Ihre Meinung zu: Früherer Außenminister Kinkel gestorben

5. März 2019 - 10:14 Uhr

Der ehemalige Bundesaußenminister Klaus Kinkel ist tot. Der frühere FDP-Vorsitzende starb im Alter von 82 Jahren, wie der heutige Parteichef Lindner unter Berufung auf die Familie mitteilte.

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Kommentare

"Seine Themen: Atomwaffen

"Seine Themen: Atomwaffen verringern, den Kosovo befrieden, Europa vorantreiben." Da ist einer gegangen, der der heutigen FDP in mnacherlei Hinsicht eine Orientierung geben könnte, auch was die Würdigung durch Lindner als "aufrechten und bescheidenen Mann mit Charakter" angeht. RIP.

"beschränkte Möglichkeiten"

"Fast vier Jahre lang leitete er den Geheimdienst ohne größere Skandale."
Traurig eigentlich, dass man das heutzutage so betonen muss.
Seine im Artikel zitierte Erkenntnis "Man hat selbst als Außenminister eines großen Landes nur beschränkte Möglichkeiten gegenüber den Problemen der Welt." ist allemal zutreffend: An Klaus Kinkel ist mir damals bewusst geworden, wie überbewertet dieses vormals so entscheidende Amt ist (früher konnte man nicht mal eben als Regierungschef von A nach B fliegen und gleichzeitig zu Hause den Laden in Ordnung halten, wie das heute mit allen verfügbaren Medien möglich ist).
Zu seiner Nachfolge taugte sogar ein Taxifahrer...
Im Gegensatz zu dem hat uns Klaus Kinkel zumindest nicht in einen Auslands-Kampfeinsatz geführt - Danke dafür und ruhe in Frieden!

Viel kann und muss man nicht

sagen. Großen Eindruck hat er nicht hinterlassen. Für mich wird die FDP immer die Umfallerpartei und der Interessenverband der Makler und Hotellerie bleiben. Es bleibt ein schaler Beigeschmack.
Beileid seiner bestens abgesicherten Witwe.

Das waren noch Politiker!

Das waren noch Politiker!

Mein herzliches Beileid gilt der Familie.

Einer der letzten Politiker mit Persönlichkeit

Klaus Kinkel hat seine Überzeugung immer klar vertreten, hat sich nicht in den Vordergrund gespielt und hat sich nicht abhängig von Umfragen oder Beliebtheit gemacht.

Solche Charaktere sucht man heute vergeblich.

Ruhe in Frieden!

Das war noch eine

Das war noch eine Persönlichkeit im politischen Leben. Kein Vergleich zu den heutigen Figuren im Politikgeschäft, wo man sich nur noch schütteln kann.

Sehr schade...

Klaus Kinkel gehört für mich wie fast alle verantwortlichen Politiker der 90er Jahre zu den letzten Größen, bevor es von Bonn nach Berlin gegangen ist. In meinen Augen hat sich der Politikstil seit dem radikal verändert. Hat man sich in den 90ern noch auf hohem Niveau auch mal richtig im Bundestag streiten können, ist heute nur noch Empörungskultur und haltloses Schuldzuweisen an der Tagesordnung.

Ruhe in Frieden, Klaus Kinkel.

Mein Beileid gilt der Familie

Klaus Kinkel war für mich ein Außenminister der immer mit Vernunft und " Spitzengefühl " die Politik geleitet hat ,nach den Möglichkeiten was machbar ist gehandelt . R.I.P.

Herzliches Beileid.

Herzliches Beileid seinen Angehörigen. Vor fast genau zwei Jahren ist sein Ziehvater Hans-Dietrich Genscher verstorben. Damit sind zwei Granden der FDP-Außenpolitik nicht mehr unter uns.

selbstverständlich gilt den Hinterbliebenen mein Mitgefühl

aber an die Amtszeit Kinkels als Außenminister erinnere ich mich dennoch mit Grausen. Den Mann mit untadeligem Charakter, der durch und durch Gutes in der Politik bewirkt hat, vermag ich bis heute nicht in ihm zu sehen.
Kinkel hat in der Zusammenarbeit mit der Türkei im Kurdenkonflikt eine höchst zweifelhafte Rolle gespielt, und aktiv zur Verfolgung dieses Volkes beigetragen. Das habe ich ihm nicht vergessen.

Wieder ein Großer...

und einer der letzten Politiker von Format. Man betrachte nur die Bilder oben.
Wer jetzt auch noch sein Kamingespräch mit Thevesen bei Phoenix noch einmal hören kann.
Deutschlands Verhältnis zu Russland würde, trotz Krim, ganz anders aussehen. Ein Kinkel hatte auch immer die Interessen der anderen Seite im Auge. Lehrbuchhaft seine Reminiszenz der Gespräche mit den Balten, der Ukraine und Georgien zu deren Wunsch, schnell in EU und NATO.
Wenn man solche Menschen hört, wird die Scham über die aktuellen Politiker nur noch größer.
Schade und RIP.

Hand-Dietrich Genscher

Lies jemand die Artikel gegen?
Ansonsten, da reden alle vom älterwerden und trotzdem schafft kaum jemand die 85... wer sind denn diejenigen die alle so alt werden?

Scheel, Genscher, Kinkel und

Scheel, Genscher, Kinkel und jetzt...oh weh

Selbstverständlich

bin ich nicht kompetent, die Leistungen des Beamten Kinkel zu beurteilen. Mein Eindruck von ihm als Außenminister, Vizekanzler und Parteivorsitzendem war aber immer der eines - höflich formuliert - ziemlich Unfähigen. Wie heißen gleich die Seitenlatten bei einem Fußballtor? Ja, das ist meine Meinung von ihm.

Mit der Befriedung des Kosovo - wie im Artikel erwähnt - scheint er ja auch recht glücklos gewesen zu sein.

Ein Politiker ohne Skandale ...

... und mit mehr Augenmaß als sein Ministeramtsvorgänger und Ziehvater Genscher, der den Ausbruch des Jugoslawienkriegs begünstigte. Was danach innenpolitisch aus der FDP geworden ist, kann man Kinkel nicht anlasten.

Als man noch in Herrn Kinkels Augen schauen konnte,...

... konnte man da drei Buchstaben sehen.
BND.

Der Mann hat zu seiner aktiven Dienstzeit an der Spitze des Auswärtigen Amtes massiv in dem Balkankessel "rumgerührt", mit all den negativen explosiven Folgen.

11:09 von DB_EMD

"Hat man sich in den 90ern noch auf hohem Niveau auch mal richtig im Bundestag streiten können, ist heute nur noch Empörungskultur und haltloses Schuldzuweisen an der Tagesordnung."- Dafür haben wir ja auch bei der letzten Bundestagswahl eine Partei mit 12,6 % in den Bundestag gewählt.

Beteiligt am deutsch-deutschen Einigungsvertrag

Das ist doch wohl Skandal genug oder. Er hat mit Kohl die leistungsfähigen Bürger über die Kosten der Einheit getäuscht und wir zahlen heute immer noch Soli.

Ich halte es für einen guten

Ich halte es für einen guten Brauch, gerade Verstorbenen Respekt zu zollen, und positive Aspekte herauszustellen. Bei Herrn Kinkel habe ich in positiver Erinnerung, dass er ein Politiker war, der eher unaufdringlich seine Arbeit gemacht hat, und dem nicht so daran gelegen war, sich in den Vordergrund zu spielen.
Mir fällt aber immer wieder bei Nachrufen von Politikern, und noch mehr bei Künstlern, auf, dass es Vielen anscheinend nicht gelingt, eine Person zu würdigen, ohne im gleichen Atemzug noch lebende Personen herabzuwürdigen.
Ich denke nicht, dass das im Sinne des Verstorbenen ist, und halte das für eine schlechte Angewohnheit.

Nachtreten?

@sprachloser
Wenn man nichts sagen kann und muss, lässt man es auch besser bleiben. Neidbesetzte Geschmacklosigkeiten brauchen Trauernde nicht!

@ sprachloser

Zumindest beim Kommentieren von Todesnachrichten könnte man ja mal ausnahmsweise darauf verzichen, auf Parteien herumzuhacken, die man nicht mag. Und Sticheleien gegen die "bestens abgesicherte Witwe" könnte man sich in dem Moment auch sparen.

Nachtreten ist kein Zeichen von Charakter.

@ frosthorn

"Kinkel hat in der Zusammenarbeit mit der Türkei im Kurdenkonflikt eine höchst zweifelhafte Rolle gespielt, und aktiv zur Verfolgung dieses Volkes beigetragen. Das habe ich ihm nicht vergessen."

Inwiefern hat Kinkel konkret zur Verfolgung der Kurden in der Türkei beigetragen? Haben Sie Belege für diese Behauptung?

Kinkel hat (wie so ziemlich alle deutschen Politiker damals) die Gewalttaten, die militante PKK-Anhänger in Deutschland begingen, verurteilt (etwa 1996 die Autobahnblockaden in NRW). Dass er als deutscher Außenminister Beihilfe zur Unterdrückung der Kurden in der Türkei geleistet hätte, wäre mir allerdings neu.

Der Nachruf von Heribert

Der Nachruf von Heribert Prantl (SZ) charakterisiert den Menschen und Politiker Klaus Kinkel recht treffend - bei allem, wo man natürlich (gerade nachträglich) politisch anderer Meinung sein kann.

Ende einer Ära

2016 starben Scheel, Westerwelle und Genscher, jetzt Kinkel. Damit lebt keiner der FDP-Außenminister mehr. Das Ende einer Ära.

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