Ihre Meinung zu: Wahl in der Ukraine: Selenskij deutlich vor Poroschenko

1. April 2019 - 9:18 Uhr

Im Rennen um die Präsidentschaft in der Ukraine liegt der Komiker Selenskij ersten Ergebnissen zufolge klar in Führung. Der Politikneuling wird in drei Wochen in einer Stichwahl gegen Amtsinhaber Poroschenko antreten.

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Kommentare

Klare Absage

Eine klare Abwahl der jetzigen Politik und das ist gut so. Die Menschen haben sehr unter der Regierung von Poroschenko gelitten. Es wurde auch Zeit, dass er zurück tritt.

Wenn Selenskij die Korruption

einschränken könnte, wäre er eine sehr gute Wahl.
Poroschenko und die anderen Oligarchen werden es wahrscheinlich verhindern können.
Der Maidan war kein Glück für die Ukrainer.

Unmöglich sowas

Wahlen mit einem Austauscher der Regierenden? In vielen Staaten wird dies für Unverständnis sorgen. In Putins gelenkter "Demokratie", wo sämtliche Staatsorgane und auch die Presse uneingeschränkt den regierenden Boss zu unterstützen haben, kommt sowas schon gar nicht vor. Erdogan muss gerade feststellen, dass seine Lenkung der "Demokratie" noch zu unvollkommen ist. Es wagen noch zu viele Bürger, eine terroristische, also von Erdogans Meinung abweichende Sicht der Dinge zu haben. Hoffen wir, dass sich der vermutliche neue Präsident auch an die gleichen demokratischen Gepflogenheiten hält, mit denen er an die Macht kommt: Der Souverän, das Volk, darf jederzeit seine Meinung ändern, was gut für es ist. Aber das hat selbst May nicht kapiert. Viele Sozialisten wie Maduro glauben ja, dass eine einmalige Entscheidung für den Sozialismus für immer unwiderruflich ist - schade, dass er diese kleine Vorbehaltsklausel nicht schon bei der Wahl offen gesagt hat.

Poroschenko wird niemals verstanden haben, ...

... da er zu dem Typus der beratungsresistenten Menschen gehört! Im übrigen hat er als Betriebswirtschaftler im Gegensatz zu dem als Komiker diffamierten Juristen Selenskij Null intellektuelles Rüstzeug für eine Betätigung in der Politik – das Ergebnis davon sieht man in den nationalen und internationalen Baustellen ohne Ende, denen sich die ukrainische Bevölkerung seit seinem Amtsantritt gegenübersieht...

Politik der Komiker

... da meiner Meinung nach nahezu die gesamte politische Bühne zu einer Witz-Show geworden ist darf man sich auch nicht wundern, wenn Komiker so gut im Rennen sind.
Die alten Sprüche "vor der Wahl ist nicht nach der Wahl" waren früher komisch. Heute heißt es doch, Politiker führen das Volk, obwohl es doch eher so sein soll, dass der Wille des Volkes durch Politiker umgesetzt wird. ...
In den Kabarett-Shows die ich kenne vermitteln mir Kabarettisten ganz klar, dass sie besser wissen, was der Wille des Volkes ist und dass sie besser sehen, zu was für einer Show die Politik mutiert ist. Ich würde hier auch das Experiment wagen, Kabarettisten in die Politik zu wählen und zu schauen, ob sie es besser machen würden; denn schlechter geht ja nicht mehr.

Peinlich

Die von Russland unterstützten abtrünnigen Regionen Donezk und Luhansk im Kriegsgebiet Donbass nahmen nicht an der Wahl teil.
----------------------------------
Das heißt einige Millionen Bürger in Donezk und Lugansk konnten einfach ihre Stimme nicht abgeben.
Sehr geehrte Frau Ruck, warum berichten Sie darüber nicht, daß ungefähr 4 bis 6 Millionen Ukrainer, die in Russland leben und arbeiten ihre Stimmen auch nicht abgeben konnten, weil Kiew KEINE Wahlbezirke in Russland öffnen lies?

Selenski wird es richten

Der studierte Jurist möchte im Falle seines Wahlsiegs auch mit Wladimir Putin über die Ostukraine verhandeln. Es geht auch vor allem darum endlich die Kampfhandlungen einzustellen (Poroschenko träumt ja noch von der Grossoffensive, allerdings sind Rückeroberungsankündigungen für Donbass oder Krim zuletzt selten geworden). Es geht vor allem um die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen auf beiden Seiten der Grenze und die es den 2 Millionen Flüchtlingen erlauben würde, in ihre Heimat aus Russland zurückzukehren. Außerdem haben die Ukrainer verstanden dass der beste Weg Korruption zu bekämpfen ist jemanden zu wählen, der nicht korrupt ist. Vielleicht wird Selenski auch den unseligen „Kulturkampf“ mit Russland beenden. Viele Ukrainer wollen gerne russische Künstler, russische Filme und russisches Fernsehen sehen, schon wegen der Ähnlichkeit von Kultur und Sprache. Sogar eine Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen wäre denkbar, eine gemeinsame Modernisierung der Transitleitungen

Wenn ich richtig

gelesen habe, dann wird am Ende abgerechnet.
Und leider sieht das wohl bei der nächsten Wahl zwischen den 2 nicht ganz so positiv aus.
Auch fehlen eine ganze Reihe Wähler die nicht teilnehmen können, bei anderen Ländern würde so etwas angemahnt und als nicht demokratisch gewertet.
Aber die Ukraine scheint etwas ganz besonderes zu sein.

Positive Darstellung Poroschenkos

"Dass Petro Poroschenko andere entscheidende Umbauten wie die Reform des Bildungssektors oder der Gesundheitspolitik angegangen ist, dass es dem Land trotz des Kriegs im Osten ein erstaunliches, wenn auch vorsichtiges wirtschaftliches Wachstum gelingt, kann aus Sicht seiner Gegner die Versäumnisse nicht aufwiegen."
Dazu zwei Fragen: Wie hoch ist das Wirtschaftswachstum? Wie viel Geld erhält die Ukraine aus dem Westen?

Vielleicht bringt ein neuer Präsident mehr Frieden?

Ich hoffe mal, dass dieser Komiker klüger ist als sein Vorgänger und versucht wieder eine Balance zu schaffen zwischen den Interessen der Menschen, die mehr nach Westen orientiert sind und den Menschen, die mehr nach Russland orientiert sind.
Dies ist m.E. neben der Korruption das größte Problem der Ukraine.

das kann der Ukraine den Frieden bringen.....

meiner Meinung nach kann genau das der Ukraine den ersehnten Frieden bringen.
Erinnern wir uns dochmal : Durch politische Einflussnahme kam es zu einem politischen Putsch gegen den gewählten Präsidenten. In hastigen Bemühungen wurde Petro Poroschenko im übrigen Oligarch, Unternehmer und ehemals Mitglied des politischen Establishments Präsident. Welchen Grund hätte er gehabt das Land neu aufzustellen?
Die Ukraine kann sich wie jedes Land nur entwickeln wenn Frieden und Ordnung herrscht, rechtlich klar und nach vorn gewandt. Deshalb schon ist die Wahl der Ukrainer wichtig und spiegelt die tatsächliche Situation wieder.
Die Reflektion besteht darin das ca. 6 Mio Ukrainer das Land verlassen haben, der Konflikt im Donbass nicht gelöst wurde ,
die Justizreform und der Kampf gegen Korruption verloren wurde!

Westen ist skeptisch. Wieso eigentlich?

Man hätte bei einem Treffen Selenskis mit EU (NATO?) Diplomaten hinter verschlossenen Türen bei ihm „Wissenslücken“ festgestellt. Achso. Hatte man Trump nicht auch dergleichen unterstellt? Wenn es einer schaffen kann die Verstrickungen der Politik mit der Mafia zu lösen, dann Selenski. Ich hatte immer den Eindruck das Poroschenko die Militäroperation gegen die eigene Bevölkerung (zB mit Bombardierung von Wohngebieten) in enger Abstimmung mit dem Westen durchgeführt hat. Die sog. „anti Terror Operation“ gegen den Donbass begann unmittelbar im Anschluss an einen konspirativen Blitzbesuch des damaligen CIA Chefs Brennan in Kiew. Darüber berichteten dann zuerst russische Medien, Tage später auch deutsche Medien (zB Spiegel am 15.04.14) nach dem Washington den Besuch einräumte ohne ihn kommentieren zu wollen. Kurz darauf rollten die Panzer gen Osten ...

@ 09:56 von alex66

"Sehr geehrte Frau Ruck, warum berichten Sie darüber nicht, daß ungefähr 4 bis 6 Millionen Ukrainer, die in Russland leben und arbeiten ihre Stimmen auch nicht abgeben konnten, weil Kiew KEINE Wahlbezirke in Russland öffnen lies?"
.
Hä?
Ist das die Schuld von "Kiew"?
Richten wir in D für alle Wahlen auf der Welt Wahllokale ein?
Wo wählen denn z.B. die ganzen Italiener oder Griechen in Deutschland?
Dieses Recht bleibt einzig und allein Erdogan vorbehalten.

Timoschenko, die in den 10

Timoschenko, die in den 10 Jahren nach der sog. "orangenen Revolution" das Land tiefer runtergreirtschaftet hat, Poroschenko, der Putschist in des Westens Gnaden, wollten Stimmen kaufen? Was für eine Überraschung (nicht wirklich). Wie mir scheint, will das Volk nicht mehr. Deutschland Funk Kultur überschreibt seinen Artikel recht treffebd"Komiker, Diebin , Oligarch". Obwohl w. Selinskij auch noch Jurist ist.

Ein Komiker

der Politiker werden will, da sind wir schon weiter.

9.56 alex66 - Keine Wahlmöglichkeit

Nicht nur die Bürger in Luhansk und Donezk und die Millionen Ukrainer in Russland konnten nicht wählen. Insbesondere die Millionen Ukrainer in Polen, Slowakei, Österreich, Deutschland , die Baltische Staaten und so weiter,konnten nicht wählen. Die Ukraine ist eine Scheindemokratie, hoffen wird das es besser wird.

09:56 von alex66

Das heißt einige Millionen Bürger in Donezk und Lugansk konnten einfach ihre Stimme nicht abgeben.
##
Das lag doch nicht an Kiew, sondern an den Russland verbündeten in der Ostukraine! Und freie Ukraine Wahlen aus Russland heraus, Sie machen wohl Witze, in Russland herrscht eine Diktatur, da gab es seit Putin an die Macht kam keine freien, demokratischen Wahlen mehr.

Wahl in der Ukraine:Selenskij deutlich vor Poroschenko....

Der geringe Stimmenanteil für Poroschenko und Timoschenko drückt die Unzufriedenheit der Bevölkerung aus.Sie weiß,daß sie von dem Milliardär und der einstigen Gasprinzessin nichts zu erwarten hat.
Allerdings ist von dem Komiker,entgegen allen Ankündigungen(ab heute ein neues Leben ohne Korruption und Bestechung) auch nicht zu erwarten.Vom Neoliberalismus distanziert er sich nicht.Von den Oligarchen im Grunde auch nicht.
Übrigens konnten mehrere Millionen ukrainischer Bürger in Russland nicht an der Wahl teilnehmen,weder durch Briefwahl,noch in Konsulaten.

Zeichen der Hoffnung

Ich finde es gut und erfrischen, dass hier mal ein neues Gesicht die meisten Stimmen bekommen hat und hoffe, dass er auch die Stichwahl gewinnt. Die beiden Poroschenkow und Timoschenko haben dem Land nur geschadet, selbst die Schüsse am Maidan wurden nicht aufgeklärt. Was mich nur wundert, ist, das im Kommentar von Frau Ruck Selenskij als Populist bezeichnet wird? Warum? Nur weil er nicht aus der Politikerkaste stammt? Selbst aus sämtlichen Berichten ist nicht ersichtlich, dass er irgendwie populistisch, extrem nationalistisch noch extrem links ist sondern eher vernünftige Töne anschlägt, eben auch Verhandlungen mit Russland, was ja durchaus zur Entspannung der Lage beitragen könnte. Die Ukrainer sind mir durch diese Wahlentscheidung auf jeden Fall deutlich sympathischer geworden.

Etwas genauer bitte

Aus dem Artikel:
"Die von Russland unterstützten abtrünnigen Regionen Donezk und Luhansk im Kriegsgebiet Donbass nahmen nicht an der Wahl teil."

Hatten sich die Wähler dort allgemein gegen eine Stimmabgabe entschieden oder wurden die erst gar nicht zur Wahl zugelassen?
Das hätte mich mehr interessiert als ob der Wahlzettel 80 cm lang war.

ein Mann, den der Westen noch nicht einschätzen kann

und das Beste, der Mann ist kein April-Scherz ! Vielleicht aber gelingt es ihm, sich wieder den Russen anzunähern und damit diesen gefährlichen Krisenherd ein Stück weit zu entschärfen. Es wäre der Region wie auch uns nur zu wünschen,das die ewigen Scharfmacher im fernen Washington mit ihrem Verderben bringenden Einfluß wieder in die Schranken gewiesen werden. Was ihr wahres Interesse in der Region betrifft,liegt klar auf der Hand, und die Ukrainer sind hierbei nur billiges Mittel zum Zweck. Wissen sie doch im "Ernstfall" gut 6000 Kilometer Atlantik zwischen sich. Die Hälfte der Ukrainer, die gar zu gern zu "West-Europa" gehören will, hat aber ganz offensichtlich noch immer nicht verstanden, das der "Westen" sie nur dann mag, wenn sie sich im Boxring auf die Glocke hauen, oder mit den Russen stänkern. Da entdeckt der sonst so beliebig reagierende Westen sogar seine Symphatien für Demokratie und Menschenrechte. Naja,warten wir es ab.....

Interessant

wie war denn die Wahlbeteiligung? (Die im Osten waren ja erst gar nicht aufgerufen, also..)

im anderen Beitrag wird die "Bildungsreform" erwähnt. Ja - die war super - vor allem weil das Gesetz, das Auslöser des Widerstandes im Osten war, endgültig implementiert wurde (Sprache).

Sie schreiben vom starken, ehrlichen Wunsch nach einer neuen Politik - und nach neuen Gesichtern. (ja, der war auch schon 2014 da - darauf hoffte man mit Hilfe der EU) und was war? Es wurde altbekannte unterstützt (Jazenjuk oder eben auch Poroschenko, und Timoschenko als Totkranke).

Sie merken an, die Menschen sind unzufrieden, weil nur halbherzig gegen die Korruption gekämpft wird. Naja - so kann man es nennen - wenn der Präsident eine zentrale Rolle bei der Korruption spielt.

die Wahl war für Sie offenbar ok - keine grösseren Zwischenfälle - also abgesehen davon, dass gewisse Opposition gesetzlich verboten ist.

Dass in der Ukraine inzwischen Ablehnung von Bandera ein Verbrechen ist - geschenkt.

Wenn die Welt wieder gerechter wird

und die Korruption der Superreichen und Politiker eingedämmt wird, ist mir auch ein Komiker recht.

09:56 von alex66

"Sehr geehrte Frau Ruck, warum berichten Sie darüber nicht, daß ungefähr 4 bis 6 Millionen Ukrainer, die in Russland leben und arbeiten ihre Stimmen auch nicht abgeben konnten, weil Kiew KEINE Wahlbezirke in Russland öffnen lies?"
Weil die Kandidaten pro westlich sind,da spielt so etwas keine Rolle.

Waren auch Rußlandfreundliche Kandidaten zugelassen?

Wenn ja, welches ist deren Stimmenanteil, vielleicht als Zünglein an der Waage?
In der Abbildung sind zumindest noch 2 Kandidaten mit höherem Stimmenanteil zu sehen. Denn 35% der Wähler haben andere Kandidaten gewählt, die zu erwähnen aber wichtig wäre für ein Stimmungsbild. Von einem Berichterstatter vor Ort sollte man das doch erwarten dürfen.

Also ohne Erfahrung?

Die Tagesschau bezeichnet den Mann als Populisten ohne Erfahrung.

Ok das mit der Regierungserfahrung stimmt, aber das mit dem Populismus?
Das Wort wird einfach so stehen gelassen ohne auch nur ansatzweise zu erklären, wofür Selenskij eigentlich steht.

Das finde ich sehr unsauber... oder ist heute schon jeder ein Populist, der nicht aus einer der 3 großen Parteien stammt?

Von wegen Fachwissen... welcher unserer Politiker hat das den heute noch, im Bundestag eine deutliche Überrepräsentation von Juristen (115 von 709 = 16,2%).
Alles besteht nur noch aus Winkelzügen und wie man seine Klientel besonders überproportional begünstigen kann.
Alles natürlich im Interesse der Wirtschaft.

Ich wünschte wir hätte in Deutschland mal einen Kanzlerkandidaten, der Unabhängig und nicht extrem ist (weder links noch rechts), aber so einer würde von den Etablierten sofort demontiert.

Was ist mit ukrainischen Wähler in Rußland?

Ich vermisse Information über Millionen ukrainischen Bürger in Russland, denen Wahlrecht quasi entzogen wurde. Ukraine hat kein einziges Wahllokal in Russland eröffnet.

Das Wahlergebnis

zwischen Selenskij und Poroschenko erinnert mich irgendwie an Afghanistan. Ich bin gespannt, ob Herr Selenskij diese Stichwahl gewinnen darf.
In Afghanistan war seinerzeit Herr Abdullah Abdullah haushoher Favorit der Wähler. Das hatte sich auch in der ersten Wahl deutlich niedergeschlagen. Auf wundersameweise aber, gewann Herr Ghani dann das "Rennen". Er war der haushohe Favorit der US-Regierung.

Was auch immer diese deutliche Hervorhebung von "Herr Selenskij ist Schauspieler/Komiker/Comedien" bedeuten soll verstehe ich nicht. Herr Ronald Reagan ist auch auf einem Pferd durch die Westernfilme geritten. Im Rückblick meinen viele, dass er seine Arbeit in der Politik gut gemacht hat.
Auch heißt es immer wieder, dass er keine Ahnung von Politik hat. Na, er wird sich schon einarbeiten; mit hoffentlich besseren Beratern als unsere Politiker. Ich meine, niemand wird als Politiker geboren. Alle müssen lernen.

Ich wünsche Herrn Selenskij auf jeden Fall alles Gute!

Komiker

Ja, durch die Rolle ist Selenskij bekannt geworden.
Aber hört sich das schlechter an als "der Schokoladen-Fabrikant Poroschenko"?
.
Ich glaube Poroschenko kennt da eher die "richtigen Leute", weshalb es an der Bekämpfung der Korruption mangelt.
.
Ich wünsche der Ukraine alles Gute.
Und die Wiedererlangung ihrer Souveränität über ihr Staatsgebiet.
.
Und dass sich Selenskij nicht als Macron entpuppt.

Wirtschaftswachstum?

Die Schwiegertochter einer Bekannten kommt aus der Ukraine. Als Sie las "vorsichtiges Wirtschaftswachstum" hat sie schallend gelacht. Wirtschaftswachstum findet sich bei vielleicht 5% (die Oberen wie Poroschenko); der vernachlässigbare Rest von 95% sucht das Wirtschaftswachstum mit der Lupe. Nicht umsonst, packen viele junge Ukrainer die Koffer und suchen das Weite.

@Möbius um 10.04 Uhr

Es wäre ein großer Fortschritt wenn Selenski eine an den Interessen der Bewohner orientiert Politik verfolgen würde. Und eben nicht weiter die Gegensätze in russophoben Eiferertum verstärkt. Der radikale Schnitt zwischen den ehemals eng verflochtenen Staaten Ukraine und Russland hat viele Möglichkeiten zerschlagen und die persönlichen Bindungen missachtet. Da wäre Entspannung der Beziehungen eine Erleichterung.
Die soziale Situation der Bevölkerung ist schwierig. Frau Ruck hat die Verpflichtungen der Ukraine in bezug auf die Forderungen des IWF angesprochen. Da würde vielleicht ein Blick nach Portugal nicht schaden. Dort wurde der Kahlschlag gemindert und dennoch hat sich die Wirtschaft positiv entwickelt.

So...

... wie es in der Ukraine unter Poroschenko lief, ist ein Machtwechsel unumgänglich. Selenski mag zwar politisch unerfahren sein, doch sollte ein unerfahrener Präsiden für das Land um einiges besser sein, als ein "erfahrener", unter dem die Ukraine innert der letzten fünf Jahre zum ärmsten Land Europas geworden ist. Selenski traue ich zu, die Ukrainer einander wieder etwas näher und zum Frieden zu bringen. Das Poroschenko dafür der Falsche ist, zeigt seine zurückliegende Amtszeit.

Politische Erfahrung?

..............Kritiker werfen ihm vor, auch im echten Leben fehle ihm politische Erfahrung............

Das sehe ich eher als Vorteil. Um gute Politik zu praktizieren benötigt ein Landesvater Talent, Empathie, Gerechtigkeitsempfinden, ein gutes Team und die Erfahrung der anderen vor ihm, die an ihrem Unvermögen gescheitert sind. Ein Familienvater braucht auch keine Erfahrung, um ein guter Vater zu sein.

Viel Glück und Gesundheit

Viel Glück und Gesundheit dem Neuen Hoffnungsträfer. Als eines von drei Hauptthemen nannte Selenskij gestern Straffreiheit für Politiker. Das sollte eigentlich seiner Gesundheit bis zur Stichwahl zugute kommen.
Etwas Neues braucht das Land.

@Autograf, 09:33

"Hoffen wir, dass sich der vermutliche neue Präsident auch an die gleichen demokratischen Gepflogenheiten hält, mit denen er an die Macht kommt: Der Souverän, das Volk, darf jederzeit seine Meinung ändern, was gut für es ist"

Das Volk darf nicht nur jederzeit seine Meinung ändern, sondern muss selbst in die Gestaltung der Politik eingebunden werden.

Selenskij wird, falls er tatsächlich zum Präsidenten gewählt werden sollte, auf die Mitarbeit aller Bürger angewiesen sein. Er ist schließlich kein "Profi" (was bestimmt kein Nachteil ist) und kann nicht alles alleine machen.
Die Bürger werden sich also nicht länger aufs "Meinung haben" beschränken können. Was für viele eine ganz neue Erfahrung und ziemliche Umstellung sein dürfte. Eine sehr lohnende allerdings.

Gemeinsames "Learning by doing" war schon immer (und bei jeder Art von Gemeinschaftsprojekten) nicht nur die effektivste, sondern auf längere Sicht sogar die einzig wirklich zielführende Methode, eine Gesellschaft voranzubringen.

10:16 Möbius

"Westen skeptisch......."

Kann ihren Einlassungen komplett zustimmen.
Habe die Ereignisse damals ziemlich intensiv verfolgt spätestens als der CIA Chef in Kiew auftauchte wusste man jetzt wirds blutig.
Das Problem für den "Westen" mit dem jetzigen Kandidaten ist, dass er so spät auf der Bühne erschien und eine ordentliche Prüfung auf Herz und Nieren und Gesinnung (evtl notwendige Gehirnwäsche) nicht mehr so intensiv möglich war.

mann braucht keine erfahrungen

in der politik, aber man braucht halt neue menschen in der politik die im interesse der mehrheit reden und auh verändern wollen.
es waren immer einfache menschen die an die macht gekomme sind. die heutigen politiker die angeblich erfahrung haben sind alle gescheitert, da sie ihre erfahrungen mit unbeweglichkeit und mutlosigkeit verwechseln. ich brauche keine erfahrung ich brauche einen an der spitze der etwas wagt , verändert und vor allem volkbedingt handelt.
all die heutigen anwälte, doktorate, studierte die da in der politik sind, haben leider nur noch akademisch regiert und nicht mehr gesehen das es dem volke schlechter geht und sogar ignoriert und gegen ihrem willen politik gemacht wurde.
also besser einen komiker vom beruf auf als die komiker die jetzt an der macht sind.

10:19 von NeutraleWelt

Wo wählen denn z.B. die ganzen Italiener oder Griechen in Deutschland?
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In der Botschaft und Konsulaten

Aber der Westen ...

... hat doch Poroschenko auf dem Maidan eingesetzt.

Da kann sich doch ein "Komiker" nicht erlauben, gegen den Wunschpartner des Westens am Ende noch zu gewinnen?

10:29 von davidw.

Das lag doch nicht an Kiew, sondern an den Russland verbündeten in der Ostukraine!
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Es lag an denen die 2014 die ukrainische Armee in den Osten geschickt haben um die eigene Bevölkerung zu unterdrücken.

Im Ausland wählen

Zitat: "Hä?
Ist das die Schuld von "Kiew"?
Richten wir in D für alle Wahlen auf der Welt Wahllokale ein?"

Ja, die wahlberechtigten Deutschen wählen im Ausland in den deutschen Auslandsvertretungen. Dies ist die übliche Praxis, auch die US-Amerikaner, die Russen, und die von Ihnen erwähnten Auslandstürken dürfen es auch. Die in Rußland lebenden Ukrainer dürften diesmal nicht in ihrer Botschaft und in den ukrainischen Konsulaten wählen, die Ukraine hat diesen eigenen Staatsbürgern diese Möglichkeit nicht gegeben.

Interessanter ist die Frage, ob auch die in der EU lebenden Ukrainer nicht wählen dürften?

@ Deeskalator

"Ich wünschte wir hätte in Deutschland mal einen Kanzlerkandidaten, der Unabhängig und nicht extrem ist (weder links noch rechts), aber so einer würde von den Etablierten sofort demontiert."

Der Satz macht jetzt aber keinen Sinn. Mal abgesehen davon, dass wir in D noch nie einen rechts- oder linksextremen Kanzlerkandidaten hatten, würden die Etablierten (wer immer das sein soll) einen nicht extremen Kandidaten nicht demontieten, weil sie selbst nicht extrem sind - sonst wären sie ja nicht etabliert.

Applaus

Was soll´s, ein weiterer Komiker an der Regierung eines Landes. Vielleicht gibt´s bei dem mal was zu lachen. Im Westen ist uns das Lachen schon lange vergangen!

Behinderung der OSZE. Behinderung der freien Meinungsäußerung.

@09:33 von Autograf
OSZE-Beobachter wurden diesmal in noch größerem Umfang von der Wahlbeobachtung ausgeschlossen.

Schon vorher hat die OSZE mehrfach die Einhaltung der Pressefreiheit angemahnt.

2015 erklärte das ukrainische Parlament die paramilitärischen Einheiten "Ukrainische Aufstandsarmee" sowie die "Organisation Ukrainischer Nationalisten" zu "Freiheitskämpfern". Beide existierten zwischen 1942 und 1956.
Die beiden Einheiten waren auch an der Ermordung hunderttausender Juden und zwischen 70.000 und 100.000 Polen beteiligt oder hierfür verantwortlich.
Äußerungen "öffentlicher Verachtung" für die beiden genannten Einheiten wurden zu Straftaten erklärt.

Seit 2016 untersagt ein Gesetz den Import "anti-ukrainischer" Literatur etc.

Und nicht zu vergessen: Alle 3 Kandidaten sind entweder Oligarchen oder einem verpflichtet (der "Clown").

Eine freie Wahl erfordert Chancengleichheit und Freiheit von Repression.

Vielleicht hat Selenskijj die Fähigkeiten

den Konflikt mit dem Donbass zu beenden und das Verhältnis zur Ostukraine und zu Russland zu normalisieren und die Ukrainer untereinander zu befrieden. Poroschenko hat das nicht und auch nicht den Willen- der braucht die Konflikte. Und ein Glück, dass die ewige Wiedergängerin Timoschenko aus dem Rennen ist mit ihren kruden Vorstellungen von Atomraketen gegen Donezk und den Roten Platz.

Was ich nicht nachvollziehen kann

ist, dass Frau Ruck Selenskijj direkt wieder in die Schublade "Populist" einsortiert. Er mag ein weitgehend unbeschriebenes Blatt sein, aber im Vergleich zu Poroschenko oder Timoschenko ist das vorteilhaft. Von denen ist nichts Gutes zu erwarten.
Oder ist jetzt Jeder, der nicht nach der Pfeife der Transatlantiker tanzt und Konflikte mit Russland fördert ein "Populist"?

Den Helder

Das Wirtschaftswachstum ist seit Poroschenko, dessen Einkommen seit Amtsübernahme weiter gestiegen ist (zigfacher Millionär) gesunken, die Milliarden Dollar und Euro werden sebstverständlich auf Wunsch von USAEU gesendet..... Warum wohl? DieUkrainer haben zu spät durchschaut, was der "Wertewesten" mit ihnen vorhat.

Deeskalator

"Die Tagesschau bezeichnet den Mann als Populisten ohne Erfahrung."
Typisch, was anderes kennt man von ihr nicht. Und "Populismus" zieht immer - erst recht heute. Man ist gleich ein Nazi, sofern man Kritik äußert.
Und was war denn mit dem Schauspieler Reagan, der US-Präsident? - (An alle, die sich über "Komiker" aufregen!)

Erstaunlich

Erstaunlich, dass es wo es um die Wahl in der Ukraine geht, plötzlich bestimmte Kommentatoren auftauchen, die entweder noch nie hier gepostet haben, oder halt nur wenn es um Themen geht die (vermeintlich) mit Russland zu tun haben. Auch dieser Zufall, dass diese ziemlich genau den Tenor der russischen Printmedien, auch die die nur auf Russisch publizieren, bzw. RT übernehmen. Außerdem zeigen Sie uns, wie Framing funktioniert, und zwar jemanden als Wahlsieger zu erklären, obwohl noch eine Stichwahl vor uns liegt. Was brauch ich schon eine eigene Meinung, wenn Sie mir jemand quasi in den Mund legt...

Geht das schon wieder los?

@INA Ruck „Was Selenskijs Wahl bedeuten würde“
Warum schreiben Sie Kommentare ohne sie als Kommentar zu kennzeichnen? Ihr Beitrag ist so tendenziös, dass ich mich an die Berichterstattung zur Maidan Kriese zurückversetzt fühle. Zuerst die Populismus –Keule ohne zu reflektieren das ein „Wir schaffen das“ oder Ausstieg aus der Atomkraft ebenso populistisch ist. Sie werfen ihm Unerfahrenheit als Schauspieler vor. Haben Sie das bei Reagan, Schwarzenegger oder Václav Havel auch kritisiert? Die einen werden mit einem Taxischein Außenminister oder ohne abgeschlossene Berufsausbildung Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und bei einem ausgebildeten Juristen der das Studium abgeschlossen hat, wird an der Kompetenz gezweifelt. Er hat zumindest einen Abschluss erreicht. Vielleicht ist es ja sogar von Vorteil für die Korruptionsbekämpfung wenn er noch keinen Kontakt zu innerparteilichen Seilschaften hat.

@patzie

"Weil die Kandidaten pro westlich sind,da spielt so etwas keine Rolle."

D.h. alle die in Deutschland vorhaben eine andere Partei als SPD,CDU/CSU, Grüne oder FDP zu wählen, werden also auch von der Wahl ausgeschlossen.

Sie sind ein Genie!

@Juergen - Das Problem ist die Korruption!

10:15 von Juergen:
"Ich hoffe mal, dass dieser Komiker [...] versucht wieder eine Balance zu schaffen zwischen den Interessen der Menschen, die mehr nach Westen orientiert sind und den Menschen, die mehr nach Russland orientiert sind."

Die Ursache der aktuellen Probleme ist nicht die Vielfalt der politischen Meinungen, sondern die Einfältigkeit der Politik Poroschenkos.

Die Ukrainer wollen nicht pro-westlich oder pro-russisch sein. Sie wollen die Korruption loswerden!

Zweitmeiste Stimmen

@ Orfee:
Die Menschen haben sehr unter der Regierung von Poroschenko gelitten. Es wurde auch Zeit, dass er zurück tritt.

Ich bin auch für Selenskij. Es ist allerdings offenbar der Wille des Volkes, dass Poroschenko in die Stichwahl kommt. Warum sollte er vorher zurücktreten? Es geht ja nicht nach Ihrem Willen.

13:48 deutlich

"Vielleicht hat Selenskijj die Fähigkeit....."

aber hallo dann wären die 5 Milliarden ja wirklich für die Katz gewesen oder was glauben sie wofür die Investiert wurden. Der Ist-Zustand der Ukraine ist genau da wo man hin wollte.

@ collie4711

Der Maidan war kein Glück für die Ukrainer.

Es war jedenfalls die Befreiung von einer korrupten Führungs-Clique.

Putins Kandidaten

... kamen im ersten Wahlgang nur unter "ferner liefen". Wichtig für die ukrainische Demokratie ist auf jeden Fall, dass die Wahl fair war. Das Volk wollte die pro-russischen Kandidaten einfach nicht.

Selenskij sollte damit durch sein

Wenn es mit rechten Dingen zugeht, sollte Selenskij in der Stichwahl deutlich gewinnen.

Die Stimmen für Boiko und Wilkul (zusammen 15%) sollten fast alle an Selenskij gehen - nicht weil das seine überzeugten Fans sind, sondern weil das entschiedene Gegner des nationalistischen Kriegskurses von Poroschenko sind, mehrheitlich Ostukrainer. Dann läge Selenskij schon bei 45%.

Poroschenko wird sicher die Stimmen kriegen, die im ersten Wahlgang den Extremisten Ljaschko gewählt haben (ca. 7%) +evtl. eine Mehrheit der Stimmen
für Grizenko. Wohin die Stimmen für die Kandidaten mit geringen Prozentanteilen gehen, ist ungewiss, wahrscheinlich keine klare Tendenz.

Bleiben die Timoschenko-Stimmen. Die werden sich verteilen. Falls es stimmt, dass sie vor allem in kleineren Städten und auf dem Land und vielfach auch im russischsprachigen Teil der Ukraine gewählt wurde, dann kann man davon ausgehen, dass Poroschenko keine oder zumindest keine deutliche Mehrheit bei den Timoschenko-Wählern kriegt.

@ name0815

... dass ich mich an die Berichterstattung zur Maidan Kriese zurückversetzt fühle.

Die Berichterstattung zum Maidan war in Deutschland jedenfalls neutral, detailliert und sachlich. Ich erinnere an eine tolle Dokumentation über die Maidan-Revolution auf Arte oder die vielen Berichte in der ARD.

@cor ruptly ru 14.55

ich wusste nicht, dass Putin in der Ukraine auch Kandidaten aufstellen darf. Man sagt ja auch nicht über Poroschenko oder Timoschenko sie wären Frau Nulands Kandidaten? Und dass bei 39 Kandidaten und Ausschluss der Wähler im Donbas pro-russische Kandidaten nicht ganz vorne dabei sind, war ja eigentlich klar.

@Viktor Lustig - Es gibt keinen Wahlsieger?

14:30 von Viktor Lustig:
"Erstaunlich, dass es wo es um die Wahl in der Ukraine geht, plötzlich bestimmte Kommentatoren auftauchen, die entweder noch nie hier gepostet haben, oder halt nur wenn es um Themen geht die (vermeintlich) mit Russland zu tun haben."
> Wenn Sie eine andere Meinung nicht nachvollziehen können, dann suchen Sie doch die Diskussion, statt diese zu diffamieren. (Die Lösung des Rätsels könnte auch selektive Wahrnehmung lauten.)

"Außerdem zeigen Sie uns, wie Framing funktioniert, und zwar jemanden als Wahlsieger zu erklären, obwohl noch eine Stichwahl vor uns liegt."
> Wen würden Sie denn als Sieger dieser ersten Wahl bezeichnen? Und welche Chancen räumen Sie Poroschenko ein, die sich abzeichnende Stichwahl zu gewinnen?

@ cor ruptly ru

Zitat: "Der Maidan war kein Glück für die Ukrainer. - Es war jedenfalls die Befreiung von einer korrupten Führungs-Clique."

Eine Clique sind sie losgeworden, eine andere und schlimmere haben sie dafür gekriegt.

Auf dem Maidan waren gewiss viele, die ehrlich eine demokratische und zivile Ukraine ohne Korruption und Amtsmissbrauch wollten.

Leider haben aber viele von denen sich dann aufhetzen lassen gegen den vermeintlichen Feind im Osten.

2014 hat eine Clique von Oligarchen die andere von der Macht verdrängt, und der Maidan half ihnen dabei. Sobald die neuen Herren aber erst mal im Sattel saßen, wollten sie natürlich keinen Maidan und keinen Aufruhr mehr.

Um die zornigen jungen Männer auf den Straßen in Kiew loszuwerden, hat man sie in die Schützengräben nach Osten geschickt.

@cor upptly ru

Fair? Diese Wahl und zuvor? Lachhaft. Die zuvor staerksten Parteien(u.a Kommunisten mit ueber 20%) sind im warsten Sinn des Wortes zerschlagen worden. Wie kann da eine Wahl fair sein? Laecherlich.

@ cor ruptly ru

hui!
So einfach ist die Welt.
Leider nicht die Ukraine.

Es ist so, dass sollte jemand so - mutig- sein, zu verkünden, er steht für eine Zusammenarbeit mit Russland - im Knast landet.

Wenn Sie bejubeln, dass solche Kandidaten keine Stimmen bekamen, dann ist das so, als bejuble man die Niederlage der deutschen Fussballer im WM Finale, an dem sie gar nicht teilnahmen.

Übrigens: sollten Sie vielleicht einmal beachten, dass "pro-russisch" teilweise spassig klingt.

Es gibt nämlich eine Menge Menschen in der Ukraine - die sind Ukrainer (Nationalität) - aber eben ethnische Russen.

Solche Leute wollen weder auf die eine noch auf die andere Seite gezerrt werden - die wollen, dass beide Seiten miteinander klar kommen. Und die Ukraine in der Mitte - zwischen EU und Russland - und nicht länger zwischen den Stühlen und damit mitten im Chaos.

Aber auch das kann man nicht politisch vertreten. Bereits das ist in der Ukraine Verrat. Heißt:

Echte Opposition = Verrat.
Kein Grund zu jubeln

14:52 cor ruptly ru

"Es war jedenfals die Befreiung von einer korrupten Führungs-Clique."

Dieser Beitrag kann nicht ihr ernst sein.
Oder er ist Satire?

Frieden für Ukraine und Rußland

Die Ukraine ist hoch verschuldet, was den Spielraum eines jeden Präsidenten stark einengt, und er die Forderrungen seiner Gläubiger erfüllen muß.
Auch Selensky ist ein Kandidat der Werteapostel, trotzdem kann Mann Frau ihm eine Politik des Friedens mit allen Nachbarn wünschen.

Donbass

Immer wieder wird behauptet, der Donbass wäre von der Wahl ausgeschlossen. War er nicht. Nur die von den Rebellen kontrollierte Gebiete (wo die besagten Rebellen es eher nicht erlaubt hätten, eine Wahl durchzuführen). Wir ihr auf der Karte seht, wurde in beiden Regionen gewählt (Bojko gewann). Nur eben ausschließlich auf dem Gebiet, das die Ukraine unter Kontrolle hat. Auf dem restlichenn Gebiet konnte es nicht gewählt werden, genau wie auf der Krim...

@ deutlich

ich wusste nicht, dass Putin in der Ukraine auch Kandidaten aufstellen darf.

Sorry, da habe ich mich etwas oberflächlich ausgedrückt. Gemeint sind Kandidaten, die auf der Seite Putins stehen, was natürlich grundsätzlich in Ordnung ist. Aber sie haben bei der Wahl nicht viele Stimmen bekommen.

@ tisiphone

Es ist so, dass sollte jemand so - mutig- sein, zu verkünden, er steht für eine Zusammenarbeit mit Russland - im Knast landet.

Ich selbst stehe für eine friedliche Zusammenarbeit der Ukraine mit Russland. Ich habe Verwandte in beiden Ländern. Da ist noch niemand verhaftet worden. Ich auch nicht, ich war letzten Herbst in Kiew.

Die Zusammenarbeit der Länder kann ich mir so richtig aber nur ohne Poroschenko und ohne Putin vorstellen. Ich mag beide Machthaber nicht.

@ tisiphone

Es gibt nämlich eine Menge Menschen in der Ukraine - die sind Ukrainer (Nationalität) - aber eben ethnische Russen.

Als gebürtiger Russe muss ich einwenden, dass Russisch keine Ethnie ist.

Interessante Reihenfolge

Ein Komiker will Politiker werden. Das ein Politiker sich zum Komiker entwickelt ist häufig zu beobachten. Jeder, aber wirklich jeder ist besser als der korrupte Poroschenko.
Ich wünsche dem Ukrainischen Volk eine Entwicklung zu Frieden und Wohlstand. Dabei ist es nicht schlecht, wenn man manchmal etwas zu lachen hat.

der guatemaltekische praesident,

jimmy morales, war vor seiner politischen berufung clown.
herr maduro/venezuela, froente vor seiner introhnisierung dem professionellen busfahren.
mal sehen, was dieser liebe clown mit der ukraine macht.

alle drei haben etwas gemeinsam. sie haben vor amtsantritt keine politische erfahrung.

ich wuensche herrn selenskij, wenn er tatsaechlich gewaehlt werden sollte, das beste.

Ukraine - Wahl

Es ist erstaunlich wie immer und immer wieder darauf hingewiesen wird, dass Herr Selenskij Komiker ist. Dass er auch Jurist ist wird eher als Nebensache abgetan. Warum soll ein Jurist sein Geld nicht auch als Komiker und anders verdienen? Macht ihn dies zum Tölpel, Ignoranten der unfähig ist? Unsere Politiker, viele haben nie in der freien Wirtschaft ihr Brot verdient, glänzen auch nicht durch Sachverstand. Auch Minister kann man ohne jegliche fachliche Qualifikation problemlos werden. Beispiele erspare ich mir. Aber: Unsere Seite, die gute!, weiß. dass man auf Herrn Poroschenko, ob korrupt oder nicht, bauen kann. Also wird er mit Milliarden 'Hilfen' alimentiert/ subventioniert. Werden diese Gelder je zurück gezahlt?
Fragt sich
Karlpeter Ahrens
Kapitän i.R.

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