Ihre Meinung zu: Zehn Jahre nach Winnenden: Forderung nach schärferem Waffenrecht

11. März 2019 - 11:24 Uhr

Am zehnten Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden mehren sich die Rufe nach einer stärkeren Reglementierung von Schusswaffen. Noch immer fehle es der Bundesregierung an Problembewusstsein, kritisieren die Grünen.

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Kommentare

Wir brauchen definitiv keine schärferen Waffengesetze

Wenn so etwas einmal im Monat passieren würde, wie in den USA, sollte man vielleicht mal drüber nachdenken. Aber hier passiert so etwas allerhöchstens alle 10 Jahre mal ...

Es ist nicht nur das Waffenrecht

es ist das Gesamtpaket wo es hinkt.
Wir in jedem Fall unser Verhältnis zu Waffen überdenken, aber das reicht noch nicht.

Klar ohne Waffe bzw. nur mit einem Stein ist so ein Amoklauf nicht durchzuziehen.
Aber ich gehe jetzt mal dreist davon aus, dass die Motivation von Tim K. nicht lautete ich mach das weil ich's kann und eine Waffe habe.

Wir leben in einer hoch kompetitiven Gesellschaft, in der man sozialer Medien sein dank, permanent all seine vermeidlichen Errungenschaften mit denen anderer Vergleicht.
Und da greift die Regel: Wo es einen Wettbewerb gibt, gibt es auch Verlierer.

heute ist das Problem, dass dieses "Verlieren" jedem zugänglich ist und durch steigende Anonymität (nicht nur im Internet) massiv ausgeschlachtet wird.

Wir befinden uns in Zeiten des sozialen Ausverkaufs und sich allein, verlassen und isoliert zu fühlen, ist oft ein bedeutender Auslöser bei Menschen wie Tim K.

Anzahl der verschwundenen Waffen

Überprüft den Niemand mehr die (falschen) Zahlen über verschwundene Waffen? Nur weil eine Politikerin, im Wahlkampfmodus, sie von sich gibt heist das noch lange nicht das sie richtig sind. Von der Tagesschau erwarte ich, und viele Andere auch mehr Qualität!

Dann bitte ein härteres Waffenrecht incl. Messer bitte

Nach meiner Zeit als Wehrpflichtiger habe ich danach ein ablehnendes Verhältnis zu Waffen entwickelt. Anders als viele "Experten" (nie gedient, nie geschossen, nie die Unterschiede der Waffengattungen verstanden) in Politik und Medien kann ich die Zerstörungskraft von Waffen aus eigener Erfahrung nachhalten.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre auf unseren Straßen hat mich hier allerdings zu einem Umdenken bewegt, an manchen Tagen würde ich mich in manchen Gegenden mit einer Schusswaffe deutlich sicherer fühlen.

In vielen Gesprächen mit Gleichaltrigen haben wir für uns herausgearbeitet, dass die 70er/80er Jahre in der Öffentlichkeit deutlich weniger Gewalt belastet waren als heute.

Messerattacken von denen die ARD fast nie berichtet, die Jährlich aber mehre Dutzend Opfer mit Todesfolge fordert, werden auch von der Multikultifraktion der Grünen nie thematisiert. Solche wohnen meist auch in
abgeschotteten, ruhigeren bürgerlichen Vierteln, weit ab vom gemeinen Bürger/Wähler.

Ablenkung von eigentlichen Gefahren

Dann entwaffnet mal endlich auch die Messerträger !
Die sind prozentual aktuell viel stärker in den Statistiken Deutschlands vertreten!
Das sind die eigentlichen Bedrohungen im öffentlichen Leben will ich meinen.

Irreführend.

Der ursprüngliche Artikel auf DLF24 "10 Jahre nach Amoklauf an Realschule - Die Lehren aus Winnenden" nähert sich dem Thema sachlich.
Dieser Beitrag hier tut das nicht.
Forderungen nach Waffenrechtsverschärfungen wurden nach Winnenden umgesetzt, obwohl die Vorschriften in Deutschland bereits zu den strengsten weltweit gehörten.
Legalwaffenbesitzer (Jäger, Sportschützen...) gehören bei höchsten Ansprüchen an die Aufbewahrung, der jederzeitigen Möglichkeit der Kontrolle durch die Waffenbehörde und bei routinemäßiger (mindestens alle drei Jahre) Durchleuchtung aller persönlicher Daten durch das LKA zu den gesetzestreuesten Bürgern des Landes. Nicht ca. 5 Millionen Legalwaffen, sondern geschätzt 20 Millionen illegale Waffen stellen eine Gefahr dar. Die Forderung nach einer weitergehenden Verschärfung unseres sehr guten Waffenrechts ist ideologisch gefärbter Aktionismus angesichts der Ohnmacht gegenüber Banden und krimineller Organisationen, die problemlos an Waffen kommen.

Verschärfung des Waffenrechts?

Eine Verschärfung des Waffenrechts in Deutschland wird politisch nicht durchsetzbar sein, solange die CDU an einer Bundesregierung beteiligt ist. Die Möglichkeit privaten Waffenbesitzes ist zudem ein Kennzeichen des darwinistischen Freiheitsverständnisses zahlreicher, vor allem männlicher Politiker der FDP - der Partei, die weiterhin als politischer Wunschpartner der CDU gehandelt wird und in Hinblick auf eine schwarz-gelbe Koalition der "Entfesselung" sozusagen Gewehr bei Fuß steht.

@um 11:47 von unser hund carlos

Meinen Sie, die Gewerkschaft der Polizei ist ebenfalls im Wahlkampfmodus? Die fordern nämlich dasselbe.

Das sind polemische Forderungen.

Wo möchte man das Waffenrecht konkret verschärfen? Bereits vor 10 Jahren hätte die genutzte Waffe dem Täter nicht frei zugänglich sein dürfen. Dafür ist der Vater auch verurteilt worden. Was möchte man also konkret ändern, damit so etwas nicht nochmal passiert? Alle Waffen einziehen? Auch von Sport- und Schützenvereinen? Dann darf es auch keinen Biathlon mehr geben und die Schießturniere müssten aus der Olympiade verbannt werden. Eine hunderprozentige Sicherheit wird es sicher nie geben. Aber wir haben zum Glück Gesetze damit wir auch nicht gerade im Wilden Westen leben.

Die Grünen sind erst...

zufrieden wenn der private Schusswaffenbesitz in Deutschland komplett verboten ist. Das sich mit diesen Verboten nur die Werkzeuge ändern mit denen Amokläufe durchgeführt werden interessiert nicht.

@Misses Figg

werden auch von der Multikultifraktion der Grünen nie thematisiert. Solche wohnen meist auch in
abgeschotteten, ruhigeren bürgerlichen Vierteln, weit ab vom gemeinen Bürger/Wähler.

Solch ein Klischee. Ich, als Grünen Wähler, lebe in einem "Problembezirk".
Trotzdem habe ich keine Angst vor einem Messer-Angriff. Aber ich kann mir vorstellen, dass sich ein Dorfnazi unwohl fühlen würde. Aber das liegt weniger an der Umgebung hier, sondern an der Einstellung. Wer andere Menschen respektiert wird auch respektiert. Wer aber hasserfüllt durchs Leben marschiert bekommt das gleiche zurück. Wie's in den Wald hineinschallt...

Bin übrigens der Meinung, dass jeder Sport Schütze seine Waffe auf dem Polizeirevier lagern sollte. Abholen nur zu bestimmten Zeiten für fest abgemachte Dauer. Wer die Waffe länger behält wird automatisch zur Fahndung freigegeben und bekommt die Genehmigung entzogen.

Wo sind die ordentlichsten Menschen ?

Sicher ist eins, geht man in einen Schützenverein um zu schießen (weil es einem Spaß mach), trifft man auf Menschen jeden Alters die eines gemeinsam haben:

Sie sind besser und genauer auf alles Negative durchgecheckt wie andere Menschen, vielleicht Jäger mal abgesehen.
Wenn ich überlege, was ich nicht alles beibringen muß um überhaupt diesem Sport nachzugehen, ist das ein riesengroßer Aufwand um überhaupt erst mal schießen zu dürfen - unter Aufsicht.
Und sollte ich eine eigene (registrierte)Waffe haben, muß ich jederzeit mit Kontrollen zuhause rechnen. Eine Verfehlung und das wars.

Natürlich kann man keinem ins Gehirn schaun, aber die Gefährdung durch diejenigen, die nicht im Schützensport organisiert sind, ist für mich ungleich höher.
Und reden wir mal über die tatsächlichen Gefahren, die illegalen Waffen.
Diese Leute sind nirgendwo organisiert wo man sie überwachen kann. DAS ist die Gefahr.
Aber da geht die deutsche Justiz nicht ran - viel zu kompliziert.

@um 11:50 von Misses Figg

"In vielen Gesprächen mit Gleichaltrigen haben wir für uns herausgearbeitet, dass die 70er/80er Jahre in der Öffentlichkeit deutlich weniger Gewalt belastet waren als heute. "

Nö das Gegenteil ist der Fall, wie statistische Erhebungen eindeutig ergeben. In den 70/80er war die Rate ca. 1,5 bis 2mal so hoch. Den Höhepunkt stellt das Jahre 1993 dar, in dem 3mal mehr Gewaltverbrechen als heutzutage verübt wurden.
Nur war die Informationslage/-verbreitung in den 70er/80er Jahren und auch anfang der 90er eine vollkommen andere.

Forderung nach schärferem Waffenrecht

Die derzeitigen Gesetze genügen völlig!

Die allermeisten Strataten werden i.d.R mit illegalen Waffen verübt, was mit einer Verschärfung von Gesetze ins Leere führt....

@Peter Gerbrecht

"Eine Verschärfung des Waffenrechts in Deutschland wird politisch nicht durchsetzbar sein, solange....."
Was wollen sie denn damit aussagen.
Geht es denn nicht eher um die NICHT registrierten Waffen ?
Das ist doch die eigentliche tägliche Gefahr. Eine Verschärfung des Waffenrechts, nebenbei gesagt kaum noch möglich, bringt nichts.
Denn diejenigen die bewaffnet ohne Waffenschein und Waffenbesitzkarte herumlaufen interessiert es nicht.

Beschäftigen sie sich mal mit den Auflagen, die sie hätten, wenn sie eine eigene Waffe legal erwerben wollten. Sie müssen eine strenge Prüfung ablegen, die - nebenbei gesagt, auch nicht alle schaffen.
Das Thema ist wirklich nicht einfach, aber man muß sich hier genau informieren.
Wir warten doch alle auf gute neue Ideen. Aber einfach zu sagen - das Waffenrecht muß verschäft werden ist relativ einfach gestrickt.

"Kleiner Waffenschein" / Straftaten

In den letzten Monaten wird medial immer wieder auf die Zunahme der Beantragungen von kleinen Waffenscheinen hingewiesen. Das vermittelt den Eindruck, als würde ein Teil der Bevölkerung sich "bewaffnen". Tatsächlich erlaubt der kleine Waffenschein das Führen von frei verkäuflichen(!) Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen. Diese zählen jedoch NICHT zu den Schusswaffen, sondern waffenrechtlich zu den "gleichgestellten Gegenständen".
Legale "richtige" Schusswaffen von z.B. Jägern und Sportschützen haben lt. BKA u. BMI keine "Deliktrelevanz". Im Jahr 2014 wurden gemäß der polizeilichen Kriminalstatistik insgesamt 6.082.064 Straftaten registriert. Lediglich in 0,2% der Fälle waren Schusswaffen involviert.Im Zusammenhang mit Straftaten wurden insgesamt 443 Waffen an Tatorten sichergestellt, wovon 75,7% (335) erlaubnisfrei und 24,3% erlaubnispflichtig waren. Nur 5 erlaubnispflichtige Schusswaffen (4,9%) waren legal besessen, dagegen über 95% in illegalem Besitz.

Amoklauf mit Messer

"Das sich mit diesen Verboten nur die Werkzeuge ändern mit denen Amokläufe durchgeführt werden interessiert nicht."

Bei der Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofes gab es einen Amoklauf mit einem Messer. Dutzende wurden angegriffen. Es gab einige Leichtverletzte. Viele haben erst später eine Wunde gemerkt.
Es war gut, dass der Zugang zu Schusswaffen in Deutschland ziemlich restriktiv ist.

Verschärfung des Waffenrecht löst das Problem NICHT

Hallo.
Ich bin selbst gerne und begeisterter Sportschütze.
Zunächst einmal kann ich nachvollziehen wenn es für die Angehörigen der Opfer des Attentäters schwierig ist die Situation in einer Weise zu verarbeiten die das eigene Weiterleben erträglich werden lässt. Das Verbot von Waffen bzw. die weitere Einschränkung löst jedoch nicht das Problem das es Menschen gibt die anderen Menschen auf Grund eigener Probleme Schaden zufügen wollen.
Es würden statt Schusswaffen eben andere Gegenstände herhalten, ob Brandsatz (in Eigenregie herstellbar), oder eine künstlich herbeigeführte Gasexplosion. Daraus würde auch nihht die Forderung aufkommen alle Feuerzeuge zu verbieten oder den Gashahn aus den Pipelines zuzudrehen. Es sind immer noch die Menschen die das "Problem" sind.
Ich denke das Problem der Attentate lässt sich nur Gesamtgesellschaftlich lösen, durch Ergründung der Ursachen für so eine Motivtat und die Behebung dieser. Alles andere ist Populismus und nicht zielführend. Out of zeichen ..

Die Gesetze und Strafen gegen

Die Gesetze und Strafen gegen den illegalen Verkauf, die Beschaffung und Besitz von Waffen sind nicht hart genug.

Mangelhafter Artikel

Der Artikel ist aus meiner Sicht mangelhaft und mit der unreflektierten Übernahme der Aussagen der Personen tendentiell und manipulativ. Die Gründe:

1. "Verschwundene Waffen"
Mit dem Wechsel zum nationalen Waffenregister müssen alte Registrierungen geprüft und angepasst werden. Fehlerhafte und unvollständige Datensätze werden oft gelöscht, Waffen werden neu angelegt. Solche Zombiedatensätze erscheinen dann falsch als "verschwundene" Waffen.

2. "Steigende Zahl Waffenscheine"
Das sind keine Waffenscheine sondern WBKs, Waffenbesitzkarten. Waffenscheine erlauben das schussbereite Führen, sprich bei Polizei und Sicherheitsdienst. Macht ein Sportschütze so etwas, wird er genauso verurteilt wie ein illegaler Besitzer und verliert noch alles andere.

3. "Tödliche Sportwaffen"
Tödlich ist nicht das Gerät sondern die Verwendung zu diesem Zweck. Tödliche Sportwaffen sind u.a. Baseballschläger, Golfschläger, Hände und Füße (hohe Zahl an Toten in D!), Sportfahrzeuge, ja und auch Schusswaffen.

"Bin übrigens der Meinung,

"Bin übrigens der Meinung, dass jeder Sport Schütze seine Waffe auf dem Polizeirevier lagern sollte. Abholen nur zu bestimmten Zeiten für fest abgemachte Dauer. Wer die Waffe länger behält wird automatisch zur Fahndung freigegeben und bekommt die Genehmigung entzogen."

Das sollte bei Messern genauso gehandhabt werden!

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