Ihre Meinung zu: Russland und USA: Kräftemessen um Venezuela

3. Mai 2019 - 14:25 Uhr

Der Machtkampf in Venezuela ist auch zum Kräftemessen zwischen den USA und Russland geworden. Wer wird am Ende gewinnen: Moskau mit Maduro oder Washington mit Guaidó? Von Frank Aischmann.

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Kommentare

Die sind also beide gleich pöööse...

Die, die sich über jedes internationale Recht hinwegsetzen, die ersten und glücklicherweise bisher einzigen beiden Atombomben gegen die Menschheit einsetzten, in schier endloser Folge souveräne Staaten destabilisieren und überfallen, andere mit sich in diese Eroberungskriege hineinziehen, sich an kein Wirtschaftsabkommen mehr halten und Dritte erpressen, es ihnen gleich zu tun, mit widerlichsten Regimes (siehe Saudiarabische Hinrichtungsorgie gesten) paktieren und diese ebenfalls zu Eroberungskriegen gegen ihre Nachbarn aufrüsten....
Und die, die sich auf die UN-Charta berufen und zu Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten aufrufen.
Ich wollt´s nur gesagt haben - kam noch nicht ganz so klar im kommentierten Meinungs-Artikel heraus!

Völkerrecht

Geht man das Thema objektiv an, so haben die Russen Recht mit dem Verweis auf das Völkerrecht.

Wer sehen möchte, wie Länder aussehen, in die die USA "Demokratie" gebracht haben, der blicke in den Nahen Osten...

Keine Einmischung?

lt. TS-Bericht: Vor einigen Wochen wurden 100 russische Militärberater nach Venezuela entsandt, keine Einmischung, sondern gedeckt von einem Abkommen über militärisch-technische Zusammenarbeit, hieß es aus Moskau.

Horch, horch. Russland entsendet 100 Militärberater und nennt das keine Einmischung.

Würden die Amerikaner 100 Militärberater nach Venezuela senden, was gäbe dies für einen Aufschrei von den Amerika-Kritikern.

"Legitime Regierung"

Bis dahin habe ich gelesen, dann konnte ich nicht mehr. Wie kommt man nur auf die absurde Idee einen selbsternannten Diktator als legitime Regierung zu interpretieren?

Ich will nochmal daran erinnern, dass Maduro von der Mehrzahl der Bevölkerung nicht gewählt wurde und er nur Präsident geworden ist, weil sämtliche andere Parteien vorher grundlos von der Wahl ausgeschlossen wurden.

Das wäre in etwa so als ob hierzulande die SPD alle anderen Parteien verbieten würde und sich dann bei der Wahl als Sieger feiern lassen würde. Hätte bestimmt hier auch keiner ein Problem damit, oder?

........... können die Menschen in VEN ja verhungern oder an fehlender mediz.Hilfe verrecken. Hauptsache das Völkerrecht wird nicht verletzt.

Verloren hat dabei

Ja, es gibt dort nur ein Verlierer und das sind die Venezuelaner! Wie lange Zeit in Deutschland und zu teilen immer noch werden die Menschen erkennen oder haben es schon, dass sie der Spielball fremder Mächte geworden sind und das völlig ungeniert!

Der Frieden im eigenen Land wurde von außen zerstört. Schon die Ideologie von außen trug zum Niedergang des Wohlstandes bei. Man hat den Menschen in Venezuela nicht ihr eigenes Schicksal geschenkt oder auch nur gelassen.

Amerika treibt wieder Wirtschaftskrieg (entgegen es vor kurzem noch politische Kriege führte) und das "größte Friedensprojekt der Welt", die EU folgt fleißig und ergeben der Kalten Kriegs-Mentalität. Was der Held dem Bösewicht vorwirft, macht er selbst in maßloser Verblendung vor.

Ich wünschte, Deutschland würde zur Neutralität zurückkehren, die es knapp 50 Jahre lang pflegen musste. Dann wäre auch die Politik gezwungen, sich aus fremden Leben herauszuhalten!

Traurig, dass ein ARD-Journalist selbst heute ...

keine sachliche, auf dem Völkerrecht und der UNO-Charta basierende Darstellung zustande bringt.
Der beruflichen Karriere sollte es ja in unserem für Journalisten so freien Land (gerade wieder gelernt) nicht entgegenstehen. Woran liegt es also?
Ist es so schwer festzustellen, dass hier wieder die USA und willfähige Komplizen das Völkerrecht mit Füßen treten und tagtäglich anderen mit Überfall und Krieg drohen?

Russland und das Völkerrecht

Das sind zwei unvereinbare Begriffe.
1. Russland achtet das Völkerrecht nicht - siehe Krim, Ostukraine etc, - wenn es seinen Interessen im Wege steht.
2. das Gewaltregime in Venezuela hat keine Legitimation mehr, seit der Machthaber die Verfassung gebrochen und die gewählten Volksvertreter mit illegitimen, diktatorischen Mittel kalt gestellt hat.
Er hält sich illegal und mit Gewalt an der Macht.
Sich auf das Völkerrecht zu berufen, ist eine typisch russische Verdrehung der Fakten.

Anführungszeichen als Stilmittel

“vom Völkerrecht gedeckt” natürlich in Anführungszeichen, da Zitat. Mir fehlt eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Völkerrecht in diesem Konflikt.

Meiner Meinung nach...

Stehen wir vor einer ernsten Konfrontation!
Sollten die USA einen gewaltsamen Konflikt auslösen steht auch für die USA vieles auf dem Spiel,
Wie soll sich Deutschland dann positionieren?
Ich bin mir sicher darauf hat Frau Merkel und auch Herr Maas keine Antwort!
Ich habe eine!
Es geht nur auf friedlichen Wegen!
Wenn Herr Guaido es bis heute nicht geschafft hat das Volk zu mobilisieren dann ist alles nur Show!
Herr Lopez hat sich ja in die spanische Botschaftsresidenz abgesetzt. Frau Guaido tingelt inzwischen für Ihren Mann nach Amerika vermutlich sucht Sie schon die Wohnung aus!
Jetzt nochmal im Ernst :
Russland und auch China werden sich Ihre Investitionen nicht ohne weiteres nehmen Lassen!
Mein Tipp:
Die USA rudern zurück!

Wer wird gewinnen ?

Wer wird gewinnen ? Natürlich das Volk indem es die Maduro Diktatur abschüttelt und Demokratie etabliert.

