Ihre Meinung zu: Regierungskrise in Kanada: Premier Trudeau unter Druck

5. März 2019 - 20:57 Uhr

Nach einem weiteren Rücktritt in seinem Kabinett gerät Kanadas Premier Trudeau in Erklärungsnöte. Es gibt Fragen zu seiner Rolle im Bestechungsskandal um das Unternehmen SNC-Lavalin. Von Kai Clement.

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Kommentare

Trudeau trudelt ins Abseits,

Trudeau trudelt ins Abseits, weil es neben Identitätsfragen eben auch noch andere Politikfelder gibt. Das wäre nicht so schlimm, wenn nicht in den Kulissen ein Trump-Surrogat auf seinen Einsatz warten würde.

Meiner Meinung nach...

Ist die politische Dimension nur eine Seite der Medaille.
Wir erleben in diesem Wertesystem immer wieder inkorrekte Verhaltensweisen von Politikern
Das die Minister das in Kanada nicht mittragen sondern ihre Demission beantragen finde ich bemerkenswert.
Jedoch die Verantwortlichen muß man juristisch Verantwortung ziehen,
Lobbyismus und Vertuschung sind ja die zwei wichtigsten Merkmale der westlichen Welt. Sie zu beseitigen sollte das Ziel aller Demokraten sein.
Nicht nur in Kanada!

Ja, so ist das oft mit den Lichtgestalten

oder "Leuchtgetalten" wie Clement schreibt. Anfänglich von den Medien gehyped ohne Ende und ohne jeden kritischen Ton entpuppen sie sich plötzlich als nicht so strahlend. Da werden Ministerinnen unter Druck gesetzt, große Unternehmen zu schonen und auf strafrechtliche Maßnahmen zu verzichten zugunsten des "kleinen Dienstwegs". Dass er dazu noch der Justizministerin Wilson-Raybault eine freundliche Berichterstattung durch die Presse in Aussicht stellte, spricht Bände über das Kartell Presse/Regierung und die Unabhängigkeit der Medien in Kanada. Ziemlich finsteres Gebaren für eine "Lichtgestalt" , aber man kennt das ja auch von seinem politischen Zwilling in Frankreich

@deutlich

Ich weiß nicht, was Sie erwarten:
Nobody is perfect.
Fehler kann auch jeder begehen, nur muss/sollte man auch zu diesen stehen.
@pynx
Trudeau trudelt, das hört sich Klasse an. :)

Tja so ist das mit manchen

Tja so ist das mit manchen Gesetzen. Natürlich gehört Korruption bestraft. Aber ob es tatsächlich zielführend ist einen der größten Baukonzerne und Arbeitgeber Kanadas 10 Jahre von allen öffentlichen Aufträgen auszuschließen und damit die Existenz 10000er Arbeitnehmer zu gefährden sei mal dahingestellt. Sinniger wäre es die Verantwortlichen hinter "schwedische Gardinen" zu stecken. Daß Trudeau nicht begeistert ist, daß einfache Arbeiter und Angestellte die Quittung für Fehlverhalten von "Managern" zu zahlen haben ist wohl nicht verwunderlich. In diesem Licht sollte man seine Versuche sehen auf einen "Deal" hinzuwirken. Nichtsdestotrotz sollte der persönlichen Haftung von "Entscheidern" wesentlich mehr Gewicht verliehen werden. Im Gegensatz zu Unternehmern spielen Manager nämlich ohne eigenes Risiko.

Lichtgestalt? Ein Blender!

Erinnert sich noch Jemand, wie frenetisch der Applaus von europäischen Politikern und Medien war, als Trudeau medienwirksam verkündete, 30.000 Syrer aufzunehmen?
Was folgte wurde nicht weiter berichtet.
1. Kanada nahm 10.000 handverlesene auf und beerdigte still und leise das Vorhaben. Mittlerweile nimmt Kanada Keinen mehr aus der Region auf und begründet es gegenüber UN mit der "hohen Terrorgefahr". Ein Heuchler, aber er verkauft sich halt besser als der Kollege in USA

Hoffnungsträger

Trudeau ist und bleibt der Hoffnungsträger für alle liberal und links denkenden Menschen in Kanada.

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