Ihre Meinung zu: Die FDP sucht Wege, um den Frauenanteil zu erhöhen

27. April 2019 - 12:34 Uhr

Nicht mal ein Viertel der FDP-Mitglieder ist weiblich. Beim Frauenanteil im Bundestag ist nur die AfD schlechter. Das kann so nicht bleiben, findet auch die FDP - tut sich aber schwer, irgendwas zu ändern. Von Marcel Heberlein.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1.666665
Durchschnitt: 1.7 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Kein Frauenproblem

Die FDP hat kein Frauenproblem, sie ist die einzige Partei bei der prozentual etwa gleich viele weibliche Abgeordnete im Bundestag sitzen wie sie Mitglieder haben. Dass das nur 20% sind, geschenkt, jedoch haben nichtmal Grüne oder ähnliche mit vermeintlich sozialeren Programmen ü40% Frauenanteil (stellen aber ü50% Frauen im Bundestag)... Werkelt man nun mit einer Quote rum ist die FDP für Liberale kaum noch wählbar (meines Erachtens). Offensichtlich ist das Programm für Frauen nicht so ansprechend, vielleicht sind Frauen insgesamt auch nicht so politisch interessiert wie Männer (keine Partei mit ü50% Frauenanteil im Bundestag...); ich sehe dabei kein Problem solange Frauen die selben Chancen wie Männer haben.

Es ist halt so, wie es ist.

Es ist halt so, wie es ist. Wenn es eine Partei gibt, in der keine Frau Mitglied ist, dann ist das dann halt auch so. Man hat doch die Wahl.
MfG

Frauenproblem? - Ursachen

Es handelt sich um das klassische "Der-Karren-zieht-den-Gaul-Paradox". Eine Partei ist ein Zusammenschluss von Menschen, die definierte politische und gesellschaftliche Ziele verfolgen. Mitglieder werden aktivierbare Bürger, die sich mit den ideellen und wirklich verfolgten Zielen identifizieren können, zur Durchsetzung beitragen wollen. Es scheint so zu sein, dass dabei geschlechtsspezifische Denk- und Handlungsweisen eine Rolle spielen. Das zeigt sich allerdings nicht zuerst auf der Funktionärsebene. Nach aktuellen Erhebungen ist es so, dass unter den Mitgliedern der Parteien der Organisationsgrad von Frauen etwa bei 30% liegt. Bei den Grünen ist dieser Anteil etwas höher, bei der AfD geringer. Insgesamt ist aber festzuhalten, dass nur etwa ein Drittel der Organisierten Frauen sind. Da die Parteien keine Aufnahmehürden haben, ist davon auszugehen, dass Frauen einen geringeren Organisationswillen besitzen oder sich mit den Zielen der etablierten Parteien nicht identifizieren können.

Frauenproblem?-Folgerungen

Insofern ist ein Frauenanteil auf Funktionärs- und Parlamentsebene in der gleichen Größenordnung (30%) nicht überraschend. Eine künstliche Anhebung wäre daraus folgend sogar unproportional, was wiederum hieße, dass - bei gleichmäßiger Eignungsverteilung - aus einer Gruppe auch insgesamt weniger geeignete Funktionäre oder Parlamentäre hervorgingen.
Wenn sich eine Partei (der Karren) genötigt fühlt, ihre eigentlichen Ideale und Ziele so anzupassen, dass sich mehr Frauen (...) engagieren, verliert sie ihren eigentlichen Existenzzweck (Zugkraft) und kann dabei nur verlieren. Wenn die originären politischen Ziele der Frauen tatsächlich so weit von denen der Männer entfernt sind, kann die Lösung nur in der Gründung einer eigenen Bewegung liegen, die frauenspezifische Ideale und Ziele verfolgt. Gelingt das, wird eine derartige Bewegung enorme Erfolgsaussichten haben. Denn immerhin ist mehr als die Hälfte der Bundesbürger weiblich!

Quoten

In unserer parlamentarischen Demokratie stehen die Parteien für bestimmte politische Überzeugungen. Wie passen Mitgliederquoten dazu? Kommt nach der Frauenquote vielleicht noch eine Quote für andere sexuelle Orientierungen? Oder ein Religionsproporz oder ein vorgeschriebener Ausländeranteil?
Zum Schluss sind im Parlament nicht mehr politische Meinungen vertreten, sondern nur noch ein sozial-biologischer Querschnitt der Bevölkerung.

findet "auch" die FDP

Wieso "auch" ?
Es gibt einen Unterschied zw. Gleichberechtigung und Gleichstellung. Das GG verlangt keine Gleichstellung, sondern nur gleiche Rechte.

Wer “Ja“ ßagt zur FDP,...

...muss auch “Ja“ ßagen zur Frau!

Wenn ich mir anschaue, wie

Wenn ich mir anschaue, wie sich das Profil der fdp-Frau von Hamm-Brücher zu Teuteberg geändert hat, spricht das Bände: Was sollen und wollen da selbstbewusste Frauen mit wirklich liberaler Grundhaltung und humanitären Grundwerten in dieser Lindner-Applaus-Gruppe?

@ @12:58 Ian Summerfield

Sie bringen den verbalen Taschenspielertrick der derzeitigen FDP ungewollt auf den Punkt: genauso gibt es viele "berechtigte" Anliegen von Arbeitnehmer*innen, Alleinerziehenden, Migrant*innen, Rentner*innen etc. - aber wer sagt denn, dass "berechtigung" dazu führen muss, etwas zu bewerkstelligen? Gleichberechtigung muss in fdp-Sicht nicht zu Gleichstellung führen, genau wie andere berechtigte Ansprüche gerne auf dem Papier verharren dürfen, dass in fdp-Schubladen besonders zu Geduldigkeit getrimmt wird. Wer braucht so eine Partei?

Frau zu sein, reicht nicht.

Alles wird besser, wenn Frauen das Sagen haben? So einfach ist es nicht. Unabhängig von den Parteien. Ist Svenja Schulze oder vd Leyen oder Dorothee Bär oder Nicola Beer oder Katherina Schulze (Bayern) eine Bereicherung der Parteienlandschaft? Ich habe da Zweifel. Frau zu sein, reicht einfach nicht. Gute Ideen, ernste Persönlichkeiten sind gefragt. Bei Männer und auch bei Frauen.

Nicht wirklich, oder?

Nicht wirklich, oder?

Also für mich als AfD-Wähler kommt nicht es nicht darauf an, welches Geschlecht ein Politiker/in angehört, sondern auf die Richtigkeit der Position/Argument, die er/sie vertritt.

Mag sein, dass man bei der FPD andere Prioritäten hat.

Bin immer wieder beeindruckt

Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn Christian LIndner uns älteren Menschen die Welt erklärt. Genauso, wie seinerzeit Kristina Schröder *Köhler, die Familenministerin der CDU. Lindner, das ist doch der, der noch von der Boy/ Girlygroup um Guido Westerwelle+ übriggeblieben ist - Rösler, Brüderle, Niebel, Bahr, Koch-Mehrin sind noch gut in Erinnerung. Und die FDP, das ist doch die Partei, die unter Genscher mit den Stimmen, die eigentlich für die sozialliberale Koalition unter Helmut Schmidt gedacht waren, Helmut Kohl zum Kanzler gemacht hat. - Lindners „Fachleutespruch“ zu den jungen Leuten von der FFF-Bewegung kann ich nur entgegnen mit: "Handeln jetzt – labern später“ oder wie er es ausdrücken würde: „Act now – jabber later“

@ freddfriedd

"Zum Schluss sind im Parlament nicht mehr politische Meinungen vertreten, sondern nur noch ein sozial-biologischer Querschnitt der Bevölkerung."

Und was wäre daran so schlimm? Dann wäre ja auch ein Querschnitt der politischen Meinungen vertreten. Soweit ich das mitbekommen habe, sind so ziemlich alle Politologen der Meinung, dass in den Parlamenten sowieso nicht die Abgeordneten sitzen, die den "tatsächlichen" Bevölkerungsdurchschnitt widerspiegeln.

Die Dinosaurierpartei

schlechthin. Das einzige was diese Partei in den letzten 30 Jahren hingekriegt war ist die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels auf 7%. Für diese Glanzleistung ist diese Lobbyistenpartei auf meine Schwarze Liste gekommem. Mal schauen ob sie da jemals wieder runterkommen...
Mit Herrn Lindner an der Spitze wird das zumindest mal nichts.

„Nicht mal ein Viertel der

„Nicht mal ein Viertel der FDP-Mitglieder ist weiblich“
.
Na und sag ich da nur. Ist halt so. Davon wird die Welt nicht untergehen.

RE:vweh

"Das einzige was diese Partei in den letzten 30 Jahren hingekriegt war ist die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels auf 7%. "
Sicher war dies kein Heldenstück, die Mehrwertsteuersenkung, wenn man die Spenderliste der FDP betrachtet.
Dennoch: Innerhalb der letzten dreißig Jahre ... da fällt mir die Wiedervereinigung Deutschlands ein, bei der Genscher & co maßgeblich beteiligt waren.

Gruß Hador

Die FDP hat ganz andere Probleme

Die FDP mag ein Frauenproblem haben, das kann ich nicht beurteilen. Vielleicht sind Frauen aber auch nur nicht so rücksichtslos und unsolidarisch, wie es das FDP-Programm vorgibt.

Das Hauptproblem ist, dass die FDP immer noch die Klientelpartei der Besserverdienenden ist. Wenn man sich ihre inhaltlichen Vorschläge anschaut, dann profitieren davon fast immer in erster Linie die höheren Einkommensschichten, auch wenn es vorgeblich um die Entlastung des Mittelstandes geht. Aber wer weiß, vielleicht fängt Mittelstand für die FDP auch erst bei 50.000 Euro Jahreseinkommen an.

Und die FDP hat ein Gerechtigkeitsproblem. Selbst wenn man Gerechtigkeit nicht als Bedarfsgerechtigkeit, sondern wie die FDP als Leistungsgerechtigkeit definiert: Mir konnte noch kein FDP-Politiker plausibel erklären, was an dem Einkommensunterschied zwischen der körperlich und mental hart arbeitenden Krankenschwester (wie war das, Frauenproblem?) und dem Investmentbanker leistungsgerecht ist.

@Bin immer wieder beeindruckt 13:24 von SchorschHh

"wenn Christian LIndner uns älteren Menschen die Welt erklärt."

Ich auch. Besonders letztens als er die 'Friday for Future' Demonstranten
folgendermassen belehrte:
'Es wird schon noch was von der Wissenschaft gegen den Klimawandel erfunden werden'

Sicherlich als gescheiterter IT-Unternehmer nach dem Motto:
'Heisse Luft first, Verantwortung second'

@SchorschHh

Besonders letztens als er die 'Friday for Future' Demonstranten
folgendermassen belehrte:
'Es wird schon noch was von der Wissenschaft gegen den Klimawandel erfunden werden'

Hat sie längst: Windräder, Solarzellen, Elektro- und Wasserstoffmobilität ... aber das will die FDP ja alles nicht bzw. nicht im notwendigen Umfang.

Wenn wir warten, bis umweltfreundliche Technik sich marktwirtschaftlich durchsetzt (gegen andere Energieträger wie Braunkohle oder Kernenergie, die nach wie vor - direkt oder indirekt - massiv subventioniert werden) wird nie was passieren.

@ vox moderandi, um 13:27

“...Querschnitt der politischen Meinungen...“

Meinen Sie wirklich, dass es ausreicht, einen Querschnitt der politischen “Meinungen“ zu repräsentieren?
Wenn ja, dann lesen Sie sich doch später noch einmal durch den im Forum oder am Stammtisch oder in einer ansehnlichen Diskussionsrunde vertretenen Querschnitt politischer Meinungen - Sie werden sehr schnell feststellen, dass “eine Meinung haben“ und “Ahnung, geschweige Kompetenz haben“ nicht notwendigerweise Ein- und Dasselbe sind.
Damit meine ich ausdrücklich alle Geschlechter, auch die in der FDP.

RE:andererseits

"Wenn ich mir anschaue, wie sich das Profil der fdp-Frau von Hamm-Brücher zu Teuteberg geändert hat, spricht das Bände"

Es gib haltt außergewöhnlichePolit- Persönlichkeiten, wie die Frauen Hildegard Hamm-Brücher, Rita Süßmuth oder Annemarie Renger.

Das die politischen Frontfrauen heutzutage, den von mir benannten Damen nicht ansatzweise das Wasser reichen können, kann man ihnen nicht vorwerfen.

Wir sollten Frau Teuteberg lieber nach ihren Taten messen.

Beste Grüße Hador

@12:58 von Ian Summerfield

"Es gibt einen Unterschied zw. Gleichberechtigung und Gleichstellung. Das GG verlangt keine Gleichstellung, sondern nur gleiche Rechte."

Die Erkenntnis, dass weite Teile unserer sog. Demokraten in den Altparteien Grüne, CDU und SPD eigentlich verfassungsfeindlich sind, ist spätestens 2015 deutlich geworden. Tatsächlich fehlt nur der Begriff, um den Extremismus der Etablierten zu benennen und zu bekämpfen.

Warum, wo liegt das Problem?

Als nicht FDP Wähler sehe ich keine Problem damit, wer sagt denn das überall Frauen sein müssen?
Wenn die FDP mehr die Partei der Männer ist, sollen die Frauen halt die Grünen wählen, denn dort haben wiederum die Männer nie was zu sagen gehabt

@ harry-up

"Sie werden sehr schnell feststellen, dass “eine Meinung haben“ und “Ahnung, geschweige Kompetenz haben“ nicht notwendigerweise Ein- und Dasselbe sind."

Danke, aber das habe ich auch ohne Sie schon festgestellt. Ich glaube trotzdem nicht, dass der geringe Frauenanteil in Parteien und Parlamenten etwas damit zu tun hat, dass Frauen entsprechend weniger Ahnung oder Kompetenz haben.

Qualität ist entscheidend

und nicht Quote. Zunächst mal muss eine Frau in der FDP liberale Überzeugungen haben und vertreten können. Wenn Frauen eher für eine Verbotspartei und mehr Vorschriften in jedem Lebensbereich sind und den Staat wollen, der Alles reguliert, dann sind sie eben bei den Grünen besser aufgehoben. Und dort sieht man ja deutlich, dass Quantität nicht mehr Qualität bedeutet

Tribalismus

Ich finde es überzogen, der FDP ein „Frauenproblem“ zu attestieren. Soweit ich weiß, hat die Partei prozentual gesehen ungefähr so viele weibliche Abgeordnete, wie sie weibliche Mitglieder hat. Es treten also weniger Frauen als Männer in die FDP ein, aber die Frauen, die eintreten, werden offenbar nicht benachteiligt.

Die FDP kann durch die Themenwahl für Frauen attraktiver werden, Eine Quote halte ich gerade in einer liberalen Partei für problematisch. Das scheinen auch die meisten FDP-Frauen so zu sehen.

Überhaupt: Kann eine Partei nur dann für Gruppe x attraktiv sein, wenn Gruppe x dort genauso stark vertreten ist wie in der Gesamtbevölkerung?

„Ich wähle nur Männer, weil ich ein Mann bin!“
„Ich wähle nur Frauen, weil ich eine Frau bin!“
„Ich wähle nur Weiße/Schwarze/Menschen mit Behinderungen usw., weil ich selbst weiß/schwarz/ein Menschen mit Behinderung usw. bin!“

Das sind für mich Formen von primitivem Tribalismus, den es in einer aufgeklärten Gesellschaft zu überwinden gilt.

13:01 von andererseits

bereits der 2. unerträgliche einwurf zur neuen generalsekretärin. kennen sie die frau persönlich, waren sie mit ihr im kindergarten? oder woher kommt der hass auf alle andersdenkenden

@Hador Goldscheitel um 13:38

"Dennoch: Innerhalb der letzten dreißig Jahre ... da fällt mir die Wiedervereinigung Deutschlands ein, bei der Genscher & co maßgeblich beteiligt waren."

Dieser großartigen Leistung verdanken wir den Solidaritätszuschlag und den Solidarpakt, den wir immer noch zahlen, obwohl knapp 30 Jahre inzwischen vergangen sind.

Außerdem was haben Kohl & Genscher schon großartiges zum Mauerfall beigetragen, was nicht auch andere Parteien getan hätten?
Gorbatchov war der Mann des Jahrzentes.

Eine Leistung wäre es gewesen, wenn diese die Wiedervereinigung solang herusgezögert hätten bis sich beide Staaten, von welcher Seite auch immer, wirtschaftlich stark angenähert hätten.

Aber zur Männer-/Frauenquote, sollen die doch solange keine Männer in Ihre Partei mehr aufnehmen, oder soviele Männer, zufällig ausgewählt, hinauswerfen, bis sich diese bei annähernd 50% liegt.
Und mit Kündigungen sollte sich diese Wirtschaftspartei auskennen.
Und schon ist das Problem keines mehr.

Quote

Ich lese einerseits, die FDP wolle keine Quote und andererseits über Frau Teuteberg nur, dass sie weiblich, jung und ostdeutsch ist. Nichts über ihre bisherigen Leistungen. Also erfüllt sie offensichtlich gleich 3 Quoten. Wenn man die 3 Eigenschaften als Suchkriterium in die Mitgliederdatenbank der FDP eingibt hat man sicher nicht allzu viele Treffer.

Aber abwarten, was sie so auf die Beine stellt. Ihre Vorgängerin hat sich ja anscheinend nicht so beliebt gemacht, wenn man mal ihr VorstandswahlergebnIs zu Grunde legt. Vermutlich deswegen jetzt auch EU-Parlament.

Frauenproblem

Das Problem mit den gleichberechtigten Geschlechtern, hängt einem langsam zum Halse raus.
Falls eine Frau, oder ein Mann, Transgender mit afroasiatischem Hintergrund, oder ein Homosexueller mit Hang zur Geschlechtsneutralität kommt, der eine Politik anbietet, welche der breiten Masse in Deutschland eine brauchbare Lebensgrundlage bietet, werde ich Ihn wählen.
Denn unser Quotenfrau im Kanzleramt, hat die letzten Jahre ja nicht viel bewegt!

14:07 von AbseitsDesMains...

Zitat:"Die Erkenntnis, dass weite Teile unserer sog. Demokraten in den Altparteien Grüne, CDU und SPD eigentlich verfassungsfeindlich sind, ist spätestens 2015 deutlich geworden."
Könnten Sie diesen ungeheuerlichen Vorwurf auch belegen? Und nein, die Flüchtlingspolitik von Frau Merkel 2015 war weder verfassungsfeindlich noch Rechtsbruch, wie von div. Gerichten (u.a.EUGH) festgestellt!

Männerpartei

Die FDP ist wie die AfD eine Männerpartei. Und daran wird sich auch nichts ändern.

Nach Äußerungen von Brüderle & Co.

über Frauen wurde die FDP für mich als Frau inexistent, ich habe sie einfach nur noch ignoriert.

Die Unterstützung der Parteimitglieder für ihre wechselnden, aber in der Egomanie ähnlichen Parteichefs habe ich nie nachvollziehen können.

Äußerungen von Lindner sind so unterirdisch, daß ich mich mit ihnen nicht auseinandersetze.

Das Problem ist für mich nicht eine Frau, sondern der Männerclub, der hier sein Süppchen kocht.
Ich kann Frau Beer verstehen, daß sie sich Richtung Brüssel bewegen möchte.

AbseitsDesMains 14:07

"dass weite Teile unserer sog. Demokraten in den Altparteien Grüne, CDU und SPD eigentlich verfassungsfeindlich sind..."

Und - Moment- ich... Nein, ich greife nicht nach diesem uralten Populistenstöckchen...
Gibt es aus den bekannten Filterblasen denn nicht neue, nicht schon längst widerlegte Behauptungen? Ihre Nummer langweilt auf jeden Fall schon seit längerem...

@andererseits

Zunächst ist es schon erstaunlich, sich "andererseits" zu nennen. Das ist für mich kein Name.
Ich empfehle allen von Gleichberechtigung sprechenden Kommentatoren erst einmal im Maunz/Düring zu lesen und dann zu verstehen, was Gleichberechtigung gemäß Art. 3 GG bedeutet und erst dann zu kommentieren. Ideologie ersetzt nicht das Jurastudium.
Im Übrigen sollten Sie sich zum grammatischen Geschlecht informieren.
Auch insoweit kann Ideologie nicht die deutsche Grammatik ersetzen. Genus und Sexus ist nicht identisch. Laut Duden gibt's auch keine "Sternchenworte".

ataristianer um 14:24

Fortsetzung meines Posts:

Der letzte Absatz war natürlich Ironie.

Und zu den Leuten, die meinen der Bundestag bräuchte einen größeren Querschnitt durch die Bevölkerung:
Warum stellt man nicht statistisch fest, wie groß der Anteil der Handwerker, der Büroarbeiter, der Entscheidungsträger, etc. fest und läßt die EDV zufällig Menschen auswählen die, die nächsten 4 Jahre im Bundstag sitzen müssen, dann kann man sich auch die ganzen Wahlen sparen.
Dies war natürlich auch nur Ironie, denn dies würde nie funktionieren, außerdem würden wir uns dann diktatorischen Systemen, ähnlich der DDR annähern.

Inzwischen sind die Frauen größtenteils gleichberechtigt, dank der 68er Bewegung, z.B., und dieses Thema sollte vom Tisch.
Eher sollte die FDP und die anderen Parteien überlegen, wie man die Berufsverbote bei der römisch-katholischen Kirche, zum Beispiel, abschaft.
Eher sollte die FDP versuchen die "deutschen" Industrien zum globalen Leitmotor des Umweltschutzes zu machen.

@Ian Summerfield

Laut Duden gibt's auch keine "Sternchenworte".

Gott sei Dank!

@ataristianer

Eher sollte die FDP und die anderen Parteien überlegen, wie man die Berufsverbote bei der römisch-katholischen Kirche, zum Beispiel, abschaft.

Man sollte schon (egal ob in der Kirche oder sonstwo) zu den Werten und Zielen seines Arbeitgebers stehen. Meinen Sie, der Spitzenverband der Tabakindustrie würde jemanden beschäftigen wollen, der sich nach Feierabend für ein Verbot der Tabakwerbung einsetzt?

@ andererseits

"Sie bringen den verbalen Taschenspielertrick der derzeitigen FDP ungewollt auf den Punkt: [...] Gleichberechtigung muss in fdp-Sicht nicht zu Gleichstellung führen [...]"

Der Unterschied zwischen Gleichberechtigung und Gleichstellung ist der Unterschied zwischen "equality of opportunity" und "equality of outcome". Ersteres ist in einer liberalen Partei selbstverständlich, letzteres hat in einer liberalen Partei nichts zu suchen.

Das hat nichts mit Taschenspielertricks zu tun, sondern ist einfach eine Frage des Menschen- und Weltbilds.

Gruppendenken und "identity politics" sind Markenzeichen linker Politik, ebenso der Nationalisten. Der Liberalismus zeichnet sich im Gegensatz zu den anderen beiden Denkrichtungen dadurch aus, dass Menschen in erster Linie als Individuen behandelt werden, nicht als Mitglieder einer bestimmten Gruppe.

mangelndes Interesse der Frauen an Politik?

Die Meinung, die geringere Zahl von Frauen in der Politik sei auf mangelndes oder geringeres Interesse an der Politik seitens der Frauen zurückzuführen ist soziologisch und statistisch nicht eindeutig zu belegen. Es existiert hinsichtlich des politischen Interesses in Deutschland tatsächlich eine Lücke nach Geschlecht, die im Osten weniger ausgeprägt ist als im Westen. Im Detail ist es aber weniger eindeutig. Hinsichtlich der Wahlbeteiligung zum Beispiel tendiert der Gender Gap, der in den fünfziger Jahren noch über – nur – 3% betrug, nun gegen Null. Bei Unterschriftensammlungen oder genehmigten Demonstrationen ist er auch viel kleiner als bei unerlaubten Demos. Die Unterschiede widerspiegeln zum Teil die Vorstellungen von den Geschlechterrollen, zum Teil die Einsicht seitens der Frauen, dass sie als Frauen weniger Chancen haben, ihre Meinung durchzusetzen, zum Teil die Tatsache, dass sie oft nicht wegen ihrer Leistungen oder Meinungen bewertet werden, sondern als Frau.

@14:46 von cbCLP

"Gibt es aus den bekannten Filterblasen denn nicht neue, nicht schon längst widerlegte Behauptungen? Ihre Nummer langweilt auf jeden Fall schon seit längerem..."

Das Problem ist doch, dass unsere sog. demokratischen Parteien per Eigendefinition nicht undemokratisch oder verfassungsfeinlich sein können. Entsprechend werden Kritiker und Dissidenten kalt gestellt und mit staatlichen Ressourcen bekämpft (z. B. Wahl Bundestagsvize, Berufsverbote für Schornsteinfeger oder der allgemeine Meinungspluralismus).

Nein, ich lebe in keiner Filterblase, aber ich nehme mir das Recht, Mißstände im System beim Namen zu nennen. Eher doch leben die Günstlinge des Systems in eine Filterblase, oder?

@14:17 Karl Napf

Da bin ich doch nun sehr verwundert, dass gerade Sie mir einen "unerträglichen Einwurf" attestieren; Ihre Bemerkungen zu Außenminister Maas haben kaum trockene Tinte. Ich zweifle audgrund der bisherigen Äußerungen der neuen Generalsekretärin (kennen Sie eigentlich ihren Namen? Ich schon) tatsächlich an ihrem Format und Tiefgang. Das ist nicht unerträglich, trifft aber möglicherweise nicht Ihre Sichtweise.

@ vox moderandi, um 14:14

re @ harry_up

Sorry, das ging nicht gegen Sie.

Ich bin halt der Überzeugung, dass “mehr Frauen“ nicht gleichbedeutend mit “mehr Kompetenz“ ist. Natürlich gibt es viele kluge Frauen, doch wo sind die? Vielleicht liegt es an einem gewissen Machogehabe der FDP-Männer, auf das diese Frauen klugerweise keinen Bock haben.
Allzu schnell wird dann einem Gleichstellungsideal gehuldigt, das sich in der Realität nicht bewährt.

Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

um Ihre Kommentare zum Thema „FDP-Parteitag“ besser bündeln zu können, haben wir uns entschieden, die Kommentarfunktion in diesem Artikel zu schließen. Gern können Sie das Thema hier weiter diskutieren:
http://meta.tagesschau.de/id/141759/generalsekretaerin-
teuteberg-ein-ton-der-der-fdp-bislang-fehlte

Viele Grüße
Die Moderation

Darstellung: