Ihre Meinung zu: Revision abgelehnt - Schlecker-Kinder müssen in Haft

25. April 2019 - 11:02 Uhr

Nach der Pleite der Drogeriemarktkette Schlecker verurteilte das Landgericht Stuttgart die Kinder der Familie zu Haftstrafen. Dagegen legten sie Revision ein. Diese wurde nun vom BGH zurückgewiesen.

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Kommentare

Gut so. Andere werden für

Gut so. Andere werden für wesentlich geringere Summen härter verurteilt.

Gut so!

Schön, wenn Geld und Anwälte nicht immer helfen, eine Rechtsprechung entsprechend dem Vergehen "abzuwenden".

Revision abgelehnt-Schlecker-Kinder müssen in Haft....

Das wird dann aber ein Akt der Umstellung.
Von der upper class in Haft.Zusammen mit den überwiegend subalternen Mithäftlingen.Denn welche sozialen Schichten sitzen im Gefängnis ?

Haftstrafe.......

...... wahrscheinlich nach dem Muster "Hoeness."

Ein guter Anfang

Bitte weiter so.

Superschlau/püppie

Kann mich nur anschließen.

Der Unterschied......

zu einem Normalverbraucher wird sich erst hinterher zeigen! Der Normalverbrucher mit einer Vorstrafe im Register ist gezeichnet, auch wenn das die Fans der Resozialisierung abstreiten und kritisieren werden. Auf die Schlecker-Kinder wartet bei der Entlassung ein unbekanntes Vermögen und ich glaube auch nicht, daß sie keinen Zugang zu den gewohnten Ebenen der Gesellschaft haben werden.

Zu milde Urteile

Die Urteile sind viel zu mild, da die Schleckerfamilie andere in den Ruin getrieben hat, was weitaus schwerer wiegt, als eine lächerliche zweijährige Haftstrafe auf Staatskosten. Die Beiden werden nach der Haft wieder ihr altes Leben führen; siehe hier auch Hoeness, dem die Haft überhaupt nichts ausgemacht hat. Ganz im Gegenteil. Fazit: Man muss viel härter gegen derartige Betrugsdelikte vorgehen, um Nachahmer in Zukunft davon abzuhalten.

es wäre zu wünsche, dass jeder verurteilt wird

... der unehrlich handelt
indem er der Gesellschaft Geld vorenthält,
ebenso wie unrechtmäßig in Anspruch nimmt

So recht mag mir die Begründung für das mildere...

...Urteil für Schlecker sen. nicht einleuchten, wenn dies offensichtlich nur wegen der geringeren Höhe des Schadens erfolgte. Er hat genauso kriminell gehandelt wie seine Kinder, deshalb war Bewährung für meinen (unmaßgeblichen, ich weiß...) Gerechtigkeitssinn nicht gerechtfertigt.

Demokratieschue, jetzt SIE...!

13:09 von Jochen Peter

da die Schleckerfamilie andere in den Ruin getrieben hat
.
wen zum Beispiel ?
und dann ein Typ der ein Mrd schweres Unternehmen persönlich haftend führt
sieht in ihren Augen so ein Betrüger aus ?

Nun ist es ausgereizt, ein weiteres Hinauszögern

der Haftstrafe geht nicht mehr.
Ob die 2 Jahre und sieben Monate gerecht sind, lasse ich dahingestellt, aber beide müssen dort hin, wo auch sonst jeder andere straffällige hin muss, ins Gefängnis!
Bedeutet, sie können wie jeder andere Häftling auch, nach einer bestimmten Zeit Haftverschonung beantragen und kommen dann vor Ablauf wieder auf freien Fuß, mit Bewehrungsauflagen. Das steht jedem Häftling zu, nicht nur Prominenten!
Was mich jetzt aber noch interessieren würde ist, ob das "abgezweigte" Vermögen nun noch in die Insolvenzmasse eingerechnet wird? Dann hätten wenigstens die Gläubiger und vor allem die Mitarbeiter was davon.
Noch eine kleine persönliche Bemerkung, sich hinter einer Sonnenbrille zu verstecken ist genauso "lustig" wie Kleinkinder ihre Hände vor das Gesicht halten und rufen "du siehst mich nicht" …. es zeigt wie Realitätsentrückt doch manche "Promies" sind.

Manches Bild ist unfair

Vorneweg, die Strafe ist ok und natürlich ist es gut, dass das Gesetz auch für Vermögende gilt! Was ich teilweise jedoch unfair finde, ist die verzerrte Darstellung der Lebensleistung von Anton Schlecker. Er hat Jahrzehnte lang Zehntausende von Mitarbeitern in Lohn und Brot gebracht, eine Unternehmensform als eingetragener Kaufmann gewählt, der in selbst haftbar macht und er war gelernter Metzger und hat so eine Firma aufgebaut. Es war mit Sicherheit keine Absicht, pleite zu gehen, sondern es war ihn peinlich! Anders als bei so manchen Winterkörnern oder Bankern habe ich hier ein wenig Nachsicht, denn diese Herren wussten, was sie taten und haben nicht mit eigenem Geld gearbeitet! Schlecker hat Milliarden verloren, prozentual gesehen fast alles und was machen Leute wie Winterkorn oder Zumwinkel?

@karlheinzfaltermeier um 13:07

Warum ist der Normalverbraucher hinterher "gezichnet"?

Eine Vorstrafe ist zunächst einmal nur der Polizei bekannt. Und ja, die werden dann eher ein Auge auf einen werfen, nehme ich an, als jemand der noch keine Vorstrafe hat.

Im Berufsleben ist dies zunächst einmal kein Problem. Außer die Lücke die Lebenslauf, die je nach Dauer, mehr oder weniger leicht zu erklären ist.

@ Superschlau

Gut so. Andere werden für wesentlich geringere Summen härter verurteilt.

Die Höhe der Strafe hat nichts mit dem Wert der gestohlenen Sache zu tun.

12:57 Bernd Kevesligeti

“Das wird dann aber ein Akt der Umstellung.
Von der upper class in Haft“

So schlimm wird's schon nicht werden. Bestes Beispiel Uli Hoeneß. Essen von draußen, etliche Privilegien wie Spezialmatratze, Besucherempfang öfter als eigentlich erlaubt und in separaten Räumen, ...
Die Schlecker's werden sich schon einrichten. Und bei guter Führung.

@ püppie

Schön, wenn Geld und Anwälte nicht immer helfen, eine Rechtsprechung entsprechend dem Vergehen "abzuwenden".

Jeder Angeklagte hat das Recht auf einen Anwalt.

13:31 harry_up

Das mit dieser “geringen Schadenhöhe“ stieß mir irgendwie auch auf. Vorallem, weil mein erster Gedanke an die vielen Frauen ging. Der Schaden, der den Frauen entstanden ist, der war aber vermutlich uninteressant.

@ Bernd Kevesligeti

Denn welche sozialen Schichten sitzen im Gefängnis ?

Alle.

so olala zufrieden

Eine recht kleine Genugtum für die betroffenen "Schlecker-Frauen".
Die Schuld ist erkannt aber die Strafe zu mild. Trotz allem bin ich immer wieder stolz auf unsere Justiz, ob Politik oder die Reichen, unsere Justiz funktioniert sehr gut und vor allem unabhängig. Wie bei uns kleinen eben auch.

Zuerst ein paar Millionen

Zuerst ein paar Millionen beiseite geschafft, jetzt 2 Jahre und 7 Monaten einsitzen......
....dafür muss ein "normaler" Arbeitnehmer sehr lange arbeiten.

Kein schlechter Stundenlohhn!

PS. Ich finde, eine lächerliche Strafe für den Schaden, den die Schleckers angerichtet haben...

Das ist doch Mist

Seit wann entscheidet denn der Gang des Rechtsweges über die Bewährung? Irgendwann hackts wirklich. Die Bewährung war mal dafür gedacht, Verurteilten, die nicht wegen der Schwere der Tat, wie z. B. Tötung und Mord zwingend ins Gefängnis müssen bei entsprechender vorheriger Straflosigkeit ein Warnschuss vor den Bug zu setzen. Gerade bei einer Mutter gehört sich das!

Die Richter werden auch immer verrückter!

@Am 25. April 2019 um 14:25 von Joe_Muc

Das ist ja wohl die Höhe. Die Schlecker-Frauen hießen so, weil sie von Schlecker gut behandelt wurden. Die Lidl-Frauen sind Frauen, die wegen 50 Cent Pfand gefeuert wurden!

@karlheinzfaltermeier von 13:07

"Der Normalverbrucher mit einer Vorstrafe im Register ist gezeichnet ..."

Der Normalverbraucher ist nicht gezeichnet, er ist ruiniert.
Entweder verliert er seinen Job und wird keinen neuen kriegen, sobald er rauskommt - also ein Hartz IV Fall - oder als Selbständiger seinen Kundenstamm, was ungefähr auf das Gleiche rauskommt.

Immerhin eine Verurteilung

Immerhin setzt sich bei den Gerichten doch die Einsicht durch, dass eine gewisse Gesellschaftsschicht nicht automatisch straffrei ist.
Ob die Haftstrafe zu lang oder zu kurz ist, kann ich mangels Maßstab nicht beurteilen.
Mich hätte ein hoher Schadensersatz an die Mitarbeiter mehr interessiert.
Solche Taten dürfen sich nicht lohnen, und ich habe Zweifel, ob das hier der Fall ist.

13:32 von Sisyphos3

«und dann ein Typ der ein Mrd schweres Unternehmen persönlich haftend führt
sieht in ihren Augen so ein Betrüger aus ?»

"Betrüger" wurden die Schleckers nicht, weil sie ein Unternehmen führten.
Mit dem sie dabei sehr viel Geld verdienten.

Betrüger wurden sie, weil sie nicht den gesetzlichen Vorgaben gemäß handelten, als das Unternehmen in finanzielle Schieflage geriet.

Ja - so können Betrüger sehr wohl aussehen.
Indem sie Gelder zum persönlichen Vorteil entziehen.
Die regelgerecht prinzipiell anderen zugestanden hätten.

"Betrüger" sehen nicht alle gleich aus, mit einem großen "B" auf der Stirn.
Herr Hoeneß (auch ohne "B") betrog andere in anderer Art. Er konnte und musste seinen Betrug finanziell wieder gut machen (zumindest in Teilen). Wieviel Steuern er genau hinterzog, wurde nie abschließend geklärt.

Nicht die ungeschickten und falschen unternehmerischen Entscheidungen kann und will man den Schleckers als "Betrug" anlasten.

Und das wissen auch Sie sehr, sehr ganz genau …

JVA oder Luxus-Penthouse (mit Blick auf die Spree in Mitte)

Jetzt bin ich aber mal gespannt...
Wenn wir an den Herrn Fussballer denken, dann wird das doch eher eine gemütlich Nummer...
Und das Apartment in London in dem Meike ja schon seit längerem lebt - bestimmt keine Sozialwohnung in Brixton - bleibt von alle dem natürlich unberührt, oder?
Also, 2 Jahre Hausarrest und dann wieder ab in den Luxus...
Easy Life !

Bei guter Führung

können sie einer sozialen Arbeit im Aussenbereich nachgehen.
Im Falle guter Führung wird ihnen nach Zweidrittel derStrafe auf Bewährung bewilligt. Siehe Fall Herr Hoeneß.
Dass die "unabhängigen" Richter nicht immer einer solchen Situation gewachsen sind, gibt es auch Beispiele, wo diese "versagen". Denke nur an die Cum-Cum, Cum-Ex Geschäfte der Banken. Steuerhinterziehung müsste ab 15 Jahren aufwärts bestraft werden. Insbesondere die Vorstände.
Da gibt es kein "Wenn" und "Aber". Bei den Arbeitnehmern wird alles gleich vom Gehalt bzw. Lohn abgeführt.

@baumgart67 von 14:13h

Das Prinzip welches Sie darstellen ist im Grunde richtig. Auch der Vergleich zu " ...Winterkorn oder Zumwinkel" und vielen anderen ist in sich richtig, aber die Familie Schlecker als Wohltäter darzustellen geht dann doch zu weit. Wenn Sie sich die Geschäftskultur von Schlecker genau anschauen, dann würden Sie feststellen, dass der Druck auf die Mitarbeiter enorm war. Dass Sie extremst unter Kontrolle standen, in den letzten Jahren nur noch ein Mitarbeiter in der Filiale war, die alles machen musste … und das waren keine tarifgerechten Arbeitszeiten und Bedingungen. Betrachtet man nur das Verhalten der Schlecker-"Kinder" - da sieht es noch finsterer aus. Wenn ein Unternehmen in eine Schieflage kommt und dann die Eigentümer soviel wie nur möglich den Mitarbeitern und Lieferanten vorenthalten, die ihre Leistung schon erbracht haben, dann ist das zutiefst verwerflich! Das andere das auch machen (Winter... usw.) mildert das Verhalten von Schlecker nicht ab.

Am 25. April 2019 um 13:32

Am 25. April 2019 um 13:32 von Sisyphos3
13:09 von Jochen Peter
da die Schleckerfamilie andere in den Ruin getrieben hat
.
wen zum Beispiel ?
und dann ein Typ der ein Mrd schweres Unternehmen persönlich haftend führt
sieht in ihren Augen so ein Betrüger aus ?

//////////

Ja was denn jetzt. Erst ein Kommentar von Ihnen, dass jeder der betrügt iwie bestraft werden sollte und dann wiederum verteidigen sie Schlecker sen.
Sie wollen ein Beispiel wen er in den Ruin getrieben hat?
Die vielen Arbeitnehmerinnen die für einen Appel und ein Ei für den gearbeitet haben und dann einfach so auf die Straße gesetzt wurden. Reicht Ihnen dieses Beispiel?

Und wenn es nach mir ginge, würde ich alle 3 für mehrere Jahre in den Knast stecken!

"Der Schaden, der den Frauen

"Der Schaden, der den Frauen entstanden ist, der war aber vermutlich uninteressant." Inwieweit sollte sich denn das Geschlecht der Opfer oder der TäterInnen Ihrer Ansicht nach auf das Strafmaß auswirken?

Wer hat noch noch Geld

zu bekommen ?

das Volk hat seine Genugtuung ....

da hat so ein Kerl aus 2 geerbten Metzgereien ein riesen Imperium
mit zehntausenden von Arbeitsplätzen geschaffen
dann verspekulierte er sich und war bankrott

Was hat denn der kaputt gemacht ?
doch nur das was er zuvor selber geschaffen hat
Er schaffte Arbeitsplätze, bot sie an - solange er konnte
Aber nur wer was tut, kann auch Fehler machen - also besser der hätte nichts getan
Dass er bestraft wird - oder seine Kinder, weil er Geld auf die Seite schaffte
und die Insolvenz verschleppte, ist nicht mehr wie recht und billig
jeder muß sich an Gesetze halten

@Dekkert um 15:54Uhr

Man kann es aber auch niemandem recht machen! Sie finden den Ausdruck "gezeichnet" viel zu gering in seiner Aussagekraft und ersetzen ihn durch "ruiniert", während ein anderer Forist sogar den Ausdruch "gezeichnet" für nicht haltbar und übertrieben hält. Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß es nur wenige Fälle gibt, bei denen eine Verurteilung wegen eines Vergehens im Bereich der Wirtschaft nicht doch irgendwie bekannt wurde. Aber auch das wird sicher von manchen Foristen abgestritten werden.

In Bezug auf das, was sie mit

In Bezug auf das, was sie mit ihrem extrem arroganten Benehmen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angerichtet haben, fühlen sich weniger als drei Jahre als zu gering an.
Revision einzulegen während sie genau wissen, dass sie gelogen haben, ist ein Schritt, der zu ihnen passt. Lügen, es sein kein Geld mehr da, während sie genau wussten, wo es war. Man hatte es sich selber ausgezahlt. Und das kam schließlich auch an´s Licht. Vermutlich halten sie sich weiterhin für unschuldig.

Wenn.

Herr Schlecker Senior die Firmenform "eingetragener Kaufmann" nicht gewählt hätte. Dann wären die Kinder mit einen Freispruch aus dem Gerichtssaal gegangen. Mit dieser Firmenform steht der Firmeninhaber mit Haut und Haaren in der Pflicht. So müssen Frau und Herr Schlecker Junior jetzt in das Gefängnis.

re von Kowalski 14.22

"Welche soziale Schichten sitzen im Gefängnis ? Alle.

Aber in welcher prozentualen Proportion ?

Gleiches Recht (Justiz) für alle..!

Selbstverständlich wird der Rechtsstaat gestärkt, wenn auch "überkandidelte" Unternehmer die juristischen Folgen ihres Handelns zu spüren bekommen... bis hin zur Inhaftierung.
_
So "gerecht" das Urteil des BGH ist ... ob dies aber den im vorliegenden Fall "Geschädigten" noch hilft, ist eher zweifelhaft (Entschädigung sog. "Schlecker-Frauen"...).
_
Zumal sich auch eine grundsätzliche "Gerechtigkeitsfrage" immer zwingender stellt ... nämlich angesichts des "VW-Dieselgate", wo es bisher keinerlei wirklich umfassende Prozesse gegen die Urheber gibt, während aber die massiv im Vermögen (Kaufpreis versus Wiederverkauf + Fahrverbote) Geschädigten einstweilen ohne klare Rechtsprechung auf ihren Verlusten sitzenbleiben.
_
Man kann nur hoffen, daß - analog zu Schlecker - die Justiz die VW-Verantwortlichen zumindest ebenso streng in Regreß nimmt ... um vielleicht in 10 Jahren noch nicht verjährte Schadensersatzprozesse durchzuziehen...

Die falschen Amigos

haben die beiden wohl gehabt und sind offenbar nicht als alternativlos eingestuft.
Das tut dann weh in Deutschland.
Da wirft man den "kleinen Leuten" zwei
Brocken hin und schon jubeln die: "Recht so, Strafe muss sein......blub blub."
Die fetten Fische futtern derweil ungeschoren
immer größere Brocken.

16:28 Gerhard Raden

Zitat: "Der Schaden, der den Frauen entstanden ist, der war aber vermutlich uninteressant." Inwieweit sollte sich denn das Geschlecht der Opfer oder der TäterInnen Ihrer Ansicht nach auf das Strafmaß auswirken?

Es geht ja nicht in erster Linie ums Geschlecht. Dennoch: Wieviele Männer haben denn in den Schlecker-Geschäften gearbeitet? Aber wenn es für Sie leichter zu verstehen ist, gerne.
Wieviele Mitarbeiter standen arbeitslos auf der Straße?
Diesen Mitarbeitern standen noch offenstehende Gehälter zu. Von Abfindungen will ich gar nicht reden. Dieses Geld haben die nie bekommen. Während es der Familie Schlecker so schlecht wohl nicht geht.

Wie kann man Schlecker verteidigen?!

Wann immer ich in einem von deren Filialen war, es gab nur einen Mitarbeiter. Zuständig für Warenannahme, Regale auffüllen, kassieren usw.
selbst schuld wenn er die Geschäftsform eines e. K. Wählt.
Das hat er doch nur gemacht um nichts offen zu legen (Bundesanzeiger)
Und die Arbeitsbedingungen waren mies. Ich finde niemand sollte alleine in einer Filiale arbeiten. Was ist wenn man stürzt oder sonst wie Hilfe braucht? Wer wäre denn da um einen Notarzt zu rufen?!
Auf bieten und brechen wurde hier auf Gewinn gepusht auf Lasten der Mitarbeiter!

Schlecker-Kinder

Naja, vielleicht gibt es im Knast ja was leckeres zu schlecken.
Versorgt sind die sowieso, wenn die wieder draussen sind.

Würden mich nicht besonders jucken zweieinhalb Jahre in einem deutschen Knast sein zu müssen.

@ 16:29 Hunsrück

......die vielen Lieferanten, z.B., deren Rechnungen nicht reguliert wurden.

Genauso .....

....sehen die schlimmsten Betrüger aus. Viele Menschen haben ihren Arbeitsplatz auf den sie dringend angewiesen waren verloren und konnten vor der Insolvenz keine Millionen an die Seite schaffen um hinterher davon in Saus und Braus zu leben. Die Strafe ist noch viel zu mild für die beiden und ihren noch gierigeren Vater. Hoffe sie kommen dort mit den richtigen Mithäftlingen zusammen die ihnen mal erzählen können wie das wahre Leben in Armut aussieht.

13:03 von sere18

Ein guter Anfang

Bitte weiter so.
///
*
*
Wenn dann die Verantwortlichen für Sozialbetrug von 6,6 Mio (?) auch so behandelt würden, wäre ich zufreiedne.
*
Nur da hat nach 3 Jahren noch keine Anklage stattgefunden.
*
Trotz Urteil zur Ermittlungsverpflichtung des Magistrats werden die Stadtverordneten nicht informiert. Bürger in Wut klagten gegen Rot/Schwarz.
*
Auf eine Schleckerfamilie kommen sicher 100 Steuerverschwender.

Die Ausführung ist

absolut richtig. Genauso wie damals bei dem Baulöwen Schneider. Er hat tausenden über Jahre Lohn und Brot gegeben und zum Schluss halt verloren. Alles was uns die Politiker einbrocken (2000 Miliarden Schulden) wird viel viel schlimmer enden. Dagegen sind diese Pleiten nur "Peanut´s". Die Politiker werden nicht zur Rechenschaft gezogen werden.

Am 25. April 2019 um 16:28

Am 25. April 2019 um 16:28 von Gerhard Raden
"Der Schaden, der den Frauen
"Der Schaden, der den Frauen entstanden ist, der war aber vermutlich uninteressant." Inwieweit sollte sich denn das Geschlecht der Opfer oder der TäterInnen Ihrer Ansicht nach auf das Strafmaß auswirken?

//////////

Ich weiß ja nicht ob Ihr Kommentar an mich gerichtet ist. Ich gehe mal davon aus und beantworte dennoch Ihre Frage.
Soviel ich weiss, wurden bei Schlecker Drogerien nur Frauen beschäftigt. Von daher verstehe ich Ihre Frage ehrlich gesagt nicht!

Rechtsprechung

Rechtsprechung in Deutschland ist für mich ein Buch mit 7 Siegel !

@HGP Aachen

Würden Sie sich, im Gerichtssaal, nicht hinter einem Aktenordner verstecken? Ich denke, die Presse kann richtig penetrant werden, wenn es um die besten Schnappschüsse geht. Und wenn es um Pressefreiheit geht, haben Sie als Privatmensch nichts mehr zu lachen.

Richtig so.

e. K. = eingetragener Kaufmann. Wer eine solche Gesellschaftsform wählt (oder wie Apotheken wählen muss), der haftet auch mit seinem Privatvermögen und darüber hinaus. Sein Vermögen bei drohender Insolvenz an Verwandte zu verschenken, um es den Gläubigern vorzuenthalten, ist hochgradig kriminell. Und wer sich an so etwas beteiligt, ist ebenfalls hochgradig kriminell. Von daher sind die Urteile völlig richtig, neben der Insolvenzverschleppung von Schlecker senior liegt bei allen Beteiligten Unterschlagung vor.

@Kowalski

"Die Höhe der Strafe hat nichts mit dem Wert der gestohlenen Sache zu tun."

Dann erklären Sie mir mal bitte den Begriff Strafrahmen.

Zu 12:27 von Superschlau "Schleckers Rechtsform"!

Gut so. Andere werden für wesentlich geringere Summen härter verurteilt.

@Superschlau, "Andere" werden für wesentlich höhere Summen, die sie mit ihren Unternehmungen in den Sand gesetzt haben, überhaupt nicht verurteilt.

Schlecker haftet nur und seine Familie jetzt quasi mit, weil er für sein Unternehmen die Rechtsform e.K. (Eingetragener Kaufmann) gewählt hat.

So haftet er mit seinem kompletten Vermögen und nicht wie zum Beispiel bei einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) die Gesellschafter nur mit dem Firmenwerten bzw. dem eingebrachten Stammkapital.

Gläubiger haben hier keinen Zugriff auf das Privatvermögen der Gesellschafter. Jede private Schenkung an die Kinder oder Transaktionen aus dem Privatvermögen wären seine Privatsache gewesen und nicht strafbewehrt.

letztlich haften die kinder des unternehmers...

wegen fehlverhaltens, welches ihnen direkt zugeordnet werden kann und sicherlich auch wegen falschberatung durch dritte.

Könnte mehr sein ...

Gut so, aber ein m.E. zu mildes Urteil, insbes. für den - ebenso kriminellen - Vater der beiden Kriminellen. Es hätte überall ein paar Jährchen mehr sein dürfen.
Und was ist eigentlich mit der Beute ??? Immerhin residieren d. Herrschaften weiterhin vornehm in Ehingen u. London ! Und die werden nun, bei staatl. Unterbringung, ja nicht mehr benötigt, können also verwertet werden. Das gnadenlose Abschöpfen d. Erträge krimineller Handlungen zugunsten d. zahlreichen Opfer (ehem. Mitarbeiter, Lieferanten u. Geschäftspartner ...) wäre ja wohl das Mindeste ...
MfG. B.W.

Zu 13:01 von Karl d.Gr -Absurder Vergleich -

Haftstrafe.......
...... wahrscheinlich nach dem Muster "Hoeness."

@Karl d.Gr, Schlecker war viele Jahre erfolgreich. Viele Frauen hatten Arbeit und Geschäftspartner profitierten vom Erfolg. Er ist letztendlich als Einzelkaufmann und Einzelunternehmer gescheitert. Bei dieser Unternehmensgröße ein Novum.

Er hat wohl den Überblick verloren und hatte die falschen Berater oder war einer Beratung nicht zugänglich. Dann folgte zum Ende Fehler auf Fehler.

Ein Vergleich mit Hoeneß ist absurd und im Abseits. Ein völlig anderer Fall!

Hoeneß hat Steuern hinterzogen.

Die "gut behandelten" Schlecker-Frauen

@Joe_Muc
"Die Schlecker-Frauen hießen so, weil sie von Schlecker gut behandelt wurden. "

Die Schlecker-Frauen hießen so, weil sie bei Schlecker beschäftigt waren. Und "gut behandelt" sieht anders aus.

In vielen Filialen war jeweils nur 1 Verkäuferin gleichzeitig da - und es gab nicht mal ein Telefon.
In meiner Stadt und ihrer Umgebung gab es deshalb viele Überfälle auf Schleckerläden, weil sich das im Laufe der Zeit rumsprach.

Bekannt waren auch die Testeinkäuferinnen, die zu mehreren kamen, die Verkäuferin ablenkten und hinter ihrem Rücken Waren einsteckten. Hinterher gab es dann Er- und Abmahnungen.

Von den übrigen schlechten Arbeitsbedingungen mal ganz zu schweigen.

Jetzt müssen die armen

Jetzt müssen die armen Kindlein tatsächlich in Haft während die bösen ehemaligen Mitarbeiterinnen weiter ungestraft auf ihren Latifundien leben, die sich durch die üppigen Schleckergehälter leisten konnten? Ach wie ist diese Welt doch so ungerecht!

Zu 17:57 von nikioko "hochgradig kriminell"

Was kommt als nächste Steigerung nach "hochgradig"?

In Deutschland mangelt es an Gründern und Menschen, die sich selbständig machen.
Scheitern gilt in Deutschland als lebenslanges Versagen. Die Angst vor dem Scheitern ist hier besonders groß, denn wer scheitert steht in Deutschland am Pranger.

Das und die Bürokratie sind die Hindernisse und die Gründe für den Mangel an Gründermut. Das Risiko ist hier weit größer als z.B. in Übersee. Die Kreditwürdigkeit geht verloren, Schufa etc..
Sehr viele hält die Angst vor dem Scheitern von einer Selbständigkeit ab – doch Unternehmer bräuchte Deutschland mehr als je.
Der Fall Schlecker macht sicher keinen Mut.
Als Krimineller abgestraft, die Kinder im Gefängnis.

Zu "hochgradig kriminell" finde ich fast täglich in den Medien weit mehr im Rechtsstaat Deutschland als dieser Fall.
Von Beginn an kriminell angelegte Unternehmungen, Mafia, Geldwäsche, Drogen- und Menschenhandel, Raub, Diebstahl, Kreditbetrug u.a..

17:57 von nikioko

Richtig so.

e. K. = eingetragener Kaufmann. Wer eine solche Gesellschaftsform wählt (oder wie Apotheken wählen muss), der haftet auch mit seinem Privatvermögen und darüber hinaus. Sein Vermögen bei drohender Insolvenz an Verwandte zu verschenken, um es den Gläubigern vorzuenthalten, ist hochgradig kriminell. Und wer sich an so etwas beteiligt, ist ebenfalls hochgradig kriminell. Von daher sind die Urteile völlig richtig, neben der Insolvenzverschleppung von Schlecker senior liegt bei allen Beteiligten Unterschlagung vor.
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*
Dann liegt also unser Mainstream richtig, der gleiche Konkurs mit einer Geellschaft, "dann werden Sie geholfen?"

"wen zum Beispiel ?"

"wen zum Beispiel ?"

alle gläubiger, und vor allem zum beispiel die sozialversicherungen, für die es im zusammenhang mit insolvenzbetrug, insolvenzverschleppung oder der unrechtmäßigen entnahme kurz davor entsprechende schutzparagraphen gibt, wonach verursacher von schaden beo SV. besonders hart bestraft werden können.

>>Warum ist der

>>Warum ist der Normalverbraucher hinterher "gezichnet"?>>

>>Eine Vorstrafe ist zunächst einmal nur der Polizei bekannt.>>

Sie müssen bei jedem Vermieter, bei jedem Arbeitgeber, bei jedem Gericht, beim Finanzamt und beim Jobcenter darüber aufgrund von Gesetzen die Wahrheit sagen.

Auch privat ist es sicherlich nicht schön, das jedes mal entweder zu erzählen - oder andere darüber zu belügen.
Zumal sich die Bekannten, die du schon vorher hattest, sicherlich fragen werden wo du die drei Jahre gewesen bist.

13:09 von Jochen Peter

Zu milde Urteile

Die Urteile sind viel zu mild, da die Schleckerfamilie andere in den Ruin getrieben hat, was weitaus schwerer wiegt, als eine lächerliche zweijährige Haftstrafe auf Staatskosten. Die Beiden werden nach der Haft wieder ihr altes Leben führen; siehe hier auch Hoeness, dem die Haft überhaupt nichts ausgemacht hat. Ganz im Gegenteil. Fazit: Man muss viel härter gegen derartige Betrugsdelikte vorgehen, um Nachahmer in Zukunft davon abzuhalten.
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Bei Ihrer Einschätung sollten Sie berücksichtigen das derselbe Vorgang mit einer GmbH kürzlich noch die Leibwächterkosten für die "selbständige Ehhefrau" klären musste.
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Ein Schuft der glaubt, das unser Staat diese Betriebsform für Hazzadeure mit höheren Steuern, zu Lasten der eventuellen Gläubiger tolleriert, im Prrizip strafrechtlich fördert?

Kein Promibonus

Trotzdem müßte ein Anderer in Haft - Anton Schlecker. Es trifft m.E. nicht ganz die Richtigen... Aber - und das muss ganz klar sein - Betrug bleibt Betrug und das "Verschieben" von finanziellen Mitteln muss insbesondere in solchen Fällen geahndet werden. So wie seinerzeit bei Uli Hoeneß, der auch zu einer Haftstrafe verurteilt worden ist. Vergleichbar sind die Fälle nicht - aber beide sind Prominent. Heute und auch in Zukunft darf es keinen Promibonus geben! Sonst führen wir unser Rechtssystem ad absurdum!

Ironie

Ohne über die rechtlichen Dinge zu sprechen, da habe ich vollstes Vertrauen zu unserer Justiz, aber es hat eine gewisse Ironie, wenn die beiden Entführungsopfer in jungen Jahren jetzt selber eine Karriere hingelegt haben, die sie selbst hinter Gitter führt. Wenn auch kürzer als ihre damaligen Peiniger.

Pressefreiheit: Fallbeispiel

25. April 2019 um 17:53 von sere18

"Und wenn es um Pressefreiheit geht, haben Sie als Privatmensch nichts mehr zu lachen."

Ich stimme Ihrer Einschätzung zu, da ich mich an einen penetranten Deutschlandhütchenträger vom letzten September als Fallbeispiel erinnern muss.

Die beiden Schlecker-Sprößlinge sind Personen der Zeitgeschichte, die Verhandlung genießt hohes öffentliches Interesse, die Fotoaufnahmen vor Beginn der Verhandlung zählen zum traditionellen Reperoire im Journalismus. Ein Muss eben.

Nur wenige, die einen starken, selbstbewussten Charakter haben, entbehren der lächerlichen Nutzung von Aktendeckeln, Jacken oder ähnlichem.

Ohne über die rechtlichen Dinge zu sprechen, da habe ich vollstes Vertrauen zu unserer Justiz, aber es hat eine gewisse Ironie, wenn die beiden Entführungsopfer in jungen Jahren jetzt selber eine Karriere hingelegt haben, die sie selbst hinter Gitter führt. Wenn auch kürzer als ihre damaligen Peiniger.

Nicht zu glauben, was hier verglichen wird. Das ist ein verwerflicher Sarkasmus, ein unmöglicher und völlig missratener Vergleich.
Total im Abseits, man müsste noch viel deutlicher werden.

Zu 19:25 von Julchen Die Augenbinde der Justitia

-.-So wie seinerzeit bei Uli Hoeneß, der auch zu einer Haftstrafe verurteilt worden ist. Vergleichbar sind die Fälle nicht - aber beide sind Prominent. Heute und auch in Zukunft darf es keinen Promibonus geben! Sonst führen wir unser Rechtssystem ad absurdum!

Ist die Augenbinde der Justitia doch verrutscht?
@Julchen, es darf überhaupt keinen Unterschied geben. Weder Plus noch Minus. Schwierig wird das schon bei Ihrer bemerkenswerten Feststellung "aber beide sind Prominent"!

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