Ihre Meinung zu: Bahn-Bilanz für 2018: Mehr Fahrgäste - weniger Gewinn

28. März 2019 - 14:03 Uhr

Der Gewinn der Deutschen Bahn ist 2018 um knapp 30 Prozent gesunken im Vergleich zum Vorjahr - obwohl die Fahrgastzahlen auf ein Rekordhoch stiegen. Sorgen machen der Güterverkehr und die Pünktlichkeit.

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Kommentare

Stuttgart21 - noch ca 2-3 Mrd offene Rechnungen

Wer die noch ausstehenden Rechnungen für Stuttgart21 mit einbezieht, sieht bei der Bahn Null "Gewinn" und einige Milliarden Defizit. Wieso muß das nicht mit-bilanziert werden? Die Bahn ist doch faktisch so gut wie pleite. Dass der Bund "Gewinn" von der Bahn kassiert, ist der Gipfel der Verlogenheit. Ohne Staatsknete geht doch da gar nichts.

Sparpreise sind der falsche Weg

Es wird Zeit, dass die Bahn ihre Tickets nicht billig verramscht, sondern auf ein Niveau anhebt, das ein vernünftiges Wirtschaften erlaubt. Ebenso sollten sie ihren Fahrplan ausdünnen, so dass sie diesen auch mit den limitierten Ressourcen an Personal, Fuhrpark, und Netz auch termingerecht erbringen können.
Durch diese Niedrigpreispolitik fehlen doch nur Gelder für diese erforderlichen Investitionen, und die damit verbundenen Verspätungen machen die Kunden nicht zufriedener.
Andere Firmen (z.B. Energieversorger) gehen bei solchen Preismodellen relativ schnell in die Insolvenz.

Kein Güterverkehr mehr über die Bahn

Wir haben 2010 komplett von der Bahn auf LKW gewechselt.

Grund
Viel zu teuer
Extrem langsam und unzuverlässig
Unfreundlich

Und der letzte Ausschlag gab der damalige GDL Streik, der für uns extremste Auswirkungen hat

Ich habe den Wechsel nie bereut, da es mehr Wettbeweb gibt und somit die Preise viel günstiger sind.
Dann ist die Pünktlichkeit erheblich besser und lästige Streiks gibt es nicht

Und wenn es für uns nicht mehr stimmt wird der Spediteur gewechselt.

PS Derzeit fährt für uns wieder die Bahn über Schenker auf der Strasse

Eigentlich (und tatsächlich) völlig absurd

"Der Gewinn der Deutschen Bahn ist 2018 um knapp 30 Prozent gesunken im Vergleich zum Vorjahr - obwohl die Fahrgastzahlen auf ein Rekordhoch stiegen"

Offensichtlich macht man da vom rationalen (bzw. ökonomisch-ökologischen) Aspekt her irgendetwas von Grund auf und vollkommen falsch.

Weit mehr Züge verspätet

Wer pünktlich bei der Arbeit erscheinen will muss einen Zug früher fahren um einigermaßen sicher zu sein. Eine Verspätung ist normal und Anschlusszüge können verpasst werden. Doch meistens ist auch der Anschlusszug verspätet.

Vor der Privatisierung der Bahn gab es Verspätungen. Doch war das Ausmaß nicht derart umfangreich. Beispielsweise gelten Komplet ausgefallene Züge nicht als „verspätet“. Ebenso ist ein Zug der 5 Minuten und 59 Sekunden zu spät kommt nicht verspätet. In Wirklichkeit ist weit mehr wie jeder 4 Zug verspätet. Pünktlichkeit ist eher die Ausnahme. Dabei zeigt z.B. die niederländische Bahn, das es auch anders geht. Hier sind Verspätungen die Ausnahme.

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Fahrgäste bedeuten nicht mehr Einnahmen. Die Pünktlichkeit lässt zu wünschen übrig. Es zu viele Züge auf zu wenig Gleise. Das macht sich auf der Strecke Köln - Düsseldorf - Duisburg - Essen - Dortmund - Hamm in Westfalen sofort bemerkbar. Wenn ein Zug nur fünf Minuten Verspätung hat dann tritt sofort ein Domino Effekt ein. Diese Strecke benötigt separate Gleise für ICE, IC und EC sowie RE, RB sowie für S Bahnen. Es muss ins normale Netz investiert werden und nicht in ICE Neubaustrecken. Auch der Güterfernverkehr muss gestärkt werden. Es muss ein Umdenken stattfinden das Motto heißt von der Strasse auf Schiene. Bitte packen Sie DB es an es liegt viel Arbeit an.

Mehr Fahrgäste - weniger Gewinn

Was für ein Gewinn?
Die Bahn wurde in den letzten 25 Jahren, kontinuierlich runtergewirtschaftet.
Keine Konzepte, nur Luftblasen, von Vorständen, die von der Eisenbahn keine Ahnung haben.
Dazu die sogenannte Bahnreform, mit Privatisierung des Regionalverkehrs und Güterverkehrs, die bisher nichts gebracht haben, außer eine Servicewüste.
Der schnöde Fahrgast ist egal, Hauptsache die Bilanz stimmt.
Das hat bisher, ganz sicher noch viel mehr gekostet, als wir nur ansatzweise vermuten können.

Bei den Eckdaden muss wohl der Wurm

in der Bahn sein. Mal den Fokus von Taliban mehr auf Bundesbahn verschieben.

Bahninfrastruktur - Entwicklungsland Deutschland

Es macht wahrlich kein Spass sich täglich
per Stop & Go durch Deutschland zu stauen
und die Fahrzeiten werden immer länger.
Ständig haut es wegen Gleisabsenkungen einem aus dem Sitz,
bekommt 10km/h Befehle und verspürt Schläge in den Schienen.
Man steht Stunden wegen Gleissperrungen vor Signalen oder man hat mal Glück auf einen der raren Überholgleise. Auch die Umwege sind enorm,letztens sogar von Rastatt über Aschaffenburg, Schlüchtern nach Regensburg.
Was haben es da die LKW Fahrer gut, die müssen pünktlich ihre Pausen machen:-)

Wenn ein Unternehmen investiert, dann

verringert sich der Gewinn. Durch die Investition wird jedoch wieder Gewinn gemacht .... so läuft Wirtschaft und ist das eine Nachricht wert ... weil ja alles so ähnlich in der Wirtschaft abläuft.

@berufsschullehrer - Stuttgart21 (Ist ein Partei Projekt)

Die Schäghaltestelle Stuttgart 21 ist Bahn und verkehrstechnisch
ein unfahrbarer unterdimensionierter Supergau, welcher nur Verspätungen aufbauen wird.
Momentan säuft sogar der Tunnel unterm Neckar ab! Aber man wollte ja Deutschland
mit diesem Irrsinn seine Zukunftsfähigkeit aufzeigen :-)
Mit diesem Milliarden hätte man viele der Engstellen Deutschlands beseitigen können.

Warum sollte die Bahn Gewinn

Warum sollte die Bahn Gewinn erwirtschaften? Sie gehört nach wie vor uns allen. Eine schwarze Null als betriebswirtschaftluches Ziel ist in Ordnung, aber Gewinn...?
Die Bahn ist kein beliebiges Unternehmen, es ist eine Infrastruktursäule. Sollte keine zu großen Defizite erwirtzschaften, aber es ist Nonsens die Bahn nur als betriebswirtschaftliche Einheit zu betrachten und so zu führen. Da spielt die Volkswirtschaft erheblichmit rein.
Wäre etwas klarer für alle ersichtlich, wenn die Bahn AG zukünftig nicht weiter als Kapitalgesellschaft, sondern als Organ öffentlichen Rechts (so wie die DB zuvor) geführt würde.

@13:39 von Struwwelpeter - Vorstände

"... runtergewirtsachftet ... von Vorständen, die von der Eisenbahn keine Ahnung haben".

Im Zuge der Privatisierung waren da einige ehemalige Autmobilkonzernlenker dabei.

Eine differenzierte Bewertung wäre sinnvoller

Der ausgewiesene Gewinn ist doch ordentlich.

Könnte es sein, dass im Vorjahr notwendige Investitionen unterlassen wurden und dadurch der Vorjahresgewinn zu hoch ausfiel? Wurde in 2018 mehr investiert im Vergleich zum Vorjahr bzw. was sind die Gründe für den Gewinnrückgang?

Bahn-Bilanz für 2018:Mehr Fahrgäste-weniger Gewinn...

Und jeder vierte Zug ist unpünktlich.Wenn die Zahl der Fahrgäste,wie angenommen steigt,daß liegt auch an der von den Unternehmen gegenüber den Berufstätigen abverlangten Pendelei(Umsetzung,Versetzung).Und mit der Pünktlichkeit wird es dann nicht besser,denn an der Stilllegung von Bahngleisen,5.400 Kilometer seit 1994,da hält die Bahn ja fest.
Es werden höchstens Hochgeschwindigkeitstrassen ausgebaut(ICE).
Eine Verkehrswende gibt es so nicht.

Umsatz / Gewinn

Die Relation 144 Mrd. / 542 Mio. Euro liest sich nun aber so richtig mies …

Es kann an sehr hohen Investitionen liegen, dass dies momentan so ist.
Wenn diese Investitionen mittel- bis langfristig viel Gewinn bringen, mag eine derartige Relation für einen gewissen Zeitraum akzeptabel sein. Ob das aber z.B. bei S21 so sein wird, ist wohl sehr zweifelhaft …

Pünktlichkeit: Alle Züge, die bis max. 5:59 Minuten Verspätung haben, werden als "pünktlich" bewertet. So gerchnet, lag die Quote der Pünktlichkeit im Fernverkehr 2018 bei 75%.

Ich selbst bin Bahn-Extrem-Wenigfahrer. Stelle mir immer, wenn ich darüber lese, die Frage, wie Anschlusszüge im Fernverkehr aufeinander abgestimmt sind, wieviel Prozent davon man mit max. 5:59 min. zu spät noch erreichen kann.

Im Nahverkehr kenne ich mich ein wenig besser aus.
Köln - Düsseldorf war einst (1990-er) mein tägl. Arbeitsweg per Bahn.
Besser als K-D per KfZ.

"Ganz toll" ist die Bahn in der CH und in JAP.
In JAP hatte ich Monats-Netzkartenkarten.

Bilanz?

Die Bahn hat also gem. Tagesschauartikel für 926 Millionen neue Kredite aufgenommen und davon wahrscheinlich 384 Millionen ausgegeben und weist den Restkredit von 542 Millionen nun als Gewinn aus.

Anders sind diese Zahlen nicht erklärbar.
Wenn die Schulden stärker als die Gewinne steigen, ist ein Verlust und niemals ein Gewinn auszuweisen.
Wie rechnet die Bahn? Haben die eine eigene Betriebswirtschaft erfunden?

Ein Hoch auf den Individualverkehr, denn wie sich zeigt, scheint nur dieser wirklich zu funktionieren.

Gruß Jake

14:06 von asimo

«Die Bahn ist kein beliebiges Unternehmen, es ist eine Infrastruktursäule. Sollte keine zu großen Defizite erwirtschaften, aber es ist Nonsens die Bahn nur als betriebswirtschaftliche Einheit zu betrachten und so zu führen. Da spielt die Volkswirtschaft erheblichmit rein.»

Das sehe ich genauso.

«Wäre etwas klarer für alle ersichtlich, wenn die Bahn AG zukünftig nicht weiter als Kapitalgesellschaft, sondern als Organ öffentlichen Rechts (so wie die DB zuvor) geführt würde.»

Anfang der 1980-er stand Japan vor der schwierigen Frage, wie es die damaligen Staatsbahnen mit welchen Mitteln weiter entwickeln sollte.
Eine wegen der Topographie des Landes exorbitant wichtige Frage.
Sehr viel entscheidender noch als in DEU …

Man entschied sich für (anfangs) staatlich unterstützte Komplett-Privatisierung. Heute gibt es ca. 125 Bahngesellschaften.

6 betreiben im Verbund "Japan Rail" die Schnellzüge "Shinkansen".
16 den Nahverkehr in Metropolen. Nirgendwo defizitär.

"Extremkomfort" …

Gewinn / Umwelt

Ob die Bahn überhaupt einen "Gewinn" erwirtschaftet sollte genauer analysiert werden. Ist das so wichtig ? Wird das marode Schienennetz nicht sowieso vom Steuerzahler finanziert ? Ein Gewinn für die Umwelt wäre wenn Bahntickets immer günstiger als Flugtickets wären.

Verspätungen..

Warum wird bei der Bahn so über Verspätungen geschimpft?
Bei Staus auf Autobahnen und Ausfällen/verspätungen von Flügen wird dies als gottgegeben angesehen?

Geben wir der Bahn eine Chance um den entgültigen Verkehrsinfarkt zu vermeiden

So funktioniert das eben

In Zeiten des sogenannten Wettbewerbs auf der Schiene und im Wettlauf mit dem Fernbus läuft es stets auf einen ausgemachten Preiskampf hinaus.
Der Reisende freut sich, der Steuerzahler aber nicht.

@91541matthias - Geben wir der Bahn eine Chance

Wieviele Chancen wollen Sie denn noch geben ?
Bei der Bahn ist es schon 5nach 12

Oder halten Sie es mit des Bundesverkehrsministers Worte heute ?
Ich hab mich stets bemüht:-)

Der Rückgang im

Der Rückgang im Gütertransport ist besonders negativ. Der bedeutet mehr LKW's auf den Strassen, mehr CO2 in der Luft.

Und übrigens, die Schweizer SBB beförderte letztes Jahr im Schnitt insgesamt ca. 1,25 Mio. Passagiere pro Tag. Das kann man natürlich nicht direkt mit den Fernverkehrszahlen der DB vergleichen, relativiert diese aber beträchtlich, wenn man bedenkt, dass Deutschland ca. 10 Mal so viel Bevölkerung hat.

lieber thm378

Das die Preise zu billig sind ist ausgemachter Blödsinn ich bin am Sa von Stuttgart nach Brüssel gefahren und sollte um17:46 in Brüssel sein. Angekommen bin ich dann um 22:50. Dafür habe ich 290.65€ für 2 Personen bezahlt. Wenn ich mich auf die Pünktlichkeit der DB verlassen hätte wäre unser Flug vom Brüssel Flughafen für uns zu ende gewesen .
Wollte entspannt mit der Bahn zum Airport und gemütlich ins Hotel und am nächsten Tag Fliegen. Mit der DB dann keine Entspannung der ICE14 von F nach Brüssel ist gleich gar nicht gefahren dafür dann fast 4 STd Aufenthalt in Köln ,und in Brüssel zuspät um noch was zu Essen .DB nie wieder.Zu Zeiten der Staatsbahn konnte man die Uhr nach den Zügen stellen ,heute fahren sie nicht einmal mehr los. AG und Manager die sind überbezahlt und zu Blöde vernünftig zu arbeiten. Den Frust bekommt dann der Arbeiter vor Ort ab.

Mehr Fahrgäste-weniger Gewinn?

wurden denn Schwarzfahrer auch als Fahrgäste gerechnet? Die bringen gewinntechnisch eher wenig. Dazu kommen noch die notwendigen Aufstockungen von Wach- und Sicherheitspersonal auf Grund der verschärften Sicherheitslage in Zügen und an Bahnhöfen. Kostet alles Geld! Und wird natürlich in die Ticketpreise für die Ehrlichen einfließen!

Am 28. März 2019 um 15:09 von 91541matthias Verspätungen..

Bei Fliegen mit Verspätung wird man vernünftig entschädigt und um dem Stau auf der BAB zu umgehen sollte man sie Bahn nehmen nur dann hast du ein richtiges Problem die fahren gleich gar nicht und Infos gibt es 10 Min vorher

@thm378 13:16

"Es wird Zeit, dass die Bahn ihre Tickets nicht billig verramscht, sondern auf ein Niveau anhebt, das ein vernünftiges Wirtschaften erlaubt."

Ich soll noch mehr Geld für schlechten Service und Unpünktlichkeit bezahlen? Wenn die Sparpreise nicht wären, wäre die Bahn noch weniger konkurrenzfähig gegenüber dem Auto. Und Bahn fahren ist in Deutschland schon vergleichsweise teuer, wenn man sich mal unsere europäischen Nachbarn anschaut, und da kommen die Züge auch noch pünktlich.
Die Zahlen sind doch ein Bild des Versagens. Deutschland investiert (immer noch) viel zu wenig in die Schieneninfrastruktur (und häufig in Prestigeprojekte) und dann wundert man sich, dass der Güterverkehr abnimmt.

Und der ganze Artikel ist mir

Und der ganze Artikel ist mir viel zu handzahm. Ich wünsche mir mehr Informationen. Wie hat die Bahn es geschafft 19 Mrd. Schulden anzuhäufen?

Aus einem früheren TS-Artikel:
"Wegen der Zinszahlungen für die Schulden und die Abführung einer Dividende an den Bund bleiben der Deutschen Bahn in diesem Jahr von dem erwirtschafteten Gewinn in Höhe von 2,15 Milliarden Euro vor Steuern und Zinsen nur noch 300 Millionen Euro übrig."
Das kann doch nicht sein. Und wieso entnimmt der Staat der Bahn Geld (und wo wandert es wohl hin), obwohl dieses dringend für Investitionen gebraucht wird. Das ist doch ein Unding. Die Verkehrsinfrastruktur gehört zum wirtschaftlichen Rückgrat eines jeden Landes. Als Bürger und Steuerzahler würde ich mir wünschen, dass hier deutlich tiefgehender und kritischer berichtet wird. Ich möchte nicht, dass der ÖR auch auf Bahnniveau sinkt.

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