Ihre Meinung zu: Brexit-Chaos: Deutsche Wirtschaft macht sich Sorgen

30. März 2019 - 8:07 Uhr

Vertreter der deutschen Wirtschaft sehen das Brexit-Chaos als Gefahr für heimische Betriebe. Ein Austritt ohne Abkommen dürfte auch in Deutschland Jobs kosten, warnt der BDI. Die Metall-Arbeitgeber gehen noch weiter.

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Kommentare

>>Noch könne man zwar nicht

>>Noch könne man zwar nicht sagen, ob Deutschland tatsächlich in die Rezession abrutsche, "dennoch ist klar, dass unsere Branche derzeit stark rezessionsgefährdet ist".<<

… und da ist es schon mal gut, wenn man einen Schuldigen gefunden hat: Der Brexit war‘s!

Nicht nur die deutsche

Nicht nur die deutsche Wirtschaft macht sich Sorgen... Es ist völlig unverständlich, wie die Brexit-Befürworter jegliche Vernunft vermissen lassen: das Referendum, das Cameron ohne Not, ohne Vorbereitung und ohne Sinn angesetzt hatte, um politisch den eigenen Kopf zu retten, das dann von Polit-Desperados wie Johnson, Farage und co mit falschen Zahlen und Lügenszenarien verbogen wurde (wie sie selbst wenige Tage nach dem Referendum zugaben), das dann eher ein 50:50-Ergebnis als ein klares Votum erbrachte (ja, liebe Brexist*innen, formal war es korrekt - das war's dann aber schon) und das nun die britische Gesellschaft spaltet, den demokratischen Parlamentarismus beschädigt und GB auf mehreren Ebenen isoliert - dieses Referendum kann man nicht stur und ohne Verstand mit "Brexit means Brexit" durchprügeln wollen: Steigt ab von dem toten Pferd.
Und niemand will mit einem Auto, das keinem TÜV standhält und ein riesiges Loch im Tank hat, bis Palermo fahren...

Ein Austritt dürfte Jobs kosten

"Ein Austritt dürfte Jobs kosten"
In diesem Zusammenhang dürfte der Fachkräftemangel Schnee von gestern sein.

Deutsche Wirtschaft macht sich ...

Nicht Sorgen machen, sondern Vorsorge betreiben sollte die Devise heißen - und überhaupt, geht es nur der "deutschen" Wirtschaft so, würde von einem Brexit nur Deutschland als fetteste Exportnation in Mitleidenschaft gezogen?
Wir sollten uns über wirkliches Sorgen, z. B. über das Hirn entleerte und verantwortungslose Geschwätz der Euro-(EU) Fremdler hierzulande, über die Zukunft in wieder aufflammenden Fischereistreitigkeiten mit der Insel über tatsächliche Armutsprobleme, wenn sich die Konflikte verschärfen. Man sollte mal, statt um ein paar Mark oder Euronen zu jammern in die Geschichte schauen, als Deutschland wohlfeiler Austragungsort innereuropäischer Konflikte war und sich darüber nen Kopf machen, wie man einen Rückfall in die Barbarei verhindert.

Brexit:Deutsche Wirtschaft macht sich Sorgen........

Und das findet seinen Gleichklang auch bei deutschen Medien und Politikern:Die Hauptprofiteure der Europäischen Union machen sich Sorgen um ihre Exportüberschüsse.

Aber wenn der Austritt hier Jobs kostet,werden dann nicht anderswo neue Jobs entstehen ?

Wieso wird derart einseitig berichtet?

Seit Jahren liest man praktisch ausschließlich negative Meldungen rund um den Brexit. Die meisten betreffen die Briten und führen in aller Breite aus, was alles für sie schlechter werden wird.
Nun kommen auch immer mehr Meldungen, so wie diese, die negative Folgen für die deutsche Wirtschaft darstellen. Das mag auch alles so sein. Aber auch wenn die negativen Seiten überwiegen... es ist doch absolut naiv zu glauben, dass es ausschließlich Verlierer geben wird. Nein, natürlich wird es auch Gewinner des Brexit geben. Es wird z.B. auch Firmen oder Branchen geben, die wirtschaftlich davon profitieren. Wieso wird dies komplett ausgeblendet und ignoriert?
Das ist nicht das, was ich unter einer ausgewogenen Berichterstattung verstehe. Offenbar wird hier der Fokus ganz klar auf die offizielle politische Linie "Brexit ist schlecht. Punkt. Aus. Ende." gelegt und die Berichterstattung in Gänze darauf ausgerichtet.
Sollte seriöser Journalismus nicht differenziert alle Facetten betrachten?

Das es der Automobilbranche

nicht soo gut geht liegt genau an 2 Dingen:
1)
Zu langes Festhalten am Verbrennungsmotor und ein völliges Ignorieren der Informationstechnologie sowie ein nun fast 20 Jahre anhaltendes rumgeeiere bei der Batterietechnik
2) Konsequentes rückwärtsgerichtetes Handeln der Gewerkschaften und eine Blockadepolitik bzgl. Inovationen, hochmotivierten Neueinsteigern und fehlende Weitsichtigkeit bei allen technologischen Themengebieten.

Die Folgen werden die Beschäftigten austragen müssen, und mit dem Brexit hat man ja jetzt einen Schuldigen gefunden ohne das eigene Handeln in der Vergangenheit reflektieren zu müssen.

Komische Aussage

die ganze Zeit war doch nur GB betroffen, denen es dann ganz schlecht geht.
Und den Vertrag zu unterschreiben und in der Zollunion zu bleiben ist keine Alternative, weil GB dann nichts eigenes abschließen kann.
Und die Arbeitnehmer Freizügigkeit besteht dann auch weiter, und das ist eins der Gründe für den Austritt gewesen.
Deutschland hätte sich mehr um einen guten Deal für GB kümmern müssen, zahlt ja auch am meisten in die EU ein.
2 Jahr Jahre unsinnige verhandelt, und Morgen ist letzte letzte, dann sind es wieder nur 12 Tage.

Achselzuck....

....es waere an der deutschen Wirtschaft gewesen, ihre Brüsseler Handpuppen dazu zu bringen, eilig ein Freihandelsabkommen mit GB zurechtzuzimmern.

Haette man das, wuerden die Handelsstroeme nicht uebermaessig behindert.

Bei der Entscheidung fuer den Brexit ging es im wesentlichen darum, nicht mehr an der EU Personenfreizügigkeit teilhaben zu muessen.

Wenn nun durch störrisches Verhalten auch der EU Wertschoepfungsketten unterbrochen werden, muss man schon den Schneid haben, sich dafuer auch an die eigene Nase zu fassen.

von wenigfahrer, 8:49

„…und Morgen ist letzte letzte, dann sind es wieder nur 12 Tage.“

Das glauben Sie wirklich?

@vweh

Laesst Mann die Klimaproblematik aussen vor (die D kaum beeinflussen kann), so spricht nicht allzu viel gegen den Verbrennungsmotor.

Autos mit Verbrennungsmotor haben Reichweiten, die Akku - Autos bis auf weiteres nicht schaffen.

Sie koennen in wenigen Minuten vollgetankt werden.
Das geht bei Akkus nicht - denn schnellladen geht auf die Lebensdauer vieler Akkus.

Die Krise der deutschen Autobranche liegt viel eher an dem stagnierenden Lohnniveau des Heimatmarktes.
Normalverdiener koennen sich Neuwagen kaum noch leisten.

Sowie an von einer wild gewordenen Politik mit vollem Vorsatz verschlechterten Rahmenbedingungen.

Brexit

Hätte man sich mehr um die Sorgen der Bürger gekümmert: Bildung, Verkehr, Jobs, etc pp, statt gebetsmühlenartig die Sorgen der Wirtschaft zu thematisieren und zu wiederholen, dann wäre es möglicherweise gar nicht erst zum Brexit gekommen.

Und noch ein mal...

Tarifverhandlungen in der Metallbranche stehen an, noch Fragen!?

Widersprüchliche Begründungen

Ja, was denn nun ? Einerseits warnt die "deutsche Wirtschaft" permanent davor, dass irgendwelche Jobs verloren zu gehen drohen, und andererseits warnt sie fortlaufend davor, dass eben diese Jobs wegen der angeblich fehlenden Fachkräfte nicht zu besetzen seien.

Die "Forderungen" der "deutschen Wirtschaft" stimmen in vielen Fällen nicht mit der Mehrheitsmeinung der deutschen Bevölkerung überein. Diese Einzelpersonen, die sich selbst als "Vertreter" der deutschen Wirtschaft bezeichnen, sind in keiner Weise demokratisch legitimiert. Trotzdem dürfen sie Einfluss auf die Politik nehmen und ihre "Forderungen" werden in den öffentlichen Medien gross und breit dargestellt. Warum ? Nur weil sie Geld haben ?

@08:45 Safrane

Sie können ja statt zu lamentieren einfach mal Profiteure des (geplanten aber völlig unklaren) Brexit nennen: Börsenspekulanten, die auf den richtigen Verfall zocken? Zollbeamte? Nationalisten? Populisten? Gegner der irischen Friedensperiode? Die Niederlande, weil dorthin (schon jetzt) viele Firmen ihren Sitz verlegt haben? Das Immobilienunternehmen FirethornTrust, hinter dem zwei amerikanische Milliardärsfamilien stehen? Sie haben wohl recht, es gibt Profiteure eines Brexit, sei er hart und ungeregelt (hat keine Mehrheit), weich und geordnet (hat keine Mehrheit) oder verschoben, um die Rahmenbedingungen noch einmal neu zu verhandeln (hat keine Mehrheit). Aber bloß nicht das Volk neu fragen: da könnte ja eine Mehrheit für REMAIN rauskommen; davon würden zu viele Brit*innen profitieren...

08:35 von Rumpelstielz

und die EU ist der "wahre" Grund gewesen, dass wir Europäer uns nicht mehr zerfleischen
könnte es nicht ebenso eine andere Sicht der Dinge sein, ein total anderes Weltbild das wir heute haben ?
wobei - wenn man den immer aggressiver werdenden Ton hier beobachtet, der den Briten entgegen schlägt, der Nährboden wird gelegt

@Karl d.Gr.

Bitte erläutern Sie mir Ihre Aussage etwas genauer: „In diesem Zusammenhang dürfte der Fachkräftemangel Schnee von gestern sein.“ Ich halte diese für sehr pauschal: Natürlich wird die stahlberarbeitende Industrie und auch Volkswagen & Co. in unserem Land akut nicht vom Fachkräftemangel betroffen sein. Allerdings gibt es viele andere Branchen, für die ich mittelfristig keine Verbesserung der Lage erkennen kann! Aber vielleicht können Sie erklären, wie Arbeiter z.B. eines Walzwerkes von heute auf morgen zu IT-Spezialisten, Softwareentwicklern oder Pflegefachkräften umgeschult werden können? Es heißt ja nicht umsonst „Fachkräftemangel“ statt „Arbeiterdervonallemeinbisschenahnunghatmangel„.

Zu den Aussagen einiger anderer Foristen hier: Die einseitige Berichterstattung könnte auch damit zu tun haben, dass die Nachteile eines Brexit (vor allem eines ungeordneten) potentiell deutlich überwiegen. Zudem halte ich die Kommentare an dieser Stelle für extrem einseitig!

@vweh

„2) Konsequentes rückwärtsgerichtetes Handeln der Gewerkschaften und eine Blockadepolitik bzgl. Inovationen, hochmotivierten Neueinsteigern und fehlende Weitsichtigkeit bei allen technologischen Themengebieten.“

Hauptaufgabe der Gewerkschaften ist das vermeiden von Lohnkonkurrenz. Dies versucht sie durch (Flächen-)Tarifverträge.
Auf betriebswirtschaftliche Entscheidungen hat sie keinen/kaum Einfluss. Sie hegen wohl Groll gegenüber dem BR, das ist zum einen nicht das Gleiche und zum anderen sind auch dessen Möglichkeiten stark begrenzt.
Oder glauben Sie wirklich, die Entscheidung beim Diesel zu manipulieren stammt vom BR/der Gewerkschaft?
Welche Innovationen sollen Gewerkschaften denn verhindert haben?
Oder zählen für sie Entlassungen schon zu Innovationen?

Unsere Automobilindustrie hat ein Problem, weil sie bis vor kurzem, bzw. immernoch glaubt, dass SUV Dickschiffe mit hunderten PS in Metropolen/Innenstädten die Mobilität der Zukunft sind.

Den Brexit wird es nie geben.

Den Brexit wird es nie geben. Das Trauerspiel wird die EU nie beenden und auch die Abstimmung Nr. 537 im britischen Parlament im Sommer 2025 über den Vertrag wird ohne Ergebnis sein. Daher alle wieder Ruhepuls. Alles wird bleiben, wie es ist. GB ist zu dumm für den Brexit und die EU zu fest entschlossen, GB die Liebe zur EU noch beibiegen zu können

Brexit hin oder her

Die Geschäfte der Londoner Finanzindustrie werden weiterhin zur vollsten Zufriedenheit der Banker laufen.
Alles andere ist nebensächlich.

Mich würde interessieren, wieviel Kosten

der Brexit verursacht. Allein die Umstellung der ERP Systeme kostet viel Geld, denn die neue Situation, Zoll, Ausfuhrpapiere u. s. w. muss in den Softwaresystemen implementiert werden. Hinzu kommen die logistischen Herausforderungen. Man sollte, im Falle eines harten Brexits knallharte Konsequenzen ziehen und den Handel mit GB herunterfahren. EU Unternehmen sollten die Insel verlassen, mit egoistischen Völkern sollte man nur die nötigsten Geschäfte machen. Ich ärgere mich über die Situation in GB. Die Hälfte der Briten will in der EU bleiben und die Hartliner haben die Befürworter nicht über die Probleme aufgeklärt. Einfach traurig!

@ Defender411

„mit egoistischen Völkern sollte man nur die nötigsten Geschäfte machen.“

Dann sollten sie mal durch ihre Wohnung / ihr Haus gehen und schauen, auf welchen Gegenständen „Made in China“ steht. Sie werden merken, ihr gut gemeinter Rat bekommt schon in ihren eigenen vier Wänden eine derbe Delle.

@Koyaga 9:25 Die

@Koyaga 9:25
Die Autoindustrie verkauft lieber teure (große) Autos denn damit läßt sich einfach mehr Geld verdienen.
Natürlich sitzt man in einem größeren Auto bequemer und kann schneller fahren als in einem Kleinwagen. Und wer denkt schon an die Luft- und Platzverschmutzung wenn es um die Bequemlichkeit geht....
Da lobe ich mir doch meinen Smart. Angeblich hat Daimler ja noch nie damit etwas verdient, deswegen soll er ja künftig aus China kommen. Wir schaffen uns wirklich selber ab.
Die armen Engländer gefangen zwischen Brexit und nicht. Die Banken werden ihr Geschäft machen, alles andere zählt eh nicht für unsere Politiker.
Es wird nie einen Brexit geben, wir sind einfach zu sehr miteinander verschmolzen.

