Ihre Meinung zu: Kommentar: Widerspruchsregelung - endlich!

1. April 2019 - 17:11 Uhr

Jedes Jahr sterben 2000 Menschen, weil sie auf ein Spenderorgan warten - aber keines bekommen. Deshalb ist die Widerspruchsregelung sinnvoll, meint Horst Kläuser. Man hat die Pflicht, über Hilfe nachzudenken.

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Kommentare

Wirksame Gesetze?

"Niemand muss in Deutschland fürchten, bei lebendigem Leibe oder auch nur halblebendig ausgeschlachtet zu werden, damit ein reicher Säufer eine neue Leber oder ein Kettenraucher eine neue Lunge bekommt. Dafür haben wir wirksame Gesetze."
Die Gesetze haben wir aber gab's nich schon genug Skandale um das Thema Organspende? Wer sagt dass alle Gesetze immer befolgt werden, wer kontrolliert das im Zweifel? Für den (unfreiwilligen) Spender wär's dann zu spät. Ich hab da meine Bedenken, schließlich entscheidet im Kapitalismus am Ende immer das Geld.

Viele Widersprüche zur Widerspruchsregelung

Der Gedanke ist tats. sehr fortschrittlich erdacht.

Mich pers. stören nur einige Fragen hierzu:

*was ist mit d Zustimmung von alten , gehbehinderten u. /o. demenzkranken Personen, psychisch Kranken oder geistig Behinderten__ wie sollen sie das überhaupt entscheiden ?

* Vorschlag Widerspruch bei Beantragung d. Personalausweises:
1. ganz junge 18. Jährige sollen das schon wissen ?
2. was ist mit Leuten die nur die ausl. Staatsbürgerschaft haben_ sie müssen dann wohl selbst hierzu zum Amt
3. wird jeder Bundesbürger (über 18) dann wenigstens vom Ministerium angeschrieben um d für sich zu entscheiden, oder gilt "Wer`s nicht weiß, wird ohne sein Wissen nach d Tod automatisch aufgeschnitten", d neuen Widerspruchsregelung folgend ?

* Warum sollen Spender denn nicht finanziell belohnt werden, wieso eigentlich nicht ? So würden doch z. B. Nieren - & Knochenmarkspenden doch sehr wohl steigen__ Keiner soll sich bereichern- - oder geht`s dem Minister darum kein Budget hierfür zu stellen ?

Warum...

...wird eigentlich nicht endlich zugegeben, dass es sich hier um ein Riesengeschäft handelt? Viele Todkranke warten auf ein Spenderorgan - weil man ihnen einredet, dass sie dann weiterleben. Dabei ist das in keinster Weise garantiert. So und so oft gelingt die OP nicht, dann stirbt der Empfänger bestimmt, weil ja keine Spenderorgane im Überfluss da sind. Wenn sie gelingt, hat der Mensch noch ein verfluchtes Leben - mit Immunsuppressiva, einer ständigen Angst vor erneutem Organversagen, einer ständigen Angst vor auch nur einer geringen Erkältung, einer ständigen Angst, mal ohne Arzt da zu stehen - So ein Mensch ist auch mit Spenderorgan nie mehr frei!

Ich sehe es vor mir

Wir konnten keinen Widerspruch feststellen. Auch die Angehörigen waren nicht zu erreichen. Um die Rentabilität unseres Hauses sicherzustellen haben wir eine Organentnahme durchgeführt.
Nein, ein profitorientiertes Krankenhaus wird einen Widerspruch ignorieren. Dann doch lieber andere Regierung, welcher Ausrichtung auch immer.

Was der Autor nicht sieht

es gibt auch das Negative Selbstbestimmungsrecht. Das Recht, sich nicht mit etwas beschäftigen zu müssen. Und gerade der Gedanke an den eigenen Tod ist etwas, was sehr viele Menschen tagtäglich so gut wie möglich verdrängen (wollen).

Ferner hat der Staat (und keine staatlich beauftragte Stelle) kein Recht, in meine innerste Privatssphäre einzudringen, und die Glaubens- und Gewissensfreiheit zum Leben & Tod zu erfragen und dann auch noch zu speichern. Wo kämen wir hin, wenn der Staat anfinge, Register aller christdemokratischen Wähler anzulegen?

Das Negative Selbstbestimmungsrecht und die Glaubens- und Gewissensfreiheit basieren auf der Menschenwürde des Einzelnen, und sorry, aber die wiegt höher als das körperliche Wohlergehen anderer.

"Jedes Jahr sterben 2000

"Jedes Jahr sterben 2000 Menschen, weil sie auf ein Spenderorgan warten - aber keines bekommen"

Falsch.
Diese Menschen sterben, weil sie krank sind, wie alle anderen Totkranke auf der Welt.
Ein neues Organ ist ein 6er in LOTTO und kein Recht.

Niemand hat Anspruch auf ein neues Organ.

PS. Wie kann man so informiert sein und meinen, damit kommen: "dass buchstäblich 10.000 Menschen in unserem Land täglich um ihr Leben bangen?"

"von deutsche Spenderorgane für Deutsche" war nie die Rede. Es wird grenzüberschreitend vermittelt. Auch der eine oder andere Medizintourist bekommt etwas ab (der zahlt aber alles selber).

Und was vergessen wird: Auch in Ländern, in denen Wiederspruchslösung gilt warten immer noch Kranke auf Organe. Wie kommt denn das? Wo es so viel mehr Spenden bringen soll? Wird da plötzlich mehr erkrankt?

was für ein unqualifizierter Kommentar

>>Niemand muss in Deutschland fürchten, bei lebendigem Leibe oder auch nur halblebendig ausgeschlachtet zu werden, <<
nein, man ist lediglich halbtot, man ist ein Sterbender
>> letztlich ist ein funktionierendes Organ ein großartiges Geschenk, das man erst nach seinem Tod weitergeben kann, ohne selbst unter irgendeinem Verlust oder Verzicht leiden zu müssen.<<
nun, man verzichtet auf einen würdevollen Tod im Kreise seiner Familie.
Und man gibt das großartige Geschenk nicht nach seinem Tod ab, sondern während des Sterbeprozesses.
Gut, hinterher ist man garantiert tot.
>>Jeder sollte sich seinen Mitmenschen gegenüber verpflichtet fühlen, darüber nachzudenken, ob sein Tod einem oder mehreren Menschen zu gesundem Leben verhelfen kann. Und das ist schon ein Trost zu Lebzeiten.<<
Man kann schon zu Lebzeiten anderen Menschen helfen.
Und ob JEDER, der ein Transplantat erhält, damit ein GESUNDES Leben führt, führen kann, gehört in die Märchenwelt.

Wurde wirklich Zeit

"(...) unbarmherzig, wie es grausam ist, ein gesundes, brauchbares Organ einfach zu verbuddeln oder im Krematorium zu verbrennen (...) letztlich ist ein funktionierendes Organ ein großartiges Geschenk, das man erst nach seinem Tod weitergeben kann, >>> ohne selbst unter irgendeinem Verlust oder Verzicht leiden zu müssen."

Sehe ich ganz genauso. Und das hier auch:

"(...) stellen den Hirntod des Spenders fest - das einzig wirkliche Kriterium. Diese Gesetze werden jetzt ergänzt - durch die einfache, unbürokratische Möglichkeit, "nein" sagen zu können. Jeder darf nämlich sagen: "Ich will kein Organ spenden - und gut ist."
>> Jedem mündigen Deutschen kann nach dreimaliger schriftlicher und persönlicher Info zugemutet werden, sich damit zu beschäftigen. Und zu entscheiden. Das ist Selbstbestimmung und reicht <<"

Außerdem:
"In 20 von 28 EU-Staaten gibt es das schon, und es funktioniert"

Ich habe längst den dritten Organspendeausweis in der Tasche (auch schon wieder reichlich zerfleddert).

@Amelia

ich unterschreib das mal

Grausam?

"...wie es grausam ist, ein gesundes, brauchbares Organ einfach zu verbuddeln oder im Krematorium zu verbrennen. "

Das heißt also, wenn ich mich entscheide, nicht als Organspender zur Verfügung zu stehen, dann bin ich grausam meinen Mitmenschen gegenüber! Interessante Position von Herrn Kläuser!

Ich dachte immer, der eigene Wille wird respektiert und steht bzgl. der Organspende über allen anderen Gründen. Wenn ich mich im Vorfeld schon grausam nennen lassen muss, was ist erst, wenn die Widerspruchslösung wirklich kommt und ich dann "nein" sage?

Wo bleibt meine Würde?

Gehirntote Menschen sind nicht tot, sie befinden sich mitten im Sterbeprozess, der aufgehalten wird, bis man die Organe entnommen hat und er dann daran stirbt. Denn Organe bereits verstorbener Menschen sind für die Verpflanzung nicht zu gebrauchen. Das ist die Wahrheit, die bei praktisch allen Diskussionen und sogenannten Infos über Organspende immer unterschlagen wird. Der Umgang mit potenziellen Spenderleibern nimmt diesem Menschen die Würde des selbstbestimmten Sterbens, seinen Angehörigen die Möglichkeit, eine letzte, begleitende Nähe zu dem geliebten Menschen zu praktizieren. Auch daß ich mich nach dem neuen Gesetz erst wehren müßte, um nicht automatisch zum Ersatzteillager zu werden, verletzt ganz klar mein Recht auf Unverletzlichkeit meiner Person und damit meine Würde. Das Ganze ist unethisch. Ich möchte keine Organe erhalten und keine spenden, und ich möchte auch nicht mit dem Thema belästigt werden.

@ amelia

"so oft gelingt die OP nicht, dann stirbt der Empfänger bestimmt, weil ja keine Spenderorgane im Überfluss da sind. Wenn sie gelingt, hat der Mensch noch ein verfluchtes Leben - ..."

Über den Sinn und Zweck der Widerspruchsregelung können wir gern reden. Aber können Sie mir mal verraten, mit welcher Berechtigung Sie definieren, was ein "verfluchtes" Leben ist?

Anmaßend

Wer einmal den Film "Fleisch" gesehen hat, braucht nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, was alles passieren kann, wenn die Widerspruchslösung kommen sollte (plötzlich sind wir alle potenzielle Organspender ...) - das Spektrum geht von "vergessener" Einsicht in die Widerspruchsdatei bis hin zu von gewollten Fehldiagnosen.

Der Staat benimmt sich ohnehin anmaßend: Er verbietet weitestgehend die Sterbehilfe, obwohl auch gewolltes und humanes Sterben der Menschenwürde entspricht. Jetzt will er noch aufsatteln, in dem die Toten zwangsweise zur "Ware" werden - sehr pietätvoll ist das nicht, ggf. wird man am Leben gehalten, um die Organe noch "retten" zu können.

Ja, man kann widersprechen, aber überzeugen und Vertrauen schaffen kann das nicht. Mal klären, WARUM die Spendenbereitschaft so gering ist (Vertrauen?), könnte helfen. Ich jedenfalls überlege, ob ich meine bisher erklärte Bereitschaft zur Organspende nicht schon jetzt widerrufen sollte.

Spende - Jain

Es verdienen viele Leute Geld mit einer Transplantation, also meinen Körperteilen, allen voran listenmanipulierende Krankenhäuser.

Ich stimme zu einer ‚Spende‘ zu, wenn meine Hinterbliebenen ebenfalls was vom Kuchen ab bekommen. Die Beerdigung ist teuer und meine Frau will die ersten Monate nach meinem Tod versorgt sein.

10.000€ pro Organ für meine Nachkommen → Das wäre fair.

Menschen sterben weil sie krank sind

Der Kommentator meint: "Jedes Jahr sterben 2.000 Menschen, weil sie auf ein Spenderorgan warten - aber keines bekommen." Ich meine, sie sterben schlicht deswegen, weil sie krank sind und ihre von Gott gewollte Zeit gekommen ist.
Der Kommentator meint: "Man hat die Pflicht, über Hilfe nachzudenken." Ich meine, daß meine Körperlichkeit mit mir eine unverletzliche Einheit bildet, was meine Würde als Mensch und Geschöpf Gottes ausmacht. Niemand kann mir zur Pflicht machen, auf mein eigenes ungestörtes Sterben zu verzichten.

Gibt es auch Infos zum 'Nein'?

Ich bin z. B. Nichtspender. Wie und wo regel ich das - ein für alle Mal? Weiß das überhaupt jemand?
Dank im Voraus.

Sie widersprechen sich selber Herr Kläuser!

Sie widersprechen sich selber Herr Kläuser!
Sie schreiben „ein funktionierendes Organ ein großartiges Geschenk, das man erst nach seinem Tod weitergeben kann,..“. Ein Geschenk macht man freiwillig, nicht indem man sich nur nicht darum bemüht hat, dass es einem nicht einfach abgenommen wird. Und was ist, wenn man sich nicht wehren kann? Wie lange wurden Behinderte unter Betreuung sogar das Wahlrecht verwehrt? Werden jetzt die Schwächsten der Gesellschaft auch noch nach ihrem Tod ausgebeutet. Dann ist es doch kein weiter Weg mehr, dass in Deutschland von Staats wegen das Zahngold aus Leichen gebrochen wird, und sei es nur um die Sozialbestattung zu bezahlen. Die Würde des Menschen endet auch laut GG und Bundesgericht nicht mit dem Tod. Und dazu gehört auch das Recht, sich nicht mit diesem beschäftigen zu wollen, oder es auch aus diverse Gründen nicht zu können, z.B. Behindert, nicht lesen, noch Kind, schlechte Deutschkenntnisse, mangelde Bildung.

re amelia

" So und so oft gelingt die OP nicht, dann stirbt der Empfänger bestimmt, weil ja keine Spenderorgane im Überfluss da sind. Wenn sie gelingt, hat der Mensch noch ein verfluchtes Leben - mit Immunsuppressiva, einer ständigen Angst vor erneutem Organversagen, einer ständigen Angst vor auch nur einer geringen Erkältung, einer ständigen Angst, mal ohne Arzt da zu stehen - So ein Mensch ist auch mit Spenderorgan nie mehr frei!

Wie wäre es, wenn Sie solche Überlegungen den tatsächlich Betroffenen überlassen würden? Meines Wissens wird keinem gegen seinen Willen ein Ersatzorgan transplantiert.

Spende?

Ist es nicht das Wesen der "Spende", das sie freiwillig gegeben wird? Was bleibt denn noch von einer Spende, wenn man dazu genötigt oder gar gezwungen wird?

Und noch ein paar Gegenargumente

Und eventuell mal bedacht, das Menschen weil sie eine Erbkrankheit, Infektion oder so haben, die man auch mal nicht so schnell feststellt, keinen Ausweis haben, da ihre Organe eh wertlos bis gefährlich sind. Und wie stehen sie zu der unmenschlichen Unlogik, das Schwule bis heute kein Blut spenden dürfen (und somit auch kein Geld dafür bekommen können) aber als Spender sind sie plötzlich gut? Und zur Info, als meine Mutter vorhin dieses Ansinnen laß sagte sie „Wenn dieser Zwang kommt, dann gebe ich sofort meinen Organspender Ausweis zurück.“ So geht es dann nach hinten los. Ach ja, und was geht es die Dame vom Passamt an (die könnte ja zufällig meine Nachbarin sein), wie ich über Organspende nachdenken, wie will man da die Anonymität sicherstellen. Und wenn es eine Negativ Liste gibt, dann ist der Ruf, Organe nur für Spender doch abzusehen, von der Datensicherheit mal abgesehen.

re morquai

"Nein, ein profitorientiertes Krankenhaus wird einen Widerspruch ignorieren."

Wenn Sie schon davon ausgehen müssen Sie auch unterstellen, dass ein Ausweis mit "bin kein Spender" ignoriert wird.

Was soll's dann?

Nein

Ich bin kein lebendes Ersatzteillager, Herr Kläuser.

Weil 2000 Menschen im Jahr wegen fehlender Organe sterben,

spricht man hier von einer "sozialen Wunde" und deshalb muss das Recht für fast 85 Mio. Staatsbürger geändert werden?

Wenn über 50% der Rentner hier im Land mit weniger als 800€ im Monat irgendwie überleben müssen, wie will man dass denn dann nennen, sozialer *zensiert*?

18:30 von karwandler

re morquai

"Nein, ein profitorientiertes Krankenhaus wird einen Widerspruch ignorieren."

Wenn Sie schon davon ausgehen müssen Sie auch unterstellen, dass ein Ausweis mit "bin kein Spender" ignoriert wird.

Was soll's dann?
///
*
*
Richtig, denn ein Nein im Ausweis geht ja auch nicht.
*
Wegen des Datenschutzes zum gläsernen Menschen.
*
Vor 68 ging sogar manches nur mit Handschlag.
*
Aber wir reformieren ja trotzdem immer noch weiter und immer wieder.

Besser so als keine oder zuwenig Organspenden

an sich ist es traurig, dass so getrickst werden muss. Ich bin seit Jahren Organspender, weil es Jeden betreffen könnte und ich meine Organe nach dem Tod nicht mehr brauche. So kann ich vielleicht Jemand helfen. Wer Dialysepatienten kennt, weiß, was ich meine!

Nicht akzeptabel

Da geht der Staat eindeutig zu weit! Ein Recycling-Gesetz für Menschen? Unfassbar!
Das Vorhaben hat schon fast diktatorische Züge.

re denkenvormhanden

"Denn Organe bereits verstorbener Menschen sind für die Verpflanzung nicht zu gebrauchen. Das ist die Wahrheit, die bei praktisch allen Diskussionen und sogenannten Infos über Organspende immer unterschlagen wird."

Reiner Unsinn, weil bei jeder Diskussion ein Dutzend Spendengegner aufschlagen und mit dem Hirntodthema daherkommen.

"Der Umgang mit potenziellen Spenderleibern nimmt diesem Menschen die Würde des selbstbestimmten Sterbens"

Quatsch. Das einzige selbstbestimmte Sterben ist der Suizid. Bei allem anderen wird man gestorben. Egal, wie man dazu steht.

Zwangsentnahme von Ersatzteilen

Wer entscheidet überhaupt welcher Empfänger in Frage kommt?
Ich habe einbmal darauf bestanden dass meine Organe nur "Bedürftige" erhalten hat man ausgeschlossen! Unsere Organe werden meistbietend verkauft sag ich euch.

re hustensaft

"Wer einmal den Film "Fleisch" gesehen hat, braucht nicht viel Phantasie um sich vorzustellen, was alles passieren kann, wenn die Widerspruchslösung kommen sollte"

Wird in dem Film denn danach gefragt, welche gesetzliche Organspenderegelung gilt?

Nein?

Was soll dann der Einwurf?

Ahja..

"Niemand muss in Deutschland fürchten, bei lebendigem Leibe oder auch nur halblebendig ausgeschlachtet zu werden, damit ein reicher Säufer eine neue Leber oder ein Kettenraucher eine neue Lunge bekommt. Dafür haben wir wirksame Gesetze."

Finde nur ich das der Satz Unsinn ist?

Niemand muss in Deutschland fürchten einer Straftat zum Opfer zu fallen. Dafür haben wir wirksame Gesetze.

Mein Satz ist kürzer, aber genauso Unsinn.

Auch gut das Krankenhäuser jetzt mehr Geld für eine Organentnahme bekommen. Das wird sicher helfen Menschen die sich bereichern wollen wirksam abzuschrecken.

Im übrigen bedeutet "Spende" das etwas freiwillig gegeben wird.

Kennen Sie Transplantierte?

"Warum wird eigentlich nicht endlich zugegeben, dass es sich hier um ein Riesengeschäft handelt? Viele Todkranke warten auf ein Spenderorgan - weil man ihnen einredet, dass sie dann weiterleben."

Nicht jede Transplantation endet gut und ein Transplantierter muss lebenslang in Behandlung bleiben. Aber dennoch ist es ein Riesen(!!)unterschied, wenn es einigermaßen klappt.

Ich habe es mehrmals miterlebt, konnte aber nie erkennen, dass sich irgendjemand bereichern wollte.

Ich habe auch den Umgang mit dem Spender als sehr würdevoll erlebt (diese Seite nur einmal).

@Anmaßend 18:06 von Hustensaft

Vor etwa 35 Jahren in meiner kurzen Zeit
als Klinikreferent der Pharmaindustrie hätte ich noch ohne zu Zögern
es nicht als 'anmaßend' sondern 'selbstverständlich' gefunden.
- damals gab es noch andere Probleme in der Gesundheitsindustrie.

Da war noch mehr Vertrauen in die Grundfeste, insbesondere die der Ärzteschaft.

Das ist heute etwas anders.
Das allgemeine Unbehagen trifft früher hochvertrauenswürdige Positionen
wie Pfarrer oder Arzt in voller Härte.

Daher ist so ein gesetzlicher Schnellschuss genau das,
was die (Vertrauens)probleme eher verfestigt.
Daher tendiere ich auch zu anmaßend und kontraproduktiv.

Denn der Gesundheitsbetrieb ist eher schlimmer geworden als damals.

Angriff

Dieses Vorhaben ist ein Angriff gegen die Menschenwürde. Wer entscheidet dann eigentlich für die Menschen, die selbst nicht mehr in der Lage sind, eigene Entscheidungen zu treffen? Z. B. Demenzkranke, Geisteskranke, Schlaganfallpatienten usw.
Und wie ist das mit Kindern?

Das Gesetz muss kommen.

Ich habe da schon lange eine Meinung dazu. Organspenderausweis habe ich schon seit 1993.
Vor einigen Jahren hatte ich einen Herzinfarkt und habe im letzten Jahr ein Kunstherzsystem bekommen und weiß daher wie viele Menschen auf Hilfe warten.
Ich bin für diese Regelung schon aus dem Grund weil Deutschland eines der wenigen Länder ist wo es diese noch nicht gibt. Ich gehe sogar noch weiter und möchte das jeder der nein zur Spende sagt
auch nie im Krankheitsfall ein Organ bekommt. Für mich ist es nicht nachvollziehbar wie ein Mensch dazu nein sagt aber wenn diesem Mensch selbst das Schicksal einholt , dann selber ein Organ möchte.

Spenderorgane für Spende.

@Hustensaft

"...das Spektrum geht von "vergessener" Einsicht in die Widerspruchsdatei bis hin zu von gewollten Fehldiagnosen."

Sie bringen es auf den Punkt. Wie ich gestern schon zu diesem Thema schrieb, ist meine Frau OP-Schwester in einer renomierten Herzklinik.
Es ist keine Seltenheit, das dort Leute durch Maschinen am Leben erhalten werden, obwohl sie das nicht wollen. Auf Patientenverfügungen wird oft keine Rücksicht genommen, bzw. wird diese nicht angeschaut oder sich erkundigt, ob überhaupt eine da ist.
Wenn Verwandte dann dagegen protestieren... upps, tut uns leid, da ist wohl ein Fehler passiert. Bis dahin hat das Krankenhaus aber mit dem Patienten wieder einige Tausender verdient.
Es hat seinen Grund, warum alle Mediziner, die ich kenne, auch viele Arbeitskollegen meiner Frau, selbst keine Organspender sind!
Auch ich werde dem wiedersprechen. Aus gutem Grund.

Was soll die Aufregung?

Das Gesetz wird doch sowieso wieder vom BVerfG einkassiert.

Was auf jeden Fall nicht passieren darf ist, dass an Organe ein Preisschild gehängt werden, wie es einige hier verlangen. Dann ist nämlich jeder, ob mit oder ohne Spenderausweis und ob tot oder lebendig, ein laufender Geldbeutel für Kriminelle!

Acht Jahre hat meine Nachbarin

auf eine Spendenniere gewartet. 8 Jahre jeden zweiten Tag für 4 Stunden an der Dialyse .Nun hat sie eine Niere die zusätzlich an die beiden anderen angeschlossen ist. Damit ist aber immer noch nicht alles wieder OK ,nein sie muß Medikamente zu sich nehmen damit die Niere nicht vom Körper abgestoßen wird.Und weiterhin sind Kontrolluntersuchungen zeit Lebens durchzuführen. Ich rate dazu einen Spender Ausweis zu beantragen wenn ich mich entschlossen habe zu Spenden. Aber zum Schluss, meiner Nachbarin ist sehr zufrieden mit dem heutigen Lebensstand.

gehirntote ... selbstbewusst ?!?

@Denken...

"Gehirntote Menschen sind nicht tot ... nimmt diesem Menschen die Würde des selbstbestimmten Sterbens ... "

Sie wissen aber schon was "gehirntot" bedeutet? Vielleicht können Sie mir ja ansonsten erklären, wie ein gehirntoter etwas "selbstbestimmtes" (egal was) macht?

Verstehe ich leider nicht.

Menschen sterben nicht ...

wegen fehlender Organe - aber sie stellen es sich gern so vor … seit das mit dem transplantieren so möglich ist Sterben zur Unzeit eine Ungerechtigkeit - Nach dem Geld (der Versichertengemeinschaft) zu fragen verbietet sich hier, weil das unmoralisch wäre, nach der Wirkung des Geldes (auf Krankenhausverwaltungen und Transplanteure) zu fragen klingt nach Pfennigfuchserei.... in der Tat fragt sich was hier zu förderst kommt, das Fressen oder die Moral.

Es geht nicht immer um Leben und Tod

Bei mir wurden zweimal Transplantate eingebaut. Nämlich in jedes Auge ein kleines kreisrundes Stück Hornhaut.
Bei Organspenden geht es nicht immer um Herz und Nieren, und das dicke Geld war bei mir auch nicht zu holen (Kassenpatient). Aber es geht nicht ohne Erlaubnis.
Gut, dass mir zwei Leute posthum ein Stückchen Hornhaut geschenkt haben.

Danke.

Prinzip Google/Facebook

Was gab es nicht für einen Aufschrei damals zu Google Street View? Da hat Google doch einfach etwas gemacht, von dem es überzeugt war, dass es der Menschheit nützt, und anschließend gesagt, wer das nicht wollen würde, könnte doch einfach widersprechen. Nur ist das so eine Sache mit dem Widerspruch: Er erfordert Aktivität. Und so bekommt man maximal von denen Widerspruch, die sich zuvor mit dem Thema beschäftigt haben. Jahrelang haben wir uns dafür eingesetzt, dass Daten von Facebook nicht ohne Zustimmung verwendet werden dürfen. Bei Organen soll das nicht gelten?

Dazu kommt, dass der Widerspruch ja irgendwo registriert werden muss. Datensicherheit? Bei so einem sensiblen Thema?

Die Widerspruchslösung ist doch nur die Hoffnung, dass möglichst wenige den Aufwand auf sich nicht nehmen zu widersprechen. Prinzip Google/Facebook eben.

Gerne kann bei jeder Amtsgang die Spendenbereitschaft abgefragt werden. Dann muss aber auch die Antwort "Geht Sie gar nichts an!" möglich sein.

Widerspruch

Wir warten auf die Liste, damit wir unser Nein dokumentieren können.

Und übrigens: wir wollen auch kein Organ bekommen.

" Ärzte, die nichts mit der

"
Ärzte, die nichts mit der Transplantation oder dem Empfänger zu tun haben, stellen den Hirntod des Spenders fest - das einzig wirkliche Kriterium.
"

Ist das so ?
Kommt da also dann tatsächlich ein Arzt,den sich Angehörige aussuchen können,von außerhalb & stellt dann den Hirntod fest ?

Oder ist es nicht eher so,dass ein Arzt aus demselben Krankenhaus - ergo ein Angestellter vom GLEICHEN Arbeitgeber wie der Arzt,der das Organ entnimmt- jener Arbeitgeber,der mit der Organ-Entnahme ordentlich Cash verdient,den Hirntod feststellt ?

Wieso soll eigentlich der Organspender das Organ spenden während die Krankenhäuser nicht unerheblich dran verdienen ?
Wegen "Solidargemeinschaft" ?
Der ist gut...Solidargemeinschaft im Kapitalismus...
...wieso machen die Krankenhäuser das dann nicht gratis ? So aus Solidarität ?

Die moderne Gesellschaft

wird durch noch mehr "Verschleiss" beim Leben auf die Möglichkeit ein Organg gespendet zu bekommen reagieren. Noch mehr Säufer dürfen auf Reparatur Ihres schädlichen Lebenskonsums hoffen... Das ist das eine.
Das ANDERE ist, daß man im gleichen Zuge bitte die Menschen drauf aufmerksam machen muss, daß das Leben mit einem gespendeten Organ kein Zuckerlecken ist, sondern eine lebenslange Abhängigkeit von schwersten Medikamenten und häufigen Krankenhausaufenthalten.
Ich glaube, viele Befürworter stellen sich vor, man bekäme eben mal im Vorbeigehen ein neues Organ und könne dann frisch weiterleben und noch "intensiver" Leben-
Eigentlich eine Aufgabe des Bio Unterrichtes.

NEIN zur Widerspruchslösung!

"...denn ist es nicht unerträglich, dass buchstäblich 10.000 Menschen in unserem Land täglich um ihr Leben bangen?"

Nein, ist es nicht. Denn es ist immer noch MEIN Körper, über den dann im Zweifelsfall entschieden werden soll. MEIN Recht auf körperliche Unversehrtheit (völlig egal, in welchem Zustanz ich mich befinde) ist ein GRUNDRECHT - und daher zum Glück unveräußerlich.

Polemisches Winken mit dem Bangen von Zehntausenden ist daher völlig fehl am Platze, solches Kollektivdenken ist vielleicht in China willkommen. Hier nicht.

Skandalös

So wird man ohne Wissen ein Ersatzteillager.

Und dass Toten normalerweise keine Organe entnommen werden, sondern Lebenden, scheint man zu vergessen.

Immerhin entscheidet dann ein Arzt ob der Patient "gehirntot" ist, obwohl kein Arzt der Welt in der Lage ist so etwas zu beurteilen

Wiederspruchsregelung

Ich befürchte, bei allem Respekt gegenüber bedürftigen, in Anlehnung an ein politisches Vorbild, die Schaffung eines "Organermächtigungsgesetz" dem ich meine Zustimmung verweigere. Spende deffiniert man anders!

Selbstbestimmung

Jeder hat das Recht, gegen die Entnahme seiner Organe zu sein. Aber wo ist das Problem, das auch zu äußern?

Im Falle des Falles erspart man auch seinen Angehörigen, diese Entscheidung zu treffen. Die sind in der Situation sowieso emotional schwer im Stress. Da ist es nur fair, dass jeder selbst diese Frage klärt.

die Würde des Menschen....

... endet wohl mit dem Hirntod.

Und wieso heißt es in den Organspendenausweisen eigentlich nur Tod und nicht Hirntod?
hier Werner Bartens, sehr interessant
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/todeszeitpunkt-und-organspende-wi...

@ denkenvormhandeln

." Ich meine, sie sterben schlicht deswegen, weil sie krank sind und ihre von Gott gewollte Zeit gekommen ist."

Haben Sie das schon mal jemandem ins Gesicht gesagt, der auf ein Spenderorgan wartet?

Zur allgemeinen Info: ich bin Krankenpfleger auf einer onkologischen Abteilung, und habe von daher etwas fundiertere Erfahrungen mit Tod und Sterben. Ich habe in meinen 30 Jahren Berufserfahrung zumindest gelernt, mich mit fundamentalistischem Geschwurbel zurück zu halten.

@17:52 von muskelfaserriss

"Und ob JEDER, der ein Transplantat erhält, damit ein GESUNDES Leben führt, führen kann, gehört in die Märchenwelt."

Sie können zumindest meistens ein Leben führen. Das ist besser als die Alternative.

@ FreierGeist, um 17:59

Interessant ist die Position des Herrn Kläuser auf jeden Fall.
Aber ebenso interessant ist die Art und Weise, wie Sie seine Aussage ins absolut Falsche verdrehen.
Sie sind keineswegs grausam, wenn Sie sich gegen eine Organspende entscheiden, Sie können also guten Gewissens weiterleben und auch sterben.

"Grausam, ein gesundes Organ zu verbuddeln..."

Was wollen Sie denn haben? Der Mensch als Selbstbedienungsladen zum Ausschlachten.

Die Frage ist doch, wie ist das Vertrauen in das Gesundheitssystem. Und das ist sehr niedrig, weil es immer und überall nur um Geld geht. Der Mensch ist eine Ware und wird so gehandelt.
Und wer kann garantieren, dass die Organe wirklich bei denen ankommen, die am nötigsten diese brauchen? Geht nicht alles immer um Geld? Und dann bekommt der die Organe, der das meiste zu bieten hat, die "armen Schweine" kommen zuletzt.
Und was soll dann dieses Wort "Organspende", wenn es zwangsentnommen werden kann.

Soll die Regierung erst einmal ihre Hausaufgaben im GEsundheitswesen machen, für Klarheit und Offenheit sorgen - was bei einem Pharmalobbyisten als Minister allerdings mehr als unglaubwürdig sein dürfte.

@17:39 von Amelia

"Warum...

...wird eigentlich nicht endlich zugegeben, dass es sich hier um ein Riesengeschäft handelt?"

Ja, Organtransplantation ist ein Geschäft und vor allem bei der Ärzteschaft enorm prestigeträchtig. Es ist allerdings auch ein finanzielles Risiko, da selbst an großen Kliniken bestimmte Organe nur in geringem Stückzahlen transplantiert werden. Ich rede hier von einstelligen Stückzahlen im Jahr mit großen Varianzen. Da ist man schnell in den Miesen, da man die Infrastruktur dennoch vorhalten muss, selbst wenn im aktuellen Jahr kaum Organe angeboten werden.

"(...) So ein Mensch ist auch mit Spenderorgan nie mehr frei!"

Das mag sein, allerdings ziehen viele Menschen diese Unfreiheit dem Tode vor. Wenn wir Spenderorgane stärker verfügbar machen geben wir den Menschen hier schlichtweg eine Wahlmöglichkeit, anstatt ihnen diese von vornherein zu verwehren.

@ DenkenvormHandeln, um 18:17

Was Sie schreiben, ist Ihre Meinung. Das ist vollkommen ok.
Niemand macht es Ihnen zur Pflicht, auf Ihr eigenes ungestörtes Sterben zu verzichten, wenn es an der Zeit sein wird.
Widersprechen Sie einfach, denn Sie haben sicherlich intensiv darüber nachgedacht.
Nur: Erlauben Sie andererseits den Menschen, die trotz ihres versagenden Organs weiterleben möchten, den Wunsch nach einem Ersatzorgan zu haben.

@17:49 von Tada

"Falsch.
Diese Menschen sterben, weil sie krank sind, wie alle anderen Totkranke auf der Welt."

Wow, diese Aussage ist aber wahnsinnig kleinkariert. Wenn Sie einem Diabetiker also das Insul durch eine Kochsalzlösung austauschen stirbt er nicht, weil Sie das Insulin ausgetauscht haben, sondern weil er an Diabetes leidet?

Wenn wir eine gangbare Behandlungsmethode haben, ist es verantwortungslos diese nicht zu verwenden. Am Tod macht sich die Gesellschaft dann mitschuldig.
Ob dadurch alle gerettet werden können oder nur ein paar hundert spielt keine Rolle.

Wenn es um das Retten von Menschenleben geht kann man sich diese Faustformel merken: Mehr ist besser als weniger.

"Ein neues Organ ist ein 6er in LOTTO und kein Recht.

Niemand hat Anspruch auf ein neues Organ."

Einige Menschen werden wohl auch weiterhin Pech haben. Allerdings sind es weniger.

@ ohnein2004

Ich bin da leider nicht so optimistisch. Lesen sie sich mal ein paar verfassungsrechtliche Einschätzungen durch (auf solchen basieren auch die Verfassungsrichter selbst ihre Urteile).

Da wird dann argumentiert, nur weil man nicht nach dem Grund der Entscheidung gefragt wird, sei die Frage und die Speicherung plötzlich grundgesetzkonform, weil es werde dann ja nicht mehr "in die innerste Intimsphäre" geschaut.

Das das Unsinn ist, sieht man, wenn man das mit einem Register aller Wähler (wen haben sie gewählt) vergleicht. Da fragt man auch nicht, warum man CDU/Linke/etc. wählte, aber allein das speichern, wer was wählte, wäre offensichtlich verfassungswidrig.

Aber leider urteilt auch das Verfassungsgericht nicht immer verfassungskonform. Sonst wäre z.B. die Wehrpflicht nie möglich gewesen.

Ich wäre durchaus auf der Seite der Kritiker,

dennoch kann es mir schn lange auch egal sein, da ich in dem, von meiner KK vor Jahren mal erhaltenen Organspenderausweis, ganz explitiez einerseits angekreuzt habe "NEIN".

Und um auf nummer sicher zu gehen, habe ich sogar alle anderen Optionen mit Permanentmarker geschwärzt...

... ein Schelm wer böses dabei denkt, dass dieses Durchgestrichene immer wieder lesbar wird.

Ich schlisse mich da
Weltenbummler 27 vom 01. April 2019 um 19:14 zu 100% an!

17:59 von FreierGeist

"Das heißt also, wenn ich mich entscheide, nicht als Organspender zur Verfügung zu stehen, dann bin ich grausam meinen Mitmenschen gegenüber! Interessante Position von Herrn Kläuser!"

Hier ein Zitat aus dem Text:
>>"Nein" zu sagen, ist deshalb auch kein Makel, sondern Bürgerrecht.<<

Wenn man den Herrn Kläuser mit Absicht falsch verstehen will kann man das natürlich machen. Das fällt allerdings auf und wirft kein schlechtes Licht auf Herrn Kläuser, sondern eher denjenigen, der Herrn Kläuser absichtlich irgendwelche Aussagen unterstellt.

Ist ok, wenn Sie nicht spenden wollen. Ist ok, wenn jeder der hier über die Organspende herzieht selber nicht spenden will. Alles kein Thema.
Die Statistiken zeigen allerdings, dass den meisten Menschen das 'nein' nicht so wichtig ist, dass sie dies irgendwann einmal schriftlich beurkunden werden. Die Spenderbereitschaft bei Ländern mit Widerspruchsregelung liegt im Regelfall nahe der 100%.

@18:36 von Capri Corn

"Da geht der Staat eindeutig zu weit! Ein Recycling-Gesetz für Menschen? Unfassbar!
Das Vorhaben hat schon fast diktatorische Züge."

Klar, Diktatoren sind dafür bekannt, dass sie sich mit einem 'nein' einfach zufrieden geben und dann aufhören einen zu unterdrücken.

@ karwandler, mehrmals...

Lese Ihre Antworten heute - trotz des an sich ja ernsten Themas - mit einem gewissen Schmunzeln. :-)

Diagnose Spenderorgan - reale Fehldiagnosen bei Lebenden

Fehldiagnosen bei Spenderorganen
Meine Zweifel bei älteren Spendern & schwer Kranken. Ich pers. habe so meine Zweifel an der Aussage der polit. Berater & Minister die zu dem Widerspruchsgesetz entscheiden noch in der Hinsicht. Diese trifft auf die allg. Organtransplantation zu. Zuletzt meinte Herr Minister Spahn im TV, auch ältere Menschen dürfen Spender sein. Das ist echt erstaunlich, woher kommen dann die vielen häufigen Abstoßungsreaktionen nach den Operationen ?

Fehlerhafte Diagnosen
Alle Voroperationtests der Spenderorgane zum Trotz__ wie viele Fehlbeurteilungen von Laboruntersuchungen gibt`s schon gar bei Lebenden Kranken, bis zur richtigen Erkrankungsdiagnose ?

Ich glaube rein auf gesunden Menschenverstand durchaus nicht, dass alte verbrauchte Organe zum Verpflanzen geeignet sind. Chron. Kranke sind ja zurecht nicht geeignet - lange Jahre verbrauchte schon :\ ?

Organspenden

200,00 € für meine Familie und mein lebloser Körper gehört EUCH. Keine moralische Ansprache. Ein Vermögender sagte, alles hat seinen Preis. Also los, bevor ich mich bei Ebay versteigern lasse.

Ente gut- postmortal

@Ente gut - alles gut:
Im Gegensatz zu einer Organspende ist eine Gewebespende tatsächlich postmortal (!), also bis zu 72 Stunden nach (!) dem Tod möglich
Eine Organspende ist nur vor dem Tod möglich, da diese durchblutet werden müssen.
Das macht schon einen gewaltigen Unterschied.
Man kann in Ruhe sterben, die Familie kann Abschied nehmen und dann erst wird explantiert. Vielleicht erst drei Tage nach dem Ableben.
Da wäre ich für zu haben, aber mir bei schlagendem Herz die Leber, Nieren usw. rausschneiden zu lassen, das will ich nicht.

Besser man forscht an Kunst-Herzen, gezüchteten Organen und ähnlichem, da liegt die Zukunft. Ganz ohne moralischen Fallstricken. Und auch ohne Zwangsgesetzen, welche in letzter Zeit so beliebt sind ...

Wenn ich drei Empfänger-Ausschlüsse machen dürfte....

1. Nicht versoffen / andere Drogen
2. Kein Kettenraucher
3. Kein Krimineller (Kategorie fahrlässige Tötung oder schlimmer)

Und diese Ausschlüsse in einer gesetzlich geschützten Willenserklärung garantiert würden - dann wäre ich gern Spender.
Was will ich als Sterbender noch mit den (intakten) Organen ?

Aber das wäre mir absolut wichtig - die Organe dürfen nur Menschen bekommen, deren Spendenbedürftigkeit sich nicht durch eigenes, grobes Verschulden ergeben hat - oder Kriminelle, die dann mit Hilfe der Organe andere Menschen noch weiter verletzen / töten können.

So, das ist mein persönlicher Standpunkt dazu.....

@karwndler um 18:30

>dass ein Ausweis mit "bin kein Spender" ignoriert wird.<
Genau das ist der Punkt. Da hat man rein aus "Versehen" eine falsche Identität festgestellt, für die es selbstverständlich keinen Widerspruch gibt.

@muskelfaserriss 19.46

"Und wieso heißt es in den Organspendenausweisen eigentlich nur Tod und nicht Hirntod?"

weil so der Tod definiert wird. Herz und Atmung können mit Maschinen weiterbetrieben werden. Ich jedenfalls wollte nicht als Hirntoter existieren, Manche scheinen es zu versuchen...

@ dr.bashir

"Jeder hat das Recht, gegen die Entnahme seiner Organe zu sein. Aber wo ist das Problem, das auch zu äußern?" Am 01. April 2019 um 19:43 von dr.bashir

Weil es selbstverständlich ist, dass man fremde Sachen nicht klaut, auch wenn derjenige nicht dauernd sagt, dass er das nicht will. Bringt man schon Kindern bei.
Aber Selbstbedienungsmentalität ist in bestimmten Kreisen heutzutage wohl normal.

@ Weltenbummler 27

//Und übrigens: wir wollen auch kein Organ bekommen//
DAS brauchen Sie in Ihrem “Letzten Willen“ nicht aktenkundig machen; wiederbelebt werden Sie im Fall des Falles sicher auch gegen Ihren Willen, aber transplantiert sicher nicht.

@18:30 von karwandler

Wenn Sie schon davon ausgehen müssen Sie auch unterstellen, dass ein Ausweis mit "bin kein Spender" ignoriert wird.

Nein, denn nach aktuell geltendem Recht müsste man einen Ausweis hinhalten, in dem steht "Ja, ich bin ein Spender!"

Die Widerspruchslösung KANN

Die Widerspruchslösung

KANN NICHT sein.

Sie ist faktisch nicht durchsetzbar, ohne geltendes Recht zu brechen.

Das kann sich keine Regieung leisten.

Zumindest nicht in einer Demokratie mit Gewaltenteilung.

re hirschauer

"@karwndler um 18:30

>dass ein Ausweis mit "bin kein Spender" ignoriert wird.<
Genau das ist der Punkt. Da hat man rein aus "Versehen" eine falsche Identität festgestellt, für die es selbstverständlich keinen Widerspruch gibt."

Wenn Sie grundsätzlich von Mißbrauch bzw. der Möglichkeit von Mißbrauch ausgehen müssen Sie konsequenterweise Organentnahme von Hirntoten verbieten.

Jedenfalls sehe ich bei Ihrer Fraktion keinerlei positive Ide.

Eigentlich würde ich gern wissen ...

... woher alle, welche die Organspende per se verweigern, dann Organe für diejenigen, welche darauf angewiesen sind, bereitstellen wollen?
Noch sind wir nicht in der Lage einen Großteil der Organe im Labor herzustellen. Bis dahin sehe ich die Frage, ob und wie eine Entnahme gestattet werden soll, zunächst in der Hand der Bundesregierung. Wie viel schlimmer wäre es, diesen Entscheidungsprozess in die Hände von Interessenvertretern der Gesundheitsindustrie zu legen?
Doch zurück zur (demokratisch gewählten) Bundesregierung: ja woher soll sie denn die Organe nehmen, wenn nicht von den eigenen Bürgern? Aus der dritten Welt vielleicht? Durch das forcieren von Genmaterial am ungeborenen Leben?? Sich selbst aus den Rippen schneiden??? (Ironie: Obwohl… ;-)
Zum Schluss noch eine kleine Denkaufgabe: wenn ca. 10.000 Menschen in Deutschland auf ein Organ warten und in Deutschland ca. 900.000 Menschen pro Jahr sterben > wie vielen werden dann real Organe entnommen?

Mit freundlichen Grüßen

RECHT an LEIB und Leben

RECHT an LEIB und Leben bekommt jeder Mensch mit der Geburt hier unantastbar zugesprochen.

Die Widerspruchslösung spricht dieses Recht ALLEN Menschen ab, mit der Argumentation, man könne gegen dieses Verbrechen Widerspruch einlegen?!

Für einen Rechtsstaat ein so unglaubliche Farce, dass es schon peinlich ist, dass darüber allen Ernstes "diskutiert" wird.

re störschall

"Die Widerspruchslösung

KANN NICHT sein.

Sie ist faktisch nicht durchsetzbar, ohne geltendes Recht zu brechen.

Das kann sich keine Regieung leisten.

Zumindest nicht in einer Demokratie mit Gewaltenteilung."

Gewaltenteilung haben Sie wohl nur eingeworfen, weil es irgendwie wichtig klingt? Jedenfalls hat es nichts mit dem Legislativrecht eines Parlaments zu tun.

Der Rest ist stumpfes Drauflosbehaupten ohne auch nur einen Ansatz von Argument.

Zum Thema Hirntod

Das große Grauen der Transplantationsskeptiker beruht ja auf dem Heraufbeschwören der Vorstellung, dass die Organe eine Lebenden entnommen werden.

Man sollte mal berücksichtigen, dass in der überwiegenden Anzahl der Fälle die Diagnose des Hirntods gar nichts mit Transplantationen zu tun hat.

Sondern schlicht und einfach zum Abschalten von maschineller Lebenserhaltung in aussichtslosen Fällen herangezogen wird.

Hier geht es um WEIT mehr als

Hier geht es um WEIT mehr als Gesundheispolitik!

Wenn Gesundheitspolitik Gesellschaftsrecht korrumpieren will , DANN STIMMT WAS NICHT

Oder so ...

... wer Bundesbürger sein will: braucht einen Personalausweis.
Wer Auto fahren will: braucht einen Führerschein.
Wer auch nach seinem Tod über seine Organe bestimmen will: braucht einen Organspendeausweis > nur 4 Kreuze:

1.) Ja, ich spende meine Organe.
2.) Ja, ich nehme fremde Organe an.
3.) Nein, ich spende meine Organe nicht.
4.) Nein, ich nehme keine fremden Organe an.

Gut, das ist jetzt seeehr einfach gehalten. Aber warum alles verkomplizieren?
Ausweis haptisch bei sich führen und gleichzeitig digital bei zwei unabhängigen Stellen hinterlegen. Bei Eintritt eines Ereignisses, welches eine o.g. Entscheidung fordert:
1.) Abgleichung durch den Arzt
2.) Abgleichung durch einen offiziellen Rechtsvertreter (z. B. diensthabender Richter).
Wird so aktuell auch bei der Demenzbetreuung (Vormundschaft) geregelt.

Mit freundlichen Grüßen

mal nachgedacht ?!

warum gingen denn die Organspenden so drastisch zurück
weil es ein paar Ärzte gab die "Schindluder" trieben
betrogen haben auf gut deutsch gesagt
was ist die Reaktion statt vertrauen zu schaffen - was normal wäre, zwingt man die Menschen dazu, als Art Zwangsabgabe, weil eine Spende ist was freiwilliges

re störschall

"RECHT an LEIB und Leben bekommt jeder Mensch mit der Geburt hier unantastbar zugesprochen."

Wollen Sie dann bitte mal konsequent zu Ende denken, dass man keinem Hirntoten die Herzlungenmaschine abschalten darf, weil das zweifellos sein Leben (???) antastet?

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