Ihre Meinung zu: SIPRI-Bericht: USA bleiben größter Waffenexporteur der Welt

11. März 2019 - 8:22 Uhr

Die Zahl der weltweiten Waffenexporte ist dem Friedensforschungsinstitut SIPRI zufolge in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Größter Verkäufer von Rüstungsgütern bleiben die Vereinigten Staaten. Von Carsten Schmiester.

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Kommentare

Und mehr als die Hälfte aller

Und mehr als die Hälfte aller amerikanischen Exporte, ..... gingen in den Nahen Osten,
.
wohin sonst
da herrscht ja auch Bedarf

Kein Wunder!

Bei den vielen Beispielvorführungen in den ganzen Kriegen Tag ein, Tag aus, bei denen die beteiligt sind.

Ich verstehe nicht, wieso die nicht endlich alle aus der UNO und NATO eine Kombi machen. Sobald einer angegriffen wird, schlagen alle anderen zurück und jeder Krieg auf der Welt wäre gegessen.

Und Deutschland liegt weiter

Und Deutschland liegt weiter auf Platz 4 der Kriegswaffenexporteure: ein himmelschreiender Skandal, der dringend politische Konsequenzen erfordert.

Freitagsdemos

Es sollte eine Protestwelle dagegen geben, dass Deutschland auf Platz vier (der Welt) für Waffenexporte ist. Deutsche Waffen tragen unter den Augen der Regierung dazu bei, dass Krieg und Unheil in der Welt immer größer wird.
Wo bleibt eine Greta, die diesen Protest initiiert?

@08:42 von FwtL3dx6

"Ich verstehe nicht, wieso die nicht endlich alle aus der UNO und NATO eine Kombi machen. Sobald einer angegriffen wird, schlagen alle anderen zurück und jeder Krieg auf der Welt wäre gegessen."

Man muss auch mal träumen dürfen...

Üblicherweise sind die Sympathien in der UNO und speziell im Sicherheitsrat ja ungleich verteilt. Also wird man sich schon mal nie einig, wer eigentlich "der Böse" ist.

Außerdem verdient man ja an jedem Krieg. Wer sollte denn all die schönen Waffen kaufen, wenn keiner mehr Krieg führt.

@08:42 von FwtL3dx6

"Ich verstehe nicht, wieso die nicht endlich alle aus der UNO und NATO eine Kombi machen. Sobald einer angegriffen wird, schlagen alle anderen zurück und jeder Krieg auf der Welt wäre gegessen."
.
Weil wir dann den 3.Weltkrieg hätten.
Begriffe wie "Angreifen" liegen immer im Auge des jeweiligen Betrachters.
Die andere Seite spricht z.B. von "Verteidigung" oder "Beschützen".
Und nicht von "Okkupation", sondern "Befreiung".
Siehe Ost-Ukraine.

Binsenweisheit

"Der bloße Besitz von Waffen macht es einem Staat leichter möglich, militärische Gewalt anzuwenden."

Ach was!

Als alter Pazifist bin ich ja sowieso gegen Waffen. Aber auch der Pragmatiker und Realist in mir hat das noch nie verstanden, warum militärisches Gerät irgendwo anders hin als an NATO-Partner verkauft wird. Vor allem, wenn es sich dabei um so "stabile" Staatsgebilde in Nshost und Afrika handelt.

08:42 von FwtL3dx6

Sobald einer angegriffen wird, schlagen alle anderen zurück
.
das ist aber jetzt eine sehr naive Betrachtungsweise
und dann ist die UNO Teil der NATO,
wir immer noch die (Kolonial) Herren der Welt ?

Jeder tut eben das, was er am

Jeder tut eben das, was er am besten kann, bei den Amis ist das eben seit nunmehr hundert Jahren, andere in Kriegselend zu bringen, in dem sie zuerst mit Waffenverkäufen die Situationen destabilisiert, in die sie dann später auch unmittelbar selber mit ihrer überdimensionierten Waffentechnik eingreifen. Menschenleben und Schicksale spielen dabei natürlich überhaupt keine Rolle für diese großartige Demokratie. Aber auch das wird nicht ewig ungestraft so weitergehen.

Vor dem exportieren kommt das produzieren

Jede(r) Beschäftigte und Anteilseigner eines Rüstungskonzerns oder einer kleinen Waffenfirma muss sich im Klaren sein, daß er/sie das Gehelt/die Dividente mit Produkten verdient, mit denen andere Menschen verletzt, verstümmelt und getötet werden. Vor allem, wenn sie in Krisengebiete gehen oder in Drittländer, die sie dann direkt in die Krisengebiete weitergeben.
Und hier gilt keine! Ausrede (... dann machen es die anderen usw. usf.) - jeder ist daran beteiligt, auch ein "kleiner Buchhalter".

Wirtschaftsleistung USA

... da stellt sich doch wirklich die Frage, wie die bereinigte Wirtschaftskraft der USA eigentlich aussähe ...

... wenn man von Rüstungsexporten und Waffenproduktion für die NSA-hörige Bevölkerung absieht, was bleibt dann überhaupt noch?

- Google?
- Facebook?
- Amazon?
- Twitter?
- Monsanto/BAYER?

... habe ich was vergessen?

zusammenhang

gibt es einen zusammenhang zwischen den regiemechanges und dem rückgang russischer und zunahmen amerikanischer waffenexporte.dann stellt sich nämlich die frage ob wir diese regimechanges aus rein demokratisch/humanitären oder kriegswirtschaftlichen gründen unterstüzen.

"Begriffe wie "Angreifen"

"Begriffe wie "Angreifen" liegen immer im Auge des jeweiligen Betrachters.
Die andere Seite spricht z.B. von "Verteidigung" oder "Beschützen".
Und nicht von "Okkupation", sondern "Befreiung".
Siehe Ost-Ukraine." 09:12 von NeutraleWelt

Ja genau, ein sehr gutes Beispiel, denn bevor es mit der Gewalt erst richtig losgeht, werden von "Demonstranten" u.a. demokratisch gewählte ( OSCE anerkannt) Regierungen mit Unterstützung von "Willighen" gestürzt und "willige" Präsidenten nach ominös "demokratische" Wahlen eingesetzt, die dann sofort eine "Terroristenbekämpfung" starten.

""Begriffe wie "Angreifen" liegen immer im Auge des jeweiligen Betrachters.....Siehe Ost-Ukraine." "

Es ist schon mehr als nur entlarvend...

...wenn ausgerechnet DIE Länder,
die sich an erster Stelle derjenigen
wähnen, die angeblich für friedliche
"Lösungen" in der Welt auftreten,
in Wahrheit diejenigen sind, die
durch Waffenverkäufe weltweit
tödliche Konflikte doch überhaupt
erst möglich machen!!
Typisch hierfür ist nach meiner
Meinung, dass Macron und Merkel
in erster Linie eine europäische
Armee als identitätsstiftend für
Europa unverfroren favorisieren!!

Kriege, Waffen, wunderbar.

Wie schön das es doch Krieg gibt. Wenn nicht müsste man sie erfinden. Was täten denn einige Länder um ihre Zahlungsbilanz auf zu bessern. In kaum einer Branche wird soviel unter dem Strich verdient wie in der Rüstungsbranche. Also wird die Politik eingesetzt Unfrieden in der Welt zu schaffen. Und das mit viel Erfolg. In keinem Zeitalter hat es soviel schreckliche Kriege gegeben als NACH dem zweiten Weltkrieg. Und es handelt sich hier nicht nur um Amerika sonder auch Russland und auch Frankreich, das pro Kopf der Bevölkerung genauso viel Waffen verkauft als Amerika. Dies sollte man immer im Hinterkopf haben.

@andererseits

Das ist kein Skandal, sondern ganz normal!

Deutschland ist die viertgrößte Volkswirtschaft, d.h. wenn wir der viertgrößte Waffenexporteur sind, dann liegen wir genau da wo wir typischerweise auch zu verorten sind.
Russland und Frankreich betätigen sich hingegen überproportional, während die Chinesen und Japaner vergleichsweise zurückhaltend sind.

@Jeder tut eben das, was er am ... 9:46 von Hepheistos

" besten kann "

Eben. Und wenn sie nicht einäugig wären,
würden Sie nicht unbedingt nach der Zahl gehen,
sondern auch nach der 'Qualität' gewisser Waffen gemessen am Preis.

Und da haben die Russen nach Obama (Drohnen), die nächste Büchse der Pandora geöffnet:
www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/kalaschnikow-stellt-billig-dr...
kurz: https://is.gd/aHc4Yw

Bodyguards kannste in Zukunft vergessen.
Die Folgen muss ich glücklicherweise nicht mehr erleben.

absolute Zahlen fehlen

"Und mehr als die Hälfte aller amerikanischen Exporte, darunter Kampfflugzeuge, Kurzstreckenraketen oder hoch entwickelte Bomben mit integrierter Zielfindung, gingen in den Nahen Osten, dessen Länder, vor allem Saudi-Arabien, ihre Importe im Schnitt um 87 Prozent erhöht haben." TS

Schade, absolute Zahlen hätten den Irrsinn noch deutlicher gemacht.

Wirtschaftshistoriker wissen, dass mit der 2WK die große Depression in den USA beseitigte durch einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Produktion von Kriegsgeräten.
Ike Eisenhower warnte später vor dem "militärisch-industrieller Komplex (MIK)", der bis heute mit maßgebend ist.

09:21 von vox moderandi

Binsenweisheit

"Der bloße Besitz von Waffen macht es einem Staat leichter möglich, militärische Gewalt anzuwenden."

Ach was!

Als alter Pazifist bin ich ja sowieso gegen Waffen. Aber auch der Pragmatiker und Realist in mir hat das noch nie verstanden, warum militärisches Gerät irgendwo anders hin als an NATO-Partner verkauft wird. Vor allem, wenn es sich dabei um so "stabile" Staatsgebilde in Nshost und Afrika handelt.
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Auch für alte Pazifiste, vielleicht weil dann China und Russland ausserhalb der Nato ein (gutes) Waffenmonopol hätten?

Unsere amerikanischen Freunde

Eines kann man unseren amerikanischen Freunden nicht vorwerfen: unehrlich zu sein. Sie tun gar nicht erst so, als würden sie die Welt nicht mit Waffen überschwemmen. Jeder, der nicht bei drei auf der Friedenslinde hockt, kriegt welche. Und sogar im eigenen Land sind sie konsequent, wenn es um Waffenverkäufe geht. Aus Schaden klug zu werden, ist jedenfalls nicht die Maxime: mehr als 20.000 Erschossene könnten ja zum Nachdenken anregen. Das wäre dann aber irgendwie unamerikanisch und somit das schlimmste, das passieren könnte, wie schon der republikanische Menschenfreund Joe McCarthy wusste.

ohnmächtiger Aufschrei

Immer wieder dieser innere Aufschrei, wenn man diesen Wahnsinn hört....
Und dieses Gefühl von Ohnmacht gegenüber dieser Übermacht einer verängstigten, manipulierbaren und in Ideologien verstrickten Menschheit, ihren populistischen oder fanatisch-religiösen Anführern und den Kapitalinteressen der Waffenindustrie....

Wenn D sich von Waffenverkäufen verabschieden würde

hätte das keinerlei Einfluss weil die restlichen Waffenproduzenten gerne einspringen würden.

Was für eine Veschwendung

von Ressourcen.
Was könnte man mit dem verschwendeten Material, dem Einsatz von Menschen und dem Geld sinnvolleres zum Wohle unseres Planeten und deren Bewohner tun.

@Hepheistos um 9.46h

Kurzfassung: die USA bringen seit 100 Jahren andere in Kriegselend. Pardon hier wäre Aufklärung notwendig: mein Geschichtsunterricht war scheinbar ausführlicher als Ihrer: vergessen Sie nicht Hitler. Nie zu einseitig denken.

kommt der Qualitätssprung?

Die Aufrüstung mit konventionellen Waffen verringert den Abstand zu ABC-Waffen immer mehr. Längst tendieren die Vorwarnzeiten für Abwehrmaßnahmen gegen Null. Längst sind konventionelle Waffen unverwundbar gegen konventionelle Abwehr (s. Welt-Bericht über neuartige engl. Panzerung). Kernstück der Strategien der Militärstäben und Politiker ist zurzeit die Erschließung näherer Aufmarschgebiete am Feind verbunden mit dem Abschneiden der Handelsbeziehungen des Feindes. Diese Strategie spielt leichtfertig mit der Verletzlichkeit des Feindes und wird Kernwaffeneinsätze unverzichtbar machen. So ist zu hinterfragen, ob Politik jedwede diplomatischen Spielräume selbst liquidiert und in eine globale Angststarre führen muss. Leidtragende sind vorrangig Menschen in Drittstaaten, deren Lebensrecht nichts mehr zählt. Deren Selbstschutzinteresse wird den Wunsch nach A-Waffen befördern. Auf einem guten Weg sind wir also alle nicht.

Waffenexporte rentieren sich vor allem dann

wenn sie statt gebraucht, verbraucht werden. In diesem Sinn gibt der industriell-militärische Komplex der USA die Strategie der Politik vor. Die Verschleierungstaktik hierzu wurde ständig verfeinert und ist ständig präsent, siehe dazu "Weltpolizist, Menschenrechte, Road-Map for Peace etc etc..

Es gab mal Präsidenten der USA die diese Gefahr erkannten und davor warnten, es kam schlimmer!

Zitat:--->in einer Rede zu seinem Abschied vom Präsidentenamt am 17.1.1961 warnte Präsident Dwight D. Eisenhower In ungewöhnlich scharfen Worten vor dem gefährlichen Wachstum des Konglomerats aus Rüstungsindustrie, Rüstungswissenschaft, Rüstungsmedien und Regierung. Für dieses Konglomerat machte Eisenhower den Begriff „Militär-Industrieller Komplex“ populär.<----

Elitedemokrat um 9.50h

Ob Sie was vergessen haben? Jaaaaaaa, das meiste. Schauen Sie sich mal den Dow Jones, S&P, den Nasdaq an. Dann ist das schlichte Verständnis für die Leistungskraft der USA auf dem aktuellen Stand.

In alten Denkmustern verhaftet bleiben heißt steckenbleiben

„(…) "Internationale Waffenexporte und Waffenkäufe nehmen weiter zu – (…). Wir wollen auch hervorheben,
> dass die USA der mit Abstand weltweit größte Waffenexporteur sind und diese Führung in den zurückliegenden Jahren noch ausgebaut haben"“

Damit konterkarieren die USA ihre eigene Verfassung vom 17. September 1787 (PRÄAMBEL: „Wir, das Volk der Vereinigten Staaten, von der Absicht geleitet, unseren Bund zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, für die Landesverteidigung zu sorgen, das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheil uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, setzen und begründen diese Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika“)

Heute leben wir nicht mehr im 18., sondern im 21. Jahrhundert.
Und es setzt sich die Erkenntnis durch, dass die eigene Freiheit immer auch die Freiheit des anderen ist. Und dass die unabdingbare Voraussetzung für Ruhe im Innern ist.

Freiheit gibt es entweder für alle oder keinen.

Zitat: "Wenn man Waffen

Zitat:
"Wenn man Waffen kauft, bedeutet das zwar nicht, dass man sie auch einsetzt. Sogar Saudi-Arabien hat das früher einmal gezeigt. Doch der bloße Besitz von Waffen macht es für einen Staat möglich, leichter und attraktiver, militärische Gewalt anzuwenden."

Es gibt einen alten Spruch: Wenn du Waffen verkaufst, werden diese auch genutzt. In Syrien, Libyen, dem Irak, Afghanistan, Mali, Jemen, Jordanien, Somalia, Palestina, Ukraine, etc. ist bewiesen, dass deutsche und französische Waffen gegen Zvilisten eingesetzt wurden. Das ist nun völlig konträr zu der Aussage, die hier suggeriert werden soll, wieso?

Friedensbringer schizophren

Die Verhältnisse bestehen seit Jahrzehnten, quasi unverändert. Jeder, der will, kann das wissen. Doch es scheint uns einfach nicht wichtig genug, vor allem auch nicht der Bundesregierung. Im Gegenteil, die Rüstungsindustrie wird hofiert und protegiert, dabei deren wirtschaftliche Bedeutung aufgeblasen.
Und so werden Mrd. investiert, um die Folgen von Kriegen, die mit unseren Waffen oder denen unserer lieben Freunde geführt werden und somit zum Großteil auf das Konto der NATO-Staaten USA, F und D gehen, wieder abzumildern.
Das ist wirklich schizo in meinen Augen! Es gäbe genügend demokratische Mittel den Regierungen klar zu machen, dass die Menschen keinen Rüstungsgüter wollen, da diese IMMER Tod und Verderben bringen.

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