EU gescheitert

Da hätten unsere EU-Vertreter die Chance gehabt ein ordentliches Freihandelsabkommen zu beschliessen, aber haben versagt! Große Worte mit Freihandel, aber Taten Fehlanzeige!! Die EU hat nur aus Angst vor potentiellen Nachahmern gehandelt. Schade! Perspektivlos. Und nun muss Deutschland im Export büsen und Europa nimmt Schaden.
(PS: Freihandel hat nichts mit Freizügigkeit zu tun - auch wenn die EU das nicht zu verstehen scheint. Komplett unabhängige Dinge.)

Und nun müssen die Briten sehr diskutieren und kompliziert Demokratie leben. Natürlich, logisch und selbstverständlich. können sie kein einfaches "Ja" zu diesem Deal finden. Ich wünsche den Briten nur gutes - Europa zu liebe. Vergebt bitte, dass die EU Vertreter zweifelhaft und angstgeleitet handeln.

08:45 von Safrane

Habe da einen sehr aufschlussreichen Artikel bei "Süddeutsche" gefunden: Stefan Cornelius - "Hochmut und Fall".
Den Artikel kann ich ihnen wärmstens empfehlen!!
Dieser Artikel erfüllt alle Anforderungen;
ausgewogen, neutral und sehr detailliert.

@MatthiasS

Freihandel und Freizuegigkeit haben natuerlich miteinander zu tuen.

Arbeitnehmerfreizuegigkeit ist effektiv der Freie Handel mit dem Handelsgut “Menschliche Arbeitskraft”.

Es ist die Vervollkommnung eines Konzepts, das zunaechst auf Guenter beschränkt war.

@defender411

Egoistische Völker
Soso.
Auch die USA und China betreiben “egoistische” Wirtschaftspolitik.
Beide Laender praktizieren protektionismus.
Ebenso Indien.
Es bleibt nicht mehr viel übrig, wenn man nix mit “Egoisten” zu tuen haben will.
Ist das ihr Traum ?
Dann ist er unrealistisch.

re martin50

"Die "Forderungen" der "deutschen Wirtschaft" stimmen in vielen Fällen nicht mit der Mehrheitsmeinung der deutschen Bevölkerung überein."

Berufs- und Interessenverbände sind dazu da, sich für die spezifischen Interessen ihrer Mitglieder einzusetzen.

Wie kommen Sie auf die absurde Idee, die sollten sich an der "Mehrheitsmeinung der deutschen Bevölkerung" orientieren?

Wann hat die "Industrie"

mal NICHT den Teufel an die Wand gemalt?
Das ewige Gejammert dieser Leute hat sich meistens als Luftnummer entpuppt.
Wie immer der Brexit auch aussehen mag,
Europa und seine Industrien werden daran garantiert nicht zugrunde gehen.
Wenn die "Industrie" bis heute keine substanziellen Szenarien für die Zeit nach dem Brexit in der Schublade hat, dann hilft auch jammern nicht.
Die Manager der Industriebetriebe hatten
2 Jahre Zeit um sich auf alle nur möglichen Brexit Varianten einzustellen.
Auch die mittelständischen Betriebe haben
einfach nur abgewartet, statt sich gemeinsam vorzubereiten.

Dann gibt es halt mal keine Dividende für Anteilseigner

Das Geld muss dann eben in den Erhalt der europ. Arbeitsplätze fließen bzw. direkt in die Löhne und Gehälter der AN - wie steht es nochmals im Grundgesetz: "Eigentum verpflichtet"

Die Zeche können ja die britischen Arbeitnehmer bezahlen - die wollten (und wollen teilweise ja immer noch) mehrheitlich 'raus aus der EU, rufen nach Souveränität.... naja, wer eigenständig ist, muss halt alles auch selbst bezahlen....

08:45 von Safrane

Hallo Safrane, bitte meine Korrektur beachten.
Der Artikel ist bei "Süddeutsche* und nicht
bei n-tv erschienen.

@ Safrane um 08:45 - Gewinner des Brexit

"Nein, natürlich wird es auch Gewinner des Brexit geben. Es wird z.B. auch Firmen oder Branchen geben, die wirtschaftlich davon profitieren. Wieso wird dies komplett ausgeblendet und ignoriert?"

Na, dann zählen Sie doch mal auf, wenn dies so offensichtlich ist....

@Autochon - Freihandel

Dann müsste dies bei allen (!) anderen Freihandelsabkommen auch der Fall sein. Ist es aber nicht. Merken Sie die unlogisch gezwungene Verknüpfung der EU? Dies hat viele Verhandlungen leider komplett gelähmt - unnötigerweise...

@08:34 von andererseits

Erstaunlich ist aber schon, daß das britische Parlament alle Vorschläge vom ausgehandelten Deal über Ausstieg ohne Deal oder Ausstieg vom Ausstieg bis zu einem neuen Referendum abgelehnt hat. Ich fürchte, ein neues Referendum würde die gleiche Uneinigkeit in der gesamten Bevölkerung zeigen.

Aus terminlichen Gründen wird der Spuk aber wohl voraussichtlich in zwei Wochen zu Ende sein. Nicht unbedingt so, wie man es in Großbritannien möchte - aber eigentlich weiß man dort ja gar nicht, was man eigentlich möchte.

re matthiass

"Da hätten unsere EU-Vertreter die Chance gehabt ein ordentliches Freihandelsabkommen zu beschliessen, aber haben versagt! Große Worte mit Freihandel, aber Taten Fehlanzeige!!"

Völliger Quatsch.

Ein Freihandelsabkommen gehört in das Kapitel 'Künftige Beziehungen zwischen GB und EU'. Dazu muss erstmal der Austritt vollzogen sein.

Wozu war denn wohl im Austrittsabkommen eine übergangsperiode bis Ende 2020 vorgesehen? Damit in dieser Zeit so ein Abkommen verhandelt werden kann.

Das mit der Rezessionsgefahr sehe ich so nicht

Also dass hier zum Punkt Rezessionsgefahr:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/brexit-wirtschaft-109.html

Besorgt äußerten sich auch die Metall-Arbeitgeber. Sie sehen für ihren Wirtschaftszweig die Gefahr einer Rezession. Der anstehende Brexit aber auch die Zoll-Politik von US-Präsident Donald Trump setzten der deutschen Exportwirtschaft zu, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Rainer Dulger, der "Augsburger Allgemeinen".

sehe ich so nicht. Denn mit den Zöllen wird so wohl nicht kommen. Wenn, dann gibt es Klage bei er WTO gegen die USA, dann liegt das mit dem Brexit nicht in eurer Hand sondern da muessen sich die Engländer mal nen Kopf machen und zur Vernunft kommen und zur Einsicht dass der Brexit Mist ist und England mindestens noch viel schwerer schadet!

Weiterhin sieht es an der Börse gut aus. Derzeit läuft mal wieder eine schöne stabile Hausse bei der auch ich schon abgesahnt habe. Erst diese Woche wieder mit insgesamt 31 Riesen.

Wie schön,

schuld sind die anderen und die Konsequenzen tragen die ganz anderen. Die schöne heile Welt des Hr. Kempf.

@13:34 von Defender411

Allein die Umstellung der ERP Systeme kostet viel Geld, denn die neue Situation, Zoll, Ausfuhrpapiere u. s. w. muss in den Softwaresystemen implementiert werden.

Auch heute schon wird Handel mit Drittländern getrieben. Insofern wird ein Verschieben Großbritanniens in die Gruppe "Drittländer" alles notwendige richten. Neu Programmieren muß man da nichts. Nur das Handling der Produkte, abseits der Software, wird komplizierter.

