Kommentare

Ein paar Versprechungen und dann weiter wie bisher.

"Macron sieht sich als Stützpfeiler einer Demokratie, die von allen Seiten bedroht ist."

Dieser Satz bringt es wohl auf den Punkt. Macron hält sich für wichtig und wird seinen Standpunkt auch nicht verlassen.

Mit den medialen Lobhudeleien sollte man sich zurückhalten, solange seine Absichtserklärungen nicht real geworden sind.

Nicht sehr überzeugend

sind diese vagen Vorschläge und ich kann mir nicht denken, dass damit die Proteste enden werden.

5 Milliarden sind kaum spürbar, vor allem, wenn wahrscheinlich gleichzeitig die mittelständischen Unternehmen dafür aufkommen müssen und es über die Preise weitergeben. Dann ist es "Rechte Tasche Linke Tasche".

Mehr Volksbeteiligung aber nur auf lokaler Ebene ist eine Geste ohne wirklich Zugeständnisse machen zu müssen.

Insgesamt eine zu kleines Ergebnis für eine sogenannte große Debatte.

Und was nun?

Aber was genau Macron vorhat hat er nicht gesagt?
Dafür hätte es diesen 2. Artikel innerhalb von 5 Stunden nicht gebraucht.

Druck auf Deutschland ausüben

Solange Frankreich sich nicht mit Italien, Spanien, Griechenland und Portugal verbündet, um Druck auf Deutschland auszuüben, solange wird er mit seiner Politik scheitern!
Seit Beginn der Währungsunion hat sich Deutschland durch seine zu niedrig gestiegenen Löhne (genauer zu schwach gestiegenen Lohnstückkosten) einen großen, unfairen Wettbewerbsvorteil gegenüber diesen Ländern erschlichen, ihnen Marktanteile geraubt und dadurch die deutsche Arbeitslosigkeit in diese Länder exportiert!
Eine Währungsunion funktioniert nur, wenn alle Länder sich an folgende Regel halten:
Die Löhne müssen jedes Jahr um 1,9 % (das ist das Inflationsziel der EZB) plus dem jeweiligen, landesspezischen Anstieg der Produktivität (das sind im Schnitt in Deutschland 1 % pro Jahr) steigen!
In Deutschland hätten also seit 20 Jahren die Löhne jedes Jahr um 2,9 % steigen müssen!
Dieses Ziel hat Deutschland deutlich unterschritten und dadurch seine südeuropäischen "Partner" an die Wand gedrückt!

mehr Gerechtigkeit

ein sehr vager Begriff
versteht unter "Gerechtigkeit" nicht jeder was anderes
und dann
"wir brauchen ein Europa, das seine Grenzen schützt".
Ob dann das Geld noch so üppig fließt, oder das Wohlwollen schwindet,
wenn er unserer Angela, bei so nem heiklen Thema in den Rücken fällt

Das fatale an der derzeitigen

Das fatale an der derzeitigen politischen Siruation in Frankreich ist, dass Macron mit LePen eine aus vielen bekannten Gründen nicht wählbare "Alternative" gegenübersteht, die linken Parteien aber derzeit historisch ungewohnt und erschreckend schwach sind, so dass die Gelbwesten als Protestbewegung die einzige Größe im gesellschaftlich-politischen Feld sind, die bestimmte soziale Fragen und Forderungen wirkmächtig formulieren. Macron kann das als politischer Überlebenskünstler nicht ignorieren. Wenn er seiner Rede tatsächlich Taten folgen lässt, ist das auch ein Erfolg der Gelbwesten.

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