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Genau richtig. Viele Menschen

Genau richtig. Viele Menschen sollten sich wieder vermehrt um ihren eigenen Mist kümmern, anstatt anderen Menschen Vorschriften machen zu wollen. Was ich mit meinem Eigentum mache, geht nur mich was an, wenn ich mich an Recht und Gesetz halte. Wenn ich von einem Freund höre, was bei seinen spießigen Eigentümerversammlungen abgeht, da bin ich froh, über mein eigenes Haus und meinen eigenen Grund frei entscheiden zu können

„Bei einer Kurzfristvermietung haben wir Bedenken, dass irgendwann im Haus die Sicherheit gefährdet werden könnte. Wir wollen gerne wissen, wer im Haus ist. Wir wollen die kennen, wollen Leute, die bei der Polizei angemeldet sind“

Ob meine Mitbewohner (ich wohne in einem 44-Parteien-Haus) bei der Polizei angemeldet sind oder nicht, interessiert mich null. Was mich dagegen umso mehr interessiert, ist ihr Benehmen.

Und dieses „Benehmen“ ist bei kurzfristigen Vermietungen, die allzu oft allein dem Zweck dienen, aus seinem Eigentum den maximalen "Profit" herauszuholen leider sehr häufig ein Problem.

Seit wir in 2003 einen Verwalter losgeworden sind, der nichts dagegen hatte, dass in einer Einzimmerwohnung eine ganze Kolonne Bauarbeiter „untergebracht“ war - wobei mich übrigens nicht die gestört haben, sondern die Überbelegung und ihre Konsequenzen für die Hausgemeinschaft (bei Beschwerden gab er sich hilflos) herrscht in unserem Hause trotz häufigen Mieterwechsels glücklicherweise Ruhe.

Trauriges Urteil

Warum muss ich es als Eigentümer und Nachbar hinnehmen, dass einer sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichert? Alle leiden unter den ständigen Wechseln, die Kurzzeitmieter benehmen sich wie es ihnen beliebt und der Wohnwert der ganzen Anlage sinkt. Eigentum verpflichtet auch, aber das haben die Richter nicht im Auge behalten. Es ist traurig, dass hier nichts gegen Profitgier zu Lasten von anderen unternommen wird. Es wird also Zeit, jemand zu wählen, der die entsprechenden Gesetze schafft, um diese Profitgier mal zu stoppen. Eben echte Politik für Menschen.

Nicht, dass da Leute kommen.

"Denn es kann ja passieren, dass auch Leute kommen, die wir nicht so gerne sehen würden."

Da glauben manche Menschen doch tatsächlich, dass sie quasi per Mehrheitsbeschluss nicht etwa nur den Durchgangsverkehr auf der Straße vor ihrer Haustür (was seltsam genug wäre), sondern sogar schon den in den Wohnungen anderer Leute bestimmen dürfen.

Krude Vorstellungen.

Aus volkswirtschafltichen Gründen muss dieser Ferienvermieterei natürlich an manchen Stellen eine Grenze gesetzt werden.

Aber sicher nicht mit solchen Gartenzwergargumenten.

Vertrauen in das Rechtssystem

Jede andere ergangene Entscheidung des BGH wäre in der Tat auch eine Überraschung gewesen... man wird sich ja wohl auch noch in Deutschland auf seine erworbenen Eigentumsrechte verlassen dürfen. Letztendlich hat man dafür ja auch gearbeitet und das Eigentum ist nicht einfach so vom Himmel gefallen !!!

Sorry, aber wer heute noch kein Immobilieneigentum erworben hat, der hat das System noch nicht verstanden... abgesehen davon, was sich ferner alles steuerlich bei Immobilien berücksichtigen lässt !

Kein gutes Urteil, wenn drei Viertel dagegen sind

Ich würde mir auch keine Wohnung in einem Haus kaufen, in dem jeden Tag fremde Leute übernachten. Die Rücksicht lässt ja bei vielen zu wünschen übrig, wenn sie wissen, hier komm ich eh nie mehr her. Mit einem Haus, wo man machen kann, was man will, ist eine Eigentumswohnung überhaupt nicht zu vergleichen. Andere sollen für ihre Profitgier gerade enteignet werden. Wenn man Hotelier sein will, soll man eins aufmachen.

Das Gericht musste

Das Gericht musste verschiedene Güter abwägen. Wer in einem Haus als Mieter*in wohnt, in dem es ständige Wechsel bei der Vermietung einer "Ferienwohnung" gibt (letztlich übrigens meist nichts anderes als eine Gewinnmaximierung aus Wohneigentum, die sich keinen Deut um Wohnqualität, Hausgemeinschaft etc. schert), wird auch zu einer anderen Berwertung kommen können. Gut, dass es nach wie vor das Zweckentfremdungsverbot gibt und auch die Regelungen von Lärmschutz und Hausordnung. Ich meine, man hätte bei diesem Urteil über die "Sozialverpflichtung des Eigentums" auch zu einer anderen Entscheidung und einer anderen Urteilsbegründung kommen können.

@ xeniosson

Warum muss ich es als Eigentümer und Nachbar hinnehmen, dass einer sich auf Kosten der Gemeinschaft bereichert?

Warum sollten Sie einem Nachbarn die Möglichkeit nehmen wollen, Geld zu verdienen? Dazu haben Sie doch eigentlich gar kein Recht.

Eher falsch...

Es geht hier nämlich nicht nur um das eigene Eigentum. In einem Mehrfamilienhaus sind sind immer alle Mieter/ Eigentümer betroffen.
Mehr verschmutze Treppenhäuse, mehr Lärm (gerne Nachts, ist ja Urlaub...leider nur nicht für die anderen Mieter(Eigentümer), mehr Müll...und, und und. Im Eigenheim (Haus) ist das natürlich ein völlig andere Angelegenheit, soweit richtig.

@ meinung111

Kein gutes Urteil, wenn drei Viertel dagegen sind

Ein Gericht darf nicht nach der (vermutlichen) Mehrheit der Bevölkerung entscheiden, sondern nach Recht und Gesetz. Das wäre sonst Willkür.

Die Rücksicht lässt ja bei vielen zu wünschen übrig,

Und wo übernachten Sie wenn sie Unterwegs sind ?

wenn drei Viertel dagegen sind?

Wenn wir Urteile nach der Mehrheit des Volkes hätten würden wir viel Probleme sehr schnell lösen können.

@ werner1955

Gutes und rechtzeitiges Urteil. Damit wird den idiologischen R2G Enteignungs Menschen

Warum gut und schlecht? Ich verstehe Ihre Aussage nicht. Bei R2G Menschen denke ich an Kino und Science Fiction. Liege ich da richtig? Was bedeutet das?

@eine sex in latein

Es ist mir egal, wie der Nachbar sein Geld verdient, so lange das legal ist und so lange es nicht auf meine Kosten geht. Jede "Ferienwohnungsvermietung" geht auf Kosten der gesamten restlichen Gemeinschaft. Wer das macht, den schert es einen Dreck, ob hier Wohnwert vorhanden ist oder nicht. Den interessiert nur die größte mögliche Rendite und das zu Lasten der anderen. Und das geht nur so lange es Gesetzt gibt, die diese Schmarotzerei zulassen. Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, dem Eigentümer seine Freiheit zu lassen. Das ist legalisierter Missbrauch der allerübelsten Sorte, garniert mit dem Feigenblatt von hemmungsloser Kapitalrendite.

re werner1955

"Gutes und rechtzeitiges Urteil. Damit wird den idiologischen R2G Enteignungs Menschen mal kar aufgezeigt was in unsererm rechsstaat erlaubt ist."

Aufgezeigt wird, dass die Eigentümergemeinschaft Einschränkungen der Nutzung einem Wohnungseigentümer nicht auferlegen kann.

So wäre es richtig. Ihr Kommentar dagegen ist dumpfe Pöbelei am Thema vorbei.

@16:45 Werner 1955

Nun mal langsam: hier geht's nicht um Enteignung, sondern um die Art der Nutzung.
Im übrigen gibt es in Deutschland Woche für Woche Enteignungen, wenn z.B. Bauen ihr Land genommen wird für bestimmte Bauvorhaben; daher ist das Volksbegehren in Berlin nichts verwerfliches, zumal es hier um reine Spekulantenmogule geht, die seit Jahren nicht eine einzige Wohung gebaut haben sondern über das Modell "aufkaufen und Gewinne maximieren" das Grundrecht auf Wohnen in manchen Gegenden gefährden.

16:46 von klein blond rasiert

sondern nach Recht und Gesetz
.
vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand
anders sind manche Urteile nicht zu verstehen
die beiden Vorinstanzen haben anders entschieden
war das nicht nach Recht und Gesetz also Willkür ?

Schlecht

Das ist aber bedauerlich, dass der BGH den Interessen der Miteigentuemer nicht staerkeres Gewicht gibt. Dann sind vielleicht die Kommunen gefragt, die Kurzzeitvermietung einzudaemmen ausserhalb von reinen Ferienhaussiedlungen. Ueber die Definition der Kurzzeitvermietung als Gewerbe muesste sich da doch vielleicht auch was machen lassen. Hotels sind schliesslich auch nicht in reinen Wohngebieten zulaessig.

Ich wohne in Berlin Friedrichshain....

....hier fliegen die Gläser ganzjährig an die Wand. Feriengäste benehmen sich oftmals wie die letzten Menschen, man feiert bis in die Puppen, Anlage laut auf volle Pulle, Gröhlend und besoffen zieht man um die Häuser, Autos werden beschädigt. Flaschen in die Strasse geworfen. Das geht so bis in die Morgenstunden. Meine Kinder kann ich wegen der Drogenexzesse nicht ohne Geleit zur Schule schicken. Die Polizei zu rufen hat keinen Zweck. Die haben schon lange kapituliert. Und nun höre ich, dass Eigentumswohnungen als Hotelzimmer vermietet werden können, obwohl Familien im Haus wohnen? Diesen Richtern würde ich es gönnen, hier mal zwei Wochen im Vorderhaus zu wohnen. Die hätten dann die mangelnde Bodenhaftung zurück....

Falsche Vorstellungen

Hier scheinen so einige, ein paar grundsätzliche Dinge nicht verstanden zu haben.
Die Feriengäste dürfen sich nicht wie die Axt im Wald benehmen, sondern sind an die selben Regeln gebunden, wie die Eigentümer. Werden diese Regeln übertreten, kann man was dagegen unternehmen. Werden die Regeln nicht übertreten, ist doch alles in Ordnung.
Das Urteil ist in meinen Augen absolut richtig.

@ 17:10 Elvenpath

Haben Sie den Bericht von R0lt0 um 17:09 gelesen? Es geht schon auch darum, welche grundsätzliche Weichenstellung die Rechtssprechung auf Bundesebene setzt. Was mit "Sozialverpflichtung des Eigentums" eigentlich in die Grundlagen unserer Gesellschaft geschrieben wird, verblasst zusehends.

@ Nettie 16.46h - Profit, na und?

..................... bei kurzfristigen Vermietungen, die allzu oft allein dem Zweck dienen, aus seinem Eigentum den maximalen "Profit" herauszuholen leider sehr häufig ein Problem.................

1. Warum schreiben Sie Profit in Anführungszeichen?

2. Warum darf man durch Vermietung von Wohnungen keinen Profit machen sondern nur durch einen Beruf. Oder Aktien. Oder Vermietung von Fahrzeugen. Oder Vermietung von Lagerräumen?

Offensichtlich

gehen einige Foristen davon aus, daß Recht ist, was eine (ideologische) Mehrheit dafür hält. Zum Glück gibt es noch Gerichte, die diese Einstellung nicht teilen, sondern nach geltendem Recht, und nach keinen anderen Kriterien, urteilen.

Manche wissen offensichtlich nicht was Eigentum ist

Eine Wohnung ist kein Sondereigentum über das andere befinden können.
Über das Eigentum befindet grundsätzlich nur der Eigentümer bzw. als Mieter über die Nutzung der Besitzer. Nicht die Nachbarn oder andere Wohnungseigentümer können das im Rechtsstaat mit Mehrheit aushebeln! Das wäre ja noch schöner!

Selbst ein Mieter darf untervermieten. Die Erlaubnis zur Untervermietung kann nur verweigert werden, wenn die Wohnung dadurch überbelegt würde oder besondere Gründe gegen die Person des Untermieters sprechen.

http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/
document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=68256&pos=0&anz=1

@ r0lt0 17.09h - Sie schildern einen Ausnahmefall

In meiner Stadt und anderen begehrten Wohnorten in Deutschland herrscht Wohnungsnot. Dort wird die Vermietung als Ferienwohnung stark eingeschränkt. Das ist ja auch sinnvoll.

Wenn aber ein Prolet an andere Proleten vermietet, dann ist das ein Problem, welches sich nach mehrmaligen Verstoss der Hausordnung durch Gerichtsbeschluss bzw. entsprechender Geldstrafe verhindern lässt.

@Elvenpath

Wie setzen Sie denn nach diesem Urteil noch durch, dass die Hausordnung und Nachtruhe eingehalten werden? Glauben Sie im Ernst, dass da noch irgend eine realistische Möglichkeit besteht? Drei Jahre Klagen nachdem Sie 20 mal dokumentieren müssen, was alles los ist, mit Zeugen und allem und dann kommt am Ende nichts raus, weil der Vermieter sich ja immer solche Mühe gibt. Der "Vermieter" sitzt dann hunderte Kilometer weit weg und kommt aus dem Lachkoma nicht mehr heraus.

@ 17:10 Elvenpath
Haben Sie den Bericht von R0lt0 um 17:09 gelesen? Es geht schon auch darum, welche grundsätzliche Weichenstellung die Rechtssprechung auf Bundesebene setzt. Was mit "Sozialverpflichtung des Eigentums" eigentlich in die Grundlagen unserer Gesellschaft geschrieben wird, verblasst zusehends.

@andererseits, da wurde keine einzige Weiche anders gestellt. Haben Sie sich die Begründung der Richterin überhaupt angehört?
Das was R0lt0 hier schildert ist nicht Gegenstand des Urteils. Das ist eine ganz andere Baustelle. Jedes Gericht würde dort einer Klage auf Unterlassung stattgeben.

Vernunftsfrage...

Ein Beispiel gefällig..? Ich besitze per Erbschaft drei von 17 Eigentumswohnungen in einem Innenstadthaus einer Großstadt. Die Wohnungen sind langzeitvermietet und die Mieter prima... mittlerweile alles ältere Leute. Die Kapitalrendite ist nicht überragend, aber okay. Inzwischen aber ist in dem Haus ein asiatischer Investor aktiv, der alle freiwerdenden Wohnungen aufkauft und nach Minimalrenovierung zu teuren Studentenwohnungen oder ebensolchen für Kurzzeitmieter umwandelt... und damit die häusliche Sozialstruktur zerstört. Die bisherige Hausgemeinschaft ist dagegen machtlos... weil in der Satzung aus den 1970ern eine solche Entwicklung nicht explizit ausgeschlossen wurde ... sagt ein zuständiges Gericht.
_
Das ist natürlich zu respektieren ... aber es fördert nicht den Glauben an die Vernunft eines Rechtsstates...

re zwicke

" Inzwischen aber ist in dem Haus ein asiatischer Investor aktiv, der alle freiwerdenden Wohnungen aufkauft ... und damit die häusliche Sozialstruktur zerstört."

Dann sind doch wohl in erster Linie die Eigentümer verantwortlich, die an den asiatischen Investor verkaufen.

Ich besitze per Erbschaft drei von 17 Eigentumswohnungen in einem Innenstadthaus einer Großstadt. Die Wohnungen sind langzeitvermietet und die Mieter prima... mittlerweile alles ältere Leute. Die Kapitalrendite ist nicht überragend, aber okay. Inzwischen aber ist in dem Haus ein asiatischer Investor aktiv,..

Ob da ein asiastischer Investor aktiv ist steht nicht zur Sache!
Die "älteren Leute" wohnen dort doch weiter wie bisher!

Dass freiwerdende und dann renovierte Wohnungen als Studentenwohnungen vermietet werden ist jetzt Unrecht? Sie dürfen ihre Wohnungen ja auch vermieten an wen sie wollen!

Jeder der hier investiert und Wohnungen renoviert ist kein Zerstörer, im Gegenteil. Er muss die Wohnungen nicht wieder an "ältere Leute" vermieten. Er hätte vermutlich sonst nicht investiert.

Manche lesen im GG von der Allgemeinheit und meinen sie oder ihre Gruppe seien das alleine, nie andere.

Dabei gehören auch Ferienwohnungsmieter und Studenten zur Allgemeinheit! ...

nicht auferlegen kann.

Also haben Sie das Urteil auch nicht verstanden. Die Nutzungseinschränkung ist nicht erlaubt. Also kann doch die Enteignung als die Beseitigung der gesamten Nutzung nicht rechtens sein!

@ 17:44 gman

Ihr Urteil "Richterschelte" weise ich zurück; es gehört zur Meinungsfreiheit, über Urteile zu diskutieren. Und meiner Ansicht nach waren wir gesellschaftlich in der Akzeptanz der "Sozialverpflichtung des Eigentums" schon mal weiter. Das können Sie anders sehen - aber antworten Sie doch bitte argumentativ und nicht mit dem plumpen Vorwurf "Richterschelte".

17:53 von Zwicke

das war noch nie anders, gem. unseren gesetzen. ein einziger in der hausgemeinschaft konnte schon immer alle anderen in den ruin treiben. offenbar politisch gewollt

die Art der Nutzung

Richtig. Und wenn eine auch nur kleine einschränkung der Nutzung nicht erlaubt ist wie soll es dann mit der Wegnahmen und dem gesamten Entzug der Nutung erlaubt sein.

Auch wird gerade durch die zeitweise Abwesenheits Vermietung etwas sinnvolles gemacht. Es würden sonst viele Häuser abgerissen um Hotels bauen zu können.

Auch können so nicht nur Reiche in Berlin einige Tage verbringen und sehen was mit unseren Steuermilliarden so alles angestellt wird.

@ andererseits

"Sozialverpflichtung des Eigentums„

Wer Gästen bei Reisen ein Dach über dem Kopf bietet, kann sein Eigentum nicht viel sozialer einbringen. Er beherbergt Gäste bei ihren Reisen und macht Werbung für ein offenes und gastfreundliches Deutschland.

Die Umwidmung in Ferienwohnungen

sind gerade in den angesagten Städten ein Problem, verknappen weiter das Angebot und treiben die Mieten. Nicht nur in Mallorca, sondern auch in Köln, München, Berlin, sogar auf Sylt. Genau genommen eine gewerbliche Nutzung, die in vielen Wohnungseigentümergemeinschaften untersagt ist. Hier geht es nur um Profitmaximierung zu Lasten der andern Eigentümer. Wer einmal erlebt hat, wie sich das zugereiste Partyvölkchen benimmt und wie es in den Häusern und um sie herum nachher aussieht, weiß wovon ich schreibe... das mindert die Wohnqualität der Nachbarn ganz erheblich. Die Touristen kommen und gehen-der Lärm, der Müll, das Erbrochene bleibt

Die Polizei zu rufen hat keinen Zweck.

dann müssen Sie wie diese Eigentümerin die gerichte einschalten. Dort wird dann entschieden ob Sie im Recht sind oder nicht.

@um 16:37 von meinung111

genau so ist es..eine Wohnung ist kein Hotel.
Wir haben so etwas in der Richtung auch in einer Wohnung.
Unser Glück ist.. die Leute wohnen etwas länger hier als eine Woche. Wenn die Herrschaften sich nicht an die Hausordnung halten gibt es sofort Ärger

Gemeinschaft

Zwicke hat hier einen wichtigen Aspekt eingebracht. Bei der Wohnungseigentümer handelt es sich um einen Gemeinschaft! Auch wenn, wie im aktuellen Gerichtsurteil gesehen, jeder Eigentümer frei über sein Eigentum verfügen kann, bleibt es doch dabei, dass es in jeder Gruppe von Menschen, auch von solchen, die allein durch das Wohnen im selben Haus miteinander verbunden sind, eine soziale Struktur gibt.
Als der Gesetzgeber das Wohnungseigentumsgesetz schuf, war die gute Absicht, dass mehr Menschen Eigentum erwerben könne und statt zur Miete im eigenen Eigentum wohnen können. Durch die hemmungslose Vermietung an Party-People und Bauarbeiterkolonnen, die den Selbstnutzer das Leben zunehmen erschwert, wird dieser Grundgedanke ausgehöhlt. Am Ende der Entwicklung wird wieder ein Regelungsbedarf für den Gesetzgeber bestehen, solchen Exzessen ein Ende zu setzen - neues Recht, dass dann auch die Gerichte beachten müssen.

@Zwicke, hier auch ein Beispiel.

KA ist nicht nur die Residenz- sondern auch Universitätsstadt.
Dort gibt es einen Stadtteil aus den 50ern. Die Bewohner der alten Wohnblöcke sterben. Die Erben vermieten einzelne Zimmer an Studenten. Das bringt mehr Geld als die geerbte Wohnung an Familien oder Rentner zu vermieten. Von Renovierung kaum eine Rede. Etwas Farbe, Billigküche reicht. Mehrfache Miete. Dazu hohe Energiekosten für die Studenten.

Der Stadtteil verändert sich. Neben Älteren leben Studenten in WGs die teuer vermietet sind.
Das Miteinander in den Häusern funktioniert in aller Regel gut.

Das Abkassieren steht auf einem anderen Blatt. Da ist der Markt wenig sozial. Hätte die Stadt, das Land mehr getan wäre die Lage eine andere. Studenten mussten in Karlsruhe schon vor Jahren in Notunterkünfte in alten ausrangierten Kasernen einquartiert werden. Ein Armutszeugnis der zuständigen Politik.

2006!
https://ka.stadtwiki.net/Datei:Studenten_Wohungsnot_Notunterkunft.gif

Zu 18:47 von andererseits "Sozialverpflichtung"

@ 17:44 gman
Ihr Urteil "Richterschelte" weise ich zurück; es gehört zur Meinungsfreiheit, über Urteile zu diskutieren. Und meiner Ansicht nach waren wir gesellschaftlich in der Akzeptanz der "Sozialverpflichtung des Eigentums" schon mal weiter. Das können Sie anders sehen - aber antworten Sie doch bitte argumentativ und nicht mit dem plumpen Vorwurf "Richterschelte".

@andererseits. Ich sehe bei der Sachlage Ihr Urteil als Richterschelte, das ist meine freie Meinung. Es geht bei diesem Fall nicht um die "Sozialverpflichtung des Eigentums".
Es ging um die Einschränkung von Eigentumsrechten.

Die Gegner wollten keinen Fremden im Treppenhaus begegnen und sie wollten wissen, wer im Haus ist. "Nur solchen Leuten die bei der Polizei angemeldet sind" akzeptieren.

Von Pflicht und Sozial keine Spur, nicht die Rede!

re werner1955

"Also haben Sie das Urteil auch nicht verstanden. Die Nutzungseinschränkung ist nicht erlaubt. Also kann doch die Enteignung als die Beseitigung der gesamten Nutzung nicht rechtens sein!"

Außer der Tatsache, dass es um Wohnungen geht, gibt es juristisch nicht den geringsten gemeinsamen Nenner.

PS: Dazu fällt mir noch ein ..

"Ein ehrenwertes Haus"

das gesellschaftskritische Lied von Udo Jürgens.

re ca

"Bei der Wohnungseigentümer handelt es sich um einen Gemeinschaft! Auch wenn, wie im aktuellen Gerichtsurteil gesehen, jeder Eigentümer frei über sein Eigentum verfügen kann, bleibt es doch dabei, dass es in jeder Gruppe von Menschen, auch von solchen, die allein durch das Wohnen im selben Haus miteinander verbunden sind, eine soziale Struktur gibt."

Sie gehen einfach mal davon aus, dass die Eigentümergemeinschaft identisch ist mit der Hausgemeinschaft.

Was typischerweise gar nicht stimmt, weil sehr viele Eigentümer ihre Wohnungen vermieten und nicht selbst nutzen.

@ ca

„ Durch die hemmungslose Vermietung an Party-People und Bauarbeiterkolonnen, die den Selbstnutzer das Leben zunehmen erschwert, wird dieser Grundgedanke ausgehöhlt“
Man ist ja immer so unfassbar tolerant und weltoffen, nur wenn Party-People und Bauarbeiter mal im eigenen Haus wohnen, dann ist es schnell vorbei mit anderen Lebensstilen

@ 18:55 berelsbutze

Wouh! Da haben Sie aber die Kurve gekriegt. Sie wissen genau, dass es darum hier mal ausnahmsweise nicht geht: nicht die "soziale Tat" steht im Vordergrund, sondern der Verdienst durch Kurzzeitvermietung an Feriengäste. An die "Werbung für ein offenes und gastfreundliches Deutschland" werde ich Sie beizeiten erinnern.

@ andererseits

„An die "Werbung für ein offenes und gastfreundliches Deutschland" werde ich Sie beizeiten erinnern.“

Sehr gerne. Ist aber komplett in meinem Dasein manifestiert. Jeder darf Gast bei mir sein. Wer sich benimmt, darf wiederkommen, wer sich nicht benimmt, fliegt raus. Das ist so langweilig normal, ich weiß!

@ 19:47 gman

De facto stärkt das Urteil genau die Wohungsbesitzer, die es vor allem darauf anlegen, maximale Rendite zu erzielen, und die erzielt man vor allem mit Kurzzeitvermietung an "Feriengäste". Mit Gastfreundschaft hat das im Grundsatz so wenig zu tun wie mit dem von Ihnen unterstellten "keine Fremden". Es gibt genügend Gegenden deutscher Großstädte, wo die Rollkoffer auf den Gehwegen häufiger zu hören sind als die Trambahn...

@ 20:37 berelsbutze

Schön, dass Sie gastfreundlich sind. Ihr Umgang mit Ihren Gästen ist Ihre Sache... Im Urteil hier geht es nicht um "Gastfreundschaft", sondern um Wohnungsbesitz, den man nicht dem Mietmarkt zur Verfügung stellt, auf dem geüngend Menschen ein Dach über dem Kop suchen, sondern Touristen, die - so ganz nebenbei bemerkt - deutlich mehr zahlen für Kurzaufenthalte also durch die "soziale Tat" einer Langzeitvermietung zustande kommt. Darum geht es im Kern - und das ist eine bedenkliche Entwicklung.

@andererseits

„De facto stärkt das Urteil genau die Wohungsbesitzer, die es vor allem darauf anlegen, maximale Rendite zu erzielen, und die erzielt man vor allem mit Kurzzeitvermietung an "Feriengäste".“

Und genau diese Feriengäste bringen immenses Geld in die Stadt und sorgen gerade für Arbeitsplätze in der Gastronomie, im Einzelhandel und in Unterhaltungssektor.
Es profitieren davon Restaurants, Kneipen, Bars, Bäcker, Museen, kleine Shops um die Ecke, grosse Kaufhäuser, Konzerthäuser, Eventhallen, Kinos, Diskotheken, Taxen, der ÖPNV, Nachtbars, etc etc. etc.

Zum Beispiel Berlin hatte

Zum Beispiel Berlin hatte 13,5 Millionen offizielle Übernachtungsgäste im Jahr 2018. Die können ja gerne probehalber mal ein Jahr fern bleiben, mal schauen, wieviele Jobs dadurch verloren gehen und ob Berlin davon dann am Ende profitiert

@ andererseits

„Im Urteil hier geht es nicht um "Gastfreundschaft", sondern um Wohnungsbesitz, den man nicht dem Mietmarkt zur Verfügung stellt, auf dem geüngend Menschen ein Dach über dem Kop suchen, sondern Touristen“

Eine leicht falsche Tendenz. In diesem Bericht geht es nicht über Leute, die ein Dach über dem Kopf suchen, es geht um Eigentümer, die bereits in einem Mehrparteienhaus eine Wohnung haben und mit den Gewohnheiten fremder Menschen nicht klar kommen wollen. Von denen sucht keiner eine Wohnung, sondern sie stören sich nur an dem lebendigen Treiben im Haus

Unverständnis

Also ich wohne in einem 12 Parteienhaus auf dem "Fuselfelsen" Helgoland. Bei uns im Haus sind 3 Ferienwohnungen, die von Touristen gemietet werden können. Ich wohne seit 10 Jahren hier im Haus. Solche Verhältnisse wie viele Foristen hier beschreiben habe ich bei uns noch nie erlebt! Ich kenne die Gäste zwar auch nicht persönlich aber da sie sich benehmen, mache ich die Wohnungstür zu und gut ist! Helgoland ist zwar nicht Berlin und keine hippe Partystadt aber getrunken und gefeiert wird hier auch nur halt dort wo es auch hingehört (Kneipe). Wer sich nicht benimmt bekommt Post von der Polizei oder dem Ordnungsamt! Durch die Meldepflicht der Vermieter hat man ja auch den Namen und Anschrift der Gäste!

Eigentumsrecht

Wohnungseigentümer dürfen einem anderen die Nutzingsänderung nicht verbieten.
Kommunen dürfen in das Eigentumsrecht von Vermietern eingreifen.
Ein Eigentümer darf in das Eigentumsrecht der übrigen Besitzer von Eigentumswohnungen eingreifen, in dem er seine Mietwohnung zum "Hotel" macht, vielleicht auch zum Bordell.

Juristen sind schon sonderbare Menschen.

@ Peter Schäfer

„Eigentumswohnungen eingreifen, in dem er seine Mietwohnung zum "Hotel" macht, vielleicht auch zum Bordell.“

Er greift ja nicht in ihr Eigentum ein. Das Bordell oder das „Hotel“ befindet sich ja nicht auf ihrem Grund und Boden. Und so mancher Eigentümer würde sich bei seinen spießigen Nachbarn bestimmt wünschen, die Wohnung würde nicht durch den engstirnigen Dauernörgler bewohnt, sondern dort wäre ein Bordell oder ein „Hotel“.
Es gibt wie immer zwei Seiten. Die einen wollen kein Hotel und Bordell im Haus und die anderen hätten lieber das im Haus, als besorgte und nörgelnde Nachbarn

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