Ihre Meinung zu: Vor Beratungen in Berlin: SPD fordert Solidarität bei Pflege

13. März 2019 - 10:50 Uhr

Eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung fordert die SPD. Dazu gehöre die Reduzierung des Eigenanteils der Pflegebedürftigen. Beamte und Selbstständige sollten über eine Bürgerversicherung beteiligt werden.

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Kommentare

Versicherungspflicht für Beamte und Selbstständige notwendig

erhalten die dann auch Leistungen aus dieser Pflegeversicherung ?
oder werden die nur abgezockt

Die steigende Zahl Pflegebedürftiger.....

..... erhöht die Pflegekosten.Daraus resultierend regelmässige Beitragserhöhungen für Pflichtbeitragszahlern.

natürlich

sollten auch Beamte und Selbständige entsprechende Beiträge leisten. Nur ist das leider eines der Themen, bei denen die CDU und Frau Merkel bisher immer auf extra stur geschaltet haben, weil es die Kern-Wählerschaft der Union betrifft. Und wie weit Frau Merkels Sturheit gehen kann, haben wir ja alle schon zur Genüge erfahren dürfen.

Sehr schwache Leistung Herr Klingbeil.....

Wer solche Forderungen aufstellt hat das Prinzip Beamte nicht verstanden. Die Beamten leisten ihren Beitrag genau so wie alle anderen, nur wird Ihnen Vieles aus dem Topf der steuerlichen Verpflichtungen direkt vorher abgezogen. Somit müsste für diesen Vorschlag der Bürgerversicherung für Alle, dieser Betrag den Gehältern der Beamten in Zukunft vorher zusätzlich zugerechnet werden, um ihn dann wieder abzuziehen - was für ein Schwachsinn. Die Kostenexplosion im Gesundheitssektor verdanken wir der Wirschaft, die den Hals nicht voll genug bekommen kann. Dort sollte mal genauer hingeschaut werden und das erwarte ich auch von unseren Vertretern in der Politik. Eine echte Lachnummer.....

Eine grundlegende Reform

wäre angesagt
wenn ein Tag auf einer Intensivstation 3.000 ...4.000 Euro kosten kann
ebenso locker ein Platz im Pflegeheim
sollte man auch an die Verantwortung aller in der Gesellschaft appellieren
sich solidarisch zu zeigen
und etwas beizutragen auch wenn einem mal ne Arbeit/Tätigkeit nicht so zusagt
man sich in seiner "Menschenwürde" beeinträchtigt sieht

Wie schon bei der privaten

Wie schon bei der privaten Krankenversicherung /gesetzliche Krankenversicherung werden die Konservativen =CDU,CSU dies zu verhindern wissen. Eine Versicherung für alle,wer mehr will kann sich zusätzlich versichern.

Es könnte so einfach sein...

Pflege zu 100% in staatliche Hand, Finanzierung über Steuer, bei Bedarf auch mit pauschalem Eigenanteil und gut ist. Das schöne dabei man kann rein kostendeckend arbeiten, keiner stopft sich die Taschen voll.

Schon komisch, wenn die Entscheidung gegen die werte Wählerschaft geht, kommt man schnell zu einem Ergebnis. Da wird nicht groß diskutiert aber wehe man könnte mal eine Entscheidung zu Gunsten des gemeinen Volkes treffen...

Gewinnstreben auf dem Rücken der Pflegebedürftigen, pfui Deibel!

@Am 13. März 2019 um 11:26 von Sparer

Sie erzählen Unsinn. Gesetzlich krankenversicherte Beamte zahlen auch in die gesetzliche Pflegversicherung ein. Wer privat versichert ist als Beamter muß eine private Pflegeversicherung abschließen.
Auch die Selbstständigen sind davon nicht ausgenommen, da die Pflegversicherung verpflichtend für alle ist.
Aber immer auf Merkel und die CDU (nicht meine Partei) einschlagen.

Zahlung der Kosten über GKV

Wenn ich die Sachlage richtig verstanden habe, werden die "Pflegekosten" zur Zeit über die Pflegekasse abgerechnet. Und das auch, wenn es sich um Krankheitskosten handelt. So werden für das Stellen von Tabletten im Pflegeheim viel weniger Kosten von der Pflegekasse übernommen, als für die selbe Leistung im Krankenhaus von der Krankenkasse. Deswegen bleiben die nicht unerheblichen Restkosten am Patienten hängen. Warum bezahlt denn nicht die GKV? Sitzen die kranken Kassen nicht auf Milliarden? Vielleicht könnte das ein Insider mal widerlegen oder bestätigen?

Das Modell

was Deutschland hat, stimmt schon lange nicht mehr. Man muss doch nur in die Nachbarstaaten schauen wo so etwas gut funktioniert.
Natürlich können Rentner die nur 1000 Euro im Schnitt bekommen nicht die Pflege bezahlen.
Das gesamte System geht nicht.
Alle eine Kasse spart schon mal Milliarden an Lohnkosten für unendlich viele Kassen und deren Vorstände nebst Mitarbeiter, Gebäude und Fahrzeuge gar nicht mitberechnet.
Und natürlich ist das eine Gesellschaftliche Aufgabe, die Menschen haben doch Ihr ganzen Leben Steuern gezahlt.
Also ist doch Steuerzuschuss gar keine Frage, sondern eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Aber wir brauchen Gelder ja für andere Dinge, Waffen zum Beispiel.
In anderen Ländern werden die Alten gut versorgt, nur im reichen Deutschland geht das nicht, fängt schon bei den Renten an.

Gute Pflege hat einen Namen ..

lautet der Werbespruch eines großen "gemeinnützigen" kirchlichen Pflegedienstleisters. Vor allem ist Pflege teuer, ob sie gut ist, ist nicht nur vom Geld abhängig.

Die Pflege verteuert sich zunehmend ungebremst.

Die Pflege ist so teuer, dass die Eigenvorsorge für einen Großteil keinen Sinn mehr macht. Das Eigentum, u.a. die mühsam ersparte eigene Wohnung ist schnell verbraucht.
Sind Kinder da, werden sie in Haftung genommen und sollten doch schon für sich selbst vorsorgen.

Die Eigenvorsorge, jede Versicherung verliert so an Sinn, denn am Ende steht trotzdem immer öfters der Sozialfall. Wieviel Pflegefälle werden heute schon so finanziert? Wie sieht das in Zukunft aus? Pflege, Krankheit, ein Milliardengeschäft. Wo wird im Vergleich mehr Geld eingesetzt. Für was genau? Für die eigentliche Pflege? Eine Blackbox!

nackte Angst

Die SPD überschlägt sich ja zur Zeit mit Vorschlägen aus der Arbeits- und Sozialwelt.
Wenn ich die neuste Wahlumfrage sehe, weiß ich auch warum.
Diese Populisten sind so unglaubwürdig, daß sie wieder bei 15 % im Bundestag und noch darunter bei EU-Wahlen liegen.
Die nackte Angst treibt Nahles und Co. zu Forderungen nach Vergünstigungen für alle Bedürftige ohne den Millionären etwas wegzunehmen.
Und das dies unglaubwürdig und so nicht realisierbar ist, sagen nicht nur die anderen Parteien.

12:07 von gman

Das Eigentum, u.a. die mühsam ersparte eigene Wohnung ist schnell verbraucht.
.
und genau da sehe ich das Problem
wer verantwortungsbewußt handelt
Vorsorge in Form von Bargeld, Versicherung oder Wohnung schafft
wird im Alter zur Kasse gebeten .... zahlt seine Pflege selbst
jeder andere, der sich ein lockeres Leben gemacht hat, Reisen oder Nichtstun
wird über die Steuermittel der Allgemeinheit versorgt
ob das auf Dauer gut geht bei den enormen Kosten die anfallen ?

@11:18 von Sisyphos3

Es geht nicht um Abzocke, sondern darum, dass nicht nur Arbeitnehmer sondern ALLE Beamten und Selbständige insbesondere ihren Eigenanteil in dieses System stemmen!

@11:37 von G.sonntag

Sehr gut! Diese Abzocke der privaten Kassen sollte endlich abgeschafft werden.
Die Leistungen der Ärzte sind ja wegen einer privaten Versicherung nicht zwangsläufig besser. Nur können die Ärzte hier mehr und ggf. geschickter abrechnen!
Im Alter bekommen dann viele privat Versicherte nicht nur Probleme mit den Beiträgen, sondern auch mit dem Aufwand zum Einreichen der Rechnungen!
Der einzelne Versicherte einer privaten Kasse bemerkt die Defizite in den Verträgen erst Jahre später. Zumal diese Kassen auch noch ihre Versicherten zuvor aussortieren können.
Nicht nur die C-Parteien, auch die F-Partei lehnen dies ab!

Der SPD reicht wohl die erst

Der SPD reicht wohl die erst kürzlich erfolgte Erhöhung der Pflegeversicherungsbeiträge um 20% ! nicht ( von 2,55 auf 3,05% ). SPD'ler denken anscheinend nur an's Geldausgeben; dabei beträgt der Anteil der Sozialausgaben bereits jetzt etwa 30% des BIP ( etwa € 1000 Milliarden pro Jahr ).

12:13 von Marc19

so isses! dieser aussage schliesse ich mich vollumfänglich an! ich.... usw

12:15 von Provinzposse

die Frage ist doch ob Selbständige und Beamte bisher aus diesem System bedient wurden
also wenn ich keine Leistungen erhalte warum dann zahlen
oder zahlen sie in eine Autoversicherung wenn sie gar kein Auto haben

Plötzlich

will die alte Tante SPD mit Wohltaten nur so um sich schmeissen. Obwohl nun eine gefühlte Ewigkeit mit in der Regierung, hätten sie doch alle Möglichkeiten gehabt, ihr soziales Profil zu zeigen.
Bevor wieder Geschenke für jedermann gemacht werden, sollten sie sich erst einmal um das begangene Unrecht der doppelt abgezockten Betriebsrentner kümmern. Oder will man diese gar noch einmal abzocken, um die Rundumverteilug zu finanzieren?

@joyomaran

"Die Beamten leisten ihren Beitrag genau so wie alle anderen, nur wird Ihnen Vieles aus dem Topf der steuerlichen Verpflichtungen direkt vorher abgezogen." - Sehr richtig! Man muß immer den gesamten Sachverhalt berücksichtigen - aber der ist natürlich mühsam zu eruieren! - Auch dem Rest Ihrer Ausführungen stimme ich voll zu!

Und ich dachte immer, diese

Und ich dachte immer, diese (s)P(d) war die letzten Jahre mit in der Regierungsverantwortung, und nun kommen die mit diesem obeflächlichen Populismus daher. Die Not das nun auch noch die letzten Wähler davon rennen muss schon recht gross sein.

@ Sisyphos3

Wie sind Sie denn heute wieder drauf?

"Abzocke" ist Proll-Vokabular. Haben Sie das nötig? Wir haben nach wie vor ein gut sortiertes Sozialsystem, in dem sich prinzipiell um alle gekümmert wird. Diese ständige Befürchtung, ich könnte evtl. ein paar Euro mehr einbezahlen, als ich am Ende heraus bekomme, kann ich nicht nachvollziehen.

Ihr Einwand "Mangel an nachhaltiger Lebensplanung" zieht auch nicht so ganz. Am Ende sind wir immer alle schlauer.

12:43 von vox moderandi

Diese ständige Befürchtung, ich könnte evtl. ein paar Euro mehr einbezahlen, als ich am Ende heraus bekomme, kann ich nicht nachvollziehen.
.
ist es so schlimm ?
jahrzehntelang habe ich als Single den höchsten Beitrag in die Krankenkasse bezahlt
und geringverdienende Familien mit 10 Kindern finanziert
damit habe ich absolut kein Problem
auch nicht dass ich kaum Kosten verursachte
eben Glück gehabt - das ist für mich Solidarität
es ärgert mich nur, wenn einige sich aus der Solidargemeinschaft ausklinken
aber trotzdem Forderungen stellen
denke eben man hat in einer Gesellschaft eben auch Pflichten

Sisyphos, 11.18h

Beamte bezahlen ebenfalls Pflegeversicherung.
Eine Krankversicherungspflicht besteht ebenfalls.

