Ihre Meinung zu: Acht Jahre Fukushima: Tepco und das kontaminierte Wasser

11. März 2019 - 11:13 Uhr

Acht Jahre nach der Fukushima-Katastrophe kämpfen sich die Menschen zurück in die Normalität. Viele Probleme sind noch nicht gelöst - etwa der Umgang des Betreibers Tepco mit dem kontaminierten Wasser. Von Kathrin Erdmann.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3
Durchschnitt: 3 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Sturheit der Alten

Ein Problem das sich sowohl in der östlichen als auch der westlichen Welt allgegenwärtig zeigt.

Die Entscheidungsträger die heute im Amt sind haben mit viel Glück noch 30 Jahre zu leben.

Wenn also Altlasten ihres Handelns ihre volle Tragweite in 50 Jahren entfalten... rein subjektiv betrachtet nicht ihr Problem.

Diese Maxime findet man überall wieder;

Sei es der Brexit bei dem die Bevölkerungsgruppe die mit 80% dafür war mit dem Folgen gar nicht mehr leben muss, die Rentner.

Mir ist schon klar, dass das Treffen von Entscheidungen mit großer Tragweite mit Erfahrung getroffen werden sollten, aber eben nicht mit einer nach mir die Sintflut Haltung und eben genau das passiert in letzter Zeit viel zu oft.

Typisch Deutschland

Dass selbst nach einer Kernschmelze mitnichten "riesige Landstriche auf Jahrmillionen unbewohnbar" sind, wie man im Land der Angstmacher und Moralisten gerne predigt und glaubt, passt nicht in den Kram; darum wird nun landauf, landab auf dem Wasser herumgeritten, das noch nicht gefiltert werden konnte. Unterdessen essen die Japaner frische Erdbeeren aus Fukushima, und wir haben den törichten Atomausstieg an der Backe, mit dem Angela M. dem politischen Gegner seine schärfte Angstwaffe aus der Hand schlagen wollte - nicht begreifend, dass viele andere nachwachsen, wie Glyphosat, Diesel oder der schöne Sommer als Vorbote des Weltuntergangs.

Das Problem mit dem kontaminierten

Wasser ist auch daß das Core mit Seewasser gekühlt wurde und die Salzfracht die Abtrennung der Radionuklide (Fällung, Ionenaustausch) erschwert. Gleichfalls geht die Tritiumabtrennung via Elektrolyse und katalytischem Isotopenaustausch (HT + H2O -> HTO + H2) und HTO Anreicherung nicht so richtig. Strontium 90 allein ist ebenfalls nicht das Problem, das kurzlebige Tochternuklid Yttrium 90 mit gleicher Aktivität der Mutter ist es, weil es ein Gammastrahler ist. Da müssen sich die Radiochemiker noch was einfallen lassen...

Fukushima-Katastrphe

Bitter, bitter ich möchte weinen! Es ist nichts gelernt worden. Natürlich wir alles noch 1000 Jahre und mehr das Land und das Wasser verstrahlen. So ist das mit der Radioaktivität. Aber es wird (fast) überall auf der Welt nach dem alten Motto: " The solution to polution is delution." gehandelt. Sehr bitter!!!

Mit viel Meerwasser vermischt

Mit viel Meerwasser vermischt sinkt die Radioaktivität unter den Wert der natürlichen Radioaktivität. Unter Kosten-/Nutzengesichtspunkten die beste Lösung. Die Regierung weiss das auch, aber es gibt, wie in Deutschland auch, emotionale Vorbehalte bei der Bevölkerung mit Halbwissen, die diesbezügliche Fakten nicht gut einordnen können.

Freihandelsabkommen mit Japan

Wir importieren die Strahlenwerte anders und freuen uns, das wir AKW´s abschalten.
Lächerlich.
Den Fisch aus den Regionen müssten wir boykottieren. Dann würde ein Schuh daraus.
Aber: Wirtschaft vor Sicherheit

"Dass selbst nach einer Kernschmelze mitnichten "riesige Landstriche auf Jahrmillionen unbewohnbar" sind..."

Das sieht man ja auch ganz wunderbar in der Ukraine rund um das AKW Tschernobyl.

Dort hat man zwar keine Millionen Kubikmeter verseuchtes Wasser in Tanks herumstehen, dafür aber große Gebiete, die immer noch verstrahlt sind.

Die neue Schutzhülle "New Safe Confinement" hat ca. 2,1 Milliarden Euro gekostet von denen Deutschland 200 Mio bezahlt hat.

Wann und wie die Atomruine darunter abgebaut werden kann, weiss wie auch in Fukushima niemand.

Sollte ein AKW in Belgien einen solchen Unfall haben wie Tschenobyl, dann können wir ca. 50% der deutschen Bevölkerung evakuieren. Sie wissen sicher schon wohin.

Die Frage ist nicht ob wieder ein GAU passiert, sondern wann. Bisher haben wir die Wahrscheinlichkeit von ca. alle 25 Jahre gut eingehalten. 2036 wäre es dann wieder soweit.

Atomstrom, den teuersten und gefährlichsten Strom, den man produzieren kann, braucht kein Mensch.

Sie wissen bis heute nicht...

...wo die Brennelemente in dreien der Atomkraftwerke in Fukushima überhaupt sind. Nur Roboter haben kurzzeitig erste Fotos von Teilen der Cores anfertigen können. Selbst Roboter funktionieren in der Nähe der Cores nur kurz, bevor sie durch die Strahlung zerstört sind. Aber sie sagen, sie hätten alles unter Kontrolle. Es ist unsäglich. Wir müssen aus der Atomkraft raus - weltweit - sofort. Michael Streibel

Thema Wasser

In Fukushima dürfte das kontaminierte Wasser nur eines der Probleme sein. Die riesigen kontaminierten Erdmengen in Packen sind das zweite Problem. Für Deutschland war es richtig, sich aus der Risikoenergie zu verabschieden. Das macht das Leben schöner und schafft sehr viele neuartige Arbeitsplätze. Nur alte Platzhirsche mögen das nicht, weil sie ihre Weideplätze mit Konkurrenten teilen müssen.

Man stelle sich Situationen vor wie gerade in Venezuela, wo Stilllegungen von Energieerzeugung auch Atomanlagenkühlung in die Bürgerkriegsführung miteinbezogen werden könnte. In Fukushima haben nicht vorhandene genügend lange Kabelsätze die eigentliche Katastrophe herbeigeführt.

@Thelondonfirebrigade - 11:32

"Unterdessen essen die Japaner frische Erdbeeren aus Fukushima, und wir haben den törichten Atomausstieg an der Backe..."

Sie brauchen die Japaner gar nicht so um ihre Fukushima-Erdbeeren zu beneiden.
Machen Sie doch mal einen angstfreien Urlaub am Reaktor von Tschernobyl.
Als Selbstversorger stehen Ihnen dort Beeren, Pilze sowie Rot- und Schwarzwild zur Verfügung.

Am besten noch im Gefolge eines Kamera-Teams, um im anschließenden Live-Bericht "Der große Kontaminierungs-Quatsch" uns die Strahlenangst zu nehmen.

@Werner40, 11:47

„(…) Die Regierung weiss das auch, aber es gibt, wie in Deutschland auch, emotionale Vorbehalte bei der Bevölkerung mit Halbwissen, die diesbezügliche Fakten nicht gut einordnen können.“

Wir sind nun mal nicht alle Naturwissenschaftler. Und eben deshalb – damit wir, falls wir von diesen Dingen nur wenig („Halbwissen“) oder keine Ahnung haben - trotzdem eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage haben; vor allem aber, damit wir uns keine Sorgen machen (oder von „interessierter Seite“ Angst machen lassen) müssen, ist es so wichtig, dass wir auf die Expertise von Fachleuten wirklich vertrauen können.

Deshalb wäre es extrem hilfreich, wenn wir vorbehaltlos davon ausgehen könnten, dass Geld- bzw. „finanzielle“ oder (sonstwie persönliche) Interessen bei deren Erstellung schon rein systembedingt keine Rolle spielen können.

Also muss dringend ein System her - bzw. die Grundlagen dafür gelegt und zügig weiterentwickelt werden -, in dem Geld nicht mehr die Rolle spielt, die es heute inne hat.

Und wann kommt das nächste Erdbeben?

Mir drängt sich der Verdacht auf, dass nur auf das nächste Erdbeben gewartet wird und all die instabilen Wassertanks bersten und die radioaktive Brühe ins Meer abläuft.

Handford Site ist der bekannteste westliche verstrahlte Ort der Welt und alles Geld der Welt wird ihn nicht retten, da kommt es auf ein Fukushima mehr oder weniger auch nicht mehr an.

@12:17 von Wanderfalke: Urlaub in Tschernobyl

Zu Tschernobyl gibt es viele Dokumentationen. Von einem Urlaub dort kann man aber nur abraten.

Interessant ist es immer, wenn man in den Dokus die Leute beim Messen der aktuellen Strahlung zeigt.

Die Kommentare sind immer wieder erfreulich, wenn es dann z.B. heißt: "Aufgrund der aktuellen Wetterlage (Neuschnee), können wir hier ohne Schutzkleidung herum laufen. Der Schnee schirmt die Strahlung ausreichend ab."

@ 11:28 von Deeskalator

"Sturheit der Alten
Ein Problem das sich sowohl in der östlichen als auch der westlichen Welt allgegenwärtig zeigt.
Die Entscheidungsträger die heute im Amt sind haben mit viel Glück noch 30 Jahre zu leben.
Wenn also Altlasten ihres Handelns ihre volle Tragweite in 50 Jahren entfalten... rein subjektiv betrachtet nicht ihr Problem.
Diese Maxime findet man überall wieder;"
.
Darf man das auf unsere Bundesregierung übertragen?

wieder ein thema

wo die hiesigen foristen alles besser wissen als die menschen vor ort. siehe VEN und auch BRAZIL

Krieg als Vater aller Dinge

Kosten sind woanders Profit.
Deshalb haben eben auch Fehlinvestitionen ihren „Sinn“. Und es gibt auch andere Bereiche wie die Rüstung,in denen sich ähnliches in noch größerer Kategorie abspielt. Der Krieg wird nicht zu Unrecht auch manchmal „Vater aller Dinge“ genannt.

Der erste Reaktor der Welt hatte nur magere 0,5 Watt Leistung, markiert aber den Ursprung der Atomrüstung und der zivilen Nutzung zugleich! Er diente zur Produktion des benötigten Plutoniums. Dieses historische Datum war Dezember 1942 in den USA, ein Jahr nach Roosevelts geheimer Entscheidung zum Bau der Bombe. Das erinnert an den „Krieg als Vater aller Dinge“.
Nicht zufällig stehen mehr als die Hälfte aller Akws bei den Atommächten. Das Atomkraft-Menetekel Fukushima sollte doch zum Umdenken reichen!!
Das allein vom Menschen ausgehende atomare Feuer zu bändigen ist möglich. Aber letztlich nur durch weltweite Abkehr von dieser überholten Risiko-Technologie aus den 50er Jahren,deren Blütezeit in den 80er Jahren war.

@Am 11. März 2019 um 13:20 von Hinterdiefichte

Atommüll ist nicht gleich Atommüll. Der russische Reaktor kann andere radioaktive Stoffe verarbeiten, die eigentlich beim normalen Reaktor als Sekundärstoffe, als Abfallstoffe anfallen. Plutonium zum Beispiel. Er bedarf dazu aber weiterhin eine Aufbereitung und er kann auch nicht alles an verstrahlten Müll zur Energiegewinnung nutzen. Es bleibt bei den herkömmlichen Brennelementen (soweit ich weiß). Es ändert sich lediglich 2 Dinge. Zum einen wird nicht mehr Wasser genutzt sondern flüßiges Natrium und zum anderen werden die Brennelemente besser genutzt und mehr hochradioaktives Zeug in Energie umgewandelt. Der Sekundärmüll aber bleibt erhalten und der strahlt teilweise auch deutlich länger als 100 Jahre. Müll wie Anlangen, Filter, Rohre, Aufbereitungstechnik usw. usf.
Aber zum Plutonium abbauen ist der Reaktor wohl gut geeignet.

Keine Antworten von Tepco

Acht Jahre und noch immer wird die Bevölkerrung Japans der Pazifischen Anrainer (auch USA?) und der Rest der Welt im Unklaren gelassen.
Es war ein dreifacher Gau, der Pazifik ist 3fach höher belastet als zur Atombomben Ausprobierzeit (85). Der kontaminierte Boden läst vielleicht die R.Aktiven Partikel pro Jahr einen Centimeter tiefer zum Grundwasser absinken, vom Grundwasser ins Meer und in den Brunnen. Obst und Gemüse aus Fukuschima ist in Japan unverkäuflich, aber das scheinen Deutsche Sprüche klopfer nicht zu wissen.

13:20 von Hinterdiefichte

"Zudem gibt es mit dem BN800 einen Atomreaktor, der Atommüll verarbeitet. Der dabei anfallende „Rest-Atom-Müll“ hat eine HWZ von unter 100 Jahren."

Klingt zwar schön, aber das Ding ist doch viel komplizierter zu steuern und hier geht es gerade nicht darum was übrig bleibt, sondern was verteilt wird bei Fehlern.

Sonst bin ich inzwischen zwiegespalten, weil unser Energiehunger stehts und ständig wächst. Manche Zukunftspläne lassen sich ohne viel Energie gar nicht umsetzen. Alternative Energien mögen zwar toll sein, aber die Energie fehlt bei der Abnahme und dem Wachstum an anderer Stelle. Wir könnten sicherlich auch die Erdrotation anzapfen. aber wollen wir das?

wenn man das schon liest

es gibt Reaktoren die produzieren kaum Abfall
was passiert denn mit dem kontaminierten Wasser, tausende von qm³ nicht Litern
wird das durch abkochen besser ?
auch die Aufarbeitung produziert zusätzlichen strahlenden Abfall
dann ist es doch nicht nur der Brennstoff es sind doch die ganzen Gerätschäften drum herum die strahlen

@11.32 Thelondon...

Fukushima ist weit weg. Deshalb können Sie so denken.
German angst? Nein, eher Vorsicht wie beim Bergsteigen. Auch die Schweizer folgen ja bereits beim Atomausstieg, wer hätte das gedacht. Aber natürlich etwas langsamer und mit Bedacht.

@12:00 GeMe

Irrtum: Atomstrom brauchen deren Profiteure!

Es kann doch der Atommüll

auf andere Planeten transportiert werden.
Deshalb strengt sich auch Musk (Tesla) an, seine Transportkapazitäten mit Raketen weiters betreiben und auszubauen.
Auf dem Pluto oder Uranus kommt doch sowieso kein normaler Mensch dorthin.
Für die Betroffenen in den Gebieten, wo die Reaktoren radioaktives Material losgeworden sind, besteht keine Möglichkeit aus dem "Super-Gau" Gesund davonzukommen.
Auch die angebotenen Früchte sind doch ein Beispiel, die Menschen ruhig zu stellen, mehr aber auch nicht.
Tschernobyl ist immer noch, trotz des Stahlmantels, strahlt weiter.

@ 15:33 von Vollgas

"Auf dem Pluto oder Uranus kommt doch sowieso kein normaler Mensch dorthin.
Für die Betroffenen in den Gebieten, wo die Reaktoren radioaktives Material losgeworden sind, besteht keine Möglichkeit aus dem "Super-Gau" Gesund davonzukommen."
.
Und wenn dort die seltene Weltraum-Amöbe vorkommen sollte?
Haben Sie das schon mit Frau Baerbock diskutiert?

@NeutraleWelt

>>Darf man das auf unsere Bundesregierung übertragen?<<

Selbstverständlich.

Man nehme die Erhöhung der Kohleförderung bei gleichzeitiger Kürzung der Förderung für Regenerative Energien.

Oder dass viele Schulen Baufällig sind.
Bildung und Ausbildung wird Kaputt gespart.

Unternehmen müssen sich an keine Gesetze halten.

Wenn neue Gesetze erlassen werden, dann erst nach Prüfung durch Lobbyisten; Siehe die Tatsache, dass Google und Co in der ersten Fassung des neuen Datenschutzrechts offen legen mussten an wen sie die persönlichen Daten verkauft haben... in der Verabschiedeten Fassung war es plötzlich rausgestrichen.

von daher: Ja lässt sich absolut übertragen.

@15:25 von campus: deren Profiteure

"Irrtum: Atomstrom brauchen deren Profiteure!"

Das Geschäft mit dem ach so billigen Atomstrom läuft doch wie folgt:

1. Forschung und Entwicklung zahlt der Steuerzahler
2. Den Bau eines AKW subventioniert der Steuerzahler
3. Die Gewinne aus dem Verkauf des Stroms gehen an den Betreiber des AKW
4. Den größten Teil der Kosten des Rückbaus und die kompletten Kosten der Endlagerung des Atommülls zahlt der Steuernzahler

Daraus resultiert ein sehr günstiger Preis pro kWh.

Acht Jahre Fukushima:Tepco und das kontaminierte Was....

Und wo wird das kontaminierte Wasser im Moment gelagert ? Gibt es neben Tepco da auch eine staatliche Kontrolle drüber ?
Bemeerkenswert ist,daß selbst nach einer solchen Katastrophe das Land und die Regierung Abe weiter an der Atomkraft festhalten.
Und wo kommen eigentlich die Mitarbeiter(Ausputzer) her ? Sind es nicht die ärmsten Schichten aus ganz Japan die da ran müssen ?

Was an unserer Zeit nervt?

Das unqualifizierte Verharmlosen von schrecklichen Unglücken oder die Verdrehing von Tatsachen, so wie es der sehr geachtete Herr Trump aus den USA macht.
Wir müssen in unserer Zeit wohl damit leben.
Ob man sich mit diesen Äußerungen tatsächlich auseinandersetzen muss bleibt dahingestellt.
Ich denke es steckt häufig einfach nur Provokation dahinter.

@ 13:20 von Hinterdiefichte

Zitat: "Tsunamis gibt es in Deutschland nicht."

Das ist ein oft angeführtes Argument der Atomfreunde, aber leider eine Nullnummer.

1.) Es braucht es keinen Tsunami um ein AKW zu schrotten, da gibt es 1000 andere Wege.

2.) Auch in Fukushima war es nicht der Tsunami, der das AKW zerstörte, sondern das vorhergegangene Erdbeben.

Der Tsunami flutete nur die Notstromaggregate, die aber nutzlos gewesen wären, da das Erdbeben die Rohrleitungen der Notkühlung zerstört hatte.

3.) Liegt jedes AKW weltweit aus Kostengründen niedriger als das kühlwasserspendende Gewässer.

Bei einem Dammbruch haben Sie ihren Tsunami, egal wo.

Und wo stehen die Notstromaggregate ?
Richtig, die sind, auch aus Kostengründen (Statik), im Keller untergebracht und würden beim Dammbruch genauso geflutet wie in Fukushima.

Gruß, zopf.

@ 13:20 von Hinterdiefichte

Zitat: "Der dabei anfallende „Rest-Atom-Müll“ hat eine HWZ von unter 100 Jahren."

Stimmt zwar auch nicht so ganz, aber sei's drum.
Lassen wir eine Halbwertzeit von 100 Jahren mal stehen.

Bei radioaktiven Stoffen muß man die Dauer von 10 Halbwertszeiten abwarten, bevor man diese Stoffe als mehr oder weniger ungefährlich (bezüglich ihrer Strahlungswerte) bezeichnen kann.

10 mal 100 = 1000 Jahre.

Ein Fortschritt immerhin.

Aber denken Sie wirklich, daß 1000 Jahre ein überschaubarer und planbarer Zeitraum für unsere Generation sind ?
Insbesondere was die geopolitische Entwicklung betrifft ?

Gruß, zopf.

@GeMe

"Das Geschäft mit dem ach so billigen Atomstrom läuft doch wie folgt:

1. Forschung und Entwicklung zahlt der Steuerzahler
2. Den Bau eines AKW subventioniert der Steuerzahler
3. Die Gewinne aus dem Verkauf des Stroms gehen an den Betreiber des AKW
4. Den größten Teil der Kosten des Rückbaus und die kompletten Kosten der Endlagerung des Atommülls zahlt der Steuernzahler

Daraus resultiert ein sehr günstiger Preis pro kWh."

Sie haben einen Punkt vergessen:

5. Das Risiko trägt der Steuerzahler.

Kein Kraftwerksbetreiber ist im Falle eines Gaus versichert. Wären sie verpflichtet, so würden die Versicherungsbeiträge den Stromkostenpreis deutlich erhöhen.

@16.25 GeMe

meine ich doch: Profit früher fast garantiert. Doch die Zeiten sind langsam vorbei. EDF und RWE leiden doch schon schlimm. China gibt heute den Ton an, allerdings mit Vorsicht.

@ 15:33 von Vollgas

Zitat: "Es kann doch der Atommüll

auf andere Planeten transportiert werden."

Haben Sie sich mal darüber informiert zu wie vielen Fehlstarts, es bei bei Raketenstarts immer noch kommt ?
Wie oft es vorkommt, das Raketen beim Start oder irgendwo in der Atmosphäre explodieren ?

Was passiert, wenn eine Rakete, gefüllt mit hochradioaktivem Abfall, hoch oben in unserer Atmosphäre explodiert und der Müll, fein pulverisiert freigesetzt wird, mag ich mir lieber nicht ausmalen.

Nur mal nebenbei: Die immensen Kosten für all die notwendigen Transporte könnte auch niemand tragen.

Gruß, zopf.

Tepco und das kontaminierte Wasser

Ich fürchte früher oder später wird es heißen: "Bei Nacht sind alle Schläuche grau" und der Pazifik ist ja so schön nah und das verdünnt sich doch so stark und ist ja alles nicht so schlimm.

Gruß, zopf.

Ich war in Tokio zum

Ich war in Tokio zum Zeitpunkt des Unglücks. Deutsche Medien berichteten über die radioaktive Gefahr für Europa - und nahmen die 20.000 Tsunami-Opfer nur am Rande wahr. Wir hatten Tränen in den Augen - wegen der Toten und weil wir entsetzt waren über die Ich-Bezogenheit in Europa und die emotionale Blindheit für die japanischen Opfer.

Bei allem schwer fassbarem Unglück: Die Menschen in Japan haben nach der Katastrophe Übermenschliches durchgestanden und geleistet. Ich bin regelmäßig in Japan, in diesen Tagen gab es einen Zeitungsbericht, dass 70% des kontaminierten Gebietes wieder normal bewohnbar sind. Aber es passt natürlich nicht in die hiesige Vorstellungswelt...

Dafür wissen wir hier in D immer besser, was JAPAN hätte tun und lassen sollen.

Dies ist ausdrücklich keine Entschuldigung für Tepco - die gehören vor Gericht.

Von der TS erwarte ich eine ausgewogene Berichterstattung - und von der Korrespondentin vor Ort mehr Recherche als vorauseilende Darstellung.

Atomstrom ist billig,

leider nur für die Betreiber-Konzerne. Ein bewährtes Muster.

@NeutraleWelt, 15:46

„@15:33 von Vollgas
"Auf dem Pluto oder Uranus kommt doch sowieso kein normaler Mensch dorthin.
Für die Betroffenen in den Gebieten, wo die Reaktoren radioaktives Material losgeworden sind, besteht keine Möglichkeit aus dem "Super-Gau" Gesund davonzukommen."
.
Und wenn dort die seltene Weltraum-Amöbe vorkommen sollte?
Haben Sie das schon mit Frau Baerbock diskutiert?“

Schade, dass Sie ernsthafte Gesundheitsgefahren so ins Lächerliche ziehen. Ich finde das ziemlich daneben.

Was wäre denn, wenn dieses „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Manöver scheitert, weil durch einen Defekt die Rakete beim Start explodiert? Die radioaktive Fracht würde großräumig verteilt. Ich sehe da keine Schutzoptionen.

Vom Energieaufwand für die unzähligen nötigen Raketenstarts reden wir besser gar nicht.

@17:10 calahan

Ein GAU ist nicht versicherbar und deshalb nicht nötig. Alles klar?

Am 11. März 2019 um 17:39 von J. Denker

"Von der TS erwarte ich eine ausgewogene Berichterstattung - und von der Korrespondentin vor Ort mehr Recherche als vorauseilende Darstellung."

Diese Berichterstattung erwarte ich schon lange nicht mehr von der TS, seitdem sie sich schlagzeilenmäßig auf das Niveau einer Zeitung mit vier Buchstaben begeben hat.

@ 17:09 von zopf

"Bei radioaktiven Stoffen muß man die Dauer von 10 Halbwertszeiten abwarten, bevor man diese Stoffe als mehr oder weniger ungefährlich (bezüglich ihrer Strahlungswerte) bezeichnen kann."

Aha! Und jetzt komme ich und behaupte, je länger die Halbwertszeit, desto geringer die Aktivität und damit die Gefahr. Und was machen wir jetzt?

Japanische Energiewende sieht so aus

1.)Wasserstoff aus australischer Braun/Steinkohle. 2.)Kohlendioxid Verpressung.
3.)Windparks in Feuerland. Wasserstofftanker-Transport von dort.
4.)Windstrom auf den japanischen Inseln. 5.)Erdgaskraftwerke mit russ. Erdgas.

Hier würde ein Heulen durchs Land gehen. Woanders schafft man's aber schon CO2 elektrochemisch zu zerlegen. Da gibt's auch noch Macher. Und keine Bedenkenlu... en.

@ 17:54 von ex_Bayerndödel

Zitat: "Zumindest ist er besser als unsere Siedewasserkraftwerke, die ja vor allem der Erzeugung von kernwaffenfähigem Material dienen."

Der BN-800 ist ein Brutreaktor, die dienen zum erbrüten spaltbaren Materials, z.B. Plutonium.
Energiegewinnung ist nur ein Nebeneffekt.

Gruß, zopf.

Es ist scheinbar bei den meisten Menschen

nicht angekommen, dass gerade die EU verstärkt auf Kernkraft setzt und diese massiv fördert. Ich frage mich, ob dies auch aus dem Grund ist, dass die deutsche Energiewende abgefedert werden muss. Das würde eventuell bedeuten, dass uns unsere Spitzenpolitiker ganz schön verschaukeln.

Spaßeshalber kann man Erdbeeren

auf einem Substrat aus Nanocellulose mit chemisch fixierten "Preußisch Blau" ziehen. Die sind völlig immun gegen eine Aufnahme von Cäsium (und Thallium). Mit "preußisch Blau" versetzten Futtermais hat man hierzulande auch Wildschweine wieder essbar gemacht. Die k..ken das Radiocäsium im Nullkommanichts aus.

@17:39 von J. Denker: ausgewogene Berichterstattung

"Von der TS erwarte ich eine ausgewogene Berichterstattung - und von der Korrespondentin vor Ort mehr Recherche als vorauseilende Darstellung."

Vielleicht hätten Sie sich die Berichte im Weltspiegel zu Fukushima ansehen sollen. Die waren sehr ausführlich uns ausgewogen.

Dort konnte man z.B. die vielen hundert Säcke mit kontaminierter Erde sehen, die überall herumstehen und mit denen niemand weiß wohin.

Oder die Rückkehrer, die inzwischen wieder in ihre Häuser ziehen und deren Kinder nicht im Freien spielen dürfen oder wenn dann nur kurze Zeit auf ausgewiesenen Flächen.

In Teilen der Gegend kann man sogar wieder Gemüse anbauen. Man sollte aber nicht zuviel davon essen und verkaufen läßt es sich auch nicht, wenn Herkunft Fukushima darauf steht.

Aber alte Leute waren trotzdem glücklich, dass sie in ihre Häuser zurück konnten. Ihnen war es auch egal ob sie durch Reststrahlung vielleicht später mal Krebs bekommen könnten. Dazu wären sie schon zu alt.

@campus

"@17:10 calahan

Ein GAU ist nicht versicherbar und deshalb nicht nötig. Alles klar?"

Warum schreiben Sie mir das? Meine Aussage war, daß das Riskio für Unfälle auf den Steuerzahler abgewälzt wird. In wie weit soll Ihre Antwort meine Aussage untermauern oder widerlegen?

Nur weil Sie kein Versicherungsunternehmen finden, daß bereit ist Kernkraftwerke zu versichern und Sie sie deshalb nicht versichern können, ändert es doch nichts daran, daß bei einem Unfall die Folgekosten am Steuerzahler hängen bleiben.

@ 18:08 von atratos

Zitat: "Aha! Und jetzt komme ich und behaupte, je länger die Halbwertszeit, desto geringer die Aktivität und damit die Gefahr. Und was machen wir jetzt?"

Und der Zusammenhang ?

Die biologische Gefahr hängt davon ab, welcher Strahlensdosis ein belebter Körper ausgesetzt ist.

Und dabei muß noch zwischen Äquivalentdosis, Organdosis, und effektiver Dosis unterschieden werden.

Ein nur schwach strahlendes Isotop, das inkorporiert wird, kann erheblich höheren Schaden anrichten, als eine harte Strahlung der der Körper nur kurzzeitig ausgesetzt ist.

Gruß, zopf.

Am 11. März 2019 um 18:21 von zopf

"Der BN-800 ist ein Brutreaktor, die dienen zum erbrüten spaltbaren Materials, z.B. Plutonium.
Energiegewinnung ist nur ein Nebeneffekt."

Nun ja, Halbwissen ist auch Wissen, vielleicht sollten Sie Ihr Wissen noch ein bisschen verbessern.

@18:08 von atratos: Lange Halbwertzeit

Nehmen wir doch Plutonium als Beispiel:
Halbwertzeit 24100 Jahre.

Gelangt Plutonium in den Körper verursacht die radioaktive Alpha-Strahlung statistisch nach ca. 10 Jahren Krebs.

Allerdings ist die Wahrscheilichkeit an einer Vergiftung zu sterben wesentlich größer, denn schon eine Menge von unter 100mg ist für Menschen tödlich.

@ 18:04 von Hinterdiefichte

Zitat: "Das was ich schrieb ist weder Hokus Pokus noch fake news."

Stimmt, aber immer nur ein von interessierter Seite ausgewählter Teil der Wahrheit.

Zitat: "Was Sie zu den HWZ sagen stimmt schlichtweg nicht, die Gefährlichkeit eines tadioaktiven Stoffes hängt nicht nur von seiner Halbwertszeit sondern auch von seiner Ursprungsstrahlendosis ab."

Was ich zu den Halbwertszeiten schrieb stimmt, daß die Gefährlichkeit eines radioaktiven Stoffes von seiner Halbwertzeit abhängt habe ich nie behauptet.

Der Begriff "Ursprungsstrahlendosis" ist nicht nur mir, sondern auch Google unbekannt, was meinen Sie damit ?

Zitat: "Es wäre schön, wenn man auch bei dem Thema Atomkraft eine sachliche Diskussion führen könnte."

Wo war ich unsachlich ?

Zitat: " Ich würde mich freuen, wenn die hier versammelten Atomkraftgegner ebenfalls Quellen angeben könnten."

Für Sachverhalte, für die schon der wikipedia-Eintrag ausreichend ist, führe ich keine gesonderten Quellen an.

Gruß, zopf.

Darstellung: