Kommentare

Nachdem das Problem intern

sicherlich seit Monaten bekannt sein wird, kann man sich den Umfang der Problematik ausrechnen.

Man sollte.....

nicht sofort wieder mit dem Vorwurf des Chauvinismus kommen, wenn ich der Meinung bin, daß dies nur noch erbärmlich ist, daß es in Deutschland keine Behörde gibt, die Flugdatenschreiber aus "bläck boxes" untersuchen kann! Das war zumindest die Begründung für die Ablehnung des entsprechenden Antrags auf Hilfe von der äthiopischen Airline! Wenn da stimmt, dann kann man nur hoffen, daß in Deutschand es niemals notwendig wird einen Flugdatenschreiber zu lesen!

Grausame technische Entscheidungen

In einem Fachbeitrag auf der Tagesschau hat ein Luftfahrtexperte beschrieben was Boeing bei dieser Maschine gemacht hat.

Wenn dies bestätigt wird, dann ist Boeing Pleite!

Für den Laien: Ein Flugzeug braucht eine Balance dass es Fliegen kann und in der Luft bleibt.
Um einen alten Flieger (von der Konstruktion her 1970 - 1980) für die Zukunft konkurrenzfähig zu machen wurde ein sehr effizientes, aber größeres und schwereres Triebwerk angebaut.
Normalerweise bräuchte man dazu eine komplette Neukonstruktion.
Um diese Kosten zu umgehen, wurden nun die größeren und schwereren Triebwerke einfach angebaut und die Balance des Flugzeuges dadurch so geändert, dass es eigentlich gar nicht mehr fliegen kann, AUSSER man bastelt ein "elektronisches Steuersystem" dran, dass diesen Fehler permanent korriert.
Dies erfolgt über "Sensoren" die den Winkel des Flugzeuges feststellen und diesen korrigieren.
Wenn der Sensor falsche Signale liefert, stürzt der Flieger ab, weil der Pilot nicht reagieren kann.

Trump mitschuldig ?

Nach dem Absturz von Lion Air Flight 610 im Oktober arbeitete Boeing an einem software update. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Federal Aviation Administration (FAA).
Die FAA musste durch Trump's shutdown tausende Sicherheitsinspekteure zurückrufen. Als Resultat wurde laut Boeing die Fertigstellung des updates verzögert.

@karlheinzfaltermeier um 11:09

Schöne Meinung, schlecht informiert.

In Deutschland gibt es die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, welche sehr wohl die Expertise hat eine Black Box auszulesen und auch auszuwerten. Eine der wnigen Behörden in Europa die das kann.

Allerdings lehnte das Bundesamt die Anfrage ab, weil sie nicht die entsprechende Expertise oder Ressourcen hat um Unfälle dieses bestimmten Maschinentypes zu untersuchen. So fehlt wohl den Berichten nach u.a. die Original-Software der Maschine, welche Boeing liefern müsste.

@ Rochhardo (11:29): Boeing sollte das mal fix liefern

hi Rochhardo

Zu dem hier:

In Deutschland gibt es die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, welche sehr wohl die Expertise hat eine Black Box auszulesen und auch auszuwerten. Eine der wnigen Behörden in Europa die das kann.

ganz genau. Aber das Problem ist: die Blackbox ist laut n-tv.de gestern erheblich beschädigt. Und wenn dem hier so sein sollte:

Allerdings lehnte das Bundesamt die Anfrage ab, weil sie nicht die entsprechende Expertise oder Ressourcen hat um Unfälle dieses bestimmten Maschinentypes zu untersuchen. So fehlt wohl den Berichten nach u.a. die Original-Software der Maschine, welche Boeing liefern müsste.

dann sollte Boeing uns diese Software mal ganz fix liefern. Es kann nicht sein, dass Deutschland sowas nicht kann.

Da klingelt es in den Ohren:

“Software-Update“!
Der eine braucht's, damit sein Diesel fahren darf, der andere, damit sich der Flieger nicht eigenmächtig Richtung Erde begibt.
Da wie dort hätte ein größerer finanzieller Aufwand vor dem Serienbau die weit höheren finanziellen Einbußen nachher vermieden.
Abgesehen von dem Leid, das die Angehörigen der zu Tode Gekommenen zu tragen haben und dem (vergleichsweise geringen) Ärger und den finanziellen Verlusten der Dieselfahrer.

@ karlheinzfaltermeier (11:09: Deutschland soll es können

hi karlheinzfaltermeier

Man sollte..... nicht sofort wieder mit dem Vorwurf des Chauvinismus kommen, wenn ich der Meinung bin, daß dies nur noch erbärmlich ist, daß es in Deutschland keine Behörde gibt, die Flugdatenschreiber aus "bläck boxes" untersuchen kann! Das war zumindest die Begründung für die Ablehnung des entsprechenden Antrags auf Hilfe von der äthiopischen Airline!

Ja, es ist erbärmlich, dass Deutschland sowas nicht können soll. Das kann es in der Tat nicht sein. Wenn unsere Bundesstelle fuer Flugunfalluntersuchung sowas nicht kann, dann hat man denen diese Fähigkeit ratzt-fatz-fix zu besorgen!! Auch Deutschland und der Rest der EU sollte sowas können. Das erwarte ich eigentlich und zwar stillschweigend. Und zu dem hier von Ihnen:

Wenn da stimmt, dann kann man nur hoffen, daß in Deutschand es niemals notwendig wird einen Flugdatenschreiber zu lesen!

Sagen Sie niemals nie. Irgendwann ist immer das erste Mal!

@Volksdemokrat 11:17

Sie haben den betreffenden Artikel nicht richtig gelesen. Dort stand nicht, "dass es eigentlich gar nicht mehr fliegen kann", sondern dass es die Tendenz hat, die Nase zu heben, was, jedenfalls in meinen laienhaften Augen, doch einen sehr, sehr großen Unterschied ausmacht.

Richtig haben Sie geschrieben, dass dann ein elektronisches Steuerungssystem drangebastelt wurde.

Aber falsch haben Sie geschrieben, dass in dem Artikel stand, dass im Falle eines falschen Sensorwertes das Flugzeug abstürzt, weil der Pilot nicht eingreifen kann.
Richtig wäre gewesen, dass man das MCAS nach aktuellem Kenntnisstand deaktivieren kann. Die Lion-Air-Piloten wussten das wahrscheinlich nicht, aber bei den Ethiopian-Air-Piloten müsste man eigentlich davon ausgehen können, dass sie es wussten.

@karlheinzfaltermeier

"Man sollte nicht sofort wieder mit dem Vorwurf des Chauvinismus kommen, wenn ich der Meinung bin, daß dies nur noch erbärmlich ist, daß es in Deutschland keine Behörde gibt"

Keine Angst, niemand kommt mit dem Vorwurf des Chauvinismus. Aber wie ein anderer User bereits geschrieben hat, kann man Ihnen sehr wohl den Vorwurf grober Uninformiertheit machen.

Erbärmlich ist (um mich Ihrer Worte zu bedienen), wenn man nicht in der Lage ist, Nachrichten-Artikel korrekt zu lesen und zu verstehen.

@Rochhardo um 11:29Uhr

Können Sie bestätigen, daß und seit wann die französische Behörde Zugriff auf diese software hat und damit den Flugdatenschreiber "auslesen" kann?

Ein absolutes NO GO!

Flugsicherheitsbehörden und ähnliche Institutionen sollten sich nicht vom Kopfnicken eines Politikers oder eines Präsidenten abhängig machen, sondern strikt den Handlungsanweisungen für derartige Fälle folgen.
Hier wurde wahnsinnig viel Glaubwürdigkeit zerstört, um eine Firma zu schützen - nicht die Passagiere.
Was unser wunderbares Luftfahrtbundesamt da hingelegt hat ist m.E. oberpeinlich.
Als Rest-Kompetenz deutscher Behörden bleiben wohl nur noch Radarfallen.

Ikarus digitalis

Hallo tsamm,

all computers have to be grounded.

Deshalb Rückbau dieser digitalen Kasperkisten (nicht nur Boeing), wo ein Programmierer über die Flug/Fahrsoftware dem Fahrer oder Piloten solange ins Handwerk pfuscht, bis sie nicht mehr weiter weiß oder kann. Wenn dann der Fahrer oder Pilot den Aufprall nicht mehr abwenden kann, sind diese dann schuld am Unfall.
Autonomes Fliegen oder Fahren bedeutet auch autonome juristische Verantwortung, ansonsten ist es kein autonomes Fliegen oder Fahren.

Diese Flieger stürzen in Neuland ab und schlagen in der Realität Unschuldiger ein.

Libn grus
Karsten Völtz

@ karlheinzfaltermeier

Man sollte so ein Kommentar nur schreiben wenn man auch ein technisches Verständnis zu der hier Vorgetragenen Situation hat. Ein Flight Data Recorder kann in Deutschland ohne weiteres ausgelesen.. allerdings nicht ausgewertet werden. Denn das sind zwei paar verschiedene Schuhe. In diesem Fall ist noch keine einzige Machine in D ausgeliefert worden, somit ist auch die Infastruktur für die Auswertung eines solch neuen Recordern nicht vorhanden. Meistens dauert es Monate nach der ersten Auslieferung bis die passenden Systeme in Deutschland in Betrieb genommen werden. Die Software sowie die Schnittstellen spielen da ein entscheidende Rolle . Wichtig ist das diese Box in Hände gerät die wissen was sie tun, es ist keinem geholfen die vorhandenen Daten weiter zu beschädigen oder gar unbrauchbar zu machen. Dafür ist die Situation zu sensibel. Ich selber bin noch für die Flugzeugindustrie tätig..

Liebe TS bitte klarstellen:

> Zusätzlich zu den nicht einsetzbaren Maschinen habt Boeing derzeit Aufträge für 4600 Maschinen des Typs 737 Max 8 in den Büchern, die nun nicht ausgeliefert werden können.<
---
Die 4600 Maschinen stehen zwar in den Büchern; müssten aber vor Auslieferung erst noch gebaut(!) werden.

11:17 Volksdemokrat

Pleite wohl eher nicht aber das Unternehmen wird einen Giga Economic Crash erleben, vielleicht noch weitreichender als VW das durchleben musste. Die USA werden diesen Unternehmen niemals in den Abgrund schicken, weil es absolut "systemrelevant" ist.

Immerhin muss es noch 2 nagelneue AF One Jumbo´s bauen und ausliefern und die werden ganz sicher nicht in die Hände eines nicht-amerikanischen Flugzeugbauers gegeben.
Allerdings kann man tausende von Cancel Orders der 737 MaxX erwarten und das wird Airbus wiederum freuen, es werden wohl viel mehr A320/321 Neo Flieger geordert werden.

Boeing muss sich neu orientieren und weiterhin auf die Baureihen 777-787 setzen. Vielleicht gibt es jetzt den Versuch einer kompletten Neukonstruktion, es wäre der einzige Weg um das Vertrauen der Kunden zurück zu gewinnen. Die 737 Max wird wohl eingestellt werden - vielleicht bietet man den Kunden eine Umstellung auf 737-800 an, mit 25% Abschlag an, dann kann die Produktion immerhin weitergehen.

11:17 von Volksdemokrat

Naja,der Typ 737 Max8 hat schon einige Tausend Flugstunden absolviert. Fliegen kann er schon. Was das ursächliche Problem bei Abstürzen war, wird sicherlich herausgefunden.

@Volksdemokrat

"... dass es eigentlich gar nicht mehr fliegen kann, AUSSER man bastelt ein "elektronisches Steuersystem" dran, dass diesen Fehler permanent korriert."

Solche Steuersysteme zum automatischen Ausgleich der Fluglage sind seit Jahren Standart in der Luftfahrt. Schon seit dem Starfighter gibt es kaum einen Kampfjet mehr der nur wegen seiner Avionik "oben" bleibt. Und der hätte sowas wirklich nötig gehabt.

Der Fehler ist nicht das System an sich, sondern die mangelnde Erfahrung sowie nicht vorhandene Redundanz der Sensoren bei der MAX.
Auch Airbus verbaut ähnliche Systeme. Allerdings mit der Möglichkeit der Überbrückung durch die Crew. Was aber ebenfals schon zu Unfällen geführt hat, weil Piloten eben auch Fehler machen.

Glauben Sie ein A800 hat keine ernsthaften Probleme wenn wichtige Sensoren falsche Signale geben?

@karlheinzfaltermeier 11:44 - *rolleyes*

Zitat: "Können Sie bestätigen, daß und seit wann die französische Behörde Zugriff auf diese software hat und damit den Flugdatenschreiber "auslesen" kann?"

... seit dem 34. November 1999 um 23:88 Uhr ...

Sie stellen Fragen!

Was soll das Rumgehacke auf der DFS? Reicht es nicht auf deutschen Politikern, Unternehmen, Beamten, Lehrern, etc. rumzuhacken?

... haben Sie so ein Problem damit "deutsch" zu sein (falls zutreffend)?

@Demokratieschuelerin 11:34 - was meinen Sie?

Zitat: "dann sollte Boeing uns diese Software mal ganz fix liefern. Es kann nicht sein, dass Deutschland sowas nicht kann."

... was implizieren Sie denn hier? ...

... mangelnde kognitive Fähigkeiten? ...

Ich könnte Ihnen auch vorwerfen, dass Sie nicht mal meine Haustüre öffnen können ...

... Sie werden mir (zu Recht!) entgegenen, dass Ihnen bloß der passende Schlüssel fehlt!

Und wenn Frankreich nun mal den passenden Schlüssel bereits hat - warum sollen die dann die Analyse nicht direkt durchführen?

... wie schon dutzendfach von anderen beschriebn, sind in Deutschland noch garkeine 737 max8 angemeldet/zugelassen worden ...

... weshalb sollte man also den "Schlüssel" bereits besitzen?

Äußerst ermüdend, die ewige Selbstbeschnutzung!

re volksdemokrat

"Um diese Kosten zu umgehen, wurden nun die größeren und schwereren Triebwerke einfach angebaut und die Balance des Flugzeuges dadurch so geändert, dass es eigentlich gar nicht mehr fliegen kann, AUSSER man bastelt ein "elektronisches Steuersystem" dran, dass diesen Fehler permanent korriert."

Das ist so komplett falsch, dass es unbedingt korrigiert werden muss.

Was Sie beschreiben ist ein Flugzeug ohne natürlich Stabilität, so dass eine Fluglagensteuerung permanent gegenwirken muss. Das MCAS dagegen soll nur bei kritischen Fluglagen (hoher Anstellwinkel mit Gefahr von Strömungsabriss) korrigieren.

11:17 von Volksdemokrat

"Um diese Kosten zu umgehen, wurden nun die größeren und schwereren Triebwerke einfach angebaut und die Balance des Flugzeuges dadurch so geändert, dass es eigentlich gar nicht mehr fliegen kann, AUSSER man bastelt ein "elektronisches Steuersystem" dran, dass diesen Fehler permanent korriert."

Genau da läuft es mir auch kalt den Rücken herunter! Die mit wichtigsten Eigenschaften eines Flugzeuges, ein austariertes Verhältnis der Tragflächen im Zusammenhang mit dem Rumpf ist nicht mehr gegeben. Anstelle dessen wird ein elektronisches System gesetzt, welches immer wieder die Balance herstellen soll. Das ist das Gleiche, wenn ein Schiff nicht schwimmfähig ist, wenn nicht ständig die Lenzpumpen laufen. Totaler Wahnsinn!

Hier kann man eindeutig feststellen, dass die Entwicklungskosten auf Kosten der Flugeigenschaften und damit auch der Sicherheit vordergründig eingespart worden sind. Vielen Dank, Boeing. Schlimmer geht es wohl kaum!

Norwegian braucht Geld

Mich wundert es nicht, dass Norwegian als erste Fluggesellschaft nach Schadensersatz schreit.
Übernahmepläne durch andere Fluggesellschaften sind in den letzten Monaten gescheitert. Warum wohl?
Es scheint um den Billigflieger finanziell nicht gerade rosig auszusehen. Ich würde persönlich dort eher wegen dieser Gründe keine Tickets kaufen.

Auf Kommentar antworten

Am 14. März 2019 um 11:58 von Ökonomister

Wenn Sie vom Fach sind, sollte es Ihnen zumindest ein kritisches Wort bzgl. der dtsch. Auswertungssituation von Flightrecordern vom "Typ 737 Max" entlocken.
Denn die Auslieferung der ersten Maschine bzw. Maschinen dieses Musters nach DE hat sich ja nur durch die momentane Situation verzögert. Einer der Flieger hätte z.B. gleich am ersten Tag vom Himmel fallen können.
Man war also - mal wieder nicht - vorbereitet.
(Dieses "nicht vorbereitet sein auf irgendwas" scheint schwer in Mode zu sein.)

@lubbert 12:32 - gefundenes Fressen?

Zitat: "(Dieses "nicht vorbereitet sein auf irgendwas" scheint schwer in Mode zu sein.)"

... "schwer in Mode" scheint es mir zu sein, ständig alles und jeden madig zu machen, der hier in Deutschland und Europa fleissig, erfolgreich und zuverlässig seine/ihre Arbeit macht! ...

... woran liegt es? Was sind die Motive? ...

- Häme?
- Selbsthass?
- externe "Motivatoren"?

sehr sehr traurig!

oder frei nach DT: So sad!

@Volksdemokrat

Nein, Boeing geht nicht pleite. VW macht ja auch nach dem Dieselgate wieder Gewinne. Tip: Demnächst Boeing Aktien kaufen.

@Ökonomister um 11:58Uhr

Da Sie offenbar ein "insider" sind, können Sie bestimmt mitteilen, wieso die französiche Behörde das know-how oder die materiellen Voraussetzungen hat, um eine Bewertung durchzuführen, das Bundesluftfahrtamt aber eindeutig nicht?

und gerade hat die Lufthansa

und gerade hat die Lufthansa für Milliarden Dollar einen ganzen Haufen von den Dingern gekauft? Klasse. Es gibt ja auch sonst nix anderes.

Sicherheit....

geht vor Schnelligkeit. Man muss jetzt ganz in Ruhe nach den Fehlern suchen. Ich habe den Eindruck das nicht nur die Software sondern auch die Lage der Triebwerke am Flugzeug einen Anteil zu den zwei Flugzeug Unfälle der B737MAX8 haben. Vielleicht sind die Flugzeug Muster B737MAX8 und B737MAX9 eine Fehlkonstruktion.

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung

hat noch keinen Todesfall verursacht. Was soll dieses Rumgehacke auf dieser Behörde.
Zur 737 Max, das Flugzeug hat schon viele tausende Flugstunden absolviert, ist also flugfähig.
Das Problem durch die baulichen Veränderungen entsteht nicht zwangsläufig, sondern wohl eher beim Start, wenn durch zuviel Schub der Anstellwinkel zu groß wird. Genau in diesem Fall soll das MCAS eingreifen, ist also eine Hilfe für die Piloten.
Das Problem entsteht, wenn dieser Fall nur scheinbar eintritt, ausgelöst durch fehlerhafte Sensoren (wo bleibt die Redundanz?).
Und warum hat Boeing nicht ausreichende Schulung zum Abschalten dieses Programms betrieben?
Mal abgesehen davon, das so ein kritisches Moment nicht in den Flugzeugbau gehört. Warum ist die Präsidentenmaschine wohl eine 747...

@lubbert

Es ist ganz einfach:Normal gehen die Flugschreiber eines Unfalls in das Land des Herstellers bzw direkt zu diesem. Der Hersteller holt dann die Daten auch aus Beschädigten Geräten und diese werden zusammen mit den Behörden des Unfall und des Herstellerlandes ausgewertet.Gängige Praxis schon bei zig Unfällen!

@lubbert

Gebe ich Ihnen Recht. Kritisiert wird das schon lange, leider bis jetzt ohne Erfolg. Egal ob Flugzeug, Maschinenbau oder KFZ die Prüfsysteme hinken immer hinterher. Die Dinger müssen ausgeliefert werden, damit Geld verdient wird. Wenn die Simulatoren nicht vorgeschrieben wären, würde das noch anders aussehen. Generell ist der Flugzeughersteller für die Software verantwortlich. Es gibt in diesen Systemen Grundstrukturen und Abweichungen. Ich könnte mir denken das dieses System nicht in der Basis Datenstruktur steht.. aus den jetzt ersichtlichen Bedingungen... Zum Glück arbeite ich jetzt in einem Unternehmen was erst testet dann ausliefert, dann ist die Fehlerquote auch sehr klein... Ganz ausschließen kann man so etwas nicht, ein kleiner technischer defekt und schon ist alles anders. Ich fliege nach wie vor gerne, jeder weiss das gefährlichste am Fliegen ist der Weg zum Flughafen...

@ sedance (13:20): nein die Boxen sollten in unabhängige Länder

hi sedance

Es ist ganz einfach:Normal gehen die Flugschreiber eines Unfalls in das Land des Herstellers bzw direkt zu diesem. Der Hersteller holt dann die Daten auch aus Beschädigten Geräten und diese werden zusammen mit den Behörden des Unfall und des Herstellerlandes ausgewertet.Gängige Praxis schon bei zig Unfällen!

Nein dass sehe ich anders. Die Blackboxen sollten in ein unabhängiges Land gehen weil wir unabhängige und objektive Ermittlungen brauchen. Und in diesem Fall ist diese amerikanische NTSB (die amerikanische Flugunfallermittlungsstelle) nicht unabhängig weil es hier um Boeing geht. Zusätzlich hat der Boeing-Chef ganz offenbar versucht, Einfluss auf die Ermittlungen zu nehmen durch ein Telefonat mit Trump. Darueber hatte die FAZ berichtet.

https://tinyurl.com/y2nwovkd
FAZ: Boeing-Chef soll mit Trump telefoniert haben (AM 13.03.2019-10:32)

Außerdem sollen die Ermittler aus den USA Ethiopien zur Abgabe der Boxen erpresst haben. Typisch dieses America first.

Am 14. März 2019 um 12:46 von karlheinzfaltermeier

Sie können davon ausgehen das dies in der bekannten Toulouser Firma gemacht wird.
Der Staat ist ja daran beteiligt...

@ Hottego (13:15): es fehlen wichtige Fähigkeiten!!

hi Hottego

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung hat noch keinen Todesfall verursacht.

soweit korrekt. Das trifft in der Tat zu.

Was soll dieses Rumgehacke auf dieser Behörde.

es geht hier darum, dass diese Behörde eine Fähigkeit zur Ermittlung nicht hat, die sie dringend bräuchte!! Solche Fähigkeiten sind fuer die aktuelle und fuer zukuenftige Ermittlungen wichtig!! und gegen Verbesserungen bei der Flugunfallermittlung bzw. Erweiterung der Fähigkeiten der Bundesstelle fuer Flugunfallermittlung kann doch niemand was haben oder??

Aber dass hier:

Zur 737 Max, das Flugzeug hat schon viele tausende Flugstunden absolviert, ist also flugfähig.

sehen die Ermittler seit dem Fall Lion-Air anders! Die Ermittler beim Fall Lion-Air haben deutlich gesagt, dass die Maschine NICHT flugtauglich war!

https://tinyurl.com/ycclcxoa
heise: Absturz von Lion Air 610: Diese Maschine war “nicht flugtauglich” (28.11.2018 16:55 Uhr)

re mschm1972

" Vielleicht sind die Flugzeug Muster B737MAX8 und B737MAX9 eine Fehlkonstruktion."

Vielleicht wissen die bei Boeing gar nicht, wie man ein Flugzeug konstruieren muss ...

re hottego

"Warum ist die Präsidentenmaschine wohl eine 747..."

Weil eine Präsidentenmaschine ziemlich groß sein muss? Nur mal als Anregung.

@Hepheistos

Wie kommen Sie darauf das die Lufthansa 737-MAX bestellt hat??? In diesem Segment fliegt die komplette Lufthansa Group (Lufthansa, Eurowings, Austrian Airlines und Swiss) Airbus Maschinen der A320 Familie!
Bestellt hat die Lufthansa 787-9, ein ausgereiftes Flugzeug und A350-900.

Man sollte schon erst verifizieren bevor man in Stammtisch-Mentalität solche Behauptungen aufstellt.

re hepheistos

"und gerade hat die Lufthansa

und gerade hat die Lufthansa für Milliarden Dollar einen ganzen Haufen von den Dingern gekauft? Klasse. Es gibt ja auch sonst nix anderes."

Haben Sie diese fake news irgendwo abgeschrieben oder selbst ausgedacht?

Ganz komisch ist, dass die Piloten

keine Chance hatten, das defekte "Modul"
notauszuschalten und die Maschine
selbst wieder unter Kontrolle zu bringen.
Irgenwie ist das einfach eine Schlamperei des Herstellers und die Maschinen sollten
sofort umgerüstet werden oder für immer stillgelegt!

B737 Max

Da kochen die Gemüter ja ganz schön hoch-wieso eigentlich? Der Absturz von zwei Maschinen in so kurzer Zeit ist tragisch, und es ist möglich, dass ein software-bug daran schuld ist. Sicher ist: AOA (angle of attack) ist der sicherste Indikator für einen nahenden Strömungsabriss, von daher macht das MCAS schon Sinn. Offenbar ist die Schulung der Piloten im Umgang mit dem System nicht ausreichend, wie die Ausbildung generell in der heutigen Luftfahrt. Und auch möglich, dass es im Abgriff der Daten des AOA-Sensors oder der Verarbeitung der Daten ein Problem gibt. Das muss schleunigst abgestellt werden, aber ein wenig mehr Sachlichkeit täte der gesamten Diskussion sicher gut. "Abdampfen" und zurück zu den Fakten. Vermutungen ziehen dieses ernste Thema nur ins Lächerliche. Übrigens: denken Sie mal an die Airbus-Unfälle in Mulhouse oder Warschau - systembedingt! Oder AF447 vor einigen Jahren wegen vereister Staurohre, das haben alle so hingenommen. Also, cool down!

Warum ist die Präsidentenmaschine wohl eine 747

Ja, warum wohl...? Weil Politiker wie kleine Kinder den anderen immer zeigen wollen, wer den "Größten" hat, oder den "Längsten"!
Die B747 ist das sicherste Verkehrsflugzeug der Welt, hat unglaubliche Redundanzen (auch zu Lasten des Gewichts) und ist trotzdem effizient, sehr schnell und legt die größten Strecken zurück und kann mit Luftbetankung - Airforce One - nahezu "ewig" in der Luft bleiben. Strategisch sicher das Beste, was die Luftfahrt zu bieten hat.

13:46 von karwandler

und dazu noch über eine entsprechende Reichweite verfügt
das als 2. Anregung

Meine Meinung...

Der Mensch und eine immer komplexere Technik schreiten - Seit-an-Seit - für immer mehr Modernität und Profit auch immer mehr voran ... und beide im Zusammenspiel erfordern immer mehr Technologie-Opfer. Mal als vergiftete Umwelt-Technologieopfer, mal als Opfer des Traumes, urselbst flügellose Menschen könnten gefahrlos von hier nach dahin fliegen...
_
Bisher noch sind aus dem Hightech-Wunderland China keine Katastrophen mit Hochgeschwindigkeitszügen bekannt... was aber aller Wahrscheinlichkeit nach vermutlich nur eine Frage der Zeit und weiterer Verdichtung ist. Europa kennt schon das Problem.
_
Der Kreisschluß zu Luftfahrtproblemen besteht in einer verhängnisvollen Kostenminimierungsspirale, derzufolge der Fehlerfaktor Mensch durch angeblich perfektere IT-Technik besser und ersetzbar ist... als nun deutlich übersteigerte Hybris von IT-Freaks.
_
Mal ehrlich: M.E sollten alle Boeing-IT-Flugprogrammentwickler nicht nur sofort den Job verlieren, sondern auch haftbar gemacht werden...

@11:09 von karlheinzfaltermeier

"...nur noch erbärmlich ist, daß es in Deutschland keine Behörde gibt, die Flugdatenschreiber aus "black boxes" untersuchen kann" - warum soll Deutschland in so einem Fall Verantwortung übernehmen? Vielleicht wollen die garnicht. Eine äthiopische Maschine eines amerikanischen Herstellers ist keine unpolitische Angelegenheit.
Es wird meistens unterschiedlich bewertet, ob man helfen soll, also sich einmischen, oder nicht. Hier würde ich sagen "Wir lassen die machen und schauen uns unsere eigenen Maschinen an."

@ Dr. Beyer und andere

... falsch! Es geht darum dass das Flugzeug nicht mehr in der Balance ist und der Flug z.B. beim "Segelflug" ohne Antrieb durch das Triebwerk permanent mit Landeklappenanstellwinkel geflogen werden muss. NUR dadurch kommt es zu Strömungsabrissen.

Das ist wie autonomes Fahren oder Atomkraftwerke. Wenn da mal 1000 Fahrzeuge gleichzeitig autonom rumfahren , oder bei AKW's irgendwelche Spezialsituationen eintreten dann gibts große Katastrophen.

Braucht die Menscheit das??

Wir sollten uns lieber um unsere absterbende Umwelt kümmern!

@Demokratieschue... 13:44 - billige rhetorische Tricks

Zitat: "und gegen Verbesserungen bei der Flugunfallermittlung ... kann doch niemand was haben oder??"

... es hat definitiv niemand etwas dagegen - indem Sie dies so postulieren, unterstellen Sie das aber ...

... nur um davon abzulenken, dass Sie in nicht hinnehmbarer Art und Weise den Ermittlungsbehörden kognitive Inkompetenz unterstellen, wo es sich nur um ein fehlendes Stück Software handelt, die auch überhaupt nicht erforderlich ist, da in Frankreich bereits vorhanden ...

... was soll also das Gezeter? Geht es nur darum, mal wieder reflexartig auf deutschen Behörden rumzuhacken? ...

Zitat: "Die Ermittler beim Fall Lion-Air haben deutlich gesagt, dass die Maschine NICHT flugtauglich war!"

... ein weiterer rhetorischer Kunstgriff, der glauben machen soll, dass eine komplette Modellreihe untauglich sei - dabei ging es nur um ein konkretes Flugzeug ...

Hören Sie auf, ungerechtfertigt Behörden in Deutschland schlecht zu machen!

Boeing hat ein Problem - nicht wir!

@11:34 von Demokratieschue...

"dann sollte Boeing uns diese Original-Software der Maschine mal ganz fix liefern" - wieder mal etwas unüberlegt: Die werden einen Teufel tun, uns (=Airbus) ihre internen technischen Unterlagen zu überlassen.

Darstellung: