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Und deshalb ist es wichtig,

Und deshalb ist es wichtig, daß das Wahlalter bei 18, besser bei 21 Jahren liegt. Vorher kümmern die sich eher um ihre völlig unnnötigen Interessen, wie diese Internetnummer. Völlig belangloser Unsinn. Da käme dann eine Partei und verspricht denen, die sich noch keine umfassende Meinung gebildet haben, das Blaue vom Himmel. Bei genau EINEM Problem. Solange diese Partei die Grünen oder Linke wären, wäre denen das egal. Und wenn es die AFD verspräche? Dann wäre der Aufschrei aber groß. Ne ne, um Wählen zu gehen braucht man mehr, als nur ein "Fachgebiet"

Engagement

Dass junge Menschen sich für allgemeinpolitische Themen begeistern lassen, ist nichts neues. Ich bin früher auch auf Demos "für den Frieden" und "gegen Atomraketen" mit gelatscht. Mit zunehmendem Alter schleicht sich dann aber der Engagement-Killer No.1 ein: der Alltagstrott. Und die unbequeme Erkenntnis, dass ich für nachhaltige Veränderung etwas an meinem eigenen Verhalten ändern müsste. Für zukünftige Wahlurnengänge besteht immerhin eine Hoffnung: irgendwelche rechtspopulistischen Themen scheinen es bei der augenblicklichen Jugend keine Rolle zu spielen.

Gut so und hört nicht auf. Zu meiner ...Zeit...

...Schulzeit 1974 - 1985 wäre das nicht denkbar gewesen.

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Und ich meine nicht, daß nicht auch wir Jugendlichen teilweise rebelliert
hatten.
Aber das war im Vergleich zu heute ein...
ähhh wie würde ein Herr Gauland sich doch gleich ausdrücken...
ach ja als Fliegenschiss.

Wir hatten damals eben nicht diese Möglichkeiten zu kommunizieren und so größere Gruppen zusammen zubekommen.
Soll heißen techn. Unterstützung wie. z.B. FB oder Whatsapp waren Science Fiction.
Zu meiner Zeit standen noch Reihen von gelben Telefonhäusern in der Fußgängerzone. Und die einzige Freiheit Zuhause komfortabler zu telefonieren war, die Erlaubnis der Eltern stets vorausgesetzt (telefonieren kostete richtig Geld),
Eine Telefon mit Wahlscheibe zu besitzen, an dem ein längeres Kabel installiert war, sodaß man sich auch mal 5m entfernt von der Anschlußdose mit dem alten Knochen aufhalten konnte.

Also liebe Jugend, hört nicht auf um eure Zukunft zu kämpfen.
Denn die das oben tun es nicht.

@ superschlau

"Und deshalb ist es wichtig, daß das Wahlalter bei 18, besser bei 21 Jahren liegt. Vorher kümmern die sich eher um ihre völlig unnnötigen Interessen, wie diese Internetnummer. Völlig belangloser Unsinn. "

Ganz falsch! Das Wahlalter muss runter. Jungen Menschen generell Interessen ausschließlich für "belanglosen Unsinn" zu unterstellen, ist ja wohl der Gipfel der Arroganz. Nur wenn ich ihnen Sinn für Ernsthaftigkeit entgegen bringe, kann ich auch erwarten, dass sie sich ernsthaft mit etwas beschäftigen.

Jugend und Hoffnung

In dem Alter kann man dies auch noch haben. Doch mit den Jahren wird die Erkenntnis immer klarer, dass die Herrschenden die Meinung der Bürger nur interessiert, wenn es deren Agenda entspricht und wenn der Erfolg der Manipulation durch die Medien gefeiert werden kann.
Es lebe die Demokratie.

Hurra!

Ich bin irrsinnig froh darüber, dass die jungen Leute sich inzwischen tatsächlich wieder in irgendeiner Weise für politische Themen interessieren und engagieren. Im Falle des Klimaschutzes sind sie inzwischen ein Reißnagel im Sitzfleisch derer, die bisher dachten, sie könnten ihre Zeit als Abgeordnete irgendwie absitzen, mit ein wenig Alibiaktivität, und sich auf Aufsichtsratsposten und Rentenansprüche freuen.
Wie im Artikel erwähnt, stelle ich übrigens in meiner Umgebung durchaus fest, dass sich die Ansprüche der Kids ändern und sie durchaus bereit sind, ihren Lebensstil zu ändern, und das auch von Eltern und der Gesellschaft eben einfordern.
Mich lässt das für die Zukunft hoffen.
Ich habe meine Zeit bei den Ostermärschen auch nicht vergessen, obwohl ich lange Jahre nicht mehr demonstriert habe. Aber eine Meinung, eine Lebenseinstellung und entsprechendes Verhalten hatte ich trotzdem, das auch meine Umwelt beeinflusst hat.

Das Wahlalter mit 18 Jahren

Das Wahlalter mit 18 Jahren für die Bundestagswahl ist absolut angemessen. Zuvor haben Jugendliche keine / kaum Berührungspunkte mit Gehältern, Steuern, Abgaben, Krankenversicherungen, staatlichen Leistungen (Pflege + Famile + Grundsicherung), Pkw-Verkehr, Vorsorge, Wohnen (Miete, Finanzierung, Zinsen), etc

Die meisten beziehen Taschengeld und damit ist die finanzielle Organisation schon zumeist erledigt, weil der Rest noch von den Eltern komplett übernommen wird. Bei den o.g. Gebieten bedarf es aber praktischer Erfahrung zum jeweiligen Thema, um sich ein Bild machen zu können. Und tatsächlich sind die Themen so langweilig, wenn man selber davon nicht betroffen ist, dass sich das kein Jugendlicher mit 16 Jahren in der reinen Theorie anlesen würde.

Kann mich noch

gut an die 60ziger Jahre erinnern, gingen wir auch auf die Straße, geändert hat sich an dem nichts. Die Forderungen sind heute noch vorhanden.
" Ende März waren es bundesweit Zehntausende, die gegen sogenannte "Upload-Filter" und die von ihnen befürchtete Internetzensur protestierten."

Sie haben protestiert, und was hat es gebracht, die Sache hat die EU beschlossen.

Und dann der Satz unpolitisch, dann nie wieder SPD oder CDU ?, das ist nicht unpolitisch.

Jeder kann sich anschließen, stimmt so auch nicht, ohne Smarti und arm wird sich wohl niemand finden dafür.
Also ist es doch eher eine etwas vermögendere Schicht, die sich das alles leisten kann, zahlen müssen das Ganze die Eltern.
Das ist der Unterschied zu unserem auf die Straße gehen, von damals.
Das bestimmte Parteien gerne ein paar Wähler hätten, die so leicht zu beeinflussen sind, kann ich mir gut vorstellen.
Wenn Sie es einmal später bezahlen müssen, was sie heute fordern, sieht die Welt ganz anders aus.

. Ist das ein einmaliges Engagement ?

Ich glaube ja.
Persönliche Leistung zu erbringen und Regeln einzuhalten ist immer leicht das von andern zu fordern aber schwer selbst einzuhalten.

Sobald man seine ideologischen, oft falschen und Realitätsfernen, Forderungen selbst einhalten, erarbeiten und oder beachten muss und zum Dank dafür mit unseren Steuergesetze auch noch benachteiligt wird ist es mit dem Engagement schnell vorbei.

@Superschlau - "unnötige Interessen"?!

11:10 von Superschlau:
"Und deshalb ist es wichtig, daß das Wahlalter bei 18, besser bei 21 Jahren liegt. Vorher kümmern die sich eher um ihre völlig unnnötigen Interessen, wie diese Internetnummer."
> Was Sie als "unnötigen Interessen" bezeichnen, hätte ich als elementaren Bestandteil einer freien Gesellschaft verstanden. Davon abgesehen ist das Hauptanliegen der Schüler der Klimaschutz. Diesen möchten Sie hoffentlich nicht als "unnötig" abtun.

"Ne ne, um Wählen zu gehen braucht man mehr, als nur ein 'Fachgebiet'"
> Auf welche Fachgebiete berufen Sie sich bei Ihrem Gang an die Wahlurne?

Sinn für Ernsthaftigkeit entgegen

das gilt aber auch für die Jungend?
Wer selber nichts macht und nur von andern einfordert ist auch nicht ernsthaft.
Und wieweit das geht dürfen Sie jetzt zu Ostern auf den Autobahnen, Flughäfen und Kreuzfahrten erleben.

Re-Politisierung der Jugend?

Das Problem liegt viel tiefer und ist umfassender!
Unsere Gesellschaft funktioniert einfach nicht mehr gut, sogar mittlerweile richtig schlecht.
Das verdrängen Erwachsene zum großen Teil immer, Heranwachsende denken zukunftsorientierter, sind weitsichtiger und stehen ungeahnten Möglichkeiten offener gegenüber.
So gut wie jede Kultur(-gesellschaft) vor uns erlitt auf ihrem Höhepunkt plötzlich einen Totalzusammenbruch. Sie waren zu arrogant und uneinsichtig, der Kollaps war unvermeidlich!

@vox

Das ist keine Arroganz, das ist Tatsache.

Wenn die AFD "freies Internet für Alle" mit "Asyl für Niemand" verknüpfte, was glauben Sie, wie vielen das internet wichtiger wäre? Das können Sie auf alle Themen ausdehnen. Jugendliche fahren zB kein Auto. Deshalb wären denen Fahrverbote völlig egal, somit wären sie anfällig für Grüne Ideen, vergessen darunter aber zB die Alterssicherung.
Auch wenn diese Demos so aussehen, Jugendliche kümmerten sich, der Überblick ist einfach noch nicht da.

Zeit bei den Ostermärschen auch nicht vergessen,

Gut so , dann haben Sie ja auch festgestellt das nur die Nachrüstung die Helmut Schmidt durchgesetzt hat uns den Frieden erhalten hat, und nicht sinnfreie idiologische Demos.

Das ist auch heute noch so.

11:43, berelsbutze

>>Und tatsächlich sind die Themen so langweilig, wenn man selber davon nicht betroffen ist, dass sich das kein Jugendlicher mit 16 Jahren in der reinen Theorie anlesen würde.<<

Ich war mit sechzehn so hochmotiviert, daß ich in eine politische Partei eingetreten bin.

Kann ja sein, daß Sie in diesem Alter anders drauf waren.

@berelbutze

Genau so sieht es aus. Mit dem Hintergrund der Rundum-vollkasko-versorgung kann ich mir Gedanken um alles mögliche Machen, aber bestimmt nicht darüber, wie rente aussehen wird. Wie wir global aufgestellt sein sollen und wie wir unser Militär einsetzen.
Mal abgesehen davon müsste man sich schon im Alter von ca 10-12 Jahren mit Tageszeitung, Nachrichten etc befassen, um mit 16 genug Ahnung zu haben. Wie viele Kinder tauschen Lego& Playstation gegen FAZ und Tagesthemen?

Man wird sehen...

jetzt sind erst mal Osterferien, da muss der Klimaschutz zurück stehen. Wenn die Demos in der Freizeit stattfänden und weniger der Eventcharakter im Vordergrund stünde, dann wäre das ernsthafter.

Weder unter- noch überbewerten

Zuerst: schön, wenn die Jugend die Politik entdeckt.

Aber wenn man sich diese Bewegung genauer betrachtet, stellt man fest:

es wird gefordert: "Macht was - es geht um unsere Zukunft". Das ist richtig, wichtig und verdient jede Unterstützung. Also keine Alten, die jammern, ab in die Schule und was lernen und nicht demonstrieren. Denn ich befürchte, wenn diese Kinder so weit sind, dass sie selbst was ändern könnten, sind sie Teil des Systems und genau so abgestumpft und korrumpiert wie die Entscheidungsträger heute.

Jetzt durch Masse "uns reicht es" Druck ausüben. Sehr fein.

Aber von politischen Aktivitäten ist das weit weg. Es wird eine General-Forderung gestellt. Keine konkreten Massnahmen gefordert.

Auch das ist völlig in Ordnung. Die Jugend ruft: ihr seid auf dem falschen Weg - ihr habt die Verantwortung - also macht hinne.

Diese Erkenntnis legitimiert allerdings keine Forderung nach einer Absenkung des Wahlalters.

Jugendlicher Zorn darf nicht die Basis für Wahlen.

Sie nennen Klimazerstörung

Sie nennen Klimazerstörung "belanglosen Unsinn"? Dafür gehen die jungen Leute seit Monaten freitags auf die Straße und zeigen, dass sie von montags bis donnerstags über unseren Planeten weit mehr gelernt haben als manche populistischen Klimaleugner, die in unseren Parlamenten sitzen.
Und wenn Sie klagen über Leute "mit nur einem Fachgebiet", dann haben Sie die drei passenden Buchstaben dazu in Ihrem Kommentar schon aufgeführt...

11:45, wenigfahrer

>>Jeder kann sich anschließen, stimmt so auch nicht, ohne Smarti und arm wird sich wohl niemand finden dafür.
Also ist es doch eher eine etwas vermögendere Schicht, die sich das alles leisten kann, zahlen müssen das Ganze die Eltern.<<

Fast jedes Kind hat heutzutage ein Smartphone. Auch und gerade die ganz armen. Phones sind nämlich im so genannten prekären Milieu durchaus Statussymbole.

>>Das ist der Unterschied zu unserem auf die Straße gehen, von damals.<<

Wir waren damals natürlich aus ganz anderem Holz geschnitzt. Was mir damals übrigens genau so von der Generation meiner Großeltern erzählt wurde. Und als die jung war, da war das wahrscheinlich auch nicht anders.

@Superschlau 11:10

"Völlig unnötige Interessen" wie der Klimawandel? Die Wirkung der Urheberrechtsreform halte ich auch nicht für unbedeutend, auch wenn es natürlich auch andere wichtige Themen gibt (wie gut sind Sie denn über "diese Internetnummer" informiert, um es als "belanglose[n] Unsinn" zu beurteilen?).
Gegen die Reform haben die Gegner durchaus stichhaltige Argumente und gut argumentiert (nicht alle). Wenn z.B. eine populistische Partei das Blaue vom Himmel versprechen würde, gehe ich also davon aus, dass das nicht anschlagen würde, wenn es nicht plausibel ist.
Außerdem bezweifle ich, dass sich die "Wahlfähigkeit" mit zunehmendem Alter so stark verändert. Hat es die Afd nicht auch mit praktisch nur einem Thema geschafft (und das sogar ohne stichhaltige Argumente)?

Superschlau

Darf ich fragen wie alt Sie sind?

Ich kann nachvollziehen, dass Mitbürgern ab einem gewissen Alter und Lebenstil, die demonstrierende Jugend auf den Wecker geht.
Jetzt soll man im Alter noch Ressourcen sparen?! Nicht mehr x-mal für Lau nach Malle oder Spanien, Schiffsreisen werden teurer. Kein dickes Auto mit Verbrennungsmotor mehr um über immer größere Autostradas zu heizen und am Ende noch mehr fürs Benzin zahlen.....

Hemdsärmliger Artikel

Oh Mann, das war ja wirlich mitreißend, was und wie Frau Klimpel hier mitteilte. Alle mal aufstehen und die Hüte werfen. Und was ist eigentlich mit dem Wahlurne-Aspekt, der außer in der Headline nirgends vorkommt?
Ist das der neue Elan: Hashtags und irgendwelche monopolistischen Netzwerke auflisten und gut is?
Ich wäre als Junger eher peinlich berührt, abgenervt und abgeturnt von dieser Art Berichterstattung.
Vielleicht besser beim nächsten Mal?

>>Und tatsächlich sind die

>>Und tatsächlich sind die Themen so langweilig, wenn man selber davon nicht betroffen ist, dass sich das kein Jugendlicher mit 16 Jahren in der reinen Theorie anlesen würde.<<

Ich war mit sechzehn so hochmotiviert, daß ich in eine politische Partei eingetreten bin.

Kann ja sein, daß Sie in diesem Alter anders drauf waren."

Definitiv war ich da anders drauf. Und mit 16 jahren werden die wenigsten in einer Partei sein. Daher sind sie dann eher die Ausnahme, als die Regel. Und nur, weil man Mitglied in einer Partei ist, muss man trotzdem keine Ahnung von politischen Themen haben. Diese Ahnung wird nämlich nicht automatisch mit einer Eintrittserklärung in eine Partei vermittelt.
Nicht alle Mitglieder im Sportverein sind auch automatisch sportlich

Jugend muss weiter um ihre Zukunft kämpfen

Das Wahlalter würde ich nicht herabsetzten, weil ich nicht glaube, dass sich im Hinblick auf die Belange der Jugend was ändert.
Wie viele Unterschriften wurden Schmidt gegen Glyphosat übergeben, es hat ihn nicht gejuckt. Jetzt hat er doch als Belohnung schon ein neues Pöstchen bei der Bahn.
Glauber und jetzt Söder versuchen die Jugend mit Stuhlkreisen einzulullen.
Ich denke es sollten die Demos ausgeweitet werden (Eltern!), weil das mehr Öffentlichkeit schafft und das nervt unsere Klima-Politiker noch mehr, weil sie da durch die Öffentlichkeit mehr unter Zuzwang kommen. Wahlen sind alle paar Jahre! Seit über einem Jahrzehnt haut Merkel unser Steuergeld für Klimagipfel raus für nix, D hat Klimaziele sowas von verfehlt.

@11:55 Superschlau

Manchmal empfiehlt es sich, nicht zu schnell von sich auf andere zu schließen... Junge Leute haben ein untrügliches Gespür für Menschenrechte, sie wachsen ganz selbstverständlich damit auf, dass in ihrer Klasse und Clique junge Leute mit Migrationshintergrund und Fluchterfahrung sind. Ihre Behauptung ist also nichts anderes als boshafte Unterstellung, um nicht die Vermutung als erstes zu nennen, es könnte eine Verwechslung von jungen Leuten und afd-Fraktion sein.
Und junge Leute haben oft deshalb kein Auto, weil sie dem spritschluckenden und luftverpestenden Individualverkehr ade sagen. Die kümmert also energiepolitische und verkehrspolitische Wende mehr als viele Erwachsene in ihren rechtspopulistischen Filterblasen; nicht von ungefähr hat die afd in dieser Altersgruppe keine Chance.

@ Superschlau

Vielleicht haben Sie mit Ihren Kindern ja Pech gehabt, dann sollten Sie mal darüber nachdenken, was Sie hätten besser machen können. Meine Kinder, eines davon soeben 18 Jahre alt geworden, und auch deren Freunde befassen sich durchaus ernsthaft und nicht nur mit egomanischem Werteprofil für die Probleme der Gesellschaft und wollen etwas ändern. Sie sind sich durchaus bewusst und akzeptieren es, dass die Änderungen nicht kostenlos zu haben sind.

Sagt mal, wollt ihr meine

Sagt mal, wollt ihr meine einwände nicht verstehen. ? Dann überlasst doch mal euren kindern (U16) den Haushalt. Viel Spaß. Es gibt zu viel was die noch nicht wissen oder verstehen können.

Anti-Alt-Parteien-Slogans

Die Anti-Alt-Parteien-Slogans sind leider durchaus mißzuverstehen. NieMehrCDU und NieMehrSPD sollten dehalb definitiv ungenannt werden in NieWiederCDU und NieWiederSPD. Die Idee ist doch wohl, daß man auch nicht so viel wie bisher will, oder? Sonst kriegt man doch zwar nicht mehr aber auch nicht weniger.
(Der Name eines aktiven Foristen hier transportiert diesen Sinn bereits.)

Politik hat mehr als zwei Themen

Und daher bin ich auch der Meinung wie Superschlau, Wahlalter beibehalten wie es ist.
Nehmen wir das Umwelt Thema, selbstverständlich muss das Tempo mit anderen Themen in Einklang gebracht werden, z.B. die Wirtschaft nicht dabei vor die Wand zu fahren, denn dann ist der Vollkasko Versorgungsstaat gleich mit weg.
Deswegen ist die Provokante Aussage von Christian Lindner auch nicht falsch, sondern Klartext.

Gut so!

Sicher haben die Jugendlichen nicht die volle Komplexität der Weltwirtschaft und Weltpolitik durchschaut, aber wenn ich mir das Theater um den Brexit anschaue, kann man das Gleiche wohl auch von vielen erwachsenen Wählern behaupten.

Demos sind auch gar nicht der Ort, um detaillierte Ausarbeitungen vorzunehmen – die sind einfach emotional. Es geht um die Erfahrung des „Wir“-Gefühls, das Rauslassen von Frust, das Knüpfen von neuen Kontakten. Vermutlich 90% der Teilnehmer werden irgendwann doch wieder was anderes machen, aber ein paar werden sicherlich dadurch so motiviert sein, auch aktiv darauf hinzuarbeiten – entweder bei NGOs oder in der Politik.

Keines der Kinder will zurück in die Steinzeit, aber es gibt sehr wohl die Bereitschaft zumindest auf einige Annehmlichkeiten zu verzichten. Wir werden auch das Niveau des vorindustriellen Zeitalters nicht mehr erreichen, aber jede Verlangsamung des CO2-Ausstoßes ist absolut notwendig und alle Maßnahmen besser als nichts.

idiologische Demo? @Werner1955

Diese "sinnfreien Demos" haben zum Ziel, die Gesetzgebung zu ändern. Hören Sie eigentlich hin, wenn die Kids reden oder machen Sie gleich dicht?

12:17, berelsbutze @fathaland slim

>>ch war mit sechzehn so hochmotiviert, daß ich in eine politische Partei eingetreten bin.

Kann ja sein, daß Sie in diesem Alter anders drauf waren."

Definitiv war ich da anders drauf. Und mit 16 jahren werden die wenigsten in einer Partei sein. Daher sind sie dann eher die Ausnahme, als die Regel.<<

In meinen Kreisen war ich nicht die Ausnahme. Meine Kreise? U.a. die SJD "Die Falken"

>>Und nur, weil man Mitglied in einer Partei ist, muss man trotzdem keine Ahnung von politischen Themen haben. Diese Ahnung wird nämlich nicht automatisch mit einer Eintrittserklärung in eine Partei vermittelt.
Nicht alle Mitglieder im Sportverein sind auch automatisch sportlich.<<

Die Mehrheit der Bevölkerung hat keine Ahnung von politischen Themen. Wählen darf sie aber trotzdem.

Die Schäden an der Umwelt, die sich durchaus z.B. in Form von zerstörerischen Unwettern, Migration und Kriegen auch ganz real in Kosten für die Allgemeinheit (Staaten, Versicherungen) niederschlagen, sind bislang kaum in jenen Produkten eingepreist, die diese Schäden hauptsächlich verursachen. Die C02-Zertifikate sind jedenfalls viel zu billig - da haben die Jugendlichen recht.

Wirtschaftlich mag es Sinn machen, dass GM vor wenigen Wochen seine letzte Kleinwagenfabrik in den USA geschlossen hat (TS berichtete) und dort nur noch spritfressende Pickups und SUVs baut oder dass wir im Ruhrgebiet und Münsterland die letzten Zechen zumachen und die Steinkohle für den halben Preis aus Kolumbien und China importieren, wo sie zu Hungerlöhnen von Menschen abgebaut wird, die ihr Leben und ihre Gesundheit in maroden Stollen riskieren. Aber eben nur strikt wirtschaftlich betrachtet – ökologisch und auch menschlich ist das ein Desaster.

@fathaland slim um12:01Uhr

Mag ja sein, daß Sie mit 16 "hochmotiviert" waren! Aber waren Sie auch intelligent genug Warnungen und Ratschläge oder Erfahrungen zu akzeptieren? Die Bereitschaft zu erkennen, was möglich ist und was nicht, war vermutlich auch damals nicht sehr ausgeprägt.Ich glaube, ich bin noch etwas älter als Sie und habe durchaus bewußt den Unsinn mitbekommen, den die bzw. unsere 68-Generation verzapft hat. Und ich glaube nicht, daß der Inhalt an meiner Oberrealschule in der Oberstufe sich sehr unterschieden hat, von dem, was an Ihrer Schule abgelassen wurde. Genauso ist es heute! "friday for future", aber machen sollen es gefälligst andere! Ich will nach wie vor mein laptop oder tablet aus Kunststoff und wen interessieren Jet-Abgase in 10.000 Mter Höhe? Soll man wirklich noch weitere Beispiele aufzählen?

Große Hoffnung!

Ich war auch demonstrieren und fand den Protest informiert und kreativ. Als ich vor 40 Jahren demonstriert habe waren wir weniger kreativ, wir waren verbissener.
Wir hatten z.B. ein achtsames, respektvolles Miteinander nicht auf dem Schirm. Ich werde diese jungen Menschen unterstützen!
Mögen sie sich politisieren und die helfen die verkrusteten Demokratie Strukturen verändern. Es ist nun ihre Welt, die vor die Wand gefahren wird für Profit.

Bewegungs-Bewertung (re)

(12:08 tisiphone:)
"Aber von politischen Aktivitäten ist das weit weg. Es wird eine General-Forderung gestellt. Keine konkreten Massnahmen gefordert."

Sie sind nicht ganz auf dem Laufenden. Lesen Sie doch den innenen Artikel von vor einer Woche oder so. Dort wird darüber berichtet (und natürlich auch in anderen Medien.)

@vox moderandi - Klimaschutz und Politik

11:17 von vox moderandi:
"Für zukünftige Wahlurnengänge besteht immerhin eine Hoffnung: irgendwelche rechtspopulistischen Themen scheinen es bei der augenblicklichen Jugend keine Rolle zu spielen."

Dieser Eindruck entsteht womöglich nur deshalb, weil die selbsternannten Wächter des Abendlandes an den Klimaschutzdemos nicht teilnehmen. Aber immerhin dürfte das Thema bei jedem im Alltag angekommen sein.

Was nun noch fehlt, ist das Umdenken in unseren Köpfen. Unserer wirtschaftsgesteuerte Politik wird nichts tun, solange wir nicht bereit sind, durch individuellen Konsumverzicht selbst etwas gegen den Klimawandel zu tun.

@Superschlau - 12:02

"Mit dem Hintergrund der Rundum-vollkasko-versorgung kann ich mir Gedanken um alles mögliche Machen, aber bestimmt nicht darüber, wie rente aussehen wird."

Das könnten dann rundum versorgte Diätenbezieher im Parlament ebenso wenig.

"Mal abgesehen davon müsste man sich schon im Alter von ca 10-12 Jahren mit Tageszeitung, Nachrichten etc befassen, um mit 16 genug Ahnung zu haben."

Dazu sollte man wissen, dass es auch eine ganze Reihe Erwachsener gibt, die sich auch nicht mit Tageszeitung, Nachrichten und Politik befassen.
Im übrigen lassen Sie aus, dass es immer noch die Fächer "Politische Bildung" und "Staatsbürgerkunde" gibt. Damit ist es sehr wohl gewährleistet, dass Schüler darüber ihr politisches Bewusstsein entwickeln.
Ich behaupte mal, dass viele Schüler die Zusammensetzung von Bundestag, Bundesrat und die Wahl zum Bundespräsidenten besser drauf haben als mancher Erwachsener.

@tisiphone - doch!

"...Keine konkreten Massnahmen gefordert. ..."
Doch! erinnern Sie sich an die Liste von Forderungen der Bewegung, incl. z.B. 180EUR Steuer pro Tonne CO2? U. anderes. Ganz konkretes. Ist noch nicht so lange her, dass wir in unserem Alter das schon vergessen haben sollten.

Man könnte doch auch einfach einsehen, dass das Wahlalter die Legislaturperiode berücksichtigt: immerhin sind 16-jährige für ein paar Jahre innerhalb der gewählten Legislaturperiode mündig, also 18 und älter.

Unterschätzt sie nicht.

Sie sind klüger als mancher Erwachsener, als viele von uns.

Um das nochmal zu sagen,

Um das nochmal zu sagen, nicht alle kinder haben keine Ahnung. Aber viele eben noch nicht. Und die sind anfällig für Wahlversprechen. Wen n nun irgendeine Partei völlig verschiedene Dinge miteinander verknüpft, kriegen wir durchaus Probleme.

12:05 von deutlich

"jetzt sind erst mal Osterferien, da muss der Klimaschutz zurück stehen. Wenn die Demos in der Freizeit stattfänden und weniger der Eventcharakter im Vordergrund stünde, dann wäre das ernsthafter."

Wenn kinderfeindliche Erwachsene den Kindern alles Schlimme wünschen - wollen ihnen die so notwendige Erholung in der Freizeit rauben -, dann ist es umso notwendiger, dass solche politischen Aktionen, die die Jugendlichen freiwillig machen, als "Lernzeit" anerkannt werden.
Zum Glück gibt es viele Erwachsene, die herausspüren, dass Lernen auch selber organisiert werden kann. Dass Schüler etwas lernen und verstehen wollen, was ihnen erwachsene Missgünstige vorenthalten wollen.

In mir wächst wieder die Erinnerung an Summerhill, das mich in meiner Studentenzeit begeistert hat. ->
https://de.wikipedia.org/wiki/Summerhill
Vielleicht wird die Zeit jetzt reifer, dieses selbstorganisierte und mitbestimmte Lernen auch in Schulen umzusetzen.
In Schulen herrscht im Prinzip noch immer die Autokratie.

Das iost frech

"Eintagsfliege?"
Eine Eintagsfliege wäre es nur dann wenn die Jugend nichts gelernt hätte und so weiter macht als wäre nichts gewesen. Aber sie hat gelernt. Sie wird in Zukunft anti-EU wählen gehen, denn was die junge Generation mitnimmt ist, dass ihre Stimme in dieser EU und diesem Deutschland keinen Pfifferling wert ist!
"Aber seit eine politische Entscheidung gefallen ist, ist eine gewisse Ratlosigkeit zu erkennen"
Keine Ratlosigkeit, Resignation!

hier wird dumme politik getrieben

anstatt zu demonstrieren und di umwelt mit ihren plakaten und materialien die zum streik benötigt werden, mal aufs land um bei ernte zu helefen. oder mal einfach durch die stadt um sie auch sauber zu machen. weiterhin sollten sie sich dann damit beschäftigen wie der müll wo hin kommt, die müllberge sehen und sich fragen wohin damit.
diese jugend ist so verhätschelt worden, haben alle ein händi, computer, internet und bekommen ihre geischter gar nich mehr hoch vom chatten am händi das es mich graut von einer zukünftigen khmer grün. die alle beschuldigt ihne nachzudenken. seit millionen von jahren erwärmt sich die erde und klima geht ihren weg. umweltverschmutzung hätte ihre bewegung sein müssen und nicht das klima. passen exakt diese schüler überhaupt noch im unterricht auf oder was lernen sie?

12:21, Superschlau

>>Sagt mal, wollt ihr meine einwände nicht verstehen. ? Dann überlasst doch mal euren kindern (U16) den Haushalt. Viel Spaß. Es gibt zu viel was die noch nicht wissen oder verstehen können.<<

Ihre Einwände sind nicht schwer zu verstehen und vor allem nicht wirklich neu. Ich kenne sie aus meiner Jugend.

11:17 von vox moderandi

"Mit zunehmendem Alter schleicht sich dann aber der Engagement-Killer No.1 ein: der Alltagstrott. Und die unbequeme Erkenntnis, dass ich für nachhaltige Veränderung etwas an meinem eigenen Verhalten ändern müsste"

ja, das ist das Jugendalter. Da wächst die Erkenntnis über die Unzulänglichkeiten der Umwelt. Nur die eigenen Unzulänglichkeit ist noch nicht erkannt, weil einem ja Potential eingetrichtert wird. Man schimpft über die Älteren ohne zu wissen, das vieles anders ist als es scheint.
Ich habe selber zwei Teenies, da weiß man was einseitiges Verständnis heißt, als Eltern ist man sowas von gestern...

Aber was das aktuelle Thema angeht, wird die Jugend mMn wieder mal missbraucht. Denn die CO² Problematik ist das gleiche wie im Mittelalter die Erde eine Scheibe war, und es eine weltweite Überschuldung gibt.
Und das sage ich als ein linksliberaler Grüner, weil es am Kern vorbei läuft.
Wir haben ein altes und immer aktuelles Problem, nämlich das der Verteilung.

Ich...

finde es richtig das die Jugend der Welt sich für den Klimaschutz einsetzt und jeden Freitag Vormittag auf die Straße gehen. Denn die Generation wird das Jahr 2080, 2090 oder sogar das Jahr 2100 erleben. Jetzt kommt mein Aber es ist verschlafen worden die Energiewende frühzeitig einzuleiten jetzt muss alles zeitgleich geschehen. Ich meine Ausstieg aus der Stein- bzw, Braunkohlen Vetrstromung und aus der Kernenergie. Ich bin der Meinung einer von diesen Energien braucht Deutschland um grundlastige Energiegewinnung zu haben. Die erneuerbaren Energien haben Vorteile aber auch Nachreile. Was ist wenn keine Sonne scheint oder kein Wind weht?

Das politische Interesse der Jugend soll man fördern!

Ich kann es nur begrüßen, dass viele junge Menschen sich in den wichtigen Zukunftsfragen engagieren. Und das sollte der Staat auch fördern, indem er ihnen mit der Zulassung zur Wahl auch eine politische Stimme gibt.
Das von einigen Kommentatoren vorgebrachte Argument, den jungen Leuten fehle es an Erfahrung und Wissen, greift nicht, denn erwachsene Wähler müssen vor dem Gang zur Urne auch keinen Nachweis ihrer geistigen und moralischen Reife vorlegen. Und wie es bei manchen um diese Qualität steht, kann man schmunzelnd oder auch stirnrunzelnd so manchem Kommentare entnehmen.

@12:03 von werner1955

Ich frage mich gerade wie mein Leben, unser aller Leben, ausgesehen hätte wenn damals die '68er nicht ihre "ideologischen, oft falschen und Realitätsfernen, Forderungen" aufgestellt hätten.

Ich möchte mir das gar nicht vorstellen.

Wie würden unsere Innenstädte aussehen wenn es nicht die Hausbesetzer der 80er gegeben hätte?

Wie würde unsere Umwelt aussehen wenn es nicht die Umweltbewegung gegeben hätte?

Was sie wollen ist Stillstand. Geistig wie politisch.

@ superschlau

"Sagt mal, wollt ihr meine einwände nicht verstehen. ? Dann überlasst doch mal euren kindern (U16) den Haushalt. Viel Spaß. Es gibt zu viel was die noch nicht wissen oder verstehen können."

Wir verstehen Sie schon ganz gut. Lediglich Ihre Schlussfolgerungen sind etwas nicht so ganz nachzuvollziehen. Es gibt jede Menge Männer in gesetztem Alter, die den Haushalt nicht auf die Reihe kriegten. Dürften die dann auch nicht wählen?

@ 12:20 von andererseits

"Und junge Leute haben oft deshalb kein Auto, weil sie dem spritschluckenden und luftverpestenden Individualverkehr ade sagen."
.
Junge Leute fahren kein Auto, weil sie es sich nicht leisten können.
Es sei denn Mama und Papa finanzieren es.
Und nicht aus Ihren ideellen Gründen.

Internationale Bewegung

Daß die Umwelt-Bewegung überall auf der Welt unterwegs ist, muß schon berücksichtigt werden. Immer wird hier gesagt, ein Thema wäre kein Programm u.Ä. Da die Slogans aber – mehr oder weniger – in all den Ländern freitags die Gleichen sind (und Real Estate auf den Pappschildern begrenzt), heißt es eben "tu dies", "tu das" oder "don't do this or that". Daß man anschließend an die Demos nicht einen Schnitt in einen Konferenz-Saal voll mit bebäuchten Schlipsträgern bekommt, die sich "seriös"mit den Dingen auseinandersetzen und sich dem Problem annehmen, liegt im Charakter der Sache: Es geht um die Zukunft der Jungen. Die Alten haben einfach keine Checkung. Alles Neu macht der Mai.

11:43 von berelsbutze

sehr ich auch so.
Politik ist was für Betroffene!

Nur ist das wiederum Theorie.
Wer macht Politik für wen? Rente, Sozialleistungen, Steuern, Entwicklungshilfe uvm., wird von Leuten politisch bestimmt, die eigentlich nur entfernt oder gar nicht davon betroffen sind. Für die Betroffenen galt und gilt Friss oder stirb.
Und so wird das politische Verständnis der Jugend geprägt, meckern bis man seinen Weg gefunden hat, der an den anderen vorbeiführt. Und als Kapellmeister ist es immer schön, wenn alle die vorgegebene Melodie spielen.

Die Jugend ist unsere Chance

Zwischen bequem gewordener etablierter Politik und aggressivem Rechtspopulismus gibt es noch unsere Jugend. Sie hat neue emanzipatorische politische Ansätze und ist unsere Zukunft.

Lebensaufgabe: Wissen und Erfahrungshorizont erweitern

12. April 2019 um 12:21 von Superschlau

Ihre Beobachtung ist völlig korrekt. Kinder und Jugendliche haben noch viel zu lernen und deshalb unterliegen sie auch der Schulpflicht, haben dafür aber auch die Freiheit und Möglichkeiten, Wissen und Erfahrungshorizont zu erweitern.

Allerdings wird heutzutage auch an Erwachsene appelliert, "lebenslang" zu lernen, sich wechselnden Anforderungen und Rahmenbedingungen, neuen Erkenntnissen (der Wissenschaft) anzupassen. Getreu dem alten Sprichwort, dass man ja nie auslernt. Aber als "superschlaue" Person verfügen Sie sicherlich über eine umfassende, hochwissenschaftlich basierte und vor allem bereits völlig abgeschlossene (Aus-) Bildung, weshalb Sie "alles bereits wissen oder bis ins Detail verstehen können", weshalb Ihre Kritik an der von Ihrer Meinung abweichenden Haltungen und Auffassung der im Artikel dargestellten Jugend völlig gerechtfertigt ist. Oder?

12:30, karlheinzfaltermeier

>>Mag ja sein, daß Sie mit 16 "hochmotiviert" waren! Aber waren Sie auch intelligent genug Warnungen und Ratschläge oder Erfahrungen zu akzeptieren?<<

Das bin ich doch Ihrer Ansicht nach heute noch nicht.

>>Die Bereitschaft zu erkennen, was möglich ist und was nicht, war vermutlich auch damals nicht sehr ausgeprägt.<<

Ich träume immer noch von einer besseren Welt, obwohl sie natürlich nach allen Erfahrungen ein Ding der Unmöglichkeit ist.

>>Ich glaube, ich bin noch etwas älter als Sie und habe durchaus bewußt den Unsinn mitbekommen, den die bzw. unsere 68-Generation verzapft hat.<<

Ohne den Unsinn, den die sogenannte 68er Generation verzapft hat, wäre der Faschismus nie aufgearbeitet worden, der Platz der Frau wäre nach wie vor am Herd, ich müsste meine Sexualität verstecken usw.

Josef Ratzinger hat gerade gestern noch behauptet, der Mißbrauch in der katholischen Kirche läge an den 68ern. Das Gegenteil ist richtig. Ohne die sexuelle Befreiung wäre er nie aufgedeckt worden.

@superschlau

"...Und die sind anfällig für Wahlversprechen..."
Sie nicht? Ich nicht? Wir alle sind doch dafür anfällig. U.a. auch für den ganzen kompletten Konsumwahnsinn, Werbung wo man hinschaut. Das meiste für Zeug, das Umwelt, Klima und Gesundheit ruiniert. Und wer hat's erfunden? Die Boomer! Recht so, wenn man uns mal einen Tritt verpasst und uns aufscheucht.

Die machen es schon richtig. Zu keiner Zeit ist irgendwo eine Gruppe auf die Straße gegangen, die 100% der Bevölkerung repräsentiert. Aber sie stoßen eine Diskussion an und arbeiten an sich selbst und ihrer Zukunft. Von mir 100 Punkte.

Meine Meinung...

Man wird heute von Aktionisten leicht in eine abseitige Ecke gestellt, wenn man die aktuellen Schüler-Jugendbewegungen (Klima, Internet) für unsinnig hält, sogar für potenziell gefährlich. Weil eine in Frieden und in einer teils wohlhabenden Erbengesellschaft aufwachsenden Jugend sich leicht für "Events" begeistern und leichtfertig politisch instrumentalisieren lässt... womöglich auch von evtl. dubiosen "Anführern".
_
Gegen eine bereits schulische, politische Bildung ist nichts einzuwenden. Doch zu deren sinnvoller Anwendung bedarf es einer gewissen persönlichen Reife und Lebenserfahrung.
_
Ich zB. habe mich als Schüler noch mehr für Musik und gute Noten interessiert. Erst später als Student demonstrierte ich gegen Brokdorf und auf Friedensmärschen. Dann Karriere, und mit zunehmendem Politverständnis engagierte ich mich auch in sozialer Kommunalpolitik.
_
Sinnvoll fände ich Jugendproteste gegen Milliarden für alte Kraftwerke - denn das Geld fehlt dann für Jugendförderung tatsächlich...

12:42 von NeutraleWelt

"Junge Leute fahren kein Auto, weil sie es sich nicht leisten können.
Es sei denn Mama und Papa finanzieren es.
Und nicht aus Ihren ideellen Gründen."

Und was ist mit den vielen jungen Leuten, deren Eltern stinkreich sind und die es dennoch ablehnen, ein eigenes Auto zu haben?

Hass macht blind, geehrter Schreiber.

11:17 von vox moderandi

Ich bin früher auch auf Demos "für den Frieden" und "gegen Atomraketen" mit gelatscht.
.
ich auch, .... ich auch !
aber in meiner Freizeit
und dass man etwas ruhiger wird im Alter, seine Illusionen verliert,
auch das ist normal, in fortgeschrittenem Alter

die Jugend ist eben begeisterungsfähig im Guten wie im Schlechten,
das sieht man bei dieser Schwedin, einfach mal mitrennen

Leider...

....lässt sich nicht differenzieren zwischen denjenigen Jugendlichen, die sich wirklich vor einer Wahl mit einer Thematik intensiv befassen und somit über gutes Hintergrundwissen für eine Wahlentscheidung verfügen und jenen, die - wie Jugendliche halt sind - gerne jedem erstbesten Trend hinterherlaufen, ihn eine Zeitlang super finden ohne ihn zu hinterfragen und ihn genauso schnell wieder fallen lassen und sich dem nächsten "Hype" zuwenden. Erstere Gruppe könnte man bedingungslos zur Wahl zulassen, letztere definitiv nicht.

12:34, Sausevind

>>In mir wächst wieder die Erinnerung an Summerhill, das mich in meiner Studentenzeit begeistert hat. ->
https://de.wikipedia.org/wiki/Summerhill
Vielleicht wird die Zeit jetzt reifer, dieses selbstorganisierte und mitbestimmte Lernen auch in Schulen umzusetzen.
In Schulen herrscht im Prinzip noch immer die Autokratie.<<

Ja, der gute Alexander Sutherford Neill.

Wie alle Visionäre hat er viel Schaden angerichtet, weil er mißverstanden wurde. Von Leuten, die wohl sein Buch "Theorie und Praxis der antautoritären Erziehung", auf daß sie sich beriefen, gar nicht oder nur oberflächlich gelesen hatten.

Ich habe es mit fünfzehn gelesen. Von da an war ich schwer erziehbar und trieb meine Eltern in den Wahnsinn:=}

eibe59 um 12:32

"Unterschätzt sie nicht.
Sie sind klüger als mancher Erwachsener, als viele von uns."

Ihre kurze Bemerkung korrespondiert sehr gut mit meiner etwas ausführlicheren um 11:53 Uhr. Sie ist ebenso selbstkritisch und lässt flexible Gedankengänge zu.
Ich habe es (mit dem Kollaps-Gedanken) alledings etwas düsterer gezeichnet, was mehr aufrütteln soll! Wenn schon die meisten Erwachsenen Gretas Appell "Ihr sollt auch diese Angst spüren!" nicht ernst genommen wird, kein Gehör findet, oder an arroganten Mauern abprallt und in den Tiefen der Nichtwertschätzung verhallt...

@ 12:20 von andererseits

"Und junge Leute haben oft deshalb kein Auto, weil sie dem spritschluckenden und luftverpestenden Individualverkehr ade sagen."

Sie erinnern sich definitiv nicht mehr oder nur verklärt an Ihre Zeit als "junger Leut"?

Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass ein Jugendlicher nicht zu seiner Freundin fährt, weil er "dem spritschluckenden und luftverpestenden Individualverkehr ade" sagt.

Müssen Sie bei dem Gedanken nicht auch ein wenig schmunzeln?

Es gibt heute mehr junge Leute, die auf ein eigenes Auto verzichten, da haben Sie recht - aber die Gründe sind in den urbanen Gebieten eher praktischer Natur. Bei uns auf dem Lande merken Sie davon nichts ...

Ihre ideologischen Erklärungsversuche akzeptiere ich in dem Moment, wenn die jungen Leute aus hehren Motiven auf die unter unsäglichen Arbeitsbedingungen und ohne Rücksicht auf die Umwelt hergestellten Händis verzichteten.

@ andererseits

Was für eine Wortschöpfung ist denn "Klimazerstörung"?

Haben Sie das aus einem Framing Manual?

Klimawandel ist etwas ganz natürliches. Es gehört zu der Erde wie mein Name an der Tür zu mir (vor der Datenschutzgrundverordnung).

Es zeugt von absoluter Hybris, wenn Leute meinen, sie könnten das Klima beeinflussen. Was kommt als nächstes? Die Mondumdrehung beschleunigen damit wir auch die andere Seite sehen?

Aber für Batteriehersteller zahlt sich der Hype natürlich aus.

Die armen Tiere...

Bei unserem Supermarkt steht seit neuestem vorne eine Sammelbox für Tierfutter, welches dem Städtischen Zoo zugute kommt. Meine extrem tierliebe Tochter wollte unbedingt das "wir" auch "unseren Beitrag" leisten.
Eine gute Idee. Ich machte dann den Vorschlag das wir die Kosten halbe halbe teilen.

Damit war das Thema vom Tisch.

Bei einer "Saturday for Future" Demo wäre meiner Meinung nach nicht die Hälfte dabei.

@12:21 Superschlau

Sagen Sie mal, wollen Sie unsere Einwände nicht verstehen? Dann sprechen Sie mal - nicht nur freitags - mit Schüler*innen (u16). Es gibt vieles, was ü50 nicht mehr zu wissen vorgeben, weil sie ihren Lebensstil nicht mehr ändern wollen. Und übrigens würden Sie sich wundern, wie viele u16 bestens mit "Haushalt" im doppelten Sinne des Wortes umgehen können, weil sie zu Selbständigkeit erzogen wurden, oder umgehen müssen, weil sie in prekären Verhältnissen leben.

Mitentscheiden heißt auch mitverantworten

denke da hapert es jetzt schon
mit 18 darf man wählen, aber wird in der Regel (nicht als Ausnahme)
nach dem Jugendstrafrecht verurteilt
und ob die Jugend heute weiter ist als "damals"
ich stand mit 14 als Lehrling am Schraubstock
mein Töchterlein 16 in der 10 Klasse Gymi weiß nicht mal was sie studieren soll
- Ausnahme ? kaum die ganze Klasse weiß es noch nicht

@12:42 Neutrale Welt

Tja, da sollten Sie Ihren Horizont doch mal erweitern. Ich kenne überraschend viele junge Leute, die es sich durchaus leisten könnten, aber darauf verzichten, weil sie anders leben wollen. Passt nicht in Ihr Weltbild, ich weiß.

Mal ein klein wenig überspitzt

Jahrzehnte lang hat man den Leuten im Punkto Arbeit entgegen gehalten, ihr müsst alle flexibler werden, mobiler, weitere Strecken in Kauf nehmen.
Und heute sagt man jetzt macht bitte nur Berufe wo man mit dem Fahrrad hinkommen kann?
Wie gesagt etwas überspitzt ...

Solange die anderen Schuld sind

ist die Welt in Ordung und man kann leicht den anderen auffordern sich zu aendern.

Ich frage mich, wie engagiert man waere, wenn es darum ginge Samstags mal ne Strasse vom Muell zu saeubern oder auf Plastik zu verzichten, seine Einkaufsgewohnkeiten zu aendern und mit Wasser sparsam umzugehen.

Ich wehre mich auch gegen eine Pauschalverurteilung ausgesprochen von Leuten, die selbst noch das eigene Vermoegen unter Beweis stellen muessen, dass ich jemanden eine Zukunft verbauen wuerde. Jeder baut sich sein Zukunft selbst.

@berelsbutze - Meinungsbildung

11:43 von berelsbutze:
"Bei den o.g. Gebieten bedarf es aber praktischer Erfahrung zum jeweiligen Thema, um sich ein Bild machen zu können."
> Trotz der praktischen Erfahrung scheinen sich die meisten kein richtiges Bild machen zu können. Oder wie erklären Sie es, dass die Mehrheit immer wieder die Partei wählt, die mit ihrer Politik die Mehrheit der Gesellschaft benachteiligt? Ein Jugendlicher würde das auch hinbekommen.

"Und tatsächlich sind die Themen so langweilig, wenn man selber davon nicht betroffen ist [...]"
> Das erklärt auch die Antihaltung der älteren Generation gegen die Schülerproteste.

@12:30 karlheinzf...

Sie zählen keine Beispiele auf, sondern Stereotype. Können Sie machen, bringt aber letztlich nur Ihnen selbst etwas, weil Sie sich - im Kreis drehend - bestätigen...

11:34 von Biocreature

Wir hatten damals eben nicht diese Möglichkeiten zu kommunizieren und so größere Gruppen zusammen zubekommen
.
jetzt übertreiben sie mal nicht !
wie war das in den 67er
gab es da Internet, trotzdem war die Jugend auf der Straße
also ich ging fleißig wegen der Raketen in Mutlangen auf die Straße,
war bei den Jungdemokraten unterwegs
und da war ich die Regel nicht die Ausnahme !

Jetzt wird paarmal die Schule geschwänzt und

Klimaschutzforderungen auf Plakate gemalt und schon glaubt man, die Jugend politisiere sich. Da hatten wir in unserer Jugend in den 70ern mehr drauf: samstags legten wir Gärten an, säuberten Wälder, Parks und holten Altpapier, Altglas etc. ab. Damals gab es noch Samstagsunterricht, der Direx gab uns 2 h frei, aber wir mußten mindestens noch 2 h Freizeit zubuttern. - Heute fällt in meiner kleinen Stadt eine geplante Umweltdemo aus, angeblich weil die Genehmigung so spät kam. Ein Böser, der das mit dem früheren Schulende und dem Beginn der Osterferien in Verbindung bringt. Man muss ja noch den Flieger nach Kreta erreichen... Ein Tipp: Legt die Wahlen auf einen Freitag vormittag, dann gehen alle Jugendlichen wählen!

@12:17 von berelsbutze

Ich war nie in einer Partei aber ich habe angefangen mich mit 14 in meiner Schule zu engagieren. Schülerzeitung etc. Später in der Instandbesetzerbewegung. Wir haben bei weiten nicht alle Ziele erreicht aber wir haben Dinge bewegt.

Nur weil etwas ihren (geistigen) Horizont übersteigt müssen sie nicht von sich auf andere schließen.

Intelligenz: Alt vs Jung

(12:30 von karlheinzfaltermeier:)
"Mag ja sein, daß Sie mit 16 "hochmotiviert" waren! Aber waren Sie auch intelligent genug Warnungen und Ratschläge oder Erfahrungen zu akzeptieren?"

Sie verwechseln Intelligenz mit Lebenserfahrung. Daß Alter nicht unbedingt viel mit Intelligenz zu tun haben muß, kann man gut erkennen, wenn man seine Augen, Ohren auf seinen Verstand auf Empfang hält.

@12:33 Superschlau

Um das nochmal zu sagen, nicht alle Erwachsene haben keine Ahnung. Aber viele eben doch nicht. Und die sind anfällig für Wahlversprechen. Weil z.B. die afd völlig verschiedene Dinge miteinander verknüpft und am Ende meist die Flüchtlinge schuld sind, kriegen wir durchaus Probleme.

@12:21 von Superschlau

Doch, doch wir verstehen ihre "Einwände" sehr gut.

Sie sind es der nicht versteht, verstehen will.

Oder kann.

11:53 von WM-Kasparov-Fan

Heranwachsende denken zukunftsorientierter, sind weitsichtiger und stehen ungeahnten Möglichkeiten offener gegenüber.
.
das halte ich doch wohl für ein Gerücht !
die lassen sich leichter durch Ideologien beeinflussen
sind begeisterungsfähiger als die Alten
ob das jetzt in jedem Fall ein Vorteil ist
wie sagte mein Kollege (der beim Bund war) wenn die uns (mit 18) gesagt hätten marschieren, wir wären bis nach Moskau marschiert .....
und warum stoppte der Vormarsch des Großen Alexander in Indien
weil aus den Kindern Männer wurden, die hinterfragten,
was sie eigentlich so weit weg der Heimat suchten und die letzten Jahre
so "sinnvolles" trieben !

@ WL

Na dann dürfen die Schüler doch schon einmal damit anfangen, in den Ferien nirgendwo hin zu fliegen. Und bitte auch keine Abifahrten mit dem Flugzeug.

Greta ist da wenigstens konsequent. Da habe ich Respekt vor!

Nachdenken bitte, Herr "Superschlau"

@Superschlau
"Und deshalb ist es wichtig, daß das Wahlalter bei 18, besser bei 21 Jahren liegt. Vorher kümmern die sich eher um ihre völlig unnnötigen Interessen, wie diese Internetnummer. Völlig belangloser Unsinn. "

Darf ich mal fragen, für wen Sie sich halten, dass Sie sich hier erdreisten, die Bedürfnisse anderer als "belanglosen Unsinn" zu bezeichnen? Dass sich ältere Generationen vor organisierten Jugendbewegungen fürchten und sich dadurch einiges erlauben, ist ja nun wirklich nichts neues. Aber diese Arroganz ist schon wirklich ein starkes Stück.

Die Jugend hat, und das völlig zurecht, erkannt, dass ein freies unzensiertes Internet ein unabdingbarer Bestandteil unserer heutigen Kommunikation und damit auch der Demokratie geworden ist. Niemand sollte es kontrollieren, schon gar nicht der Staat oder irgendwelche Firmen und auf GAR keinen Fall durch Technologien die noch gar nicht existieren. Aber das muss manch einer wohl erst von Kindern erklärt bekommen.

Karlheinzfaltermeier 12:30 Uhr

"(...) und wen interessieren Jet-Abgase in 10.000 Meter Höhe".

Das interessiert die Leute, die wissen, das der Kohlendioxidausstoß auch in 10.000 Meter Höhe den Treibhauseffekt verstärkt, und dass die Kondensstreifen sogar noch klimaschädlicher sind als Kohlendioxid.

Die Kinder, die auf die Straße gehen, wissen das bestimmt... da stellt sich die Frage, wer hier nicht wählen dürfen sollte.

Da Sie bereits recht alt sind muss sie das für ihr eigenes Wohlergehen aber auch nicht interessieren, da sie die Auswirkungen der Klimaerwärmung nicht mehr erleben werden.

Die Kinder, die jetzt berechtigter weise auf die Straße gehen, müssen aber mit den Auswirkungen leben.

Natürlich sind Erwachsene

doof! Das waren meine Eltern für mich. Meine Frau und ich waren das für unsere Tochter. Aber das ändert sich. Echtzeit. Tochter (26) Enkel (6 und 8) bei uns. Enkel fragen etwas. Antwort. Frage den Opa.

11:58 von werner1955

Zeit bei den Ostermärschen auch nicht vergessen,
.
also ich war dabei, als begeisterungsfähiger Jugendlicher/
Heranwachsender/junger Erwachsener
muß so mit über 60 sagen
der Schmidt hatte Recht - nicht ich

Sehnsucht nach Stillstand

(12:41 IchMeinJaNur:)
"Wie würden unsere Innenstädte aussehen wenn es nicht die Hausbesetzer der 80er gegeben hätte?
Wie würde unsere Umwelt aussehen wenn es nicht die Umweltbewegung gegeben hätte?
Was sie wollen ist Stillstand. Geistig wie politisch."

Ausgezeichneter Beitrag, herzlichen Dank!
Es ist doch gerade der Vorteil der Jugend, daß Ideen entwickelt werden können, die Einfachkeit beinhalten und somit eine mögliche Alternative zu Bisherigem, Verwurstetem. Mutige, freche Lösungen, die bisher niemand den Mut hatte ernst zu nehmen oder überhautpt zu denken. So geht Evolution.

Glaubwürdigkeit einfordern

Es gab die Montagsdemonstrationen im Osten, Pegida und Gelbwestendemonstrationen. Der demokratische Protest ist beim Esteblishment nicht willkommen. Politiker, Unternehmer, Medienkonzerne und Superreiche wollen ihre Privilegien behalten und fürchten den demokratischen Wandel.

Die neue Protestbewegung ist nicht revolutionär. Sie erinnert die Regierung Merkel nur an die selbst gesetzten Ziele und fordert lediglich Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit ein. Darum bieten die jungen Menschen kaum Ansatzpunkte für Herabsetzung, Kritik und Differmierung.

@12:52 fathaland slim

Danke für die differenzierte klare Argumentation zu den 68ern, bis hin zur Zurückweisung des Ratzinger-Kukulores. Vor den 68ern fand Demütigung, Gewalt und Missbrauch meist versteckt und tabuisiert statt oder wurde trotz Offensichtlichkeit verschwiegen, lediglich die Unterdrückung von Minderheiten und schwarze Pädagogik gab es ganz offen: unsere heutige offene liberale und auf Respekt vor dem Lebensrecht der/des einzelnen basierende Gesellschaft ist ohne die Mütter und Väter des Grundgesetzes und ohne die 68er undenkbar. Das Leben die meisten jungen Leute, ohne dass jede*r sich aktiv dieser Zusammenhänge bewusst ist.

@ mlz

Gerechter als Preise zu erhöhen, wäre ein Deputat für jeden Bürger.

Höhere Preise belasten vor allem sozial schwächere. Leute mit Dienstwagen wie Grüne-Politiker oder Manager stört das nicht. Claudia Roth fliegt gerne durch die Welt und kann sich das aufgrund ihrer stattlichen Diäten auch leisten.

Wenn aber jeder nur pro Jahr bestimmte Flugmeilen/Autokilometer zur Verfügung hätte, müssten sich die Reichen zusätzliche Strecken von anderen Bürgern, die diese nicht verwenden, dazukaufen.

Da hätten sozial Schwächere auch mal etwas vom Umweltschutz als nur höhere Strompreise.

Am 12. April 2019 um 12:42 von NeutraleWelt

"Junge Leute fahren kein Auto, weil sie es sich nicht leisten können.
Es sei denn Mama und Papa finanzieren es.
Und nicht aus Ihren ideellen Gründen."

Sie dürfen nicht von sich auf andere schließen, nur weil für sie Idealismus ein Fremdwort ist, muss das nicht auf alle zutreffen.

@ Sausewind

Summerhill wurde völlig missverstanden und die antiautoritäre Erziehung ist ein Zerrbild dieser Idee.

@ mschm 1972

Wenn keine Sonne scheint, dann ist Nacht.

Aber nur wenn die Erde eine Scheibe ist, ist überall Nacht.

@wenigfahrer

@wenigfahrer

Jaja, in Ihrer Zeit war natürlich alles besser. Warum Armut hier ein Auschließungsfaktor sein soll ist zwar nicht ganz klar, aber Ihrer Meinung leben wir ja imner noch in euner Zeit in der Handys ein Luxus sind, den sich nur die coolen Kids leisten können. Auch schön, dass Sie Jugendliche auch gleich noch als verwöhnt und bei Mama und Papa auf der Tasche liegend generalisieren. Na, wenn Sie sich selber damit überlegen fühlen...

Mein Gott, all diese Arroganz... macht denen bloß Feuer unterm Hintern, Kids.

12:55 von Sausevind

die fahren mit UBER, weil sie es sich leisten können!

Schockiert

Ich bin erschrocken darüber, wie sich manche hier über „die Jugend“ auslassen. Erst mal weil es unglaublich pauschal ist. Alle Jugendlichen sollen dumpfe Konsumtrottel sein, die nur sich selbst und ihr Handy im Kopf haben? Wie kommt man zu solchen Ansichten? Aus dem Privat-TV oder beim Blick auf den eigenen Nachwuchs?
Dort demonstriert nicht „die Jugend“, sondern ein Teil. So wie bei PEGIDA nicht „das Volk“ unterwegs ist.
Und um denen, die da demonstrieren alle möglichen negativen Dinge anzudichten müsste man ein paar von denen kennen. Vielleicht sind tatsächlich Vegetarier darunter, die auf Flugreisen verzichten und sich im Naturschutz engagieren. Solche Menschen gibt es nämlich auch, wenn auch nicht in jedermanns Bekanntenkreis.

@12:40 Peterson

Diese Schüler*innen scheinen im Unterricht deutlich besser aufzupassen als Sie, wenn Sie tatsächlich noch die natürliche Klimaveränderung nicht von der Klimazerstörung unterscheiden können (oder wollen?) Und wollen Sie wirklich "Arbeitseinsätze" statt "Demonstrationsrecht"? Da kommen aber ganz üble Erinnerungen auf.

@ 12:55 von Sausevind

"Und was ist mit den vielen jungen Leuten, deren Eltern stinkreich sind und die es dennoch ablehnen, ein eigenes Auto zu haben?

Hass macht blind, geehrter Schreiber."
.
Die machen natürlich den repräsentativen Teil!
Die Demo der Millionaire-Childs.
Danke für den Beitrag.

@ Sausevind

Heute ist carsharing halt cooler.

Und wenn Papa und Mama zahlen, dann fahren Junge Leute auch Auto.

Außer Greta. Nicht jeder ist so konsequent.

@ 12:20 von andererseits

"Und junge Leute haben oft deshalb kein Auto, weil sie dem spritschluckenden und luftverpestenden Individualverkehr ade sagen."
.
der Sohn meines Freundes hat mit 27 den Führerschein gemacht
zu meiner Zeit ein Unding, da war das Auto Priorität eins
es ist einfach nicht populär
und ob das an der Einsicht Klimaschutz liegt ?
wie würden sie argumentieren, wenn in 10 Jahren die Jugend alle SUV fahren täten
also Äpfel aus Neuseeland oder Trauben aus Indien werden wohl auch von der Jugend gekauft, wenn sie beim Aldi im Regal stehen oder

@Superschlau - An wen sind Wahlversprechen gerichtet?

12:33 von Superschlau:
"Um das nochmal zu sagen, nicht alle kinder haben keine Ahnung. Aber viele eben noch nicht. Und die sind anfällig für Wahlversprechen. Wenn nun irgendeine Partei völlig verschiedene Dinge miteinander verknüpft, kriegen wir durchaus Probleme."

Das Problem haben wir bereits - es heißt Klimawandel.
In Sachen sinnfreie Verknüpfungen ist unsere größte Partei auch ganz vorn mit dabei: Wenn es um die Gesundheitsgefährdung durch noch umweltschädlichere Autos oder die Zerstörung der Landschaft durch Tagebaue geht, kommt das Totschlagargument "Arbeitsplätze".
Und wenn es um Windräder oder Stromtrassen geht, heißt es "Gesundheitsgefährdung" oder "Verschandelung der Landschaft".

Die Wahlversprechen der Parteien richten sich an alle. Und sie sollten gemerkt haben, dass sie auch von allen Altersklassen geglaubt werden.

Rente mit sechzehn?

Einige Foristen machen den Punkt, daß die Jungen in der Politik nichts zu suchen haben, weil sie nicht intelligent genug sind, um für die Rente wählen zu gehen. (Oder so ähnlich.)
Also den Jugendlichen, der sich mit sechszehn den Kopf über seine Rente zerbricht, muß unglaublich einsam sein. Ich jedenfalls habe nie einen getroffen. Man war einfach zu beschäftig mit dem Leben, dem Lernen, dem Kampf ernst genommen zu werden und (trotzdem) dem Weltverbessern.
Auch wer im Alter ernst genommen werden will, muß es sich verdienen. – Die Jungen ernst zu nehmen und ihnen Vertrauen entgegenzubringen und Unterstützung, ist ein guter Weg dahin.

Urne

"Aber seit eine politische Entscheidung gefallen ist, ist eine gewisse Ratlosigkeit zu erkennen, wie es weitergehen könnte."
Stimmt nicht. Die nächste Wahl kommt bestimmt. Da wird sich zeigen, dass sehr wenige ratlos sind/waren.

12:42 von NeutraleWelt

«Junge Leute fahren kein Auto, weil sie es sich nicht leisten können.
Es sei denn Mama und Papa finanzieren es.
Und nicht aus … ideellen Gründen.»

"Junge Leute" sind kein Einheitsbrei, als dass alle von ihnen aus den selben Gründen stets das Gleiche dächten oder täten.

Bis zu welchem Alter ist man "junge Leute"?

"Meine jungen Leute" (meine 3 Neffen / Nichten im Alter von 22 bis 32 Jahren) haben kürzlich (Frühjahr / Sommer 2018) 2 ihrer 3 PkW abgeschafft. Alle waren komplett eigenfinanziert, ohne jede Unterstützung der Eltern.

Den einen verbliebenen nutzen sie nun in einer Art von "abgestimmtem Family-Car-Sharing". Ist in Köln sehr gut möglich, im Emsland … oder so … wohl eher nicht.

Mehrere Beispiele dafür, dass Allgemeinurteile über die Jugend, junge Leute, ihre Motivationen, ihre Lebensweise nur sehr wenig treffend und sinnvoll sind.

"Meine jungen Leute" sind in Köln bei weitem nicht die einzigen, deren Einstellung zum "Permanent-Privat-PkW" eine sehr ähnliche ist.

Am 12. April 2019 um 12:10 von fathaland slim

" Wir waren damals natürlich aus ganz anderem Holz geschnitzt. Was mir damals übrigens genau so von der Generation meiner Großeltern erzählt wurde. Und als die jung war, da war das wahrscheinlich auch nicht anders. "

Ja wir waren aus anderem Holz geschnitzt ;-), wir sind ab 14 Arbeiten gegangen und hatten eigenes Geld, und mit 20 Familie und einige schon Kinder.
Kein Auto und auch kein Smarti ;-), die heutige Jugend lebt so gut weil wir damals fleißig waren, aber das wollen die Generation die nach uns sind, nicht so gerne hören.

Lässt alles schlecht vergleichen, und auch alles eine Frage des Blickwinkels.

12:32 von eibe59

Unterschätzt sie nicht.
Sie sind klüger als mancher Erwachsener, als viele von uns.
.
man sollte die Sache aber auch nicht überschätzen
Hektik und sinnloser Aktionismus muß nicht zum Erfolg führen
und nicht jeder der die Hände in den Schoß legt, muss auch untätig sein

@Am 12. April 2019 um 13:05 von Lutz Jüncke

"auf die unter unsäglichen Arbeitsbedingungen und ohne Rücksicht auf die Umwelt hergestellten Händis verzichteten."
Es ist nicht Aufgabe des Konsumenten auf alles zu achten. Er bezahlt Steuern damit Politiker genau dies tun. Dass Kleidung und Elektroartikel in Sweatshops hergestellt werden ist ein Jahrzehntelanges Versagen der Politik, nicht der Kunden, denn auch teure Produkte müssen nicht besser hergestellt worden sein. Gleiches gilt für den Umweltaspekt, die Politik hätte schon lange im Gesetz haben müssen dass es für Mobiltelefone z.B. 5 Jahre Softwareupdates und Wechselakkus geben muss. Auch hier, Totalversagen einer Politik die von der Realität bestenfalls mal gelesen hat.
Und was die Jugend und ihre Handys angeht: Gemessen an einem PC mit Monitor und 200 Watt Stromverbrauch wie zu meiner Jugend schlagen sich Handys gar nicht schlecht! Und die Lebensdauer eines 286 war auch nicht viel besser als die eines modernen Mobiltelefons.

@12:58 von Sebastian15

>> Leider... [...] ... Erstere Gruppe könnte man bedingungslos zur Wahl zulassen, letztere definitiv nicht... <<
_
Hier zu trennen und eine Reifegrenze zu finden, ist Sache von Soziologen. Dabei finde ich den jetzigen Trend, Reifegrenzen (zB. das Wahlalter, den PKW-Führerschein) immer niedriger anzusetzen, sehr bedenklich. Weil nach meiner Meinung (und Erfahrung) Jugendliche heute nicht frühreifer sind, sondern hauptsächlich Marketinggründe hinter solchen Bestrebungen stehen. Und zwar wirtschaftlich (mehr "geschäftsfähige" Kunden) und politisch (Erschließung jüngerer Wählerkreise). Dem Trend gegenüber nämlich steht die juristische Strafmündigkeit (Jugendstrafrecht bis 21 Jahre, erst danach Erwachsenenstrafrecht). Und das hat gute und wissenschaftlich fundierte Gründe... die sich gesellschaftlich kaum damit vertragem, daß Jugendliche ab 16 Jahren bereits politisch über Daseinsfragen aller Erwachsenen und auch alten Mitbürger mitentscheiden könnten...

12:58 von Sisyphos3

"ich auch, .... ich auch !
aber in meiner Freizeit
und dass man etwas ruhiger wird im Alter, seine Illusionen verliert,
auch das ist normal, in fortgeschrittenem Alter"

Nö, das ist nicht normal. Ich finde das eher krank.
Ich selber bin Mitte 70, und mein Interesse an konkreten Utopien und deren Realisierbarkeit wächst jährlich, wenn nicht monatlich.
Ich habe täglich mit Schülern zu tun und sehe erstaunt, wie neue Generationen sich mental praktisch alle paar Jahre verändern.
Sie werden innerlich immer freier, und es gelingt ihnen oft gar nicht mehr, Dinge sich einzupauken, deren Sinn sie nicht verstehen.
Darum ist das reine Absitzen in der Schule auch der Schnee von gestern.
Die verknöcherten Alten meinen immer, die heutige Jugend ist so, wie sie selber als Jugend waren, und sie dürften sie mit Recht mit Hohn überschütten.
Nee, eben nicht. Es bricht wirklich eine Art neue Zeit an.
Meine Angst ist nur, dass die obrigkeitshörigen "Älteren" noch der AfD zur Regierung verhelfen werden.

@ 12:55 von Sausevind

"Hass macht blind"?
Hä?
Was hat das mit meinem Kommentar zu tun?
Halbe Eier rollen nicht!

Die Kleinen dürfen noch

Die Kleinen dürfen noch keinen Alkohol und Tabakwaren kaufen sollen aber schon Wählen gehen. Alles klar.

@Zwicke Also bitte...

@Zwicke

Ist ja schön zu wissen, was Sie so glauben wofür Jugendliche heute protestieren sollen. Die haben aber heutzutage andere Bedürfnisse und es wird höchste Eisenbahn das wir aufhören darauf herabzusehen.

Jugendliche protestieren nicht nur gegen Klimawandel und Internet, sondern auch für den Respekt, der Ihnen zusteht und gegen die vielen absurden Vorurteile, die ältere Menschen, wie Sie, anscheinend immer noch haben. Zu hören wie sich zehntausende für ihre Zukunft organisieren und dann immer noch glauben, dass die sich nur fürs Partymachen interessieren, ist schon erstaunliche Arroganz und dient wohl eher ihrer eigenen Selbstdarstellung, als der Zukunft. Viel Spaß damit.

Und zum Thema Instrumentalisierung: Mag ja stimmen, aber wie wir ja momentan ganz eindeutig sehen, sind ältere Generatiinen dagegen alles andere als immun. Also bitte mal den Ball flach halten.

11.43 Ulli62 - Froh über politisches Interesse

´Froh darüber, dass die jungen Leute sich wieder in irgendeine Weise für politische Themen interessieren und engagieren`.

Da kann man wirklich sehr, sehr froh drüber sein. In den letzten Jahren hatte man wirklich den Eindruck das Politik und Jugend in keinerlei Weise mehr zusammen gehören. So ist das Regieren auch einfacher. Und die Resultate sieht man ja. Es wurde höchste Zeit das die Jugend sich wieder meldet.

@fathaland slim um 12:52Uhr

Fühlen Sie sich wohl in Ihrer Schmollecke oder warum unterstellen Sie mir etwas, was ich nicht gesagt habe und bis jetzt auch nicht andeuten wollte? Meine Vermutung bezog sich auf Ihr damaliges Alter von 16 Jahren! Wenn Sie natürlich behaupten, daß Sie schon damals alles gewußt haben, ja dann ist allerdings jeder weitere Kommentar überflüssig! Ich rätsle aber immer noch, warum Sie so verbittert sind und alles negativ werten, , was nicht in Ihr Weltbild passt. Na gut, ich jedenfalls lerne sogar heute noch dazu und sehe mich daher auch nicht als Genie!

@ Einfach Unglaublich, um 13:05

re andererseits

Und Sie denken, dass Ihr offensichtlich besseres Wissen um den vom Menschen zumindest beschleunigten Klimawandel nicht von Hybris zeugt?
Glauben Sie allen Ernstes, dass eine Erde, die ein Jahrhundert lang ausgelaugt, vergiftet, leergepumpt, mit Giftgasen, Schwermetallen, Radioaktivität usw. traktiert wird wie nie zuvor, das ungerührt hinnimmt und sich nicht irgendwann schüttelt wie ein nasser Hund?
So wie jeder Mensch eine gewisse Menge Gift verträgt, bis sein Körper irgendwann sagt: “Jetzt is genug, jetzt werde ich krank...“, geht es unserem Globus auch.
Klar gab es Klimawandel schon immer, aber sich angesichts der heutigen Fakten, die es so noch niemals zuvor gegeben hat, hinzustellen und sich geradezu in fatalistischer Weise so zu äußern wie Sie das tun, zeugt schon für eine beachtliche Ignoranz.
“Et kütt wie et kütt,...“

Butter bei die Fische

(13:19 Einfach Unglaublich:)
"Na dann dürfen die Schüler doch schon einmal damit anfangen, in den Ferien nirgendwo hin zu fliegen. Und bitte auch keine Abifahrten mit dem Flugzeug.
Greta ist da wenigstens konsequent. Da habe ich Respekt vor!"

Genau so!
(Der Punkt ist bereits viele Male gemacht worden und meines Erachtens des Erwähnens nicht mehr wert. Das versteht sich von selbst. Daß auch hier die Eltern eine große Verantwortung trangen sollte auch nicht nötig sein zu erwähnen.)

@12:40 von Petersons

Wenn ich ihren Kommentar lese frage ich mich eher was sie gelernt haben.

Auf ihre Vorurteile möchte ich mich nicht einlassen, die sind einfach zu dumm und plump.

@11:43 von Ulli62

>> Wie im Artikel erwähnt, stelle ich übrigens in meiner Umgebung durchaus fest, dass sich die Ansprüche der Kids ändern und sie durchaus bereit sind, ihren Lebensstil zu ändern, und das auch von Eltern und der Gesellschaft eben einfordern. Mich lässt das für die Zukunft hoffen. <<
_
Den "Lebensstil" zu verändern, kann dies oder das bedeuten, und muß nicht allgemein praxistauglich und - vor allem - politisch zwingend gemeinschaftsverträglich sein... In meiner Umgebung (Gymnasiasten in Freundesfamilien aus "besseren Verhältnissen") höre ich da öfter krudeste Ideen...
_
Deshalb: Könnten Sie Ihre positive Einschätzung hier mit konkreten Beispielen ergänzen..? Danke.

@ Fathaland slim

„In meinen Kreisen war ich nicht die Ausnahme. Meine Kreise? U.a. die SJD "Die Falken"“

Ihre Kreise ihn Ehren, aber um so spezieller der Kreis, desto weniger ist er ein Abbild der Gesellschaft und daher nicht aussagekräftig, wenn es darum geht, was die Mehrheit macht.

Sisyphos um 13:19

Ich bezweifle, dass Weisheit Begeisterungsfähigkeit/Engagement in adäquater Weise ersetzen kann. Jedes (menschliche) Leben ist zwar gleich wertvoll, manche meschliche Eigenschaften jedoch wertvoller als andere.

13:33 von andererseits

mein gutster; alle achtung. heute ist die erziehung aller andersdenkender nahezu perfekt.

@ Einfach Unglaublich, um 13:27

re @ Sausevind
Wenn sich einer mit (den Folgen) antiautoritärer Erziehung auskannte, war das sicher Konrad Lorenz; der hatte dazu eine sehr eindeutige Meinung.

@ IchMeinJaNur

„Ich war nie in einer Partei aber ich habe angefangen mich mit 14 in meiner Schule zu engagieren. Schülerzeitung etc. Später in der Instandbesetzerbewegung. Wir haben bei weiten nicht alle Ziele erreicht aber wir haben Dinge bewegt.

Nur weil etwas ihren (geistigen) Horizont übersteigt müssen sie nicht von sich auf andere schließen.“

Das ist total schön für Sie. Ich habe mich auch im Kindergarten für Dinge interessiert und war im Sportverein als 6-jähriger engagiert und habe mitgeholfen, Waffeln bei Turnieren zu verkaufen. Ihre Logik nach hätte ich dann ja mit 8 Jahren zur Wahl gehen dürfen.
Ich mache mir bei ihrer Logik eher Sorgen um ihren Horizont.
Also Interesse und Engagement, sei es noch so gering und kindlich, reicht bei Ihnen aus?
Dann kenne ich 3-jährige, die ihrer Logik nach wählen dürften

12:02 von Superschlau

«… um mit 16 genug Ahnung zu haben. Wie viele Kinder tauschen Lego& Playstation gegen FAZ und Tagesthemen?»

Bis zu welchem Alter spielen denn Kinder mit Lego?
Bis kurz vor den Prüfungen zum Abi …?

Spielen alle Kinder wie Berserker bis zum Abwinken Playstation?
So dass sie außerhalb davon gar nichts mehr kennen und können …?

Ich scheine nur "seltsame" Kinder zu kennen.
Die, die ich kenne, können alle mehr als nur des Eine.
Und sie interessieren sich auch für das Andere.
Auch für gesellschaftliche Themen.
Sie leben nicht in Legoland, das vom Rest der Welt abgeschottet wäre.

Hängt natürlich auch viel von uns Erwachsenen ab.
Wenn ich meine beiden kleinen Nichten frage:
"Paddeln und Bogenschießen - seid ihr dabei?"

Dann lassen die sofort Lego und Konsole liegen:
"Au ja, super, toll! Das andere können wir auch später noch … oder auch nicht."

Und oft mag man es kaum glauben, welche Art von Themen und Gesprächen im Boot entstehen, wenn man mit 7 und 11-jährigen Mädels paddeln geht …

13:05, Lutz Jüncke @ 12:20 von andererseits

>>Ihre ideologischen Erklärungsversuche akzeptiere ich in dem Moment, wenn die jungen Leute aus hehren Motiven auf die unter unsäglichen Arbeitsbedingungen und ohne Rücksicht auf die Umwelt hergestellten Händis verzichteten.<<

Warum gerade auf die Mobiltelefone, ohne die man heutzutage vom sozialen Leben abgeschnitten ist? Selbst ich habe eins, und ich habe mich lange Zeit dagegen gewehrt. Mittlerweile kenne ich nur noch einen Einzigen, der keins hat. Ein hochideologischer Verschwörungstheoretiker, der u.a. glaubt, daß das 5G-Netz schwer schädlich sei und von den Deep State Eliten gegen uns in Stellung gebracht wurde.

Es gibt kaum etwas in unserer international arbeitsteiligen Wirtschaftswelt, was nicht unter unsäglichen Arbeitsbedingungen und großer Umweltzerstörung hergestellt wurde. Wenn Sie dagegen durch Konsumverzicht ein Zeichen setzen wollten, dann bliebe Ihnen nichts anderes übrig als als Eremit in den Wald zu gehen und sich ihre Kleidung aus Brennesselfaser selbst zu häkeln.

Nur mal zum Nachdenken

Weil wir Erwachsenen so viel schlauer und so viel politisch gebildeter sind als die Jugendlichen haben wir so eine perfekte Regierung. Und jeder suche sich die Partei aus, die er am wenigsten mag - auch die wurde von schlauen Erwachsenen in den Bundestag gewählt.

In der Realität wählen eben auch ganz viele Erwachsene, die nicht superschlau sind.

Also euer Beispiel mit dem gerne/ungerne Auto fahren

hat doch viel zu viele unterschiedliche (materielle und/oder (idealistische) Beweg-)Gründe. Das Autothema finde ich hier nur sehr bedingt passend.

13:40, wenigfahrer

>>Ja wir waren aus anderem Holz geschnitzt ;-), wir sind ab 14 Arbeiten gegangen und hatten eigenes Geld, und mit 20 Familie und einige schon Kinder.
Kein Auto und auch kein Smarti ;-), die heutige Jugend lebt so gut weil wir damals fleißig waren, aber das wollen die Generation die nach uns sind, nicht so gerne hören.

Lässt alles schlecht vergleichen, und auch alles eine Frage des Blickwinkels.<<

Aber Sie wissen schon, daß Sie genau so reden wie die Generation Ihrer Großeltern, als Sie jung waren?

@12:25 Francis Ricardo

"Politik hat mehr als zwei Themen..."haben; mit dieser Aussage haben Sie zweifelsfrei recht; Adressat dieses Satzes sind meiner Ansicht nach aber eher Herr Gauland, Frau vonStorch und viele ihrer Parteikolleg*innen - und nicht die jungen Leute, die sich für die Klimaziele und eine entsprechende Politikwende engagieren - denn diese jungen Menschen haben viel über Zusammenhänge begriffen.

@ Nachfragerin

"Bei den o.g. Gebieten bedarf es aber praktischer Erfahrung zum jeweiligen Thema, um sich ein Bild machen zu können."
> Trotz der praktischen Erfahrung scheinen sich die meisten kein richtiges Bild machen zu können. Oder wie erklären Sie es, dass die Mehrheit immer wieder die Partei wählt, die mit ihrer Politik die Mehrheit der Gesellschaft benachteiligt? Ein Jugendlicher würde das auch hinbekommen.“

Das ist ja ihr rein ideologisches Verständnis, dass die Mehrheit falsch wählt. Ich sehe eigentlich nur, dass er der Mehrheit der Deutschen noch nie so gut ging, wie heute. Aber vielleicht bewege ich mich auch in den falschen Kreisen. Vom Kleinkind bis zum Rentner wird in meinem großen Bekanntenkreis jeder ohne Probleme satt und wohnt gut. Würde mich wundern, wenn das außerhalb von meinem Bekanntenkreis komplett anders wäre.

@12:38 Kessl

Da scheint mir aber kräftig Projektion im Spiel zu sein: bei den engagierten jungen Leuten erkenne ich keine Resignation, sondern Engagement. Und wenn Sie sich anschauen, welche Parteien sie wählen, erkennen Sie auch daran, dass das genau die Parteien sind, die ökologisch-sozial in die Zukunft denken und nicht rassistisch-national in die Vergangenheit wollen. Bei aller Sorge um unsre Demokratie: diese engagierten jungen Menschen gehören klar zur Hoffnungs-Seite.

@13:05 Einfach Unglaublich

Es spricht Bände, dass Sie den Begriff "Klimazerstörung" nicht kennen oder vorgeben, ihn nicht zu kennen. Mehr braucht man gar nicht zu antworten. Und es ist ein Baustein mehr, warum es das Engagement aufgeklärter junger Menschen braucht...

Die kommende Woche wird's wieder relativ kalt.

Mein Holzreservoir wird trotz des vergangenen milden Winters langsam knapp. Um zweistellige (Plus-)Temperaturen (wenigstens tagsüber) in der Küche zu erhalten und mir etwas warmes Essen zubereiten zu können, hole ich nun meine letzten Braunkohlebriketts aus dem Lager. (Der Abbau dieses wertvollen fossilen Rohstoffs wird ja bald gestoppt).
Anscheinend ist hier viel zu wenigen bewusst, wie irrsinnig viel Ernergieverschwendung damit verbunden ist, überhaupt neue, moderne Produkte herzustellen. Diese dann zu kaufen, zu verwenden... neu zu kaufen..., und bei den Herstellern immer weiter den Energieverschwendungsprozeß voran zu treiben...

@Einfach Unglaublich - 13:05

"Klimawandel ist etwas ganz natürliches. Es gehört zu der Erde wie mein Name an der Tür zu mir (vor der Datenschutzgrundverordnung)."

Was eben überhaupt nicht natürlich ist, wenn die Menschen in Peking wegen Smog mit Mundschutz und Tüchern vor dem Mund durch die Stadt laufen und Mediziner (außer Scheuers 100 Lungenfachärzte) einen weltweiten Anstieg von Atemwegserkrankungen dokumentieren. Es geht um den von Menschen produzierten Einflüssen auf das Klima.

"Es zeugt von absoluter Hybris, wenn Leute meinen, sie könnten das Klima beeinflussen."

Nur mal zu Ihrer Information.
Was unser Klima beeinflusst ist schon ziemlich lange von Wissenschaftlern erforscht worden. Dass hier Handlungsbedarf besteht, haben nicht zuerst die Schüler sondern die internationale Politik bereits verstanden.
Der Klimagipfel von Paris wurde nicht von Greta Thunberg sondern von hochrangigen Politkern einberufen. Nur wie lapidar mit den Erkenntnissen umgegangen wird, hat das Mädchen zu Recht aktiv werden lassen.

@13:11 IBELIN

Neben der Tatsache, dass diese "Aufrufe zu Säuberungsaktionen" letztlich nichts anderes als ein Versuch sind, junge Leute mundtot zu machen, sollten Sie mal Berichte anschauen über solche Initiativen zur Müllbeseitigung an Stränden, in Wäldern und andernorts: Es sind vor allem junge Leute, die sich auch da engagieren. Dumm gelaufen für Ihre Argumentation.

Am 12. April 2019 um 13:31 von Drace90

" Auch schön, dass Sie Jugendliche auch gleich noch als verwöhnt und bei Mama und Papa auf der Tasche liegend generalisieren. Na, wenn Sie sich selber damit überlegen fühlen...

Mein Gott, all diese Arroganz... macht denen bloß Feuer unterm Hintern, Kids. "

Die Kids werden am Ende das machen, was die Eltern zahlen können, wenn Sie meinen das ist Arroganz dann liegen Sie Falsch.
Das ist Realität, nur wer sein Geld selber verdient, kann machen was er will.
Und Armut ist immer ein Ausschlusskriterium an bestimmter Teilhabe, verschiedener Dinge im Leben.
Aber Blickwinkel sind natürlich vom Alter und Lebenserfahrung abhängig, Sie wohl etwas jünger ;-).

13:34 von Sisyphos3

«… also Äpfel aus Neuseeland oder Trauben aus Indien werden wohl auch von der Jugend gekauft, wenn sie beim Aldi im Regal stehen.»

"Wie viel Jugend" sehen Sie bei Aldi & Co. durch Gänge schleichen, wenn Sie selbst einkaufen gehen? Jugend kauft i.d.R. Lebensmittel nicht selbst. Sie lässt Eltern kaufen, ihre Lebensmittel-Schergen.

"Schon kleine Jugend auf kurzen Beinen" sagt aber häufig zu Eltern:

»Fleisch mag ich nicht essen. Mir tun die Tiere leid, wie sie gehalten werden. Haben wir in den Kindernachrichten bei "Logo" gesehen.»

Nicht jede Jugend sagt das so.
Die Jugend, die es so sagt, mag es nicht für immer so sehen.
Aber es geht um die Entwicklung von Bewusstsein.

Als Gemeinschaftsaufgabe von Jugend und Alter.
Man rede verständig miteinander.
Die einen lernen von den anderen.
Die anderen von den einen.

Und keiner von beiden unterstelle irgendwem Unreife, Unwissen, Unwillen, Unfähigkeit. Ganz genau daran kranken Gesellschaften, die sich nicht weiter entwickeln wollen …

"Die Jugend hat, und das

"Die Jugend hat, und das völlig zurecht, erkannt, dass ein freies unzensiertes Internet ein unabdingbarer Bestandteil unserer heutigen Kommunikation und damit auch der Demokratie geworden ist. Niemand sollte es kontrollieren, schon gar nicht der Staat oder irgendwelche Firmen und auf GAR keinen Fall durch Technologien die noch gar nicht existieren. Aber das muss manch einer wohl erst von Kindern erklärt bekommen."
Was man für einen Unsinn lesen muß. Damit hatte das nichts zu tun. Aber das ist heutzutage ja nicht mehr en vogue, daß man für Leistung zahlt. Copy&Paste, Teilen, usw ist ja so hip. Wen kümmern da Urheberrechte?

@13:10 von Francis Ricardo

>> Mal ein klein wenig überspitzt ... Jahrzehnte lang hat man den Leuten im Punkto Arbeit entgegen gehalten, ihr müsst alle flexibler werden, mobiler, weitere Strecken in Kauf nehmen. Und heute sagt man jetzt macht bitte nur Berufe wo man mit dem Fahrrad hinkommen kann? Wie gesagt etwas überspitzt ... <<
_
Chapeau..! Sie haben das populistische Gerede sog. "Klimaschützer" kurzum auf den Punkt gebracht. Hinzufügen sollte man vielleicht noch die gönnerhafte Variante mancher Klimaaktivisten, die angesichts der Mietwohnungsmisere ernsthaft empfehlen, die Leute mögen doch ins Umland in dort massenhaft freie Wohnungen umziehen... was aber - wenn überhaupt - für die Meisten nur möglich wäre inkl. Weiterbenutzung des Alt-PKW für dann weite Strecken zum ländlichen Zuhause bis zur großstadtnahen Arbeit... Freilich müssten dann auch Tochter oder Sohn des Hauses bis zum Gymnasium und zurück täglich viell. 30 Kilometer radeln. Ob die "Friday-Future-Kids" das wollen..??

@fathaland slim 12.01

Ich selbst war mit 16 auch hochmotiviert und kurze Zeit später wegen Willy Juso und SPD-Mitglied. Natürlich stramm links; und im Nachhinein muss ich sagen mit unrealistischen Vorstellungen. Damals wollten wir nicht auf die älteren Mitglieder und ihre Lebenserfahrung hören. Das wird heute nicht anders sein, wenn man z.B. Luisa Neubauer zuhört oder Kevin Kühnert u.a. Wenn man dann selbst im Leben steht und die teilweise harte Realität erlebt stellt sich doch Manches anders dar. In jungen Jahren fehlt oft der Blick aufs Ganze und die möglichen Konsequenzen

13:05, Einfach Unglaublich

>>Klimawandel ist etwas ganz natürliches. Es gehört zu der Erde wie mein Name an der Tür zu mir (vor der Datenschutzgrundverordnung).

Es zeugt von absoluter Hybris, wenn Leute meinen, sie könnten das Klima beeinflussen. Was kommt als nächstes? Die Mondumdrehung beschleunigen damit wir auch die andere Seite sehen?<<

Werter Mitforist, das sind nun wirklich hochideologische Satzbausteine, die bei Zeitgenossen, die einigermaßen naturwissenschaftlich gebildet sind, nur tiefe Resignation auslösen können. Denn Sie stellen hier sämtliche Erkenntnisse der Klimaforschung seit Svante Arrhenius einfach mal so in Abrede.

Da kann man dann überhaupt nicht mehr diskutieren, denn für Sie handelt es sich offensichtlich eine reine Glaubensfrage. Und Glaube entzieht sich jedem rationalen Zugang.

@14:01 harry_up

In der Tat: Mein Wissen über die menschengemachte Klimazerstörung beruht nicht auf meiner Hybris, wie Sie glauben, sondern auf erdrückenden wissenschaftlichen Fakten. Aber mir scheint, Sie haben meinen Kommentar gründlich missverstanden, denn alles was Sie danach schreiben, belegt ja, wie stark der Mensch Ursache von Umwelt- und Klimazerstörung ist.

@13:10 von Francis Ricardo

Das ist ganz und gar nicht überspitzt.

Einer unserer Forderungen in den 80ern war dort zu arbeiten wo man lebt ohne jeden Tag 4h im Auto o.ä. zu verplempern.

Früher war das gang und gäbe. Die Siemensstadt ist hier ganz in der Nähe.

https://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Siemensstadt

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