Das würde sich allerdings ändern, wenn mit Großbritannien ein eigenständiger Handelsvertrag abgeschlossen würde, und spezielle Regelungen in Kraft träten.

@Pfluger

"Europa und seine Industrien werden daran garantiert nicht zugrunde gehen"

Damit könnten sie vermutlich recht haben. -- Doch zwischen "zugrundegehen" und einem Arbeitsplatzabbau im 5 stelligen Bereich auf beiden Seiten, oder einer Rezession und einem geringerem Wachstum besteht schon ein grösserer Unterschied!
Wenn eine langjährige Ehe ungeregelt scheitert werden sehr wahrscheinlich beide Parteien zunächst erhebliche Nachteile in Kauf nehmen müssen.
Das fängt schon mit getrennten Wohnungen, und neuen Grenz- Zoll- Warenkontrollen an.
Alle Handelsvertäge von gestern wären von heute auf morgen perdue.

Schwarzmalerei

Die Folgen des Brexit werden von bestimmter Seite bewusst düster dargestellt. Das ist nichts anderes als Meinungs-Lobbyismus. Vor der Wahl von Trump wurde zB ein „Fall der Kurse“ an der Börse vorhergesagt. Das Gegenteil ist eingetreten. Und selbst wenn, fallende Kurse sind ein Indiz für fallende Unternehmensgewinne. Das muss für Arbeitnehmer nicht unbedingt eine schlechte Nachricht sein, da ein Großteil der reinvestierten Gewinne in Rationalisierung und Produktionsverlagerung fliesst. Höhere Löhne werden bei einer Verknappung des Arbeitskräfteangebots bezahlt, nicht weil Unternehmen mehr Gewinn machen würden. Insofern könnte sich der Brexit für britische Arbeitnehmer mittelfristig auszahlen, auch wenn hierzulande das Gegenteil behauptet wird!

08:35 von Karl d.Gr.

Am 30. März 2019 um 08:35 von Karl d.Gr.
Ein Austritt dürfte Jobs kosten

"Ein Austritt dürfte Jobs kosten"
In diesem Zusammenhang dürfte der Fachkräftemangel Schnee von gestern sein.

Re
das war nie Fachkräftemangel sondern die Bevölkerung aufblähen in Namen der USA für ihre billigen Produkte im IT Bereich.Dazu der Gewinn der Börse Geldsystem . Der halbe Wohlstand der USA basiert darauf und die De Politiker lassen sich darauf ein ,kein Friedensvertrag sind besetzt .

Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal

Deshalb harter Brexit und Zölle rauf. Dadurch wird die britische Industrie schnell wachsen und Millionen neuer Jobs schaffen. Das werden andere Nationen verfolgen und am Ende nachahmen. Gut so!

Bin ein absoluter Befürworter von Strafzöllen nach Trump'scher Art.

@MatthiasS - EU gescheitert

Nicht die EU ist hier gescheitert !

Gescheitert sind die Briten , da sie selbst
die Europäische Freihandelszone verlassen wollen.

14:44 von riewekooche

Es gibt Unternehmen, die einige Sonderabwicklungen haben und da muss einiges angepasst werden! Es kommt immer darauf an, wie automatisiert Bestell-, Auftrags- und Lieferprozesse sind! Insofern stimmt ihre Aussage nur bedingt. Viele Unternehmen benutzen Standardprozesse, da haben sie wohl dran gedacht. Schönes Wochenende und hoffen wir, dass GB die Geisterfahrt beendet.

Ein Austritt kostet nicht nur Jobs, es bringt auch Jobs

Ein Vielzahl von Unternehmen aus der UK hat ihren Sitz bereits verlegt nach Paris, Dublin, Amsterdam und Brüssel. Dies nicht nur aus der Finanzbranche. Die deutsche Wirtschaft ist hier zu zurückhaltend gewesen. Gleich ob es zu einem oder keinem Brexit-Abkommen kommt, gleich ob jetzt oder in einem oder zwei Jahr, Industrie, Handel und Finanzwirtschaft verabschieden sich aus der UK aus vielerlei Gründe.