Wie handhaben unsere westlichen Nachbarländer Pflegende in den Pflegeeinrichtungen? Siehe Beispiel Österreich siehe Fakt Quelle: "Pflegeversicherung in Österreich gesetzlich geregelt." Auszug Zitat: "Die Leistungen sind für alle Versicherten gleich, unabhängig vom Einkommen und Vermögen." Rentner zahlen laut Gesetz 80% ihrer Rente für den Pflegeplatz, 20% stehen ihm laut Gesetz als Taschengeld zu. Weitere Kosten fallen nicht an, weil aus Steuermittel der Pflegeplatz bezahlt wird. Ähnlich trifft es für sämtliche Nachbarländer, nur das reiche Deutschland entzieht sich dieser Pflicht. Wer für diesen Staat gearbeitet und seine Gesundheit geopfert hat wird vom deutschen Staat bestraft mit ca. 2 400 - 2 700 Euro Zuzahlung im Monat. Sozial ungerecht, wenn jeder Bürger unseres Landes, auch die Beamten und Politiker in die gesetzliche Krankenversicherung endlich einzahlen würden. Nur die Beamten und Pensionäre kosten dem Staat im Jahr für die Krankenversicherung ca 210 Milliarden Euro.

@m.g., 13.10h

Ich weiß nicht, woher Sie die 210 Milliarden Euro haben.
Krankenversicherung nur für Beamte und Pensionäre?
Da stimmt was nicht.
Was Sie aber nicht erwähnen ist die Tatsache, dass der Staat ein Berufsleben lang für seine Beamten keine Arbeitgeberbeiträge zahlt und im Krankheitsfall, und nur dann, wird die Beihilfe fällig, je nach Familienstand.
Unter Strich spar nur einer und das ist der Staat als Dienstherr.

An moderandi, Ich verstehe unter ein gut sortiertes

Sozialsystem etwas anderes. In unseren westlichen Nachbarländern muss jeder Bürger in die Solidarversicherungen der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen zum Wohle der jeweiligen Nation einzahlen. Nur in unserem Land entziehen sich laut Gesetz die Besserverdienenden ( ab 6 000 Euro monatlichem Einkommen), die Selbständigen, Beamten und Politiker diesem Solidarsystem, geschätzte ca. 9 Millionen Bürger. Sind wir nicht ein deutsches Volk, oder sind wir inzwischen zwei deutsche Nationen? Lesen Sie wie alle Befürworter der heutigen Politik unserer Regierenden in Berlin siehe Fakt Quelle: "Pflegeversicherung in Österreich im Vergleich." Jeder Bürger, der einen Pflegeplatz in Anspruch nehmen muss, zahlt lediglich 80% seiner Rente für diesen Pflegeplatz, mehr nicht. Ähnliches trifft für sämtliche westlichen Nachbarländer zu, weil jeder Bürger ausnahmslos, auch die Beamten, Selbständigen, Politiker und Besserverdienenden in die gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen einzahlen.

12:13 von Marc19

völlig richtig was die täglichen Neuvorschläge der SPD betrifft. Im übrigen sind diese Finanzlöcher im sozialen Bereich seit Jahren, man kann sogar sagen Jahrzehnten zu erwarten gewesen, der demographische Wandel lässt grüssen. Es gab und gibt keine Konzepte einer sinnvollen und nachhaltigen Anpassung, was soviel heißt wie - das ist erst der Anfang, das dicke Ende kommt noch.

Das Milchmädchen und der letzte Strohhalm

Es war einmal eine einstmals große mächtige Partei, nicht alle aber viele fanden sie gut da sie sich für die fleißigen Arbeitenden einsetzten,. Sie war auf Ausgleich bedacht. Es gab Zeiten da zahlten auch nur sehr, sehr gut verdienende den höchsten Steuersatz (1960 ab 100.00 Taler).
Dann wurde sie über viele Jahre abgelenkt und vergaß das Wahlvolk und dachte es müsse sich nur noch um wenige in Ihrem oder aus einem anderen Land kümmern.
Dazu brauchte sie immer mehr Helfer die in Büros saßen und das viele Geld verwalteten...
Eines Tages musste aber die fleißigen Arbeiter auch schon den höchsten Steuersatz zahlen , weil sie Schichtzulagen etc. bekamen, auch im Alter blieb kaum Geld für die sie Pflegenden und bei Krankheit für die Behandelnden übrig. Weil ja so viele Menschen Geld fürs Geldverwalten und die Kontrolle der Arbeitenden brauchten.
So kam es das kaum einer die Partei dann noch wählte....
da weinte sie bitterlich und klammerte sich an den letzten Strohhalm namens: Neid