Russland solle den

Russland solle den venezolanischen Machthaber Maduro nicht weiter unterstützen, sich ebenso wie Kuba nicht in die inneren Angelegenheiten Venezuelas einmischen, riet Pompeo dringlich. Das sei "destabilisierend für Venezuela und für die bilateralen Beziehungen zwischen den USA und Russland".

Aha, Russland soll also das alles unterlassen, was für die USA eine Selbstverständlichkeit zu sein scheint.

Wenn die Amis in ihrem Realitätsverlust so etwas äußern, dann ist das ein gut gemeinter Rat. Wenn Russland derartige Töne anschlägt, dann ist es Aggression.

Und unsere Pseudo-Politiker in Berlin dackeln den USA immer hinterher und erkennen nicht, dass diese Art von Unterwürfigkeit immer mehr Menschen die Ränder wählen lässt.

Neuwahlen

Warum sollte ein selbst ernannter Präsident regieren? Da haben sich einige zu weit aus dem Fenster gelehnt.

Wird Russland annektieren?

Wenn Russland mal nicht wieder annektiert, wie auf der Krim - und das bei den Amerikanern quasi vor der Haustür...

Ich bin kein Freund von Putin...

und auch kein bot. Fakt ist hier: RU hat voelkerrechtlich eindeutig recht. Das zeigt sich schon daran, das Maduros Vertreter in der UNO sitzen und nicht US Marionetten des Guaido. Das zeigt klar den Rechtsstand. Aber das selbe Spiel ist ja bereits in Syrien gescheitert. Bleibt zu hoffen , dass USA und Gefolge jetzt nicht zu aehnlichen Mitteln greift und ploetzlich "moderate Rebellen" schwehr bewaffnet auftauchen. Das wuerde nach RU und Kuba sicher auch China auf den Plan rufen. Nochmal: Momentan repräsentieren die Vertreter der Regierung Maduro das Land in der UNO. Fakt! Das Theater drumherum ignoriere ich als Propaganda. Der 2 Generalstreik hat nicht stattgefunden und die Livestreams eine mehr als deutliche Sprache gesprochen. Von "Volk hinter Guaido" kann gar keine Rede sein.

Gemeinde

Mehr Heuchelei geht nicht! Nach den Blaupausen der letzten Jahrzehnte haben die USA Venezuela kontinuierlich destabilisiert, um nun Russland das in die Schuhe zu schieben. Aber die USA haben die Medienhoheit und dementsprechend groß ist ihre Gemeinde im Westen.

Russland und USA:Kräftemessen um Ven....

Pompeo beweist mit seinem Telefonanruf bei Lawrow doch irgendwie Sinn für (schwarzen) Humor:"Mischen Sie sich,wie auch Kuba,nicht in die inneren Angelegenheiten Venezuelas ein".
So als ob er sagen will:Das Land gehört uns.Wir bestimmen,wer dort Präsident wird.
Vor etlichen Jahren wäre Pompeo damit noch widerstandslos durchgekommen.

Moskau mit Maduro oder Washington mit Guaidó

und der venezuelanische Wähler
der wird nicht gefragt ?

Es geht ums Erdöl

Warum interessieren sich die USA so für Venezuela. Wegen Demokratie und der Menschenrechte? Wohl kaum! Denn dann hätte man sich auch in Ägypten, Saudi-Arabien oder den Vereinigten-Arab-Emiraten einmischen müssen. Alles lupenreine Diktaturen - allerdings treue Bündnispartner der USA oder Israels. Deshalb lesen oder hören wird auch so wenig über diese Länder. Und anders als in Venezuela wird in diesen Ländern die Todesstrafe regelmäßig verhängt und vollstreckt.

Erst vor kurzem wurden in Ägypten mehrere Demonstranten hingerichtet. Im gleichen Monat (Februar 2019) fand dort ein EU-Ägypten Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Staats- und Regierungschefs der EU statt. Thema war aber weder die Todesstrafe noch die Lage der Menschenrechte. Soviel zu den Doppelstandards des Westens.

Kraeftemessen?

Das ist doch kein Spiel! Wer hier mit Sicherheit nicht ohne Gewalt gewinnen kann ist aus den Livestreams zu entnehmen. Da ist auf Seiten Guaidos wenig zu sehen ausser aufgeblasener Propaganda und Gewalttaetern . Die UN selbst hat Maduros Wahl bestaetigt. Warum sollte man den Berufsluegnern aus USA glauben. Das Voelkerrecht ist eindeutig.

Einmischung der USA

Aha, die USA fordern also von Russland den Rückzug aus Venezuela. Gut, aber viele Länder fordern von den USA den Rückzug aus Afghanistan, Irak oder Syrien. Kümmert das die Amerikaner? Wohl kaum. Im Gegenteil, die bauen ihre dortigen Militärbasen sogar kräftig aus. Im Nord-Irak entsteht bspw. eines der weltweit größten US-Stützpunkte. Offenbar hat man vor länger dort zu bleiben.

Und hatte Trump nicht vor Monaten den Rückzug aus Syrien angekündigt? Pustekuchen! Man ist immer noch dort und liefert weiterhin Militärmaterial an die kurdisch-marxistische YPG.

Eines ist sicher: solange die USA ihr Militär im Nahen-Osten stationiert halten, wird diese Region nicht zur Ruhe kommen. Es wird weiterhin Konflikte geben und Millionen Flüchtlinge werden weiterhin Richtung Europa losmarschieren. Die USA sind weit weg. Und dorthin wird es kaum ein Flüchtling schaffen.

Die Position Russlands

deckt sich mit dem Völkerrecht.
Die Position der USA deckt sich nicht mit dem Völkerrecht. Insbesondere die Nutzung oder Androhung von Gewalt ist im Völkerrecht verboten.
Gut, dass hat die USA nie gestört, sollte aber trotzdem noch einmal festgehalten werden.

Bzgl. der Anerkennung Guaidos als Machthaber durch andere Staaten, hatte der wissenschaftliche Dienst des Bundestages eine Stellungnahme verfasst. Diese läßt sich auch auf andere Staaten (als Deutschland) übertragen.

Zu betonen ist jedoch, dass Russland im Gegensatz zur USA eine völlig passive Rolle hat. Aber da die USA mittlerweile nicht mehr einfach so einen Militärputsch durchziehen können wie geplant, brauchen sie mal wieder einen Sündenbock, der den Plan zunichte machte.

Dem Vortrag

Russlands ist Nichts hinzuzufügen.

"Für Russland geht es um viel Geld..."

Wie gut das es den USA nur um Demokratie und Menschenrechte geht...

Kräftemessen um Venezuela

Die Standpunkte US / RF können ja unterschiedlicher nicht sein. Auf einer Seite ein rabiater Hau-Ruck-Politiker, auf der anderen ein gewiefter Diplomat.
Ich bin gespanntet, wie das Treffen in Finnland verlaufen wird - fände es bei uns im Dorf statt, gäbe es eine Prrügelei, bei der Muskeln vor Hirn Sieger wären.

Auch hier wieder

zeigt sich, wie die Berichterstattung der TS fest im transatlantischen Lager steht, Trump oder Pompeo hin oder her, Neutralität nicht gewünscht. "wir oder die" wie zu Hochzeiten des Kalten Krieges. Was interessiert da staatliche Souveränität oder völkerrechtliche Bedenken? Und dann fühlt man sich in den Medien falsch behandelt und zu Unrecht kritisiert, wie heute wieder?

Cui Bono...?!? Es ist schon höchst...

...verwunderlich, um nicht zu sagen
sehr verdächtig, wenn DAS Land mit
den größten Rohöl-Vorräten der Welt
(!!) sich seid einigen Jahren in so
extrem schlechter, wirtschaftlicher
Verfassung befindet!
Und ebenso klar ist, dass die USA,
OHNE JEDE RÜCKSICHT, auf die
Bevölkerung Venezuelas ihre
Totschlagswaffe Nr.1 Sanktionen,
bereits unter Obama (!!) einsetzen,
um - wie immer in solchen Fällen -
eine ihnen nicht genehme Regierung
in einem Land mit großen Ölvorräten
zu beseitigen, bzw. auszutauschen!
(vgl.Irak, Syrien, Libyen etc.)
Und komme mir jetzt keiner mit den
moralischen Defiziten eines Maduro,
denn über die äußerst brutalen
Menschenrechtsverletzungen in
Kolumbien und Brasilien, bei denen
seit Ende 2017 mehrere hundert
Aktivisten - darunter zahlreiche
Indianer, Schwarze und Frauen
erschossen wurden, liest man
fast nirgendwo auch nur ein Wort!
Auch nichts von Außenminister
Heiko Maas...! So What?!?
Russland verfolgt natürlich auch
seine Interessen, aber eben nicht
mit Gewalt!!

Regimewechsel durch Putsch wird misslingen

Ein Regimewechsel in Venezuela wird den USA genausowenig gelingen wie der in Syrien. Je eher die führenden US- und EU-Politiker das begreifen, desto besser für die Bevölkerung Venezuelas. Die ist nämlich in der Lage, ihre Probleme alleine zu lösen und bedarf dazu keiner Hilfe durch den angemaßten Weltpolizisten USA! Mit wem die rechtmäßige Regierung von Venezuela unter Maduro welche Verträge abschließt, entscheidet sie ganz alleine. Auch da haben westliche Staaten kein Mitspracherecht. Wer den angestrebten Regimewechsel vermittels Guaido steuert, stand sogar in der NYT.

Wie oft ist man wirklich alternativlos?

Der Ehrlichkeit halber sollte man noch hinzufügen das Amerika erst Venezuela mit seinen Sanktionen in die Hyperinflation gestürzt hat. Sprich die schlechte Lage Venezuelas wurde von außen weiter provoziert.

Ist es erlaubt die Frage zu stellen wieviele Menschen nun sterben durch die Einflüsse der Sanktionen im Verhältnis zu den Menschen die sterben oder gestorben sind durch das Fehlverhalten der venezolanischen Regierung?

Maduro ist für mich nicht die Wahl um vorwärts zu gehen aber ich denke das letzte was Venezuela vor Ort braucht ist einen erzwungener Regimewechsel mit Amerikas zu tun. Nach meiner Betrachtungsweise ist ein schneller Regimewechsel negativ für die Bevölkerung und positiv für die, die mehr einen finanziellen Profit im wechsel sehen als ein humanitären oder sozialen. Also bin ich dagegen.

Ich würde mir von der Tagesschau wünschen über alternative Hilfskonzepte zu berichten die Venezolanern humanitär helfen ohne einen Coup zu erzwingen. Oder sind wir alternativlos?

Wortschöpfungs-Grand-Prix der Wertegemeinschaft ist eröffnet

Ich bin mal gespannt, mit welchen Worthülsen und Wortneuschöpfungen der Wertewesten diesmal seine Völkerrechtsverletzungen beschönigen wird.

Guter Start ist schon einmal die "Usurpation", mit welcher die USA begründen, dass nicht Guaido der Putschist sei, sondern Maduro.

Ich denke, in der Bundespressekonferenz werden wir zukünftig sicher auch noch schönredende Erklärungen zu hören bekommen.

meine Meinung:

Im Februar 2018 trug der Kommandant des Southcom, Admiral Kurt Tidd, dem US-Kongress die Bedrohungslage und Herausforderungen in Lateinamerika vor. Das beinflusse das tägliche Leben in den USA . Der Druck der USA auf Venezuela, Nikaragua und Kuba haben die vollständige wirtschaftliche Kontrolle in ganz Lateinamerika zum Ziel. Die Präzens der Nato in Osteuropa wird mit dem Willen der jeweiligen Regierungen begründet. Für Kuba galt dieses Recht jedoch nicht. Da waren die USA unter Kennedy bereit zum Krieg.

Es ist das Recht des stärkeren, der USA , dass hier umgesetzt wird. Inzwischen zahlen einige Staaten ihre Ölrechungen an Venezuela nicht mehr, um nicht selbst durch die USA sanktioniert zu werden.

@ Weiß-mehr-als-Sie, um 14:44

Sie übersehen die Historie, aus der hervorgeht, dass sich Russland schon lange vor den USA in Venezuela “eingekauft“ hat. Daher ist die Entsendung der Militärberater durchaus legitim.
Die USA hatten das verpennt, darum stützen Sie jetzt Guaidó, in der Hoffnung, Russland auf diese Weise ausbooten zu können, sollte sich Guaidó durchsetzen - was derzeit überhaupt nicht erkennbar ist.
Russland wird den USA die Zähne zeigen, und bei allem, was man ansonsten gegen Putin sagen kann: Hier sehe ich Russland im Recht.

US-Militärberater...

Die USA würden 100 US-Militärberater für das venezolanische Militär entsenden, um es zu beraten? In einen Staat, der von den USA sanktioniert wird? Das ist doch völlig absurd. Die russischen Militärberater kamen auf venezolanische Einladung.

@ Werner40, um 15:09

“...das Volk indem es die Maduro Diktatur abschüttelt und Demokratie etabliert.“

Da seien Sie sich mal nur nicht so sicher, denn da haben, wie Sie ja lesen konnten, noch andere ein Wörtchen mitzureden.

Am 03. Mai 2019 um 14:44 von Weiß-mehr-als Sie

Zitat:
"...Horch, horch. Russland entsendet 100 Militärberater und nennt das keine Einmischung.

Würden die Amerikaner 100 Militärberater nach Venezuela senden, was gäbe dies für einen Aufschrei von den Amerika-Kritikern..."

Mal ganz nebenbei, hat die USA oder Russland einen Vertrag mit Venezuela?

@ Peter Hamburg, um 15:20

Russland soll Venezuela annektieren?
Das ist abenteuerlich, was Sie schreiben.

meine Antwort auf

14:55 von HerrJemine
"1. Russland achtet das Völkerrecht nicht - siehe Krim, Ostukraine etc, - wenn es seinen Interessen im Wege steht.
2. das Gewaltregime in Venezuela hat keine Legitimation mehr"
--------------------------------------------------------------------------
1. Das Völkerrecht unterscheidet nicht die Gewichtung von dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und der Unverschieblichkeit von Grenzen. Daher ist die nicht nach der sowjetischen Verfassung korrekt erfolgte Schenkung der Krim an die Ukraine je nach Standpunkt interpretierbar.

2. Aufgrund welcher Gewalt beurteilen sie die venez. Regierung? Ich verstehe unter Gewaltregierung anderes.

Der Mensch ist nicht frei ...

.... wenn er einen leeren Geldbeutel hat.
Friedensnobelpreisträger Lech Walesa

Auf Dauer kann Maduro seine Söldner
nicht mehr bezahlen und die Mägen des Volkes fangen an zu knurren.

Russlands Einmischung

Man liefert linken Regimen erst günstig Waffen mit Krediten und dann sichert man mit Militärberatern und windigen Beistandsabsprachen sich seinen Einfluss...so u.a. in Syrien und jetzt in Venezuela...anschl. argumentiert Lawrow mit dem Völkerrecht. Man könnte fast von Glück sprechen, dass Venezuela von Russland doch sehr weit weg ist und es damit doch teuer für Putin ist, Maduros Regime zu unterstützen. Derweil schmiert seine eigene Wirtschaft immer mehr ab. Den USA Paroli zu bieten, ist halt wichtiger. Was aber haben die Leute in Venezuela von Putins Einmischung in Südamerika?

Umgang mit der Opposition...

Der Vergleich, den Sie zb. zwischen Venezuela und Saudi-Arabien ziehen, der zeigt sich auch im Umgang mit Regimekritikern, die "Chaos verbreiten". In Saudi-Arabien wurden laut "Tagesschau" 37 dieser Kritiker mit folgender Begründung der Kopf abgehackt: "Sie hätten Chaos verbreiten und religiöse Konflikte provozieren wollen". Maduro spricht auch von Chaos durch die Opposition, hackt aber zum Glück keine Köpfe ab. Ein wichtiger Unterschied.

US-südamerikanisches Monopoly...

Als außenstehender Europäer hat man eh Probleme bei der Beurteilung der inneren Verhältnisse in südamerikanischen Staaten. Zwar kann man sich in hiesigen oder internationalen Medien teils auch seriöse Sachinformationen anlesen, aber wer hier hat zusätzlich persönliche Beziehungen zu Venezolanern oder kennt gar das Land aus eigener Anschauung..?
_
Vor diesem Hintergrund - und dem im Artikel bezeichneten "Machtkampf" - hoffe ich sehr, daß den Bürgern Venezuelas eine Eskalation wie ehedem in Libyen erspart bleibt.
_
Weil aber Politik von knallharten Interessen auch externer "Kräfte" abhängt, wäre es m.E. mit einem (gerne empfohlenen) einfachen Machtwechsel von Maduro zu Guaido längst nicht getan. Es geht auch um das gesellschaftliche Selbstverständnis der Venezolaner, die - trotz aller Fehler der "Chavisten" - kein von den USA dominierter "Monoply-Marionettenstaat" sein wollen. Aber dafür ist Guaido nun mal kein Garant...

Kommt drauf an

Es kommt drauf an wer am Ende mehr Geld locker macht und sich Leute und Nachbarstaaten erkauft.

Ich ziehe mein Hut vor USA, aber ungern. Denn alle östlich orientierte Staaten wie Irak, Libyen, Syrien, Sudan und bald Venezuela wurden die Regierungen entweder mit Gewalt oder durch Sanktionen stark geschwächt. Bin gespannt wie lange der Iran standhalten wird.

Am 03. Mai 2019 um 14:47 von Typhox

Zitat:
"...Ich will nochmal daran erinnern, dass Maduro von der Mehrzahl der Bevölkerung nicht gewählt wurde und er nur Präsident geworden ist, weil sämtliche andere Parteien vorher grundlos von der Wahl ausgeschlossen wurden..."

Woher ihre Weisheiten, ich habe da was anderes gelesen.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Nicolás_Maduro

Russische Investitionen

Waere Russland nicht besser gestellt wenn die Oelanlagen wieder von faehigen Managern geleitet wuerden, die Produktion hochgetrieben, und damit ihre Schulden schneller bezahlt wuerden? Also ich wuerde eine Vereinbarung der USA mit Russland begruessen, die Russland ihren Anteil an der Oelfoerderung gewaehrleistet, ihre Investitionen sichert und somit Russland keine Motivation zur Unterstuetzung des Maduro Regimes mehr haette. Aber vielleicht ist das nur Wunschdenken und ich liege total daneben. Nur so ein Gedanke.

@14:42 von Doktor Alban

>> Die sind also beide gleich pöööse... [...] ... die sich auf die UN-Charta berufen und zu Nichteinmischung in innere Angelegenheiten anderer Staaten aufrufen... Ich wollt´s nur gesagt haben - kam noch nicht ganz so klar im kommentierten Meinungs-Artikel heraus! <<
_
Ihren Beitrag (insgesamt korrekt und beachtenswert) unterstütze ich vollumfänglich..!

@15:22 von pxslo

Konkreter noch geht es ums Erdöl- und Erdgas. Venezuela ist eines der reichsten Länder gemessen an diesen Bodenschätzen. Und um die Stützung des Dollars, welcher bis 1971 ja goldgedeckt war. Der Name Petro-Dollar, kommt daher, das das gesamte Rohöl in Dollar bezahlt werden muss. Mittlerweile gibt es eine Gegenbewegung Chinas Öl auf Renminbi (Yuan) zu bezahlen. siehe: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-bietet-rohoelhandel-in-... Mittlerweile wird weltweit auch schon etwa 13 Prozent des Rohöls über den Yuan abgewickelt. Maduro gefährdet die weitere Deckung des Dollars durch Öl sowie den Dollar als Weltwährung, da er Russland und China näher steht als den USA.

@HerrJemine

"1. Russland achtet das Völkerrecht nicht - siehe Krim, Ostukraine etc, - wenn es seinen Interessen im Wege steht."

Wer achtet denn das Völkerrecht? Irgendwelche Inselstaaten im Pazifik vielleicht?

"2. das Gewaltregime in Venezuela hat keine Legitimation mehr, seit der Machthaber die Verfassung gebrochen und die gewählten Volksvertreter mit illegitimen, diktatorischen Mittel kalt gestellt hat."

Herr Guiado darf doch frei rumlaufen in Venezuela und Herr Lopez hat sich nunmal strafbar gemacht nach dem Putschversuch von 2002 und den gewaltsamen Demonstrationen von 2014.

"Sich auf das Völkerrecht zu berufen, ist eine typisch russische Verdrehung der Fakten."

Man darf sich gerne auf das Völkerrecht berufen, denn Ihre Kritikpunkte haben nichts mit dem Völkerrecht zutun.

@ Doktor Alban: Wer ist jetzt wer?

Verzeihung, aber Ihr Kommentar ist ein wenig undurchsichtig. Die ersten Akteure welche Sie beschreiben sind eindeutig Russland (Destabilisierung souveräner Staaten, Unterstützung widerlicher Regime, Eroberungskriege und Aufrüstung gegen Nachbarn...), aber Atombomben gegen Menschen haben bisher nur die USA eingesetzt, verwechseln Sie da vielleicht etwas?
Also tatsächlich wird das in Ihrem Meinungs-Kommentar nicht so ganz klar.
Übrigens haben auch die USA sich in diesen Beziehungen und mit anderen fragwürdigen Methoden ebenso häufig die Finger schmutzig gemacht.

Mal abgesehen davon: was bedeutet "pöööse"?
Das liest man häufig bei angeblich total zu unrecht kritisierten rechtsradikalen Opferlämmern, so im Sinne von: "Wir sind immer die pööösen..." oder dergleichen.
Mir ist der Begriff nicht bekannt und in deutschen Wörterbüchern taucht er auch nicht auf, bitte um Aufklärung! Ist das cooler Jugendslang?

Dreist

Die Dreistigkeit der US Regierung ist kaum noch zu ertragen. Anderen Einmischung vorwerfen und selber nach bekannter CIA Manier im eigenen "Hinterhof" nicht genehme Regierungen stürzen. Neueste Drohungen und Sanktionen gegen Cuba passen dazu. Und wieder sind auch EU Firmen davon betroffen. Wann endlich zeigt die EU gegenüber diesem Hegemon klare Kante. Warum sollte man noch zur Europawahl gehen, wenn man das kriecherische Verhalten der Verantwortlichen ertragen muss ?

@15:44 von deutlich

Auch hier wieder zeigt sich, wie die Berichterstattung der TS fest im transatlantischen Lager steht, Trump oder Pompeo hin oder her, Neutralität nicht gewünscht. "wir oder die" wie zu Hochzeiten des Kalten Krieges. Was interessiert da staatliche Souveränität oder völkerrechtliche Bedenken? Und dann fühlt man sich in den Medien falsch behandelt und zu Unrecht kritisiert, wie heute wieder?

Das ist zwar richtig, ich finde aber, dass man das ein wenig gelassener sehen muss.
In der taz erwarte ich keine Lobeshymnen auf die AfD zu finden, in der FAZ keine positiven Artikel über die Grünen.
Und in den Nachrichten-Formaten der ör-Sender eben keine Berichte, die sich erwähnenswert weit von der Regierungsline und deren Vorgaben entfernen. Das finde ich aber alles ziemlich okay. Man muss eben nur wissen, was man erwarten darf und was nicht.
Und das, was aus Ungarn, Österreich usw. berichtet worden ist, ist nochmal was ganz anderes.

@markusklett

"Russische Investitionen"

Ihre Idee ist begrüßenswert, aber man sollte sich mal die aktuelle Weltlage anschauen.

Die USA überziehen jedes Land, welches nicht bei 3 auf dem Baum ist mit Handelssanktionen.

Heutzutage halte ich die USA, wegen ihrer unberechenbaren Administration für den nichtvertrauenswürdigsten Handelspartner, den wir auf der Welt haben.
Da auch Abkommen gerne aufgekündigt bzw unterwandert werden, würde ich mit der US-Administration keinen Deal eingehen.

Ich bin erstmal gespannt was aus dem Ausruf Maduros wird die wirtschaftliche Lage zu verbessern. Mich würde es interessieren wie er es schaffen möchte und wie sehr sein Volk dadurch profitiert.

@ tagonist, um 16:32

“pöööse“ ist der Superlativ von “du taugst nicht“ :-).

15:22 von pxslo

Sie haben Recht was Menschenrechte und Demokratie angeht. Allerdings ist die Versorgungsnot im Lebensmittel- und medizinischen Bereich eine unmittelbare gravierende Einschraenkung der Menschenrechte der aermsten Bevoelkerungsschichten, die nur ueberleben wollen und sich einen Dreck um freie Meinungsaeusserung etc. kuemmern.

15:20 von Peter Hamburg

"Wenn Russland mal nicht wieder annektiert, wie auf der Krim - und das bei den Amerikanern quasi vor der Haustür..."

Respekt,darauf bin ich ja noch gar nicht gekommen.

Alternativlos.

Offenbar hat USA aus Syrien nix gelernt. Seit dem Flugverbotstrick in Libyen, der das Land in Verwuestung und Chaos stuerzte, hat RU gelernt und schweigend auch China. Ich bin sicher seit Syrien, da bleiben sie hart. Na man wird sehen. Aber RU und China koennen sich keinen weiteren Gesichtsverlust leisten. Das sollte klugen amerikanische Koepfen zu denken geben.

@14:44 von Weiß-mehr-als Sie

>> Keine Einmischung? > lt. TS-Bericht: Vor einigen Wochen wurden 100 russische Militärberater nach Venezuela entsandt, keine Einmischung, sondern gedeckt von einem Abkommen über militärisch-technische Zusammenarbeit, hieß es aus Moskau. > Horch, horch. Russland entsendet 100 Militärberater und nennt das keine Einmischung. > Würden die Amerikaner 100 Militärberater nach Venezuela senden, was gäbe dies für einen Aufschrei von den Amerika-Kritikern. <<
_
Ihr Beitrag wg. "Einmischung" ist kompletter Unsinn.! Sie schreiben es doch selbst: Die Entsendung von 100 russischen Beratern nach Venezuela entspricht einem gegenseitigem Abkommen über techn.-militärische Zusammenarbeit. Ein vergleichbares Abkommen mit den USA besteht nicht. Ergo: Eine entsprechende "Entsendung" ginge nur per Invasion... Wäre eine derartige Eskalation in Ihrem Sinne..?!

@Shantuma

Ich erlebe grad live in Kambodscha die wirtschaftliche Expansion Chinas mit Infrastruktur usw. Beeindruckend und bedrohlich gleichzeitig wuerde ich mal sagen. Da sieht der Westen alt aus. Ganz alt. China laesst sich von USA nicht mehr auf der Nase rumtanzen. Auch in Venezuela nicht.

Äpfel und Birnen

14:44 von Weiß-mehr-als Sie

"Horch, horch. Russland entsendet 100 Militärberater und nennt das keine Einmischung.

Würden die Amerikaner 100 Militärberater nach Venezuela senden, was gäbe dies für einen Aufschrei von den Amerika-Kritikern."

Die einen sind auf vertraglicher Einladung der Regierung da, die anderen wäre eine völkerrechtswidrige Intervention.
Es ist schon bezeichnend, wie weit die ständige Berieslung mit der Unfehlbarkeit westlicher Politik so manchen in ein grutes Verständnis von Völkerrecht treibt.

Schlimm

@16:25 von Robert1221
Wollen sie die Humanität Maduros mit der von Saudi-Arabien rühmen...wenn er mit seinen Schlägertrupps Gegner drangsaliert...ohne Verurteilung ins Gefängnis wirft...Kleinkinder wegen Medikamentenmangel sterben...während seine 2000 Generäle in Überfluss leben. Wollen sie die Unrechtstaten von Maduro und seine Clique mit dem Verweis aus Saudi-Arabien rechtfertigen?

Zum Kräftemessen geworden?

Das war es von Anfang an...

Immerhin macht sich Herr Aischmann so ehrlich

und lässt keine Zweifel, wo bei dem angedachten Bürgerkrieg oder Stellvertreterkrieg seine Sympathien liegen: USA und Guaidó natürlich gegen Russland und Maduro? So klar hat noch kein Journalist Abstand von den bisher geforderten Neuwahlen genommen, die wohl auch nur ein vorgeschobener Grund für weitere Eskalation waren

@Weiss-mehr-als-Sie

Da gibts ein Kooperationsabkommen! Hallo!
Das Eine ist einzuladen und das Andere die Tuere mit Gewalt eingetreten zu bekommen. Unterschied...gell. Falls Sies noch nicht verstehen tuts mir leid.

re von Werner40

Es ist grotesk,daß Sie sich auf ein Volk berufen.

landart

Haben Sie gar keine Ahnung, wieviele Waffen einschließlich Bombardierungen die USA in Syrien/Libyen auf ihrem Konto haben? Wo leben Sie? "Putins Einmischung in Südamerika" Soll ich alle Einmischungen" der USA in den letzten Jahren aufzählen: von Samoa 1887, Hawaii 1893, Philippinen 1899 über Südkorea 19454, Griechenland 1946 bis hin zu Laos 1955 Libanon 1958 Irak 1959 usw usw... Insgesamt mehr als 22 Regime Change Versuche! Reicht das? Kriege ohne Ende! Seit 2001 geben die USA täglich mehr als 30Millionen Dollar für Kriege aus, Obama während seiner gesamten Amtszeit : kein Jahr ohne Krieg!
Reicht das?

@silverfuxx

Links und Quellen dazu bitte! Interessiert Jeden! Nicht das mich das im geringsten wundert. Das koennte blutig werden. Mein Beileid fuer die Betroffenen. Ich hoffe das Beste und rueste fuers Schlimmste .

hotschi

Wo blieb denn der Aufschrei der Welt nicht nur bei "Militärberatern", sondern KRIEG gegen Irak, Afghanistan, Libyen u.v.m. entgegen allen Völkerrechts usw.? Und Vietnam nicht vergessen!

"Russisches Vorgehen 'vom

"Russisches Vorgehen 'vom Völkerrecht gedeckt' "
Genau so ist es. Russland hält sich - wie auch in Syrien - ans Völkerrecht, die usa treten es mit Füssen. Guidao hat mit seiner letzten, von den usa unterstützten, wahrscheinlich sogar angeregten Putsch-Aktion, zum vierten Mal - natürlich unfreiwillig - bewiesen, dass nur ein kleiner Teil der venezolanischen Bevölkerung hinter ihm steht, von der Armee ganz zu schweigen. Er hat sich lächerlich gemacht. Dies obwohl der völkerrechtswidrige Wirtschaftskrieg, den die usa gegen Venezuela führt nach Schätzung von Jeffrey Sachs - kein Linker - bereits 40'000 Menschenleben gefordert hat.

@14:55 von HerrJemine

>> Russland und das Völkerrecht - Das sind zwei unvereinbare Begriffe... [...] > ... Sich auf das Völkerrecht zu berufen, ist eine typisch russische Verdrehung der Fakten... <<
_
Und was hat das nun bitte mit der real explosiven Lage in Venezuela zu tun..? Kennen Sie die Meinungen und pol. Ansichten der dort bürgerlichen Mehrheiten (nicht nur der Krawallos auf den Straßen..). Und woraus gewinnen Sie Ihre persönlichen Überzeugungen bzgl. Venezuela... eventuell von hiesigen "Qualitätsmedien"... aus TV-Bildern demonstrierender "Oppositioneller" in Caracas...??
_
Ja - aufgrund der US-Sanktionen gibt es in VEN inzwischen deutliche Versorgungsprobleme... auch - und besonders niederträchtig und alles andere als humanistisch - im medizinischen Bereich. Die journalistisch-populistischen Meldungen über sogar allgemein fehlendes Klopapier gehören jedoch eher zur "Yellow-Press". Meine telef. Direktinfos sagen, daß Journalisten sich beschweren, weil in Hotels das "Vierlagige" nun ausgeht...

14:42 Doktor Alban

"Die sind also beide gleich pöööse.......

Haarscharf getroffen.

Weltpolitisches Chaos

Das Chaos der gegenwärtigen Weltpolitik wird am deutlichsten, wenn man sich klar macht, dass man über die Qualität der US-Regierung nur noch mit Russland-Anhängern streiten kann. Alle anderen erkennen sehr leicht, dass diese Regierung absolut keine Qualität hat.
Nun hat aber Russland tatkräftig mitgeholfen und tatsächlich die Regierung geerntet, die man sich gewünscht hatte. Ich erinnere nochmal an die Sektkorken.

Und jetzt merken unsere beiden autokratischen und komplexbeladenen „Großmächte“, dass ihre Interessen nicht zueinander passen.

Schon blöd!
Vor allem aber für Venezuela, deren demokratieverachtender Diktator sich jetzt auf die geballte Unterstützung des demokratieverachtenden Kremls verlassen kann.
Und deren Bevölkerung sich nicht gegen die falschen Freunde Trump/Pence/Pompeo wehren kann, die ein jedes ehrliche Demokratiebestreben komplett unglaubwürdig machen.

Maduro zu unterstützen ist ein Armutszeugnis, mit Intervention zu drohen ein Offenbarungseid.

@1.Senator, 15:47

„Russland verfolgt natürlich auch seine Interessen, aber eben nicht mit Gewalt!!“

Wie bitte??! Und was ist mit Syrien, Tschetschenien, der Ukraine, dem Kaukasus (Georgien/Südossetien) (um nur die Beispiele zu nennen, die mir gerade auf Anhieb einfallen)?

Ich will ja gar nicht behaupten, dass die Auflistung von @Doktor Alban 14:42 [„Die, die sich über jedes internationale Recht hinwegsetzen, die ersten und glücklicherweise bisher einzigen beiden Atombomben gegen die Menschheit einsetzten, in schier endloser Folge souveräne Staaten destabilisieren und überfallen, andere mit sich in diese Eroberungskriege hineinziehen, sich an kein Wirtschaftsabkommen mehr halten und Dritte erpressen, es ihnen gleich zu tun, mit widerlichsten Regimes (siehe Saudiarabische Hinrichtungsorgie gesten) paktieren und diese ebenfalls zu Eroberungskriegen gegen ihre Nachbarn aufrüsten“] keine Tatsachenfeststellung wäre, aber Russlands Staatsführung steht der der USA in puncto Gewalt nun wirklich in nichts nach.

14:50 DerGolem

"können Menschen in Ven ja verhungern.......

nun hungernde Menschen sehe ich bei dem grausamen Krieg im Jemen. Bis jetzt habe ich auf den gelieferten Bildern bei den Demonstrationen in Venzuela fast nur gut genährte gut gekleidete, gut mit Handys ausgestattete Demonstranten und bis in die Fingernägel gut gestylte Frauen gesehen. Verhungerte und verzweifelte Menschen sahen bis jetzt eher anders aus. Mag sein dass diese Menschen unzufrieden sind aber hungernd eher nicht.

Man hat den Eindruck

das nach Syrien mal wieder eine kleine Auseinandersetzung angesagt ist, die Marionette der USA kommt nicht so richtig voran. Auch wenn Sie von einem Teil Länder anerkannt wurde, im Volk selber dort vor Ort, scheint das aber doch etwas anders zu sein als sich einige wünschen.
Dumm ist das China und die RF schon im Land sind, also hat hin senden von offiziellen Militär eine gefährliche Komponente, inoffizielle Berater oder wie sich alles nennt mit Geld sind sicher schon dort.

Wer welches Völkerrecht anerkennt, hängt immer von der Seite ab.

Bomben

@17:03 von Bagheria
Warum lassen sie die Bombadierungen Russlands weg: Georgien, Ostukraine, Tscheschenien, Syrien usw.... und wieviele Gebiete wurden einfach annektiert z.B. Ostpolen, Ostpreußen, die japanischen Kurilen, Sachalin...Russland gut, USA böse...wie einfach lasst sich die Welt beschreiben.

Ausgewogen?

Dieser Artikel passt zu dem Interview von Christoph Heinemann mit Andrej Hunko im DLF heute Morgen:
https://www.deutschlandfunk.de/krise-in-venezuela-maduro-ist-kein-diktat...

Lawrow hat völkerrechtliche Position betont

Ich erwarte auch nicht das die USA mit ihrem Vorgehen Erfolg haben werden. Stimmt schon, das es vielen Venezolanern dreckig geht. Aber wer ist daran schuld ? Das eigene Regime oder doch die USA ? Das ständige Gerede von der „US Militärintervention“ durch Pompeo und Bolton erzeugt Widerstand selbst bei denjenigen Venezolanern die Maduro gerne weg haben wollen. Offenbar ist man in Washington SO ungeduldig, das man den Menschen vor Ort nicht zugestehen möchte ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Guaidó ist mittlerweile schon zu einer tragischen Figur geworden. Nur eine US Invasion könnte ihn noch retten.

15:22 von pxslo Es geht ums Erdöl

Das sehe ich genau so!

Und wann bezahlen die USA ihr von Venezuela geliefertes Erdöl?
Ware erhalten und das Bezahlen aussetzen. Auch so werden die Probleme in Venezuela angefeuert.

@14:44 von Weiß-mehr-als Sie

Horch, horch. Russland entsendet 100 Militärberater und nennt das keine Einmischung.

Die wurden von den Machthabern eingeladen und somit ist es auch keine Einmischung. Das ist im Völkerrecht geregelt.

Würden die Amerikaner 100 Militärberater nach Venezuela senden, was gäbe dies für einen Aufschrei von den Amerika-Kritikern.

Die können sich ja bewerben, in der Ukraine haben sie ja den Zuschlag vor den Russen bekommen. Das ist eben freie Kriegs- und Regime-Change-Wirtschaft.

@ 17:04 von Agent apple

Die Links und Quellen sind leider nicht durchgekommen. Vielleicht darf man nicht einfach nur Links posten ? Oder nur einen ?
Dann den hier, da kann man dann selbst weitere Quellen anklicken:

https://www.heise.de/tp/features/Weitere-Anzeichen-
fuer-US-Intervention-in-Venezuela-4310235.html

Keine Gewähr für die Seriosität aller internen Quellen ! :)

@16:22 von landart

Man liefert linken Regimen erst günstig Waffen mit Krediten und dann sichert man mit Militärberatern und windigen Beistandsabsprachen sich seinen Einfluss...

Das funktioniert mit jeder Art Regime, oder wollten Sie nur mal wieder "links" ins Spiel bringen? Die USA sind auf jeden Fall ganz groß im "Beraten"!

@Longjogger - wann bezahlt USA ihr von Venezuela geliefertes Öl

Die wollten es ja es in Form von Lebensmittel
und Medikamenten direkt ans Volk bezahlen.
Nur Maduro und seine Schergen wollte es ja nicht !

17:35 von landart

"Russland gut, USA böse...wie einfach lasst sich die Welt beschreiben."
Das sagt der richtige.
Ich staune das die USA noch keine Widerstandskämpfer ala 'Contras installiert haben,mit Drogengeld finanziert.

@16:30 von Torsten Seel

"Konkreter noch geht es ums Erdöl- und Erdgas. Venezuela ist eines der reichsten Länder gemessen an diesen Bodenschätzen. Und um die Stützung des Dollars, welcher bis 1971 ja goldgedeckt war. Der Name Petro-Dollar, kommt daher, das das gesamte Rohöl in Dollar bezahlt werden muss."

Völlig richtig. Der sog. "Petrodollar" wurde damals von Präsident Nixon und Außenminister Kissinger eingeführt, um den Dollar als Weltleitwährung langfristig zu sicher.

Es gab immer wieder Länder, die versucht haben ihr Öl in einer anderen Währung zu verkaufen, so bspw. Libyen oder der Irak. Welche Folgen das für Gaddafi oder Saddam Hussein hatte ist bekannt.

Ein ähnliches Schicksal befürchte ich auch für Maduro, da er die Ölquellen seines Landes weiterhin verstaatlicht hält. Sollte er jetzt auch noch den Dollar boykottieren, wird ihn niemand mehr retten können.

17:39 von Longjogger

15:22 von pxslo Es geht ums Erdöl

Das sehe ich genau so!

Und wann bezahlen die USA ihr von Venezuela geliefertes Erdöl?
Ware erhalten und das Bezahlen aussetzen. Auch so werden die Probleme in Venezuela angefeuert.
////
*
*
Welche Summen sind Ihnen da bekannt.
*
Liefern die etwa täglich ohne Bezahlung.
*
Warum wehren die sich gegen Liefersanktionen, wenn Sie dann wenigstens Ihr Öl behalten können.
*
Aber sicher hat TRump ja schon vor seiner Kandidatur bekanntlicherweise nicht mehr bezahlen wollen?

Zwickmühle

Russland handelt mit der Unterstützung von Maduro gegen das Volk.
USA handeln mit der Unterstützung von Guaido gegen Russland und Maduro.
Beide handeln aus rein egoistischen Gründen, indem sie ihre Interessenkonflikte auf fremdem Boden austragen.
Maduro hat das Land in den Abgrund regiert.
Guaido kommt mit seiner "Revolution"
nicht weiter.
Was also tun?
Klären könnte die Situation nur das Volk, indem man ihm die Möglichkeit gibt bei Präsidentschaftswahlen zu entscheiden, wohin der Weg führen soll. Und gerade dies fürchtet Maduro wie der Teufel das Weihwasser.

Wer bezahlt das?

Letztlich dürften nach meiner Einschätzung die "Sanktionen" der USA gegen Venezuela - so, wie auch die aktuell verschärften "Sanktionen" gegen den Iran - dazu führen, den Welt-Ölpreis durch Verknappung des Angebots in die Höhe zu treiben.

Bald könnte dadurch die Förderung amerikanischen Fracking-Öls wirtschaftlich werden.

Dann wäre nur noch das "Russen-Gas" auszuschalten oder zumindest zu behindern (über ein Verbot von Nordstream 2 etwa) und die Energiepreis hätten freien Lauf - nach oben.

Aber wer zahlt dann den höheren Preis?
Trump? Die Ölmultis?

Wohl kaum.
Ich fürchte vielmehr: WIR.

Russland und USA ..... Europa begeht wie immer ...

den grundlegenden Fehler, den beiden Platzhengsten das Areal zu überlassen - gerade in solchen Fällen sollte es Eingreifen, selbständig, nach eigenen Regeln mit eigenen Zielen und mit Entschiedenheit - nicht als Mediator oder dergleichen, sondern um den selbstgefälligen Poker Spielern ihr Spiel zu verleiden.

um 17:52 von Karl Klammer

Die wollten es ja es in Form von Lebensmittel
und Medikamenten direkt ans Volk bezahlen.

Tja - so verdiene ich dann auch noch beim Bezahlen meiner Schulden. Vielleicht sind Lebensmittel am freien Weltmarkt billiger zu haben?
Erst mit Sanktionen die Bevölkerung in die Not treiben und dann Schulden mit Natural begleichen. Prima demokratische Politik.

Die USA verweigern Zusammenarbeit mit Rotem Kreuz

@17:52 von Karl Klammer
Da könnten sie nämlich direkt und ungehindert über Caracas liefern.
Das Rote Kreuz hatte ja genau die "Hilfslieferungen" ohne Kontrolle an einer stillgelegten Brücke kritisiert.

Die USA klauen Venezuela zustehende Erlöse. Sie wollen sie einem "selbsternannten" Übergangspräsidenten zuschustern, der stellvertretender Vorsitzender einer rechten, neoliberalen Splitterpartei ist, und den 80% der Venezolaner bis zu seiner Selbsternennung überhaupt nicht kannten.

@18:04 von B. Pfluger

"Maduro hat das Land in den Abgrund regiert."

Ohne Sabotage ausländischer Geheimdienste (Währung, Handel, Embargo) sehe es in Venezuela heute ganz anders aus. Das Land hat mehr Erdöl als die Saudis. Da kann man mit dem Regieren eigentlich nichts falsch machen. Selbst unter der unfähigsten Regierung würde das Land aufblühen.

Das beste Beispiel für eine unfähige Regierung sind doch die Saudis. Seit Menschengedenken eine Diktatur, wo die Prinzen und die Reichen in Saus-und-Braus leben. Da werden Milliarden für Prestige-Objekte aus dem Fenster geworfen. Das ganze Land ist ein El-Dorado für westliche Konzerne. Die übernehmen von der Müllabfuhr bis zur ärztlichen Versorgung die ganze Infrastruktur. Selbst deren Militärpiloten sollen sogar aus dem Westen kommen.

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