14:04 von Autochon

Natürlich sind die, von Ihnen genannten Länder, ebenso egoistisch. Aber diese hatten nie von der EU profitiert, waren auch nicht in der EU, GB schon. Das Land war auch Nettozahler, klar, aber die britische Wirtschaft hatte enorm von der EU profitiert. Genau das wurde den britischen Bürgern aber, in der Brexit Debatte, nicht dargelegt.

14:44 von riewekooche

«Das [GB = "Drittland"] würde sich allerdings ändern, wenn mit Großbritannien ein eigenständiger Handelsvertrag abgeschlossen würde, und spezielle Regelungen in Kraft träten.»

Das soll und wird ja auch geschehen.

Aber man kann auf keiner der beiden Seiten damit beginnen, bevor der Austritt von GB aus der EU nicht rechtskräftig unter fest defnierten Bedingungen vollzogen wurde.

Je nachdem, wie diese Bedingungen lauten, sind sie immer die Basis, von der aus man die zukünftigen Handelsbeziehungen verhandeln, und in vertraglichen Vereinbarungen fest schreiben kann.

Vorher geht da gar nix …

08:32 von Egleichhmalf

Natürlich ist GB nicht dar alleinige Schuldige. Es gibt noch viele EU Kritiker, die in ihrer Unkenntnis, die EU schlecht reden. Jede Verteufelung der EU schwächt die Wirtschaft, denn die Welt nimmt eine zerstrittene EU nicht mehr ernst. Ohne EU könnte Deutschland einpacken!!

@FreierGeist - Gewinner des Brexit

Da wird es einige geben welche ihre Unternehmen neu in der EU aufbauen.
Denken Sie z.B an Honda ,Nissan, etc.

Wenn die in Südeuropa ihre Werke neu aufmachen wollen, ist die EU die letzte
welche keine Zuschüsse an diese Länder giebt.

Wozu Reichweite

@Autochon

Die Steinzeit endete nicht weil es an Steinen mangelte...

Klasse

GB Firmen ziehen nach DE schaffen Arbeitsplätze und zahlen hier Steuern. Wir werden als Gewinner aus dieser Aktion hervorgehen und den Einfluss auf die EU weiter ausbauen

13:50 von berelsbutze

Ich kann mich nicht erinnern, dass China in der EU war. China zahlt Zölle und investiert auch in Deutschland. GB möchte einen Brexit mit allen Annehmlichkeiten, die es in der EU hatte und das geht nicht! Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

re riewekooche: Mehrheiten

„Erstaunlich ist aber schon, daß das britische Parlament alle Vorschläge vom ausgehandelten Deal über Ausstieg ohne Deal oder Ausstieg vom Ausstieg bis zu einem neuen Referendum abgelehnt hat.“

In den letzten Wochen und Monaten sind einige Selbstverständlichen eines demokratischen Ablaufes bis zur Unkenntlichkeit zerredet worden.
Hierzu gehört zum Beispiel der Begriff einer „Mehrheit“. Eine „Mehrheit“ ist immer eine quantitative Übertreffung einer „Minderheit“. Insofern hatten die Abstimmungen diese Woche sehr wohl Mehrheiten hervorgebracht und man hätte sehr wohl mit diesem Ergebnis weiter arbeiten können.

Man merkt immer deutlicher, warum in einer parlamentarischen Demokratie nur in Ausnahmefällen qualifizierte Mehrheiten vorgesehen sind.

„Ich fürchte, ein neues Referendum würde die gleiche Uneinigkeit in der gesamten Bevölkerung zeigen.“
Das fürchte ich auch, halte dies aber für normal. Ein Parlament ist so vielfältig wie seine Bevölkerung. Und deshalb braucht es eine Regierung

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