Ihre Meinung zu: Ägypter stimmen über Verfassungsreform ab: Mehr Macht für al-Sisi?

20. April 2019 - 6:43 Uhr

Beobachter erwarten eine weitere Verschlechterung der Menschenrechtslage: Ägyptens Wähler entscheiden über eine Verfassungsänderung, die Präsident al-Sisi eine weitere Amtszeit erlauben würde. Der Ausgang scheint klar. Von Jürgen Stryjak.

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Kommentare

Da wird die EUSA....

sicher schweigsam verharren und wegsehen und diese Militaerdiktatur zum Dank fuer die "Stabilitaet" noch mit Waffen, Spyweare und Geld ueberhaeufen. Es ist zum ko...en. Westliche Wertegemeinschaft halt. Aber Maduro ist ein boeser Diktator. Laecherlich.

Wen überrascht es?

Kritiker mundtot oder gleich tot machen, die Medien gleichschalten oder "direkt" zu den Bürgern twittern, die Gewaltenteilung aufheben... Die charismatischen Führer haben wieder Hochkonjunktur.

Mehr Macht für al-Sisi?

...war das bisher nicht genug? Ist nicht der umgekehrte Fall des Pudels Kern. Die Frage ist doch immer nicht nur, was fängt der jeweilige Diktator damit an, sondern, weil er sich und de seinen später nicht sicher wähnen kann, was fängt sein Nachkomme damit an?

Vernünftiger Plan

Ein Land wie Ägypten, in dem sich die Bevölkerung immer noch sehr stark vermehrt, muss es erstmal um Stabilität gehen.
Wenn die Ägypter wirklich Menschenrechte wollten, könnten sie ja schon mal bei den Frauenrechten anfangen. Ich habe gehört, dass es um die nicht zum besten steht.

Und nach dem "arabischen Frühling" folgt die "arabische Nacht"

In keinem einzigen Land hat dieser von den Medien hochgejubelte Regimechange auch nur eine klitzekleine Verbesserung gebracht. Das Gegenteil ist der Fall. Statt Demokratie eine noch größere Diktatur oder Terror und Chaos vom Feinsten.

Präsidiale Regierungssysteme

stehen der Diktatur näher als der parlamentarischen Demokratie mit seiner Gewaltenteilung. Wenn sich die Macht in einer Person mit seinen politischen Helfern in Militär u. Wirtschaft manifestiert geht es abwärts mit der Demokratie.
Siehe USA, Russland, Frankreich, China, Ukraine, Türkei, Venezuela, Ägypten u.a.!

Was eine, sorry, duemmliche ...

Schlagzeile. Weder die Verfassung, noch das geltende Recht hat seit Al-Sisis "Wahl"irgend eine Funktion. Die Armee macht was sie will. Nun will man das einfach noch legalisieren. Immer das rumgeschreibe um die Warheit. Was soll das?Fakt ist: Aegypten ist eine brutale , inhumane Militaerdiktatur mit Al-Sisi als Kopf. Menschenrechte, Buergerrechte gibt es nicht. Es gilt die Sharia kombiniert mit grenzenloser Macht der Militaers. Wies grad passt. Normalerweise muessten haerteste Sanktionen ausgesprochen werden. Nichts ruehrt sich. Venezuela im Griff der Sanktionen, Kuba auf der Liste, waehrend Jemen verhungert und hier gibts Mia. fuer einen Massenmoerder.
Zu so einer "Wertegemeinschaft" und seiner Sprachrohre kann man nur noch gratulieren.
Zynismus aus. M.M.

Ach....

welches Ergebniss man da wohl erwarten kann? Lasst mich raten.

Ach was....

Welches Ergebniss man da wohl erwarten kann? Lasst mich raten. Egal. Merkel wird sicher gratulieren zur "neuen, demokratisch erlangten" Verfassung und weitere Mia. zusagen.

Die Abstimmunh ist demokratisch

und wenn Sisi ein Tyrann waere, haette er die Verlaengerung seiner Amtszeit eigenstaendig durchgesetzt.

Wir sollten nicht vergessen, dass Sisi Aegypten vor dem Abgrund des Terrors gerettet hat und in den Verbund westlich orientierter Laender zurueckgeholte.

Aegypten muss sich wirtschaftlich erholen, Kredite zurueckzahlen und braucht dazu Stabilitaet ohne Eimmischung von aussen.

Die Abstimmunh ist demokratisch

und wenn Sisi ein Tyrann waere, haette er die Verlaengerung seiner Amtszeit eigenstaendig durchgesetzt.

Wir sollten nicht vergessen, dass Sisi Aegypten vor dem Abgrund des Terrors gerettet hat und in den Verbund westlich orientierter Laender zurueckholte.

Aegypten muss sich wirtschaftlich erholen, Kredite zurueckzahlen und braucht dazu Stabilitaet ohne Eimmischung von aussen.

Worüber man nichts erfährt:

Das ist eine echte Alternative zu al-Sisi.
Da wird der Chef einer eher ohnmächtig wirkenden Oppositionspartei genannt, mehr nicht.
Wenn sich bei den kommenden Wahlen wiederum sehr wenige Menschen zu den Wahllokalen aufmachen und das Wahlergebnis zugunsten der Verfassungsänderung ausgeht, kann man nur vermuten, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit dem autoritären Führungsstil der Militärs unter al-Sisi zufrieden ist.
Was fast ironisch klingt...

Raushalten

bitte einfach nur raushalten. Wir haben Glück gehabt, dass damals Murzi aus dem Amt gejagt wurde. Wäre der noch an der Macht, hätten wir nichts zu lachen. Also liebe EU, lasst die Ägypter machen.

@ klausdxb, um 08:39

“...Aegypten...braucht dazu Stabilitaet ohne Einmischung von aussen.“

Wenn Sie willkürliche Macht zur Erlangung und Stabilisierung der Stabilität gutheißen...ich sehe das anders.
Lesen Sie doch einmal jenseits dieses Artikels der TS über den Alltag in diesem Land, aber nicht nur von den Orten, an denen man als Urlauber so gut wie nichts vom wahren ägyptischen Alltag spürt.
Macht schmeckt süß und macht süchtig - das sehen wir jeden Tag in aller Welt.

@08:58 ablehnervonallem

Ihr Kommentar klingt sehr danach, sich rauszuhalten, weil wir keine Nachteile oder gar indirekte Vorteile von der sich anbahnenden Verfestigung diktatorischer Strukturen in Ägypten haben. Das ist in meinen Augen kein neutrales Raushalten, sondern opportunistisches Billigen.

Klarer Fall

„Es hat gefährliche Auswirkungen auf das politische System, wenn die Verfassung eine Diktatur legitimiert. Die Meinungsfreiheit wird abgeschafft. Übrig bleibt ein einziger Mann, der mit einer Stimme alles beurteilt. Dies wird zu Frustration und Extremismus führen."

Dieser Tatsachenfeststellung ist an Eindeutigkeit it nichts mehr hinzuzufügen.

Und ein Parlament, das irgendjemandem „treu“ ist, ist keine Volksvertretung, sondern Erfüllungsgehilfe der Machthaber:
„Am Dienstag hatte das überwiegend regimetreue Parlament Verfassungsänderungen durchgewunken“.

Von Herrschern, deren Macht - wie überall auf der Welt „üblich“ - auf ihrem Militärapparat und dessen Waffen (bzw. die Gewalt und das Droh-, Einschüchterungs- und Repressionspotential, das von diesen ausgeht) beruht.

Und die „Weltwirtschaft“ schaut - angeblich hilflos - zu. Und liefert weiter.

„Beobachter erwarten eine weitere Verschlechterung der Menschenrechtslage“

Das ist dann leider nicht nur zu erwarten, sondern unvermeidlich.

Die Aegypter

koennen waehlen, AL Sisis oder die Moslembrueder. Viele Leute aus dem Western koennen nicht verstehen, dass anderswo die Uhren anders ticken und Wahlmoeglichkeiten eingeschraenkt sind.
Besserwissen ist einfach, die Wirklichkeiten verstehen schwierig.
Ich wuensche Aegypten einen Weg ohne die fanatischen Auswuechse, die man in Syrien sehen könnte und einen nachhaltigen Weg in einen Rechtsstaat.
Das scheint mit AL Sisis moeglich, mit den Islamisten nicht.

@09:11 IBELIN

Haben Sie das im Bericht übersehen? "Die geänderte Verfassung erlaubt es dem Präsidenten außerdem, hohe Richter zu ernennen und die Justiz als Kontrollinstanz für Gesetzesentwürfe zu umgehen. Militärtribunale dürften noch öfter als bisher auch über Zivilisten richten." Das nennen Sie "einen nachhaltigen Weg in einen Rechtsstaat"? Wie bringen Sie das zusammen?

@ IBELIN

"Die Aegypter
koennen waehlen, AL Sisis oder die Moslembrueder. Viele Leute aus dem Western koennen nicht verstehen, dass anderswo die Uhren anders ticken und Wahlmoeglichkeiten eingeschraenkt sind.
Besserwissen ist einfach, die Wirklichkeiten verstehen schwierig."

Ich bin aus dem "Westen". Ich verstehe vieles. Ich möchte es nur nicht akzeptieren. Und ich weiß einiges besser, weil ich es hier schon besser erlebt habe.

@moderandi

"Ich bin aus dem "Westen". Ich verstehe vieles. Ich möchte es nur nicht akzeptieren. Und ich weiß einiges besser, weil ich es hier schon besser erlebt habe." Am 20. April 2019 um 09:37 von vox moderandi

Na dann ist ja alles klar, wenn Sie "einiges besser" wissen.

Vielleicht kommen Sie auch auf die Idee, dass al-Sisi auch der Meinung ist, dass er "einiges besser" weiß und deswegen mehr Macht haben will, um das Volk mit seinem "einiges besser" Wissen zu beglücken.

Das ist halt so mit dem Wissen - jeder meint "einiges besser" zu wissen.

Anderen kulturellen Hintergrund beachten

@20. April 2019 um 08:12 von Agent apple
Sie kritisieren - ein wenig heftig- dass man al Sisi (Ägypten) einfach machen lässt, wahrend Maduro (Venezuela) schärfsten Sanktionen ausgesetzt wird.
Ich glaube, es ist richtig, dass man nicht alles über einen Kamm schert. Wir haben ja gesehen, dass demokratische Systeme in Lateinamerika gut funktionieren, während die arabischen Frühlinge praktisch sämtlich gescheitert sind. Der kulturelle Hintergrund ist halt ein anderes.

leider sagt der bericht nichts

darüber, weshalb man eine mehrheit für die gesetzesänderung erwartet.. da ist zwar die rede von einer sehr niedrigen wahlbeteiligung - wieso die menschen sich mit ihrer stimme nicht gegen den gesetzesentwurf stellen, wird trotzdem nicht ganz klar..

dass eine relative mehrheit reichen soll, um eine solch eklatante verfassungsänderung durchzusetzen, ist merkwürdig..

09:11, IBELIN

>>Die Aegypter
koennen waehlen, AL Sisis oder die Moslembrueder. Viele Leute aus dem Western koennen nicht verstehen, dass anderswo die Uhren anders ticken und Wahlmoeglichkeiten eingeschraenkt sind.<<

Nein, das verstehe ich wirklich nicht.

Warum haben die Ägypter denn lediglich die Wahl zwischen Islamismus und brutalster Militärdiktatur?

Könnten Sie mir das bitte erklären?

@ Tada

"Vielleicht kommen Sie auch auf die Idee, dass al-Sisi auch der Meinung ist, dass er "einiges besser" weiß und deswegen mehr Macht haben will, um das Volk mit seinem "einiges besser" Wissen zu beglücken."

Auf die Idee bin ich tatsächlich schon gekommen. Habe ich mich so missverständlich ausgedrückt? Ich wollte lediglich sagen, dass ich die Situation in Ägypten zwar verstehe, aber trotzdem lieber eine demokratische Regierung nach unserem westlichen Verständnis sähe.

Westliche Arroganz

Wie üblich üben sich nun wieder viele im Westen in einem kollektiven Aufschrei der Empörung. Man sollte nicht vergessen, dass das entsetzte Gejammer mindestens ebenso groß war, als die Ägypter seinerzeit in demokratischen Wahlen (wie vom Westen "gefordert") die Muslimbrüder an die Macht wählten. Damals kam dem Westen das ägyptische Militär gerade recht, um die Islamisten zu vertreiben.

Ebenfalls unvergessen: In vielen Ländern, in denen sich westliche Staaten einmischten, herrschte hinterher das völlige Chaos: Afghanistan, Irak, Ägypten, Libyen, Syrien. Geht es den Menschen dort jetzt etwa besser, verglichen mit den Zeiten, in denen dort autoritäre Systeme herrschten?

Realistisch gefragt: Was wäre denn momentan eine Alternative zu Al-Sisi?

Der Westen sollte sich zerknirscht in Schweigen hüllen und akzeptieren, dass andere Völker sich für andere Regierungssysteme entscheiden.

08:37 von klausdxb

08:37 von klausdxb
Die Abstimmunh ist demokratisch und wenn Sisi ein Tyrann waere, haette er die Verlaengerung seiner Amtszeit eigenstaendig durchgesetzt.
##
So, ist sie das?
Sehen Sie sich mal alle diese präsidialen Systeme und ihre Herrscher an. Meist ist es
Schein wahrendes Getue,
mit Scheinwahlen in Scheindemokratien hinter dem sich die Fratze der Depoten und ihrer Clique verbirgt. Die meisten präsidialen Systeme stehen, wenn sie noch keine Diktaturen sind, schon mit einem Bein in einer Diktatur.

um 09:37 von vox moderandi

>>
Ich bin aus dem "Westen". Ich verstehe vieles. Ich möchte es nur nicht akzeptieren. Und ich weiß einiges besser, weil ich es hier schon besser erlebt habe.
<<

Verstehen alleine reicht nicht. Letztendlich wird man belegen müssen, dass bestimmte System anderen in der Weise überlegen sind, dass sie den Menschen (welchen ? allen ? den meisten ?) den größten Nutzen bringen. Wir haben ja nicht einmal eine einheitliche westliche Staatsform. D, GB und USA sind z.B. völlig unterschiedlich organisiert und ermöglichen am Ende alle sogar eine Herrschaft der Minderheit über die Mehrheit.

Unsere Werte

........in moslemische Länder zu übertragen bringt gleich Null, siehe Libyen und all die anderen Länder im nahen Osten! Die Auswirkungen kriegen wir täglich zu spüren! Hände also weg ihr Weltverbesserer von diesen Ländern und lernt endlich aus der Geschichte! Sollten sich hier genügend demokratisch Kräfte in Ägypten entwickelte kriegen die das schon hin!!

08:47 von harry_up

Wenn sich bei den kommenden Wahlen wiederum sehr wenige Menschen zu den Wahllokalen aufmachen und das Wahlergebnis zugunsten der Verfassungsänderung ausgeht, kann man nur vermuten, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit dem autoritären Führungsstil der Militärs unter al-Sisi zufrieden ist.
##
Wenn die Wahlen in Ägypten etwas zum Guten verändern könnten, zu mehr Demokratie, dann würden sie nicht durchgeführt. Al Sisi und seine Clique gaukeln der Bevölkerung demokratische Wahlen vor, an denen wieder nur Wenige teilnehmen.
Der große Teil der Bevölkerung wird wieder nicht daran teilnehmen, weil sie wissen, das die Wahlen nichts an der herrschenden Diktatur ändern werden.

Ohnmächtige Bevölkerung

20. April 2019 um 10:03 von tenzin

Ähm, hat das ägyptische Volk tatsächlich eine faire und freie Chance, sich für (oder gegen) ein diktatorisches Regierungssystem zu entscheiden? Aktuell beschließt ja, wie im Artikel beschrieben, ein dem Staatsoberhaupt willfähriges Parlament. Wenn ich auf den Einfluss von Militär und Sicherheitsorganen auf die Möglichkeiten zu Diskurs und Meinungsfreiheit in Ägypten blicke und die de facto nicht gegebene Gewaltentrennung, dann sind die Mitsprachemöglichkeiten der Bevölkerung deutlich eingeschränkt.

Europa, - oder Ihr Westen -, kann da keinesfalls neutraler Beobachter sein.

10:03, tenzin

>>Ebenfalls unvergessen: In vielen Ländern, in denen sich westliche Staaten einmischten, herrschte hinterher das völlige Chaos: Afghanistan, Irak, Ägypten, Libyen, Syrien. Geht es den Menschen dort jetzt etwa besser, verglichen mit den Zeiten, in denen dort autoritäre Systeme herrschten?<<

Irak, Libyen und Syrien sind Länder, die der "Westen" nach dem Zerfall des osmanischen Reiches geschaffen hat. Ohne den "Westen" gäbe es diese Länder also gar nicht. In Afghanistan begann das Elend mit der sowjetischen Besetzung, und Ägyptens Armee ist seit langer Zeit eng mit der US-Armee verbunden. Mubarak, der vom so genannten arabischen Frühling weggefegt wurde, war also ein Verbündeter des "Westens".

Aussitzen: keine Alternative

20. April 2019 um 10:20 von Bora

"Unsere Werte", die Werte von Menschenwürde und universellen Menschenrechten, um gerechte Teilhabe und demokratische Mitsprache, diese Werte sind

1) universell, sie gelten für alle Menschen egal welcher Nation oder welter Religion

2) hat sich Ägypten vor der Weltgemeinschaft zur Achtung dieser Menschenrechte verpflichtet

3) gibt es in Ägypten genügend demokratische Kräfte, die aber gegen die Waffengewalt von Militär und Regime keine Chance haben.

Traurig. Menschenrechte, die Rechte von Minderheiten, Frauen, Homosexuellen, Andersdenkenden, werden tagtäglich in Ägypten missachtet. Das darf nicht toleriert werden. Aussitzen ist hier keine Alternative.

Viele können gar nicht wählen gehen

Die ganzen in der Touristenbranche arbeitenden können gar nicht so schnell mal eben zur Wahl gehen. Die arbeiten nämlich 6 Wochen am Stück weit weg von Zuhause. Es wäre also Zufall wenn sie gerade Urlaub haben. Daher dann auch die geringe Wahlbeteiligung.

10:20, Bora

>>Unsere Werte
........in moslemische Länder zu übertragen bringt gleich Null, siehe Libyen und all die anderen Länder im nahen Osten! Die Auswirkungen kriegen wir täglich zu spüren! Hände also weg ihr Weltverbesserer von diesen Ländern und lernt endlich aus der Geschichte! Sollten sich hier genügend demokratisch Kräfte in Ägypten entwickelte kriegen die das schon hin!!<<

"Unsere" Werte sind in den Ländern, die Sie auf die in ihnen vorherrschende Religion reduzieren, bei vielen Menschen sehr populär.

Ich empfehle, sich mit Literatur aus dem arabischen Raum zu beschäftigen.

Ja, die gibt es.

Es gibt dort nämlich auch Intellektuelle.

Autokraten mögen keine Intellektuellen. Rechte, auch bürgerliche Rechte, ebenfalls nicht. Selbst Helmut Kohl oder George Bush haben sich ja in rhetorischer Intellektuellenverachtung geübt, um damit in populistischer Manier bei den Ungebildeten zu punkten.

Es gibt im arabischen Raum hochgebildete, aufgeklärte Menschen. Die brauchen Unterstützung.

Regierungsform: nicht Sache einer "Kultur"

20. April 2019 um 09:56 von zöpfchen

Ähm, "Kultur" entscheidet grundsätzlich nicht über Demokratie oder Diktatur, genauso wenig wie eine Himmelsrichtung.

Demokratie ist das Prinzip, dass auf der Basis von anerkannten universellen Menschenrechten und der Gleichstellung aller Menschen vor dem Gesetz, alle Meinungen und Bedürfnisse gleichen Rang haben und freie, solidarische Mitsprache zum gerechten Interessenausgleich führt. Dabei sind Rechtsstaat wie Gewaltentrennung sowie Verfassungstreue wichtig.

Das auch in Ihrem Lateinamerika Demokratie oftmals einen schweren Stand hat, hat die Geschichte längst bewiesen. Übrigens genauso gilt dies für Europa. Demokratie ist ein zartes Pflänzchen, welches stets von der Bevölkerung zu schützen ist.

Hier geht es nicht um "Karl May-Argumente". Die Sache ist durchaus differenzierter und tiefgründiger.

In einer Demokratie kann

In einer Demokratie kann sowas gar nicht zur Debatte stehen.

@ablehnervonallem

Genau das macht der Westen nicht. Es wird ein Diktator unterstützt und als toller Partner angesehen.

Wenn es um demokratische

Wenn es um demokratische Grundstrukturen und Verfahren und um Menschenrechte geht, hab ich Schwierigkeiten, da etwas zu relativieren mit dem Hinweis auf "kulturelle Unterschiede". Und das sage ich sehr bewusst als jemand, dem kulturelle Vielfalt wichtig ist - gerade deshalb bin ich dagegen, den Kulturbegriff für Relativierungen im Bereich demokratischer Grundbestandteile und Menschenrechte zu instrumentalisieren.

10:20 von Bora

Unsere Werte in moslemische Länder zu übertragen bringt gleich Null, siehe Libyen und all die anderen Länder im nahen Osten! Die Auswirkungen kriegen wir täglich zu spüren! Hände also weg ihr Weltverbesserer von diesen Ländern und lernt endlich aus der Geschichte! Sollten sich hier genügend demokratisch Kräfte in Ägypten entwickelte kriegen die das schon hin!!
##
Die internationalen Menschenrechte der UNO richten sich nicht nach einer Himmelsrichtung, sie gelten, oder besser sollten für die ganze Welt gelten, auch für die vom Islam beherrschten Länder. Diese Länder haben sich bewusst eigene Menschenrechte gegeben, die nicht den Internationalen Menschenrechten entsprechen, es sind vielmehr Werkzeuge ihrer Despoten, Werkzeuge ihrer Macht um ihre Macht weiterhin über Ihre " Untertanen" ausüben zu können. Es ist schon sehr zynisch bei den Internationalen Menschenrechten von westlichen Werten zu sprechen und damit der Willkür der Missachtung gegen die Menschen das Wort zu reden.

da wo die Sonne scheint

Ich würde sogar einem as-Sisi zustimmen, wenn Ägypten nur sicher und friedlich bleibt. Das genaue Gegenteil sieht man ja zur Zeit im Sudan.
Nach dem erfolgreichen Touristenjahr 2018 und die super Wintersaison ist es Ägypten nur zu wünschen, daß Millionen im Tourismus beschäftigte weiter Lohn und Brot finden. Nie wieder 2011!

09:59 von fathaland slim

Warum haben die Ägypter denn lediglich die Wahl zwischen Islamismus und brutalster Militärdiktatur?
Könnten Sie mir das bitte erklären?
.
Erklären
was wollen sie erklärt haben ?
Warum wurden Schwule hierzulande diskriminiert - vor 50 ..... 80 Jahren
nicht von einer Minderheit von dem Groß der Bevölkerung !
Warum tut man denn aktuell so erstaunt darüber, schaut es als Unding an, betrachtet Andersdenkende kritisch ?
Das Weltbild der Menschen ist eben Schwankungen unterworfen,
Auch Demokratie scheint eben nicht überall auf der Welt die Popularität zu heben wie hierzulande und aktuell - das Wahlrecht ist ja auch nicht so alt ! und das Frauenwahlrecht schon gar nicht
Wir erwarten dass sämtlich andere Kulturen sich uns anzupassen haben und wenn sich bei uns was ändert ebenso eine Änderung einführen
ist das realistisch oder nur Ausdruck unseres europäischen Sendungsbewußtseins, mit dem wir seit Jahrhunderten die Welt zu dominieren/missionieren versuchen

@wie-

"Demokratie ist das Prinzip, dass auf der Basis von anerkannten universellen Menschenrechten" Am 20. April 2019 um 10:37 von wie-

Ja, ja. Und die "Basis von anerkannten universellen Menschenrechten" ist so universell, dass sie regelmäßig herbeigebombt werden soll, bzw. jeder militärischer Angriff damit gerechtfertigt wird. Zivilisten kommen dabei nie zu Schaden, es gibt lediglich unvermeidbare Kollateralschäden.

Ich pfeife auf solche Basis.

Auch wenn es manchen Foristen........

nicht passt, aber manchmal hat man eben nur die Wahl zwischen zwei Übeln und sucht sich das Kleinste aus, sofern man überhaupt eine Wahl hat! Man sollte besonders nicht den Eindruck erwecken, als wenn nur "linke" oder sozialistische Systeme die Bewahrer der Demokratie wären. Die sind, wie die Realität zeigt, auch an der Machterhaltung interessiert, egal, wie sie sich nennen. Ich möchte wetten, daß , z.B. in Bolivien etc. auch nicht alles sauber, rechtlich einwandfrei und demokratisch abläuft, oder würden deren Anhänger ihren Kopf darauf verwetten? Möglicherweise würden die Ägypter nach den Sprücheklopfern Nasser oder Mubarak gerne einen zweiten Sadat haben, aber den gibt es eben nicht.

10:47 von davidw.

. Diese Länder haben sich bewusst eigene Menschenrechte gegeben, die nicht den Internationalen Menschenrechten entsprechen
.
genau da liegt das Problem !
wer gibt an was Richtig, was Falsch ist
wir der Westen ?
seit wann gelten denn diese Menschenrechte bei uns ?
Was war davor ?
Aktuell glauben wir unsere aktuell geltenden Werte in der Welt zu etablieren
erstaunlich nur, vor 100 Jahren haben wir das auch schon gemacht,
mit den damals bei uns ! gelten Vorstellungen
auch vor 500 Jahren ....
und wenn sich unser Denken in 20 .... 200 Jahren ändern sollte,
werden wir wieder andere Kulturen zwingen
sich uns und unserem Selbstverständnis anzupassen

@ wie-, um10:24

Nein, das ägyptische Volk hat (derzeit) kein Wahl gegen ein diktatorisches Regierungssystem zu entscheiden.
Die Wahl soll “lediglich“ ermöglichen, die Amtszeit von al-Sisi zu verlängern.
Also die Wahl zwischen 2 Jahren und ca. 11 Jahren Diktatur.

10:24 fathaland slim

@10:03, tenzin
"In Afghanistan begann das Elend mit der sowjetischen Besetzung, und Ägyptens Armee ist seit langer Zeit eng mit der US-Armee verbunden. Mubarak, der vom so genannten arabischen Frühling weggefegt wurde, war also ein Verbündeter des "Westens". fathaland slim

Schulmeisterei pur. Sie wollen doch nicht etwa behaupten, dass das "Elend" in Afghanistan erst durch den sowjetischen Einmarsch begann und die USA dort es nicht schaffen, dieses, von den Sowjets (?) ausgelöste Elend, zu beseitigen.

Dass die Ägypten nicht immer strammer US-Fan waren, sollte Ihnen auch bekannt sein und die "enge Verbundenheit" mit den USA ist oft nicht Garant für ein erfolgreiches "Demokratiestreben" und Unabhängigkeit der Länder. Ebenfalls sollte bekannt sein, dass die unselige Politik des Westens seit langem nicht nur in Nah-Ost, vielen negative Ereignisse in der Welt auslöste.

10:34 von fathaland slim

Es gibt im arabischen Raum hochgebildete, aufgeklärte Menschen. Die brauchen Unterstützung
.
meinen sie die haben in "arabischen" Ländern darauf gewartet,
dass wir ihnen das Licht bringen
Könnten sie sich vielleicht vorstellen,
dass die auch von ihrer Meinung überzeugt sind
genau so wie wir von unserer ?

In der Sache hoffe ich auf ein lautes und klares NEIN

In der Sache hoffe ich, dass die Ägypter laut und deutlich und klar NEIN sagen zu diesen Änderungen, weil sie gegen internationales Recht und gegen die Grundsätze der Demokratie verstoßen.

1. das Militär hat nicht ueber der Verfassung zu stehen
2. jedes Militär muss fuer Kriegsverbrechen und andere Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden können, auch vor dem Internationalen Strafgerichtshof
3. auch ein Präsident - ganz egal aus welchem Land auch immer - steht nicht ueber der Verfassung
4. die Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit muss wiederhergestellt werden
5. die Amtszeit gehört auf maximal zwei Amtszeiten beschränkt.

09:11 von IBELIN

Diese Wahl und Abstimmung über die Verfassungsänderungen in Ägypten sind wie die Wahl zwischen Knechtschaft durch Al Sisi oder Knechtschaft durch die Moslem Bruderschaft.
Freiheit und Demokratie werden weiterhin keine Chance in Ägypten haben!
Al Sisi wird sich durch Wahlen seine Macht nicht nehmen lassen. Ägypten hat keine Wahl sich demokratisch für internationale Menschenrechte und Demokratie zu entscheiden.
Diktaturen geben ihre Macht nicht durch freie, demokratische Wahlen ab, das geschieht nur in Demokratien.

"Wenn man so will", …

kann man Al Sisi als Ergebnis des sog. "Arabischen Frühlings" ansehen.

Nach dem Sturz Mubaraks kamen dort in den Wahlen danach die Muslimbrüder an die Regierung. Sie waren damals die einzige Partei, die landesweit über langjährige Strukturen verfügte, um sich schnell für die Wahlen zu organisieren.

Nun waren sie anschließend in ihrer Regierungsführung leider aber auch nicht das, was die Ägypter sich unter "demokratisch-rechtsstaatlich-frei" vorgestellt hatten, was nach Mubarak kommen solle.

Was aber nicht daran liegt, dass "die Kultur" der Ägypter eine solche wäre, die prinzipiell Demokratie "nicht könnte". Die kulturellen Gegebenheiten in TUN sind nicht so grundlegend anders. Dort ist seit 2011 eine Verfassungsform entstanden, die man demokratisch nennen kann.

Es ist keine "unerlaubte Einmischung von außen", in ÄGY zivile Kräfte zu unterstützen, denen ganz anderes vorschwebt, als es Al Sisi ist, und es die Muslimbrüder waren.

Bei fast 100 Mio. Einw. aber nicht so ganz einfach …

Demokratie

ist nicht der Massstab aller Dinge in vielen Laendern der Welt, die noch nicht so weit sind wie wir in Deutschland.

Aegypten ist ein afrikanisches Land.

Es gibt eine hohe islamische Terrorbedrohung und geopolitische, existentielle Probleme durch Baumassnahmen am oberen Nilverlauf in Aethiopien und politische Unstabilitaet im Sudan wo Saudi Arabien seine Kornkammer am Nil errichtet hat.

Ohne das Nilwasser kann Aegypten seine Bevoelkerung nicht mehr ernaehren.

Stabilitaet hat dort einen Preis, den Sisi nun einfordert als Garant. Sisi ist der starke Praesident der das Land aus der Krise fuehren kann und muss. Alles andere waere ein zu hohes Risiko. Ist nicht als Willkuerlichkeit aus Machthunger zu sehen.

Desselbe Problem allerdings aus reiner Machtgier sehen wir z.Zt. mit Museveni in Uganda. In Kenya ist die Langzeitherrschaft vorbei. Am fortschrittlichsten ist Ghana wo Machtuebergaenge ohne Stoerungen verlaufen und die neue Regierung in Aethiopien geht in diesselbe Richtung.

@DKAQI um 11:02Uhr

Volle Zustimmung, welche man sogar durch Details stützen könnte, wenn man dürfte. Der Unterschied ist nur, daß niemand behauptet, daß ein "Anlehnen" an die USA zwangsläufig zu Demokratie führen würde. Ich frage mich aber z.B., ob das "Anlehnen" von Castro an Moskau in Kuba zu einer Demokratie geführt hat? Und wie war das in Ägypten unter Nasser?

09:56 von zöpfchen

Der kulturelle Hintergrund ist halt ein anderes.
##
Im alten Europa gibt es auch den historischen, religiösen, kulturellen Hintergrund.
Wenn es so wäre wie sie schreiben, hätten wir in Europa auch nicht den Weg aus der Despotie gefunden und würden dort immer noch feststecken

Ägypten kann ebenso wie USA,

Ägypten kann ebenso wie USA, Türkei, Russland, Venezuela, Kuba, Indonesien, Syrien, ....... stimmen wofür es will, auch wenn es uns nicht passt.

@ NeutraleWelt (11:31): stimmt normalerweise

@ NeutraleWelt

Ägypten kann ebenso wie USA, Türkei, Russland, Venezuela, Kuba, Indonesien, Syrien, ....... stimmen wofür es will, auch wenn es uns nicht passt.

stimmt normalerweise zwar schon, aber wenn die Mehrheit in der Bevölkerung diese Diktatur nicht will dann ist es durchaus richtig, die Opposition dann - wenn sie in der Sache recht hat - zu unterstuetzen. Aber dass heißt fuer mich trotzdem ganz klar: KEINE Waffenlieferungen an irgendeine Seite!!

"Zivilisiert"

Im Prinzip bringt es ein Interviewter auf den Punkt: eine zivilisierte Gesellschaft wechselt ihre Präsidenten. Nur hat der Gute etwas vergessen, nämlich was eine "zivilisierte" Gesellschaft überhaupt ist, und ob die ägyptische bereits so bezeichnet werden kann.

Es gilt "Zivilisiertheit" fängt bei jedem Individuum und seiner Familie an. Solange es aber hohe Protentsätze an politisch völlig Ungebildeten und hohe Protentsätze von sich durch Demagogen und instrumentalisierter Religiösität beeinflussbaren Massen gibt, ist eine Gesellschaft eben in diesem Sinne nicht zivilisiert.

Türkei ist das Paradebeispiel für eine halbe Zivilgesellschaft, in Rückentwicklung befindlich. Tunesien in Progression - aber nur in Gnaden vom Militär- immer noch.

10:56 von karlheinzfaltermeier

«Auch wenn es manchen Foristen nicht passt, aber manchmal hat man eben nur die Wahl zwischen zwei Übeln und sucht sich das Kleinste aus, sofern man überhaupt eine Wahl hat! Man sollte besonders nicht den Eindruck erwecken, als wenn nur "linke" oder sozialistische Systeme die Bewahrer der Demokratie wären.»

"Das mit der Wahl zw. 2 Übeln" scheint mir am Beispiel ÄGY / Al Sisi / Muslimbrüder recht geeignet, um zu beschreiben, wie sich die politische Situation in ÄGY seit 2011 entwickelt hat.

Es geht aber nicht darum, ob "links" oder "rechts" oder "sozialistisch" der bessere Bewahrer von Demokratie wäre.

Wenn es um Länder geht, die sich politisch weg von Feudalherrschaft oder Militärdiktatur entwickeln (wollen / können), geht es immer "in Schrittchen" hin zu mehr Rechtsstaatlichkeit, mehr persönlicher Freiheit für Menschen, mehr sozialer Gerechtigkeit. Nie in einem großen Sprung.

"Nicht perfekte Demokratien" als gegenwärtig sehr positive Beispiele sind Äthiopien, Bolivien, Ruanda.

10:55, Tada

>>@wie-
"Demokratie ist das Prinzip, dass auf der Basis von anerkannten universellen Menschenrechten" Am 20. April 2019 um 10:37 von wie-

Ja, ja. Und die "Basis von anerkannten universellen Menschenrechten" ist so universell, dass sie regelmäßig herbeigebombt werden soll, bzw. jeder militärischer Angriff damit gerechtfertigt wird. Zivilisten kommen dabei nie zu Schaden, es gibt lediglich unvermeidbare Kollateralschäden.

Ich pfeife auf solche Basis.<<

Der einzige, der angeblich im Namen von Demokratie und Menschenrechten bombte, war George Bush Jr.

Dies wird jetzt von denen, die mit Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz nichts anfangen können, dazu verwendet, um diese universalen Werte zu diskreditieren.

Man vergisst dann leicht, daß kein Krieg jemals aus "Wertegründen" geführt wurde.

Mir ist eine sekulare

Mir ist eine sekulare Militärdiktatur 100 mal lieber als eine islamistische "Demokratie", in der der Koran allen aufgezwungen wird.

11:31, NeutraleWelt

>>Ägypten kann ebenso wie USA,
Ägypten kann ebenso wie USA, Türkei, Russland, Venezuela, Kuba, Indonesien, Syrien, ....... stimmen wofür es will, auch wenn es uns nicht passt.<<

Wenn Sie mit Ägypten die ägyptische Bevölkerung meinen, die kann natürlich nicht stimmen, wofür sie will, sondern nur dafür, was Al Sisi ihr erlaubt.

Sisi

Das Volk hatte ihn nicht gewählt, hat nichts zu melden, wofür dann diese Show?

11:02, DKAQI

>>r. Sie wollen doch nicht etwa behaupten, dass das "Elend" in Afghanistan erst durch den sowjetischen Einmarsch begann und die USA dort es nicht schaffen, dieses, von den Sowjets (?) ausgelöste Elend, zu beseitigen.<<

Doch. Ersteres behaupte ich. Letzteres nicht. Denn natürlich wurde Operation Cyclone nicht einmal ansatzweise aus humanistischen Motiven ins Leben gerufen.

>>Dass die Ägypten nicht immer strammer US-Fan waren, sollte Ihnen auch bekannt sein und die "enge Verbundenheit" mit den USA ist oft nicht Garant für ein erfolgreiches "Demokratiestreben" und Unabhängigkeit der Länder.<<

Natürlich war Ägypten nicht immer US-Verbündeter in seiner vieltausendjährigen Geschichte. In den letzten Jahrzehnten aber schon. Ohne Unterstützung der USA könnte sich al Sisi gar nicht halten.

Soviel zum Garanten der USA für Demokratiestreben.

11:07, Sisyphos3

>>10:34 von fathaland slim
Es gibt im arabischen Raum hochgebildete, aufgeklärte Menschen. Die brauchen Unterstützung
.
meinen sie die haben in "arabischen" Ländern darauf gewartet,
dass wir ihnen das Licht bringen
Könnten sie sich vielleicht vorstellen,
dass die auch von ihrer Meinung überzeugt sind
genau so wie wir von unserer ?<<

Intellektuelle sind international vernetzt. Die bringen sich gegenseitig das Licht, wie Sie sich ausdrücken, und zwar auf Augenhöhe.

Freiheitlich denkende Menschen unter einem Diktator brauchen selbstverständlich Unterstützung von außen.

@NeutraleWelt

@fathalandslim
Juckt den Westen doch gar nicht, ob und was das Volk dort will, das war schon zu Kolonialzeit so und heute auch. Hauptsache Saudi Arabien und Ägypten bleiben gute Kunden.

@antred

Sind Sie das ägyptische Volk und dürfen das entscheiden? Gut ist nur die Kirche mit Ihren Missbrauchsfällen?

Stimmt Ägypten für die

Stimmt Ägypten für die Diktatur?
Wie hoch ist die US Militärhilfe an Ägypten?

11:49, antred

>>Mir ist eine sekulare
Mir ist eine sekulare Militärdiktatur 100 mal lieber als eine islamistische "Demokratie", in der der Koran allen aufgezwungen wird.<<

Das schreiben Sie als jemand, der weder unter dem einen noch unter dem anderen System leben muss.

Glauben Sie eigentlich wirklich, daß Ägypten unter al Sisi ein säkulares Land ist?

@ 11:38 von Demokratieschue...

"stimmt normalerweise zwar schon, aber wenn die Mehrheit in der Bevölkerung diese Diktatur nicht will dann ist es durchaus richtig, die Opposition dann - wenn sie in der Sache recht hat - zu unterstuetzen."
.
Das werden doch die Wahlen zeigen, oder?
Dafür gibt es die.
Er wurde 2014 mit einer Mehrheit von 97% gewählt (gut, Wahlmanipulation hin oder her, bei einem Ergebnis von klar über 50% braucht man nicht mehr viel manipulieren).
Wenn die Hälfte der Bevölkerung nicht wählen geht, ist es ihr Problem, siehe Brexit.
Wenn al-Sisi bei der Hälfte der Bevölkerung eine Zustimmung von annähernd 100% hat, dann soll das wohl so sein.
Ich weiß nicht, wo Sie Ihre Mehrheiten her haben und wen Sie da unterstützen wollen, weil Ihnen al-Sisi nicht gefällt.
Regime-Change?
Gefallen Ihnen die Muslim-Brüder besser? Mursi war nicht sonderlich beliebt in Ägypten.

11:23 von klausdxb

«Demokratie ist nicht der Massstab aller Dinge in vielen Laendern der Welt, die noch nicht so weit sind wie wir in Deutschland.»

Das sehe ich auch so.

Das in meinen Augen beste gegenwärtige Beispiel dafür ist die politische Entwicklung in Ruanda nach dem Völkermord von 1994. Keine wirkliche Demokratie, aber eine Regierungsform, die es dem Land und den Menschen dort zunehmend besser gehen lässt.

Dennoch muss es bei all diesen vielen "nicht perfekten" Demokratien immer darum gehen, sich "der Perfektion" weiter und weiter anzunähern.

In Ruanda (zunehmend auch in Äthiopien, das Sie ebenfalls nannten), ist es der starke Einfluss der Frauen in Politik und Gesellschaft, die eine stärker demokratische, ausgleichende, sozial verträgliche Entwicklung befördern.

Eine solche Entwicklung erkenne ich in ÄGY nicht ansatzweise.
Nicht unter Al Sisi, nicht bei den Muslimbrüdern.

Sicher ist die Situation in / um ÄGY komplex-kompliziert.
"Aber brutal muss nicht sein", wie Al Sisi es exerziert.

11:31... Neutrale welt

Da kann man nur hoffen, dass die Bevölkerungen insbesondere von USA, Venezuela, Türkei, Brasilien oder Thailand aus den angerichteten Schäden klug werden und ihre despotischen Regime abwählen, wenn man sie denn noch wählen lässt.
Eine Voraussetzung um ein Land wirtschaftspolitisch aufzubauen ist allerdings eine gewisse Stabilität und Sicherheit herzustellen.
Was nützt die beste Demokratie wenn eine Regierung unfähig ist seiner Bevölkerung wenigstens die nötige Grundversorgung zu gewährenleisten?

@ 11:54 von Hackonya2

"Juckt den Westen doch gar nicht, ob und was das Volk dort will, das war schon zu Kolonialzeit so und heute auch."
.
Da Sie mich angesprochen haben......
Ach Sie wissen, was das Volk dort will?
Sehr interessant.
Nach dem Sturz von Mursi wegen langanhaltender Proteste der Bevölkerung wurde ein Übergangspräsident eingesetzt.
Al-Sisi ist darauf (nachdem er alle militärischen Ämter niedergelegt hat) zur Wahl angetreten. Und hat mit großer Mehrheit gewonnen.
Und was er jetzt versucht sollte Ihnen doch von Erdogan bekannt sein? Eben.
Was in der Türkei gut ist, ist in Ägypten schlecht?
Komisches Verständnis von Demokratie.

11:54 von fathaland slim

Freiheitlich denkende Menschen
.
was wir unter "freiheitlich" verstehen
ist das ein allgemeingültiges universelles Naturgesetz ?
und "Intellektuelle" was ist an denen Besonderes ?
braucht man Abitur um mitmenschlichkeit -
was auch immer man darunter versteht, zu leben ?

Hat irgend jemand denn die vielen absolutistisch..

regierenden Prinzen, Scheichs und Emire zum Beispiel in den arabischen Golfstaaten jemals demokratisch gewählt?

Klare Antwort darauf:

Nö!

Gesamtfazit
Alle arabischen Potentaten sind grundsätzlich irgendwie gleich, aber viele arabische Potentaten sind halt wesentlich gleicher als andere!

Besonders der Ölreichtum gewisser Staaten..

..und den Rest wissen Sie ja schließlich selbst!

@Demokratieschützerin

Wenn die Mehrheit das nicht will, dann würden die auch nicht so wählen? Das Hauptproblem für Ägypten ist doch, das niemand diesen Sisi gewählt hatte. Er hält sich mit Militärgewalt an der Macht.
In der Türkei gabs vor kurzem Wahlen und in Istanbul, Ankara, Izmir... hat die Opposition gewonnen. Wie war das möglich?: Durch freie Wahlen.
In Ägypten wurde der Mursi legitim gewählt, wo ist er?:
Im Gefängnis, ergo es gibt keine freie Wahl in Ägypten.

von fathaland slim

"Der einzige, der ... im Namen von Demokratie und Menschenrechten bombte, war George Bush Jr. Dies wird jetzt von denen, die mit Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz nichts anfangen können.. zu diskreditieren.
Man vergisst..., daß kein Krieg jemals aus "Wertegründen" geführt wurde." fathaland slim

Wieder eine "Besserwisser-Aussage". Im Namen der Demokratie wurde der Missionseifer der Kirchen fortgesetzt. Das in dem Bewusstsein, nur sie hätte die Wahrheit und muss diese "Wahrheit" der Welt aufzwingen. Das fängt nach 1945 schon in Korea an. Nicht "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz " sind die Gründe für die Kriege, diese Tugenden stehen Kriegen diametral entgegen. Es geht allein um Vorherrschaft, Machtansprüchen und -Absicherungen und um Gewinne. Nach meiner Meinung ist das der Antrieb auch in Demokratien und unabhängig von den jeweiligen Personen. Wobei Ihre o.a. Tugenden meinen Idealen entsprechen. Da stimme ich Ihnen zu.

12:03, NeutraleWelt

>>Er wurde 2014 mit einer Mehrheit von 97% gewählt (gut, Wahlmanipulation hin oder her, bei einem Ergebnis von klar über 50% braucht man nicht mehr viel manipulieren).<<

Warum hat man es denn dann getan?

Wahlergebnisse von 97% gibt es ausschließlich in Diktaturen.

>>Mursi war nicht sonderlich beliebt in Ägypten.<<

Trotzdem hat er die Wahl damals gewonnen. Ohne Manipulation.

Ich bin alles andere als ein Mursifreund, aber diese Tatsache sollte man dann doch bitte nicht abstreiten.

Gibt es eigentlich einen

Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Religion und Demokratie oder wie lässt sich die Tatsache erklären, dass es weltweit keinen Staat mit einer muslimischen Bevölkerungsmehrheit gibt, der unseren Maßstäben einer Demokratie standhält?

Abstimmung

Viel laute Musik seit 8 am benachbarten Wahllokal. Bürgersteig frisch gemacht und herausgeputzt. Hier ist gerade Wochenende, auf den Straßen also wenig los da viele ausschlafen. Mit Gruß aus Kairo.

12:15 von Hackonya2

In Ägypten wurde der Mursi legitim gewählt, wo ist er?:
.
unser (westliches) Problem
Demokratie Wahlen ist was tolles und erstrebenswertes
die Grenzen was gewählt wird, bestimmen natürlich wir

Wen wundert es, die Liste der

Wen wundert es, die Liste der demokratischen Länder mit einer muslimischen Mehrheit ist (wenn überhaupt) nicht lang...
Die Frage, inwiefern die Religion dafür mitverantwortlich ist, kann jeder für sich selbst beantworten....

@Erfahrungsträger

Die Frage für die ägyptischen Wähler wird vermutlich sein , ob sie sich auf eine ungewisse politische Zukunft mit Unruhen und Versorgungskrisen wie in venezuela einlassen sollen, oder auf ein Militärregime das zwar einige MR unterdrückt dafür Sicherheit, Arbeitsstellen, Wirtschaft bsw. Tourismus weiter aufbauen kann.
Ich meine, wir können von solchen Ländern nicht einfach die gleiche Entwicklung wie in Westeuropa erwarten.

12:08 von Ultimo25

Was nützt die beste Demokratie wenn eine Regierung unfähig ist seiner Bevölkerung wenigstens die nötige Grundversorgung zu gewährenleisten?
##
Dann taugt die Regierung nichts!
Schütten Sie nicht die Demokratie mit einer unfähigen Regierung in die Gosse.
Demokratien kranken meist an unfähigen Regierungen, aber nicht umgekehrt, unfähige Regierung an der Demokratie und ihren freiheitlichen Prinzipien.

12:15, Sisyphos3

>>11:54 von fathaland slim
Freiheitlich denkende Menschen
.
was wir unter "freiheitlich" verstehen
ist das ein allgemeingültiges universelles Naturgesetz ?<<

Das hat mit Natur nichts zu tun, sondern mit Humanität.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde von der UN-Generalversammlung am 10. Dezember 1948 ohne Gegenstimme beschlossen.

Nix mit "westlich".

>>und "Intellektuelle" was ist an denen Besonderes ?<<

Ja.

>>braucht man Abitur um mitmenschlichkeit -
was auch immer man darunter versteht, zu leben ?<<

Selbstverständlich nicht.

Trotzdem sind gebildete, weltläufige Menschen das Salz einer jeden Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die ihre Intellektuellen nicht wertschätzt, ist kulturlos.

Was wäre Deutschland denn ohne Kant, Hegel, Goethe? Um bloß mal drei Namen zu nennen.

12:17 von fathaland slim

Ich bin alles andere als ein Mursifreund, aber diese Tatsache sollte man dann doch bitte nicht abstreiten.
.
warum wurde das Votum - vorallem im Westen - nicht akzeptiert ?

09:59 von fathaland slim

>>Warum haben die Ägypter denn lediglich die Wahl zwischen Islamismus und brutalster Militärdiktatur?<<

Warum maßen wir mit unserer kulturellen Erfahrung immer wieder an es besser zu Wissen?
Bis dato ist (fast) jede vom Westen aufgezwungene "Demokratie" in den arabischen Ländern schiefgegangen. Warum es nur diese zwei Möglichkeiten (Islamismus oder Militärdiktatur) dort gibt können wir alle wohl nicht beantworten. Darüber reden oder Mutmaßen ist keine Antwort.

Warum sollte Ägypten auch auf

Warum sollte Ägypten auch auf die Liste der Demokratien mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit wollen?
Moment mal.....gibt es eine solche Liste überhaupt?

@ fathaland slim

Intellektuelle sind keinen Deut besser.

Sie sind genauso verführbar wie alle anderen auch.

Denken Sie nur an die kommunistischen Intellektuellen.

12:16, DKAQI

>>Wieder eine "Besserwisser-Aussage".<<

Es wäre schön, wenn Sie ohne persönliche Herabsetzungen auskommen könnten.

>>Im Namen der Demokratie wurde der Missionseifer der Kirchen fortgesetzt. Das in dem Bewusstsein, nur sie hätte die Wahrheit und muss diese "Wahrheit" der Welt aufzwingen. Das fängt nach 1945 schon in Korea an.<<

Der einzige Krieg, der offiziell im Namen der Demokratie geführt wurde, war der zweite Irakkrieg. "Demokratie" spielte im Koreakrieg nicht die geringste Rolle. Südkorea war damals eine lupenreine Diktatur.

>> Nicht "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz " sind die Gründe für die Kriege, diese Tugenden stehen Kriegen diametral entgegen. Es geht allein um Vorherrschaft, Machtansprüchen und -Absicherungen und um Gewinne.<<

Ja, natürlich! Das ist genau das, was ich geschrieben habe, und jetzt schreiben Sie es selbst.

08:02 von zöpfchen

Wenn die Ägypter wirklich Menschenrechte wollten, könnten sie ja schon mal bei den Frauenrechten anfangen.
.
wollen sie das (Menschenrechte) ?
87 % (lt. UNICEF) der Frauen in Ägypten sind beschnitten
übrigens unabhängig der Religion
das machten deren Mütter und Großmütter !
wenn "Betroffene" also die unserer Meinung nach "Gequälte" das machen,
wie ticken die dann in der Gesellschaft

12:35, Einfach Unglaublich

>>@ fathaland slim
Intellektuelle sind keinen Deut besser.

Sie sind genauso verführbar wie alle anderen auch.

Denken Sie nur an die kommunistischen Intellektuellen.<<

Hat denn irgendwer behauptet, daß Intellektuelle unfehlbar wären?

Aber gerade die von Ihnen angeführten "kommunistischen Intellektuellen" haben ihre Positionen oft sehr kritisch hinterfragt.

12:15 von Sisyphos3

«Freiheitlich denkende Menschen»

«was wir unter "freiheitlich" verstehen
ist das ein allgemeingültiges universelles Naturgesetz ?»

"Universelle Naturgesetze" kennt die Physik.

"Freiheitliches Verständnis" ist aber in ähnlichem Umfang überall auf der Welt das gleiche, als dass Menschen sagen können wollen, was sie zum Thema … denken. Und von niemandem vorgeschrieben bekommen, was sie wozu zu sagen und zu denken hätten.

«und "Intellektuelle" was ist an denen Besonderes ?»

"Einheitlich Besonderes" gibt es an Intellektuellen nichts. Gar nichts.
Intellektuelle, die ihre Intellektualität um ihrer selbst willen vor sich her tragen, nerven wie die Pest. Andere, die sie einzuordnen vermögen, können wunderbar anregende Gesprächspartner sein.

A. von Humboldt, A. Einstein, J.P. Satrre. Alle drei Intellektuelle.

«braucht man Abitur um mitmenschlichkeit -
was auch immer man darunter versteht, zu leben ?»

Was für eine Frage …!
Man muss nicht einmal lesen und schreiben können.

12:28 von fathaland slim

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde von der UN-Generalversammlung am 10. Dezember 1948 ohne Gegenstimme beschlossen.
.
was wollen sie damit sagen ?
damals war hierzulande auch Schwulsein strafbar
sogar noch 30 Jahre lang - schon vergessen ?
und wenn heutzutage in 72 Ländern das bestraft wird,
in 13 Länder sogar mit dem Tod
da sollte man sich schon Gedanken machen

... und Kant, Hegel, Goethe
würden sie zu allem stehen was die geschrieben und gedacht haben ?
mit den heutigen Augen und der Sicht der Dinge ?
was halten sie von dem großen Machiavelli
.
um hier einem möglichen Mißverständnis entgegenzutreten
ich stehe zu unserem westlichen Weltbild ohne Wenn und Aber
nur denke ich man sollte auch das Weltbild in anderen Kulturen (versuchen) zu akzeptieren
früher einfach, da war der Kontakt begrenzt, aber heute wo Multikulti üblich ist man zusammenkommt, gar zusammenlebt, da gibts Probleme

09:11 von IBELIN

"Die Aegypter
koennen waehlen, AL Sisis oder die Moslembrueder."

Die Muslimbrüder stehen zur Wahl? Das wäre mir neu. Verboten, ermordet, zu hunderten im Gefängnis - wer soll da zu welcher Wahl stehen?

Der ägyptische Präsident ...

... wird immer noch as-Sisi ausgesprochen!

davidw. 12:28

"Dann taugt die Regierung nichts!
Schütten Sie nicht die Demokratie mit einer unfähigen Regierung in die Gosse."
Das ist keinesfalls meine Absicht.
Ich möchte nur im Fall Ägypten, meinem Reiseland, deutlich machen dass eine 2011 demokratisch gewählte Regierung unter Mursi leider nicht die grossen Hoffnungen erfüllen konnte und schliesslich in eine umfassende Versorgungskrise abglitt,wodurch das alte Regime zwar unrechtmässig doch eigentlich alternativlos, sich wieder an die Macht putschte. Wie sie dann damit umging steht auf einem anderen Blatt.

12:36 von fathaland slim

"Wobei Ihre o.a. Tugenden meinen Idealen entsprechen. Da stimme ich Ihnen zu." DKAQI
"Ja, natürlich! Das ist genau das, was ich geschrieben habe, und jetzt schreiben Sie es selbst" fathaland slim

Warum wiederholen Sie das?
Lesen Sie die Beiträge anderer genauer, dann werden Sie feststellen, dass es fast immer um diese Tugenden geht und das diese Tugenden eben nicht der Antrieb des "Werte"-Westens sind. Die meisten Foristen hier stören sich sich an den oft erlebten Darstellungsweisen von Politik und Medien, denn weiße Westen können schmutzig sein.

10:59 von harry_up

"Also die Wahl zwischen 2 Jahren und ca. 11 Jahren Diktatur."

Womit dann klar wäre, ab wann die Ägypter eine Möglichkeit hätten, die Diktatur "abzuwählen". Inzwischen aber wird Herr Al-Sisi sich mit dem Militär so eingerichtet haben, dass auch nach 11 Jahren kein Ende in Sicht sein wird.
Wie Aufstände ausgehen, haben die Ägypter nun 2x erlebt (Tahrir-Platz/Ermordung und Inhaftierung der MB).
Und westliche Regierungen schweigen, weil's so herrlich ruhig ist. Das wäre gut für die Wirtschaftsbeziehungen. Ob das die Demokratie ist, von der Herr Kerry gesprochen hat?
Vielleicht haben Gaddafi, Hussein und Assad einfach zu wenig gekauft und die Kontakte nach SaudiArabien und die Golfstaaten nicht ausreichend gepflegt.

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