Ihre Meinung zu: Keine klaren Mehrheiten nach Wahl in Spanien

29. April 2019 - 7:14 Uhr

Spanien steht eine schwere Regierungsbildung bevor: Nach der Wahl reicht es weder für das Linksbündnis von Ministerpräsident Sánchez noch für das rechte Lager für die absolute Mehrheit - trotz eines Neuzugangs.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.2
Durchschnitt: 2.2 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Die Sozialisten haben klar

Die Sozialisten haben klar die meisten Stimmen aller Parteien und zeigen die Richtung an, wenn Sanchez sagt, dass er Gespräche mit allen demokratischen Parteien führen wird, denen soziale Gerechtigkeit wichtig ist. Die 10 Prozent für die ultrarechten sind der Kaffeesatz nahezu jeder europäischen Gesellschaft, die sich im Aufwind der Rechtspopulisten und im Erstarken nationalistischer Kräfte auf der Bühne auftauchen.

Europaweites Problem

Vielleicht sogar weltweites Problem. Es gibt immer weniger Zusammenhalt und Kooperationen und mehr Alleingänge. Der Egoismus in der Welt hält weiter Einzug und fördert rechtes Gedankengut. Das wird uns nur eher früher als später das Genick brechen und die Welt zerstören, da nur echte Zusammenarbeit uns retten könnte. Das ist mit Rechten nicht zu erreichen.

Guter Artikel!

Es bleibt alles wie es war, schwierig! Enttäuschen die PP, der von Aznar geprägte Kurs ist gescheitert und sein Zögling Casado einfach zu schwach.
VOX bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, was angesichts der hohen Wahlbeteiligung nicht wirklich verwundert.
Erstaunlich, dass die Spanier Sanchez verziehen haben, mit den Parteien der Terrororganisation ETA paktiert zu haben. Jetzt muss er das wieder.
Ich glaube wir wählen in einem halben Jahr wieder.

"Vox kämpft gegen illegale

"Vox kämpft gegen illegale Einwanderung"

----

Was ist daran verwerflich?
Ist der Kampf gegen illegale (!) Einwanderung nicht etwa selbstverständlich, sondern besonders erwähnenswert?

Eine schwierige Gemengelage.

Eine schwierige Gemengelage. Es könnte eine Wiederholung von 2016 geben.
Es ist immer kompliziert, eine Regierung zu bilden, wenn viele Parteien zwischen 30% und 10% haben, die sich inhaltlich dann auch oft nicht grün sind.
Teilweise sind die Hindernisse für Kompromisse zu groß, um diese für eine Regierungsbildung zu überwinden.
Es bleibt spannend, ob die spanischen Parteien mit dem Wahlergebnis etwas konstruktives schaffen werden.

08:31 von andererseits

denen soziale Gerechtigkeit wichtig ist.
.
was ist denn Gerechtigkeit ?
sieht das nicht jeder etwas anders
also ich finde es nicht besonders gerecht, wenn nicht alle,
ihren Möglichkeiten entsprechend, in die Gesellschaft einbringen
laufend nur Forderungen stellen und ansonsten sich weigern auch etwas zu bringen
Der Sozialhaushalt in unserem Haushalt liegt bei knapp 50 %, ist das nicht ausreichend eigentlich schon überzogen ?

keine klaren Mehrheiten

Was feiert denn Sanchez eigentlich bei dieser unveränderten Situation ? Er hat am Ende zu wenig Stimmen holen können und wird viele(zu viele ?) Kompromisse machen müssen. Spanien bleibt nach dieser Wahl problematisch und gespalten.

Nicht ganz so guter Artikel

Ich kenne jetzt die Namen der Vorsitzenden, die Anzahl der Sitze und den prozentualen Stimmenanteil folgender Parteien: PP, Ciudadanos, PSOE und der VOX
Bei der Podemos muss ich rechnen und wieviel Prozente, wieviele Parteien insgesamt und was sie fordern/wollen/vertreten weiß ich auch nach 2 maligem Lesen nicht.
Nicht das ich nicht rechnen könnte, aber überlicherweise möchte ich solche Informationen in einem Artikel zu einer Wahl erfahren.
Gibt es eine Infografik dazu?
Nicht böse gemeint, aber Kritik muss erlaubt sein.
@ andererseits
Ich würde es schärfer formulieren: die welche dem diktatorischen Faschismus ganz offen anhängen (dazu zähle ich auch Stalinismus/Leninismus) und ihn propagieren, sind der Bodensatz der Gesellschaften.

