterInnen der ör Medien zu sanftmütig an. Dass die Berichte oft mangelhaft sind, da stimme ich Ihnen zu. Aber ich fürchte, einige sind noch nicht einmal ausreichend informiert und "berichten" trotzdem. Scheinbare Berichterstattung im Dienste einer gewünschten politischen Richtung, das fällt bei einigen Journalisten immer wieder auf.

@ Frank von Bröckel um 13:33

"Wir haben nun einmal auch den demographischen Wandel..

dabei zu berücksichtigen, und hervorragende IT- Spezialisten, Fachtechniker und technische Ingenieure für den Industriestandort Deutschland fallen ja schließlich nicht vom Himmel!

In diesem Fall hat Herr Altmaier SOGAR ausdrücklich recht, der Staat muss halt Prioritäten setzen, und diejenigen Industrien mit der höchsten Wertschöpfungsrate hier in Deutschland unterstützen!"

Eine für mich sehr interessante Entwicklung. Für "die Politik" gehören schon weite Teile der Gesellschaft schon gar nicht mehr zur Gesellschaft. Der nächste Schritt scheint zu sein auch Teile der Wirtschaft nicht mehr zur Volkswirtschaft zu zählen sondern genauso wie immer größere Teile der Gesellschaft ihrem Schicksal zu überlassen. Mal schauen wie lange so etwas noch politisch mehrheitsfähig sein wird?

Im übrigen bietet der technologische und Digitale Wandel m.M.n. nur eine Chance. Staatliche Unternehmen die unseren Wohlstand sichern.

Nationale Industriestrategie: Stückwerk

Der Inhalt des Dokuments des Herrn Wirtschaftsministers vom Februar dieses Jahres kann bei gerade einmal einem Dutzend Seiten nur Stückwerk sein. Daher ist, wie am Schluss des Artikels genannt, wichtig, dass damit nun ein breiter Diskurs zu einer nationalen wie europäischen Wirtschafts- und Industriestrategie angestoßen wird.

Zwar benennt das Papier von Herrn Altmaier die wichtigsten Herausforderungen: die neue Weltmarke "Made in China", die Konkurrenten im Silicon Valley und in Japan, die Innovationen durch "KI" und "Industrie 4.0", die bestätigte Formel des Kapitalismus, dass allein Größe zählt.

Die Lücken werden aber auch genannt: es fehlt die Stärken-Schwächen-Analyse, eben auch im europäischen Verbund. Es fehlt, wie auch die Kritik der Wirtschaft sagt, der Verweis auf Ressourcenschutz und Klimawandel. Der Indikator und Zielwert "25 % Industrieanteil an der Bruttowertschöpfung" wird nicht erläutert und begründet. Nicht genannt sind ferner die zukünftigen Produkte und Konsumenten.

@Pilepale

Ganz Unrecht haben Sie nicht, denn insbesondere in den Zeiten des demographischen Wandels ist es tatsächlich eine wahre Herkulesaufgabe, unser gesamtes Gemeinwesen auch weiterhin am Laufen zu halten!

Um die wirklich gutzahlende deutsche Industrie oder die mittelständischen Unternehmensbereiche mache ich mir auch weiterhin kaum Sorgen, aber die weitere Aufrechterhaltung des gesamten öffentlichen Dienstes hier in Deutschland hingegen bereitet mir wirklich manchmal schlaflose Nächte!

Insbesondere im Bereich des öffentlichen Dienstes gibt es in dieser Angelegenheit wirklich noch sehr, sehr viel zu tun!

Packen wir es an!

@ wie- aka tagtest um 14:05

Ich wusste nicht das Sie auch Aufträge für politische Inlandsthemen aufnehmen?

"Der Inhalt des Dokuments des Herrn Wirtschaftsministers vom Februar dieses Jahres kann bei gerade einmal einem Dutzend Seiten nur Stückwerk sein. Daher ist, wie am Schluss des Artikels genannt, wichtig, dass damit nun ein breiter Diskurs zu einer nationalen wie europäischen Wirtschafts- und Industriestrategie angestoßen wird."

So geht das also? Dieses Stückwerk soll also in "einem breiten Diksurs" besprochen werden. Und den Anstoß sollen natürlich Ihrer Meinung nach der BDI machen und die "breite Öffentlichkeit (was ist das?)" erhalten dann Kenntnis nach der Ratifizierung des Wunschkonzerts der Wirtschaftslobbyisten, was die Gesellschaft schlucken muss.
Das also verstehen Sie unter Demokratie? Sehr interessant und in anderen Threads wird das ausgeschlachtet.

@ wie- aka tagtest um 14:05

"Zwar benennt das Papier von Herrn Altmaier die wichtigsten Herausforderungen: die neue Weltmarke "Made in China", die Konkurrenten im Silicon Valley und in Japan, die Innovationen durch "KI" und "Industrie 4.0", die bestätigte Formel des Kapitalismus, dass allein Größe zählt."

Sie können Eloquent schreiben, das muss ich Ihnen zugestehen. Aber von den Paradigmenwechsel der durch digitale und technologische Neuerungen im Begriff sind zu entstehen, haben Sie keine Ahnung.

Ihre bestätigte kapitalistische Formel, das allein Größe zählt, stimmt nur im Ansatz! Nicht etwa die Größe von Unternehmen aus etablierten Branchen sondern die sehr schnellen Größenzuwächse von etlichen Startup Firmen die die Geschäftsmodelle dieser Konzerne durch Algorithmen bedrohen und aus den Fugen heben werden. Und das sehr schnell.

Bleiben Sie vielleicht lieber bei der politischen Agitation oder nutzen Sie Ihre Eloquenz um Fragen zu stellen. Von Wirtschaft haben Sie offensichtlich wenig Ahnung.

Ich finde das in Ordnung

die Wirtschaft hat recht, der Staat sollte sich heraus halten.
Das sollte Altmaier konsequent machen, alle Subventionen weg, auch Autos verkaufen sich ohne Staatliche Zuschüsse und Strom auch ohne EEG Umlage, und was noch so alles gibt wo die Firmen auf Staatliche Mittel gerne zugreifen.

Während in Deutschland über zusätzliche CO Steuer nachgedacht wird und viele andere Subventionen für Firmen und Bereiche.
Senkt Österreich die Steuern damit Kleinverdiener und die Mitte mehr Geld in der Tasche hat, Renten liegen so wieso schon weit über den Deutschen.

Focus vor 6 Stunden.
" Kanzler Kurz senkt SteuernNeidvoller Blick zum Nachbarn – Österreicher haben viel mehr Netto als wir "

Sehr interessant zu lesen, und für Alle die bei TS lesen und Kommentare schreiben.
So unterschiedlich ist die kleine Welt der EU.
Die einen holen das letzte aus der Taschen von unten, und geben es nach oben, andere tun etwas für die Unten, und etwas weniger für die Oben.

Mal darüber nachdenken.

@-wie

Ausnahmslos SÄMTLICHE juristischen Personen weltweit einschließlich der deutschen Betriebe benötigen zur weiteren Existenz naturgemäß auch natürliche Personen, also Menschen, als ihre Mitarbeiter!

Normalerweise ist das eigentlich überhaupt kein Problem, aber schauen Sie sich einfach unsere demographischen Daten für die Jahre 2024 bis 2052 an, daraus ein weiterhin funktionierendes Gemeinwesen irgendwie zusammenbasteln, wird schon schwierig genug werden!

Und in einen solchen Fall muss man halt auch seine Prioritäten setzen und gewisse Industriebereiche für die Zukunft schlichtweg einfach als zukünftig vollständig wegfallend vollständig abschreiben!

Geht halt nicht anders!

@ Frank von Bröckel um 14:20

Danke für Ihren Post.

"Um die wirklich gutzahlende deutsche Industrie oder die mittelständischen Unternehmensbereiche mache ich mir auch weiterhin kaum Sorgen, aber die weitere Aufrechterhaltung des gesamten öffentlichen Dienstes hier in Deutschland hingegen bereitet mir wirklich manchmal schlaflose Nächte!

Insbesondere im Bereich des öffentlichen Dienstes gibt es in dieser Angelegenheit wirklich noch sehr, sehr viel zu tun!"

Auch Sie scheinen meiner Meinung nach die Auswirkungen des Paradigmenwechsels die durch die Digitalisierung und neuer Technologien nicht begriffen zu haben.

Das ist kein Angriff von meiner Seite auf Sie. Die ör Medien müssen über dieses Thema ja auch nicht berichten, denn die bekommen im öffentlichen Dienst Löhne und Gehälter und vor allem Renten wovon so mancher Arbeitnehmer träumt. Und dies gelingt nur weil die Politik in der Frage die Hand drüber hält und m.M.n. Themen wie die Gendertoilette forciert.

@ wenigfahrer um 14:36

"Ich finde das in Ordnung

die Wirtschaft hat recht, der Staat sollte sich heraus halten.
Das sollte Altmaier konsequent machen, alle Subventionen weg, auch Autos verkaufen sich ohne Staatliche Zuschüsse und Strom auch ohne EEG Umlage, und was noch so alles gibt wo die Firmen auf Staatliche Mittel gerne zugreifen."

Dies ist die Lieblingsforderungen der Neoliberalen die ich Liberalextremisten nenne. "Der Staat hat sich gefälligst rauszuhalten." Aber wird diese Leier wirklich auch bis zum bitteren Ende gespielt? Ust doch eine Legitime Frage?!

In diesem Strategiepapier steht auf Seite 12:
"Die Schaffung und Modernisierung von Eisenbahnsystemen führt zu Großprojekten von 30 Milliarden US­Dollar und mehr."

Wie soll beispielsweise die Deutsche Bahn so etwas alleine stemmen und zugleich dem Fahrgast erschwingliche Fahrkarten anbieten? In Großbritanien wurde dieser liberalextremistische Ansatz rigoros gefahren, mit dem Ergebnis, dass bei denen nicht nur die privatisierte Bahn kaputt ist.

@ Frank von Bröckel um 14:39

"Und in einen solchen Fall [demographischer Wandel] muss man halt auch seine Prioritäten setzen und gewisse Industriebereiche für die Zukunft schlichtweg einfach als zukünftig vollständig wegfallend vollständig abschreiben!

Geht halt nicht anders!"

Ich finde es ginge anders. Denn das was Marx und Engels mit dem Kapitalismus nicht geschafft haben, schaffen Bits und Bytes. Mit diesen Möglichkeiten der Digitalisierung gibt es keine Grundlage wie dieses kapitalistische System aufrecht erhalten werden kann. Falls Sie mich einen linken Spinner nennen wollen, können Sie das gerne tun.

Aber wie soll die Wirtschaft weiter bestehen, wenn zu der Kapitalkonzentration eine Produktionskonzentrierung stattfindet in der (die Konsumenten würden einige schreiben ich benutze das Wort) Gesellschaft gar nicht mehr zu Kapital kommt um die Produkte kaufen zu können?

Es muss m.E. über einen Paradigmenwechsel gesprochen werden, wie die Gesellschaft der Zukunft aussehen soll durch Nutzung von Innovationen.

Entscheident: Breiter Diskurs

06. Mai 2019 um 14:22 von Pilepale

Natürlich, "breiter Diskurs" ist der entscheidende Punkt, oder anders gesagt: "Meinungsvielfalt".

Herr Altmaier ist im Februar mit seinem Strategiedokument in Vorleistung getreten. Jetzt reagieren die verschiedenen Wirtschaftsverbände und - ganz wichtig - auch die Gewerkschaften. Wie im Artikel beschrieben, findet heute zur Strategie von Herrn Altmaier ein gut besetztes Treffen statt. Spannend wird sein, über welche Szenarien zur zukünftigen Entwicklungstrends, Anforderungen und Rahmenumständen diskutiert werden wird und welche Forderungen wie begründet werden. Wichtig ist, dass nach dem allein sektorspezifischen Blick der Industrialisierungsstrategie nun eine integrierte, ganzheitliche Analyse folgt, mit wirkungsorientiertem Maßnahmenkonzept.

Zwei Dinge sind zu bemerken:
1) die von der AfD befürchtete "Deindustrialisierung" wird es mit dieser Bundesregierung definitiv nicht geben.
2) der breite Diskurs findet statt, auch bereits in diesem Forum.

Weniger ist mehr!

Unser gesamtes Gesellschafts- und Wirtschaftssystem droht aufgrund der unveränderten Regelungswut der staatlichen Behörden in Verbindung mit durch dem in kommenden demographischen Wandels ausgelösten rasanten Mitarbeiterschwundes bei den staatlich zuständigen Genehmigungs-, Kontroll-, und Planungsbehörden nichts Minderes schlichtweg einfach dauerhaft fast vollständig zu erstarren!

Fast NIEMAND mehr sitzt zukünftig in den kommenden Zeiten des demographischen Wandels noch in schlechtbezahlten öffentlichen Behörden, die aber fast ALLES Wichtige hier in Deutschland behördlicherseits immer genehmigen, kontrollieren und überprüfen müssen!

Das würde dauerhaft dazu führen, das dieses dauerhafte Planungschaos des BER zukünftig hier in Deutschland allgemein zur Regel erhoben wird, weil irgendwelche Posten irgendwelcher staatlicher Genehmigungsbehörden dann manchmal jahrelang unbesetzt bleiben, und das ganze Projekt aus diesen einfachen Grund schlichtweg einfach vollständig zum Erliegen kommt

14:51, Pilepale

>>Dies ist die Lieblingsforderungen der Neoliberalen die ich Liberalextremisten nenne.<<

Benutzen Sie doch einfach das Wort "marktradikal". Das trifft den Sachverhalt entschieden besser als das Modeschlagwort "neoliberal" oder Ihre höchst mißverständliche Neuschöpfung.

@Pilepale

Mein Problem ist ja ausdrücklich NICHT die Digitalisierung und die Industriepolitik 4.0 an sich, sondern die zu diesen Zweck benötigten sehr vielen IT- Spezialisten, technische Ingenieure und Fachtechniker!

Woher sollen diese vielen zu diesen Zweck benötigten Leute denn zukünftig überhaupt herkommen?

Die Industrie kann in diesen Bereich ihren eigenen Mitarbeitern zwar wahre Mondgehälter zahlen, der öffentliche Dienst hingegen kann das hingegen jedoch nicht, was letztendlich zu nichts Minderen als zur dauerhaften Funktionsunfähigkeit sehr vieler staatlicher Behörden hier in Deutschland führen wird!

Mit ALLEN dazugehörigen Konsequenzen für die gesamte Wirtschaft hier in Deutschland, und eben NICHT nur für die deutsche Industrie!

Darstellung: