Ihre Meinung zu: Fukushima: Böden versiegelt - Probleme gelöst?

3. März 2019 - 9:24 Uhr

2011 führte ein Tsunami zur Atomkatastrophe in Fukushima. Mittlerweile gehen wieder täglich Arbeiter hier ein und aus. Betreiber Tepco verbreitet Optimismus - Kritiker sind skeptisch. Von Ulrich Mendgen.

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Kommentare

Verstrahltes Wasser "einfach

Verstrahltes Wasser "einfach " ins Meer ablassen ? ja klar aus den Augen aus dem Sinn . Und die Fische die dann dort gefangen werden nehmen "natürlich" auch keine atomaren Schadstoffe auf und sind "sehr gesund".
Außerdem wird das Wasser wohl kaum nur vor der Japanischen Küste bleiben sondern sich um den gesamten Globus verteilen.

Vorsorge ist billiger als Nachsorge

Wir wissen es nun seit Jahrzehnten, dass man zwar in Kenntnis der Gefahrenlage mehr in Sicherheit investieren müsste. Aber zwecks Erzielung einer maximalen Rendite verzichtet man meist darauf und realisiert ein Minimalkonzept.
.
Hat´s dann aber gekracht, wird´s x-Mal so teuer. Nur das zahlt ja der Steuerzahler, hihihi! Ich erinnere mich noch, dass die Regierung nach Fukushima 47 Milliarden, u.a. auch zur Entschädigung der Oper, Soforthilfe gezahlt hat. Jedoch hatten Jahre nach der Kathastrophe Menschen, die Haus und Hof verloren hatten, nicht mehr als 8.000 Euro erhalten.
.
Ist das nicht klasse, wie toll die in Fukushima alles auf harmlos poliert haben?

Vieleicht...

sollte auf dem Spritzbeton noch etwas grüne Farbe gepinselt werden? Das würde die Wirksamkeit dieser Maßnahme sicher um 12 Monate erhöhen.

""Heute gehen hier Hunderte

""Heute gehen hier Hunderte Arbeiter täglich ein und aus, von Krisenstimmung ist dabei nichts mehr spürbar""
Wurde bei uns nicht der Atomausstieg durch Fukushima begründet. Über tausende von Jahren werde sich kein Mensch mehr dort aufhalten können.
Wird man nur noch belogen?

Pflaster drauf, und fertig

„Betreiber Tepco verbreitet Optimismus - Kritiker sind skeptisch.“

Ich auch. Auch wenn ich von den technischen, chemischen und biologischen „Details“ wenig bis keine Ahnung habe, eins weiß ich inzwischen genau:

Die Methode „aus den Augen, aus dem Sinn“ hat noch nie lange funktioniert.

„Die Blumenbeete scheinen frisch geharkt. Die verspiegelten Scheiben geputzt. Schon die Vorfahrt soll den Eindruck von Ordnung und Sauberkeit vermitteln. Dass der Technologiepark, der hier seine Besucher begrüßt, in Wirklichkeit eine Atomruine ist, die vor Jahren noch die ganze Welt in Angst und Schrecken versetzte - es ist im ersten Moment schwer zu glauben.

Heute gehen hier Hunderte Arbeiter täglich ein und aus, von Krisenstimmung ist dabei nichts mehr spürbar.“

Ich glaube jedenfalls: Irgendwann - aller Wahrscheinlichkeit nach: bald - kommt alles „wieder hoch“.

Klüger wär‘s, das gar nicht erst abzuwarten, sondern jetzt gleich nach einer nachhaltigen Lösung für die Ursache des Problems zu suchen.

Lügnern von Tepco glaube ich nicht. Probleme katastrophal!

Tepco hat so oft gelogen, dass jede Aussage von denen absolut unglaubwürdig wurde.

Völlig egal, was die behaupten: dort ist alles radioaktiv verseucht und die massivsten Probleme bleiben völlig unvermindert bestehen!

Keine Strahlung gemessen?

Wieviel Strahlung ist denn in dem Dorf aktuell noch auf den Äckern oder in dem Gemüse?

"Hinter einem Berg", "140 Kilometer weit weg" und "10 Jahre her" sind keine sinnvollen Kriterien. In Süddeutschland messen wir ja auch immer noch Wild und Pilze. In Sachsen wurden 2014 immer noch hunderte erlegte Wildschweine wegen zu hoher Strahlenbelastung vernichtet. (wikipedia Tschernobyl)

Interessant ist nur wie viel Fallout das Dorf abgekommen hat und wie viel Strahlung davon noch da ist.
Schade, dass sie das nicht gemessen haben.

Abgesehen davon hatte ich die Artikel damals so in Erinnerung, dass die "Belegschaft die verzweifelt gegen die Kernschmelze agekämpft hat" gravierende Bedienfehler gemacht hat.

Eine Besuchergruppe fährt dorthin

ohne einen Geigerzähler mitzunehmen und einzusetzen? So etwas kostet für geringe Ansprüche ab 50 € und kann auf das Handy gesteckt werden. Interessehalber gekauft zeigt es hier 0,08 Mikrosievert/Stunde, ein Wert den auch die Bundesregierung nennt.
An einer Stelle 50 km entfernt sind es in Bodennähe bis zu 20 Mikrosievert/h.
Für die Anzeige einer Überhöhung reicht so ein billiger Handyaufsatz allemal.
Und sowas hatten die netten jungen Menschen nicht dabei?

@ Erich Kästner (10:46): Tepco hat die Welt belogen

hi Erich Kästner

Auch Ihnen kann ich nur absolut zustimmen. Ja, Tepco hat die Japaner und den Rest der Welt während der ganzen Katastrophe belogen. Auch ich glaube diesen Atombetreibern kein einziges Wort mehr. Denn wir haben ja gesehen, was in Lucens, in Mayak, in Tschernobyl und beinahe auch in Fessenheim und fast in Grafenrheinfeld passiert ist.

Völlig egal, was die behaupten: dort ist alles radioaktiv verseucht und die massivsten Probleme bleiben völlig unvermindert bestehen!

exakt genauso ist es.

Die größte Katastrophe in der

Die größte Katastrophe in der Fukushima Region war doch nicht die Kernschmelze eines Reaktors, sondern dass durch eine Tsunami-Flutwelle über 22.000 Menschen getötet wurden. Dagegen ist der Reaktorunfall lediglich " peanuts ".

@ madera8 (11:04): dazu kommen Konstruktionsfehler!

hi madera8

Mit dem hier:

Abgesehen davon hatte ich die Artikel damals so in Erinnerung, dass die "Belegschaft die verzweifelt gegen die Kernschmelze agekämpft hat" gravierende Bedienfehler gemacht hat.

nicht nur dass! Es gab auch gravierende Konstruktionsfehler!! So wurde zum Beispiel der Dampftrockner falsch herum angeschlossen. Belege dazu gibt es auf youtube!

https://www.youtube.com/watch?v=DNEZxkRw7As
youtube.com: [Doku] Fukushima und die Wahrheit hinter dem SuperGAU [Deutsch/HD]

Diese erste Doku stammt von 3Sat.

und hier:

https://www.youtube.com/watch?v=qAHuy9UwhW4
youtube: Die Fukushima-Lüge, doku

Diese zweite Doku stammt von ZDF-Zoom.

So viel zur Wahrheit. Und bei dem AKW Flamanville in Frankreich weiss auch jeder, dass dort gravierende Konstruktionsfehler gemacht wurden und trotzdem wollen die Politiker erzwingen dass dieser Schrottmeiler ans Netz geht.

https://tinyurl.com/y4lcjhau
spiegel.de: Der Pannen-Reaktor von Flamanville

Gravierende Bedienfehler wurden in

Tschernoby gemacht.
In Fukushima wurden die Notstromaggregate vom Tsunami überspült, das war nicht vermeidbar.
Man hätte die Aggregate natürlich auf 10 m hohe Sockel setzen können...
beim Bau der Anlage!

Auch ich glaube Tepco kein Wort.

Fukushima hat das Potenzial, den japanischen Staat nach innen wie nach außen in seinen Grundfesten zu erschüttern.

Man muss sich deshalb nichts vormachen: Der Umgang mit Fukushima wird in Japan auf allerhöchster Ebene behandelt.

Wer wirklich glaubt, dass dort von Tepco aufgestellte Messgeräte irgendeine Glaubwürdigkeit besäßen, ist, vorsichtig gesagt, sehr naiv.

Ebenso naiv ist es, zu glauben, dass der japanische Staat nicht die Kommunikation auftretender Erkrankungen kontrolliert und verhindert.

Interessant wäre die Aufstellung von Messgeräten durch eine unabhängige Organisation, etwa Greenpeace.

Aber ich bin sicher, auch das würde der japanische Staat verhindern (warum wohl?).

Arbeiter.

Und die Menschen, die heute in Fukushima arbeiten und leben, sind sehr zu bedauern.

Journalistische Fehlleistung

"Und der persönliche Dosimeter zeigt eine kumulierte Belastung von 46 Mikrosievert an, was der Strahlung während eines One-Way-Flugs von Tokio nach New York entsprechen soll."

Ein Dosimeter zeigt einen Wert: 46 Micro Sivert.
Das "soll" einem Flug entsprechen.
Wieso "soll" es? Man kann es direkt nachlesen. Bundesamt für Strahlenschutz: "Frankfurt - Tokyo 45 - 110"
Da wird auch erklärt warum kein genauer Wert angegeben werden kann und wovon die Werte abhängen.
Nichts davon ist unklar. Falls man mit dem "soll" die Messmethode den Messwert oder die Messgeräte anzweifeln will. Bitte, dann im Text ausführen.
Aber eher scheint es naturwissenschaftliche Ignoranz zu sein, die glaubt dass in Technik und Naturwissenschaft Argumente und Messungen der losgelösten Wortartistik der Sozialwissenschaften und Philosophie entsprechen würde.
Wo ist der Journalismus, der einem Laien was aus Technik und echter Wissenschaft richtig erklärt? Nicht bei den Öffentlich Rechtlichen.

@mac tire: verstrahltes Wasser ins Meer? # "Nur" 46 Mikrosievert

Die Empfehlung, dass verstrahlte Wasser ins Meer ablassen folgt der Idee, durch eine ausreichende Verdünnung die künstliche Radioaktivität unter der natürlichen Radioaktivität zu verstecken:
Zusätzliche Fälle von Krebserkrankungen lassen sich so nicht mehr eindeutig identifizieren.

Egal was man von dieser statistischen "Lösung" hält, hat sie zudem mehrere Schwachstellen:

- die Radioaktivität reichert sich über die Nahrungskette an
- eine ideale Vermischung in den Weltmeeren muss erreicht werden. Gerade das Ablassen an der Küste und in Buchten garantiert dies nicht. Die Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield (UK) an der Küste des Irischen Binnen(!)-Meeres ist da ein Skandal-belegtes Beispiel
- die Gesamtmenge aller radioaktiven Abfälle ist zu hoch, um das Meer als Endlager auszuweisen.

#
46 Mikrosievert nach einem Kurzbesuch? Alltag ist anders! - Für Flugpersonal gibt es bei gleichen Dosen lt. BfS klare Regelungen:
https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/luft-boden/flug/flug.html

@Marcus2

"Nichts davon ist unklar. Falls man mit dem "soll" die Messmethode den Messwert oder die Messgeräte anzweifeln will. Bitte, dann im Text ausführen."

Nein, das will niemand anzweifeln. Deshalb muss man es auch nicht im Text ausführen.

Es handelt sich dabei lediglich um eine sprachliche Konstruktion, die ausdrückt, dass man die Aussage eines Anderen zitiert, ohne sie genau zu überprüfen.

"Wo ist der Journalismus, der einem Laien was aus Technik und echter Wissenschaft richtig erklärt? Nicht bei den Öffentlich Rechtlichen."

Nun atmen Sie doch mal wieder ganz tief durch.
Und überlegen in Ruhe, was die Aufgabe der Öffentlich-Rechtlichen ist und was eher die Aufgabe von Spektrum der Wissenschaft o.ä.
Soweit ich das überblicken kann, wurden weder im Artikel noch im Video falsche Dinge erzählt. Und wer es genauer wissen will, informiert sich bei den dafür zuständigen Medien.

@Felina2

"Für die Anzeige einer Überhöhung reicht so ein billiger Handyaufsatz allemal.
Und sowas hatten die netten jungen Menschen nicht dabei?"

Ist ja bei einer Urlaubsreise auch nicht unbedingt nötig.
Was im Artikel leider nicht erwähnt wird, ist, ob das Dorf nach dem Unglück dem Fallout ausgesetzt war oder nicht und, falls ja, in welcher Höhe.
Da es sich bei dieser Reise anscheinend um eine organisierte Reise handelt, gehe ich außerdem davon aus, dass der Reiseveranstalter vorher mal nachgeguckt hat, wie es in dem konkreten Ort mit der Radioaktivität aussieht. Andernfalls setzt er sich, gerade bei US-amerikanischen Reisenden, einem sehr hohen Klagerisiko aus.

Sie haben recht - das hätte man zur besseren Verständlichkeit durchaus im Video erwähnen sollen.

10:07 von DeHahn "Vorsorge ist billiger ..."

Ja, wenn es denn so währe .. Vorsorge schlägt auf die Konkurrenzfähigkeit des Angebotes und würde Vorsorge ordentlich betrieben, würden einige Projekte gar nicht erst aufgelegt... der Klimawandel wird genau diese These belegen und die "Reparatur" wird uns vermutlich 1000 Generationen beschäftigen - aber ohne das Risiko wäre die gesamte Entwicklung eine Andere gewesen und unsere Welt eine andere.
Fukushima als "Katastrophe" zu bezeichnen ist eine Bemühung unseres Sprachschatzes, unterhalb dessen ist auch Fukushima nur ein Unfall, wie er täglich auf Straßen, in Haushalten und an Arbeitsplätzen passiert. Alles dies ausschließen zu wollen, würde uns und unsere Entwicklung Lähmen.

@Land-der-100-Ideen

"46 Mikrosievert nach einem Kurzbesuch? Alltag ist anders! - Für Flugpersonal gibt es bei gleichen Dosen lt. BfS klare Regelungen:
https://www.bfs.de/DE/themen/ion/umwelt/luft-boden/flug/flug.html"

Interessante Seite! Dort steht, dass es für Flugpersonal nur hinsichtlich der Messung Regelungen gibt. Da es aber technisch nicht möglich ist, Flugzeuge vor der Höhenstrahlung abzuschirmen, gibt es hinsichtlich der Dosierung überhaupt keine Regelungen, sondern lediglich Bitten an die Fluggesellschaften, die Strahlendosen via Crew- und Streckenplanungen einigermaßen gerecht unter den Angestellten zu verteilen.

Natürlich war das Überspülen

Natürlich war das Überspülen der Notstrom-Aggregate vermeidbar!

Man hätte nur die AKW auf dem ursprünglich dort vorhandenen NATÜRLICHEM Ufer errichten müssen...
..das lag gut 10 Meter höher - und wurde auch bei diesem Mega-Tsunamie NICHT überspült!

Aber man hatte sich entschlossen den Baugrund um diese 10 Meter abzutragen...
..weil dadurch das für die Kühlung benutzte Meerwasser nicht "so hoch" gepumpt werden braucht.

Man hat also wegen der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit um vielleicht 0.5% die Sicherheit des gesamten AKW-Komplexes geopfert.

11:59 von rossundreiter

11:59 von rossundreiter
Und die Menschen, die heute in Fukushima arbeiten und leben, sind sehr zu bedauern.
.
und diejenigen die seit 70 Jahren in Hiroshima und Nagasaki leben und arbeiten ... ?!

Die Wahrheit ist zuerst verstrahlt

Noch immer wird gelogen das sich beim Erdbeben die Balken biegen.
Japan gehört zu einem Erdbebengebiet ersten Ranges. Wann das nähste Erdbeben mit stärken von über 7.Einheiten geschehen wird, oder über 9.E. Fukus. jederzeit möglich.
Es hätte in Japan niemals auf Atomstrom gesetzt werden dürfen.
Dagegen wär D. ein Paradies für AKW´s, wenn nicht dieser viele verstrahlte Müll, der noch mindestens für 250000 Jahre hochtödlich ist, währe.
Wann wird den Japanern die Wahrheit aufgehen. Das Land ist so wie die Menschen verstrahlt sind. Die Folgekosten werden den nachfolgenden Generationen aufgebürdet, ein Diktatorisches Lügensystem hat die Atomkraft mit zu verantworten, und auch die Japaner werden sich der Zukunft stellen müssen. Wie geht es ohne AKW´s weiter.

@sisyphos, 13:27

Ich würde vermuten, dass die Auswirkungen einer Atombombe zwar zum Zeitpunkt der Detonation noch viel verheerender sind, langfristig mit denen einer Kernschmelze aber nicht "mithalten" können.

Bin allerdings, wie ich bereits mehrfach betonte, kein Physiker.

Uran 235 hat eine

Halbwertzweit von 704 Millionen Jahren. D.h. nach dieser Zeit ist die Radioaktivität um 50% zurückgegangen. Kein Mensch kann hier ernsthaft von Problemlösungen, Endlagerung oder gar Entsorgung reden. Das Zeug ist da, muss beaufsichtigt und dauerhaft kontrolliert werden. Die Kosten dafür stellen wir den nächsten tausenden Generationen in Rechnung. Mit Zineszins wird das schon in wenigen Jahrzehnten die Gewinne und Rücklagen aus der Stromerzeugung auffressen. Dagegen sind die Ewigkeitskosten des Bergbaus ein Witz. Währenddessen wird in Deutschlans schön gegen Windkraftanlagen und Strommasten protestiert.

Atomstrom ein für alle mal abschalten!

Die Lüge von der Effizienz der Atomstromproduktion geht weiter. Tepco tut so als habe man alles im Griff und der ARD Artikel ist fast schon einlullend. Fakt aber ist: Das bei der Atomstrom Produktion anfallende Plutonium 248 hat eine Halbwertszeit von 20.000 Jahren und das Zeug wird in Deutschland zum Beispiel in zum Teil rostenden Fässern in nicht sicheren, ehemaligen Berwerken gelagert. Eine sichere Endlagerstätte gibt es bis heute nicht und für die Kosten dieser Endlagerung muss nach Merkel/Schäuble Gesetzen nun der Steuerzahler 20.000 Jahre lang aufkommen!
Wie hier die wirkliche Effitienzrechnung aussieht kann man sich leicht ausmalen!

Der Gipfel aber ist: OHNE die Fukushima Katastrophe wäre der Merkelplan aufgegangen, und sie Deutschen AKW's würden noch weitere 10 Jahre teuersten Atomstromabfall produzieren!
Fukushima und Tschernobyl sollten Anlass genug sein den ganzen Atomwahnsinn weltweit zu beenden! Atombomben und Atomstrom gehören in den nächsten 20 Jahren weltweit verboten.

13:58 von rossundreiter

ehrlichkeitshalber sollte man schon sagen,
dass bei nem AKW Unfall erheblich mehr radioaktives Zeug freigesetzt wird
als bei einer Atombombe
schon allein wenn man sich überlegt, dass 100 Tonnen allein die Brennstäbe wiegen
bei einer Atombombe werden es bestenfalls 20 kg sein

14:06 von Volksdemokrat

Halbwertszeit von 20.000 Jahren
nun der Steuerzahler 20.000 Jahre lang aufkommen!
.
wieso 20.000 Jahre
wie kommen sie auf die Zahl ?

Am 03. März 2019 um 14:06 von Volksdemokrat

" Fukushima und Tschernobyl sollten Anlass genug sein den ganzen Atomwahnsinn weltweit zu beenden! "

Mal eine Frage, mit was sollen die Japaner auf Ihrer Insel den Strom machen, auf die Antwort bin ich mal gespannt.

13:44 von Theo Hundert.neu

Wann wird den Japanern die Wahrheit aufgehen.
.
glücklicherweise haben die ja uns
die ihnen erklärt was Sache ist

13:58 von rossundreiter

Hiroshima und Nagasaki vs. Fukushima

«Ich würde vermuten, dass die Auswirkungen einer Atombombe zwar zum Zeitpunkt der Detonation noch viel verheerender sind, langfristig mit denen einer Kernschmelze aber nicht "mithalten" können.»

Die Mengen des Kernbrennstoffs, die in Fukushima explodierten, waren größer als die des Urans in beiden Atombomben von 1945 zusammen genommen.

Der direkte radioaktive Fallout auf Nagasaki war durch div. "glückliche Umstände" sehr viel geringer, als prinzipiell zu erwarten. Wegen Navigationsschwierigkeiten und einer "schwierigen" Wetterlage wurde die Bombe dort viel weiter entfernt vom Stadtzentrum abgeworfen, als ursprünglich geplant. Sehr starke Winde vom Meer her über eine Woche nach dem Abwurf verwehten großflächig "in die Berge drumrum", so dass hohe lokale Konzentrationen nicht auftraten.

In Hiroshima ist heute keine erhöhte Strahlung mehr messbar, die man in direkten Zusammenhang mit der Bombe setzen könnte. Insofern "ungefährlich".

@sisyphos, 14:17

Sehen Sie... danke für die Ehrlichkeit!

@schabernack, 14:29

Danke für die Informationen.

14:06 von Volksdemokrat

Man lernt nie aus:

>>>Das bei der Atomstrom Produktion anfallende Plutonium 248 <<<

Bitte, nennen Sie mir den Reaktortyp.

@ 13:48 von Hinterdiefichte

Ob man die Seiten eines Vereins zur Förderung der Atomenergie, als objektiv-neutrale Informationsquelle betrachten kann, ist natürlich fraglich.

Der von Ihnen gelobte BN 800 ist auch kein neuartiger Atommüll-Schlucker sondern ein strunznormaler natriumgekühlter Brutreaktor in Poolbauweise mit all seinen Nachteilen und Gefahrenpotentialen.

Zitat: "Am Ende bleibt kaum noch „Müll“ über, der zudem „nur“ noch um die 100 Jahre strahlt."

Irrtum, die Halbwertzeiten des Mülls liegen bei 100 - 500 Jahren.

Bevor man den Müll als "radiologisch harmlos" bezeichnen kann, vergehen 10 Halbwertzeiten.

Das Konzept des Laufwellenreaktors ist genau das, ein bisher rein theoretisch existierendes Konzept, in dessen Erforschung Bill Gates investiert hat.

Von konkreten Vorhaben zur Realisierung auch nur eines Veruschsareaktors ist man noch meilenweit entfernt.

Wo die Probleme und Gefahren dieses Reaktortyps liegen werden, ist daher bisher auch gänzlich unbekannt.

Gruß, zopf.

Na also

Na also, es geht doch. Gut zu hören. Und wir verabschieden uns aus der Kernkraft. Es ist zum Haare ausrupfen. Einzig die Kernkraft ist eine saubere und gute Energiegewinnung.

Und Tepco lügt nicht, auch hat Tepco nicht gelogen. Also bitte, was sollen solche unwahren Behauptungen.

11:45 u.a. von Demokratieschue...

Und ich muss Dir nochmals sagen, mit Verlaub, auch in Hinblick darauf dass Du der Linuxpinguin bist, Deine aufgeregten Kommentare, haltlose Forderungen und wahllos, aber zu deiner eignen Meinung als passend empfundene, zusammen getragene Internet "Recherche" tragen weder zu einer sachlichen Diskussion und, entgegen deiner Meinung, erst recht nicht zur Aufklärung bei.

@ 14:24 von wenigfahrer

Zitat: "Mal eine Frage, mit was sollen die Japaner auf Ihrer Insel den Strom machen, auf die Antwort bin ich mal gespannt."

Sonne, Wind, Gezeiten ... und vieles mehr, Studien dazu gibt es genug.

Japan verfügt z.B. über ein riesiges Potential zur Stromerzeugung über zahlreiche, natürlich vorkommende, heiße Quellen, die sogenannten Onsen.

Informieren Sie sich mal über die Gründe für die Widerstände der Nutzung dieser Quellen.

Gruß, zopf.

Microsievert ist die Dosis

aber für die Aussage einer radioaktiven Belastung vor Ort ist die Dosisleistung eher als Merkmal geeignet. Da ein Flug von Tokio nach New York vielleicht zehnmal länger dauert als der Besuch auf dem Gelände ist die Strahlenbelastung dort demnach zehnmal höher. Ein Flug der o. g. Art ist von der zeitlichen Länge mit dem Flighttracker zu recherchieren. In dem Bericht fehlt jede Angabe zur zeitlichen Länge. Obwohl nur so dem Leser ein Anhalt gegeben werden kann. Es ist eigentlich wertlos und vertane Zeit sich damit zu beschäftigen. Auch hätte man etwas über die Wirksamkeit der Permafrostbarriere zu erfahren gehofft oder über die Tritiumentfernung. Aber null......

14:53 von zopf

Da muss ich mich nicht speziell Informieren. Wir alle wissen dass gerade der Atomstrom sauber, zuverlässig und auch ungefährlich ist.
Gerade solche natürlichen heißen Quellen anzapfen ist sehr gefährlich und kann sehr schnell in einer schrecklichen Katastrophe enden.

Am 03. März 2019 um 14:53 von zopf

Da hab ich aber schon andere Dinge gelesen, was die Japaner nicht wollen, und das die Mittel auf den Inseln nicht so toll sind wie der Bedarf.
Nicht jeder will sich unbedingt seine einzigartige Landschaft verschandeln.

14:24 von wenigfahrer

«Mal eine Frage, mit was sollen die Japaner auf Ihrer Insel den Strom machen, auf die Antwort bin ich mal gespannt.»

Nach dem Unglück in Fukushima wurden in Japan alle 54 AkWs (inkl. Fukushima) des Landes abgeschaltet.

Was in gewisser Weise als "Not-Adhoc-Atom-Ausstieg" bezeichnet werden könnte. Fukushima hatte sich ja sozusagen "selbst abgeschaltet".

Bis Juli 2018 wurden 8 der verbliebenen 53 wieder in Betrieb genommen. Anfangs (bis ca. Herbst 2013) war es schwierig, die Stromversorgung des Landes ohne AkWs sicher zu stellen. Bedeutete strenges "Stromsparen" bei Privathaushalten. Und auch Einschränkungen in der Industrie.
Aber "komplett zusammengebrochen" ist das öffentliche Leben und Wirtschaften dadurch zu keiner Zeit.

JAP zog insofern Konsequenzen, dass man einige neue Gaskraftwerke + einige LNG-Tanker baute. JAP ist heute der weltweit größte Importeur von Flüssiggas.

Windkraft wurde ausgebaut. Prinzipell "sehr viel Wind dort".
Wenn auch "diffizil" wegen häufiger Taifune …

@DrBeyer: Strahlendosen für Crews & Tepco Angestellte

Seitens des BfS "...lediglich Bitten an die Fluggesellschaften, die Strahlendosen via Crew- und Streckenplanungen einigermaßen gerecht unter den Angestellten zu verteilen."

Ja, so steht es in der benannten Webseite. Wo Bitten aufhören und Regelungen anfangen ist auch Bestandteil anhängiger Dokumente. Und der Lobbyarbeit.

Was hinter diesem "gerechten" Verteilen viel entscheidender ist:
- Das Monitoring der Strahlenbelastung
- Einsatzplanungen mit längeren Pausen (Tagen!), damit sich der Körper regenerieren kann. Klingt auf dem ersten Blick zynisch, bezieht sich jedoch auf die körpereigenen Reparaturmechanismen: Es ist wesentlich ungefährlicher in Intervallen einer geringfügig höheren Strahlendosis ausgesetzt zu sein, wenn dazwischen ausreichend lange Pausen liegen. Wenn dies berücksichtigt wird ist schon viel gewonnen.

Die interessante Frage ist nun:
Erfolgt dieses Monitoring und die Vorgabe von Pausenzeiten auch für die Tepco Mitarbeiter?

@SydB

a) Atomstrom ungefährlich: ein erstaunlicher Kommentar unter einemArtikel zu Fukushima

b) ...heiße Quellen anzuzapfen ist sehr gefährlich:
Isländer wissen, wie's geht.

@ 15:06 von wenigfahrer

Zitat: "Nicht jeder will sich unbedingt seine einzigartige Landschaft verschandeln."

Stimmt, die Landschaft hat der Crash in Fukushima nicht verschandelt.
In den stark kontaminierten Zonen wuchert alles ganz üppig unberührt, in den weniger kontaminierten stören nur die allgegenwärtigen Berge von schwarzen Plastiksäcken mit dem Abraum und das Wissen, das ein einziges strahlendes Partikel reichen kann, wenn man es inkorporiert.

Mit etwas anderen Windverhältnissen während der Freisetzung würde es jetzt übrigens auch im Raum Tokio üppig unberührt wuchern, nicht nur in den ländlichen Regionen.

Gruß, zopf.

14:53 von zopf

«Japan verfügt z.B. über ein riesiges Potential zur Stromerzeugung über zahlreiche, natürlich vorkommende, heiße Quellen, die sogenannten Onsen.

Informieren Sie sich mal über die Gründe für die Widerstände der Nutzung dieser Quellen.»

Ja - es gibt viele, sehr viele Onsen in Japan.
So gut wie alle in ausgewiesenen Nationalparks und Naturschutzgebieten gelegen. "Mittendrin" in den vielen abgelegenen, bergigen, wunderschönen Regionen des Landes.

Anders als Geothermie z.B. in Island. Für die dortigen Geothermie-Kraftwerke ist Toshiba der weltweit führende Hersteller von Geothermie-Turbinen. Fast alle derartigen Kraftwerke in ISL sind mit Turbinen von Toshiba ausgerüstet.

Dennoch ist das potentielle Vermögen, das Geothermie zur Energieerzeugung in JAP beitragen könnte, eher gering.

Die Widerstände liegen stark darin begründet, dass Onsen für Japaner nicht einfach Orte sind, wo heißes Wasser aus der Erde sprudelt.

"Onsen sind seit Ewigkeiten elementare japanische Kultur" …

@Hinterdiefichte

"Was Sie schreiben stimmt nicht. Bitte lesen Sie die wissenschaftliche Literatur dazu. Der BN800 ist neuartig und der Müll strahlt nur noch etwa 100 Jahre."

Nun ja, selbst in dem von Ihnen verlinkten Lobbyartikel steht etwas anderes, nämlich dass es sich um Halbwertszeiten von 100 Jahren handele.
Und das wiederum bedeutet, dass in 100 Jahren immer noch die Hälfte von dem Zeug strahlt wie am Anfang.
Und das bedeutet, dass 12,5% selbst nach 300 Jahren noch strahlen.

Das neue Atlantis

Fukushima hat Japan und damit auch die Menschheit, seine Technologiegrenzen aufgezeigt. Verstanden hat man das wohl nicht.

@Hinterdiefichte

"Was Sie schreiben stimmt nicht. Der BN800 ist neuartig und der Müll strahlt nur noch etwa 100 Jahre."

Zu den 100 Jahren hatte ich gerade etwas geschrieben, und zu "neuartig" steht bei wikipedia:
"Der BN-800 ist eine Weiterentwicklung des BN-600. Er wird ebenfalls in Pool-Bauweise errichtet. [...] Der BN-800 ist seinem Vorgänger ähnlich, jedoch in größerer Ausführung und nach strengeren Sicherheitsstandards konstruiert."

Wobei das mit den Sicherheitsstandards so eine Sache ist. Der Spiegel hat in einem Artikel berichtet, in welchem Tempo der Reaktor hochgezogen wurde, ohne auf Einwände der Ingenieure zu hören.

15:06 von wenigfahrer

«Nicht jeder will sich unbedingt seine einzigartige Landschaft verschandeln.»

JAP ist von der Gesamtfläche her gerinfügig größer als DEU.

Die 128 Mio. Einwohner des Landes versammeln sich auf ca. 25% der Ländesfläche. Der Rest ist wegen der Topographie schlicht nicht besiedelbar.

Es gibt in JAP mehr als ausreichend Fläche abseits bewohnter Regionenen, in denen man z.B. Winkraft-Anlagen oder Solarkraftwerke errichten könnte. Aber überall schwierig, technologisch anspruchsvoll und teuer.

Tokyo liegt auf der gleichen geografischen Breite wie Kreta. Weite Teile des Landes noch weiter südlich. Wind weht immer und überall auf allen Inseln Japans. Es gibt ca. 7.000.

101 Mio. der 128 Mio. Einwohner leben auf der größten Insel Honshū.
Da ist genügend Raum in JAP, "in dem man Landschaft verschandeln könnte", ohne dass es irgendwem im alltäglichen Leben in irgendeiner Art und Weise jemals auffallen würde …

@ 15:25 von Hinterdiefichte

Zitat: "Was Sie schreiben stimmt nicht. Bitte lesen Sie die wissenschaftliche Literatur dazu. Der BN800 ist neuartig ..."

BN (russisch БН, Реактор на Быстрых Нейтронах, zu Deutsch etwa Reaktor für schnelle Neutronen oder sinngemäß Schneller Brüter) ist ein natriumgekühlter Brutreaktor verschiedener Leistungsversionen der russischen Firma OKBM."

Der BN800 ist eine dieser Leistungsversionen, der russischen BN-Reihe, erst das bisher nur geplante Nachfolgemodell der BN1200, soll die Sicherheitsstandards für Generation IV-Reaktoren erfüllen.

Zitat: "... und der Müll strahlt nur noch etwa 100 Jahre. Von einer Endlagerung über zigtausend Jahre zu sprechen ist folglich falsch."

Noch mal, Sie können nicht die Halbwertszeiten der Reststoffe mit Lagerzeiten gleichsetzen, die müßen Sie schon mit 10 multiplizieren und kommen dann auf 1000 bis 5000 Jahre Lagerzeit, sicher ein Vorteil zu 100.000enden von Jahren, aber immer noch kein überschaubarer Zeitrahmen.

Gruß, zopf.

@ 15:43 von Hinterdiefichte

Zitat: "Diesen möglichen Einwand hat sich der Verein wohl such schon gedacht, deshalb verlinkt er bei jedem seiner Aufsätze zu den wissenschaftlichen Quellen. Dort könnrn Sie es dann selbst nachlesen."

Diese wissenschaftlichen Quellen lese ich regelmäßig, daher weiß ich ja, welche Informationen die Nuklear-Lobby auf ihren Seiten weitergibt und welche nicht.

Dadurch entsteht dann für den Laien der Eindruck, die Russen hätten eine Atommüllvernichtungs-Reaktor erfunden, obwohl es sich um den altbekannten schnellen Brüter handelt, dessen Hauptzweck es eigentlich ist spaltbares Material für Fissionsreaktoren zu erbrüten, auch wenn man sie dazu einsetzten kann um die Menge des Plutonium aus alten Atomwaffen zu reduzieren, damit man den russisch-amerikanischen START-Vertrag einhalten kann.

Gruß, zopf.

15:38 von schabernack

Zitat: ""Onsen sind seit Ewigkeiten elementare japanische Kultur" …"

Und seit Jahrhunderten im Besitz einzelner, sehr reicher, mächtiger Familien, denen mafiöse Strukturen nachgesagt werden und die um den Verlust ihres Reichtums und ihrer Macht fürchten.

Gruß, zopf.

16:17 von zopf

«[Onsen] Und seit Jahrhunderten im Besitz einzelner, sehr reicher, mächtiger Familien, denen mafiöse Strukturen nachgesagt werden und die um den Verlust ihres Reichtums und ihrer Macht fürchten.»

Ja - ich weiß.

"Die Struktur der Onsen" ist nicht die einzige Struktur in Japan, die sich "in quasi-mafiöser Nachwirkung" aus der Herrschaftszeit der Shogune und Samurai aus den Jahren 1603 bis 1868 erhalten hat (trotz der inzwischen deutlich veränderten Gesellschaftsstruktur).

Auch die Atomindustrie in JAP ist in ganz anderer Art gesellschaftlich-politisch-lobbyistisch "verquickt", als man dies aus DEU kennt.

Dafür gibt es in JAP ja auch den Ausdruck: "Das Atomdorf" …

@ Hinterdiefichte

Zitat: "Das finde ich gut, dann können Sie mir sicherlich die weggelassenen Quellen zum BN-800 nennen. Vielleicht ändere ich nachdem Lesen dieser Quellen."

Ich schrieb nicht das ganze Quellen weggelassen werden, sondern bestimmte Informationen in den Artikeln der Atom-Lobby fehlen, wie sonst könnte es sein, daß Ihnen anscheinend nicht einmal bewußt war, daß es sich bei der BN-Reihe um ganz normale Brutreaktoren handelt.

Zitat: "Da haben Sie zu 100% Wikipedia zitiert, also keine wissenschaftliche Lektüre."

Nein, das ist nicht 100 %, das ist sogar verkürzt.

Um den Namen einer russischen Reaktor-Baureihe zu übersetzen, braucht es keine wissenschaftliche Spezialliteratur.

Gruß, zopf.

Halbwertszeit

@14:43 von StöRschall

"Uran 235 hat eine Halbwertzweit von 704 Millionen Jahren. D.h. nach dieser Zeit ist die Radioaktivität um 50% zurückgegangen"

Je länger die Halbwertszeit, desto geringer die Strahlungsintensität. 704 Millionen Jahre sind doch prima! ;-)

@ um 12:02 von Marcus2

"Journalistische Fehlleistung
"Und der persönliche Dosimeter zeigt eine kumulierte Belastung von 46 Mikrosievert an, was der Strahlung während eines One-Way-Flugs von Tokio nach New York entsprechen soll."

Ein Dosimeter zeigt einen Wert: 46 Micro Sivert.
Das "soll" einem Flug entsprechen.
Wieso "soll" es? Man kann es direkt nachlesen. Bundesamt für Strahlenschutz: "Frankfurt - Tokyo 45 - 110"..."
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Auch ich bin über das Wort 'soll' gestolpert. Allerdings habe ich es etwas anders interpretiert und zwar nach dem Prinzip: ich verstehe nichts davon, ich will es auch nicht verstehen, aber ich zweifle es an. Schlimmer als eine Fehlleistung.

@ um 12:25 von DrBeyer

"@Marcus2
"Nichts davon ist unklar. Falls man mit dem "soll" die Messmethode den Messwert oder die Messgeräte anzweifeln will. Bitte, dann im Text ausführen."

Nein, das will niemand anzweifeln. Deshalb muss man es auch nicht im Text ausführen.

Es handelt sich dabei lediglich um eine sprachliche Konstruktion, die ausdrückt, dass man die Aussage eines Anderen zitiert, ohne sie genau zu überprüfen."
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Ihre Deutung des Wortes 'soll' ist nicht korrekt. Im verwendeten Zusammenhang bedeutet soll tatsächlich, dass man etwas anzweifelt. Wenn man die Aussage eines anderen zitiert, ohne sie genau zu prüfen, dann verwendet man den Konjunktiv I, also Wörter wie 'entspreche' oder 'sei'.

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