Zu 12:14 von Sisyphos3 -Sinn und Zweck der Eigenvorsorge-

12:07 von gman
Das Eigentum, u.a. die mühsam ersparte eigene Wohnung ist schnell verbraucht.
.
und genau da sehe ich das Problem
wer verantwortungsbewußt handelt
Vorsorge in Form von Bargeld, Versicherung oder Wohnung schafft
wird im Alter zur Kasse gebeten .... zahlt seine Pflege selbst
jeder andere, der sich ein lockeres Leben gemacht hat, Reisen oder Nichtstun
wird über die Steuermittel der Allgemeinheit versorgt
ob das auf Dauer gut geht bei den enormen Kosten die anfallen ?

@Sisyphos3, eine rhetorische Frage! Eigenvorsorge macht bei dieser Politik zunehmend keinen Sinn mehr.
Steuern, Abgaben, Gebühren, Beiträge, schleichende oder direkte Enteignung -Negativzinsen-.
Die Schuldenmacher sind dabei die Helden, die Sparer die Dummen.
Früher oder später wird für Dritte abkassiert wie die Erfahrungen zeigen.
Das geht nicht gut, nicht für Deutschland, nicht für die EU.
Die Schuldenmacher bleiben, die Briten gehen. Was für eine Zukunft?
Das Muster gilt auch bei der Pflege!

12:43 von vox moderandi

"Abzocke" ist Proll-Vokabular
.
Nachtrag,
habe ich den Begriff aktuell verwendet ?

Pflegekosten..

entstehen aus meiner Erfahrung in der (psychiatrischen) Krankenpflege vor allem durch immer mehr teure Vorstände, Controller und Manager für alles mögliche nebst Vorzimmerdamen..

Andererseits zahlt der MDK immer weniger Geld, falls nicht ausreichend dokumentiert wird,was wir mit unseren Patienten machen.

Da traut sich aber niemand ran, denn das Gesundheitswesen wird durch BWL-Absolventen mit großer Lobby regiert, die sich nicht so leicht einschränken lassen.

Die einzelnen Pflegekräfte müssen ausbaden, was sich Leute ohne Fachwissen ausdenken, auch wenn es sinnlos ist.

meint ein Fachkrankenpfleger mit 30 Jahren Berufserfahrung..

@ joyomaran 11:32 Uhr

" Die Beamten leisten ihren Beitrag genau so wie alle anderen, nur wird Ihnen Vieles aus dem Topf der steuerlichen Verpflichtungen direkt vorher abgezogen."
Eine undurchsichtige und separate Berechnungsgrundlage sind halt der Fehler im System:
Nur vier Punkte:
*) Brutto abzügl. Steuern und vom nicht mehr vorhandenem Brutto Sozialabgaben in Prozentpunkte leisten nur Pflichtversicherte.
*) Das letzte Einkommen (ich glaube drei Jahre) führt zu mehr als 70% Pension, dagegen der Beitrag in Relation zum gesamten Beitrag aller Pflichtversicherten zu ca. 50% Rente (weniger ist avisiert).
*) Nur Sozialkassen leisten im Auftrag des Staates (keine Einwände) ersetzt aber nur einen Teil dieser gesellschaftlichen Kosten.
*) Oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze unterstellt der Gesetzgeben dem Pflichtversicherten grundsätzlich die Befähigung sich eigenverantwortlich um seine Altersversorgung zu kümmern.
Diese Kappung entfällt bei Beamten und Politiker mit der Schlussfolgerung...!

@ Sisyphos3

"es ärgert mich nur, wenn einige sich aus der Solidargemeinschaft ausklinken
aber trotzdem Forderungen stellen"

Na, hört sich doch schon besser an ...

Aus der Solidargemeinschaft klinken sich aber meistens die Besserverdienenden aus, die es sich leisten können, irgendwelche Schlupflöcher zu finanzieren. Den Schnorrer vom Bahnhofsvorplatz sehe ich nicht so sehr als Problem. Der ärgert mich nicht. Der tut mit leid.

Ja, Profitgier hat hier keinen Platz. Aber da ist nicht das eigentliche große Problem. @Erica-Melissa, es ist nicht immer das böse Kapital, nicht jeder Kapitalanleger ist gierig und böse. Er gibt sein Geld, trägt das Risiko. Er darf erwarten, sein Geld wieder zu bekommen plus einem angemessenen Ertrag für Risiko, Inflation und Nutzen

Es sind hier Milliarden im Spiel. Ob diese effektiv und effizient ausgegebern werden muss endlich hinterfragt werden.

Auch zahlreiche Posten und Pöstchen für risikolose Verwaltungsaufgaben horrend vergütet führen zu horrenden Preisen.

Gestern gab es eine Sendung über die zahlreichen Verkehrsbetriebe im Ruhrgebiet.
Dutzende Versorgungsposten und Pöstchen für Parteimitglieder. Darauf will man nicht verzichten.
Vergütungen und Altersversorgung die nicht nachvollziehbar sind.
Schon gar nicht, wenn man die mangelhaften Leistungen für die Allgemeinheit als Maßstab nimmt.

Bei Pflege, Krankheit, Kassen ist es nicht besser.

Genau da liegt der Hund begraben.

Ein altes Pärchen, die SPD und die Solidarität ...

Alles kostet, alles kostet immer mehr - unser Problem scheint, das wir nicht beständig mehr konsumieren können. Wenn wir aus bisher sehr produktiven Automobilarbeitern inzwischen sehr viel weniger produktive Pflegekräfte machen (die dringend gebraucht werden) was macht das langfristig mit unserer Investitionsrate, was mit Lohnsteigerungen aus Produktivitätszuwächsen (die in der Industrie tendenziell höher ausfallen als in der Dienstleistung), wann melden sich hier die "Angst um Deutschland Haber", wann die Klage um das Kartenhaus der Paritäten.... Wenn es (angeblich) überall fehlt, ist es unsachlich udn Verantwortungslos überall nach dem Steuersäckel zu rufen, das ist bekanntermaßen kein Füllhorn, aus dem mehr raus kommt als rein geht - und wenn doch dann über steigende Verschuldung.

@ m.g.

"Ich verstehe unter ein gut sortiertes
Sozialsystem etwas anderes. In unseren westlichen Nachbarländern muss jeder Bürger in die Solidarversicherungen der gesetzlichen Renten- und Krankenversicherungen zum Wohle der jeweiligen Nation einzahlen."

Sie haben wahrscheinlich gut recherchiert. Deswegen will ich da nicht wiedersprechen. Ich will auch nicht behaupten, dass es bei uns kein Verbesserungspotential gibt. Mich ärgert nur diese Prinzipien-Meckerei, die in diesem Forum teilweise gepflegt wird. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob es mir als Normalverdiener (ich arbeite in der Krankenpflege) in Ö automatisch "besser" ginge. Auch da muss das Geld ja irgendwo her kommen.

im SPD Wunderland

Gibt es vermutlich unendlich Geld, ich lese nur immer Vorschläge die Geld kosten.
Oft lese ich nicht woher das Geld kommen soll.
Zumal jeder Vorschlag auch in schlechteren Konjunktur Phasen bezahlt werden muss.

Beamte und Selbständige sind auch Pflegepflichtversichert

Immer die selben Plattitüden. Nur weil alles gesetzliche hochgradig ineffizient ist muss das ja nicht heißen, dass man diese Ineffizienz beibehält und mit noch mehr Geld zementiert.

Zudem sind viele Selbständige gesetzlich versichert und somit in der Pflegepflichtversicherung. Und wer PKV versichert ist, der hat ebenfalls eine Pflegepflichtversicherung. Komisch, dass man hier effizienter ist...

Zuerst sollte man mal die Potentiale bei der gesetzlichen Versicherung heben.

Als da wären:

Abschaffung aller gesetzlichen Krankenkassen. Dann gibts auch keine Versorgungsposten und Pöstchen mehr.

Verschlankung der Verwaltung der Pflegeversicherung. Vorbild ist hier die PKV.

Und ja. Eine Pflegevollversicherung wäre denkbar, aber im Umlageverfahren.

Wieso sollten Beamte und andere PKV Versicherte über Steuern etwas mit finanzieren? Es sei denn es fließen anteilig Steuermittel auch in die Pflegeversicherung der Privaten.

Da sind Sie wohl auf die sinnbefreite Polemik der SPD herein gefallen.

Da wird wieder versucht, diesmal durch die Hintertüre, eine generelle Bürgerversicherung ein zu führen.

Auch PKV Versicherte zahlen Beiträge zur Pflegeversicherung. Verpflichtend.

Nur eben in eine private PPV, die eben kostengünstiger und effizienter ist als das, was die gesetzliche PPV so zu Stande bringt.

13. März 2019 um 15:39 von 91541matthias

Wie öfters, kann ich mich Ihrem Beitrag nur anschließen. Zu erwähnen ist auch, dass die Rendite stimmen muss, gleichgültig ob Privatbetreiber, soziale oder christliche Einrichtung.

Das ist meine eigene, berufliche Erfahrung im psychosozialen Bereich und deshalb bin ich froh, dass ich inzwischen in Rente bin und mich diesem System nicht mehr unterwerfen muss.

Die Menschlichkeit tritt immer mehr in den Hintergrund und um da gegen an zu kämpfen werde ich mich in diesem Bereich auch weiter ehrenamtlich engagieren. Das hat auch den Vorteil, dass ich alle Dingen klarer benennen kann weil die Angst um den Arbeitsplatz weg ist.

Über die Strukturen die in diesem Bereich existieren will ich mich an dieser Stelle nicht äußern.

@ Sisyphos3

>> "Abzocke" ist Proll-Vokabular
.
Nachtrag,
habe ich den Begriff aktuell verwendet ? <<

Ja, haben Sie. In diesem Thread.

Pflegevollversicherung ist unsozial

Mir ist kein Grund ersichtlich, warum Pflege im Alter nicht zu Lasten des Erbes gehen sollte.
Für alle, die ihre Pflege nicht zahlen können wird heute und wurde auch schon vor der Pflegeversicherung gezahlt. Bei einer Vollversicherung zahlen Geringverdienende noch mehr für solche, deren Erbe bewahrt wird, ohne selber mehr zu bekommen. Das ist Umverteilung nach oben.

Zu 15:39 von 91541matthias "Pflegekosten ---

entstehen aus meiner Erfahrung in der (psychiatrischen) Krankenpflege vor allem durch immer mehr teure Vorstände, Controller und Manager für alles mögliche nebst Vorzimmerdamen..

Zustimmung! Diese Erkenntnis haben nicht nur Pfleger. Die Erkenntnis ist auch nicht nur in der psychiatrischen Krankenpflege richtig. Wohl mehr in der Altenpflege. Nicht prinzipiell aber zu häufig.

Meine Rede:
https://meta.tagesschau.de/id/141196/
vor-beratungen-in-berlin-spd-fordert-solidaritaet-bei-pflege#comment-3774078

Es gibt viele Fragen zu Pflege- und Arzt- und Arzneikosten und mehr ....
Ein Arzt macht wöchentlich "Hausbesuche" in einem Pflegeheim und trifft in kurzer Zeit ein Dutzend Patienten. Wie sieht die Abrechnung aus? Eine Apotheke beliefert ein Altenheim. Monopolpreise wie im Einzelverkauf. ...

Warum

Warum Beamte nicht Soziealleistungen berappen müssen, sprich der Gesellschaft helfen, verstehe ich nicht.
Bei Mann und Frau wird ständig von Gleichberechtigung gesprochen. Und hier? Sind einige gleicher als gleich.

@vriegel

Abschaffung alles GKV?
Ihnen ist offenbar nicht der grundlegende Unterschied der beiden Kassensysteme bekannt. Die GKV und Pflegekassen laufen nach einem Solidarprinzip. Einfach mal googeln. Und wenn Sie es gerne US-amerikanisch wollen - nur Versorgung für Leute mit Geld - dann wandern Sie doch bitte aus...

Am 13. März 2019 um 16:39 von RDSBMC

"Bei einer Vollversicherung zahlen Geringverdienende noch mehr für solche, deren Erbe bewahrt wird, ohne selber mehr zu bekommen. Das ist Umverteilung nach oben."

Geringverdienende bezahlen ohnehin wenig bis gar nichts in die PKV. Ihr Anteil am Gesamtvolumen sind die sprichwörtlichen Peanuts.
Unsozial ist es z.B. Person 1, die 40 Jahre 3000 Netto hatte ein Eigenheim abzunehmen und weniger aus der PKV zu bezahlen als Person 2, die ebenso 40 Jahre 3000 Netto hatte aber lieber 3 Mal im Jahr in Urlaub flog und in Miete lebte.
Das heißt wie übrigens auch bei Hartz IV Verantwortungslosigkeit wird belohnt, ein sozialverträglicher, vorausschauender Lebensstil wird bestraft.

Es läuft was gewaltig schief in diesem Land!

Zu 16:39 von RDSBMC "Umverteilung" (?) Neid pur!

Pflegevollversicherung ist unsozial
Mir ist kein Grund ersichtlich, warum Pflege im Alter nicht zu Lasten des Erbes gehen sollte.
Für alle, die ihre Pflege nicht zahlen können wird heute und wurde auch schon vor der Pflegeversicherung gezahlt. Bei einer Vollversicherung zahlen Geringverdienende noch mehr für solche, deren Erbe bewahrt wird, ohne selber mehr zu bekommen. Das ist Umverteilung nach oben.

Pflegevollversicherung unsozial! Nonsens, das Gegenteil wäre richtig. Von wo wird hier "nach oben" umverteilt? Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Wer nicht vorsorgt, auch wenn er es konnte, wird von der Allgemeinheit versorgt. Ist das in ihrem Sinne sozial? Wer Steuern und Beiträge bezahlt finanziert dessen Pflege. Nach dorthin wird "verteilt". Aber ja, man greift gerne in andere Taschen.

Realität ist, Rente und PV decken schon lange nicht mehr die Kosten. Das "Erbe" wird verbraucht. Gegebenenfalls haftet noch der Partner oder die Kinder. Vererbt wird dann nichts. Neidisch?

So lange Unternehmungen

damit Profit erwirtschaften müssen, wird es teuer bleiben und noch teurer werden. Zu Lasten der Patienten und Pflegekräften.

Pflege a la SPD

Zugunsten der privaten Pflegekonzerne macht Deutschland das Falsche immer faelscher: Gerade die schwaechsten Alten werden finanziell voellig abgezogen, kaserniert, vernachlessigt oder gar, wie oft genug berichtet, gefoltert oder getoetet ! Alle Parteien gaukeln hier nur vor, Probleme loesen zu wollen.

Warum lernt man nicht einfach von Schweden:
Weg mit der Pflegeversicherung, Pflege nur noch in staatlicher Hand und steuerfinanziert !

Wer glaubt denn noch an den potemkinschen SPD-Sozialstaat, der Hartz4 umbenennt in Twix, aber nichts an den Armutssaetzen des Regelsatzes aendern will ? Da trennt sich die Spreu vom Weizen.

SPD fordert Solidarität bei Pflege

Am 13. März 2019 um 12:29 von Intelligenz

Aufgrund der Besitzstandswahrung muss sein Dienstherr, sofern der Beamte in eine soziale Pflegekasse einzahlen sollte, ihm die Beiträge für die Pflegekasse in Form einer entsprechenden Gehaltserhöhung ausgleichen und zuzsätzlich den Arbeitgeberanteil aus Steuergeldern in die soziale Pflegekasse einzahlen. Unterm Strich bedeutet dies eine enorme Erhöhung von Ausgaben aus Steuermitteln.

Eine "Besitzstandswahrung für Beamte" sollte es schon lange in D nicht mehr geben.
Den Angestellten und Arbeitern hat man sie schon lange genommen. Alle zahlen, wie in der Schweiz, Beiträge in die Sozialkassen, auch Beamte und Selbestständige.
Und die Großunternehmen sollte man entsprechend hoch besteuern. Und nicht nur
Pfennige an den Staat.

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