Spanien braucht eine grüne

Spanien braucht eine grüne Partei, damit nicht die Lokalpatrioten die Politik bestimmen. Eine grüne Partei koaliert inzwischen mit allen Parteien und geben dem ganzen (egal was es ist) eine ökologische Note. Eine „große“ Koalition erscheint in Spanien eher unmöglich, denn die Sozialisten sind echte Sozialisten und die konservative Partei ist echt konservativ und finden wenig Konsens. Anders als bei uns.

...was ist das für eine

...was ist das für eine Berichterstattung? Er hat doch "gesiegt". Statt dessen hat Sanchez von der anderen Linkspartei "gewonnen". Vox ist lauz Ber9ichterstattung der "Gottseibeiuns". Tatsächlich ist die Partei wohl nix anderes als die Lega, FPÖ. AfD, Danske Volkeparti, Schwedendemokraten und so weiter...also ganz "normal".

@09:06 Schwarzseher

Vermutlich ist Ihre Frage rhetorischer Natur; die Antwort ist eigentlich ganz einfach und beschreibt die simple Strategie auch anderer Rechtspopulisten in Europa: man setzt einerseits das Wort "illegal" nahezu vor jede Gruppe von Flüchtlingen und Migrant*innen und bewegt sich damit zwar weit weg von wirklichen juristischen Grundlagen, trifft aber dumpfe Stammtisch-Stimmungen und bekommt damit um die 10% der Stimmen. Und andererseits tut man damit so, als gäbe es gegen die faktische illegale Zuwanderung, die es freilich in sehr viel kleinerem Umfang gibt, nicht in jedem Land schon politisches und juristisches Handeln. Ist eigentlich so primitiv wie durchschaubar - wenn man es denn durchschauen will und es nicht durch eine fremdenfeindliche und/oder nationalistisch gefärbte Brille genau so sehen will.

Der Trend

setzt sich fort in den EU Staaten, Spanien macht das eben keine Ausnahme, und wenn Deutschland nicht die Verbindung CDU/CSU hätte, wäre es sehr ähnlich bei 6 Prozent weniger für die CDU.
Die nächsten Wahlen werden noch wesentlich deutlicher ausfallen, wenn EU und Deutschland so weitermacht wie jetzt.
Spanien zeigt nur das die Bürger der EU sich ein wenig verlassen vorkommen.

@keine klaren Mehrheiten 9:30 von Warum denn das

Nicht nur in Spanien. Das ist ein allgemeiner Trend in Europa.
Also den Ländern wo die Wahlen noch einigermassen 'unzensiert' sind.

Das ist übrigens ein Effekt der Populistenschwemme.
In jedem dieser Kernländer droht die 45% zu 45% Spaltung. (Rechtsblock gegen Linksblock)

Mit dem unguten Effekt dass Splitterparteien dann Regierungen quasi bestimmen können.

Selbst in D droht das demnächst.
45 % (CDU,FDP,AfD = 25,10,10)
45% (Grüne,SPD,Linke = 20,15,10)
Spätestens nach der nächsten 'Grabrunde', wenn die 40er weg sind und die68er Rentner)

Lassen wir doch Sonneborn ruhig entscheiden ;)

@Schwarzseher um 09:06Uhr

Nicht nur Sie fragen sich, was "verwerflich" ist oder was "genehm" ist und was nicht!

@09:28 Sisyphos3

Da haben Sie recht: "soziale Gerechtigkeit" wird unterschiedlich definiert und auch instrumentalisiert. Kleines Beispiel: Die einen klagen, dass der Sozialhaushalt eh schon zu hoch ist und verlangen Kürzungen, die anderen schauen auf die Ursachen und erkennen, dass zu viele Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen stecken und von ihrer Erwerbsarbeit allein nicht leben können und verlangen daher Änderungen ganz anderer Art.

@andererseits

>> " ... die faktische illegale Zuwanderung, die es freilich in sehr viel kleinerem Umfang gibt ..."

Könnten Sie Ihre Behauptung bitte mit konkreten Zahlen belegen - d. h. wie ist das Verhältnis zwischen legaler und illegaler Migration ins Spanien?

Andernfalls könnte man Ihre Aussage durchaus als Populismus klassifizieren.

Und kein Wort über das Wahlsystem?

Wir denken doch in unserem Verhältniswahlrecht, aber das gilt nicht genauso in Spanien. Deshalb bitte mehr Info, schon vor der Wahl!
Die Vox-Partei wurde doch vorher bei der Wahl in Andalusien als eine dortige Besonderheit dargestellt. Aber sie hat nun in GANZ Spanien 10 Prozent, aber statt rechnerisch 35 Sitze nur 24 Sitze. Wie verfälscht hier das spanische Wahlsystem?
Bitte Aufklärung, denn die TS hat ja einen Berichterstatter vor Ort!

09:06 von Schwarzseher

"Was ist daran verwerflich? Ist der Kampf gegen illegale (!) Einwanderung nicht etwa selbstverständlich, sondern besonders erwähnenswert?"

Weder das eine noch das andere. Aber Gegenfrage: macht das wirklich eine Legislatur aus? Nehmen wir einmal an, es gelingt VOX, LePen oder der AfD der "Kampf" gegen (il-)legale Einwanderung! Und dann? Was machen diese Parteien nach ihrem "Sieg" darüber?

Sie übersehen scheinbar, dass diese Parteien kein Programm haben. Keine Konzepte oder überhaupt Ansätze zu den Themen Rente, Arbeit, Steuern, Soziales, Umwelt und Verkehr! Absolut gar nichts! Es geht nur um Hetze gegen Ausländer! Die Mehrheit der Wähler ist Gott sei Dank nicht so dumm, und lässt sich von diesen Ein-Thema-Parteien besudeln.

@Andererseits

„Die 10 Prozent für die ultrarechten sind der Kaffeesatz nahezu jeder europäischen Gesellschaft, die sich im Aufwind der Rechtspopulisten und im Erstarken nationalistischer Kräfte auf der Bühne auftauchen.“

Mitnichten bzw. links ideologische Wahrnehmung Ihrerseits. Die Menschen erkennen was ihre Solidarität mit ganz bestimmten Einwanderungsgruppen im Ergebnis bringt.
Entgegen der linken Filternblase sind in der Realität Nachteile auch als solche zu erkennen.

Gute Nachricht

Dass die Rechten (PP und VOX) hinter ihren Erwartungen und unseren Befürchtungen zurück geblieben ist, ist eine gute Nachricht für Europa. Die nationalistische Rhetorik hat nicht viel eingebracht, und die Gemäßigten haben gewonnen. Es ist auch ein Signal, dass diejenige Partei stärkste Kraft geworden ist, die als einzige eine Bereitschaft zum Gespräch mit den Katalanen zeigt. Allein diese Bereitschaft wird von den rechten Parteien schon als "Vaterlandsverrat" bezeichnet. Die Frage wird nun sein, ob Ciudadanos-Partei über ihren Schatten springen kann und eine Koalition mit den Sozialisten eingeht, oder ob sie es zulässt, dass sich Sánchez mit den Stimmen der Nationalisten wählen lässt. In diesem Fall allerdings sollte sie sich nicht beschweren.

@Sysiphos3

“Der Sozialhaushalt in unserem Haushalt liegt bei knapp 50 %, ist das nicht ausreichend eigentlich schon überzogen ?“
Und rund 60% des Sozialhauhalts gehen in die Rentenkasse, die ohne die rund 90 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt den Rentnern nur bis einschl. September die Renten ausbezahlen könnte.

@paule2

Im spanische Wahlrecht spielen die Provinzen eine starke Rolle. Jede Provinz entsendet eine bestimmte Anzahl von Abgeordneten ins Madrider Parlament. Diese Abgeordneten werden in jeder Provinz gewählt. Ein bisschen so wie bei dem Wahlmänner-System in den USA. Dadurch kommt es dazu, dass nicht jede Stimme gleich viel zählt. Das mag man als ungerecht oder sogar undemokratisch bezeichnen, aber es ist nun mal so. Auch Podemos wird durch dieses System benachteiligt. Ich habe gesehen, dass in einer Provinz die führende Partei (PP) mit 28.75% zwei Abgeordnete entsenden konnte, währen die Sozialisten mit 28.7% nur einen Sitz gewannen. In einzelnen Provinzen entsteht dadurch in der Tat eine Schieflage, aber sowas mittelt sich über das ganze Land auch wieder einigermaßen weg. Die Diskussion über das Wahlrecht in Spanien ist allerdings so alt wie die spanische Demokratie selbst.

Na ja

Wenn ich hier die Kommentare lese ist es halt schon auch so, das hier die Tagesschau wieder mal ihre Ansicht teilt die sicher nicht objektiv ist. Sind wir gewohnt.
Es ist eine radikale Partei mit dazu gekommen, und viele Stimmen haben sich nur verlagert. Also für mich wie überall in Europa. Nur hat Spanien noch andere Probleme die eine Regierungsbildung schwierig machen. Und da geht halt ohne eine Wirtschaftliche Region wie Katalonien nichts. Da wird die Wirtschaftliche Kaufkraft geschaffen ohne die ein Land nichts machen kann. Das wäre wie bei uns mit dem Vergleich Berlin und der Süden des Landes.
Von dem her bin ich guter Dinge das sich eine Lösung findet.

Was ist mit Podemos?

In den Artikel wird gar nicht auf Podemos eingegangen?
Bei der letzten Wahl wurden die Ultra-Linken doch als Hoffnungsträger gehandelt (besonders von einigen Kommentatoren hier).
Immerhin haben sie 6,8% Verluste eingefahren und liegen dabei auf Platz 2 nach der PP!
Liegt es vielleicht daran das die meisten Wähler wieder zurück zu den Sozialisten gegangen sind und sich auch der Linkspopulismus nicht auszahlt?
Und gibt es in Spanien keine "Grünen" ?
Oder laufen die da nur unter "ferner liefen!"?

Vermeintlich schlechte Wahlergebnisse

sind Ansporn für gute Politik. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Ich wusste nicht, dass eine

Ich wusste nicht, dass eine Partei "rechtsextrem" ist, wenn es sich des Problems der illegalen "Migranten" annehmen will.

Dieses merkwürdige Politikverständnis zieht sich symptomatisch bei den ÖR durch alle Berichte, wenn es um "Flüchtlinge" geht.

Zu Spanien: dort ist die Kriminalität allen Bereichen in den letzten Jahren rasant gestiegen, proportional mit dem Zuzug von (illegalen) Migranten. Das ist der wesentliche Grund, warum die VOX-Partei aus dem Stand 10 Prozent der Stimmen erhalten.

Das darf man natürlich nicht berichteten. Das passt nicht in das Weltbild der ÖR.

Vox

Zitat aus dem Artikel: "Vox kämpft gegen illegale Einwanderung"

Das sollte eine Selbstverständlichkeit für alle Parteien sein.

Im Übrigen ist die PSOE nicht sozialistisch. Das sind Sozialdemokraten. Leider wird dieser irreführende Fehler von tagesschau.de immer wieder gemacht.

@ Schwarzseher

Vielen Dank für Ihren guten Kommentar.

@10:31 Gautr

Zur Situation in Spanien muss man allg. vorwegschicken, dass die Sprachverwendung des Begriffs illegal problematisch ist: „Nicht korrekt, weder politisch noch juristisch, wäre es, von ‚illegalen Migranten‘ ... zu sprechen, weil nicht die Menschen an sich illegal sind, sondern der von ihnen vollzogene Akt der Grenzüberschreitung. In der kritischen Migrationsforschung versucht man, die Klassifizierung legal/illegal zu umgehen, indem man auf die Beschreibung ‚irregulär‘ oder ‚undokumentiert‘ zurückgreift. Gerade letztere hat sich im Französischen unter dem Begriff der ‚sans papiers‘ etabliert" (Bundeszentrale für politische Bildung). Und zur spanischen Wahrheit gehört, dass Sánchez dem Plan Macrons zustimmte, geschlossene Lager für Migranten in der EU einzurichten.
Man sieht sehr schnell: Die rechtsextreme Vox braucht es in Spanien nicht, denn selbst die sozialistische Regierung segelt hart an der Grenze zu inhumanem Umgang mit Menschen, die nicht in Spanien geboren sind.

#larusso

Sie bringen da was durcheinander. VOX meinen sie wahrscheinlich, mit diktatorischen Faschismus. Da kann bei VOX keine Rede davon sein. Stalinismus und Leninismus sind aber das Ziel der Podemos Partei, welche Chaves/Maduro in Venezuela nacheifern und von dort finanziert werden.
Bodensatz der Gesellschaft ist jetzt auch eher ein schlechtes Wort und von den Nazis.

@10:00 von andererseits

Vielen Dank für Ihren guten Kommentar!

@11:18 rolando & 11:24 sagen

Das Kartenhaus der ultrarechten Vox fällt spätestens dann in nullkommanix zusammen, wenn man konstatiert, wie hart die faktische Flüchtlings- und Migrationspolitik des Kabinett Sánchez längst ist. Insofern reiht sich Vox nahtlos in die Blendungsmanöver und politischen Luftnummern anderer europäischer Rechtspopulisten ein.

Gewonnen haben ... die Demokratie und der Pluralismus

Im Vordergrund steht erstmal, dass die Spanier mit der historisch höchsten Wahlbeteiligung ein klares Zeichen für ihre Demokratie und die Wahrung ihrer freiheitlichen Gesellschaft gesetzt haben.

Was die Parteienlandschaft angeht: Der Sieg der Sozialisten ist zum einen dem Charisma ihres Spitzenkandidaten und Regierungschefs Sanchez und zum anderen der Mobilisierung gegen die ‚Untoten‘ der spanischen Geschichte geschuldet. Spanien ist in hohem Maße eine pluralistische und moderne Gesellschaft. Politisch, sozial und regional. Die damit einhergehende Differenzierung der Parteienlandschaft mach Regieren zu einem buchstäblichen Balance-Akt.

Demokratie ist nicht einfach, es gibt nur keine akzeptable Alternative zu ihr.

Wahlen in Spanien

Danke Spanien!

Re Rolando

Zu Spanien: dort ist die Kriminalität allen Bereichen in den letzten Jahren rasant gestiegen, proportional mit dem Zuzug von (illegalen) Migranten. Das ist der wesentliche Grund, warum die VOX-Partei aus dem Stand 10 Prozent der Stimmen erhalten....dies passt auch nicht zum Denken vieler Foristen hier...Migration ist immer gut. Punkt

Wo ist nun der befürchtete

Wo ist nun der befürchtete Rechtsruck? Da wurde doch nur wieder Angst geschürt, wo außer der normalen Schwankung nichts ist

Spanien droht die nächste Hängepartie

Das ist die Folge wenn man jahrelang idiologische und falsche Politik gegen die demokratsichen Bürger im eigenen Land macht. Nur mit Ausbeutung und Bevormundung von leistungsfähigen Bürger kommt man heute nicht mehr weiter. Überall in Europa wehren sich die Wähler mit demokratischen Mitteln dagegen.

Aber es gibt auch in Spanien gute alternativen zu den Systemparteien, die jetzt demokratische gewählt wurden.

da nur echte Zusammenarbeit uns retten könnte?

Ist es nicht so das gerade diese "echte Zusammenarbeit" , für mich ist das nur Echte Ausbeutung und Bevormundung , Schuld an der heutigen Lage ist?

@ 10:41 privat23

Auch hier wie so oft im (nicht nur politischen) Leben ist es eine Frage der Perspektive: Sie fragen "was Solidarität mit bestimmten Einwanderungsgruppen bringt", andere fragen, was "Entsolidarisierung bringt" und welch bedenkliche Entwicklungen wir damit fördern. Auch in unserem Land finden Sie den Prozess der Desintegration fortschreiten, wo Menschen mit Migrationshintergrund, die in der zweiten oder dritten Generation hier leben und unsere Gesellschaft mit prägen, davon berichten, dass ihnen ungewohntes Misstrauen und Vorteile, manchmal bis hin zu latenter oder offenen Feindschaft begegnen.

Die Parteienlandschaft in Spanien ist im Umbruch ..

.. und die Konservativen der PP spüren das gerade am meisten.

Vox ist keine "rechtspopulistische" Partei, sondern besteht aus dem harten Kern der extremen franquistischen Rechten. Rückwärtsgewandt, die Diktatur Francos verherrlichend, mit einem Gesellschaftsbild der 30er und 40er Jahre. Das Migrationsthema war nur noch eine Erweiterung der alten Agenda.

Das moderne Spanien, die Frauen und die Jungen gruseln sich vor dieser politischen "Geisterbahn" und sind diesmal in Scharen an die Wahlurnen geeilt.

Über die Jahre hat die PP die Alt-Franquisten binden können, nun haben sie ihr eigenes Forum gefunden.

Eingeklemmt zwischen die bürgerlich-liberalen Ciudadanos mit einem moderneren Gesellschaftsbild und den Radikalen von Vox an ihrem rechten Rand, muss die PP sich neu positionieren oder aufreiben lassen.

Die Regionalparteien stützen sich auf ihre treuen Wähler in Katalonien und im Baskenland und gehören einfach zum Gesamtbild des spanischen "bundesstaatlichen" Pluralismus.

die sozialisten haben keine mehrheit

und das katalonien nicht rechts gewählt hat, hat bichts mit besinnung zu tun sondern kalkulation. die rechte partei hat von beginn aus gesagt, dass sie katalonien nicht gehen lassen und auch aufräumen werden mit dem ewigen seperatisten. nur deshalb zogen die sozialisten mit mehr stimmen ins parlament.
im grunde genommen habne die spanier massif für rechts gestimmt aber nicht die problemgebiete. so heisst rechts hat gewonnen und hat das sagen jetzt in spanien. es wird ein chaos und versprechungen realisiert von sozialisten und links um nur nicht rechts das wort zu lassen.
auch die eu wird massif gelder rauswerfen kann aber nicht aufhalten im gegenteil schlimmer machen

@andererseits 11.35

vielleicht ist die Lernfähigkeit der spanischen Sozialdemokraten beim Umgang mit illegaler Migration der Grund für ihren Wahlsieg? Die zumindest scheinen was verstanden zu haben

Ein richtungsweisendes Ergebniss.

Der Erfolg der Linken liegt darin,dass sie wesentlich staerker geworden sind als das rechte Lager.
Und zwei Lehren sollten die demokratische Mitte rechts,und die Sozialdemokratie fuer das Mitte links Lager ziehen!
Die « liberale »Sozialpolitik und Wirtschaftspolitik schwaecht die Sozialdemokraten dauerhaft!Grosse Koalitionen so und so!
Und eine rechte wie der PP und auch die rechtsliberalen Ciudadanos verlieren,wenn sie den rechtsextremen hinterherlaufen!Sowie in Andalousien.
Hinzu kommt die demokratische Frage,und das skandalöse Vorgehen der Zentralregierungen Madrids gegen die weit links stehenden Katalanischen Parteien,und Ihrer Anführer.
Sie sind nun Zuenglein an der Waage.
Und das freut mich sehr!

@Demokratie ist nicht einfach 11:59 von Cosmo

Das hat schon der alte Churchill gewusst,
der hat's nur noch plastischer ausgedrückt:

'Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, abgesehen von denen,
die von Zeit zu Zeit ausprobiert werden.'

Er war sogar als Konservativer für Europa (1946!)
Interessant ist, dass dieser gesprochene Satz (Let Europe arise)
nicht in der Wiedergabe der Churchill Society auftaucht.

Schon damals durfte man also nicht alles sagen ;)
Was sagt uns das?
Historisches Wissen lässt den Populismus wie eine Seifenblase platzen.

Was für eine Logik!

Wenn die Migrationspolitik von Sanchez so "hart" gewesen wäre, hätte VOX nicht aus dem Stand zehn Prozent der Stimmen erhalten.

Waren Sie mal in Spanien? Ich bin recht häufig dort.
Sprechen Sie mal mit der Bevölkerung!
Wohnungseinbrüche, reihenweise Diebstahl in Fußgängerzonen, U-Bahnen und Bussen, Vergewaltigungen in Straßen-Unterführungen, usw., usw.

Von wem die mehrheitlich gegangen werden, muss ich hier glaube ich nicht erwähnen. Wenn das so weiter geht, wird VOX ebenfalls weiter zunehmen.

Von den anderen Parteien kommen nur Lippenbekenntnisse. Das löst aber nicht die Probleme.

Ich...

finde es gut das die Wahlbeteiligung im Königreich Spanien trotz diritter Urnengang innerhalb von vier Jahren hoch war. Aber die Regierbarkeit wird immer mehr schwieriger. Egal in welchen Land wir sehen das Auseinander Franseln des Parteienspektrum macht stabile Verhältnisse immer schwieriger. Ich mache ein Beispiel 1980 gab es drei Fraktionen im Deutschen Bundestag heute sind es sechs Fraktionen.

Kein starkes Ergebnis

29% für die Sozialisten sollen ein starkes Ergebnis sein? Wenn man mal ehrlich ist, sind es ja nur 29% von 60% der Wähler... Die wirklichen Gewinner sind die nicht Wähler!

Demokratie bedeutet auch,

Demokratie bedeutet auch, dass eine Regierungsbildung schwierig werden kann. Das ist eine Stärke der Demokratie und keine Schwäche. Das wird höchstens genutzt (von politisch agierenden Gruppen, denen Demokratie sowieso nur lästig ist) um es als Schwäche darzustellen. Wen das an die 1930er Jahre erinnert, der wird das vermutlich abstoßend finden. Allen, deren historisches Bewussten eher auf einem Kurzzeitgedächtnis basieren, steht ja noch die Möglichkeit offen, sich vor den Karren der Populisten spannen zu lassen.

Darstellung: