Kommentare

Mehr Entspanntheit macht das Leben für alle lebenswerter

„Entlang der Demarkationslinie in Kaschmir wurde wieder geschossen, elf Menschen starben. Trotzdem soll am Montag eine symbolträchtige Zugverbindung wiedereröffnet werden: Der "Freundschaftsexpress" von Atari nach Lahore. / Am Montag solle eine wegen der jüngsten Eskalation gestoppte Zugverbindung zwischen beiden Ländern wieder eröffnet werden, teilte der pakistanische Eisenbahnminister Sheikh Rashid Ahmed mit.“

So macht man das, wenn man eine Lage entspannen will:
an Verbindungen arbeiten. Nicht an Mauern.

„Indische und pakistanische Truppen feuerten am Samstag entlang der sogenannten "Line of Control" zudem mit Artillerie. Beide Seiten teilten mit, dabei seien Zivilisten getötet worden, mindestens vier / (...) schlug in einem Haus (...) im indischen Teil Kaschmirs eine pakistanische Artilleriegranate ein, zwei Kinder und ihre Mutter seien getötet worden (...) / (...) sagte, indische Truppen hätten Dörfer im pakistanischen Teil mit schweren Waffen beschossen“

Die Waffen müssen weg.

westliche Konsequenz

Die indische Behauptung, bei ihrem Angriff auf pakistanisches Kernterritorium ein Terrorcamp getroffen zu haben, lässt sich offenbar nicht beweisen, sonst wäre das in der Zwischenzeit ja geschehen.
Khan hat mit der Freilassung des abgeschossenen indischen Jet-Piloten und seiner abwägenden Rhetorik wohl das Äusserste gemacht, was ihm unter pakistanischen Verhältnissen möglich ist ohne sich mit der allmächtigen Armee zu überwerfen. Falls das nun gereicht haben sollte, um die Situation zu deeskalieren, sollte das der Westen honorieren und - aus Eigeninteresse - nicht zulassen, dass Pakistan aus Geldmangel voll in die Fänge Saudiarabiens gerät.

leider sind wieder einmal Islamische Terroristen

aus Pakistan die am 14. Februar in Indien mit einer Autobombe 14 Menschen getötet haben Auslöser dieses Konflikts.

Natürlich hat Indien das Recht Terroristencamps nahe der Grenze aus denen immer wieder Anschläge verübt werden zu bombardieren.

Unvergessen das Attentat dieser Terrorgruppe vor 10 Jahren in Mumbai mit 266 Toten. Der einzig überlebende der 10 Attentäter aus Pakistan wurde 2012 in Indien hingerichtet.

Koloniales Erbe

Haben sich die Englaender in ihrer "divide and rule" Politik damals mit Kashmir als Hinterlassenschaft etwa versehen und das Himalaya Tal nicht richtig zugeordnet ?

Heute ist Kashmir ein Konfliktpunkt zwischen zwei Atommaechten mit einer Milliardenbevoelkerung. Zum Glueck sind beide Laender und ihre Fuehrer besonnen und wissen, das ein nuklear ausgetragener Krieg nur Verlierer haben kann. Trotzdem bleibt die Sorge um eine neue gefaehrliche Baustelle un der Welt.

18:34 Palma

Ihnen ist schon klar, dass der überwiegende Bevölkerungsanteil im Kashmir Muslime sind?
Dass ein Terroristencamp in Pakistan bombadiert wurde, sagt die indische Regierung. Im Moment geht die Konfrontation eindeutig von Herrn Modi und seiner hindu-nationalistischen Regierung aus. Und betrifft nicht nur die Lage im Kashmir. Alle! Minderheiten in Indien sind davon betroffen. Das verbotene Kastenwesen hat unter Modi wieder eine (versteckte) Renaissance erfahren.
Ein Glück, dass Imran Khan die Ruhe behält. Hoffentlich bleibt das so.
Im übrigen: die Kashmiri wären am Allerliebsten selbständig - weder ein Anhängsel von Indien, Pakistan oder China.
Ausserdem auch das ein Konflikt, der aus der Kolonialzeit GB's stammt. Ein Konflikt, der von den Kolonialherren zum eigenen Nutzen geschürt wurde, in dem man die eine Seite gegen die andere aufgehetzt hat.

@Margareta K.

Naja, ich kann nur teilweise zustimmen. Ja, der Kaschmir ist mehrheitlich muslimisch. Aber, der Kashmir moechte mehrheitlich auch nicht Teil von Pakistan sein, genauso wie es bei Bangladesh auch der Fall war. Und es ist nun mal schon so dass die Inder in diesem Fall zuerst von pakistanischen Terroristen angegriffen wurden.

Andererseit haben sie Recht. Modi, der Hindu Nationalist, steht unter enormen politischen Druck Haerte zu zeigen und Khan, als weltoffener Cricketeer, verhaelt sich besonnen.

Solche Konflikte aber auf die Kolonialzeit zurueckzufuehren ist ein bisschen problematisch. Vor der Britischen Ostindien Kompanie gab es ein anderes Reich, die Mughal. Das waren Muslime die gewaltsam tief in den indischen Kontinent eingedrungen sind. Konflikte gibt es immer und ueberall, dafuer bedarf es keinen Kolonien.

@Margereta K.

Ist doch super, wenn es von der westlichen Kolonialzeit stammt:
Dann können wir ja weiterhin auf die Türkei und andere schimpfen, aber genauso wie ein Journalistenmörder Saudi Arabien dorthin Waffen verkaufen. Ach die Demokratie geht nur anderswo nicht, wir müssen andere nur belehren.

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