Ihre Meinung zu: 20 Jahre nach Columbine-Amoklauf: "Das ist, als ob man den Tod feiert"

20. April 2019 - 6:42 Uhr

Vor 20 Jahren erschossen zwei Schüler an der Columbine High School 13 Menschen. Für viele der Angehörigen ist die Erinnerung an den Tag eine Qual - an der sie fast zerbrechen. Von Martina Buttler.

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Kommentare

Der Bericht beschreibt

Der Bericht beschreibt beeindruckend, was die Überlebenden und Hinterbliebenen eines solchen Amoklaufes auch Jahrzehnte danach noch durchmachen, und wie unvorhersehbar manche auch nach 20 Jahren noch emotional schwer tragen, in ein Loch fallen und ihr ganzes Leben geprägt ist von dieser Wahnsinnstat.
Der Bericht verzichtet darauf aufzuzeigen, dass die USA wenig bis gar nicht weitergekommen sind bei der Verschärfung der Waffengesetze: Die Waffenlobby ist immer noch mächtiger als die Lobby Hinterbliebener und Betroffener. Auch das ist traurig und stimmt nachdenklich.

Wer sich u.a. mit den

Wer sich u.a. mit den Hintergründen der Täter, dem Einfluss der Waffenlobby, der Einschätzung von Konfliktforschern und einem Überblick über Amokläufe an amerikanischen Schulen befassen möchte, dem sei eine Sendung des Dlf (https://tinyurl.com/y6e728wc) empfohlen.

Im Moment wird ja

auch in der Schweiz über eine Verschärfung abgestimmt.Wobei die Unterschiede zu den USA sind Gravierend:
Mit Knapp über 8 Millionen (Davon über 20% Ausländer) ist das Land überschaubar,die Allgemeinbildung ist gegenüber den USA mehr als nur viel besser ,und eine Besonderheit der Schweizer Armee ist das Milizsystem (die waffen werden in vielen Fällen zuhause aufbewahrt).Wenn man sich veranschaulicht das fast soviele Waffen in Privathänden sind wie in den USA und sieht das fast nichts passiert (weniger als in Deutschland % durch Schwarzmarktwaffen),sieht man :Es liegt nicht nur an den waffen sondern an den Menschen.
Oder zb Kanada wo genausoviele Waffen rumschwirren wie in den USA , genaus wie in der Schweiz zum grössten Teil Jagdunfälle.Also woran liegt es? In meinen Augen an der Mangelnden Allgemeinbildung ,dem Rassismus und dem Politischen System das diese Art der Unsozialen Wirtschaft mit Ihrem unmenschlichen System nicht nur unterstützt sondern expolizit Fördert.

Ist es wirklich schon 20 Jahre her?

Es kommt mir vor, als wären es maximal 10 Jahre gewesen.

Wirklich getan hat sich seitdem nichts. Es fanden nach dem Ereignis weiterhin Amokläufe an Schulen (und anderen Orten) statt. Das ist nicht nur traurig sondern auch beschämend für die US amerikanische Gesellschaft.

Sind die Täternamen immer noch notwendig?

Die beiden Täter haben – soweit ich das noch weiß – damals das Gemetzel nur wegen späterer Berühmtheit begangen. Die Berühmtheit wird durch eine Namensnennung eigentlich nur noch gestärkt und hat nach 20 Jahren keinen wirklichen Informationswert mehr. Kann sie nicht weggelassen werden?

09:51 von birdycatdog Ist es

09:51 von birdycatdog
Ist es wirklich schon 20 Jahre her?

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Vielleicht kommt es Ihnen kürzer vor, weil an amerikanischen Schulen Amokläufe ständig passieren.

Das "Waffengesetz" lässt grüßen.

Leider hat sich nichts geändert

Ich kann mich erinnern wie mich dieses abscheuliche Verbrechen sehr erschüttert hat. Schlimm ist, danach hat sich nichts geändert bezüglich strikterer Waffengesetze. Es werden leider noch viele viele unschuldige Menschen mehr sterben und dann wird sich auch nichts ändern. Die USA sind diesbezüglich ein hoffnungsloser Fall.

10:14 von

10:14 von Stumpelrilzchen

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Es wäre jedenfalls richtig, wenn das (Wunsch danach, berühmt zu sein) gegerell berücksichtigt würde. Der Wunsch sollte denen auf jeden Fall nicht erfüllt werden.

Bei anderen Tätern ist mir das egal.

09:17 andererseits

Vielen Dank für den Link! Ich fand die Hörsendung sehr aufschlussreich und interessant! Wenn man das Gebaren und Relativieren der US-Waffenlobby nach jedem Amoklauf mitkriegt, ist es jedes Mal zum Verzweifeln... Neuseeland zeigt dass es auch anders geht.

@10:38 Taichikatze

Gern geschehen. Und der Hinweis auf Neuseeland ist sehr angebracht und passend. Frohe Ostern Ihnen!

Mein Mitleid hält sich in Grenzen

Wer Menschen den Zugang zu Waffen in derart einfacher Form wie in den USA ermöglicht, der darf sich über derartige Vorkommnisse nicht wundern.

Natürlich trifft es meistens Unschuldige, aber man hätte wenigstens aus den Fehlern lernen können. Passiert ist jedoch nichts ... im Gegenteil ... die Waffenlobby ist stark wie eh und je ... und das wird sich in naher Zukunft wohl auch kaum ändern, denn dafür spielen die USA viel zu gerne "Weltpolizei" und "starker Mann".

Nur ... so lange das so ist ... müssen sie halt auch mit Amokläufen leben und umgehen lernen.

Das mag jetzt "hart" klingen, aber so sind eben die (derzeitigen) Fakten.

@10:53 LifeGoesOn

Sie haben kein Mitgefühl mit Opfern und Betroffenen, weil die Waffenlobby zu stark ist? Diese "Logik" erschließt sich mir nicht.

die Columbine High School

ist überall
.
wie fühlen sich Eltern, Geschwister, Mitschüler in Erfurt oder in Winnenden ?

zu der Waffenloby

in den USA gehören natürlich auch deutsche Firmen. Etliche Attentäter hatten deutsche Waffen dabei.

Mir erschliesst sich nicht warum jemand eine halbautomatische oder automatische Waffe braucht. Das sind Militärwaffen und haben nichts in privaten Händen verloren. Diese sind auch zur Jagd unnötig.

Ein Verbot zum Verkauf solcher Waffen wäre schon einmal ein erster Schritt.

@andererseits

Ich denke so hat es LifeGoesOn nicht gemeint.

Nur:
Solange rechtskonservative Republikaner und die Waffenlobby nicht von der Politik der frei zugängigen Waffen nicht abrücken, müssen wir uns über immer neu geschehende Amokläufe nicht wundern.
Klar kann man sich Waffen auch ilegal besorgen - aber das bedeutet ja auch ein gewisses Risiko und schützt die Gesellschaft doch etwas besser, wie ich finde.

Ich sehe es als Kommentar gegen die gewissenlosen Heuchler, obwohl man manchen eventuell unterstellen könnte, dass sie es nicht besser wüssten.

Es ist wohl in erster Linie ein Problem des Lobbyismus, das vorallem konservative und wirtschaftsnahe Parteien haben.
Auch Trump, der ja das Gegenteil versprochen hatte ist noch verstrickter als je ein Präsident zuvor.

@ andererseits um 10:59 Uhr

Da haben Sie mich falsch verstanden, aber JohnBowie (um 11.23 Uhr) hat es ja schon erklärt (danke dafür :-)).

Natürlich kann man Fehler machen ... und man kann sicherlich auch (vorübergehend) annehmen, dass mehr Waffen mehr Schutz bieten. Wenn die Realität jedoch nachhaltig das Gegenteil beweist, dann bleibt eigentlich nur die einzig logische Konsequenz: Die Waffen müssen weg und der Zugang verwehrt oder zumindest deutlich erschwert werden.

Wenn jedoch über inzwischen Jahrzehnte dies nicht erkannt wird ... und im Gegenteil weiterhin dazu "eingeladen" wird, Waffen zu kaufen ... wie bitte soll ich dann auf Dauer noch so etwas wie Mitleid empfinden (was ich wohlgemerkt im Normalfall tun würde!)?

Muss ich jedoch jetzt nicht (langsam) davon ausgehen, dass "die" es gar nicht anders wollen? Ist Mitleid dann nicht sogar Fehl am Platz?

Das wiederum kann man eigentlich nur mit Jein beantworten. Vom (Nicht-)Handeln der USA gesehen deutlich mit Ja, vom menschlichen Standpunkt aber klar Nein.

10:33 von Magfrad

Schlimm ist, danach hat sich nichts geändert bezüglich strikterer Waffengesetze
.
warum ändern ??
die Waffe lag im Nachtisch
daneben die Munition
das ist damals verboten gewesen - das ist heute verboten
also nicht das Waffengesetz ändern sondern anwenden !
da einzige was man machen sollte die Strafen erhöhen
den Vater 10 Jahre ins Gefängnis stecken - vielleicht schreckt das ab
wobei ich denke nicht
im Wort Waffennarr stecken ja 2 Begriffe, Waffen und ......

11:15 von Palma

Mir erschliesst sich nicht warum jemand eine halbautomatische oder automatische Waffe braucht
.
mir auch nicht
aber mir erschließt sich so viel nicht .....
Man sollte versuchen die Freiheiten des Einzelnen und seine "Spinnereien"
nicht zu sehr einzuschränken
diese Enden allerdings bei den Rechten seiner Mitmenschen
und es gibt Gesetze an die man sich zu halten hat
warum fordert man das nicht rigoros ein, bevor man generell alle bestraft

Die "Waffenlobby" ist das Volk,

und umfassende Verbote haben in der Bevölkerung schlichtweg keine Mehrheit. Nicht einmal in der 'progressiven Speerspitze' Kalifornien.
Im Übrigen hat die USA nicht ein Waffengesetz, sondern etwa 10.000 lokale Regelungen die zum Teil sehr unterschiedlich streng sind. Die sichersten Orte sind die mit den wenigsten Einschränkungen, kein Wunder dass da kein Interesse an Änderung besteht.
Tragische Einzelfälle lassen sich leider nicht verhindern, das liegt in ihrer Natur.
Auch in NZ nicht. Da bestand auch schon länger der ebenfalls nicht mehrheitsfähige Wunsch, die Waffengesetzgebungen deutlich restriktiver zu gestalten. Das tragische Ereignis kürzlich bot die Möglichkeit, die Pläne aus der Schublade zu nehmen und umzusetzen, solange noch eine allgemeine Schockstarre herrscht. Unabhängig davon wie man inhaltlich dazu steht, darf man solche politischen Manöver durchaus fragwürdig finden. Mal sehen, ob Frau Ardern das bei der nächsten Wahl hilft oder nicht.

Tragisch, aber relevant?

Der Amoklauf in Columbine/USA vor 20 Jahren war äußerst tragisch. Aber warum dies ein Aufmacher im öff.-rechtl. Fernsehen in Deutschland sein muss, erschließt sich mir nicht. Inzwischen gab es hierzulande die vergleichbaren Amokläufe in Erfurt und Winnenden und den islamistischen Anschlag vom Breitscheidplatz. Das berührt mich doch deutlich mehr. (Winnenden war übrigens am 11. März 2009, ist also heuer 10 Jahre her, ohne dass die Tagesschau am 11. März 2019 daran ähnlich prominent erinnert hätte). Warum bestehen gefühlt die Hälfte der Tagesschau-Nachrichten eigentlich aus Nachrichten aus den USA?

@11:50 LifeGoesOn

Danke für Ihren Nachtrag. Ich meine allerdings auch weiterhin: Man kann nicht sagen, dass "die" es nicht anders wollen; man kann allerhöchstens sagen, dass die Waffenlobby immer noch einen erschreckenden direkten Einfluss auf Abgeordnete und Senator*innen hat.

Nun müssen schon olle

Nun müssen schon olle Kamellen aufgewärmt werden, damit man wieder lauthals auf die Waffenlobby und deren Kunden schimpfen kann ! Eine kluge Frau (wie Frau Buttler) hat ganz bestimmt Zugang zu den großen Datenbanken und könnte als Fleißarbeit doch gelegentlich eine Todes-Ursachen-Statistik veröffentlichen, aus welcher jeder Angsthase ersehen kann, wie groß sein Risiko ist, durch Waffengewalt ums Leben zu kommen. Ich bin sicher, daß anschließend kaum noch Wünsche geäußert werden, die Waffengesetze weiter zu verschärfen und unsere Verbotsgesellschaft zu fördern. Ich kenne mehr als Tausend Todesfälle sehr genau, weil diese mich etwas angingen - darunter war e i n Opfer einer Schußwaffe (eine Selbsttötung).

Mein..

Gott ist das Ereignis schon 20 Jahrre her. Wenn die Waffenlobby NRA in der USA so mächtig ist wird es leider immer solche Ereignisse geben.

@Palma

Ihre Forderung ist bereits zu 50 % umgesetzt. Automatische Waffen gibt es auf legale Art und Weise auch in den USA nicht zu kaufen. Einfach mal informieren.

@Quakbüdel
Die meisten Leute wollen sich doch gar nicht im Detail mit solchen Statistiken auseinandersetzen. Man nimmt einfach eine Zahl die dem eigenen Argument dient und lässt den Rest unter den Tisch fallen. Bestes Beispiel ist die Zahl an Schusswaffentoten die gerne immer wieder genannt wird. Das diese Zahl Suizide mit Schusswaffen enthält oder sie nicht zwischen legalem und illegalem Besitz unterscheidet wird gerne nicht erwähnt.

@ Vroni

Warum bestehen gefühlt die Hälfte der Tagesschau-Nachrichten eigentlich aus Nachrichten aus den USA?

Stimmt gar nicht. Aber über das "gefühlt" sollten Sie nachdenken.

@ Quakbüdel

Nun müssen schon olle Kamellen aufgewärmt werden

Diese Bemerkung empfinde ich als respektlos. Es geht um die schmerzhafte Erinnerung an eine zurückliegende Katastrophe. Und da wäre Zurückhaltung angesagt.

12:41 Vroni

Die Tagesschau hat am 11.03.2019 durchaus ausführlich an den Anschlag in Winnenden erinnert und zwar in einem Beitrag von ca 2 Minuten. Auch der Deutschlandfunk berichtete über den Tag hinweg in mehreren Beiträgen und Kommentaren.
Das Gefühl, dass die Hälfte der Nachrichten die USA betreffen, könnte an einer selektiven Wahrnehmung liegen. Über was man sich aufregen will, scheint besser in Erinnerung zu bleiben,

Waffenrecht Columbine

Leider sehe ich hier wieder nur das Schwarz/weiß sehen und vor allem Unwissenheit.

Als 1999 der Amolauf geschah waren in den USA *Assaultrifles* verboten . Das Verbot wurde unter Bill Clinton 1994 eingeführt und endete 2003 weil es keinen Einfluss bzw Senkung der Straftaten zur Folge hatte..... Die Waffen die von den Attentätern genutzt wurden waren Repetierwaffen..... Thema Neuseeland. Es hat sich schon jetzt gezeigt dass das Waffenrecht was nun dort verschärft wurde bereits für einen Sicherheitsverlust gesorgt hat. Es wurden bisher nur (!) 37 Halbautomatische Waffen abgegeben . Kurz : Es geistern jetzt 200.000 - 300.000 Waffen die vor 3 Monaten Legal waren nun als Ilegale Waffen umher , die von den Besitzern versteckt werden , da sie für Gewehre die 5000 Dollar gekostet haben nur 200 Dollar Entschädigung bekommen. Zum Thema Deutsches Waffenrecht : Halbautomatische Waffen sind ohne Bedürfnis als Jäger und Sportsschütze und ohne Immense Auflagen nicht zu erhalten !.

@ Vroni

Aber warum dies ein Aufmacher im öff.-rechtl. Fernsehen in Deutschland sein muss, erschließt sich mir nicht. Inzwischen gab es hierzulande die vergleichbaren Amokläufe in Erfurt und Winnenden und den islamistischen Anschlag vom Breitscheidplatz. Das berührt mich doch deutlich mehr.

Darf ich fragen warum?
Ich verstehe außerdem nicht, wieso sich hier eine solche "Konkurrenz" von Meldungen ergeben sollte.


Winnenden war übrigens am 11. März 2009, ist also heuer 10 Jahre her, ohne dass die Tagesschau am 11. März 2019 daran ähnlich prominent erinnert hätte

Doch, das hat sie, es ist Ihnen aber möglicherweise entgangen.

Diese Tagesschau Reportage über die Columbine High ist klug und sensibel gemacht. Sie hat es nicht verdient so schlechtgeredet zu werden.

Waffenrecht Columbine

Übrigens mal nebenbei erwähnt : Wer braucht Halbautomaten ?. Jäger und Sicherheitsdienste. Jäger benötigen dies für die Drückejagd gegen Wildschweine , weil Wildschweine einen so massiven Knochenbau haben das wenn der erste Schuss nicht sitzt das Tier bei einzel Repetieren unötig länger leiden muss und vor allem Wildschweine sehr gefährlich werden können wenn sie bsp nach einem Fehlschuss angreifen. Schon mal eine Sau vor's Auto rennen sehen ?. Das können sie danach abwracken.
Ebenso nutzen Sportschützen für Internationale Wettbewerbe Halbautomaten die auf 10 Schuss begrenzt sind. Sicherheitsdienste und Werttransporte dürfen nur Halbautomatische Waffen führen im Dienst. Ich wünsche dem Transportfahrer viel Glück wenn ein Krimineller mit einer Ilegalen Vollautomatischen Waffe vor ihnen steht und sie nach 6 Schuss wieder einzeln die Trommel des Revolvers nachladen müssen. Dennoch gebe ich in einem Punkt Recht : Die USA müssen ihr Waffenrecht nachbessern .

09:51 von birdycatdog

Es kommt mir vor, als wären es maximal 10 Jahre gewesen.
.
so kann man sich täuschen
vor 10 Jahren war die Sache in Winnenden
worüber man aber nicht spricht ....
ihr Zitat:
"Das ist nicht nur traurig sondern auch beschämend"

11:50 von LifeGoesOn

"dann bleibt eigentlich nur die einzig logische Konsequenz: Die Waffen müssen weg [...]

Wenn jedoch über inzwischen Jahrzehnte dies nicht erkannt wird ... und im Gegenteil weiterhin dazu "eingeladen" wird, Waffen zu kaufen ... wie bitte soll ich dann auf Dauer noch so etwas wie Mitleid empfinden (was ich wohlgemerkt im Normalfall tun würde!)?"

Man sprach ja nicht von Mitleid mit der Waffenlobby - sondern von Mitleid mit den OPFERN der Waffenlobby.

Falsche Spur...

"Das ist, als ob man den Tod feiert" ... Dieses Zitat eines Hinterbliebenen der Colombine-Tragödie empfinde ich als ziemlich unpassend und so oberflächlich plakativ wie vieles in der US-amerikanischen Öffentlichkeit.
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Selbstverständlich habe ich - auch als weitab Außenstehender - menschliches Mitgefühl wegen des Schicksals der Hinterbliebenen damaliger Opfer. Die Hinterbliebenen (und Gleichgesinnte) aber tun politisch m.E. viel zu wenig, um die Ursachen und Möglichkeiten privaten Waffengebrauchs in den USA zu beseitigen. Dies aber ist allein deren Angelegenheit, und da werde ich mich von außen nicht ra(d)tschlagend einmischen.
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Stattdessen verweise ich auf die in fast aller Welt übliche Gepflogenheit des regelmäßigen, öffentlichen Gedenkens an besondere Katastrophen mit menschlichen Todesopfern ... ob Naturereignisse, Technikkatastrophen, Amokläufe oder Kriege. Wer da meint, man würde "den Tod erneut feiern", ist m.E. auf ganz falscher Spur...

Es will einfach nicht in

Es will einfach nicht in meinen Kopf, dass die von der NRA sagen, dass man jemand Bösen mit Waffe nur durch jemand Guten mit Waffe stoppen könne. Die Schnittmenge ist immer noch die Waffe, Himmel noch mal!
Es wurde doch schon durch genügend Studien bewiesen, dass strengere Waffengesetze auch weniger Gewalttaten mit Waffen bedeuten. Aber ich glaube, das wollen die gar nicht verstehen.

@ = 09:01 + 09:17 von andererseits...

Frage: An wen - bitte - richten Sie Ihre o.a. Postings... an die US-amerikanische Öffentlichkeit (dann sind Sie hier falsch...), oder an das hiesige Forum inmitten der BRD... und dann bitte mit welcher Absicht..?

Vorab gesagt...

... eine mit uns sehr eng befreundete Familie war und ist betroffen vom Tod eines Kindes in Folge des Amok im süddeutschen Winnenden. Soll heißen: Wir (ich) kenne/n die seelischen und sonstigen mentalen Auswirkungen derartiger Katastrophen quasi durch "Mitfühlendes Erleben...
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Und selbstverständlich - auch wenn es immer wieder schmerzt - gehört ein allgemeines Gedenken zum gesellschaftlichen Miteinander... u.a. auch, um insbesondere weiter auf die Einschränkung von Schußwaffenverfügbarkeit im öffentlichen Raum hinzuwirken. In DE ist man da auf einem guten Weg (wünschenswert wäre noch ein allgemeines Mitführungsverbot von Messern außerhalb von Haushaltsküchen).
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Wenn Hinterbliebene des "Colombine-Amok" in den USA ein Opfer-Gedenken nun explizit als "Verherrlichung des Todes" anprangern, zeigt das nicht nur deren Ohnmacht, sondern auch ein insgesamt schwer gestörtes Gesellschaftsverständnis.

@14:58 von Martericwill

>> Es will einfach nicht in meinen Kopf, dass die von der NRA sagen, dass man jemand Bösen mit Waffe nur durch jemand Guten mit Waffe stoppen könne. Die Schnittmenge ist immer noch die Waffe, Himmel noch mal! <<
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Obwohl ich Ihnen gerne zustimme, hier dennoch eine Anmerkung: Die Doktrien der NRA (USA) basiert weitgehend auf der Gründungsgeschichte der USA, wo der Stärkere sich (auch mit Waffen) durchsetzte. Insofern beruht die gesamte US-Gesellschaft - in Bezug af Waffen - noch heute auf dem auch in die Verfassung aufgenommenen "Act = Stand my Ground". Die ursprüngliche Denke war mal: Wenn ich auf Einbrecher oder Räuber erlaubt schießen darf, wird mich kein Übeltäter angreifen... Was u.a. bedeutete, daß Privatwaffen für US-Bürger "normal" wurden. Später kam das "Kalte-Krieg-Marketing" der NRA hinzu, das viele US-Bürger zu Quasi-Milizen (mit Kriegswaffen) aufrüstete. Nach Gorbatschows "Perestroika" aber stellte sich eine Sinnfrage...
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Die von den USA bisher nicht beantwortet ist...

Darstellung: