Ihre Meinung zu: Nach dem Brand bleibt Notre-Dame jahrelang geschlossen

17. April 2019 - 15:13 Uhr

Nach dem verheerenden Brand wird die Pariser Kathedrale Notre-Dame bis zu sechs Jahre geschlossen bleiben. Die französische Regierung will den Wiederaufbau aber so zügig wie möglich vorantreiben.

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Kommentare

In Deutschland haben wir

In Deutschland haben wir meiner Meinung nach nicht ein vergleichbares Bauwerk, dass uns so mit unserer Geschichte über die Jahrhunderte verbindet. Mir kommt es so vor, das unsere föderalistische Staatsstruktur so etwas verhindert hat. Natürlich haben wir Bauwerke mit hohem Symbolwert. Wie das Brandenburger Tor, die Wartburg oder die Frauenkirche in Dresden. Aber kein Bauwerk hat über Jahrhunderte eine historische Bedeutung gehabt. Mit dem Kölner Dom verbinde ich kein wichtiges historisches Ereignis, er ist ja auch erst seit knapp 140 Jahren fertig. Die Engländer haben Westminster, die Franzosen Notre Dame. Und wir? Hat jemand eine Idee?

15:41 von GrafStepenitz

Zitat:"In Deutschland haben wir meiner Meinung nach nicht ein vergleichbares Bauwerk, dass uns so mit unserer Geschichte über die Jahrhunderte verbindet."

Da stimme ich Ihnen zu. Es gibt in vielen Regionen oder Orten etwas Vergleichbares (Bsp. Freiburger Münster, Würzburger Residenz...), aber nichts "Zentrales". Das ist tatsächlich unserer "zersplitterten" Geschichte geschuldet. "Deutschland" als Staat gibt es schließlich erst seit 1871. Vielleicht ist das auch der Grund, warum einige Foristen die Bedeutung von Notre Dame für Frankreich nicht verstehen können.

Gut das ts.de jetzt viel berichtet

Die ARD hat ja auch erklärt warum sie nicht mehr am Montagabend machen „könnte“. Tatsächlich hatte ich Tagesschau um 20:00 Uhr nur deshalb eingeschaltet und war dann verblüfft über Winterkorn Anklage als Aufmacher. Nach dem Bericht über das Feuer konnte man dem Sprecher Jens Riewa anmerken, dass ihn die Meldung nicht kalt gelassen hat. Die Bedeutung des Unglücks ist enorm, was man daran sieht das sich fast jeder namhafte Politiker Würdenträger und Prominente zu der Katastrophe geäußert haben. Die Bedeutung für die französische Innenpolitik, die europäische Einigung und überhaupt für das Verhältnis der Staaten zu Frankreich sollte nicht unterschätzt werden. Dieser Brand wird noch einen sehr langen Nachhall finden in Politik und Gesellschaft. Ehrlichgesagt kann ich immer noch kaum fassen das dieses Unglück wirklich geschehen ist. Es ist wie ein Albtraum !

@GrafStepenitz

"Und wir? Hat jemand eine Idee?"

Der Dom in Aachen, Speyer und Köln.
Die Porta Nigra.
Sancoussi
etc. etc.

Ich will keine Wertung abgeben, ich will nur dafür plädieren das unsere Bauwerke, unsere Geschichte erhalten bleiben und notfalls wieder aufgebaut werden.

15:41 von GrafStepenitz

«In DEU haben wir meiner Meinung nach nicht ein vergleichbares Bauwerk, dass uns so mit unserer Geschichte über die Jahrhunderte verbindet.»

Schwer vergleichbar, da FRA viel länger als einheitlicher Nationalstaat existiert, als DEU es tut. Es gab z.B. kein "DEU", das zur Zeit der Französichen Revolution ein einheitliches Land gewesen wäre …

«Aber kein Bauwerk hat über Jahrhunderte eine historische Bedeutung gehabt. Mit dem Kölner Dom verbinde ich kein wichtiges historisches Ereignis, er ist ja auch erst seit knapp 140 Jahren fertig.»

Ja - vollendet wurde der Dom zu Köln erst 1880.
Mag er auch wenig in Beziehung zur Geschichte DEU als Staat stehen.

Für die Geschichte der Stadt Köln ist er von überragender Bedeutung.
Baubeginn 1248, mehrere Jahrhunderte Baupause (weil Geld fehlte).
Auch in unvollendetem Zustand schon Wahrzeichen der Stadt.
"So solide gebaut", dass man nach Jahrhunderten nach Originalplänen weiter bauen konnte.

Nicht direkt Notre Dame vergleichbar.
Ähnlich.

es braucht kein Architekturwettbewerb,

es braucht keine 5 Jahre und es braucht auch keine große Worte - es braucht Demut, es braucht Selbstkritik und es braucht die nächste Generation

Menschen und Symbole

Hier sind nicht nur ein paar alte Balken und Gerümpel verbrannt, wie manche Kommentatoren vielleicht meinen könnten. Der Mensch unterscheidet sich vom Tier doch unter anderem dadurch, dass er bedeutungs- und sinntragende Symbole entwickelt hat, die Menschen über ihren Individualismus oder die Familie hinweg verstehen können. Katastrophen haben, ganz besonders, wenn sie solch gemeinsame Symbole betreffen, eine einigende, positive Wirkung auf den Zusammenhalt. Das dürfte für viele Franzosen ein nicht zu verachtender Effekt der Katastrophe sein. Ganz besonders in Zeiten, wo der Blick auf das Gemeinsame mehr und mehr verlorenzugehen droht. Arme und Hilfsbedürftige gab es schon immer, und wird es immer geben - selbst wenn man Notre Dame als Ruine stehen lassen würde.

Natürlich... re GrafStepentiz

haben wir in Deutschland ein so ein Gebäude es ist der Kölner Dom er verkörpert Deutschland weil er zu einem Zeitpunkt vollendet wurde als das Deutsche Reich von 1871 - 1918 nach dem Willen Otto von Bismarck geschaffen worden ist. Ferner soll Notre Dame de Paris so schnell wieder aufgebaut soll.

@GrafStepenitz

Ich kann Ihnen nicht folgen. Der Kölner Dom ist kein historisches Bauwerk? Allein, dass man 632 Jahre an ihm herumwerkelte
ist schon Historie genug. Und die Gesamtkosten des Domes haben bis heute ca. Milliarden Euro verschlungen. Da kommt Notre Dame nicht mit.
Ausserdem gehört der Dom zum Weltkulturerbe - so wie Notre Dame auch.

@GrafStepenitz - Millionen von Japanern können sich nicht irren

Neuschwanstein
Das konnte noch nicht einmal der Kinese kopieren :-)

nicht Dampfplauderei und Aktivismus....

Innehalten, Nachdenken und viel Zeit ist das Gebot der Stunde

Interessante Frage!

Einige unserer Bauleute haben jedenfalls einige jüngere Bauwerke mit negativem Symbolwert konstruiert, auf die wir auch in tausend Jahren nicht stolz sein werden. Was das auf Dauer für unsere Seele als "ethnische" Deutsche bedeutet - und ob sich das in ähnlicher Weise auf das Befinden und die Verantwortungsübernahme zukünftiger Neudeutscher auswirkt, wird eine spannende Frage für die Psychologen kommender Jahrhunderte sein.
Vielleicht fehlt uns zur gesunden Selbstannahme tatsächlich ein solches, Generationen verbindendes, positives Symbol.

@ " in Deutschland..." - muss man...

jedenfalls sehr sehr lange zurückgehen um eine vergleichbare Nachlässigkeit mit höchstem Kulturgut zu finden, wie sie sich jetzt die Franzosen geleistet haben....

16:11 von qpqr27

«es braucht kein Architekturwettbewerb, es braucht keine 5 Jahre und es braucht auch keine große Worte - es braucht Demut, es braucht Selbstkritik und es braucht die nächste Generation»

Nie in der Geschichte der Menschheit haben Demut + Selbstkritik + eine nächste Generation ohne Architekten auch nur ein einziges Bauwerk errichtet bzw. wieder aufgebaut …

@GrafStepenitz

Das wundert mich aber, das Sie bei uns kein Bauwerk mit vergleichbarer Symbolik haben wie Notre-Dame. Wie Sie die Frauenkirche von Dresden und das Brandenburger Tor mit dieser Kathedrale gleichstellen, den Kölner Dom geringschätzig abwerten, ist mir ein Rätsel. Die Dredner Frauenkirche würde heute niemand mehr erwähnen, wenn sie nicht einem fürchterlichen Bombardement zum Opfer gefallen wäre. Und das Bramdenburger Tor stand zufällig auf der Grenze zwischen Freiheit und Diktatur. Alles also Zufälligkeiten. Der Kölner Dom steht seit dem frühen Mittelalter für das Christentum in Deutschland; das er so spät fertig wurde ( er ist bis heute noch nicht ganz "fertig") sollte kein Nachteil sein.

@Graf Stepenitz 15.41

Nun, wir haben den Aachener Dom, der noch viel älter ist und auch ein bedeutendes kulturgeschichtliches Denkmal, den Kaiserdom in Speyer, den Dom in Worms, Magdeburg... alles bedeutende Bauwerke, wenn auch zugegebenermaßen nicht so bekannt und so symbolträchtig wie Notre-Dame.

@qpqr27 16.11

das ist doch Quatsch. Warum sollte Demut, Nachdenken, Selbstkritik und viel Zeit den Wiederaufbau voranbringen? Und was soll die nächste Generation besser machen als die heutige, die die Kulturschätze jetzt restauriert?

16:43 von Grayhawk

«Der Kölner Dom steht seit dem frühen Mittelalter für das Christentum in Deutschland; das er so spät fertig wurde ( er ist bis heute noch nicht ganz "fertig") sollte kein Nachteil sein.»

"Fertig" werden weder der Kölner Dom, noch der Petersdom, noch ein neu aufgebautes Notre Dame je werden.

Derartige Bauwerke werden immer "Baustellen der Ewigkeit "sein.

Was die Menschen dann auch auf Ewigkeit erinnern sollte, wie (schnell) vergänglich Bauten sein können.

Wenn man nicht genügend Anstrengungen unternimmt, Geschichte zu achten und zu bewahren, und sie für kommende Generationen in materiellem Wert und immatiellem Wesen zu erhalten …

@GrafStepenitz

Wir haben kein bedeutendes Bauwerk?
Doch! Den Palast der Republik!

- Ach nee, dem Vandalismus zum Opfer gefallen! Sorry!

@GrafStepenitz (15:41)

Aber kein Bauwerk hat über Jahrhunderte eine historische Bedeutung gehabt. Mit dem Kölner Dom verbinde ich kein wichtiges historisches Ereignis, er ist ja auch erst seit knapp 140 Jahren fertig. Die Engländer haben Westminster, die Franzosen Notre Dame. Und wir? Hat jemand eine Idee?
Aachener Dom, Goslarer Kaiserpfalz, Porta Nigra, Trierer Dom, ...
Und mitunter hat der Kölner Dom sehr wohl eine über Jahrhunderte wichtige Rolle. Denn auch wenn die Türme erst vor 140 Jahren im Zuge des wilhelminischen Nationalismus fertiggestellt wurden, hat der Dom schon vorher, mit provisorischen Türmen, jahrhundertelang als Gotteshaus und Pilgestätte gedient. Köln war schließlich während des Mittelalters und der frühen Neuzeit die größte Stadt des Heiligen Römischen Reiches nördlich der Alpen.

16:31 von JPSG

«Einige unserer Bauleute haben jedenfalls einige jüngere Bauwerke mit negativem Symbolwert konstruiert, auf die wir auch in tausend Jahren nicht stolz sein werden.»

Welches sind denn in Ihren Augen die Bauwerke "mit negativem Symbolwert", die hierzulande konstruiert wurden, und die in tausend Jahren noch stehen würden …?

So ein Schaden tut umso mehr

So ein Schaden tut umso mehr weh, weil es ein besonderes Bauwerk ist. Wie schnell sofort die Zusage kam, dass es wieder aufgebaut wird, hat mich etwas verwundert. Da gibt es so viele "Baustellen" in Frankreich, wo man jeden Cent brauchen könnnte und dringender wäre, aber Macron "fackelt" nicht lange und gibt sofort sein Versprechen für den Aufbau, natürlich alles aus Steuergeldern. Erschreckend ist immer wieder, wie Politiker so leichtfertig mit Steuergeldern haushalten.
Für sowas ist dann immer irgendwie Geld da, aber braucht man das Geld (da geht es sicherlich um Millionen) für andere wichtige Bereiche, wird man lange warten, bis da grünes Licht kommt. Ich lese auch schon von Aufrufen Richtung Deutschland, dass man Geld spendet dafür. Aus Zeichen der Nachbarsliebe, wird da wohl auch einiges fließen und auch da wird nicht lange gezögert, obwohl es viele Bereiche gäbe, wo man es ebenfalls dringend braucht. Schade um das Gebäude und schade ums Geld, was woanders dringender wäre.

@Grayhawk (16:43)

Und das Bramdenburger Tor stand zufällig auf der Grenze zwischen Freiheit und Diktatur.
____

So zufällig ist das nicht. Das Brandenburger Tor schließt den Pariser Platz nach Westen ab und ist eins der historischen Stadttore Berlins, steht also an der Grenze der Altstadt, was auch heute die Grenze der Bezirke Mitte und Tiergarten ist und die Zonengrenzen wurden entlang von Grenzen von Stadtbezirken gezogen.
Davon abgesehen war das Brandenburger Tor schon vorher bedeutsam: durch dieses Tor ist Napoleon in Berlin eingeritten, kennen Sie nicht das Gemälde von Charles Meynier? Selbstverständlich ist das Brandenburger Tor nicht so alt wie Notre-Dame.

Nachlässigkeit mit höchstem Kulturgut

17. April 2019 um 16:35 von qpqr27

Tatsächlich?

05.06.2014: Brand der St.-Martha-Kirche, Nürnberg
03.03.2009: Einsturz des Historischen Stadtarchivs, Köln
02.09.2004: Brand der Anna-Amalia-Bibliothek, Weimar

Weitere Beispiele?

@16:35 von qpqr27

" in Deutschland..." - muss man...
jedenfalls sehr sehr lange zurückgehen um eine vergleichbare Nachlässigkeit mit höchstem Kulturgut zu finden, wie sie sich jetzt die Franzosen geleistet haben....

Sind 14 1/2 Jahre für sie sehr, sehr lange? Am 2. September 2004 verbrannten in Weimar ein knappes Drittel der Anna-Amalia-Bibliothek, deren bekanntester Bibliothekar ein gewisser Johann Wolfgang von Goethe war... Ich würde mich nicht an ihrer Stelle so weit aus dem Fenster lehnen.

Das Weimarer Exemplar der ersten Druckausgabe der Lutherbibel von 1534 konnte glücklicherweise gerettet werden.

Symbole

Zwar bin ich kein Historiker und kein Experte auf dem Gebiet französische Monarchie, aber meines Wissens nach wurden fast alle (?) Könige Frankreichs in Notre Dame gekrönt. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war es bis 1531 Aachen, dann Frankfurt. Kaiser wurde man lange Zeit in Rom.
Kölner Dom? Sicherlich ein Symbol für die Reichsgründung. Wo wurde der deutsche Kaiser ausgerufen? Was war noch einmal vor dem Ereignis? Nein, wir haben in Deutschland sicherlich viele Gebäude mit hohem Symbolwert. Aber bisher eben nicht mit der Kontinuität über Jahrhunderte. Und natürlich bin ich entsetzt über das schreckliche Ereignis. Unfassbar. Und Gott sei dank ist nicht ein Mensch verletzt oder getötet worden. Ich finde es eben schade, dass mir kein Bauwerk in Deutschland einfällt.
Und wenn ich meine, dass der Kölner Dom nicht die historische Bedeutung hat, heißt das ja nicht, das er bedeutungslos für Deutschland und viele Menschen ist, was übrigens auch für andere Bauwerke gilt.

Kein Gebäude

Ja, wenn man nur nach der Größe schaut...

Der Mindener Dom (https://de.wikipedia.org/wiki/Mindener_Dom) existierte allerdings bereits, als die Dachstuhleichen von Notre-Dame gerade winzige Setzlinge waren...

Andere Beispiele wurden ja schon genannt, aber wenn man sich ein wenig auskennt... weiß man das es im alten Frankenreich (auch im Osten, aka Deutschland) so einiges zu sehen gab.

Zu 17:16 von Bigbirl -nicht witzig -

@GrafStepenitz
Wir haben kein bedeutendes Bauwerk?
Doch! Den Palast der Republik!
--
- Ach nee, dem Vandalismus zum Opfer gefallen! Sorry!

@Bigbirl, sollte das jetzt ein Witz sein? In jeder Hinsicht schwer daneben!

Wir haben mit dem Ulmer Münster in Deutschland immerhin eine gotische Kirche mit dem höchsten Kirchturm (162 Meter) der Welt.
Sie ist älter als die Kathedrale Notre-Dame de Paris.

Wird gerne vergessen!

Ich verstehe nicht

wo bei einigen das Problem ist, Frankreich will das wieder aufbauen, ist doch Sache des Landes und der Franzosen.
Der Vatikan kann bei diesem wichtigen Bauwerk auch mal 500 Million locker machen, wäre beim Vermögen auch kein Problem.
Das Problem liegt in der kurzen Zeit, und die Handvoll Handwerker zu finden, die so etwas noch können.
5 Jahre ist nicht realistisch, und die Kosten sind kein Problem für einen Staat wie Frankreich, neben den Spenden kann der Staat auch noch mal 500 Millionen zuschießen, wird kein Franzose etwas dagegen haben.

Aber erst muss es mal trockenen und dann geschaut werden was gemacht werden muss, 2 Tage nach dem Brand darüber zu reden ist viel zu früh.

Ich hoffe, es gibt noch genug Handwerker...

... die nötige Methoden beherrschen, um Notre Dame schnell wieder aufzubauen. Die Leute werden auch immer seltener.

In der Stadt meiner Eltern war es schon eine Leistung gewesen ein altes strohbedecktes Gebäude nach einem Sylvesterbrand (Rakete) zu restaurieren. Der Handwerker hatte so viele Aufträge, dass es sich hingezogen hatte.

Vielleicht sollte man mehr darauf achten, dass das alte Wissen und Fertigkeiten nicht verloren gehen.

@schabernack, 17:11

"Derartige Bauwerke werden immer "Baustellen der Ewigkeit "sein.
Was die Menschen dann auch auf Ewigkeit erinnern sollte, wie (schnell) vergänglich Bauten sein können.
Wenn man nicht genügend Anstrengungen unternimmt, Geschichte zu achten und zu bewahren, und sie für kommende Generationen in materiellem Wert und immatiellem Wesen zu erhalten …"

Diese Anstrengungen sind immer aller Mühen wert.

Solche "Ewigkeitswerte" scheinen heute aber leider in großen Teilen der Bevölkerung zunehmend von anderen, ebenso kurzlebigen wie fragwürdigen "Werten" verdrängt zu werden, so dass sich viele ihrer echten Werte oft gar nicht mehr richtig bewusst sind.

@Graf Stepenitz 17.32

falsch, die französischen Könige wurden in der Kathedrale von Reims gekrönt und das schon beginnend mit den Franken (Chlodwig). Der Einzige, der in Notre-Dame war, war Napoleon- und der hat sich selbst gekrönt;-)
Die Kathedrale in Reims ist übrigens auch sehr sehenswert mit den Chagall-Fenstern und ihrer gotischen Pracht

17:23, dersenf

>>Für sowas ist dann immer irgendwie Geld da, aber braucht man das Geld (da geht es sicherlich um Millionen) für andere wichtige Bereiche, wird man lange warten, bis da grünes Licht kommt. Ich lese auch schon von Aufrufen Richtung Deutschland, dass man Geld spendet dafür. Aus Zeichen der Nachbarsliebe, wird da wohl auch einiges fließen und auch da wird nicht lange gezögert, obwohl es viele Bereiche gäbe, wo man es ebenfalls dringend braucht. Schade um das Gebäude und schade ums Geld, was woanders dringender wäre.<<

Mit Almosen ist der sozialen Ungerechtigkeit nicht abzuhelfen. Dazu bräuchte es nachhaltige politische Entscheidungen.

Und mehr als ein Almosen für die Bedürftigen wäre es nicht, wenn man das Geld, welches zum Wiederaufbau der Kathedrale benötigt wird, stattdessen diesen zukommen lassen würde.

Die Armut in Europa liegt nicht am mangelnden Geld, sondern an der Verteilung. Almosen der Reichen ändern daran nichts.

Ich weiß, ganz böse linke Rhetorik:=}

@gman 17.50

Wir haben mit dem Ulmer Münster in Deutschland immerhin eine gotische Kirche mit dem höchsten Kirchturm (162 Meter) der Welt.
Sie ist älter als die Kathedrale Notre-Dame de Paris.
Wird gerne vergessen!"

Ihr Lokalpatriotismus in Ehren, aber nur der erste Satz stimt. Grundsteinlegung war 1377, da war Notre-Dame gebaut. Deshalb wird es gern vergessen;-) und der Turm wurde erst 1890 fertig gestellt, weil zwischendurch auch mal das Geld ausging, dann Reformation usw...

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