Ihre Meinung zu: Weltfrauentag: Frauen beim Beten an Klagemauer bedrängt

8. März 2019 - 13:17 Uhr

An der Klagemauer in Jerusalem ist es zu Ausschreitungen gekommen. Der Grund: Eine Gruppe von Jüdinnen betete dort - mit Gesang und religiösen Symbolen. Ultra-Orthodoxe sehen das als Provokation. Von Benjamin Hammer.

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Kommentare

Klagemauer

Genau das ist die "Einzige Demokratie in NAH-OST". Mal darüber nachdenken........

Zitat

"Das ist kein Streit zwischen Männern und Frauen. Das ist ein Konflikt zwischen jenen, die glauben, dass die Werte des jüdischen Staates chauvinistisch und rassistisch sind."

Für einen nicht allzu kleinen Teil der jüdischen Bevölkerung sind sie das eben. Und sind so auch in der Knesset und in der Regierung präsent.

Genau das ist Religion

Im Artikel findet man ein Bild mit dem erklärenden Text:

"Orthodoxe Juden demonstrieren gegen die "Women of the Wall" und werden von Polizisten zurückgehalten."

Genau so wie die Gläubigen auf diesem Foto sieht Religion aus.

Frauen beim Beten an Klagemauer

Mit welchem Recht bespucken die Ultra-Orthodoxen die Frauen. Gott ist für alle da und er macht sicher keinen Unterschied siehe Maria!! Ich glaube das gilt auch für Jesus.

Kampf um ungerechtfertigte Privilegien

"Das ist kein Streit zwischen Männern und Frauen. Das ist ein Konflikt zwischen jenen, die glauben, dass die Werte des jüdischen Staates chauvinistisch und rassistisch sind. Und jenen, die an Gleichberechtigung, Toleranz und religiöse Vielfalt glauben."

Genau. Gilt genauso für alle anderen Religionen.

Dogmatismus, Fundamentalismus, Orthodoxie, überhaupt alles "Ultrakonservative" sind nichts anderes als religiös verbrämter Faschismus. Und somit Machtmissbrauch.

Ich kann es irgendwie

Ich kann es irgendwie verstehen, wie jetzt Frauen an der Klagemauer auf die ultrapatriarchalische Gewohnheit verstossen, dass es seit eh und je nur Männer gab, die da posieren dürfen. Es wirkt so frechdreist provozierend, und insgeheim aber freue ich mich fast aus Schadenfreude, dass diese mittelalterlich anmutende patriarchalische Klassengesellschaft aufs Korn genommen wird, gerade in Israel, wo moderner Zeitgeist eigentlich eher zu erwarten ist als zB in Saudi Arabien. Aber wie dem auch sei, kann man aus Sicht der Frauen nicht anders als ganz nüchtern zu fragen: Warum nicht? Es verstosst eben nur gegen die Gewohnheit. Zeit sich umzugewöhnen!

@Bagheria, 13:24

Haben Sie den Artikelausschnitt unten gelesen?

"Der Streit an der Klagemauer hat längst eine politische Komponente bekommen. In den USA leben viele Mitglieder des Reformjudentums. Sie werfen der israelischen Regierung vor, gegenüber den ultra-religiösen Rabbinern einzuknicken. So sieht es auch Anat Hoffmann von "Women of the Wall". >>> Sie sorgt sich, dass ihre Interpretation des Judentums in Israel immer weniger akzeptiert wird. <<<"

@13:35 GeMe

So sehen fundamental-dogmatisch ideologisierte Männer aus, die Religion chauvinistisch und nationalistisch instrumentalisieren. "Religion" sieht anders aus und hat Gott sei Dank auch viele engagierte humane Gesichter. Vielleicht können Sie dieser Differenzierung zustimmen?

Weltfrauentag: Frauenmangel beim Beten

wie hier in den Führungsetagen - nur sehen das eben die Männer nicht so. Cool ist es trotz dem, weiter so!

13:35, GeMe

>>Genau das ist Religion
Im Artikel findet man ein Bild mit dem erklärenden Text:

"Orthodoxe Juden demonstrieren gegen die "Women of the Wall" und werden von Polizisten zurückgehalten."

Genau so wie die Gläubigen auf diesem Foto sieht Religion aus.<<

Sie kann so aussehen.

Sie kann aber auch aussehen wie Ernesto Cardenal.

Oder Stefan J. Kramer.

Oder Ludovic-Mohamed Zahed.

Religion hat viele Gesichter, und man sollte nie den Fehler machen, sie mit erzreaktionärem Fundamentalismus gleichzusetzen.

Mittelalterliche Ausrichtung

Die jüdische Religion ist eben in Teilen, wie der Islam generell, in archaischen, mittelalterlichen Traditionen und Denkstrukturen verhaftet . Es gab nie eine Reformation und Aufklärung.

Immer dasselbe Muster....

Es ist doch erstaunlich - da streiten wir uns seit Jahrhunderten darum, welche Religion die einzig wahre ist und doch sind sich eben diese Religionen in bestimmten Dingen völlig gleich:

Fundamentalisten - aller Religionen - leben in einem geistig-spirituellen Ghetto, das alle Andersdenkenden ausschliessen muß, will es als solches überleben !
Kann man im Christentum, im Islam und im Judentum gleichermassen beobachten. Die Reaktionen auf Reformer - überall dieselben ! Die Aggressionen auf deren Veränderungswillen - gleichermaßen gefährlich !

Es ist diese Einstellung, die alle Weltreligionen in Verruf bringt und immer mehr Menschen im wahrsten Sinne des Wortes vom Glauben abfallen läßt !

Jesus war nichts anderes als einer dieser Reformer - und wurde dafür ans Kreuz genagelt !

Es hat sich nicht viel geändert seit damals - in keiner Religion !

Man möchte weinen, gehört man zu denen, die von einer allumfassenden Spiritualität und einer friedlichen Welt träumen !

Mir ist jede extrem ausgeübte und interpretierte

Religion suspekt, ob jüdisch, christlich oder islamisch.
Würden alle Religionsführer sich auf die Basis der jeweiligen Religion beziehen "Frieden" und die andere Religion respektieren, dann wäre mehr Frieden auf der Welt.

Es sollten mehr Jüdinnen und

Es sollten mehr Jüdinnen und Juden wie Frau Hoffmann gegen jüdischen Rassismus und Chauvinismus eintreten.

Anstatt sich damit gemein zu machen, wie Präsident Netanjahu.

Fanatiker sehen irgendwie immer gleich aus

Egal ob sie wie hier Juden oder Moslems, Christen, Hindus, Buddhisten oder auch Links- bzw. Rechtsextremisten usw. sind.

Irrsinniger Haß in den Augen, verzerrte Gesichter und eine unbedingte Bereitschaft zur Gewalt gegen "die Anderen".

Die sollten einen Club gründen.

Das ist der Orient, wir sollten uns mit einem Urteil zurückhalte

Die der Anteil der orthodoxen Juden in Israel wächst beständig. Der europäische Einfluß schwindet beständig.
Die Frauen probieren da was, was allein aufgrund von der Entwicklung der Zahlenverhältnisse keinen Bestand haben wird vor der klaren Wahrung der Tradition.

Die Vorkommnisse.....

an der "Klagemauer" haben natürlich eine politische Dimension und die hängt bestimmt nicht mit dem "Weltfrauentag" zusammen. Das Datum wurde zwar vermutlich mit Absicht gewählt, aber letztlich geht es um politische Machtkämpfe innerhalb einer Religion. Das kann auch nicht überraschen, wenn die Religion Grundlage der Politik ist! Ob sich wohl der Zentralrat der Juden in Deuschland auch wieder zu Wort meldet? Ich bin gespannt, denn üblicherweise fühlt er sich verpflichtet, überall seinen Senf dazu zugeben. Warum Frauen eine religiöse Handlung untersagt ist, verstehe ich allerdings nicht. Mir erscheint sie eher, wie der krampfhafte Reflex einer patriarchalischen Religion, der auch im Islam und im Christentum zu finden ist. Ich sehe Jesus auch im Hinblick auf die Rolle der Frau als Revoluzzer, der zwangsläufig mit der religiösen, als auch der damaligen weltlichen Macht zusammenstoßen mußte!

13:56, Xaver Xerxes

>>Mittelalterliche Ausrichtung
Die jüdische Religion ist eben in Teilen, wie der Islam generell, in archaischen, mittelalterlichen Traditionen und Denkstrukturen verhaftet . Es gab nie eine Reformation und Aufklärung.<<

Die Reformation brachte die evangelische Kirche hervor. Für die Katholiken und die Orthodoxen ist sie ohne Belang.

Jüdische Philosophen waren ein wichtiger Teil der Aufklärung. Und mit islamischen Denkern standen sie im Austausch. Von denen gab es nur nicht viele in Europa. Deswegen wurden sie nicht so wahrgenommen. Außer von ihren Kollegen.

Seit wann gibt es den Gott, den Herrn

der keine Frau sein darf. Da hat es sich die damalige Männerwelt sehr einfach gemacht.

Stellvertretend für den Haus-Herren, Gemeinde-Herren wurde ein Gott Vater in die Gesellschaft gebracht, der stellvertretend den Herrn auf dem Hof ersetzen sollte. Strafend bei Vergehen wie es unter Männern so üblich ist? Auf der ganzen Männerherrschaft aufbauend ist eine Frau eine Nichts und die kommen heute auf die Idee und benehmen sich wie Männer. Sie beten an einem Ort, was früher nur Männern erlaubt war. Da rasten so manche Herren aus.

Wenn Religion, dann humanistisch und nicht faschistisch. Aber es ist immer wieder interessant wie manche das "Unmögliche" dokumentieren und sich dabei erkennbar machen. Religion gehört scheinbar zum Herrschaftssystem .....

Wieder ein schönes Beispiel

Glaube ,Religion ,Gott. Das ist was die Menschen seit tausenden von Jahren davon abhält friedlich miteinander zu Leben.
Falls es einen Gott geben sollte, sollte er als höheres Wesen eigentlich für die Menschen da sein und nicht die Menschen für sich ausbeuten, gegeneinander aufhetzen und was die Führer "Ihrer Gottheit" sonst noch so auf Lager haben. Ein Großteil der Menschen in Deutschland haben inzwischen festgestellt dass es bei Religion nur um Geld und um Macht geht. Der ISLAM ,das Judentum und die heilige Kirche in Rom sind im Mittelalter stecken geblieben. Friede auf Erden wird es erst geben wenn alle Religionen als das gesehen werden was sie eigentlich sein sollten,es ist die Privatsache eines jeden Menschen und nicht ein Kollektiv.

14:09, Theodortugendreich

>>Das ist der Orient, wir sollten uns mit einem Urteil zurückhalte
Die der Anteil der orthodoxen Juden in Israel wächst beständig. Der europäische Einfluß schwindet beständig.<<

Netanjahu spricht akzentfreies Amerikanisch. Was daran liegt, wo er sozialisiert wurde.

Das also ist der Orient?

Interessant.

13:24 von Bagheria

Ganz genau! Man stelle sich mal vor, einen solchen Protest gäbe es in Mekka in Saudi-Arabien, wo Frauen bis vor kurzem gar nicht Autofahren durften und jetzt auch nur mit Einverständnis ihrer Ehemänner.
Aber Israel ist eben eine Demokratie, die einzige in Nahost. Deswegen sind dort solchen Auseinandersetzungen möglich. Da mal drüber nachdenken.....

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