Ihre Meinung zu: Roth fordert Paritätsgesetz für den Bundestag

3. März 2019 - 14:54 Uhr

Die Hälfte der Sitze im Bundestag soll den Frauen gehören - notfalls per Gesetz. Das fordert Vizepräsidentin und Grünen-Politikerin Roth in einem Interview. Außerdem prangert sie sexistische Entgleisungen an.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1.941175
Durchschnitt: 1.9 (17 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Paritätsgesetz für den Bundestag

was für ein Vorschlag !
und wenn die Hälfte erfüllt ist sagt man dann dem der Bewerber/In :
wir können ihre Bewerbung nicht annehmen,
weil sie das falsche Geschlecht haben

Frau Roth hat völlig recht,

Frau Roth hat völlig recht, und Brandenburg macht es vor, wie leicht es rechtskonform umzusetzen ist, eine adäquate Repräsentanz von Frauen und Männern in den Parlamenten zu verwirklichen. Im übrigen ist der latente Sexismus und die oft den Rednern anscheinend gar nicht zu Bewusstsein kommende Diskriminierung von Frauen im Parlament am ehesten am CDU-Jüngling Philipp Amthor abzulesen gewesen, als er sagte: "Die Frauen sind eine wichtige Unterstützung in unserer Fraktion." Hopfen und Malz scheinen verloren, wenn man da auf freiwillige Veränderung setzt...

Warum ...

.. nicht auch eine Quote für das Dritte Geschlecht, Frau Roth?

@14:00 Sisyphos3

Auf die afd im Bundestag bezogen haben Sie durchaus recht: bei der mickrigen Frauenquote kann man nur sagen "lasst es mal lieber mit politischer Betätigung in dieser Truppe, liebe Frauen: da habt Ihr das falsche Geschlecht; unsere beiden Quotenvorzeigefrauen reichen, für mehr Frauen gibt's keinen Platz".

14:00, Sisyphos3

>>Paritätsgesetz für den Bundestag
was für ein Vorschlag !
und wenn die Hälfte erfüllt ist sagt man dann dem der Bewerber/In :
wir können ihre Bewerbung nicht annehmen,
weil sie das falsche Geschlecht haben.<<

Aber Ihnen ist schon klar, daß wir von dieser Gefahr noch meilenweit entfernt sind, oder?

Gerade die von Ihnen präferierte Partei ist da ein Paradebeispiel mit ihrer extremst männerlastigen Bundestagsfraktion. Da hilft auch keine Weidel.

Und ich dachte

immer der Wähler entscheidet wer wo sitzt, aber irgendwie kann ich wohl froh sein schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel zu haben.
Es geht also weder nach Wähler noch nach Wissen, sondern nur noch Geschlecht.
Schöne Zukunft.

Aha

und das dritte Geschlecht wird wieder einmal diskriminiert: dabei müssen Menschen mit dem Geschlecht "divers" genau die gleichen Rechte haben!

Warum

Spielt das so eine entscheidende Rolle. Der Bundestag gähnt in seinen Sitzungen vor Leere. 50 Prozent Frauenanteil ändert daran nichts.

Völliger Quatsch!

Es müssen Personen die Plätze füllen, die dafür geeignet sind ... völlig egal, ob Mann oder Frau.

Hier auf Quoten zu drängen, ist daher absolut kontraproduktiv ... wie in vielen anderen Jobs übrigens auch.

Und zu den Sprüchen: Die gibt es ebenfalls in jedem Job ... und im Normalfall werden sie von Mann und Frau geliebt, weil es eben die Arbeit ein wenig auflockert. Natürlich müssen sie im "Rahmen bleiben" ... das ist selbstverständlich.

Bundestagsvizepräsidentin

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat ein Paritätsgesetz für den Bundestag gefordert, um die Hälfte der Mandate an Frauen zu vergeben. "Wo strukturelle Benachteiligung herrscht, reicht Freiwilligkeit in der Regel nicht aus",

Dem ist absolut NICHTS weder hinzuzufügen noch entgegenzusetzen !

Man macht sich gern lustig

14:10, Mehrfach Unfassbar:

"Warum ...
.. nicht auch eine Quote für das Dritte Geschlecht, Frau Roth?"

14:22, Christian Wolff:

"Aha
und das dritte Geschlecht wird wieder einmal diskriminiert: dabei müssen Menschen mit dem Geschlecht "divers" genau die gleichen Rechte haben!"

Ihre Versuche, die Sache ins Lächerliche zu ziehen, in allen Ehren, aber die bundesdeutsche Bevölkerung besteht nun einmal zu etwa 50% jeweils aus Männern und Frauen, was sich im Parlament nicht widerspiegelt.

Was meinen Sie mit dem dritten Geschlecht?

Transsexuelle?

Wieviel Prozent der deutschen Bevölkerung machen die aus?

@14:10 Einfach Unglaublich

Sie machen einen interessanten Vorschlag, da es geschätzt etwa 100000 Menschen sog. Dritten Geschlechtes gibt; aber wenn ich Ihre bisherigen Positionen zugrunde lege, glaube ich eher, dass Sie damit das Ansinnen einer paritätischen Geschlechter-Besetzung parlamentarischer Plätze lächerlich machen wollen. Korrigieren Sie mich gerne, wenn es anders ist. Im übrigen ist das prozentual nicht so leicht machbar, eine Geschlechtergruppe mit ca 0,2 % listenmäßig paritätisch zu berücksichtigen: es hieße, dass bei 500 Kandidat*innen eine Person dritten Geschlechtes dabei sein müsste. Da scheint es schon sinnvoller als Person dritten Geschlechtes die Parteiprogramme zu vergleichen, wo man eigene Rechte und Ziele am ehesten berücksichtigt sieht.

14:21, wenigfahrer

>>Und ich dachte
immer der Wähler entscheidet wer wo sitzt, aber irgendwie kann ich wohl froh sein schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel zu haben.<<

Die Parteien entscheiden, wer aufgestellt wird.

Erst dann entscheidet der Wähler.

14:10 von Einfach

14:10 von Einfach Unglaublich

"Warum ...
.. nicht auch eine Quote für das Dritte Geschlecht, Frau Roth?"

Warum so eine unterminierende Frage zu dem Thema stellen?

Dass Sie gegen Parität sind, könnten Sie auch direkt sagen, statt sich zu verstecken.

Warum verstecken Sie sich???

Ich weiß es!:
Weil Sie im Grunde wissen, wie Unrecht Sie haben !

Erst mal bei dem weiblichen Geschlecht anfangen!

Statt diese Idee mit so einer polemischen Frage in Misskredit zu stellen!

Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus.

Ihnen muss die gleiche Chance auch strukturell eingeräumt werden mit MASSE ihre Interessen durchzusetzen !!!

DARUM geht es !!!

@andererseits

"Brandenburg macht es vor, wie leicht es rechtskonform umzusetzen ist, eine adäquate Repräsentanz von Frauen und Männern in den Parlamenten zu verwirklichen"

Michtnichten. In Brandenburg hat sich lediglich eine Gruppe von Abgeordneten einer bestimmten politische Ausrichtung zusammengetan und ein Gesetz mittels der Mehrheit verabschiedet. Das ist ihr gutes Recht, über Verfassungskonformität ist damit aber noch gar nichts ausgesagt, zumal dies im Kontext anstehender Wahlen geschah.

Wenn man sich Kommentare zur Verfassungskonformität in Fachblogs und von Experten hierzu durchliest kommt man wohl eher zum Schluss, dass ein Urteil im Sinne des Gesetzes sehr überrschend und seltsam wäre. Es widerspricht ganz bestimmter, grundsätzlicher Prinzipien.

Keine Listenwahl

Dann wäre es besser sich von der Listenwahl zu verabschieden . So wie in Hamburger Wahlrecht erhält jeder Wähler mehrere Stimmen und kann mehrere Kandidaten separat wählen anstatt einer Partei liste. Quoten schaffen nur wieder neue Ungerechtigkeiten.

Andere Sichtweisen?

Frauen und Männer haben also (in Verteidigung- und Familienausschüssen) "einen ganz anderen Blick"?

Widerspricht eine solche geschlechterspezifische Zuschreibung nicht geschlechterwissenschaftlichen Erkenntnissen?

14:35, LifeGoesOn

>>Völliger Quatsch!
Es müssen Personen die Plätze füllen, die dafür geeignet sind ... völlig egal, ob Mann oder Frau.<<

Ja sicher.

Wenn man sich allerdings anschaut, wie sich die Geschlechterverteilung in Vorstandsetagen und Parlamenten darstellt, dann kann man, wenn man Ihrem Ansatz folgt, nur annehmen, daß Frauen eben erheblich unfähiger als Männer zu sein scheinen.

>>Und zu den Sprüchen: Die gibt es ebenfalls in jedem Job ... und im Normalfall werden sie von Mann und Frau geliebt, weil es eben die Arbeit ein wenig auflockert. Natürlich müssen sie im "Rahmen bleiben" ... das ist selbstverständlich.<<

Ja klar. Und so ein kleiner Klaps auf den Po oder ein zärtlicher Kniff in die Brust, was soll daran schon falsch sein, solange alles im Rahmen bleibt?

Die sollen sich einfach nicht so haben, die Mädels.

14:17 von fathaland slim

Aber Ihnen ist schon klar, daß wir von dieser Gefahr noch meilenweit entfernt sind, oder?
.
Die LINKE
37 weibliche und nur 32 männliche Abgeordnete

@14:21 wenigfahrer

Sie glauben also, dass bisher nach "Wissen" die Listenplätze vergeben werden. Das ist dann ja eine interessante Aussage über die Ihnen nach eigenen Angaben nahestehende afd: so viel dumme Frauen, dass es nur etwa 10% mit den Männern aufnehmen können. Sehr aufschlussreich.

"Deutschland wird anders, und ich freue mich darauf"...

...sagte Frau Roth. Offenbar bringen die Veränderungen der letzten Jahre nicht nur Gutes. Da werden sich immerhin dann alle einig sein.

14:14 von andererseits

an was soll man den Frauenanteil festmachen
an der Gesamtbevölkerung oder in den einzelnen Parteien
Grüne 40 %; LINKE 37 %; SPD 33 %; CDU 26 %; CSU 20 %
... AfD 17 %

Statistik ist kein Schwarz/Weiß

Frau Roth macht einen entscheidenden Fehler bei ihrer Argumentation, denn die Abgeordneten setzen sich nicht aus der Gesamtmenge Bevölkerung der BRD zusammen, sondern aus einer Teilmenge daraus: Den Parteimitgliedern der im Bundestag vertretenen Parteien. Und diese weisen bereits Frauenanteile von teilweise sehr weit unter 50% auf (Grüne z.B. nur 38,6% Frauenanteil in der Partei).

Würde man jetzt also eine Stichprobe "blind" aus 100 Grünen ziehen, wären davon ca. 39 Frauen und 61 Männer, völlig diskriminierungsfrei. Würde man mit dieser Ziehung die Wahllisten besetzen und würde dort ebenfalls eine völlig vom Geschlecht unabhängige Wahl erfolgen, wären von den aktuell 67 MdBs der Grünen 41 Männer und 26 Frauen. In der Tat sind es aber 39 Frauen und 28 Männer, es zeigt sich also im Vergleich zu den Mitgliedern und selbst auf die Gesamtbevölkerung bezogen eine deutliche Überrepräsentanz von Frauen.

Wie andere Parteien ihre Wahllisten aufstellen, sollte man denen überlassen.

14:50, Sisyphos3

>>14:17 von fathaland slim
Aber Ihnen ist schon klar, daß wir von dieser Gefahr noch meilenweit entfernt sind, oder?
.
Die LINKE
37 weibliche und nur 32 männliche Abgeordnete.<<

Norm übererfüllt.

Aber auch nur bei einer einzigen Fraktion, die acht Prozent der Wählerstimmen repräsentiert.

Die anderen Fraktionen gleichen das mehr als aus.

Weit mehr.

Unverständlich

Es ist erstaunlich mit was sich mal wieder beschäftigt wird. Es soll sich wählen lassen wer will und es soll sich aufstellen lassen wer will. Und das schöne ist: jeder kann das. Wenn bei einer Wahl wo -wie schon so oft festgestellt - 50% der Wahlberechtigten (nicht zu verwechseln mit wirklichen Wählern, das ist wieder was anderes) Frauen / Männer sind und das ergebnis so ist wies ist dann sehe ich keinen Grund eine Quote einzuführen. Quoten senken immer die Qualität. Ich habe noch NIRGENDWO gehört: "Oh! Diese *setze eine beliebiges Geschlecht, Minderheit oder sonst was* - Quote bringt uns so einen Vorteil und Qualitätssprung nach vorne!!!".

14:49 von fathaland slim

Und so ein kleiner Klaps auf den Po oder ein zärtlicher Kniff in die Brust
.
halten sie das für üblich ?
im Geschäftsleben
ich nicht !

re andreas-b

" In Brandenburg hat sich lediglich eine Gruppe von Abgeordneten einer bestimmten politische Ausrichtung zusammengetan und ein Gesetz mittels der Mehrheit verabschiedet. Das ist ihr gutes Recht, über Verfassungskonformität ist damit aber noch gar nichts ausgesagt, zumal dies im Kontext anstehender Wahlen geschah.

Wenn man sich Kommentare zur Verfassungskonformität in Fachblogs und von Experten hierzu durchliest kommt man wohl eher zum Schluss, dass ein Urteil im Sinne des Gesetzes sehr überrschend und seltsam wäre."

Wie fachlich die Blogs und die Expertise der Experten sind sei mal dahingestellt. Ich rate, ohne "Vorverurteilung" und gelassen das Urteil der Verfassungsrichter abzuwarten.

So entgeht man der Gefahr, mit einem voreiligen Votum aufs falsche Pferd gesetzt zu haben.

Gleichberechtigung ja, Quote nein

Ich möchte, dass die Personen im Parlament sitzen, die in ihrem Wahlkreis und ihrer Partei überzeugt haben und nicht einen besser qualifizierten Bewerber zurückstellen müssen nur um des Geschlechter-Proporz Willens eine schlechter qualifizierte Bewerberin vorziehen zu müssen.
Ich habe bis vor kurzem eine Abteilung aus ca. 12 Tiermedizinern geleitet, in der nur zwei Männer waren. Der Grund liegt schlicht darin, dass ca. 90 % der Studienabgänger in der Veterinärmedizin Frauen sind. Wären wir umgekehrt zu eine 50% Männerquote verdonnert worden, hätten wir einpacken können. Quoten sind falsch und oft an der Wirklichkeit vorbei...in beide Richtungen.

Kann die Frau denn das?

14:21 von wenigfahrer

"Es geht also weder nach Wähler noch nach Wissen, sondern nur noch Geschlecht.
Schöne Zukunft."

Nee nee, es geht um die Vergangenheit. DA ging es nur nach Geschlecht. Oder woher kommt es, dass so viel mehr Männer im Bundestag sitzen?

Eine vorübergehende Quote soll die Chancengleichheit für Frauen erhöhen.
Wenn Männer erfasst haben, dass auch Frauen klug den Posten ausführen, dann wird die Quote wieder überflüssig.

Insofern liegt auch in Ihrem Sinne eine "schöne Zukunft" vor uns. Es geht dann nicht nur um das Geschlecht, sondern um Können.

@14:46 Andreas_B

Aha: da "hat sich lediglich eine Gruppe... zusammengetan und ein Gesetz mittels der Mehrheit verabschiedet"... Potzblitz! Hoffentlich reißt das nicht ein, dass Mehrheiten Gesetze verabschieden. (Ironie aus) Wenn jemand Bedenken wegen Verfsssungskonformität hat, ist der Weg juristischer Überprüfung frei in unserem Rechtsstaat.

@ Einfach Unglaublich 14.10h - unnötig!

........ warum nicht auch eine Quote für das Dritte Geschlecht, Frau Roth?.............

Weil das unnötig wäre, denn ein Transsexueller kann Männer und Frauen gleichermaßen vertreten. So ein Mensch IST bereits paritätisch veranlagt.

Fordern Sie lieber eine Quote für unter 30-Jährige und über 30-Jährige. Das wäre vernünftiger.

Am 03. März 2019 um 14:41 von fathaland slim

" Die Parteien entscheiden, wer aufgestellt wird.

Erst dann entscheidet der Wähler. "

Ja leider, und was passiert wenn dann doch mehr Männer gewählt werden ;-).
Weitere Wertungen zum Vorschlag verkneife ich mir lieber, da bleibe ich lieber zu Hause.
Ich könnte mal paar Namen nennen wer besser ausgetauscht werden könnten, bei VdL fange ich mal an mit der langen Liste.
Wie immer ist Deutschland von einem Extrem ins andere getrieben.

14:52, Paul Puma

>>"Deutschland wird anders, und ich freue mich darauf"...
...sagte Frau Roth. Offenbar bringen die Veränderungen der letzten Jahre nicht nur Gutes. Da werden sich immerhin dann alle einig sein.<<

Keine Veränderung bringt nur Gutes.

Daraus allerdings zu schließen, alles müsse so bleiben wie es ist, bringt uns auch nicht weiter.

Sondern ganz im Gegenteil.

@fathaland slim

"Wenn man sich allerdings anschaut, wie sich die Geschlechterverteilung in Vorstandsetagen und Parlamenten darstellt, dann kann man, wenn man Ihrem Ansatz folgt, nur annehmen, daß Frauen eben erheblich unfähiger als Männer zu sein scheinen."

Frauen engagieren sich politisch weniger häufig in Parteien als Männer, schon allein deshalb ist eine 50/50 Quote Unsinn.

"Ja klar. Und so ein kleiner Klaps auf den Po oder ein zärtlicher Kniff in die Brust, was soll daran schon falsch sein, solange alles im Rahmen bleibt?"

Der andere Diskussionteilnehmer hat eindeutig von Sprüchen geredet, welche noch im Rahmen bleiben müssen und Sie kommen hier mit Antatschen? Ein reines Strohmann-Argument. Ihre Gleichsetzung ist absurd und sie versuchen eine Aussage zu unterstellen, welche nie getroffen wurde. Weshalb?

Die Volkskammer der DDR war gut durchqoutiert:

Etwa die Hälfte der Sitze war für die vier politischen Parteien reserviert, die andere Hälfte für die Zivilgesellschaft (Massenorganisationen), so etwa für die Gewerkschaften, die Sportler, die Jugend (FDJ) usw. Das Volk durfte dann über die gemeinsame Liste "Nationale Front der Antifaschisten" abstimmen. Dieses Modell führte in mancher Hinsicht zu einer besseren Repräsentation der Bevölkerung als das im Bundestag der Fall ist. Im Bundestag sind zB Juristen sehr stark über- und die Handwerker sehr stark unterrepräsentiert. Der Grundgedanke des Grundgesetzes ist eben die Gleichberechtigung aller. Es beunruhigt, dass nun ein bischen DDR durch Rote und Grüne unter dem Etikett der Gleichberechtigung wiedereingeführt werden soll.

Da ist noch Luft nach oben

Der trotz Gleichberechtigung noch nicht zufriedenstellende Anteil der Frauen gilt nicht nur für die Parlamente, sondern auch im Arbeitsleben und der Wirtschaft.
"Nachdem im Jahr 2013 ein Rekord von rund 19 Prozent Frauenanteil in Führungspositionen von mittelständischen Unternehmen aufgestellt wurde, sinkt die Zahl seitdem beharrlich und lag im Jahr 2017 nur noch bei rund 15,4 Prozent. Das erläutert eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Förderbank KfW. "Da ist noch Luft nach oben", betont KfW-Chef Jörg Zeuner."

"Wie stark Frauen im Management vertreten sind, hängt wesentlich von den Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie ab", erklärte Zeuner. Deutschland habe dabei viel auf den Weg gebracht, "aber es ist noch Luft nach oben".

Dies gilt auch für die politische Aktivität von Frauen. In den Parteien ist der Anteil immer noch nicht ausgeglichen. Wie soll da der Vorschlag von Frau Roth umgesetzt werden?

http://www.nordbayern.de/wirtschaft/studie-frauenquote-in

Warum umfasst das

Warum umfasst das "Paritätsgesetz" nur die Frage nach dem Geschlecht? Wenn man die Stelle aus dem Grundgesetz ansieht mit der immer wieder argumentiert wird, dann wird hier u.a. auch die religiöse Weltanschauung genannt, diese müsste also auch aufgenommen werden. Mit jeder Dimension, die dazu kommt verkompliziert sich die Situation aber multiplikativ, dann muss man nämlich nach Kandidaten eines bestimmten Geschlechts UND einer bestimmten Weltanschauung suchen. Und an welchen Kriterien soll hier halt gemacht werden? Am Ende hätte man eine Ständegesellschaft, in der die spiegelbildliche Darstellung des Parlaments vor der individuellen Möglichkeit der Partizipation steht. Das ist intellektuell wohl eher nicht das, was im Sinne des Grundgesetzes ist.

Ihr Ernst?

Das kann doch nicht der Ernst der Dame Roth sein. Es sollen diejenigen Volksvertreter sein, die am besten geeignet sind, das Volk zu vertreten. Von mir aus können das ggf. überwiegend oder zu 100 % Frauen sein. Ich hätte damit Null Probleme, wenn ich das Gefühl hätte, die Frauen machten einen guten Job. Aber eine Quote unabhängig von Eignung festzusetzen ist abwegig.

Der gesunde Menschenverstand bleibt in unserem Land mehr und mehr auf der Strecke.

Und was machen wir, wenn das ...

... "dritte Geschlecht" eine Quote für sich fordert?
.
Frauen sollen in Parlamente gewählt werden wenn und weil sie sich in größerer Zahl erfolgreich politisch betätigen und bewährt haben ... und nicht, weil irgendeine Quote angesetzt wird. Ich will Klasse in den Parlamenten. Nicht Masse.

Parität im Bundestag.

Gerne, bin dabei.

Aber bitteschön in Verbindung mit einem Ausbau geschlechterspezifischer Hilfsangebote auch für Männer in Bereichen, die größere Teile der Gesellschaft betreffen.

Aufsichtsräte und Bundestagsmandate sind nicht die Genderrealität in Deutschland (genauer gesagt, ein kleiner Teil davon).

@14:54 Sisyphos3

Sie machen sich lächerlich: es gibt einen Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung von +/- 50%. Und nur das ist maßgeblich für den Anteil von Frauen in den Parlamenten, jedenfalls für alle, denen Parität ein wichtiges Kriterium ist und nicht Anlass für schräge Witze.

@StöRschall 14:43

"Frauen machen die Hälfte der Bevölkerung aus.

Ihnen muss die gleiche Chance auch strukturell eingeräumt werden mit MASSE ihre Interessen durchzusetzen !!!"

Sie haben die gleiche Chance, nur wird diese nicht im selben Maße genutzt. In allen Bundestagsparteien sind die Frauenanteile unter den Mitgliedern bei unter 50% (AfD 17, CDU 26, CSU 20, SPD 32, FDP 23, Linke 37, Grüne 39%). Aber genau dort wird über Wahllisten entschieden! Wieso beteiligen sich nicht mehr Frauen auf dieser Stufe unserer parlamentarischen Demokratie? Sind Sie Parteimitglied?

Zudem gibt es im Bundestag zwei Parteien, die mehr weibliche als männliche MdBs haben. Bei diesen Parteien wird das durch interne Quotierungen auch in Zukunft so bleiben. Als Wählerin liegt es bei Ihnen, diesen Ihre Stimme zu geben.

Was Sie allerdings nicht verlangen können ist, dass sich alle Ihrer Meinung anschließen. Das ist Demokratie.

""Die Hälfte der Sitze im

""Die Hälfte der Sitze im Bundestag soll den Frauen gehören - notfalls per Gesetz.""
Und was ist mit den Diversen, derdiedas sind ja jetzt auch ein eingetragenes Geschlecht,was sich diskriminiert fühlen könnte.

Wo ist der Beweis des

Wo ist der Beweis des Sexismus? Bis jetzt ist es einfach eine Behauptung um die politische Agenda voranzutreiben.
An die Reporter, bitte hakt in den Diskussionen nach! Ich möchte Fakten hören!

Wenn etwas nicht 50/50 ist muss es noch lange kein Sexismus sein wo sind die Handfesten Beispiele wo Frauen in der heutigen Politik klein gehalten werden?
Soviel ich weiß beträgt der Frauenanteil in den deutschen Parteien im Durchschnitt 20-30%, wie wäre es erstmal daran anzusetzen? Ihr könnt doch anfangen Frauen für die Politik zu begeistern damit sich das Verhältnis ändert. Bis jetzt wäre eine solche Quote nichts weiter als sexistisch gegenüber Männern da die 20-30% höher gestellt werden als ihr prozentualer Anteil in der Partei wiedergibt.

Was ist eigentlich mit Parteien die die Quoten nicht erfüllen können (oder wollen) Stimmentzug?
Das Problem ist das nicht mal ehrlich darüber diskutiert werden kann da jede Kritik sofort als Frauenfeindlich abgetan wird. Sieht man leider auch hier

Bin ökonomisch links, aber hier nicht

"Wo strukturelle Benachteiligung herrscht, reicht Freiwilligkeit in der Regel nicht aus."

Wie kann strukturelle Benachteiligung vorliegen, solange die Wahlgleichheit erfüllt wird? Sobald ein Paritätsgesetz gilt, wird die Wahlgleichheit außer Kraft gesetzt, indem die Gewichtung 50% Frauen/ 50% Männer eingeführt wird. Die Wahl verliert dadurch ihre Legitimation als freie Wahl unter Gleichen.

"Wenn du Frauen nicht nur zählst, sondern dafür sorgst, dass sie etwas zählen - dann bringt das eine radikale Veränderung von Perspektiven mit sich."

Das ist so eine typische Politikerfloskel, die von der falschen Prämisse ausgeht, dass mehr Einschränkungen gewünschte Wahlergebnisse formen (50/50), die den Quotenfans gefallen. Aber nun nehmen wir mal an, diese undemokratische Quote würde eingeführt werden, dann lässt sich nicht mehr sagen, dass der Mensch, sein Wissen, seine Eignung oder sein Willen zählen. Alles was dann zählt ist die Erfüllung einer Quote auf Kosten der politischen Gleichheit

Ganz andere Perspektiven?

"Wenn du Frauen nicht nur zählst, sondern dafür sorgst, dass sie etwas zählen - dann bringt das eine radikale Veränderung von Perspektiven mit sich", erklärte Roth weiter. Frauen im Verteidigungsausschuss beispielsweise hätten einen ganz anderen Blick auf Konflikte und Kriege, Männer im Familienausschuss eine andere Sicht auf die Elternzeit."
Frau Roth kann mich gerade mit diesem Beispiel nicht überzeugen. Ich sehe nicht, dass Frauen hier eine ganz andere Politik vertreten als die Männer. Frau v.d. Leyen würde ihre Kinder niemals in einen Krieg ziehen lassen. Als Friedensarbeiterin ist sie bisher nicht auffällig geworden. Auch in anderen Bereichen sehe ich keine konkreten Belege für diese völlig andere Perspektive.
Die Forderung nach Gleichstellung der Frauen ist berechtigt, die Hälfte der Gesellschaft ist weiblich. Wer diese Forderung verwirklichen will, sollte die Rahmenbedingungen ändern.

so ist es

und das wird ja auch kommen, mein Kommentar war eine Antwort auf ihren ersten Kommentar, in dem sie von "rechtskonform" sprechen und ich bin davon ausgegangen dass die verfassungsrechtskonform meinen, da alles andere außer Frage steht und es in dem Gesamtkontext wohl so zu verstehen war. Die Verfassungsrechtskonformität steht aber in den Sternen und wird überprüft werden - wir sind uns also einig.

@14:50 von andererseits

"Das ist dann ja eine interessante Aussage über die Ihnen nach eigenen Angaben nahestehende afd: so viel dumme Frauen, dass es nur etwa 10% mit den Männern aufnehmen können."[sic]

Nein, das zeigt eher, dass Frauen sich nicht so leicht vom völkisch-dumpfen Nationalismus der AfD verführen lassen (Frauenanteil in der Partei 17%) und zweimal nachdenken, bevor sie sich dann auch noch für diese Partei in die Öffentlichkeit stellen.

re chrism65

"Ich habe bis vor kurzem eine Abteilung aus ca. 12 Tiermedizinern geleitet, in der nur zwei Männer waren. Der Grund liegt schlicht darin, dass ca. 90 % der Studienabgänger in der Veterinärmedizin Frauen sind. Wären wir umgekehrt zu eine 50% Männerquote verdonnert worden, hätten wir einpacken können."

Es gibt keinen Politiker-Studiengang und daher auch keine Absolventenquote wie in Ihrer folglich unpassenden Analogie.

14:22 von

14:22 von NeNeNe

"Warum
Spielt das so eine entscheidende Rolle. Der Bundestag gähnt in seinen Sitzungen vor Leere. 50 Prozent Frauenanteil ändert daran nichts."

Die Frage ist:

Warum spielt es für SIE eine so entscheidende Rolle, dass es bei so geringem Frauenanteil bleibt?!

Ihre völlig haltlose Unterstellung, dass sich 50% Frauenanteil daran nichts ändert, macht es dann jedenfalls nicht schlechter, als es ohnehin schon ist.

Es kann also nur besser werden.

Bei der Gelegenheit..

Könnte man sich auch der Altersdiskriminierung im Bundestag zuwenden. Die Mehrzahl der Abgeordnete ist über 40, damit ist die jüngere Generation völlig unterrepräsentiert!
Also Listen erstellen welche ein exaktes Abbild der deutschen Bevölkerung geben. Nach Geschlecht und Alter.
Dann wäre natürlich noch die Quote festzulegen inwieweit die Religion, Gesundheitszustand, Bildungsgrad und Migrationshintergrund in speziellen Wahllisten erfasst werden können um auch diese Diskriminierung zu beenden.

Natürlich könnte man auch ganz auf Listen und Quoten verzichten und die Wähler das wählen lassen was diese wollen.

@ SabinesS. 15.01h - Bewundernswert diese DDR

.......................Etwa die Hälfte der Sitze war für die vier politischen Parteien reserviert, die andere Hälfte für die Zivilgesellschaft (Massenorganisationen), so etwa für die Gewerkschaften, die Sportler, die Jugend (FDJ) usw. Das Volk durfte dann über die gemeinsame Liste "Nationale Front der Antifaschisten" abstimmen. Dieses Modell führte in mancher Hinsicht zu einer besseren Repräsentation der Bevölkerung als das im Bundestag der Fall ist...................

Toll, was die DDR'ler geleistet haben! Wenn Sie mir noch 2-3 (praktische) Beispiele nennen können, wie sich diese DDR-Traumquote im täglichen Leben der "Werktätigen" ausgewirkt hat wäre ich Ihnen dankbar.

Quote nicht für das Geschlecht

Warum nur eine Quote für das Geschlecht? Ich fände es viel wichtiger, dass alle wesentlichen Berufsgruppen im Parlament vertreten sind. Also Angestellte, gewerblich und Büro-, Unternehmer, selbstständige, Arbeitslose... denn "Unsere Parlamente werden immer leerer aber immer voller Lehrer".
Und was ist mit der Frage des Migrationshintergrunds?
Wenn diskriminierungsfrei, dann gleich richtig!

@andererseits "P.Amthor: Die Frauen sind eine wichtige ....

... Unterstützung in unserer Fraktion"
----
Ist doch besser als zu den Querschlägern in der Fraktion zu gehören.
Merke, jeder hört nur das was er will.
Man ist meist gut beraten kühler Sinne wahrzunehmen.

@LIgeGoesOn um 14:35 Uhr

Woher nehmen Sie das Wissen, dass die 'auflockernden Sprüche' von allen - Mann wie Frau - geliebt werden? Sie irren sich gewaltig. Sexistische Äußerungen sind verletzend und haben mit Humor überhaupt nichts zu tun. Dass diese in Abhängigkeitsverhältnissen erduldet werden, ist eine andere Seite.

Frauenquote ist ein

Frauenquote ist ein schwieriges Thema. Grundsätzlich befürworte ich solche Vorschläge, sehe aber auch die Schwierigkeiten dabei.
Es ist aber nunmal so, dass Frauen in bestimmten Bereichen nicht nur auf Grund von unterschiedlichen Interessen weniger vertreten sind als Männer, sondern auch, weil unsere patriarchalische Gesellschaft sie zumindest indirekt davon ausschließt oder behindert.
Ich glaube, es gäbe bessere Wege als Frauenquoten, aber die brauchen Zeit.
Bis dahin befürworte ich derartige Quoten.

14:49 von

14:49 von rossundreiter

"Andere Sichtweisen?
Frauen und Männer haben also (in Verteidigung- und Familienausschüssen) "einen ganz anderen Blick"?

Widerspricht eine solche geschlechterspezifische Zuschreibung nicht geschlechterwissenschaftlichen Erkenntnissen"

Frauen haben ALLEINE schon beim Verteidigen von Frauen- Und Kinderrechten einen BEDEUTEND anderen Blickwinkel, wie sie in diesem Thread allein schon feststellen können.

Und JA!

Das spiegelt sich auf anderen Ebenen exakt so wieder.

14:58 von

14:58 von ChrisM65
"Gleichberechtigung ja, Quote nein"

Da es strukturelle Benachteiligung faktisch gibt, ist Gleichberechtigung ohne Quote nicht möglich!

Wer also gegen Quote ist, ist faktisch gegen Gleichberechtigung.

"Ich möchte, dass die Personen im Parlament sitzen, die in ihrem Wahlkreis und ihrer Partei überzeugt haben und nicht einen besser qualifizierten Bewerber zurückstellen müssen nur um des Geschlechter-Proporz Willens eine schlechter qualifizierte Bewerberin vorziehen zu müssen."

Frauen werden weniger auf Liste gesetzt, nicht weil sie weniger qualifiziert sind, sondern weil es Frauen sind.

DAS ist verbrecherisch.

Kommen Sie mir bloß nicht mit "Qualifikation" sonst krieg ich einen Aggress!

Echte Basisdemokratie

Es wäre schön wenn in unserem Parlament, die Sitze von Frauen und Männer paritätisch verteilt werden.
Aber dann müßte auch der Beruf, Tätigkeiten,Arbeitslose,Mütter*, Rentner*,Soziale Herkunft und viel mehr paritätisch gewählt und verteilt werden. Da würde sich viel Verändern, und die Verteilung der Haushaltsgelder viel paritätischer und gerechter zugehen.
Also nee, da haben unsere Lobbyisten doch noch ein Wörtchen mit zu Reden.

Ich finde es wichtig

Ich finde es wichtig, dass es ein Paritätsgesetz für Menschen mit Behinderungen gibt und damit meine ich nicht nur mentale Behinderungen. Kennt jemand einen blinden Abgeordneten? Hierzu müsste es auch ein Gesetz geben!

15:00, Hr. Paschulke

>>"Ja klar. Und so ein kleiner Klaps auf den Po oder ein zärtlicher Kniff in die Brust, was soll daran schon falsch sein, solange alles im Rahmen bleibt?"

Der andere Diskussionteilnehmer hat eindeutig von Sprüchen geredet, welche noch im Rahmen bleiben müssen und Sie kommen hier mit Antatschen? Ein reines Strohmann-Argument. Ihre Gleichsetzung ist absurd und sie versuchen eine Aussage zu unterstellen, welche nie getroffen wurde. Weshalb?<<

Weil ich, wohl im Gegensatz zu Ihnen, zwischen verbaler und physischer Übergriffigkeit keinen großen Unterschied sehe. Beides kann sehr verletzend sein. Und was im Rahmen bleibt und was nicht, dafür gibt es keine objektiven Kriterien.

14:38 von StöRschall

Dem ist absolut NICHTS weder hinzuzufügen noch entgegenzusetzen !
.
noch entgegenzusetzen !
warum klappt es dann bei der LINKEN ?

@15:28 von StöRschall

"Wer also gegen Quote ist, ist faktisch gegen Gleichberechtigung."
Tut mir leid aber das ist ein billiger Versuch jedwede Diskussion im Keim zu ersticken.

"Frauen werden weniger auf Liste gesetzt, nicht weil sie weniger qualifiziert sind, sondern weil es Frauen sind."

Wenn Sie so eine Behauptung aufstellen müssen Sie auch Beweise liefern. Nur zu sagen keine Parität = Diskriminierung ist kein Argument da die Fakten fehlen.

" Wo strukturelle

"
Wo strukturelle Benachteiligung herrscht, reicht Freiwilligkeit in der Regel nicht aus
"

Oha - da wird die FDP aber Sturm laufen...
...die setzt doch stets auf Freiwilligkeit - zumindest stets im wirtschaftlichen Bereich...

Ich schau die zwei Frauen an und frage mich, was wird ...

Ich schaue mir die Arbeiten von Frau Dr. Merkel und Fr. v. der Leyen an und frage mich, was denn besser würde, wenn wir noch mehr von diesen Frauen im Bundestag hätten?
Ich stell mir gerade vor, dass einer dieser Frauen durch eine Quote ins Parlament gekommen wäre. Mein Demokratieverständnis wäre zerbrochen!

@ koandra am 03. März 2019 um 15:22 Uhr

Die Gewissheit nehme ich daher, dass sich bei uns -und wir sind ein Unternehmen mit ca. 50/50 Männer/Frauenanteil- alle an diesen Sprüchen beteiligen. Probleme gibt es damit keine ... von beiden Seiten. Wenn das bei Ihnen anders ist, ist das bedauerlich, aber ich kann nur meine Erfahrungen hier schildern.

@ fathaland slim am 03. März 2019 um 14:49 Uhr:
Ich schrieb bereits, dass sich das "im Rahmen" abspielen muss. Bei uns geht das mit Worten und ohne unsichtliche Berührungen!

Und ich sage nicht, dass Frauen weniger für bestimmte Jobs geeignet sind, aber per Gesetz eine Quote zu fordern, ist eben einfach schlichtweg Unsinn, weil kontraproduktiv!

@Basisdemokrat

>>Sie (Frauen) haben die gleiche Chance, nur wird diese nicht im selben Maße genutzt. In allen Bundestagsparteien sind die Frauenanteile unter den Mitgliedern bei unter 50% (AfD 17, CDU 26, CSU 20, SPD 32, FDP 23, Linke 37, Grüne 39%). Aber genau dort wird über Wahllisten entschieden! Wieso beteiligen sich nicht mehr Frauen auf dieser Stufe unserer parlamentarischen Demokratie?<<

Genau so ist das. Wir leben inzwischen in einer Demokratie und die fängt an der Basis an und nicht bei einer Quotenregel.

@störschall, 15:23

Bei Frauenrechten haben Frauen selbstverständlich einen anderen Blick (nämlich den der eigenen Lobby)!

Was Kinderrechte betrifft, wäre ich sehr vorsichtig.

Und warum Frauen in Sachen Verteidigungs- und Kriegspolitik aufgrund ihres Geschlechts einen anderen Blick haben sollten, erschließt sich mir nun ebenfalls ganz und gar nicht.

Wäre auch, wie gesagt, gegen alle Untersuchungen der Gender Studies hinsichtlich (angeblichen) geschlechtsspezifischen Denkstrukturen.

Warum nur eine Quote für das Geschlecht

15:21 von zöpfchen

"Warum nur eine Quote für das Geschlecht"

Niemand, auch Frau Roth nicht, hat dafür plädiert, dass es nur diese eine Quote geben darf.

"Ich fände es viel wichtiger, dass alle wesentlichen Berufsgruppen im Parlament vertreten sind."

Ja, dann bringen Sie Ihr Anliegen in Ihre Partei ein. Vielleicht erreichen Sie Ihr Ziel.

"Und was ist mit der Frage des Migrationshintergrunds?
Wenn diskriminierungsfrei, dann gleich richtig!"

Erklären Sie das der Frau Roth. Sagen Sie Ihr, dass sie gleich drei Punkte gleichzeitig durchsetzen soll oder gar keinen.

Ich fürchte nur, Sie finden mit Ihrem "Alles oder Nichts" nicht so den Weg in die politischen Umsetzungsmöglichkeiten.

@LifeGoesOn

Ich kenne das mit den Sprüchen bei der Arbeit auch nur so wie bei Ihnen. Man nimmt sich Gegenseitig auf den Arm, mal die Einen gegen die Anderen oder Viceversa, manchmal auch richtig ni­cke­lige kleine Bemerkungen. Es bleibt aber im Rahmen, alles ist ein Spaß. Falls ein Spruch zu weit ging? Dann wird sich entschuldigt und gut ist. Funktioniert wunderbar.

Es gibt bestimmt auch die schlimmen Beispiele wovon einige User ausgehen aber ich habe sie bei uns auf der Arbeit noch nicht bemerkt.

@LifeGoesOn, 15:59

"...dass sich das "im Rahmen" abspielen muss. Bei uns geht das mit Worten ..." -
Auch bei sexistischen Worten gibt es keinen Rahmen, in welchem sie 'zu ertragen' wären. Einfach lassen, die sexistischen Witze und Bemerkungen. (Und das sage ich als Mann.)

@ fathaland slim

"Und was im Rahmen bleibt und was nicht, dafür gibt es keine objektiven Kriterien."

Nein, gibt es tatsächlich nicht, aber es gibt einen Handlungsraum des Zulässigen, welchen der größte Teil der Menschen auch ohne fest definierte Grenze gut erkennen und einhalten kann. Auch wenn Sie das vielleicht anders sehen, die meisten Menschen sind keine sexuellen Belästiger und sie tolerieren ein dersrtiges Verhalten auch nicht. Wenn es aber tatsächlich so ist, dass es auch mit adäquaten sozialen Fähigkeiten nicht möglich ist, die Grenzen von Humor und Belästigung recht zuverlässig zu erkennen und einzuhalten, dann benötigen wir Geschlechtersegregation

14:56 von fathaland slim

warum braucht die LINKE dann keine gesetzliche Quote ?
es scheint doch zu klappen sogar sehr gut
oder warum ist die Partei denn für Frauen ansprechender ?

15:58, kuerbis

>>Ich schau die zwei Frauen an und frage mich, was wird ...
Ich schaue mir die Arbeiten von Frau Dr. Merkel und Fr. v. der Leyen an und frage mich, was denn besser würde, wenn wir noch mehr von diesen Frauen im Bundestag hätten?
Ich stell mir gerade vor, dass einer dieser Frauen durch eine Quote ins Parlament gekommen wäre. Mein Demokratieverständnis wäre zerbrochen!<<

Und ich schaue mir Gauland, Dobrindt, Scheuer, Seehofer usw. an und stelle mir vor, daß sie uns durch eine Quote vielleicht erspart geblieben wären.

Was natürlich ebenso müßig ist wie Ihre Gedankenspiele.

Und jetzt mal Hand aufs Herz: mit der parlamentarischen Demokratie in Deutschland fremdeln Sie doch sowieso, wenn ich Ihre Kommentare richtig deute.

16:01, MCC1968

>>Am 03. März 2019 um 14:56 von fathaland slim
Zitat:
"...Die LINKE
37 weibliche und nur 32 männliche Abgeordnete.<<

Norm übererfüllt.

Aber auch nur bei einer einzigen Fraktion, die acht Prozent der Wählerstimmen repräsentiert.

Die anderen Fraktionen gleichen das mehr als aus.

Weit mehr..."

Jetzt bin ich natürlich auf ihr Ergebnis anderer Fraktionen gespannt und vergessen Sie dabei nicht die Nichtwähler.<<

Es geht um die Fraktionen des Bundestages. Nicht um meine Fraktionen (ich habe gar keine) und auch nicht um Nichtwähler. Die haben nämlich keine Vertretung im Bundestag.

Können

Wenn eine Frau etwas kann, macht sie überall ihre Weg, ob in der Wirtschaft oder der Politik. Es muß die richtige Person auf eben den richtigen Platz. Die Besetzung der Quote Willen halte ich für falsch.

Sexistische Witze beruhen auf sexistischem Denken

16:07 von JorisNL

"Auch bei sexistischen Worten gibt es keinen Rahmen, in welchem sie 'zu ertragen' wären. Einfach lassen, die sexistischen Witze und Bemerkungen. (Und das sage ich als Mann.)"

Wer sexistisch denkt, wird das immer rüberbringen, auch wenn er seine Witze unterdrückt.
Mann kann auch mal versuchen an sich zu arbeiten und in der Frau primär den Menschen zu sehen.
Wenn er das nicht packt, ist es wohl besser, er kämpft gegen die Frauenquote.

16:13, Sisyphos3

>>14:56 von fathaland slim
warum braucht die LINKE dann keine gesetzliche Quote ?
es scheint doch zu klappen sogar sehr gut
oder warum ist die Partei denn für Frauen ansprechender ?<<

Vielleicht, weil dort eine weniger frauenfeindliche Stimmung als bspw. bei der AfD, um mal das andere Extrembeispiel zu bemühen, herrscht.

" Frauen im

"
Frauen im Verteidigungsausschuss beispielsweise hätten einen ganz anderen Blick auf Konflikte und Kriege, Männer im Familienausschuss eine andere Sicht auf die Elternzeit.
"

Ach ja ?

Da hätte ich doch gerne mal ein paar Studienergebnisse ,die klar belegen,ob Frauen,die in der gleichen Partei wie die entsprechenden Männer sind & von den gleichen Lobbyisten genauso lange "beraten" worden sind,eine wirklich andere Position vertreten,als die entsprechenden Männer...

15:11 von Darkdepths "Wo ist

15:11 von Darkdepths
"Wo ist der Beweis des
Wo ist der Beweis des Sexismus?"

Wo ist der Beweis, dass es Körperverletzung ist, wenn ich ihnen die Nasebreche???

Erst mal bitte ne Runde denken...

16:15, Hermjard

>>Was die Grünen in bester, "volksdemokratischer" Manier wohl als nächstes fordern: Vielleicht die Aufstellung von Wahllisten durch basissozialistische Kommunen? Oder den Ersatz des Parlaments durch einen Volksrat, damit "konterrevolutionäre Kräfte" sich gar nicht erst ins Parlament einschleichen und den Sieg des Kollektivs unterminieren können.<<

Sie verwechseln die höchst bürgerlichen Grünen mit einer kommunistischen Sekte.

"Ich fürchte nur, Sie finden

"Ich fürchte nur, Sie finden mit Ihrem "Alles oder Nichts" nicht so den Weg in die politischen Umsetzungsmöglichkeiten."

Und ich fürchte Frau Roth findet mit ihrem "nur eine ganz bestimmte Gesellschaftsgruppe" nicht so recht den Weg in die Grundgesetzkonformität, das geht nämlich davon aus, das Gesetze allgemeingültig mit ihm vereinbar sind. Wenn ich ein Gesetz verabschiede, dass gegen die Wahlfreiheit der Parteien steht muss ich das schon sehr gut rechtfertigen können, dazu muss ich aber im Sinne des Anti-Diskriminierungsgebotes auch allgemeingültig sein, und das Diskriminierungsgebot im Allgemeinen berücksichtigen. Wie schon erwähnt, ich sehe hier keinen Ansatz in diesem Gesetz aber offensichtlich wird es eine Klage geben und hierüber wird entschieden werden.

@15:16 Basisdemokrat

Sie haben - hoffentlich - recht. Meine Aussage war auf den User bezogen, der meinte, bisher würden alle Plätze nach"Wissen" vergeben, und bei einer Quote nur noch nach"Geschlecht"; diesen Unfug wollte ich entlarven.

Quote für alle Diskriminierten

"Das Grundgesetz ist eindeutig : Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
Also wenn Quote, dann für alle.
Um die aktive und passive wahlfreiheit zu gewährleisten, könnte eine Bundestagszusammensetzungsbeauftragte eingesetzt werden. Diese hätte dann das Recht, die Fraktionen, wenn notwendig, neu zusammen zusetzen.

Auch Frauen können Männer wählen.

Ich selber habe kein Problem damit Frauen als Arbeitskollegen zu haben, oder als Vorgesetzte. Aber ich finde es absolut blödsinnig eine Frauenquote irgendwo einzusetzen. Gehen wir mal von der Privatwirtschaft aus:
Ein freier Posten im Vorstand soll besetzt werden. Die Mehrheit im Vorstand ist männlich. Es soll dann eine Frau in den Vorstand kommen, obwohl ein männlicher Kandidat eventuell mehr Erfahrung hat oder qualifizierter ist? Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass Männer generell qualifizierter sind. Auch Frauen können qualifizierter sein wie Männer. Es sollte eher auf die Qualifikation geachtet werden, anstatt auf das Geschlecht.
Bei gewählten Vertretern des Volkes ist es meiner Meinung nach gar nicht umzusetzen.
Wenn ein Mann mit mehr Stimmen wie eine Frau nicht in den Bundestag kommt, weil durch die Frauenquote der Sitz für eine Frau reserviert ist. Entscheidend sollten alleine die Stimmen sein - egal ob Frau, Mann oder Divers (3. Geschl.). Alles Andere ist nicht demokratisch.

@ Darkdepths am 03. März 2019 um 16:06 Uhr

Genauso und nicht anders ... funktioniert einwandfrei und hat bisher keine Probleme gegeben. Im Gegenteil ... ohne wäre es doch absolut langweilig ;-)

@ JorisNL am 03. März 2019 um 16:07 Uhr:
Es tut mir leid, wenn das bei Ihnen nicht funktioniert und Sie damit vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht haben. Bei uns wissen wir jedenfalls sehr gut, bei wem mal ein Spruch möglich ist, und bei wem man es besser lässt. Da gibt es schon Unterschiede, von daher lässt sich das aber auch nicht verallgemeinern.

Offensichtlich werde...

...versucht, offenen Sexismus wieder hoffähig zu machen. Manch einer findet das lustig oder nebensächlich, mit dem Hinweis, im Bierzelt ginge es nicht anders zu. Der Bundestag ist aber kein Bierzelt.

Eine ähnlich polemische Aussage aus den Reihen der AfD (freilich in anderem Kontext, bspw. über die EU oder die Migration) würde, sofern nicht sinnentstellt wiedergegeben, umgehend noch im selben Bericht mit dem Ziel der Entkräftung "faktengecheckt" und/oder von sog. Experten durchleuchtet und/oder mit zahlreichen Gegenkommentaren anderer Politiker garniert und/oder mit einschlägigen Gegenberichten verlinkt werden.

Doch in diesem Bericht, oh Wunder, erlebt man das, was man ansonsten in fast jedem Bericht der TS vermisst: Nämlich einfach nur zu berichten, ohne zu werten (nämlich in diesem Fall über die Aussagen von Frau Roth). Der Eindruck wird dem Leser überlassen.

Man könnte fast meinen, die TS sei neutral - wenn sie denn immer und zu jeder Gelegenheit so berichten würde.

Bravo, Claudia Roth!

Allein so manche Kommentare hier zu lesen ist Ihr Vorschlag wert. Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welch panischem Abwehrreflex manche Männer auf "Frauenquote" reagieren. Oder die argumentativen Verrenkungen der nicht ganz so plumpen Quoten-Ablehner. Aber ich finde es auch beruhigend, dass einige Geschlechtsgenossen so souverän etwas dagegen setzen.

falscher Weg ....

Demokratische Legitimationen dürfen nicht durch Quoten eingeschränkt/vorgegeben werden. Obwohl man sich vielleicht durch andere besser vertreten fühlt, verhindert die Quote die Wahlmöglichkeit, wenn dies vielleicht zufällig ein Mann ist.

Ein Politiker sollte nicht wegen seines Geschlechts gewählt werden, sondern weil sich die Wähler besonders gut von ihm vertreten fühlen.

@16:26 von StöRschall

Also, haben Sie keine Beweise?

50% festschreiben macht keinen Sinn...

...und warum nur den Frauen-Anteil festschreiben - 50% Frauenquote -- also sind dann auch 70% Frauen erlaubt - nur nicht mehr 51% Männer...

Es klingt mir nicht sinnvoll, die Quote SO starr festzuschreiben.

Ja, ich sehe es als falsch an, wenn es so Männerdominiert bleibt - aber der Fairness halber, macht bitte die Quote als eine 33% Minimum-Quote für Frauen und Männer; mind 1/3 Frauen, mind 1/3 Männer und der Teil dazwischen ist flexibel. Finden sich mehr passende Frauen, warum dann nicht auch mal 60% Frauen; finden sich mehr passende Männer dann halt auch mal 60% Männer. Aber einfach nur festschreiben, dass MIND je 1/3 Frauen und 1/3 Männer sind.

Schreibt also keine Frauenquote, sondern eine Geschlechterquote, die im Blick auf die Zukunft BEIDE Geschlechter berücksichtigt!

Welch ein Unsinn. Seit

Welch ein Unsinn. Seit Jahrzehnten nun schon das Gerede um Frauenquoten. Als Frau mit selbst erarbeiteter Karriere waren mir Frauenquoten schon immer ein Graus. Fuer diejenigen von uns die schon in den Mitte-80er Jahren Kind und Karriere verbunden haben, den beruflichen Aufstieg erreicht haben weil sie durchsetzungsfaehig und gut in ihrem Fachbereich sind, denen war doch schon allein das Wort "Frauenquote" ein Schlag ins Gesicht. Dort wo es Quotenfrauen gab, da gab es auch Verachtung. Und diejenigen von uns die ohne Quote ihren Weg gegangen sind, haben allen Grund die ersten zu sein eine Quotenfrau zu verachten. Keine will eine von Selbstzweifeln geplagte Quotenfrau sein! Das Maedel das ihr Poestchen nie ohne die Quote bekommen haette, jedenfalls laut allen die hinter ihrem Ruecken reden. Ja, der Herr X hat die Stelle nicht bekommen weil da eine Frau rein sollte wegen der Quote. Keine Geschenke! Meinen Erfolg nehme ich mir selbst.

@Basisdemokrat: Gut argumentiert!

Das Problem liegt offensichtlich nicht bei der Aufstellung der Listen sondern fängt schon viel früher an, nämlich beim schwächeren politischen Engagement auf der untersten Ebene von Seiten der Frauen. Die Gründe dafür sind sicher vielfältig und wenn man mehr Frauen im Bundestag will sollte man da anfangen. Ist aber natürlich viel schwieriger und anstrengender als eine Quote...

15:41 von @fathaland slim

"Weil ich, wohl im Gegensatz zu Ihnen, zwischen verbaler und physischer Übergriffigkeit keinen großen Unterschied sehe. Beides kann sehr verletzend sein."

Sprüche und Begrapschen fast das Gleiche.
Vielleicht auch Vergewaltigen und Beleidigen?
Vielleicht auch Anschreien und Erschießen?
Und für welche gleiche Strafe würden Sie sich dann entscheiden? Die schwerere oder die schwächere.

Ein gutes Beispiel wie manchmal Ideologiesteuerung über halbwegs menschenfreundlichen Pragmatismus siegt und zu mörderischen Diktaturen führen kann.

Und so wie Sie blindwütig Frau Roth mit aller Verbalgewalt verteidigen wollen, spielt bei den hier aufbrechenden massiven Gegenstimmen zu Frau Roth, deren für sehr viele unangenehm erscheinende Ideologietreue, persönliche Art (und nicht zu unterschätzen, leider, Aussehen) eine stark emotionalisierende Rolle.

Hochzeit für psychologisches Anschauungsmaterial.

Roth fordert...

Derzeit sitzen im Bundestag 219 Frauen und 490 Männer. 
###
Und alle sind vom Wähler dorthin gewählt worden ! Insgesamt haben wir also ca. 709 Abgeordnete. Meiner Meinung nach könnte dieses aufgeblähte Parlament auch halbiert werden. Aber das ist eine andere Sache. Eine Frauenquote halte ich absolut für richtig. Allerdings sollte dann auch sichergestellt werden, das der Bundestag nicht nur zum großen Teil aus Beamten und Akademiker gestellt wird. Der Gleichberechtigung wegen...

Eine Quote macht doch keinen Sinn

Ich wähle nach der für mich richtigen Eignung eines Bewerber/in für den Bundestag. Das können dann auch mehr Frauen als Männer sein.

was steht denn im Grundgesetz

bezüglich der Bevorzugung / Benachteiligung des Geschlechts ?
oder hat das in der aktuellen Diskussion keine Relevanz ?

@ 15:01 von SabineS.

Es mag sein, dass die Volkskammer den Bevölkerungsdurchschnitt besser repräsentierte, als der Bundestag. Nur soll das Parlament 1) nicht den Bevölkerungsdurchschnitt repräsentieren sondern den Willen der Bevölkerung und 2) soll das Parlament der Sourverän sein - und da es die Volkskammer in der DDR nicht war, sondern ein reines Akklamationsorgan, kostete es die DDR-Führung nichts, hier Leute reinzusetzen, die den Bevölkerungsdurchschnitt repräsentierten. Der Bevölkerungsdurchschnitt war jedenfalls in dem einzigen Organ, das in der DDR irgendwas entscheiden durfte, dem Politbüro, überhaupt nicht vertreten, nur Männer über 50 (mit einzelnen Ausnahmen Ende 40).

@Lifegoeson 14:35 "Es müssen

@Lifegoeson 14:35
"Es müssen Personen die Plätze füllen, die dafür geeignet sind ... völlig egal, ob Mann oder Frau. "
Haha, sehen Sie sich die Ministerriege an... wieviel davon sind für ihren Job geeignet?! Man holt sich Berater ohne Ende... bedeutet das "Eignung"?

Es wäre schön, wenn Frau Roth

Es wäre schön, wenn Frau Roth ihre Aussagen auch irgendwie belegt hätte. Es reicht nicht einfach nur zu sagen, dass Frauen strukturell benahteiligt würden. Selbst bei den Grünen beträgt der Frauenanteil in der Partei "nur" 40%. Danach folgen die Linke, SPD, CDU, FDP, CSU und AfD, nachzulesen bei Statista. Und der Eintritt in eine Partei wird sicherlich niemandem verwehrt.

@ fathland slim

"Wenn man sich allerdings anschaut, wie sich die Geschlechterverteilung in Vorstandsetagen und Parlamenten darstellt, dann kann man, wenn man Ihrem Ansatz folgt, nur annehmen, daß Frauen eben erheblich unfähiger als Männer zu sein scheinen."

Frauen sind mit Sicherheit nicht unfähiger als Männer, aber sie messen der Karriere und dem beruflichen Erfolg tendenziell einen geringeren Stellenwert bei als Männer.

Ob das primär biologische Ursachen hat (Testosteron) oder soziale (Jungs werden eher auf Wettbewerb getrimmt als Mädchen), lässt sich kaum mit Sicherheit sagen. Aber es ist ein Phänomen, das sich in vielen Berufssparten beobachten und auch in psychologischen Studien messen lässt.

Meine Frau ist ein gutes Beispiel: hochintelligent, Einser-Abitur, Einser-Studium, Doktorgrad, arbeitet heute bei einer großen Bank, ist sehr kompetent, wird allseits geschätzt. Könnte problemlos Abteilungsleiterin werden. Will sie aber nicht, weil wir lieber mehr Zeit mit unseren Kindern verbringen.

re giselbert

"Ein Politiker sollte nicht wegen seines Geschlechts gewählt werden, sondern weil sich die Wähler besonders gut von ihm vertreten fühlen."

Allein schon sämtliche Mandate, die über Listenplätze vergeben werden, gehen ganz und gar nicht deshalb an Politiker, weil die Wähler sich besonders gut von ihnen vertreten fühlen.

Genau das ist doch Sexismus

Merkt Frau Roth nicht, dass gerade ihre Forderung purer Sexismus ist?
Merkt sie nicht, dass man "strukturelle Benachteiligung" nicht bekämpft, indem man sie umdreht und andere benachteiligt?
Merkt sie nicht, wie sehr sie Menschen diskriminiert, die sich keinem der beiden "üblichen" Geschlechter zugehörig fühlen?
Merkt sie nicht, dass das keine inhaltliche Politik ist, die sie da macht, sondern linker Populismus?
Ist ihr nicht bewusst, dass eine solche Regelung - wie auch die in Brandenburg - vom Bundesverfassungsgericht kassiert werden wird (sofern das noch halbwegs funktioniert)?

14:17 von fathaland slim

Soso,wenn man noch noch meilenweit entfernt ist,besteht keine Gefahr? Wehret den Anfängen gehört dann wohl auch dazu.

"Ihnen muss die gleiche

"Ihnen muss die gleiche Chance auch strukturell eingeräumt werden mit MASSE ihre Interessen durchzusetzen !!!
DARUM geht es !!!"

Nein, genau darum geht es in dieser Diskussion nicht.
Sie verwechseln genau wie Frau Roth und viele andere Chancengleichheit und Ergebnisgleichheit.
Wer Ergebnisgleichheit fordert, tritt leider die Chancengleichheit mit Füßen. Und die meisten merken das nicht einmal.

wenn es denn so einfach wäre...,

denn wählen kann man nur, wer auf den Listen steht und die werden von Parteigremien gemacht, die, hoppla!, von Männern dominiert werden. Also der Demokratie mit einer Quotenregelung etwas unter die Arme zu fassen wäre keine so schlechte Idee, denn es ist ein altes Problem der Demokratie wenn die Entscheidungsträger entscheiden können wer Entscheidungsträger werden darf.

@ LifeGoesOn:
Wenn Sie meinen es müssen Personen auf die Listen, die dafür geeignet sind, meinen sie damit, dass weniger als ein Drittel der Frauen geeignet seien politische Ämter zu übernehmen aber mehr als zwei Drittel der Männer?
Aber immerhin schön, dass Sie der Meinung sind, dass Sexismus im Rahmen bleiben muss. Das lässt hoffen!

In meinen Augen ist das

ein klarer Angriff auf demokratische Prinzipien, wenn hier dem Wähler durch die Liste und andere Kniffe die freie Wahl eingeschränkt wird. Abgeordnete sollten durch Qualifikation und Persönlichkeit überzeugen, nicht zuerst durch Geschlechterzugehörigkeit. Wir haben noch die Prinzipien einer freien, gleichen, geheimen Wahl und keine Vorgaben, wer zu wählen ist. Im Übrigen- woher sollen denn die Kandidatinnen kommen, wenn in der Mitgliederschaft lediglich 20% Frauen sind?Was ist mit der Diskriminierung von Männern?

Frauenquote ist outdated - wir brauche eine Altersquote!

Der Bundestag trifft in großem Umfang Zukunftsentscheidungen. Vorherrschend sind alte Männer, wobei mich weniger das Geschlecht stört, sondern das Alter. Junge Menschen sind im Bundestag weiter unterrepräsentiert, noch mehr als Frauen. Und das ist schlimm. Es ist nicht einzusehen, warum Männer Entscheidungen treffen sollten, die Frauen schaden - mehr als 50% der Wähler sind Frauen. Damit würde man sich ins eigene Fleisch schneiden. Aber die Perspektiven der Alten sind einfach eine ganz andere als die der Jugend. Vor allem sind die Mehrzahl der von heutigen Entscheidungen Betroffenen noch gar keine Wähler und diejenigen noch relativ jungen Menschen, die die Folgen der heutigen Entscheidungen noch mit diesen teilen werden, sind nicht die Mehrheit der Wähler. Daher ist eine Altersquote viel wichtiger. Und das Argument, die Jungen seien weniger erfahren? Nun über eine Frauenquote bekommt man auch nicht unbedingt Erfahrung ins Parlament. Quoten werden mit "ruhigen" Leuten gefüllt.

"die argumentativen

"die argumentativen Verrenkungen der nicht ganz so plumpen Quoten-Ablehner"

So können die Meindungen auseinandergehen, intellektuelle Verrenkungen sehe ich eher bei den Quotenbefürwortern. Die Frage danach, warum ausgerechnet eine Quote zum Geschlecht, finde ich dagegen sehr gerechtfertigt und die Frage inwiefern so eine, im Grunde Ausnahmeregelung, mit unseren Verfassungswerten in Einklang steht erst recht. Aber das ist ja das schöne an der Demokratie, dass Meinungen auseinandergehen können ;-)

16:51, MCC1968

>>Wie wärs mit einer kurzen Antwort; Wie sieht es bei den anderen Fraktionen im Bundestag aus?<<

Na gut.

Da Sie offensichtlich drauf bestehen, möchte ich Ihnen das Nachschlagen ausnahmsweise mal abnehmen.

Hier finden Sie die gewünschte Information und noch mehr:

"https://de.m.wikipedia.org/wiki/Frauenanteil_im_Deutschen_Bundestag_seit_1949"

Die Aktion hat mich übrigens ca. dreißig Sekunden gekostet.

>>und bei den Nichtwählern habe ich die immer schlechtere Wahlbeteiligung gemeint.<<

Die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl war höher als bei der vorletzten. Und die wiederum höher als bei der Wahl davor.

Dies nachzuschlagen nehme ich Ihnen aber jetzt nicht ab.

17:12 von schiebaer45

Eine Quote macht doch keinen Sinn

Ich wähle nach der für mich richtigen Eignung eines Bewerber/in für den Bundestag. Das können dann auch mehr Frauen als Männer sein
///
*
*
Diese Logik hält Frau Roth eben für undemokratisch.
*

strukturelle Benachteiligung

"Wo strukturelle Benachteiligung herrscht, reicht Freiwilligkeit in der Regel nicht aus"

Gibt es irgendeinen Beweis für eine strukturellen Benachteiligung oder wird diese schwerwiegende Anschuldigung einfach so angeführt um die eigene autoritäre Politik zu stützen?

@ 17:18 Laskaris

Es ist ein uralter Zopf, die bestehende Chancenungleichheit mit "Geschlechtermerkmalen" zu biologisieren.

@ 17:20 dronner

Helfen Sie mir mal auf die Sprünge: Wer wird nochmal benachteiligt, wenn man bisherige Benachteiligung strukturell ausgleicht? Ich komm einfach nicht drauf...

Die Forderung einer Quote ist

Die Forderung einer Quote ist die eigentliche Diskriminierung aber wer kann die Grünen schon ernst nehmen?

" Derzeit sitzen im Bundestag

"
Derzeit sitzen im Bundestag 219 Frauen und 490 Männer. Das entspricht einem Frauenanteil von knapp 31 Prozent. Bei keiner Partei ist das Missverhältnis der Geschlechter so ausgeprägt ist wie bei der AfD. Von den 92 Mandaten werden nur zehn durch eine Frau belegt.
"

Anteil der Frauen an den Mitgliedern der politischen Parteien in Deutschland am 31. Dezember 2017 (ich weiß,etwas veraltet,aber neuere Daten nicht direkt gefunden - mögliche Änderungen liegen wahrscheinlich im Promillebereich ):

Grüne: 39,8%
Linke: 36,5%
SPD: 32,5%
CDU:26,5%
FDP:21,9%
CSU:20,5%
AFD:17%

->
wenn nun im Bundestag eine 50% Quote für Frauen tatsächlich eingeführt werden würde, wären da Frauen plötzlich exorbitant bevorzugt - denn wie man sieht:
in keiner Partei ist der Frauenanteil annähernd bei 50%.

Sorry,aber da müsste man auch gleich eine 50%-Männer-Quote bei der Kindergartenleitung einführen...

Ich dachte immer,....

daß das eines der Merkmale der Demokratie ist, eine bestimmte Politik wählen zu können. Anscheinend habe ich mich geirrt, denn jetzt soll schon vorgegeben werden, welches Gechlecht ein Abgeordneter haben soll! Auch wenn manche Foristen sich zum "weißen Ritter" für Frau Roth aufschwingen, sollte auch denen klar sein, daß sich Frau Roth mit einer Quotenforderung auf dem Holzweg befindet. Was ist, wenn auch Quoten für Brillenträger, Blonde oder Geschiedene oder Moslems oder Angehörige jüdischen Glaubens gefordert werden? Wie stichhaltig wäre denn da die Ablehnung?Wo ist dann noch der Unterschied zu den "Wahlen" in der DDR etc.? Keiner behauptet ernsthaft, daß Frauen weniger für Politik geeignet sind, denn sie machen die gleichen Fehler wie Männer! Ich will aber immer noch selbst entscheiden, wer die Fehler macht und mir auch nicht von Frau Roth vorschreiben lassen, wen ich für geeignet zu halten habe!

17:08, Marcus2

>>15:41 von @fathaland slim
"Weil ich, wohl im Gegensatz zu Ihnen, zwischen verbaler und physischer Übergriffigkeit keinen großen Unterschied sehe. Beides kann sehr verletzend sein."

Sprüche und Begrapschen fast das Gleiche.
Vielleicht auch Vergewaltigen und Beleidigen?
Vielleicht auch Anschreien und Erschießen?
Und für welche gleiche Strafe würden Sie sich dann entscheiden? Die schwerere oder die schwächere.<<

Wenn Sie mich gern so verstehen wollen, dann dürfen Sie das natürlich. Es entspricht aber nicht dem, was ich sagen wollte.

Sie wissen, daß man Menschen durch verbale Gewalt in den Tod treiben kann?

Und daß stabile Charaktere Popoklatschen und Busengrabschen mehr oder weniger mühelos wegstecken?

Wie Sie auf Vergewaltigen und Erschießen kommen, weiß ich nicht. Entgleiste Polemik?

>>Ein gutes Beispiel wie manchmal Ideologiesteuerung über halbwegs menschenfreundlichen Pragmatismus siegt und zu mörderischen Diktaturen führen kann<<

Vorsicht mit Ideologievorwürfen! Glashaus!

Der/Die beste KanditatIN muss gewählt werden ...

... egal ob männlich oder weiblich. Jede festgelegte Quote führt zwangsläufig auch zu absichtlich in Kauf genommenen Verwerfungen. Werden mit einer festen Quote also auch "unbrauchbare" männliche oder weibliche KanditatINNen per Rechenmodell plötzlich zwangsgewählt? Was soll dieser Genderwahn und die Zwangs-Quote. Qualität nicht Proporz sollte gelten. Proporz hatte die Welt schon früher in anderen Bereichen, und was hat es gebracht?

Strukturelle Benachteiligung oder unterschiedliche Interessen?

Die Argumentation, die solchen Forderungen zugrunde liegt, ist immer gleich.

Man schaut sich bestimmte Institutionen wie Firmenvorstände und Parlamente an. Wenn Männer, Weiße, Nicht-Behinderte usw. in einer Institution stärker repräsentiert sind als in der Gesamtbevölkerung, muss das an einer "strukturellen Benachteiligung" liegen. Nun solidarisiert man sich mit den "Opfern" dieser angeblichen Benachteiligung und macht sich zu deren Fürsprecher.

Dass die Geschlechterverteilung in solchen Institutionen auch das Ergebnis unterschiedlicher Interessen sein könnte, kommt den Quoten-Fetischisten offenbar nicht in den Sinn.

Psychologische Studien zeigen: Frauen begeben sich tendenziell weniger gern in Konkurrenzkämpfe als Männer und legen einen größeren Wert auf Work-Life-Balance. Das ist natürlich nur ein Durchschnittswert - einzelne Frauen können genau so wettbewerbsgeile Karrieristinnen sein wie der schlimmste Mann. Aber die Durchschnittswerte sind verschieden, und das hat eben Folgen.

re deutlich

"Wir haben noch die Prinzipien einer freien, gleichen, geheimen Wahl und keine Vorgaben, wer zu wählen ist."

Natürlich haben Sie Vorgaben, wer zu wählen ist. Weder auf die Aufstellung der Direktkandidaten noch auf die Listenplätze können Sie Einfluss nehmen - höchstens noch auf die der Partei, in der Sie Mitglied sind.

Und dass die Wahl frei, gleich und geheim ist hat überhaupt nichts mit den Namen zu tun, die auf dem Wahlschein stehen.

Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen

Es mag Berufe geben, die von einem Geschlecht dominiert werden, weil sie entweder Ansprüche an die physischen Voraussetzungen setzen, die ein Geschlecht einfacher erfüllen kann als das andere oder weil einfach die Vorlieben so gelagert sind. Dort mögen Quoten kontraproduktiv sein. Bei Parlamenten handelt es sich aber nicht um irgendeinen Beruf sondern um Gremien wo eine Bevölkerung vertreten, also repräsentiert werden soll. Die Voraussetzungen diesen Beruf gut auszuüben sind die Fähigkeit zu denken, einen Sinn für Ethik und Gerechtigkeit zu haben und idealerweise auch etwas Ehrlichkeit und Fleiss. Ich kann nicht sehen warum bei diesen Fähigkeiten eine angeborene Stärke oder eine grössere Vorliebe beim männlichen Geschlecht liegen soll. Quoten bzw. Anzahl der Sitze entsprechend eines Bevölkerunganteils sind in Parlamenten weltweit schon lange weit verbreitet, demokratisch begründet und funktionieren einwandfrei. Geschlechterspezifische Quoten wären da nur Nachzügler.

Wenn ich mir die Leistungsbilanz von Frau v.d. Leyen ansehe,

dann graut mir schlicht vor einer krampfhaft durchgesetzten Frauenquote von 50 % im Bundestag.

Frauenquote usw.

Ich schätze frau Roth wirklich, bringt sie doch stets Farbe und Fröhlichkeit in den Bundestag.

Aber wie wäre es, wenn sich die Frauenquotenbefürworterinnen und Frauenquotenbefürworter endlich einmal um echte Gleichberechtigung kümmern würden? Gleicher Lohn für gleiche arbeit z.B.?

Die Forderungen nach Quoten lenken doch nur vom eigenen Versagen ab, beispielaweise gleiche Löhne durchzusetzen.

Kompetenz wichtiger als Frauenquote!

Fangen wir doch damit an und fordern, das alle Abgeordneten eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium haben sollten.

@vreni, 17:27

"(...) denn wählen kann man nur, wer auf den Listen steht und die werden von Parteigremien gemacht (...)."

Das ist alles richtig, und ich würde diese Strukturen nie bestreiten.

Was mich allerdings massiv stört, ist die Tatsache, dass gesellschaftliche Benachteiligung von Männern (etwa strukturell männliche Obdachlosigkeit) von diesen angeblichen "Bundesgleichstellungsbeauftragten" schlichtweg nicht wahrgenommen wird!

Die Gesellschaft besteht nicht nur aus Bundestag und Aufsichtsräten!

Eingriff in das passive Wahlrecht

Ein undemokratischer Eingriff in das passive Wahlrecht.

Wenn eine Landesliste einem Wähler nicht gefällt weil da "zu viele" Männer oder Frauen sind, dann kann er eine andere wählen. Und wenn genug Wähler mehr Frauen in der Politik wollen, dann werden sie für die Listen wo mehr Frauen stehen stimmen.

Da hat sich der Staat nicht einzumischen. Zumindest nicht in einer echten Demokratie. Ich glaube wir haben gerade noch ausreichend Gewaltenteilung, dass die Gerichte solche undemokratischen Vorhaben verhindern werden.

"Da es strukturelle

"Da es strukturelle Benachteiligung faktisch gibt, ist Gleichberechtigung ohne Quote nicht möglich!"

Die Unlogik müsste doch fast jedem ins Auge springen.
Tatsächlich ist doch offensichtlich mit Quote eine Gleichberechtigung unmöglich, weil eben durch die Quote Leute in ihren eigentlich gleichen Rechten beschnitten werden.

Da ich nur

Da ich bis jetzt nur entäuscht wurde von
den Damen im Bundestag würde ich eh nur Männer wählen.

re schiebaer45

"Ich wähle nach der für mich richtigen Eignung eines Bewerber/in für den Bundestag."

Reden Sie sich doch nicht solchen Unsinn ein.

Mit der Erststimme wählen Sie den Kandidaten, den eine Partei für Ihren Wahlkreis aufgestellt hat. Vermutlich nach Parteipräferenz, weil Sie sich über die Eignung der Kandidaten gar kein umfassendes Bild machen können.

Und mit der Zweitstimme wählen Sie erst recht nach Parteipräferenz, weil Sie die vorgelegte Parteiliste gar nicht beeinflussen können. Wo wollen Sie da die Eignung beurteilen?

Ein kluger Forist schrieb es hier schon einmal,

aber ich schreibe es trotzdem noch einmal:

Eine Quote ist nichts anderes als ein vorübergehendes Hilfsmittel, um eine festgefahrene Diskriminierung aufzubrechen.

Ist dieses Ziel erreicht, dann wird sie überflüssig.

Es geht nämlich nicht darum, streng mathematische Parität zu erreichen, sondern ein extremes Ungleichgewicht zu beseitigen.

Ich kenne die Diskussion aus den USA, aus den späten 70ern, als es um eine Quote für schwarze Studenten an den dortigen Unis ging. Sie wurde mit den exakt gleichen Argumenten geführt wie diese Diskussion hier im Thread. Täglich grüßt das Murmeltier. Mittlerweile redet dort niemand mehr über diese Quote, denn das Thema hat sich mehr oder weniger erledigt.

Wie hoffentlich auch bald das hier diskutierte.

Absolut verwerflich

Wie viele andere auch, verwechseln Sie Gleichberechtigung mit Gleichstellung. Die Schlussfolgerung, dass wenn Organisationen die Bevölkerung nicht repräsentieren, "strukturelle Benachteiligung" schuld sein muss, ist schlichtweg falsch. Umso schlimmer dann die Forderung nach offizieller struktureller Benachteiligung des anderen Geschlechts durch Quoten.

Frauen werden weniger auf die Liste gesetzt weil allgemein weniger Frauen an Politik interessiert sind (https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/17457280701858623).

Frauen steigen seltener in Führungspositionen auf weil sie verträglicher sind als Männer, für die sozialer Status von evolutionärem Vorteil ist und die daher durchschnittlich mehr Durchsetzungsvermögen haben.(https://www.researchgate.net/publication/232574411_Sex_differences_in_as...)

Welche Persönlichkeitsmerkmale Erfolg vorhersagen sieht man hier: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0001879100917573.

16:38 von weristdort "Auch

16:38 von weristdort
"Auch Frauen können Männer wählen.
Ich selber habe kein Problem damit Frauen als Arbeitskollegen zu haben, oder als Vorgesetzte. Aber ich finde es absolut blödsinnig eine Frauenquote irgendwo einzusetzen. "

Es geht um die Verteilung in Chefetagen.
Also darum, Posten an Frauen zu verteilen, wo bestimmt wird.

Die verteilen Männer nachweislich lieber an Männer.

Das Problem finden Sie leider in jedem Bereich...

Diesem Problem ist ohne Quote leider nicht beizukommen.

re karlheinzfaltermeier

"Ich dachte immer,....

daß das eines der Merkmale der Demokratie ist, eine bestimmte Politik wählen zu können."

Und eine bestimmte Politik beurteilen Sie doch nach dem Parteiprogramm, oder?

Sie beurteilen das Parteiprogramm doch nicht danach, wie viele Männer und wie viele Frauen dafür zur Wahl stehen.

@ 17:42 Schwarzseher

In den Augen der mächtigen Profiteure war gesteuerte Gleichberechtigung immer schon Diskriminierung und nicht Abbau von Privilegien, das scheint sich auch im Jahr 2019 nicht zu ändern. Und das solche Kommentierende die Grünen nicht ernst nehmen können oder wollen, ist auch nichts neues.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,
die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: