Kommentare

Amazon

Wenn ein einziger Mensch (in diesem Fall der Amazon-Gründer) durch eben diese Amazon-Seite seit der Gründung 1994 zu einem geschätzten Vermögen von sage und schreibe 150 Milliarden USD kommen kann, während Amazon als Unternehmen selber in den gewinnbringenden Ländern kaum Steuern zahlt, dann läuft da nicht nur etwas verkehrt, sondern es passiert eine riesen Schlamperei! Es ist ja nicht so, dass ich dem Gründer Jeff Bezos Reichtum an sich nicht gönne. Ganz im Gegenteil sogar: er ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit einer Idee plötzlich ganz oben auf der Spitze des Olymp landen kann. Jedoch kann es auch nicht sein, dass unsere extrem langsame Bürokratie für kleinste Tätigkeiten am Bürger massig zur Kasse bittet, aber in all den vergangenen Jahren seit 1994 keine vernünftige steuerliche Lösung für unfassbar hohe Umsätze und damit Überschüsse aus dem Internethandel findet.

Endlich ist da Bewegung drin..

...Schauen mir mal was am Ende der Überlegungen letztendlich tatsächlich beschlossen und umgesetzt wird...

Eine Umverteilung, sowie eine dynamische Erhöhung (umsatzorientiert?) der Steuereinnahmen von welteit- agierenden Großunternehmen könnte
bei sinnvoller Anwendung einen wesentlichen Anteil an mehr sozialer Gerechtigkeit -nicht nur in Schwellenländern mit sich bringen...

Wenn alle am Welthandel beteiligten Länder mitmachen würden, wäre das mal eine mir angenehme "Zukunfts- Musik"....

Frankreich prescht bei Digitalsteuer vor....

Die angedachte Digitalsteuer von drei Prozent ist bescheiden.Wenn man bedenkt,daß die betroffenen Konzerne an sich wenig Steuern bezahlen(in der Regel drei bis acht Prozent vom EBITA).Prozentual weniger als kleine Unternehmen.
Aber selbst dabei bremst Deutschland !
Aber warum hat es jetzt ausgerechnet die französische Regierung so eilig damit,die erst kürzlich den Reichen im Land die Vermögenssteuer erlassen hat ? Darüber kann spekuliert werden:Vielleicht sind es die aufkommenden Proteste oder der sinkende Stern Macrons.

Warum nur 3 Prozent ?

zahlen Firmen normal nicht mehr Steuern, gut für Frankreich weis ich es jetzt nicht.
Das unser Finanzminister das nicht gern sieht.
" . Finanzminister Olaf Scholz fürchtete Steuereinbußen bei den deutschen Exporten, sollten Produkte künftig insgesamt dort besteuert werden, wo sie konsumiert werden und nicht mehr dort, wo sie produziert werden."
Wie viel exportieren wir doch gleich ?.
Und wie groß würde das Loch im Haushalt werden, weis das jemand.
Ob Frankreich sich das gut überlegt hat, bei Exportweltmeister schlägt das sich er gut zu Buche. Dürfte ein Verlustgeschäft werden, da wir wenig importieren und vieles selbst haben.

Warum teilen denn...

...die Befürworterländer nicht die deutschen Bedenken? Ah ja: Wir sind ja Europas Exportland Nr. 1, da geht das ja gar nicht.
Herr Scholz wird's schon korrekt durchkalkuliert haben und sieht natürlich wieder Arbeitsplätze in Gefahr.
Und was ist mit Dänemark, Schweden und Finnland? Bei den Iren versteh ich's ja noch, musste die EU ihm doch die ungeliebten Milliarden von Google regelrecht aufzwingen.

Gute Idee

Und mit der Digitalsteuer kann man dann ja auch gleich eine Pauschalabgabe für die Verwertungsanstalten erheben, dann hat sich der Quatsch mit Art. 13 bei der Urheberrechtsreform auch gleich sinnvoll erledigt. Selbstredend sollte sich die Höhe dieser Steuer an der Größe des Traffics orientieren. Seiten mit mehr Aufrufen zahlen mehr.

um 16:51 von DB_EMD

>>
Wenn ein einziger Mensch (in diesem Fall der Amazon-Gründer) durch eben diese Amazon-Seite seit der Gründung 1994 zu einem geschätzten Vermögen von sage und schreibe 150 Milliarden USD kommen kann, während Amazon als Unternehmen selber in den gewinnbringenden Ländern kaum Steuern zahlt, dann läuft da nicht nur etwas verkehrt, sondern es passiert eine riesen Schlamperei!
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Der Hauptteil seines Vermögens dürfte aus den von ihm gehaltenen Aktien zu den aktuellen Kursen bestehen. Wenn ich es richtig erinnere, dann stiegen am Anfang sogar die Kurse, obwohl Amazon Verluste machte. Würden die Gewinne von Amazon angemessen versteuert, dann hätte das aber wohl auch Auswirkungen auf den Aktienkurs. Für die gesellschaftliche Gerechtigkeit ist weniger das produktive Vermögen relevant als viel mehr das Einkommen.

um 17:06 von wenigfahrer

>>
Warum nur 3 Prozent ?

zahlen Firmen normal nicht mehr Steuern, gut für Frankreich weis ich es jetzt nicht.
<<

Es geht um 3 % vom Umsatz, nicht vom Gewinn. Damit wirkt man der Bestrebung entgegen, sich arm zu rechnen.

Herr Scholz hat sich ja nicht

Herr Scholz hat sich ja nicht umsonst einen Investmentbanker von Goldmann als „Berater“ ins Haus geholt.
Der wird schon jede Steuererhöhung und jede neue Steuer gegen diese Konzerne zu vermeiden wissen.
Höchstwahrscheinlich schreibt der solche Steuergesetze so, dass sie nicht wirklich nützen.
Jedenfalls nicht dem Staat.
Es wäre ja nicht das erste Mal.
Schon unter Steinbrück lief das so ab.

Anscheinend....

soll jetzt wieder gejubelt werden, über die französiche Version von "Égalité" und natürlich stecken keine anderenGedanken dahinter, als Macrons EU-Reformen, oder?

Üblicherweise wird der Gewinn versteuert

um 17:06 von wenigfahrer
Warum nur 3 Prozent ?
zahlen Firmen normal nicht mehr Steuern, gut für Frankreich weis ich es jetzt nicht.

Ja, ja. Lesen ist Glücksache! 3% vom Umsatz sind eine ganze Menge. So manche Firma schafft es nicht einmal, soviel Gewinn zu erwirtschaften. Üblicherweise wird der Gewinn versteuert.

ein Schritt in die positive Richtung!

Dies ist ein notwendiger Schritt und sendet den EU Bürgern ein positiver Signal. Auch macht es die USA deutlich, wenn ihr Zölle auf unsere Produkte anhebt, dann wird es keine steuerliche Vergünstigung für eure IT-Tech-Riesen geben!

Diese Steuer hätte ruhig früher kommen müssen und nicht erst als Donald Trump mit Zölle aus der EU droht. Ich hätte von unsere Regierung auch einen Schritt in diese Richtung erwägt. Aber man möchte noch warten anstatt zu handeln. Wir müssen unseren Markt schützen und müssen die Globalplayer im Internet zeigen, dass sie hier in der EU Steuern zahlen müssen und somit wir unsere Staatskassen mit Milliarden füllen können. Facebook, Google, Twitter usw. können sich nicht vom europäischen Markt zurückziehen. Zu wichtig ist der Markt. Daher mehr mut in diese Richtung zeigen!

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