Ihre Meinung zu: Union lenkt bei Tabakwerbeverbot ein

17. April 2019 - 10:55 Uhr

Tabakwerbung im Fernsehen und in Zeitschriften ist seit Jahren verboten, nun könnten auch Plakate verschwinden. Nachdem sich die Unionsfraktion lange gegen ein Verbot gesperrt hat, gibt es Bewegung.

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Kommentare

Verkaufsverbote müssen ja nicht sein

Aber ein vollständiges Werbeverbot schon, finde ich.

Außerdem wäre es allerhöchste Zeit, Tabakprodukte nur noch an getrennten Kassen zu verkaufen, damit Ex-Rauchern und solchen, die es werden wollen, eben nicht an jeder Supermarkt- und Tankstellenkasse die bunten Zigarettenpackungen und Etiketten vor die Nase gehalten werden, an denen sie dann angestrengt vorbei sehen müssen. Ich will so etwas nur noch sehen, wenn ich es sehen WILL und ansonsten darf das Zeug völlig aus meinem normalen Alltag verschwinden. In anderen Ländern ist sowas schon lange umgesetzt und die Erfolge sprechen für sich.

Und dass man trockenen Alkoholikern das Leben schwermacht, indem man an der Supermarktkasse Flachmänner mit Billigschnaps direkt neben den Kaugummis zum Zugreifen bereithält, könnte man auch langsam mal unterbinden. Das Profitstreben des Handels sollte hier keine Priorität haben. Dass die Spritindustrie die Hälfte ihres Umsatzes mit Schwerabhängigen macht, ist da kein Argument.

Traurige Wahrheit

Der Staat sollte jede Werbung für Drogen wie Alkohol und Tabak verbieten. Gleichzeitig soll er sich nicht zum Helfeshelfer der Drogenhändler machen, die diese Ware in Umlauf bringen und der Staat kräftig und ungeniert bei der Alkohol- und Tabaksteuer abkassiert. Mitgehangen, mitgefangen, heißt es unter Ganoven. Also klare Kante zeigen und auf die Steuermilliarden verzichten. Das würde ich mutig nennen.

@uhuznaa 11:26

"Dass die Spritindustrie die Hälfte ihres Umsatzes mit Schwerabhängigen macht, ist da kein Argument."

Ja, Sie haben Recht. Die Spritindustrie, auch Mineralölindustrie genannt, macht die Hälfte ihres Umsatzes mit Schwerabhängigen. Mindestens.

demanch wirdes bald so aussehen wie

wie hier in Canada-Quebec, wo beim tabakladen vor den regalen rolläden
den blick aud die produkte versperrt.
es ist ein sehr trauriges kapitel, wo freie entscheidungen der menschen einfach diktatorisch unterdrückt werden, mir sagen oder vorschreiben zu lassen vom vater staat was gut und was schlecht für mich ist.
danach folgt was? schokolade?fleisch?kaffe oder tee? limonaden? usw? alles ist schädlich wenn man es übertreibt und ich bestimme immer noch über mich selber und als ob die politiker nicht besseres zu tun hätten. besser währe die chemischen giftstoffe die zu jahrelangen haltung eingegeben werden zu verbieten. naja wirtschaft vor gesundheit aber mit häufungen von krebs,allergien usw.
wenn man sich jetzt nicht wehrt wird eines tages der mensch, und ist selber daran schuld da er alles mitmacht, für unmündig erklrärt und lebt in einem totalem kontrollstaat!

Ich würde ein Verkaufsverbot begrüßen!

Ein allgemeines Verbot des Verkaufs und "Genuß" von Tabakwaren würde nicht nur den Rauchern, sondern auch deren Umgebung guttun. Denn im Gegensatz zum Alkoholiker müssen bei Rauchern die Umstehenden mitrauchen. Den Gestank von Zigaretten riecht man noch in 20-30m Entfernung, auf die Umgebung wird grundsätzlich keine Rücksicht genommen, auch zwischen Kindern an der Bushaltestelle wird munter gequalmt. Und so, wie man den Rauch riecht, verbreiten sich auch dessen giftige Inhaltsstoffe und gefährden alle.

Wenn wir saubere Luft in Städten haben wollen, gehört Rauchverbot unbedingt zu den notwendigen Maßnahmen dazu. Von den unzähligen Zigarettenstummeln und der Brandgefahr ganz abgesehen.

Die größte Tabakanbaufläche in Deutschland liegt in der Pfalz. Pfalzzigarren und Pfalzzigarillos werden gerne verkauft und beworben. Auch diese Tabakwaren und die Werbung dafür könnten "verschwinden".
Aber Alkohol und Tabak gehört dort zu Kultur, Genuss und Lebensstil.

Man sucht und hängt sich immer das für die eigene Wahrheit passende Mändelchen um.
In welcher Partei wird jetzt mehr geraucht und Alkohol getrunken?

Zigarren oder Zigarillos sind im Vergleich begünstigt.

In Rheinland-Pfalz ist die CDU nicht an der Regierung. Malu Dreyer (SPD) ist die Regierungsschefin einer Ampelkoalition mit GRÜNEN und FDP.
Wer verbietet dort und hört mit dem Anbau und der Werbung auf?

@ 11:46 von Icke 1

Sie beklagen sich einerseits über Werbung für Tabak und fordern gleichzeitig, auf die Tabaksteuer zu verzichten. Das ist völlig kontraproduktiv. Für ganz viele (Ex-)Raucher spielt der finanzielle Aspekt eine entscheidende Rolle, um mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn die Packung Kippen nur 2 Euro kosten würde, würde auch wieder wesentlich mehr geraucht.

@Icke 1 11:46

Und? Was haben Sie davon? Wird Ihr Leben in irgendeiner Weise durch diese Werbung beeinträchtigt? Wohl kaum.
Ja, es ist ein beliebter Sport in breiten Kreisen geworden, Verbote zu fordern. Verbote für Dies und Das, Hauptsache man ist selbst nicht betroffen. Heute schimpft man über Alkohol und Tabak, morgen über Zucker und Fette, übermorgen sind Fleisch und Wurst dran, ....
Die Freiheit des Einzelnen bleibt am Ende am der Strecke.

11:46 von Icke 1

>>Der Staat sollte jede Werbung für Drogen wie Alkohol und Tabak verbieten. <<

Vollkommen ihrer Meinung!

Verboten sollte auch Werbung für Waren, die Zucker und Salz enthalten. (gesundheitschädlich)

Ist auch zum Teil irreführend (Light-Produkte)

Irreführend ist auch Wahlwerbung!

Der Inhalt ist i.d. R. nicht das, was versprochen wird.

Wo fangen wir also an - wo hört es auf?

PS. Komplettes Werbeverbot fänd ich am Allerbesten!

Gute Produkte brauchen nämlich eine Werbung!

Nanny-Staat

Ich brauche keinen Nanny-Staat, der mich vor "böser" Werbung schützt. Und wenn man mir das nicht zutraut bzw. zumuten möchte, dann bitte ganz: Dann sollte man jede "wichtige Verbraucherinformation" verbieten, mit der man allenthalben zugemüllt wird.

Bundesdrogenbeauftragte

Marlene Mortler sträubt sich ohne gute Begründung gegen eine Legalisierung oder zumindest Entkriminalisierung von Cannabis. (Stichwort: "Cannabis ist verboten, weil es eine illegale Droge ist.")

Auf der anderen Seite stellt sie sich aber auch dem Verbot von Tabakwerbung entgegen.

Das lässt erahnen, von welcher Seite die schwarzen Koffer über den Tisch gehen.

wer tabakwerbung verbietet

der muss auch jede werbung für gesundheitsschädliche nahrungsmittel (insbesondere für süßigkeiten), mit diskriminierenden inhalten (hornbach), für umweltschädliche produkte (auto), und giftige produkte (putzmittel), verbieten! alles andere ist inkonsequent!

Diagramm Zigarettenkonsum

Das Verbot der Zigarettenwerbung mit den Daten zur Suchtmitten darzustellen ist sehr gut, aber: Den Rückgang des Zigarettenkonsums als Balkendiagramm in Form von Zigaretten darzustellen ist auf den ersten Blick ein netter Einfall. Man kann aber auch mit Mühe die Länge der Zigaretten nicht in Beziehung zu den Zahlen setzen. Lange Zeit wurde Zigarettenwerbung gemacht mit einer geöffneten Packung, so als wolle man sie jemandem anbieten. Es geht bei den Daten aber um den Konsum von Zigaretten, nicht um die Werbung. In dieser Darstellung verschleiert das Diagramm die Entwicklung anstatt sie zu verdeutlichen. Wer könnte schon aus diesem Bild ablesen, dass der Zigarettenkonsum nach frühren Verboten abgenommen hat, aber in den letzten Jahren kaum noch.

Legalisierung sämtlicher Drogen

Ich bin für die Legalisierung sämtlicher Drogen. Begleitet werden müßte dies natürlich durch massive Aufklärungsarbeit. Ein Werbeverbot wäre selbstredend

Das wäre nicht mutig sondern unüberlegt

Das staatlicherseits erlaubte Inverkehrbringen von Drogen und Alkohol abzuschaffen bedeutet dann wohl Kriminalisierung und Eröffnung des Schwarzmarktes ohne jegliche Einflussnahmemöglichkeit. Hat noch nie funktioniert, damit etwas aus der Gesellschaft fernzuhalten, schon gar nicht Tabak oder Alkohol.

12.19 riewekooche

Sie wollen allen Ernstes eine Sucht verbieten???

Gegensatz

Auf der einen Seite wollen wir alle mündige Bürger sein, die ernst genommen und für sich selbst entscheiden wollen.
Auf der anderen Seite soll der Staat uns dann vor eigenen Entscheidungen schützen, in dem wir nicht mit Werbung konfrontiert werden.
Also für mich ist das ehrlich gesagt ein bisschen paradox.

@12:19 Peterson

Freie Entscheidungen werden "diktatorisch unterdrückt": geht's noch? Sie können Glimmstengel kaufen, soviel Sie wollen. Aber wer sich mit dem Suchtpotential von Nikotin auskennt und die Folgekosten für unser Gesundheitssystem nicht verdrängt, hält das Werbeverbot für überflüssig. Ich halte auch die öffentlichen Zigarettenautomaten und die entsprechenden Regale an den Kassen für verbotswürdig.

Na endlich

Es geschehen offenbar doch noch Wunder. Ich hoffe, die Union knickt nicht wieder ein - immerhin ist der Tabakkonzern Philip Morris ein wichtiger Sponsor der CDU.

@riewekooche um 12:19 Uhr

Gute Idee. Was auch drastisch reduziert werden sollte ist der Autoverkehr. Umweltverschmutzung und Unfälle schädigen Menschen. Und erzeugen hohe Kosten für die Allgemeinheit. Der öffentliche Nahverkehr sollte ausgeweitet werden.

@Icke 1

Also klare Kante zeigen und auf die Steuermilliarden verzichten. Das würde ich mutig nennen.

Andererseits würden Alkohol und Tabak dann noch billiger werden, was eine vernünftige Suchtprävention wieder konterkarieren würde. Aber die Bundesregierung könnte sich ja verpflichten, in der Höhe, die sie durch Tabak- und Branntweinsteuer erwirtschaftet, auch Werbe- und Aufklärungskampagnen gegen den Alhohol- und Tabakmissbrauch zu finanzieren.

re icke1

"Der Staat sollte jede Werbung für Drogen wie Alkohol und Tabak verbieten. Gleichzeitig soll er sich nicht zum Helfeshelfer der Drogenhändler machen, die diese Ware in Umlauf bringen und der Staat kräftig und ungeniert bei der Alkohol- und Tabaksteuer abkassiert. Mitgehangen, mitgefangen, heißt es unter Ganoven. Also klare Kante zeigen und auf die Steuermilliarden verzichten. Das würde ich mutig nennen."

Eine geniale Idee.

Ohne Besteuerung werden Tabak und Alkohol so schön billig, dass sie sich jeder in Massen leisten kann.

Oh je.....

Viel wichtiger fände ich eine Ampel für ungesunde Lebensmittel, denn die essen auch Kinder.
Werbung für Zigaretten ist eh verboten, wer schaut sich Plakate an?????

Ging der Zigarettenkonsum tatsächlich zurück

oder wurden einfach nur mehr Zigaretten nach Deutschland geschmuggelt?

@Elfe12

Sie wollen allen Ernstes eine Sucht verbieten???

Das wird leider nicht möglich sein. Aber das rauchen sollte zumindest viel stärker reglementiert werden. Wir haben theoretisch ein Rauchverbot in allen Bahnhöfen. Toll, aber wenn es nicht kontrolliert und durchgesetzt wird, bringt das gar nichts, ich sehe jeden Tag renitente Raucher in Bahnhöfen. Da muss sich noch einiges ändern, denn riewekooche hat ja völlig recht: Wen in Gegenwart anderer raucht (und viele Raucher nehmen leider keine Rücksicht), schadet nicht nur sich selbst, sondern auch den Menschen in seiner Umgebung. Und was meines Erachtens gar nicht geht und wirklich verboten gehört, ist Rauchen in der Schwangerschaft. Das ist Körperverletzung!

Kann das Ganze nicht

Kann das Ganze nicht nachvollziehen, was soll so ein Verbot? Entweder man verbietet das Produkt selbst oder lässt auch Werbung dafür zu.

Überlasst den Menschen die Entscheidung selbst, sei es bei Zigaretten, Alkohol oder auch (staatlichem) Glücksspiel.

Tabaksteuer

So wie in UK sollte hier auch die Tabaksteuer massiv erhöht werden. Dann würde sich man einer überlegen, ob er weiterhin rauchen will/kann.
Die Tabacksteuer sollte dann statt in den Bundeshaushalt direkt in die Krankenversicherung reinfließen.

Schritt in die richtige Richtung

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Wenn der Staat kommerzielle Werbung für etwas zulässt, muss er auch mit den Folgen gut umgehen können. Derzeit haben wir nun mal Ärztemangel und das bedeutet eben, dass weniger Kranke behandelt werden können. Die Leute müssen sich also gesünder verhalten, wenn der Lebensstandard nicht deutlich sinken soll.
Allerdings muss Werbung auch für andere Produkte verboten werden.
Ich verstehe aber überhaupt nicht, wie sehr die Erlaubnis von Tabakwerbung wie eine große wichtige Freiheit präsentiert wird. Das ist doch eine Freiheit für eine krasse Minderheit, in diesem Fall Beschäftigte der Tabakindustrie, also in Deutschland eine Gruppe von etwa 9.000 Menschen, also etwa 0,1 Promille der deutschen Bevölkerung. Das darf man nicht verwechseln mit einer Freiheit für Raucher.

12:55 von andererseits

[…Aber wer sich mit dem Suchtpotential von Nikotin auskennt…]

Das Suchtpotenzial von Nikotin ist nicht höher als das von Koffein.
Das Problem liegt in den über 2000 anderen schädlichen Stoffen in Tabakzigaretten. Die Mischung machts.

Gegen Werbeverbote

Also ich sehe Werbeverbote sehr kritisch und bin hier dagegen, weil ich es einfach illiberal finde. Um etwas vorzuschreiben oder zu verbieten, braucht es meiner Meinung nach einen so richtig triftigen Grund, und den sehe ich hier nicht gegeben.

Eher sollte ganz allgemein ein Bewusstsein für die Mechanismen von Werbung her. Werbung kann mich auch dazu verführen, mein Geld sinnlos zum Fenster rauszuschmeißen.

Und ich wundere mich, dass die Lobbyarbeit der Alkoholindustrie so viel erfolgreicher ist. Da wird über Werbeverbote nicht nachgedacht. (Auch da wäre ich nicht dafür.)

Allerdings sollte meiner Meinung nach eine Null oder pragmatischerweise eine 0,1-Promille-Grenze fürs Fahren her. (Bei 0,1 braucht es keine Diskussionen über den Alkoholgehalt von Zwetschgen u.ä., das wäre abgedeckt). Denn mit berauschtem Fahren gefährdet man andere.

@12:19 von Petersons

"es ist ein sehr trauriges kapitel, wo freie entscheidungen der menschen einfach diktatorisch unterdrückt werden, mir sagen oder vorschreiben zu lassen vom vater staat was gut und was schlecht für mich ist."

1. Der Staat hat eine Fürsorgepflicht, wer sich nicht darüber mokiert, dass Heroin, Kokain und Co. in Deutschland verboten sind, sollte nicht plötzlich bei Plakatwerbungsverboten zum Schutz von Kindern & Jugendlichen die Freiheit in Gefahr sehen.

2. Welche freie Entscheidung meinen Sie denn? Die Entscheidung ob ich bzw. meine Kinder dieser schädlichen Werbung ausgesetzt sein möchten? Wie stellen Sie sich das vor? Augen zukneifen beim vorbeigehen?

Bitte um Erläuterung.

Werbung

Von mir aus bräuchte es überhaupt keine Außenwerbung für irgend etwas zu geben. Und ich würde auch unterstützen, dass Zigaretten und alkoholische Getränke über 10 Vol.% nur in speziellen Läden verkauft werden.

An alle Zucker- und Fett-Argumentierer: das sind trotz allem normale Lebensmittel. Tabak und Alkohol nicht.

@14:03 von KleinesHaariges...

"Um etwas vorzuschreiben oder zu verbieten, braucht es meiner Meinung nach einen so richtig triftigen Grund, und den sehe ich hier nicht gegeben."
Der Schutz von Kindern & Jugendlichen ist für Sie kein triftiger Grund? Das ist bedauernswert.

Bitte informieren Sie sich über die Wirkung von Tabakwerbung auf Kinder & Jugendliche.

@'vox moderandi' (17.04.19): Normale Lebensmittel

Bitte geben Sie eine allgemeingültige Definition für 'normale Lebensmittel'.
Danke im Voraus für meine Kenntniserweiterung...

@Taheen (17.04.19): Sozialisation und Werbung

zu "Wirkung von Tabakwerbung auf Kinder & Jugendliche"

Welche Wirkung gibt es?
Vor allem auch unter Berücksichtigung der Häufigkeit der Wahrnehmung derselben in Verbindung mit der sonstigen (auch werbebedingten) Reizüberflutung, denen Heranwachsende ausgesetzt sind.
Prinzipiell stimme ich Benutzer KleinesHaariges... vollumfänglich zu; ich kann hier noch nicht mal ansatzweise eine Gefahr für Heranwachsende aufgrund von Tabakwerbung erkennen - da gibt es ganz andere Aspekte, die die Sozialisation von Heranwachsenden (nach welcher Messlatte auch immer) gefährden (können) - heutzutage wäre wohl nach Meinung vieler auch die Werbung für Verbrennungsmotoren für Heranwachsende schädlich.
Gibt es eigentlich Tabakwerbung in den sogen. 'sozialen Netzwerken' (ich bitte meine Unkenntnis zu entschuldigen)?

@ Icke 1 11:46 Uhr

"Der Staat sollte jede Werbung für Drogen wie Alkohol und Tabak verbieten."
Da können auch Parteienwerbungen vor Wahlen mit dem "Deckmäntelchen eines Info Nachmittags" wegfallen.
Mehr als ein Verschandeln von Straßenzügen ist diese Werbung eh nicht zu werten.

Verwendung von Tabaksteuer & Co.

Ich stimme Ihnen zu, dass die Tabaksteuer nicht für allgemeine staatliche Aufgaben verwendet, sondern für die Kosten des Tabakkonsums sowie mMn die Aufklärungsarbeit eingesetzt werden sollte.
Das Gleiche sollte für die Alkoholsteuer gelten.
Auch die Kfz-, Benzin- & Dieselsteuer sollten zweckgebunden werden zum Ausbau des öffentlichen Personenverkehrs, des Güterbahnverkehrs sowie zur Sanierung der Verkehrsinfrastruktur.

Mündigkeit

Die hier vielbeschworene "Mündigkeit" ist keine Selbstverständlichkeit und kein Status, den man einfach so hat. Mündigkeit heißt, informiert zu sein und unabhängig aufgrund dieser Informiertheit eine Wahl zu treffen. Diese Mündigkeit bedeutet Anstrengung und Selbstkritik.
Ein Suchtkranker gibt viel seiner Mündigkeit auf. Untersuchungen haben gezeigt, dass z.B. Nikotinsüchtige auch in anderen Lebebsbereichen als dem Rauchen zu unüberlegteren Entscheidungen neigen. Auch ist erwiesen, dass Werbung Einfluss auf uns hat, auch wenn keiner sich das eingestehen will.
Wir sind eben nicht immer und automatisch mündig im bestmöglichen Sinn. Selbst mit aller Mühe nicht. Auch weil wir nicht über alles informiert sein können.
Ein Werbeverbot ist deshalb sinnvoll. Um unsere Mündigkeit zu ERHALTEN und Manipulation vorzubeugen. Auch besonders um die offiziell immer unmündigen Kids zu schützen.

14:44 von Taheen

[…Der Schutz von Kindern & Jugendlichen ist für Sie kein triftiger Grund?…]

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist eigentlich durch das Jugendschutzgesetz zwecks Abgabe unter 18 Jahren gegeben.
Wenn das energisch genug durchgesetzt würde hätten wir das Problem zum größten Teil nicht.

@12:26 von European Son

Und? Was haben Sie davon? Wird Ihr Leben in irgendeiner Weise durch diese Werbung beeinträchtigt?

Durch Werbung nicht. Aber durch Raucher natürlich schon, und zwar in erheblichem Maße.

Man muss natürlich sagen, dass dies in den letzten 30 Jahren deutlich abgenommen hat. Daher finde ich das Problem heute nicht mehr so dringend.


Ja, es ist ein beliebter Sport in breiten Kreisen geworden, Verbote zu fordern.

Und genau die Geschichte des Rauchens hat gezeigt, dass manche Dinge sich nur über Verbote regeln lassen. Ohne massive gesetzliche Einschränkungen hätte kein Raucher auf seine Zigarette verzichtet, es hätte kein gesellschaftliches Umdenken gegeben, die Belästigung der Mitmenschen wäre noch immer so wie 1985.

Die Freiheit des Einzelnen bleibt am Ende am der Strecke.

In diesem Fall nicht. Hier wird sie durch Verbote geschützt.

@15:16 von InsideOut

"Wenn das energisch genug durchgesetzt würde hätten wir das Problem zum größten Teil nicht."

Richtig, aber halt leider unrealistisch, siehe Alkohol.

Übertriebene Verbote

Vorweg, ich bin kein Raucher. So gesehen könnte es mir egal sein. Aber diese ständig über uns schwebenden Verbotsideologien gehen zu weit und gleichen einer schleichenden Entmündigung. Einige Menschen werden aber wohl keine Ruhe geben, auch wenn wir uns irgendwann nachts im Dunkeln an die Hintertür der Metzgerei oder des Zigarrenladens schleichen müssen und uns mit geheimen Klopfzeichen bemerkbar machen und versprechen müssen den Verkäufer nicht zu verraten.

12:42 von grübelgrübel

Ich bin für die Legalisierung sämtlicher Drogen
.
warum nicht
wenn die dann auch für sämtliche Kosten aufkommen
also dann zahle ich für die auch keinen Krankenhausaufenthalt
oder unterstütze die wenn sie arbeitsunfähig sind

Tabak im Vergleich zu anderem

Es gibt gute Gründe, gerade Tabakwerbung auf ein Minimum zu beschränken, auch im Vergleich zu anderen möglicherweise schädlichen Produkten.

1. Es gibt bei Tabak (anders als die hier schon erwähnten Autos oder Putzmittel) keinerlei über das reine Genussmittel hinausgehende Nützlichkeit, für wen auch immer. Außer den Einnahmen der Produzenten und Händler natürlich.

2. Bei Tabak gibt es keine unbedenkliche Maximaldosis, anders als z.B. bei Süßwaren. Jeder Konsum größer Null ist schädlich.

3. Tabakkonsum in Form von Rauchen kann immer andere beeinträchtigen. Nach wie vor gibt es viele Passivraucher, auch wenn hier in den letzten Jahren viel verbessert wurde.

4. Tabak hat ein immer noch verbreitet unterschätztes Abhängigkeitspotenzial.

5. Sonstiges: Müll im öffentlichen Raum durch Zigarettenkippen, Brandgefahr etc.

Diese Eigenschaften liegen gleichzeitig vor. Mir fällt kein anderes legales Produkt ein, bei dem das der Fall ist.

@ 13:52 InsideOut

Da sind Sie leider ganz schlecht bzw. falsch informiert: Nikotion hat mit das höchste Suchtpotential. Es geht nicht um die Wirkung der einzelnen Dosis, sondern um die Abhängigkeit. Können Sie recherchieren: Zwei von drei Personen, die sich eine Zigarette anzünden, werden abhängig.

15:37 von Wielstadt

Die Freiheit des Einzelnen bleibt am Ende am der Strecke.
.
schwierig
wo beginnt die Freiheit des einen wo endet die des anderen ?

16:22 von Sisyphos3

Die Freiheit des Einzelnen bleibt am Ende am der Strecke.
.
schwierig
wo beginnt die Freiheit des einen wo endet die des anderen ?

Also erstmal, den einleitenden Satz habe nicht ich geschrieben, sondern nur zitiert.

Ich bin genau gegensätzlicher Ansicht als der ursprüngliche Kommentator, der im Werbeverbot eine Einschränkung der Freiheit sieht.

Die Frage, wo Freiheit beginnt und endet, ist in diesem Fall recht eindeutig zu beantworten: Die Freiheit, mir eine Zigarette anstecken zu können, endet an der Stelle, wo dadurch andere gefährdet, belästigt oder beeinträchtigt werden.

Wenn es nicht anders geht (und alles deutet darauf hin), dann muss die Freiheit, nicht passiver Raucher sein zu müssen, durch Verbote hergestellt werden.

Ob ein Werbeverbot wirksam ist, dass ist eine andere Frage. Darin bin ich mir unschlüssig.

@Freiheit 16:22 von Sisyphos3 yu @@15:37 Wielstadt

"wo beginnt die Freiheit des einen wo endet die des anderen ?"

Zumindest endet sie da, wo der eine (Konzern)
den andern (uns alle) ohne gefragt zu haben, schädigt.

Das ist ja wohl bei Tabak hinlänglich gesichert.
Und selbst die 'Ersatzdroge' Elektrozigarette ist bei weitem nicht so 'gesund',
wie ursprünglich gedacht.
Genaugenommen fast genausoschlimm wie das, was sie ersetzen sollte.
- neueste Studien aus den USA

@15:52 von In welcher Welt...

"diese ständig über uns schwebenden Verbotsideologien gehen zu weit und gleichen einer schleichenden Entmündigung"

Kann es sein, dass Sie den Artikel falsch verstanden haben? Ihnen soll nicht das Rauchen verboten werden.

Stört Sie der Gedanke dass weniger Jugendliche und Heranwachsende das rauchen beginnen könnten so sehr?
Denn nur darum geht es. Um die Werbung.
Ein generelles Rauchverbot werden Sie mit Sicherheit nicht mehr erleben, unabhängig von Ihrem derzeitigen Alter. Das wird nämlich nicht kommen.

Die Freiheit, Werbeverbote auszusprechen

Sobald man von "Entmündigung" und "Verbotskultur" liest, kann man darauf schließen, dass der Verfasser Raucher ist. Dabei lässt sich leicht erkennen, dass die Sucht den Verfasser bereits entmündigt hat.

Ich arbeite selbst in der Werbung und ich kann nur sagen: Niemand ist mündig im Angesicht der manipulativen Werbung. Da sollte sich niemand ausnehmen: Werbung verführt, lügt und betrügt jede Zielgruppe. Durch Branding macht Werbung loyale Konsumenten, die sich mit der Verteidigung derselben schon selbst entmündigt haben.

Lasst sie ruhig werben....

....aber verteuert das Produkt! Nur über den Geldbeutel funktioniert der Schutz vor dem rauchen. Sollte man sich scheuen die Tabaksteuer zu erhöhen, böte sich ein " Krankenkassenaufschlag" an, denn erwiesenermaßen belasten die Folgen des Tabakkonsumes die Krankenkassen übermäßig.

@ BotschafterSarek

Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Und wie machen wir das jetzt mit den anderen Süchten? Reglimentieren wir die auch oder stört das Rauchen nur, weil es stinkt? Was ist mit der Hälfte der Deutschen, die fettsüchtig sind, die Alkoholiker, die Drogenabhängigen? Sind die für Sie okay?

@16:22 Sisyphos3

Ihre Frage ist allgemein schnell und klar beantwortet: Die Freiheit des einen endet, wo die Freiheit des anderen beginnt.
Für das Rauchen ist klar: Die Freiheit des anderen beginnt, wo jemand sich durch das Rauchen gestört sieht und gesundheitlich beeinträchtigt, weshalb es folgerichtig war, das Rauchen in Gaststätten, Restaurants, Büros und öffentlichen Gebäuden zu verbieten.
Mit dem Werbeverbot hat das direkt noch nichts zu tun. Aber es ist konsequent, die Werbung für ein abhängig machendes Suchtmittel zu verbieten - und das sollte meiner Meinung nach auch für Alkohol strenger gehandhabt werden. Denn die Kosten im Gesundheitswesen sind immens.

@17:38 von Elfe12

"stört das Rauchen nur, weil es stinkt? "

Wie BotschafterSarek ja schon deutlich ausgeführt hat stinkt es eben nicht nur sondern ist, auch passiverweise, hochgiftig, gerade für Schwangere. Damit unterscheidet das Rauchen sich in dem Punkt tatsächlich von anderen Drogen, vielleicht mit Ausnahme des Alkohols welcher indirekter aber auch sehr massiv der Gesellschaft schadet!

Und ja, auch Alkohol sollte nicht beworben werden, aus den selben Gründen welche für ein Verbot von Tabak sprachen.

Theoretisch ist jede (Art) Werbung für alles und jedes

unmenschlich, und sollte verboten werden.
Werbung beeinflusst bewusst negativ den menschlichen Geist, nur zu einem Ziel: Umsatzsteigerung.
Die Einflussnahme einzelner Personen/Firmen auf die Masse/Bevölkerung sollte verboten werden.
Ich denke wir leben in einem freien Land? Warum wird dann unentwegt geistige Freiheit untergraben? Warum wird niemals mit dieser Gehirnwäsche aufgehört und warum wird der freie Geist nicht wirklich ernst genommen?

Ich bin zwar der Ansicht, freier Wille existiert nicht, aber das Thema ist etwas ganz anderes...

Unnötig, aber egal

Man sieht doch eh kaum noch Tabakwerbung, oder ? Mir jedenfalls ist schon lange keine mehr bewusst begegnet.
Von daher ist es im Grunde ziemlich egal, ob es ein Verbot gibt.

Es ist aber richtig, was hier andere Kommentatoren bemerken: Die teilweise unglaubliche Ausmaße annehmende Bevormundung der Menschen findet hier eine, wenn in diesem Fall auch sehr unbedeutende, Fortsetzung.
In letzter Zeit, so scheint es, wird überwiegend Politik für marginale Kleinstgruppen gemacht. Das kann an Wahlkampfzeiten liegen, hat vielleicht aber auch andere Gründe.

Tabakwerbeverbot ist jedenfalls auch sowas: Interessiert eigentlich niemanden und ist total unwichtig.

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