Ihre Meinung zu: Jeder dritte Bäcker und Fleischer gab seit 2008 auf

23. April 2019 - 11:21 Uhr

Immer mehr Bäcker und Fleischer hören auf. Im vergangenen Jahrzehnt sank die Zahl der Betriebe um gut ein Drittel. Nicht nur die Konkurrenz durch Discounter soll dafür verantwortlich sein.

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Kommentare

Bei uns im Dorf

haben 2 Syrer einen Ofen gebaut und machen jeden Tag frischestes, leckerstes Fladenbrot.
Ganz einfach: Mehl, Wasser Backen fertig.
Ganz ohne Aufbackmischung, Spezialöfen PC gesteuert, Lieferfahrzeug etc. pp.
Wie früher.
Aber ich wette, demnächst kommt das Landratsamt wegen "Luftverschmutzung"....
Wenn ich das sehe, würd ich auch nicht Bäcker sein wollen.
Ich denke, ein bisschen Retro, weniger "Sorten" und das Brot im Stellenwert und der Qualität nach oben schrauben würde schon helfen.
Sonst muß man halt selber backen.
ESSBAR war das ganze Plastigzeugs eh schon nimmer seit 20 Jahren....

Weils manchem Wurst ist

Zitat von obigem Artikel:
"Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung mangelte es den Bäckereien im vergangenen Jahr mit 906 nicht vergebenen Ausbildungsstellen an Nachwuchs. Bei den Fleischereien fehlten 894 Azubis."
Sollten diese Zahlen stimmen , fehlen also in ganz D nur 894 Azubis im Fleischerhandwerk? Kann das sein?
Ich vermute das der Trend zu veganer und vegetarischer Ernährung hier der Auslöser ist.
Wenn es so weitergeht, das widermal die Grünen einen veggie-day ausrufen- wird es Haxn und Nürnberger Würste nur noch in privaten Kochzirkeln geben- na dann....

In Bayern dürfte das anders sein!

Ja, das merkt man!

Das Aussterben von Fachkräften ist in unseren Bereich seit vielen Jahren zu beobachten. (Im Gegensatz zu Industrie-"Fachkräften"!)
Mangel an Nachwuchs (auch familiär), Geiz der Kundschaft - und vor allem das überborden der Großbäckereien, die den selben Ramsch wie die Discounter verkaufen...
Man muss mittlerweile Kilometer in die "Randstädtchen" fahren, um anständiges Brot und gutes Fleisch zu bekommen.
Hier sollte die Politik mal aufwachen und den wirklich schlimmen Fachkräfte Mangel thematisieren!
Nicht bei Nebenschauplätzen, wie IT oder Maschinenbau, wo der angebliche Mangel lediglich eine Frage der Bezahlung - künstlich zur Deckelung von Gehältern funktioniert.
Ich hoffe auf ein paar mutige junge und starke Menschen, die die Chance erkennen...!
Hier lässt sich in den nächsten Jahr(zehnten) eine goldene Nase verdienen.

12:32 von ophorus

"Bei uns im Dorf
haben 2 Syrer einen Ofen gebaut und machen jeden Tag frischestes, leckerstes Fladenbrot."

Das hätte ich auch gerne als guten Kontrast zum Bauernbrot dass man im Schwarzwald wirklich noch beim Bauern holen kann.

Bäcker und Metzger

also 1. sie sparen sich selbst kaputt, bei besserem Gehalt bekommt man auch Personal.
2. Das Sortiment anpassen und auch mal am Abend sagen können " ist heute ausverkauft" . Man muss nicht immer alles zu jeder Zeit haben dann wird auch nicht so viel vernichtet.

Es gibt Bäcker die machen es ja den anderen vor, warum klappt es denn bei denen???

Solang...

das Brötchen in der SB "Bäckerei" 15 Cent kostet. Solange es Schweine Schnitzel im Kilogramm 3,- Euro gibt. Haben die Handwerksbäckereien und Qualitätsmetzgereien es schwer sich zu behaupten. Auch diese Betriebe haben auch Nachwuchssorgen.

Jeder dritte Bäcker und Fleischer gab seit 2008 auf

Das ist wohl mitunter der Grund, warum immer mehr Fachkräfte aus afrikanischen und islamischen Ländern nach Deutschland kommen.

Ich wünsche, das noch 20 Mio. kommen werden!

Den Platz haben wir!

Dann haben wir bestimmt den Bedarf an Fachkräften gedeckt, und wieder mehr Bäcker und Metzger.....

PS. Der Grund ist bestimmt nicht , dass 25% (mit steigender Tendenz) der arbeitenden Bevölkerung im Niedriglohnsektor tätig ist und bei den viel, viel günstigeren Supermärkten (Aldi und Lidl) ihre Backerzeugnisse einkaufen dürfen/müssen.

noch nie habe ich socl eine vrsagen von seiten der regierung

gesehen wie sich seit den letzten 25 jahren in deutschland abspielt.
es werden noch mehr und immer mehr traditionsfirmen werden schliessen. hohe steuern, hohe auflagen, schliesszeiten die gleich einer diktatur ähnelt aber nicht dem freien gewerbe die selber etnscheiden wann, wie lange und welche tage geschlossen wird.
das untätige benehmen der regierung wird sich eines tages in gewallt, frust, agression und aufschrei abspielen. man kann nur sagen arme junge generation die mit fastfood und billigem zeug leben wird ohne jemanls zu wissen was es heist im bäcker oder fleischer die hausgemachte ware zu essen.
weiter so deutsche bürokretie da du dich nur noch an den normen von brüssel richten muss und nicht deutsche, wozu brauchen wir eigentlich noch eine regierung? wäre billiger sie abzuschaffen und gleich nach brüssel.

Es gibt junge Leute, die

Es gibt junge Leute, die warten darauf, einzusteigen - aber unsere derzeitige Gesetzeslage lässt es nicht zu, dass sie arbeiten, damit ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten und manchem Betrieb helfen, das Überleben sichern - stattdessen erlauben wir eher bestimmten Gruppen, darüber zu schimpfen, dass genau diese jungen Leute angeblich unsere Sozialsysteme belasten. Das ließe sich ändern, wenn man denn will.

Eins kommt zum anderen - eine (ungute) "Kausalitätsspirale"

Unter dem Diktat des Geldes geht immer mehr von dem, was echte Lebensqualität ausmacht flöten. Und die Produktqualität - ganz besonders die unserer Lebensmittel - nicht selten gleich mit.

Schade.

Anfang der 80er Jahre habe ich Konditor gelernt - inzwischen allerdings schon mehrmals den "Beruf" gewechselt - und erinnere mich gerne an meine Lehrzeit. Zum Glück gibt es "meine" Bäckerei immer noch - Qualität setzt sich halt durch.

Qualität kostet (fehlendes) Geld

Meiner Erfahrung nach haben sowohl die klassisch-handwerklichen Klein-Bäckereien als auch -Metzgereien deutlich bessere Produkte als sie die Supermärkte oder Discounter anbieten, zudem mit einem weit höheren "Vertrauensfaktor".

Außerdem ist es gerade bei den Metzgereien lokal/regional investiertes Geld, sie werden oft von regionalen Fleischproduzenten beliefert (siehe Wegfall elendiger Viehtransporte und im Übermaß von der EU-gesponserte Mega-Fleischfabriken).

Allein -- in Deutschland können sich immer weniger Menschen deutlich höherere (wenn auch gerechtfertigte) Preise finanziell leisten ...

Das scheint mir der eigentliche Hintergrund des Kleinbetriebe-Aussterbens zu sein.

Denn wer es sich leisten kann, leistet es sich auch. Vgl. die Bio-Läden und deren SUV-fahrende Edel-Kundinnen ...

Was wohl daran liegt

dass besonders für Fleischer in regelmäßigen Abständen neue vollends widersinnige neue Richtlinien verordnet werden, die meinst so umfangreiche umbauten verlangen, das sie eigentlich nur von der Großfleischindustrie erfüllt werden können.

Zu Beispiel die Siebe in den Abflüssen mussten fest in den Rohren installiert sein mit Siebgröße 1mm 3 Jahre später wurde dies auf 0,5 mm reduziert... wegen Prionen... Prionen sind aber nur wenige nm (Nanometer) groß... für sie ist das als würde man ihr Einfallstor von Hangartorgröße auf Scheunentorgröße verringern... stört sie gar nicht.

Gibt auch keine Dampfmaschinen mehr

Fortschritt nennt sich das.
Warum jammert niemand darüber, dass Züge nicht mehr mit Kohlen fahren?!

@ orphorus 12:32 Uhr

"Aber ich wette, demnächst kommt das Landratsamt wegen "Luftverschmutzung"....".
Das Landratsamt weniger - eher die Bäckerinnung wegen fehlendem Meistertitel.
"ESSBAR war das ganze Plastigzeugs eh schon nimmer seit 20 Jahren....".
So lange backen wir bereits selber - auch wegen Geschmack und erheblich besserer Darmflora.

gute Lebensmittel kosten Geld und Schweiß

aus diesem Grund gibt es bald keine Bäcker und Metzger mehr. Die heutige Spaßgesellschaft will nur noch studieren um sich ja niemals "bücken" oder arbeiten zu müssen- der Staat machts vor- Flugzeuge die gleich nach dem "Werkstattbesuch" frisch gewartet vom Himmel fallen- Fachleute in Deutschland zu finden ist wie ein Sechser im Lotto. Bei dem Lohngefüge in Deutschland haben wir bald nur noch Wasserfleisch, Plastikbrot und Papiergemüse- mehr können sich augenscheinlich die vielen Deustchen denenen es ja ach so gut geht- nicht mehr leisten. Ein heutiges Brot 500g müßte bei einer Qualität von 1970 bei ca.: 10 Euro liegen- wer kann dies bezahlen? Chemische Backmischung etwas Wasser und schon ist der Plastikweck fertig- guten Appetitt- igitt.

In Köln..

gibt es kaum einen Lebensmittelmarkt indem die ortsansässigen Bäcker nicht eine Filiale haben. Einzig die ortsansässigen Metzger werden immer weniger. Sie werden von den Lebensmittelmärkten mit ihren Fleischabteilungen verdrängt. Leider! Es geht nichts über die vom Metzgermeister selbst kreierte Koch- oder Räucherwurst.

@ophorus

Sie haben 200% Recht oft ist weniger mehr.

In den Ort aus dem ich stamme, hat die Moschee auch eine kleine sehr einfache Bäckerei, die jeden Tag Fladenbrot backt und zu den Feiertagen Baklava, beides einfach super gut.

vor 5 Jahren ist der Imam von Haustür zu Haustür gezogen und hat alle Nachbarn eingeladen mit ihnen das Ende des Ramadan zu Feiern.
Ich habe selten so gut und in so netter Gesellschaft gegessen.

Seit letztem Jahr habe sie auch einen Metzger, er sagt wenn sie nicht unter dem Schirm von wegen Halal arbeiten würden, könnten sie ihre Metzgerei nicht betreiben.
Sein Sohn hat mir gesagt, damit man noch in die Schwarzen Zahlen kommt bei den ganzen Bestimmungen muss man täglich an die 100 Tiere verarbeiten.

@ Motorkopf 12:42 Uhr

"Hier lässt sich in den nächsten Jahr(zehnten) eine goldene Nase verdienen.".
Wie in jedem Handwerksberuf.
Die Kammern müssten durch den Gesetzgeber und anschließend durch ihre eigenen Mitglieder (nicht Besitzstandsbewahrer) "aufgeräumt" werden - aber das wird wohl bis St. Nimmerlein verschoben werden.

Jeder dritte Bäcker und Fleischer gab seit 2008 auf....

Das hat auch mit den Arbeitsbedingungen und der Niedriglöhnerei in diesen Bereichen zu tun.Dienstbeginn um zwei Uhr Nachts.Das können nur Auszubildende stemmen,die in der Nähe der Firma wohnen.Und als Geselle ist ein Auto unbedingt erforderlich.Denn mit öffentlichen Verkehrsmittel ist zu den Zeiten nichts.

das wollen wir so

Diese Meldung spiegelt eine Entwicklung wieder, die unsere Gesellschaft mehrheitlich so möchte.
Das Endresultat kann man sich in den USA anschauen, wo Bäcker und Fleischer nichtexistent sind.
Warum schliessen Bäcker und Fleischer jetzt?
Das sind verschiedene Faktoren, aber generell gesagt sind wir Konsumenten zum Grossteil selbst Schuld. Wir kaufen die extrem schlechte Qualität, die (noch) so schön billig ist, irgendwo im Supermarkt, bei Filialen von Grossbäckeren etc
Begründung: Fleischer ist zu teuer.
Stimmt nicht. Wir wollen nur nicht soviel Geld dafür ausgeben. Unsere Prioritäten sind anders gesetzt.
Es gibt nur wenige bei uns, die wirklich sagen müssten: zu teuer.
Zum Konsumentenverhalten kommt noch Personalmangel, Auflagen der Regierung etc - Result ist bekannt.
Ändern wird sich daran nur etwas, wenn die Masse der Bevölkerung umdenkt - erscheint mir aber eher unwahrscheinlich.
Wir werden daher bald extrem schlechte Qualität zu SEHR teuren Preisen kaufen.
Schade.

Nur je 1.000 Auszubildende fehlen?

Wie ist das gemeint?
Auszubildende sind ja nicht fürs Arbeiten zuständig, das machen die Angestellten. Auszubildende sind in der Ausbildung, helfe zwar, machen aber auch Arbeit.
Wie kann Mangel an Auszubildenden einen Becker zum Aufgeben zwingen?

Bäckereien an jeder Ecke!

Ist es nicht so, dass inzwischen an jeder Ecke ein Bäckereigeschäft seine Waren anbietet und i.d.R. dort nicht produziert sondern km-weit von irgendeiner Zentrale beliefert wird ? Weniger Betriebe würde dann auch weniger Umweltbelastung bedeuten! Morgens mal eben mit dem Fahrrad zur nächsten Ecke und zum nächsten Bäcker wäre doch o.k., oder?
Auch wird uns, wegen Klima-und Umweltschutz, dringend empfohlen, weniger Fleisch zu essen. Also weniger Fleischerei-Betriebe! Insofern ist doch diese Entwicklung in Ordnung.

Militante Tierschützer

sind auch häufig ein Problem der Viehbauern und Fleischereien.
Erst vor Kurzem, als ich Spanferkel für unsere Feier bestellte, erklärte mir der Inhaber der Fleischerei, dass sie nicht mehr Stände in der Öffentlichkeit ( Kieler Woche, Wochenmärkte und Co) aufbauen würden, weil diese in aller Regelmäßigkeit von militanten Tierschützern und intoleranten Veganeraktivisten und neuerdings sogar von sog. Klimarettern attackiert würden.

Diese Rubrik der Angriffe wurde auch schon im Spiegel thematisiert und auch die Frankfurter Rundschau und Zeit Online haben über ähnliche Zustände schon berichtet.
Dieser Aspekt fehlt mir hier in diesem Artikel gänzlich.

Typisch deuscher Geiz bei Lebensmitteln

Wir Deutschen machen uns mit unserem absurden Sparwahn bei Lebensmitteln die eigene Kultur kaputt. Wenn die Leute, um ein paar Cent zu sparen, lieber das Billigbrot im Discounter oder beim Plastikbäcker statt das Weltkulturerbe-Brot beim richtigen Bäcker kaufen, dann sterben die Bäcker eben aus. Das gleiche bei den Metzgern.

Rechnet mal aus, was es kosten würden, richtiges Brot zu kaufen, und setzt das ins Verhältnis zu Euren monatlichen Ausgaben. Ihr werdet überrascht sein, wie extrem billig Lebensmittel in Deutschland sind.

@ adlatus

"Ich vermute das der Trend zu veganer und vegetarischer Ernährung hier der Auslöser ist."

Das halte ich für ein Gerücht. Ich habe gerade keine Zahlen parat, aber der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch ist in D so hoch wie eh und je. Dass immer mehr inhabergeführte Fleischereien schließen, liegt ganz einfach daran, dass sie überflüssig sind. Dort gibt es nämlich das gleiche konventionelle Fleisch aus Massentierhaltung wie in jedem Supermarkt - nur mit mehr Familiär-Gedöns drum herum. Was fehlt, sind mehr Bio-Metzger.

23. April 2019 um 13:19 von andererseits

>> Es gibt junge Leute, die
Es gibt junge Leute, die warten darauf, einzusteigen - aber unsere derzeitige Gesetzeslage lässt es nicht zu, dass sie arbeiten, damit ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten und manchem Betrieb helfen, das Überleben sichern - stattdessen erlauben wir eher bestimmten Gruppen, darüber zu schimpfen, dass genau diese jungen Leute angeblich unsere Sozialsysteme belasten. Das ließe sich ändern, wenn man denn will. <<
.
Mal wieder ein Beitrag aus Ihrer Traumwelt. In meiner langjährigen Berufserfahrung habe ich genau das Gegenteil erlebt, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

@morgentau19

"Ich wünsche, das noch 20 Mio. kommen werden!
Den Platz haben wir!
Dann haben wir bestimmt den Bedarf an Fachkräften gedeckt, und wieder mehr Bäcker und Metzger....."

Wir importieren nicht Fachkräfte sondern Menschen, die eine andere Kultur und Religion haben.

Haben Sie diese Menschen schonmal gefragt, ob sie hier nach Deutschland ziehen, um den Fachkräftemangel in DE auszugleichen?

Ist es denn für Sie überhaupt relevant, was diese Menschen, denken oder denken Sie, dass sie ihre Rolle als Ausgleich des Fachkräftemangels automatisch übernehmen werden?
Sie gehen wohl auch davon aus, dass diese Menschen nach Deutschland einreisen oder migrieren mit dem Ziel das Problem des Fachkräftemangels in Deutschland zu lösen.

Wenn ich diese Kommentare schon sehe, dann wundert mich in diesem Land überhaupt nichts mehr. Wir haben nur Träumer.

Niedriglohn und Nachfragemangel

Warum sollte sich jemand für einen miserabel bezahlten Job bei fürchterlichen Arbeitszeiten entscheiden? Wenn dann auch noch die Nachfrage absehbar sinkt, würde sich doch kein vernünftiger Mensch dafür entscheiden, der eine andere Wahl hat.
Ja, das Bäckerbrot ist gut. Zweimal im Jahr zahle ich das auch. Fleisch kaufe ich im Discounter, weil die Qualität stimmt. Fleischereien liefern tolle Qualität zu unbezahlbaren Preisen. Ich gebe mein Geld aus, keine Sorge. Wer wie ich zum Pflegemindestlohn arbeitet, hat es nicht übrig. Wenn man den Wohlstand gerechter verteilt, dann kann man auch seine Arbeitnehmer locken und die Kunden kommen auch.

unser Bäcker hat Montags zu

weil er keine Leute kriegt
steht zumindest an der Ladentüre
mir würde schon was zum Thema einfallen
bei mehreren Millionen Arbeitslosen
und der Möglichkeit auf Hartz4 oder ähnlichem

Bäcker und Metzger

Das sind natürlich 2 Brachen mit sehr eigener Problematik. Da sind zum Einen die Arbeitszeiten und zum Anderen das fehlende Sozialprestige. Junge Menschen haben eben heute den Luxus der Auswahl, welchen Beruf sie ergreifen wollen und da steht die Attraktivität von Bäcker und Metzger eben nicht ganz vorne.
Und in Zeiten, wo ein Teil der Kundschaft zwar das Geld hätte, sich qualitativ gute, handwerklich wertvoll hergestellte Lebensmittel zu kaufen, dies aber nicht tun werden eben immer mehr Ketten und Discounter den Markt beherrschen. Auch sämtliche Fußgängerzonen und Einkaufszentren bestehen inzwischen überwiegend aus Filialen der immer gleichen Ketten und nicht mehr aus traditionellen lokalen Familienbetrieben.
Wem Qualität bei der Autowäsche wichtiger ist, als beim Brot, der bekommt wofür er bezahlt.

Viele Bäcker- oder Metzgereien sind konkurrenzlos

unfreundlich. Das kann bei einer Selbstbedienung nicht passieren und erhält die gute Laune.

Ein Trugschluß

Kleine Bäcker-und Metzgereien könnten die Masse von Lebensmitteln, die in diesem Bereich verkauft wird, doch gar nicht mehr stemmen. Das schaffen nur noch große Produktionsfirmen. Ich schätze wir bräuchten das 3-fache an Bäckereien und Metzgereien, und natürlich die Fachkräfte die Wir nicht haben. Vor 50 Jahren habe ich 5 Pfennige für ein Brötchen bezahlt. Die dunklen Milchbrötchen waren sowas von lecker, aber es wird Sie trotzdem nicht mehr zu kaufen geben.

Lösung: Meisterpflicht für Bäcker abschaffen

Der Bäckerberuf ist ein zulassungspflichtiges Handwerk. Folglich besteht Meisterpflicht, wenn jemand sich als Bäcker selbstständig machen möchten.
In den Backshops der Bäckerketten oder bei ALDI und Co. fertigen aber doch weitgehend unausgebildete oder angelernte Kräfte.
Kam dadurch jemand zu schaden in Deutschland?
Nein.
So wie es in den "Dönerbuden" ohne Meisterköche geht, könnten sich im Backbereich viele Zuwanderer oder Einheimische selbstständig machen und und uns mit ihren Erzeugnissen erfreuen.

@FritzF

"Selbstbedienung...nicht passieren..."
Menschen die sich immer nur selbt bedienen, werden selbst unfreundlich da sie Kontakt und Kommunikation mit Mitmenschen nicht mehr gewohnt sind und positiv erfahren.
Ich empfinde Abscheu, und komme mir vor wei bei einem Schimpansenexperiment, wenn ich da vollkommen isolierte Menschen mit einem Rauskratzinstrument nach den Semmeln angeln sehe. Peinlich!. Aber es zeigt, zu was man Menschen machen kann. Auch ein unfreundlicher Kontakt ist ein Kontakt!! und damit notwenif und heilsam- schon damit man selbst nicht so wird!!!

Wir Verbraucher entscheiden

doch selber ob der Bäcker und Metzger bleibt in dem wir bei Ihm einkaufen. Weder Fleisch noch Backwaren kaufe ich im Supermarkt, weil da meist viel Zutaten drin sind die nicht drin sein sollten.

um 14:48 von FritzF
Also das ist doch sehr pauschal verurteilt - und jeder hat mal einen schlechten Tag was man dann stehen lassen muss - auch wenn man als Verkäufer wissen muss dass Freundlichkeit das A udn O ist!

in keinem Land dürfen Lebensmittel so wenig kosten,

wie in Deutschland.
Italienische Bauern haben verschiedene Qualitätsklassen.
Das Beste essen sie selbst.
Klasse 2 kommt in Italien auf den Markt,
Klasse 3 geht in den Export ausser Deutschland,
Der Rest, der sonst nicht vermarktbar ist, geht nach Deutschland.
Brot essen die Deutschen am liebsten vom Billigbäcker, 10 Brötchen zu 1,50€, aus Teiglingen, frisch aus Polen oder sogar China.
Im Backofen riechen die noch gut, nach 3 Stunden kann man sie nicht mehr geniessen.
Bei der Wurst ist es ähnlich. Da hat bei ZDF Info ein Food-Designer (Seb. Lege) eine Wurst bei der DLG prämieren lassen, Hauptbestandteile, Wasser und Separatorenfleisch.
Der Verbraucher will das, denn Geiz ist geil.

Lebensmittel dürfen so gut wie nichts kosten.

Nur so kann weiterhin im Niedriglohnsektor so schlecht bezahlt werden (in einem der 4 reichsten Länder der Welt!).

Wann begreift der Rest der Bevölkerung endlich wovon die Industrie die GroKo bereits überzeugen konnte?

Vor 40 Jahren

hieß es schon: Ein Arbeitsplatz beim Discounter vernichtet drei beim "normalen" Lebensmittelhandel. Die Politik hat nicht dafür gesorgt, dass diese wenigstens höher besteuert werden als die "Normalen" und ihren Angestellten geregelte Vollzeitarbeitsstellen, wenn gewünscht, anbieten müssen.

Jeder dritte Bäcker und Fleischer gab seit 2008 auf

Ist doch kein Wunder, wen Verkaufsketten die Preise und Qualität auf der Strecke bleiben...

Die schlechte Bezahlung und Arbeitszeiten tragen das übliche dazu bei...

Wer sich heute behaupten möchte, muss Qualität zu akzeptablen Preise produzieren und das beständig...

Jeder Discounter bittet doch Billigware und mindere Qualität an, wovon die Hälfte in den Müll landet, nur um ein paar Cent dazu zu verdienen...

@14:31 Kein Einstein

Wenn Sie das für einen "Beitrag aus Ihrer Traumwelt" halten, sollten Sie sich mal mit den realen dokumentierten Geschichten dieser Tage befassen und dazu auch die Berichte von Handwerksbetrieben, berufsbildenden Schulen und Innungssprecher*innen wahrnehmen.
P.S.: Ich erlebe immer wieder, dass meine Wahrnehmungen von Leuten in bestimmten Filterblasen als Traumwelt wahrgenommen werden; alles halt eine Frage von Perspektive und erkenntnisleitenden Interessen.

Mann / Frau muss es nur anpacken wollen...

Hier lässt sich in den nächsten Jahr(zehnten) eine goldene Nase verdienen...

Die richtige Mischung macht es zudem...

In Bayern findet man zudem Bäckerei und Metzger-Betrieb erfolgreich neben einander, was auch ein Erfolgsrezept sein kann...

Absurd zu erfahren, ...

... dass es offenbar schon immer und auch noch immer mehr Metzgereien als Bäckereien gibt! Fleisch und Wurst braucht wahrlich niemand zum Leben, aber Brot brauchen wir letztendlich alle...

@Theodor Storm

Wir müssen unterscheiden zwischen Bäckereien und reinen Verkaufsstellen, die bestenfalls noch Brötchen aufbacken. Bei uns gibt es beispielsweise im näheren Umfeld überhaupt keine echte Bäckerei mehr. Ich wage mal die Aussage, dass diese reinen Verkaufsbetriebe ihre Rohlinge und Zutaten nicht mit dem Fahrrad gebracht bekommen. Und was das Argument mit den Fleischereien und dem Klimaschutz angeht, das ist mit Verlaub gesagt auch Unsinn, denn die Kunden kaufen sich ihr Fleisch. Wenn nicht im Fachbetrieb, dann beim Discounter, was glauben Sie, wer jetzt die bessere Umweltbilanz hat?
Das Grundproblem ist doch, dass kein Handwerksbetrieb die Kampfpreise von Aldi, Lidl & Co mitgehen kann.

Automatisierung

Es gibt im Discounter doch Backautomaten für Brötchen und Brot. Sorry, ich brauch gar keinen Bäcker. Und von Hand gebackenes Fladenbrot brauche ich schon gar nicht.

Nachwuchsmangel? Na klar

Eine Ausbildung als Bäcker? Welcher Lehrling will das denn heute noch? Ich würde es ja selbst auch nicht machen.

Fleischereibetrieb mit eigenem Bauernhof

Bei uns im Ort gibt es einen Bauern, der gleichzeitig Metzger ist und ausschließlich seine eigenen Schweine schlachtet und verkauft. Zusätzlich schlachtet er ca. alle 2 Monate 1 Rind aus der Region, wer davon was haben will, muss vorbestellen.
Das Rindfleisch ist hervorragend abgehangen. Das Schweinefleisch schnurrt in der Pfanne nicht zusammen. Die Koteletts sind größer als im Supermarkt, weil er seine Schweine länger leben lässt, als die armen Ferkel aus den Industriehöfen.
Er hat seinen Hofladen aufgemacht, als Ende der 90er Jahre im Dorf der kleine Supermarkt wegen der Konkurrenz von Aldi und Lidl geschlossen hat. Auch Tagesschau-Mitarbeiter haben schon Fleisch von dort essen dürfen als sie 2003 zum Forumstreffen hier waren.
Der Bauer hat 2 Söhne, ob die mal übernehmen werden? Wäre schade, wenn dieser Laden mal nicht mehr da wäre. Die Leute kommen von weit her, um hier einzukaufen.

"So wie es in den "Dönerbuden" ohne Meisterköche geht, könnten sich im Backbereich viele Zuwanderer oder Einheimische selbstständig machen und und uns mit ihren Erzeugnissen erfreuen."

Genau das hat sich bereits als Flop erwiesen.
Ist doch das Fliesenleger-Gewerbe in Verruf geraten durch zunehmenden Pfusch.

'2004 hatten wir im Kammerbezirk 354 Fliesenleger-Betriebe. Nun haben wir, nachdem für sie keine Meisterpflicht mehr besteht, mehr als 3000. Aber kaum einer von denen bildet noch aus, weil es sich oft um Ein-Mann-Betriebe handelt.'
aus:
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/interview-mit-praesidenten-der-ha...
kurz: https://is.gd/AWJ8e7

Wie meist im Leben, nicht jeder 'Schnellschuss' ist auch ein Erfolg...

Da sind zum Einen die Arbeitszeiten und zum Anderen...

...das fehlende Sozialprestige.
Also da kenne ich aber auch gegenteilige Entwicklungen! Ein befreundetes Ehepaar hat vor einigen Jahren eine Baeckerei in einer BW Kleinstadt uebernommen... Die Infrastruktur ist optimal (Berufsschule, Gymnasium, Amtsgericht etc. sind alle 'ueber der Strasse') und den Verkaufsraum teilen sie sich mit einer Metzgerei (links Metzger, rechts Baecker..) Die Baeckerei ist glaesern gehalten, jeder kann die Arbeitsprozesse/Backfortschritte verfolgen... sie haben ein Team von ca. 15 Mitarbeitern und die Chefin z.B. achtet darauf dass jede Verkaeuferin die Kunden mit Namen ansprechen kann... Also die beiden verkaufen Qualitaet die breitest anerkannt ist und verdienen sich ' dumm und daemlich'... Die kaemen gar nicht auf die Idee 'dicht zu machen'. Der Sohn ist mittlerweile auch eingestiegen und der Fortbestand der Baeckerei gewaehrleistet.

Wenn man im Backshop des Discounters ein Brötchen ....

... für 15cent bekommt, und beim Bäcker 1,15€ bezahlt, ist es für viele Wohlstandsbürger in diesem Land eben eine Frage des überlebens.
.
Der Bäcker, der noch bis vor 3 Jahren nur wenige Straßenzüge von meinem Haus seinen Laden hatte, hat es sich selbst vermasselt. Der hat nen Euro für ein Brötchen verlangt, das einfach -nicht besser- war als das Brötchen beim Discounter.
.
Irgendwann musste er eben zu machen. Das ist dann auch gut so. Wer keinen Mehrwehrt liefert ist ein Auslaufmodell.

Innovative Angebote setzen sich durch ....

... Ich kaufe seit einigen Jahren mein Fleisch online. Da sitzt nämlich ein Metzger, der innovativ ist, gute Qualität liefert und immer wieder Spezialitäten im Angebot hat, die ich hier in meiner Stadt sonst nirgendwo finden kann.
.

@ um 13:41 von Deeskalator

"In den Ort aus dem ich stamme, hat die Moschee auch eine kleine sehr einfache Bäckerei, die jeden Tag Fladenbrot backt und zu den Feiertagen Baklava, beides einfach super gut."

Das mag ja für sie alles toll sein, ich jedoch bevorzuge ein klassisches Brötchen und Sauerteigbrot.
In "meiner" Stadt (die 2. größe in den NBL) gibt es zum Glück nicht ganz so viele Moscheen und diese mit ihren Bäckerein als Alternative zum Sterben von Bäckerein und Metzgerein aufzuzeigen lässt einen nur noch den Kopf schütteln. Jder Franzose wäre fassungslos würde man ihm anstelle der französischen Esskultur die russische anbieten.

Ich kaufe weiter bei meinem Bäcker um die Ecke und nicht bei Kaufland, Aldi oder Lidl weil es da billig ist. Letztlich bestimmen es die Konsumenten. Wenn Geiz geil ist, dann findet man auch das 13 Cent-Brötchen toll.

Und weil jemand meinte die Bäcker und Fleischer könnten das nicht schaffen mit der Versorgung; ähm, wie haben die das vor 80 Jahren gemacht oder in den 50zigern?

@Reifen vom 23. April 2019 um 12:47 : von Bäcker und Metzger

> also 1. sie sparen sich selbst kaputt, bei besserem Gehalt bekommt man
> auch Personal.

Woher soll das Geld für das "bessere Gehalt" kommen wenn die Kunden nicht bereit bzw. -wegen Niedrigsgeältern- nicht in der Lage sind für ein Bäckerbrötchen mehr zu bezahlen ?

> 2. Das Sortiment anpassen und auch mal am Abend sagen können " ist heute
> ausverkauft" . Man muss nicht immer alles zu jeder Zeit haben dann wird
> auch nicht so viel vernichtet.

Gute Idee. Nur müssten die Kunden es auch Kritik akzeptieren das Backwaren auch mal ausverkauft sein können.

> Es gibt Bäcker die machen es ja den anderen vor, warum klappt es denn
> bei denen???

Möglicherweise liegt es bei diesen Bäckereien daran das die dortigen Kunden bereit -und weil sie selber ein faires Einkommen haben auch dazu in der Lage- sind die, durch die Nachtarbeit von ausgebildeten Fachkräften bedingten, höheren Preise zu bezahlen.

es liegt an jedem selbst

man könnte ja statt beim Discounter beim Bäcker/Mezger einkaufen
ebenso als junger Mensch ne Lehre dort beginnen

USA

"Das Endresultat kann man sich in den USA anschauen, wo Bäcker und Fleischer nichtexistent sind."

Aber die paar, die es gibt, verdienen sich eine goldene Nase. Ein "artisanal" Sonnenblumenbrot kostet hier 7 Dollar, und der Laden ist gut besucht. Macht aber auch "artisanal" Pizza.

Auch hier zu verspüren,...

...ich lebe in einer schönen Kleinstadt im südlichen Niedersachsen 10km von Elbrinxen entfernt.

---

Und auch hier hat sich die Zahl der Bäckereien und Fleischereien in den letzten Jahrzehnten dramatisch verringert.

Früher konnte man die Hauptstraße entlang gehen und fand innerhalb von nur 1,5km Strecke 4 Bäckereien und eine Café.

Die anderen Bäckereien in der Innenstadt und in einem östlichen Stadtteil sind da noch nicht mit inbegriffen.
Es waren >5 soweit ich mich erinnere.

Und heute?
1 Bäcker der noch selber backt ist geblieben.
Der Rest sind Ketten und Supermarktbäcker mit ihrer Industrieware, die zudem auch teurer ist.

Genau das Gleiche bei den Fleischern.
2 Betriebe sind noch da.
Fragt sich nur wer die mal übernehmen will?
Wahrscheinlich keiner.

P.S. Unser letzter Bäcker wird keinen Nachfolger haben. Die Kinder (beide Mädels) haben andere Berufe gewählt.
Aus gutem Grund.

Es ist einfach nur traurig.
und ich vermisse die Amerikaner meines Liebling Bäckers.

> Wie ist das gemeint?
> Auszubildende sind ja nicht fürs Arbeiten zuständig, das machen die
> Angestellten. Auszubildende sind in der Ausbildung, helfe zwar, machen
> aber auch Arbeit.
> Wie kann Mangel an Auszubildenden einen Becker zum Aufgeben zwingen?

Ein Mangel an Azubis/Azubinen bedeutet, nach 3 1/2 Jahren aber auch einen Mangel an Facharbeitern
Ich denke es ist nachvollziebar das fehlende Facharbeiter durchaus ein Grund für eine Geschäftsaufgabe sein können.

RE:vox moderandi

"Was fehlt, sind mehr Bio-Metzger."
Das sehe ich ebenso. Einen Bio-Metzger habe ich in meiner näheren Umgebung leider nicht, und wäre bei Eröffnung sofort Neukunde. Glücklicherweise liefert das familiengeführte "Biomärktlein" meiner Wahl auf Bestellung auch den "Sonntagsbraten" .

Beste Grüße Hador

Das ist wohl kein Problem von

Das ist wohl kein Problem von fehlenden Auszubildenden.
.
Denn gute Qualität kostet gutes Geld.
Ist berechtigt, schmeckt auch besser.
.
Aber wenn nach paarmal im Monat Einkauf beim Bäcker, Bauern, Gemüsehändler, Bäcker die Kassen leer sind, geht man doch lieber zum Discounter.....

RE:dr.bashir

Sie bringen das Thema treffend auf den Punkt. Zudem erwartet häufig genug der deutsche Kunde niedrigste Preise in der Lebensmittelkonsumbranche.
Geiz bist halt immer noch geil !

Beste Grüße Hador

@MSCHM1972 Solang

es Menschen gibt, die "Brötchen" für 15 Cent das Stück oder "Schweine"schnitzel für 3 Euro pro Kilo konsumieren, werden es die Handwerksbetriebe schwer haben.
Wenn es niemand kauft, bietet auch kein Discounter Billigbackwaren oder -fleisch an. Der Kunde bestimmt den Markt. Handelt der Kunde verantwortlich, haben Billigheimer keine Chance.

@Barthelmus Lösung: Meisterpflicht für Bäcker abschaffen

Mit dieser Lösung kommen Sie auch nicht weit.

Ein Eimer Farbe und ein Pinsel reicht da nicht

Überlegen Sie mal was alleine die Maschienen
Backöfen und Kühltechnik kostet.
Dazu brauchen sie noch Eigentum oder einen ewig langen Pachtvertrag.

Keine Bank wird ihnen dazu Kredite gewähren.
Ebenso sieht es bei Metzgern aus.

@ ophorus

"Menschen die sich immer nur selbt bedienen, werden selbst unfreundlich da sie Kontakt und Kommunikation mit Mitmenschen nicht mehr gewohnt sind und positiv erfahren."

Ach was! Ich bin in einer Kleinstadt aufgewachsen, in der es in meiner Kindheit nur Einzelhändler mit Bedienung gab. Aus mir ist trotzdem ein ungeselliger Muffel geworden. Ganz so einfach scheint Ihr Gedsnkengang also doch nicht zu sein. Außerdem schmeißen Sie Themen zusammen, die nichts miteinander zu tun haben. Brötchen kaufen ist kein Kommunikations-Coaching.

Gibt viele Gründe

erstens ist die Arbeit schwer und die Zeiten zu denen gearbeitet werden muss, sind auch nicht besonders förderlich.
Darauf hat die Jugend heute wenig Lust, also nicht nur die Bezahlung.
Und ich sehe auch noch den Trend, zumindest Regional, die guten Bäcker haben sich immer mehr erweitert mit Filialen und am Ende ein Fabrik gebaut.
Und viele haben in den Märkten einen eigenen Stand, meist mit Frühstück und Mittagessen, gilt sowohl für Bäcker und auch Fleischer.

Also nicht nur der Preis ist entscheidend, auf Handwerk hat heute kaum noch jemand Lust.
Büro mit Kaffeemaschine und guter Bezahlung macht das Leben wesentlich leichter.

um 15:50 von zenzi "zeigt es geht auch anders"...

>>Fleischereibetrieb mit eigenem Bauernhof

Bei uns im Ort gibt es einen Bauern, der gleichzeitig Metzger ist und ausschließlich seine eigenen Schweine schlachtet und verkauft. Zusätzlich schlachtet er ca. alle 2 Monate 1 Rind aus der Region, wer davon was haben will, muss vorbestellen.
Das Rindfleisch ist hervorragend abgehangen. Das Schweinefleisch schnurrt in der Pfanne nicht zusammen. Die Koteletts sind größer als im Supermarkt, weil er seine Schweine länger leben lässt, als die armen Ferkel aus den Industriehöfen.
Er hat seinen Hofladen aufgemacht, als Ende der 90er Jahre im Dorf der kleine Supermarkt wegen der Konkurrenz von Aldi und Lidl geschlossen hat.<<

Wünschte ich könnte auch von solch einer Einrichtung profitieren...

der Ausbeuter ist der Käufer / Verbraucher ...

sicher auch die Regulierungen durch die Politik,

aber hauptsächliche Ursache ist die fehlende Solidarität der arbeitenden Menschen.

Früher, als es noch menschliche Werte gab,

war es Ehrensache, das der Arbeiter sein Waren und Leistungen vom Handwerker einkaufte,
der KFZ-Mechaniker vom Bäcker, der Bäcker vom Schuster, der Schuster vom Metzger usw.

So hatte jeder sein Auskommen weil das schlicht und einfach Solidarisch war.

Heute wollen Arbeitnehmer nur noch viel verdienen und selbst beim Einkaufen billig billig möglichst nur industriell verbrochene Lebensmittel oder Waren kaufen - möglichst noch aus dem fernen und noch billigerem Ausland wo Arbeitnehmer ohne Rechte sind.

Jeder dritte Bäcker und Fleischer ...

und? gibt es etwas kein Brot mehr? Hat die Qualität so sehr gelitten, bei näherem Hinsehen ist die Qualität zumindest in der Stadt eher gestiegen, ähnlich wie beim Bier oder beim Fleisch.
Beim Nachwuchs bleibts schwierig überall dort wo Qualifikation zum kleinen Preis gefragt ist (Handwerk und Frauenberufe), überall dort wo Geld verdient wird oder Status, da gibt es sicher auch noch Nachwuchs - allein, der Glaube daran, das es Residualberufe geben kann oder soll, ist eben ein Irrglaube.

Ich kann es nicht mehr hören

Der Kunde ist schuld. Der will alles billig haben.

Dass das nur bedingt stimmt, kann man in jedem Supermarkt erkennen. Was glaubt man, warum Firmen einen Haufen Geld ausgeben, für Logos, Siegel, Zertifikate etc?

Weil sie wissen, der Bürger ist bereit mehr Geld für den gleichen Kram zu bezahlen, wenn mit Öko, Bio, Fair, Nachhaltig etc geworben wird.

Der massive Anstieg des Bio-Produkt-Marktes zeigt das.

Das Problem ist natürlich: die ganzen Dinger halten nicht, was sie versprechen.

Aber: die Menschen zahlen gerne mehr. Wenn denn garantiert wäre, dass man das kriegt, wofür man bezahlt.

Und damit sind wir beim Handwerk. Denn auch da werden Backmischungen, gefrorene Torten und Wasserwurst angeboten. Ist ja auch verlockend - denn der Kunde geht da hin, glaubt an bessere Qualität und kriegt dann nur Minderwertiges.

Das spricht sich herum.

Echte Qualität setzt sich durch - aber die Versuchung der Gewinnmaximierung verführt auch kleine Geschäfte.

@ Toni B. 13.32

Sie schreiben: "Warum jammert niemand darüber, dass Züge nicht mehr mit Kohlen fahren?!"

Na das ist einfach zu erklären - da war der von Ihnen hochgelobte Fortschritt eine Verbesserung.

Schneller, bequemer und sauberer ans Ziel.

Wenn man aber von der Qualität der Lebensmittel immer weiter fort schreitet, dann ist das eben ein Rückschritt.

Aber schön, dass Sie geschrieben haben - denn an Ihrem Post kann man ein Kernproblem der Menschen erkennen: die Erkenntnis, dass neuer nicht unbedingt besser sein muss, lässt leider häufig auf sich warten.

16:18 von NeutraleWelt

"Das ist wohl kein Problem von fehlenden Auszubildenden.
Denn gute Qualität kostet gutes Geld.
Ist berechtigt, schmeckt auch besser."

Wenn Sie keine Azubis mehr haben, fehlen Ihnen irgendwann genau die Fachkräfte, die Ihnen die gute und besondere Qualitätsware herstellen können, für die Sie dann auch bereit sind, einen angemessenen, höheren Preis zu bezahlen.

So wird es kommen, daß die Menge der Konsumenten mit Discounterware zufrieden sein wird, weil sie gar nicht in den Genuss gekommen ist, das Bessere kennen- und schätzen gelernt zu haben.

An den verbliebenen "Gourmets" kann sich dann ein guter Fachmensch eine goldene Nase verdienen. Zudem wird ihm dann die Anerkennung für sein Können zuteil, dass ihm jetzt verwehrt wird.

Der Bürger entscheidet selber, wie es im Handwerk weitergeht.

@Hador Goldscheitel 16.13

Bio-Metzger?,-) was muss ich mir darunter vorstellen? Schlachtet der im Ökopulli? mit Ökomusik von den Bots im Hintergrund? Wenn Sie hier im Ort (Filderraum) zum örtlichen Metzger gehen, kann Ihnen der genau sagen wo und wie seine Rinder und Schweine aufgezogen wurden. In der Region hier- da gibt es keine Massenzuchtbetriebe. Mehr Bio ist in Bio garantiert auch nicht drin

Mag sein..

..dass es Bürger gibt, die aus finanziellen Gründen nicht am Wochenmarkt oder beim direktvermarktenden Landwirt kaufen können..

aber wenn man sieht, wieviel eigentlich unnütze Sachen im Discounter gekauft werden,die man nicht alle essen kann, dann sollte es für die Meisten reichen..

von anscheinend wichtigeren Dingen wie dicke Autos, Urlaubsreisen, etc. ganz zu schweigen..

Einer, der öfters am Wochenmarkt kauft und dem die Sachen von dort besser schmecken.

@um 15:29 von jautaealis

Fleisch und Wurst braucht wahrlich niemand zum Leben, aber Brot brauchen wir letztendlich alle...
.....
Welch ein Trugschluss. Wir haben stoffwechselkranke Kinder, die auf gar keinen Fall fleischlos leben dürften, weil man das L-Carnitin nicht ausreichend zu sich nehmen würde ( ist übrigens ein Defizit fast aller Vegetarier und Veganer, wie mir unser Arzt versicherte).
Nur mit künstlicher Carnitinzufuhr ist ein Mangel dann ausgleichbar. Unsere Kinder benötigen die volle Dosis täglich. Die Kosten für das Carnitin belaufen sich auf 200€ pro Kind und Monat, die die Kassen zwar übernehmen, aber nicht für Vegetarier und Veganer.

Dieses "Das-braucht-doch-keiner" ist wirklich nicht allumfassend gedacht und bei Weitem sogar eine Fehlinformation.

@Mehlwurm

"Ein Mangel an Azubis/Azubinen bedeutet, nach 3 1/2 Jahren aber auch einen Mangel an Facharbeitern" Am 23. April 2019 um 16:10 von Mehlwurm

Danke, auf die Idee bin ich zwar auch gekommen, aber davon wird nichts geschrieben, davon ist nicht die Rede.
Daher haben Sie das selbst hineininterpretiert.

12:32 von ophorus

"Bei uns im Dorf haben 2 Syrer einen Ofen gebaut und machen jeden Tag frischestes, leckerstes Fladenbrot."

Das ist doch eine tolle Erweiterung des Angebotes und ein schönes Beispiel, wie unsere Neubürger unseren Alltag bereichern können.

Nun weiß ich nicht, wie es in Ihrem Dorf bestellt ist, aber dieses prima Fladenbrot kann doch nicht das Angebot einer guten, mit einem umfangreichen Angebot ausgestatteten, handwerklich arbeitenden Bäckerei ersetzen. Es kann eine tolle Ergänzug, belebende Konkurrenz oder auch eine Einladung zu einer befruchtenden Zusammenarbeit sein.

Wenn jetzt der Supermarkt schlechteres aber nur noch halb so teures Fladenbrot anbieten wird, mag es für die Syrer mit dem Brot ein nettes Hobby bleiben wenn ihre Kunden diesen Qualitätsunterschied nicht mehr zu schätzen wissen. Da wirds ihnen nicht anders ergehen, wie der alt eingesessenen Bäckerei, so sie noch da ist und auch ordentliche Qualität liefert.

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