Kommentare

Kritik

Wenn dem guten Mann die Kritik so wichtig ist, warum veröffentlicht er sein Buch nicht kostenlos im Netz?

Konsistenz der Berichterstattung

Heute nachmittag musste ich lesen, dass Deutschland eine digitale Wüste sei, weil in der Schule IT nicht implementiert würde. Und nun ist Facebook des Teufels - und die digitale Welt des Teufels?
Weder das eine noch das andere ist richtig. Und ich warte noch darauf, dass in der Berichterstattung nicht mehr die Welt in "Gut" und "Böse" geteilt wird, sondern das Mehr und Weniger wertgeschätzt wird. Für ALLES gibt es ein zuviel (sogar zuviel Glück), und ein zu wenig.
Und im übrigen - lesen die Redakteure eigentlich, was ihre Kollegen schreiben? Es täte mal gut!

Recht hat der Mann! Absolut

Recht hat der Mann!
Absolut Recht!
Oder will er nur sein Buch verkaufen?
Nein das denke ich nicht. Ich denke dagegen hier wird mutig in einem trüben Kessel gerührt, mit dem die wenigen Besitzer Milliarden abschöpfen zu Lasten unser aller privaten Daten ohne daß wir wirklich etwas dagegen tun können. Nach den AGBs können wir ausschließlich akzeptieren oder müssen mit hängenden Ohren gehen.
Traurige Welt

verstehe die Aufregung nicht

Ich erwarte guten Datenschutz von der Bank und vom Email Provider. Bei Ebay und Amazon usw, erwarte ich nur dass meine Passwörte gut geschützt sind, und dass ich keine lästige Werbung erhalte.

Von sozialen Medien erwarte ich gar nichts, schon wegen der völlig offensichtlich offenen Struktur des Mediums. Ich habe bei Facebook zwar privat gepostet, aber nur Informationen eingegeben, wo es mir ziemlich egal war wenn das alles mal gehackt, oder von Facebook anderweitig benutzt wird.

Würden mehr Menschen vorher überlegter handeln, brauchten sie sich nacher weniger empören.

Freiheit

Klar, niemand ist gezwungen, Facebook zu nutzen.Wer es tut, kann nur zu seiner Datennutzung zustimmen, um es zu nutzen.
Wer sein Android Mobiltelefon benutzen möchte, muss sich bei Google diesbezüglich ausziehen.
Da die Regelungen aber konzerneigene Schöpfungen sind, entzieht sich die Nutzung persönlicher Daten jedweder Kontrolle.
Quasi eine stillschweigende Enteignung jenseits jeder gesetzlichen Kontrollmöglichkeiten.
Hier sollte unser Staat klare Regeln und eine angemessene Besteuerung zur Stärkung der Daseinsvorsorge schnellstens schaffen.
Eine Kernaufgabe unserer Parlamentarier.
Man sollte sie daran erinnern.

Die Zerschlagung und Regulierung

ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, wenn nicht andere Einflüsse schon zuvor eine gleiche Wirkung erzielen.

Ja, möglichst weltweite

Ja, möglichst weltweite gesetzliche Regelungen, Entflechtung und Besteuerung muss her. Die Unternehmen agieren schon global, die Regierungen noch nicht wirklich.

Der Mann hat Recht!

Medien und Internet, verdrehte neue Welt!
Mittlerweile geht es neben dem Datensammeln ja auch noch um : "Fake News!"
Alle, auch die Medien, haben aufgehört tiefgründig nachzudenken und erst DANN zu berichten.
Insofern hat McNamee Recht, diese übermachtigen Weltknonzerne gehören aufgespalten, weil es in der Natur des Kapitalismus liegt immer mehr an "Wert" anhäufen zu wollen.
Letztendlich geht es beim Datensammeln und bei der Analyse der Daten auch darum das "denken" des Beobachteten zu analysieren und Ihm dann, gegen Bezahlung durch die Auftraggeber, gezielte Werbung, persönlich auf Ihn zugeschnitten, zukommen zu lassen!
Beim Thema "Fake News" geht es jetzt noch weiter!
Die meisten Medien recherchieren nicht mehr, sondern übernehmen einfach von anderen Medien.
Nehmen wir das Beispiel: Russland hat die Wahlen in den USA beeinflusst.
Alle wissen dass Cambridge Analytica aus UK die notwendigen Daten von Facebook erhalten hatte, trotzden gehts konstant weiter mit Fake News übers Internet!

Datenkrake

Es ist wie mit dem Rauchen. Den Nutzern ist es Sch..egal was mit ihren Daten gemacht wird.
Hört mit dem Gejammer auf oder steigt aus.
Mir würde es schon genügen wenn dieser Betrieb, wie der Rest der amerikanischen Errungenschaften endlich Steuern bezahlen würde.
Politiker, D, EU wo seit ihr noch mal?

So unterschiedlich kann man die Dinge sehen

Sie nennen es "er zeichnet ein düsteres Bild".

Ich nenne es: er beschreibt die Realität!

Ein wenig blutleer scheint mir der Artikel

Kenne den Herren, der sein Buch bewirbt nicht. Aber dass diese Firmen irgendwie auch Geld mit ihrem kostenlosen Angeboten machen wollen - verwundert nicht.

Auch die Autoindustrie will Gewinn machen. Und digital läuft das Gewinne-machen nun mal anders ab, als in der analogen Welt.

Und dass die Firmen nun mal nur mit unseren Daten Gewinne machen können - mag inde n USA, wo Datenschutz klein geschrieben wird, noch viele verwundern. Bei uns in Europa sollte das klar sein.

Wenn ich nicht will, dass facebook so viel von mir weiß, kann ich aufpassen, welche Daten ich facebook gebe. Oder sogar ganz auf die Nutzung verzichten.

Viel schlimmer ist anderes: wenn unser Staat, in Person der CSU-Verkehrsminister, Autobahngebühren durch automatisches ablesen der Autonummern überprüfen will und so der Staat ein Bewegungsprofil jedes Bürgers anlegen kann. Dann noch die Gesichtserkennung kommt, der Staat dann weiß wer wann wo war - ist das am Ende viel folgeschwerer.

Hier müsste diskutiert werden.

Dieses Thema ist nicht zu unterschätzen...

... und es ist noch kaum in unserem allgemeinen Bewusstsein angekommen, wie mir scheint:

Hier noch zwei Insider, die Wesentliches beizusteuern haben und Zusammenhänge, die wir uns kaum vorstellen können, erklären:

- Jaron Lanier:
Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

- Franklin Foer:
Welt ohne Geist

(Lanier ist technisch sehr versiert, sprachlich ist die Lektüre wegen vereinzelter Ausdrücke für mich keine Freude gewesen, Foer stellt eher einen größeren Überblick her. Lanier ist vielleicht erhellender.)

Debatte überfällig

Die Debatte ist längst überfällig, man muss wesentlich kritischer mit dem Internetz und seinen Auswüchsen umgehen.

Digital ist nicht per se besser, man sollte lernen zu differenzieren, und unseren Kindern beibringen auch ohne Tatschscreen klarzukommen.

Es geht längst nicht mehr nur darum, dass persönliche Daten geschützt werden. Es geht um gezielte Desinformation und politische Einflussnahme. Es geht darum, dass die digitale Infrastruktur angreifbar macht, für anonyme Saboteure am anderen Ende der Welt. Es geht um den Verlust von Kontrolle und Selbstbestimmung!

@th711

Aber nicht doch. Ich habe vor vielen Jahren die AGBs von Facebook gelesen und mich dagegen entschieden. Und ich versichere Ihnen: meine Ohren sind noch im ursprünglichen Zustand.

Denn: auch wenn uns immer wieder vermittelt wird "alle sind bei FB", "da muss man mitmachen". "es führt kein Weg dran vorbei" - all diese Leute wollen einfache Wege mit den Massen von Menschen umzugehen - in der einen oder anderen Absicht - man lebt ohne FB genau so wie vorher auch.

Ich arbeite in einem Kunstbetrieb. Wir leben ohne FB etc.
Und die meisten Künstler mit denen wir zu tun haben (Bildende Kunst) - die lehnen das ganze "soziale Medien" Getue auch ab.
Die sind um die 25 und sehr kritisch - was ich alte Frau überrascht und auch erfreut zur Kenntnis nahm.

Also: nicht resignieren - Ohren spitzen statt hängen lassen - Mut zum Nein!

@Hackonya2

Zitat: "Kritik
Wenn dem guten Mann die Kritik so wichtig ist, warum veröffentlicht er sein Buch nicht kostenlos im Netz?"

Wenn Ihnen ihre Arbeit wichtig ist, warum arbeiten Sie dann nicht kostenlos?

Reinhard Libuda

Zitat: "Freiheit
Klar, niemand ist gezwungen, Facebook zu nutzen.Wer es tut, kann nur zu seiner Datennutzung zustimmen, um es zu nutzen.
Wer sein Android Mobiltelefon benutzen möchte, muss sich bei Google diesbezüglich ausziehen."

Das ist nicht ganz richtig, es geht auch ohne Google, kostet allerdings ein wenig Mühe; Custom Roms heißt das Zauberwort, und Alternative App-Stores wie beispielsweise F-Droid. Dann hat man ein googlebefreites Android. Und man bekommt mit custom Roms wie etwa Lineage OS noch gleich ein Schmankerl dazu: regelmäßige Updates, so daß man sein Handy nicht nach zwei Jahren wegwerfen muß. Als Suchmaschine gibt es inzwischen einige sehr konkurrenzfähige Suchmaschinen, die keine Daten sammeln. Duckduckgo (benutze ich), Qwant, oder Ixquick Beispielsweise.

@Tisiphone

Zitat: "So unterschiedlich kann man die Dinge sehen
Sie nennen es "er zeichnet ein düsteres Bild".

Ich nenne es: er beschreibt die Realität!"

Das Eine schließt das Andere nicht aus :-) Es ist eben ein düsteres Bild der Realität.

Entschuldigung.... @Hackonya2

mir scheint Sie haben die Kritik des "guten Mannes" nicht (richtig) verstanden - nicht das Geld ist das Problem sondern der Handel mit den Daten ansich.
Warum sollte er also sein Buch kostenlos ins Netz stellen, wo es doch keiner liest.

@Drumknott

Zitat: "Konsistenz der Berichterstattung
Heute nachmittag musste ich lesen, dass Deutschland eine digitale Wüste sei, weil in der Schule IT nicht implementiert würde. Und nun ist Facebook des Teufels - und die digitale Welt des Teufels?
Weder das eine noch das andere ist richtig. Und ich warte noch darauf, dass in der Berichterstattung nicht mehr die Welt in "Gut" und "Böse" geteilt wird, sondern das Mehr und Weniger wertgeschätzt wird. Für ALLES gibt es ein zuviel (sogar zuviel Glück), und ein zu wenig.
Und im übrigen - lesen die Redakteure eigentlich, was ihre Kollegen schreiben? Es täte mal gut!"
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Die Fraunhofer-Studie und die Kritik von McNamee haben zwar ein gemeinsames Thema, das ist aber schon alles an Gemeinsamkeiten. Vielleicht hätte McNamee ja vorher mal die Fraunhofer-Studie lesen sollen?
Aber mit einem haben Sie recht: Die Welt ist in der Tat nicht Gut oder böse.
Und ja, Kollegen lesen, was andere Kollegen schreiben.

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