Ihre Meinung zu: Ethiopian-Airlines-Absturz: "Wie unter die Erde getaucht"

11. März 2019 - 12:04 Uhr

Das Auswärtige Amt hat bestätigt, dass bei dem Flugzeugunglück in Äthiopien auch fünf Deutsche getötet wurden. An der Unfallstelle bergen Helfer die Trümmer der Boeing - die Black Box wurde gefunden. Von Linda Staude.

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Kommentare

vlt. wäre es sinnvoll alle

vlt. wäre es sinnvoll alle 737max Maschinen erst mal mit abgeschaltetem MCAS System fliegen zu lassen.

Am 11. März 2019 um 09:56 von Heeber

(geschlossener Kommentarbereich eines früheren Berichtes)

"Wenn Länder wie China alle diese Maschinen am Boden lassen, was macht dann unsere Bundesregierung? Läßt sie aufgrund ihrer USA-Hörigkeit diese weiterein starten?
Hörigkeit vor Sicherheit?"

Bitte benennen Sie eine deutsche Airline, die im Besitz der Boeing 737 MAX ist, welches ein Grounding durch die Bundesregierung rechtfertigen würde. Vielen Dank!

Sicherheitsrisiko ?

Dummerweise hängen daran zig-Milliarden Investitionen, politische Abhängigkeiten und strategische Erwägungen. China ist vom Westen unabhängig und hat kurzerhand deshalb mal alle Maschinen dieses Typs am Boden gelassen, bis die offenen Fragen geklärt sind. Die Ethiopean Airlines Maschine war nagelneu, der Pilot erfahren. Angeblich setzt Lufthansa den Typ bisher noch nicht ein, die Star Alliance (wie auf dem Bild im anderen Artikel hier ersichtlich) schon. Für Lufthansa Passagiere läuft das auf dasselbe hinaus, da man keinen Anspruch darauf hat bei LH Buchung ausschließlich mit Lufthansa transportiert zu werden.

Als der Krieg in der Ostukraine tobte

Ist nicht nur Malaysian Airways, sondern auch Lufthansa munter weiter über das Kriegsgebiet gebrettert. British Airways und KLM nicht - aus Sicherheitsgründen! Ironischerweise wird wohl letzteres genau der Grund gewesen sein, wieso beim Abschuss von MH 317 soviel Niederländer unter den Opfern waren. Dabei schreibt die LH doch angeblich Sicherheit immer so groß. Und hier? Star Alliance Verbindungen nur noch ohne B737-Max 8 ? Pustekuchen! Business as usual!

Diese Tragödie darf sich nicht wiederholen

"(...) - die Black Box wurde gefunden."

Zum Glück.

Warten wir erst einmal ab, was deren Auswertung ergibt.

Kostendruck

Das Problem in der heutigen Entwicklung von allen möglichen Systemen, sei es für das Auto oder Flugzeug ist den immense Kostendruck der Hersteller. Jedes neue System muss billiger werden. Der Kunde verlangt das so. Es wird überall gesparrt - an der Entwicklung, an den Bauteilen und an Tests. Dann muss das neue System planmäßig auf den Markt gebracht werden, also wird getrickst und mögliche Probleme weggeschoben bzw. ignoriert. Hauptsache der verantwortliche Manager hat das Projekt rechtzeitig abgeschlossen und darf seinen Bonus kassieren. Alles in einem führt es dann zu solchen Fehlern, wir dürfen uns jetzt also nicht wundern.

Meinem Empfinden nach dürfte

Meinem Empfinden nach dürfte keine dieser Boeings starten, bevor die Unglücksursache nicht geklärt wurde. Da diese Flugzeuge anscheinend nur in Äthiopien und China am Boden bleiben müssen, vermute ich, dass in den anderen Ländern die finanziellen Aspekte schwerer wiegen, als die Sicherheit.
MfG

@ birdycatdog (11:45): Beispiel fuer Sie: TuiFly

hi birdycatdog

Zu Ihrer Frage:

Bitte benennen Sie eine deutsche Airline, die im Besitz der Boeing 737 MAX ist, welches ein Grounding durch die Bundesregierung rechtfertigen würde. Vielen Dank

Da wäre zum Beispiel Tui-Fly laut SWR:

http://tinyurl.com/yyfvvy2w
SWR: Nach Absturz in Äthiopien - Mehrere Länder lassen Flugzeuge nicht starten

Tui-fly will unter anderem ihre Maschinen des Typs weiter fliegen lassen. Das hat ein Konzernsprecher dem SWR bestätigt. Die Flugzeuge seien unter anderem in Großbritannien im Einsatz – in Deutschland sollen sie ab April fliegen. Man sei im engen Austausch mit Boeing.

Sowas ist unverantwortlich!!

@ Niettie (12:04): die Blackbox-Daten werden interessant

hi Nettie

Warten wir erst einmal ab, was deren Auswertung ergibt.

stimmt, auch ich bin gespannt was die Blackbox besagt. Denn die wird mit ziemlicher Sicherheit die Daten von Flightradar bestätigen.

@ um 10:23 von MKir13

"@09:25 von Ritchi
GPS – Empfänger sind heutzutage in der Lage in Echtzeit Positionen im untersten Meterbereich zu bestimmen.

Die Genauigkeit der GPS-Messungen beträgt in der militärischen Variante 5,9 m (in 95 % der Messungen, dass heißt 5% der Messungen sind noch ungenauer) bzw. 3 m mittleres Fehlerquadrat (Standardbweichung). Bezogen auf die Länge der 737 MAX 8 macht das in 5% der Fälle einen Unterschied zwischen Hoizontalflug und >=15° Steigflug nur durch den GPS-Messfehler. Bei der Querneigung sind es sogar >16° Abweichung, weil die Flügelspitzen näher beieinander liegen."
.
Danke für die Informationen.

@ birdycatdog (11:45): auch andere europäische Airiner betroffen

@ birdycatdog

Außerdem sind laut Wikipedia noch weitere europäische Liner beliefert worden:

https://en.wikipedia.org/wiki/Boeing_737_MAX

Primary users
Southwest Airlines
American Airlines
Air Canada
Norwegian Air Shuttle

Ein solches Unglueck

bei dem ein Passagierflugzeug offensichtlich wie ein Stein zu Boden faellt, darf es 2019 nicht mehr geben. Einem solchen Unglueck muss schon ein ein massiver Ausfall von irgendwas zugrunde liegen. Ich hoffe, dass man es schnell herausfindet.

re möbius

"Angeblich setzt Lufthansa den Typ bisher noch nicht ein"

Ob oder ob nicht kann man leicht feststellen.

Was soll das verschwörerhafte "angeblich"???

Zu viel Technik?

Der Unfallhergang ähnelt stark einem vorherigen Unglück: de.wikipedia.org/wiki/Lion-Air-Flug_610#Unfalluntersuchung

Der alte Fall ist noch nicht abgeschlossen, aber es deutet vieles darauf hin, dass die Bordsysteme nicht richtig arbeiten. Es muss ja für alles immer mehr Technik geben. Vielleicht ist das auch ein Symptom der Zeit, dass ein Punkt erreicht ist, um zurückzurudern (mein spontaner Gedanke: Uber Selbstfahrende Autos, automatisierte Unglücke, entschuldigt mit Unausgereiftheit).

@vlt. wäre es sinnvoll alle 11:42 von Werner40

"737max Maschinen erst mal mit abgeschaltetem MCAS System fliegen zu lassen."

Wenn das überhaupt geht.
Man lese diese interessante Quelle, besonders das Update.
Das ist schon länger bekannt...
www.flugrevue.de/zivil/hersteller-reagiert-auf-lionair-absturz-in-indone...
kurz: https://is.gd/UojNX1

Tja, ob das auch jeder Pilot schon weiss ;)

TuiFly

Oh mein Gott, hoffentlich fliege ich nicht mit dieser Maschine nach Las Palmas und zurück. Mir wird jetzt schon ganz mulmig, wenn ich an den bevorstehenden Flug in Juni denke.

12:23 von bagira / Kostendruck

Zu nächst einmal:
Mein herzliches Beileid an all die Verbliebenen dieser Tragödie!!

Und ja; es liegt häufig am Kosten / Zeitdruck, neue Systeme oder Anforderungen technisch einwandfrei umzusetzen. Die Verantwortung wird einfach dem schwächsten Glied in der Kette (Sub-Sub-Lieferant) zugeschoben. Hauptsache, "das Projekt" ist pünktlich.

Zum alltäglichen:
Wir werden durch die (derzeitige) Teilautonomisierung der PKW`s immer mehr zum "Kontrolleur" - nicht zum aktiver Verkehrsteilnehmer - degradiert! Es gibt immer mehr "Assists", die die eigentliche Verantwortung und Fixierung auf den Straßenverkehr erschweren. Die Ablenkung im Verkehr - hin zum Display - ist erschreckend! Die Unfallzahlen steigen, anstatt zu sinken. Bei der fünften Stufe (Vollautomatisiertes fahren) ist man nur noch unmündiger Beobachter.
Wer will das?
Ist das wirklich nötig und sinnvoll?
Wer oder Was sind die Vorteile durch immer mehr Automatisation?

Zuerst das Mitgefühl

an alle direkt betroffenen Angehörigen. Danach: Fliegen ist statistsch sehr sicher. Zuletzt: ist es aber ein Wunder, dass solche Unglücke immer häufiger passieren? Früher (in bin 65 Jahre alt) war es ein Ereignis, wenn man mal ein Flugzeug gesehen hat, heute sehe ich am Himmel manchmal 7 oder mehr Flugzeuge zeitgleich. Es liegt also auch am Flugwahn meiner Mitmenschen, das Unfälle häufiger werden. Wenn man die Anzahl Flugkilometer verzehnfacht, verzehnfacht sich +- auch die Anzahl tragischer Abstürze, so einfach ist das leider, dazu kommen noch die anderen beschriebenen Gründe wie Kostendruck bei der Entwicklung usw.

RIP

Am 11. März 2019 um 12:28 von Demokratieschue...

"Die Flugzeuge seien unter anderem in Großbritannien im Einsatz – in Deutschland sollen sie ab April fliegen."

Sie widersprechen sich selbst. In Deutschland ist die B737 MAX bei Tuifly nicht im Einsatz. Warum sollte die Bundesregierung also bei Flugzeugen in UK handeln? Dies wäre Aufgabe der britischen Regierung.

@ hanjustb

Wenn man die Anzahl Flugkilometer verzehnfacht, verzehnfacht sich +- auch die Anzahl tragischer Abstürze, so einfach ist das leider ...

Ich weiß nicht. Sie scheinen sich sicher zu sein, dass beide Größen zueinander proportional sind.

Am 11. März 2019 um 12:28 von Demokratieschue...

Nachtrag: Sie haben in Ihrem Kommentar die britische TUI Airways mit der deutschen TUIfly vermischt. Letztere hat derzeit keine MAX im Bestand. Es sind jedoch welche im Zulauf.

@ birdycatdog (11:45): auch andere europäische Airiner betroffen

Inwiefern hat die Bundesregierung Weisungsbefugnis gegenüber ausländischen Airlines, dass diese ihre Flugzeuge grounden müssten? Sie könnte - so diese Flugzeuge denn den deutschen Luftraum passieren - maximal die Überflugrechte verwehren.

@Möbius

"China ist vom Westen unabhängig und hat kurzerhand deshalb mal alle Maschinen dieses Typs am Boden gelassen, bis die offenen Fragen geklärt sind."

Welch ein Unfug. Schauen Sie sich mal die Flotten chinesischer Airlines an. Einheimische Produkte sind die Seltenheit. Der Markt in der Klasse wird dominiert von Airbus und Boeing. Die Anzahl chinesischer Flugzeuge im Liniendienst sind verschwindend gering.

Bewährte Technik und Erfahrung

... haben die Fliegerei mal sicher werden lassen. Ganz ohne Elektronik gab es mechanische Kreiselkompasse zur Fluglagekontrolle und das Strömungsgeräusch für die Geschwindigkeit. Staurohrsensorenprobleme haben Boeing und Airbus schon länger. Leider kann auch der erfahrenste Pilot nichts ausrichten, wenn ihm das Flugzeug die Kontrolle entzieht. Solche Systeme dürften spätestens nach diesen Vorfällen keine Zulassung bekommen.
Wohl dem, der sich Flüge und Gesellschaften aussuchen kann...

@ Möbius

China ist vom Westen unabhängig und hat kurzerhand deshalb mal alle Maschinen dieses Typs am Boden gelassen

Das zeigt doch gerade, dass China vom Westen abhängig ist. Wie viele chinesische Flieger gibt es denn? Die Entscheidung gilt übrigens nur bis heute Abend.

Am 11. März 2019 um 12:23 von bagira

Sie vergessen bei Ihrer Spekulation einen Punkt: die Waschmaschine müssen Sie nicht einer staatlichen Organisation zur Eignungs- und Sicherheitsprüfung vorstellen. Ein Flugzeug aber schon. Die durchzuführenden Tests bestimmen dann nicht Sie sondern (z.B. in den USA für Boeing) die FAA.

re hanjustb

"ist es aber ein Wunder, dass solche Unglücke immer häufiger passieren?"

Welche Statistik belegt denn Ihr "immer häufiger"???

Am 11. März 2019 um 12:23 von Demokratieschue...

"Siehe im Fall Lion Air, bei dem dieses System die volle Kontrolle ueber die Maschine uebernommen hat und die Passagiere in den sicheren Tot geflogen hat. Die Piloten hatten die ganze Zeit gegen den Absturz angekämpft, hatten aber keine Chance. Sie konnten dieses System nicht stoppen."

Falsch. Laut Boeing wäre das sehr wohl möglich gewesen. Das Problem hier lag an der Implementierung einer neuen Funktion, was der Crew nicht bekannt gewesen war. Laut Umfragen bei Piloten kurz nach Bekanntwerden waren die meisten von ihnen mit der neuen Funktion ebenfalls nicht vertraut und hätten daher vermutlich ähnlich reagiert.

Am 11. März 2019 um 11:56 von Möbius

"Für Lufthansa Passagiere läuft das auf dasselbe hinaus, da man keinen Anspruch darauf hat bei LH Buchung ausschließlich mit Lufthansa transportiert zu werden."

Bei Buchung über das LH Portal werden Ihnen bereits vor verbindlicher Buchung die einzelnen Flüge angezeigt und welcher Carrier die jeweilige Strecke operiert. Es ist nicht so - wie Sie suggerieren -, dass der Passagier ahnungslos in ein Flugzeug einer anderen Gesellschaft steigen muss, was ihm bei Buchung noch nicht bekannt gewesen wäre.

@ Motorkopf

Es gibt immer mehr "Assists", die die eigentliche Verantwortung und Fixierung auf den Straßenverkehr erschweren. Die Ablenkung im Verkehr - hin zum Display - ist erschreckend! Die Unfallzahlen steigen, anstatt zu sinken.

Das ist sachlich nicht richtig. Man denke an ABS, Airbags usw., Systeme, die schneller als wir reagieren und uns schützen.

Die größten Unfallkosten verursachen Parkunfälle und die werden nachweislich durch Assistenzsysteme deutlich reduziert.

Anfahr- und Bremssysteme reduzieren die Auffahrunfälle bei Staus auch deutlich.

@ Demokratieschue

Southwest Airlines
American Airlines
Air Canada

Mag ja sein, dass Ihre Aufregung berechtigt ist. Das sind meines Wissens jedoch keine europäischen Airlines.

@09:25 von Ritchi: Differentielles GPS

Also, die Idee ist schon nicht ganz abwegig. Man muss zwischen absoluter und relativer Genauigkeit beim GPS unterscheiden. Erstere kommt von atmosphärischen Störungen und Uhrenfehlern. Wenn man wie beim DPGS-System mehrere Empfänger nebeneinander stellt und koppelt, unterliegen die Messungen zwar den gleichen absoluten Fehlern, sie sind relativ gesehen aber bis in den Millimeterbereich genau möglich.
Normalerweise misst bei dem Verfahren ein als Referenz fungierender GPS-Empfänger, dessen Position exakt bekannt ist, den Messfehler und schickt diesen zur Korrektur an den mobilen GPS-Empfänger. Im vorliegenden Fall würden zwar alle gleich "falsch" messen, aber eben mit dem gleichen Messfehler, der sich durch Differenzbildung herauskürzt.

@ birdycatdog @ Demokratieschue

Warum sollte die Bundesregierung also bei Flugzeugen in UK handeln? Dies wäre Aufgabe der britischen Regierung.

Das glaube ich kaum, dass die Flugsicherheit dort in die Zuständigkeit der Regierung fällt.

@ 12:23 von bagira

Der Kunde ist schuld, der Baum ist schuld...
Ich dachte es mir schon.

Eine leider recht merkwürdige Koinzidenz:

Zwei brandneue 737 Max, beide crashen kurz nach dem Start im Steigflug, bei beiden meldet die Cockpit Crew kurz nach dem Start technische Probleme und will zum Flughafen zurück, schafft es aber nicht mehr, beide haben flighradar24 zufolge Probleme mit der Höhe - wenn das neue MCAS-System auch hier etwas mit dem Absturz zu tun gehabt hat (was wir noch nicht wissen!), dann dürfte Boeing ein echtes Problem bekommen, nicht nur in China und Äthiopien. Eigentlich soll es ja ein sehr gutes Flugzeug sein, das gegenüber den bisherigen 737-NG massiv Treibstoff spart - aber das darf natürlich nicht auf Kosten der Sicherheit gehen.

Hoffen wir, dass FDR und CVR auslesbar sind!

Übrigens: Von den nach den Insolvenzen von Air Berlin und Germania ja nicht mehr vielen deutschen Airlines hat auf der Kurz- und Mittelstrecke nur TUI eine Boeing-Flotte. TUI hat auch 737 Max bestellt, die ersten Maschinen sollen Ende März/ im April eingeflottet werden - im Augenblick gibt es aber noch keine deutsche Max.

B737 X

Das lange bewährte Modell wurde mit immer größeren Triebwerken ausgerüstet. Die tiefe Lage und das kurze Fahrwerk zwangen dazu, die im Durchmesser enorm größeren Triebwerke heutiger Bypass-Verhältnisse weiter vor die Flügelkante zu montieren. Schon das Urmodell bekam den Spitznamen "Staubsauger", weil auch damals schon sich die im Durchmesser erheblich kleineren Triebwerke nahe am Boden befanden.

Die nach vorne gerückten Motoren führen dazu, dass bei steilen Steigflügen, gerüchteweise zu hören ab 14 Grad Steigwinkel, die Maschine nicht mehr in die Horizontale gebracht werden kann. Vielleicht durch rasche Verringerung der Schubleistung? Hier setzt eigentlich MCAS ein, oder sollte einsetzen. Ein Input diverser Parameter, etwa AOA und KIAS sollte dem Ganzen Grenzen setzen.

Warum es dennoch zu den beiden tragischen Unfällen kam, wird die Untersuchung ergeben. Boeing wird ggf. auch die Position der Triebwerke überdenken müssen.

Z. B. Statista

Da können Sie z. B. die Anzahl (ziviler) Flugzeugabstürze seit 1945 bis heute nachlesen:
USA 839, Russland 522....... Platz 19 ist DE mit 59 Abstürzen. Selbstverständlich spielen viele andere Faktoren auch eine Rolle, es liegt doch aber auf der Hand: wo viel geflogen wird, gibt es +- linear dazu auch mehr Abstürze.

14:05 von KowaIski

Ich weiß nicht. Sie scheinen sich sicher zu sein, dass beide Größen zueinander proportional sind.
.
was glauben sie ?
doppelt so viele Autos machen doppelt so viel Dreck
doppelt so viele Flugzeuge ....

Beta Test im Realbetrieb?

Es wäre nicht das erste mal das Boeing massive Qualitätsprobleme hat. Fehlerhafte Druckschotten am Kabinenende oder „cross-wiring“, erinnert man sich. Hier nun stellt sich die Frage warum innerhalb kurzer Zeit zwei fast neue Flugzeuge unter ähnlichen Bedingungen (Steigflug) in eine Havarie geraten ? Für solche Situationen gibt es 1. Simulatoren und 2. ausgiebige Testszenarien im Probebetrieb. Oder wurde das neue Produkt mit heißer Nadel gestrickt ?

re hanjustb

"es liegt doch aber auf der Hand: wo viel geflogen wird, gibt es +- linear dazu auch mehr Abstürze."

Das liegt genau nicht auf der Hand. Beim Straßenverkehr verhalten sich die Unfallzahlen alles andere als linear zum Verkehrsaufkommen. Beim Luftverkehr ebenso.

Bei n-tv ist eine List mit den betroffenen Airlinern raus

Inzwischen hat n-tv.de eine lange Liste mit den Airlinern rausgegeben, die diese Todesmaschine im Einsatz haben. Und wie viele europäische Liner da dabei sind, us-Liner, Airliner aus Dubai und Brasilien und viele andere... Da ist eine ganze Menge zu grounden!!

http://tinyurl.com/y56xjtxm
n-tv.de: Wo Boeings Unglücksflieger im Einsatz sind (MONTAG, 11. MÄRZ 2019)

Insgesamt wurden laut dem Konzern weltweit bereits 350 Maschinen der 737 Max-Serie ausgeliefert:

Bei der deutschen Fluglinie TUI sind die Jets erst seit Ende Januar im Einsatz. 15 Maschinen fliegen bereits in Großbritannien und den Benelux-Staaten. In Deutschland sollen die 737 Max ab Mitte April starten. Insgesamt hat TUI 72 Maschinen bestellt.

Der britische Billigflieger Ryanair hat 135 Maschinen bestellt, die ersten sollen noch in diesem Jahr starten.

Turkish Airlines hat laut Boeing 75 Maschinen geordert, 11 wurden bereits geliefert.

Am 11. März 2019 um 15:09 von hanjustb

"Da können Sie z. B. die Anzahl (ziviler) Flugzeugabstürze seit 1945 bis heute nachlesen:
USA 839, Russland 522....... Platz 19 ist DE mit 59 Abstürzen. Selbstverständlich spielen viele andere Faktoren auch eine Rolle, es liegt doch aber auf der Hand: wo viel geflogen wird, gibt es +- linear dazu auch mehr Abstürze."

Um ein vollständigeres Bild zu erhalten, nehmen Sie die Flugzeugabstürze in D von 1950 bis 1985 (DDR nicht vergessen) und dann für den Zeitraum 1986 bis heute. Nehmen Sie dann die Anzahl der Passagierkilometer in den beiden Zeiträumen dazu und setzen Sie diese ins Verhältnis. Zu welchem Schluss kommen Sie?

Am 11. März 2019 um 15:32 von Demokratieschue...

"Inzwischen hat n-tv.de eine lange Liste mit den Airlinern rausgegeben, die diese Todesmaschine im Einsatz haben."

1. Mit "Airlinern" werden umgangssprachlich Flugzeuge gemeint. Was Sie jedoch meinen sind Fluggesellschaften = Airlines

2. Warum die Überdramatisierung "Todesmaschine"? Es klingt ja, als ob dieses Flugzeug nur zu dem Zwecke des Tötens gebaut worden wäre.

Hmm....

so kurze Abstaende, selber Typ, aehnlicher Ablauf. Neu! Mein erster Gedanke: Der Pilot wollte selbst steuern und schaltete den Auto ab. Dann......tja. Irgendwas computermaessiges wohl. Ich muss selbst bald fliegen. Ups!

re sisyphos3

"doppelt so viele Autos machen doppelt so viel Dreck
doppelt so viele Flugzeuge ...."

Leider ziemlich falsch.

Die Anzahl der Autos hat sich über viele Jahre verdoppelt. Da sie tendenziell schafstoffärmer geworden sind geht die lineare Berechnung nicht auf.

Für Flugzeuge dito.

Vorsicht mit allzuleichten Rückschlüssen!

Die Unfallhäufigkeit im Luftverkehr ist statistisch gesehen sehr, sehr, sehr gering.

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass die früheren mechanisch gesteuerten Maschinen wirklich sicherer geflogen sind, als heutige Jets mit ihren Computersystemen. Die Menge des heutigen Flugverkehrs wäre ohne diese Systeme wahrscheinlich kaum mehr handelbar. Wie hoch ist der Anteil der Unfälle, die auf ein Fehlverhalten eines automatischen Systems zurückzuführen ist und wie hoch ist der Anteil, der durch das Fehlen so eines Systems verursacht wurde?

Jeder Vorfall muss genau untersucht werden und wenn sich ein System als fehlerhaft herausstellt, müssen Konsequenzen gezogen werden. Aber dieses "Früher war alles Besser" ist m. E. totaler quatsch!

Aber viele kennen die Ursache schon, bevor der Flüger auf dem Boden ankommt: Fehlerhafte Entwicklungen, Kostendruck, Überheblichkeit ... Wofür dann noch die Untersuchungen??

@ 13:20 Motorkopf

"...Zum alltäglichen:
Wir werden durch die (derzeitige) Teilautonomisierung der PKW`s immer mehr zum "Kontrolleur" - nicht zum aktiver Verkehrsteilnehmer - degradiert! Es gibt immer mehr "Assists", die die eigentliche Verantwortung und Fixierung auf den Straßenverkehr erschweren. Die Ablenkung im Verkehr - hin zum Display - ist erschreckend! Die Unfallzahlen steigen, anstatt zu sinken. Bei der fünften Stufe (Vollautomatisiertes fahren) ist man nur noch unmündiger Beobachter.
Wer will das?
Ist das wirklich nötig und sinnvoll?
Wer oder Was sind die Vorteile durch immer mehr Automatisation?"
.
Ich will das. Ich ordere alle derartigen Systeme, die ich für das (kleine) Auto bekommen kann. Diese Systeme sind absolut sinnvoll. Der Vorteil ist, dass ich deutlich weniger Ressourcen meines Gehirns für die Komplexität des Fahrens verschwenden muss. Ich kann also meine gesamte Aufmerksamkeit Fußgängern und Radlern widmen, fahre dadurch entspannter, sicherer und ermüde nicht so schnell.

@ um 12:23 von bagira

"Kostendruck
Das Problem in der heutigen Entwicklung von allen möglichen Systemen, sei es für das Auto oder Flugzeug ist den immense Kostendruck der Hersteller. Jedes neue System muss billiger werden. Der Kunde verlangt das so. Es wird überall gesparrt - an der Entwicklung, an den Bauteilen und an Tests. Dann muss das neue System planmäßig auf den Markt gebracht werden, also wird getrickst und mögliche Probleme weggeschoben bzw. ignoriert. Hauptsache der verantwortliche Manager hat das Projekt rechtzeitig abgeschlossen und darf seinen Bonus kassieren. Alles in einem führt es dann zu solchen Fehlern, wir dürfen uns jetzt also nicht wundern."
Dem Kostendruck dürfen Sie noch Komfortanforderungen hinzusetzen. Auch das größte deutsche Eisenbahnunglück verdanken wir dem gestiegenen Kosten– und Komfortdruck. Straßenbahnräder im ICE zu verwenden war damals eine Vorstandsentscheidung.

Der Flugschreiber

wurde gefunden und wird sicher Einiges mitzuteilen haben. Sicher werden auch die Flugschreiber aller anderen 737max (in der Annahme, dass die Daten lange archiviert werden) auf Ansätze ähnlicher Ereignisse überprüft werden.
Natürlich dürfen wir uns als Laien unsere Gedanken machen, die genauen Schlussfolgerungen werden die Experten nach der Flugschreiberauswertung ziehen. Vermutlich werden wir gar nicht so lange warten müssen.

Das Auto zeigt es Millionen Tote

meisten ist doch der Fahrer d.h. der Mensch der den Unfall verursacht, wenn es mal die Technik ist wird es total Überbewertet. Hier bei der Boeing 737 Max 8 ist ja noch keine endgültige Unfallursachen festgestellt deshalb mal den Ball flachhalten, vorerst Flugverbot ist O.K und richtig.

Nicht jedes Flugzeug ist gut

Mag schon sein das „statistisch“ die Unfallhäufigkeit im Flugverkehr gering ist. Aber manchmal passiert es halt das die Konstrukteure einen Fehler machen. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit dafür natürlich gering, aber dennoch kann es passieren?!

Experten gefragt. Es wäre gut...

... wenn sich vor allem Experten, also vermutlich hauptsächlich Piloten hier zu Wort melden würden.

Vielen Dank.

Todesopfer

Es ist schlimm das Menschen bei einem Unglück sterben. Die Tragik eines solchen Ereignisses kann sicher jeder nachvollziehen. Aber, ist es tragischer oder dramatischer das auch deutsche Bundesbürger um´s Leben kamen?
Jeder Mensch ist ein Wert!! der absolut nichts mit der Nationalität zu tun hat.
157 Todesopfer sind zu beklagen aber wir trauern um 5 Deutsche. Fremdschämen ist das angesagt.

@vriegel „Experten gefragt“

Experten warten erstmal die Auswertung des Flugschreibers ab und beteiligen sich nicht an Spekulationen. Erinnern Sie sich an die Kommentare zum Absturz der Germanwings Maschine in Südfrankreich? Da waren die Kommentatoren erst alle „Luftfahrtexperten“ und dann waren plötzlich alle „Psychologen“.

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