Ihre Meinung zu: Umweltministerin Schulze lädt zum Gipfel gegen Plastikmüll

27. Februar 2019 - 9:47 Uhr

Verpackungen sollen weniger und umweltfreundlicher werden. Das ist das Ziel von Umweltministerin Schulze. Sie empfängt deshalb heute Vertreter von Handel und Industrie. Doch die hängen an den Verpackungen. Von Peter Sonnenberg.

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Kommentare

Warum.....

lügt man sich immer wieder in die eigene Tasche? All die gutgemeinten Vorschläge und Verbesserungen wären schon vor Jahren möglich gewesen, oder? Man sollte gestehen, daß die Verpackungsindustrie erst dann auf Recycling setzt oder strengere Vorschriften akzeptiert, wenn darin irgendwo ein Gewinn versteckt ist! Papiertüten gibt es schon seit hundert Jahren und der Hering im Fass stand im Laden und jeder wußte, daß Wurst und Fleisch oder Butter und Käse nicht unendlich haltbar sind! In manchen Fällen sind auch Hygienevorschriften nicht ganz unschuldig an der Verpackungsschwemme! Fast immer werden z.B. in Kunststoff eingeschweisste Äpfel lieber gekauft, als offen herumliegende, die viele Finger geprüft und betatscht haben. Und die Druckereien, welche die Einkaufstüten mit meistens hirnlosen Slogans bedruckt haben, wollen doch auch "leben", oder?

So ist das eben

Jeder findet Umweltschutz gut. Aber!! wenn es dann an das eigene Handeln geht, spricht Mensch sich selbst heilig + zeigt mit dem Finger auf andere, die was machen sollen.
Letztlich fehlt dann noch die Floskel, dass man allein auf nationaler Ebene nichts ausrichten kann - eine Lösung kann nur für Europa, oder noch besser, weltweit möglich sein.
Wie so oft, geht es fast immer um viel Geld bei den Entscheidungen: da hört der Spaß auf. Bauernverbände, Autoindustrie, Lebensmittelkonzerne lassen uns wissen, was sie denken. Und nach einiger Zeit plappern wir das nach. Nestle und Umweltschutz? Autoindustrie und saubere Luft? Wir besprechen Probleme, die wir ohne die handelnden Akteure so nicht hätten. Auswege? Ich vermute, ohne staatliche Regelungen und Vorgaben werden wir nicht weiterkommen. Nur wer soll die machen? Ein CSU geführtes Verkehrsministerium? Oder FDP Politiker, die ihr Mantra von "Freiwilligkeit" weiter beten?
Mal schauen, was Herr Söder mit den Bienen machen wird;-)

Nachhaltige Konzepte

Wenn man an das unsägliche Dosen- und Einwegpfand zurückdenkt, bekommt man ein genaues Bild davon, was die Kompromisse mit sich bringen, die man in Deutschland zwischen Regierung und Lobbyisten auszuhandeln gewillt ist. Ein bürokratisches Monster mit tränentreibender Erfolgsquote.
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Jetzt will man dem Plastik an den Kragen; das Standard-Argument: die geplagte Meeresfauna. Ganz so, als ob wir unsere gesammelten Verpackungen täglich ins Meer schmeißen würden.
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Warum verbietet man nicht in einem ersten Schritt den Müllexport ins Ausland, wo unsere gesammelten Verpackungen täglich ins Meer geschmissen werden?
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Und mal nebenbei: Duschgel kann ich nicht in der hohlen Hand nach Hause tragen. Dass P&G Verpackungen benötigt, sollte selbst ein Umweltfreund akzeptieren. Aktionismus ist vielleicht medienwirksam, aber gesucht sind nachhaltige Konzepte. In den 70ern gab es zB noch standardisierte Mehrweg-Wasser- und Bierflaschen; inzwischen alles individualisiert und inkompatibel.

Direkt im Supermarkt damit anfangen...

Mehr separate Container fuer den Verpackungsmuell aufstellen, so das wenn die Hygiene-Vorschriften das Umpacken an der Frisch-Theke das Mitbringen von eigenen Behaeltern verbietet, dieses vom Kunden dann selber erledigt werden kann.

Selbes sollte auch fuer die in Plastik abgepackte Ware an den Kuehltheken gelten.

Im Prinzip fuer alle in ueberdimensional grossen Verpackungen abgepackte Ware.

Bleibt der ueberdimensionale Verpackungs-"Muell" direkt im Handel - hat dieser dann das primaere Problem der Entsorgung - bzw. Rueckfuehrung in den Recycling Kreislauf.

So wird der Handel relativ schnell "druck" auf die Verpackungs-Industrie ausueben...und ein nachhaltiges Umdenken vom Endkunden bis zum Produzenten ermoeglicht.

Der Handel bekommt

das doch so geliefert, der müsste also die Waren anders bestellen können.
" Ende der "halbleeren Mogelverpackungen" gefordert "

Das wäre schon mal ein Anfang.
Ich bin nicht bereit mit allerlei Gefäßen zum einkaufen zu fahren, und Handcreme in der Papiertüte macht sich auch schlecht.
Und wir in Deutschland sammeln ja alles, Flaschen haben Pfand und Plastik kommt in die gelbe Tonne.
Normal kommt von uns nichts in Meer, es sollte mal auf die geschaut werden wo es das alles nicht gibt. Nicht ausgerechnet in Deutschland anfangen wo die große Sammelwut herrscht.
Wir zahlen jedes Jahr große Summen für die Müllbeseitigung, die es in anderen Ländern nicht gibt, dort landet das Zeug auf der Straße oder im Fluss.
Öko hin oder her, nicht dort anfangen wo es schon einen Kreislauf gibt, sondern dort wo es keinen gibt.
Aber in den Ländern gibt es nichts zu verdienen, in Deutschland aber schon.

wo liegt eigentlich das Problem

ich habe noch nie ne Plastikverpackung ins Meer geworfen

Verbraucher

Dass ich es als Verbraucher schwer habe, Verpackungsmüll zu vermeiden, stelle ich auch jeden Tag fest. Ein bisschen kann ich aber schon beitragen, indem ich zumindest die am aufwändigsten verpackten Artikel meide. Das sind übrigens meistens die Markenprodukte (wegen dem erwähnten "Gesicht"). NoName ist häufig wesentlich schlichter verpackt. Kleine Anmerkung zum Thema Fleischtheke: weniger Fleisch konsumieren - dann wird schon mal an der Fleischverpackung gespart.

09:17 von vox moderandi

weniger Fleisch konsumieren

oder weniger Bananen aus Südamerika
Äpfel aus Neuseeland
Tomaten aus Marokko
was sie da sparen könnten ....
nur am Transport

Durch die portionierung...

... von beispielsweise Tomaten verdient der Vertrieb mehr als wenn es billiger lose kiloweise verkauft wird... einige Produkte halten länger wenn sie eingeschweißt sind und können länger haltbar gemacht werden und somit die Produkte auch einige Tage mehr Lagerung aushalten bis sie verkauft werden, das bringt Vorteile in Lagerung und auch beim Transport... aber wer bitte braucht abgepackte Tomaten, Salate wie Kopf- oder eisbergsalat? Auf dem Markt funktioniert doch fast alles lose aus der Kiste, auch Feldsalat und und rucolla müssen nicht in Tüten... rucolla könnte man zb bündeln und mit Grashalmen wickeln und Feldsalat lose zum abwiegen ist auch kein Problem... aber mit Portionen lässt sich nunmal mehr verdienen... aber nicht nur der entstehende Müll ist ein Problem, die Herstellung und bedruckung von Verpackungen verbraucht wieder Rohstoffe wie Erdöl und ist zudem eine Belastung für die Umwelt... ergo: weg damit!!! Bei Strohhalmen ging es auch ganz leicht... also, los gehts...

Fleischtheke

"Aus Hygienevorschriften" dürfen selbst mitgebrachte Behältnisse vom Personal nicht angefasst werden...
Vorschriften also, die erdacht und herangezogen werden um einen möglichen Wandel möglichst lange zu behindern. Das alte Spiel...

Nichts wird

Nichts wird sich ändern solange die Gier besteht.

als meine Frau und ich

uns endlich mal aufgerafft hatten, Verpackungen, wo immer es geht, zu vermeiden, da waren wir überrascht über die zahllosen Möglichkeiten. Ein gelber Sack, den wir früher innerhalb von zwei Wochen voll hatten, reicht jetzt für zwei Monate. Ja, es ist nicht das bequemste, aber man bricht sich keinen ab, wenn man ein paar Schüsseln oder gebrauchte Eierkartons mit in den Laden nimmt. Es gibt einem sogar ein ziemlich gutes Gefühl, man spürt nämlich bei jedem Einkauf, dass man jetzt etwas richtig gemacht hat (auch wir waren vorher so drauf "ich kann da ja sowieso nichts ändern". Und auch alle hier, die Wert auf die Feststellung legen, sie selber würden ja keinen Müll ins Meer kippen, würden merken, wie viel Abfall sie produzieren. Und damit fängt es nämlich an.

Mehrweg

Ein ganz einfacher Schritt zur Müllvermeidung sind einheitliche Mehrwegverpackungen. Leider ist die Entwicklung hier sehr negativ. Einweg-Plastikflaschen werden mittlerweile in Kästen verkauft und sind für den Kunden nicht mehr von Mehrwegflaschen zu unterscheiden. Viele große Brauereien verwenden mittlerweile individuelle Bierflaschen. In diesen Fällen liegen praktikable Lösungen auf der Hand.

Plastikmüll

Auffallend ist, dass das angeblich so umweltfreundliche D führend in Europa bezüglich der Plastikverpackungen pro Kopf ist. Das zeigt, dass es auch anders gehen könnte, denn die Bewohner der anderen Ländern sterben auch nicht an unhygienischem Gemüse.
Der "grüne" Punkt und das Einwegpfand haben bei vielen Konsumenten die Illusion erzeugt, das Zeug werde "entsorgt", man muss sich keine Sorgen machen, kann sich getrost dem eigenen Komfort hingeben. Daraus ist eine ganze "Entsorgungs"-Branche entstanden, die kräftig daran verdient, uns unsere Sorgen zu nehmen.
Wie haben wir das nur früher ohne das ganze Plastik geschafft? Wie konnten Menschen nur früher U-Bahn fahren, ohne dauernd einen Kaffee dabei zu trinken?
Es ist tatsächlich schwer, in einem Supermarkt einzukaufen, ohne mehr Volumen an Müll als an Ware mit nach Hause zu nehmen. Natürlich ist Duschgel in einer Plastikflasche, warum aber Wasser, Wein und Bier aber nicht? Geht doch.

was ist an einer Verpackung schlecht ?

eine saubere und hygienische Sache

Wenn sie groß ist, wie gelegentlich bei teuren Produkten, verschwinden diese nicht unbezahlt in den Hosentaschen von Kunden
Es gibt keine Obst/Gemüseverkäuferinen mehr, selbstbedienung ist angesagt, und ich will nicht, dass jeder Kunde die Ware "begrabscht" also möglichst solide einpacken
Wir haben ein Entsorgungssystem, das doch auch genutzt wird
Warum kümmert man sich nicht um die Verursacher, also ich bin es, wenn das Zeug im Pazifik schwimmt, definitiv nicht

@ Sisyphos3, 09:15

Sie haben recht - ich hab's auch noch nie gemacht.
Das Zeugs muss irgendwie im Meer wachsen... :-)

Sehr geehrter Digitaler Fußabdruck

Sicherlich bin ich nicht gegen Plastikverpackungen bei Duschgel und rechne mich nicht den Vertretern der Vorschreiberpartei zu, dennoch wird viel zu viel in Plastik verpackt. Bei einer Streichwurst z.B. erst wird die Masse in einen Plastikdarm gespritzt. Danach in Wachs getaucht und zu guter letzt nochmal in Plastikfolie verpackt.
Genau so bei gelben Rüben oder Gurken u.v.m.
5 Scheiben Wurst oder Käse mit Plastikzwischenlagen in Plastik verschweißt das muß wirklich nicht sein.
Deshalb begrüße ich diesen Vorstoß, obwohl ich weis das es nur dem Europawahlkampf geschuldet ist.

Verpackung ist nicht sinnlos. Belzebub statt Teufel schon!

Wie z.B. hier:
Bambus-Mehrwegbecher gegen Coffee-to-go-Papp-Becher

Die Surrogate und der Übereifer mancher Umwelt- und Verbraucherschützer schaden nicht nur der Umwelt und dem Klima erst recht.

Man sieht das bei der Dieselbekämpfung und bei den Batterieautos, die weder umwelt- noch klimafreundlich sind.

Dieser beworbene Unfug ist z.B. schädlich für die Menschen:
Er ist naturnah, hält lange, kann immer wieder benutzt werden und kann in die Spülmaschine – so wird für den Bambus-Mehrwegbecher geworben.
Bambuspulver oder -fasern allein machen ja noch keinen stabilen Becher. Kombiniert mit Maisstärke? Das geht nicht lange gut.
Bei den gängigen Produkten ist es Melamin, was für den stabilen Zusammenhalt sorgt. Zusammen mit Formaldehyd entsteht ein synthetisches Kunstharz.

www.swr.de/wissen/wie-oekologisch-sind-bambusbecher/
-/id=253126/did=21499712/nid=253126/1ivyxjp/index.html

Keine Frage, Plastik gehört nicht ins Meer. Ja klar, verhindern! Plastik verbieten ist aber Unfug!

Das Plastik-Problem ist

Das Plastik-Problem ist leider ein Paradebeispiel dafür, dass es Bereiche gibt, in denen eine klare politische Steuerung notwendig ist. Da darf man sich auch nicht durch manipulative Sprache irritieren lassen: Die Gegner sprechen natürlich von "Verbotspolitik" und "Gängelung" - oft die gleichen, denen in anderen Politikbereichen die Verbote und Gängelungen nicht schnell und groß genug sein können...

09:08 von Digitaler Fußabdruck

Ein bürokratisches Monster mit tränentreibender Erfolgsquote.
.
warum weil in der Politik Ideologen ihre Partys feiern
Menschen die ihren Lebenssinn darin sehen andere zu belehren und gegebenenfalls zu maßregeln

RE:Sisyphos3

"wo liegt eigentlich das Problem
ich habe noch nie ne Plastikverpackung ins Meer geworfen"

An jeder Autobahnabfahrt können sie sehen, wie die vorbildlichen deutschen Müllvermeider ihren Dreck entsorgen!

Man muss halt nur mal nach rechts oder links schauen, um die Probleme mit dem Plastikmüll zu erkennen.

Gruß Hador

Der Verbraucher holt sich das

Was er braucht. Der Rest wird ihm aufgeschwatzt. Die Hersteller wecken Bedürfnisse siehe SUV die außer Jäger und Forstarbeiter niemand braucht. Erdeeren aus Israel im Winter, wie krank ist das denn? Salz angeblich aus Nepal... Salz aus dem Meer, Künstler gibt es umsonst dazu... Die Werbung und unsinnige Sendungen wecken Neugier und erzeugen das Gefühl man wäre was besseres wenn man den Schund kauft. Lässt euch mal schön weiter verarschen.

Plastik im Meer?

Manche Kommentatoren sollten sich mit der Herstellung von Kunststoffen mal näher beschäftigen. Es geht nicht nur um Plastik im Meer, sondern generell um die Verschwendung begrenzter Rohstoffe. Viele Kunststoffe sind auch nur begrenzt recyclingfähig, allen voran Verbundstoffe. Nur ein gewisser Anteil wird wiederverwendet und dann vllt. eher als Straßenschildfuß. Der Joghurtbecher wird eben nicht eingeschmolzen und ein neuer draus, wie es beim Joghurtglas möglich wäre. Bei jeder Menge Verpackungsmüll bleibt nur die "thermische Rückgewinnung"

09:40 von harry_up

warum benennt man nicht die Verursacher !
jeder weiß es aber man ist zu feige es zu sagen

09:44 von Hador Goldscheitel

und das ist für die Müllberge an den Küsten der Weltmeere verantwortlich ?
diese 5 Plastiktüten die bei uns rumliegen
vielleicht sollte man in der Realität bleiben
bei uns werden 99 % entsorgt
anderenorts werden 99 % nicht entsorgt
vielleicht sollte man da mal ansetzen um was sinnvoll zu verändern

Alternativen finden

Was ich hier in den Kommentaren hören, macht mir schon Kopfschmerzen. Man könne das Duschgel nicht in der losen Hand tragen.
Da muss man sich wohl mit den Alternativen befassen. Feste Seife hat den gleichen Effekt wie Duschgel, denn sie macht sauber(!!!), darum geht es ja oder? Leider merkt man hier, dass wir Deutschen viel zu gemütlich geworden sind. Die Schuld wird auf die anderen geschoben, aber dass wir in Europa, diejenigen sind die den meisten Verpackungsmüll produzieren ist den Herren und Damen egal. Die Recylingquote ist zwar hoch, Fehlwürfe zählen da jedoch auch hinein. Mit Sicherheit ist es kein Weltuntergang seine Gemütlichkeit zurückzuschrauben und auch selber mal ein Paar wiederverwendbare Countainer zum befüllen, mitzunehmen.
Es ist doch für unsere Umwelt (und die Umwelt folgender Generationen!).

Jeder kann etwas tun

Schon jetzt kann man Plastikmüll vermeiden: Joghurt git es in Pfandgläsern, Wasser kommt aus der Leitung und kann zu Hause zu Sprudel veredelt werden, Gemüse und diverse Fertiggerichte sind z.B. in der Tiefkühltheke in Pappkartons zu bekommen, Tomaten können ohne Plastik im Gemüseladen eingekauft werden u.s.w.

09:37 von dr.bashir

sie brachten es auf den Punkt

Müllvermeidung
wie sah ne Kaffeemaschine früher aus, wie heute ?
gab es da auch so kleine Alu/PE Pads die man reinschob ?
oder mit Kaffeebechern quer durch die Stadt lief

Problem Entsorgung!

Verpackungsmüll wird von einigen Zeitgenossen gerne auf die Straße geworfen. Folie der Zigarettenschachtel? Auf den Boden... habe neulich jmd. freundlich darauf angesprochen und musste mich dafür bedrohen lassen!

@ Sisyphos3

"wo liegt eigentlich das Problem
ich habe noch nie ne Plastikverpackung ins Meer geworfen"

Vielleicht nicht persönlich - indirekt sehr wohl: Stichwort "Müll-Export". Sie sind intelligent genug, um zu wissen, dass in einer globalisierten Welt alles mit allem zusammen hängt. Sie haben wahrscheinlich auch noch nie jemanden persönlich verhungern lassen. Aber von dem Zusammenhang zwischen dem Hunger in der Welt und Ihrem Konsumverhalten werden Sie ja wohl schon gehört haben. Also bitte nicht so polemisch herum diskutieren.

@ 09:37 von Sisyphos3

"Es gibt keine Obst/Gemüseverkäuferinen mehr, selbstbedienung ist angesagt, und ich will nicht, dass jeder Kunde die Ware "begrabscht" also möglichst solide einpacken"
.
Bei uns gibt es sogar mehrere Wochenmärkte.
Das mit dem "Begrabschen" ist bei manchen Zeitgenossen ein Phänomen, die komplette Obstkiste umgraben und alles beschnüffeln, reiben und drücken, ich schaue mir erst die Ware an und wähle dann aus, was ich will.
Aber schon mal waschen überlegt?
Da könnte nämlich auch ein Vögelchen oder eine Biene ihr Geschäft verichtet haben ;-)
Äpfel wachsen nämlich in der Natur und nicht in einem Reinluftraum.

@Sisyphos3

"wo liegt eigentlich das Problem ich habe noch nie ne Plastikverpackung ins Meer geworfen" Am 27. Februar 2019 um 09:15 von Sisyphos3

Natürlich nicht.
Aber die vollen Gelben Säcke werden nach Afrika als "Rohstoffe" exportiert. Und das geht ja über See. Und es wird öfter was verloren oder "verloren".

Na ja, jeder hat Kleidung, die aus PET-Flaschen hergestellt wurde zumindest Mal gesehen. Die wird nicht in der EU hergestellt.

*

Ich finde, man sollte Plastik so herstellen, dass es sich im Kamin oder am Lagerfeuer möglichst schadstoffarm verbrennen lässt. (Ganz ohne Schadstoffe wird es nicht gehen.)

re digitaler fußabdruck

"In den 70ern gab es zB noch standardisierte Mehrweg-Wasser- und Bierflaschen; inzwischen alles individualisiert und inkompatibel."

Wie denn inkompatibel?

Auf jede Glasbierflasche gibt es 8 bzw. 15 Cent Pfand. Egal welche Formen sich die Hesteller ausdenken.

@ 09:44 von Hador Goldscheitel

"An jeder Autobahnabfahrt können sie sehen, wie die vorbildlichen deutschen Müllvermeider ihren Dreck entsorgen!"
.
Deutsche Autobahnen werden nur von Deutschen befahren?
Ich bin beruflich viel unterwegs und habe da ein anderes Bild, wer da seinen Dreck liegen läßt. Mir reicht auch ein Blick in die Müllcontainer, wer da was wie entsorgt.

Recyclebarkeit

Neben der Vermeidung von Plastikverpackungen sollte auch deren Recyclebarkeit beachtet werden. So wird das meiste Weich-(Folien-)plastik der Müllverbrennung zugeführt, weil es noch nicht recyclebar ist (und weil man in Norddeutschland den britischen Plastikmüll verbrennt, karrt man den eigenen in den Süden) .
Somit ist der vielgepriesenene Ersatz von recyclebaren Hartplastikschalen durch nicht-recyclebare Folienverpackungen ökologischer Unsinn!

um 09:15 von Sisyphos3

"wo liegt eigentlich das Problem
ich habe noch nie ne Plastikverpackung ins Meer geworfen"

Und dennoch ist ein kleiner Teil des Plastiks im Meer auch von Ihnen.

Sei es etwas unachtsam weggeworfenes, welches durch Wind und Flüsse ins Meer gelangt, sei es Mikroplastik z. B. in Duschgel, welches durch Abwässer und Flüsse im Meer landet, sei es Reifenabrieb, welcher durch Winde und Flüsse das Meer erreicht. Gäbe noch unzählige Beispiele. Es lässt sich nicht alles vermeiden aber dort wo Einfluß genommen werden kann sollte man es tun.

@09:04 von karlheinzfaltermeier

läge und Verbesserungen wären schon vor Jahren möglich gewesen, oder? Man sollte gestehen, daß die Verpackungsindustrie erst dann auf Recycling setzt oder strengere Vorschriften akzeptiert, wenn darin irgendwo ein Gewinn versteckt ist!

VOr allem muss es VORSCHRIFT sein. Dann ist auf einmal vieles möglich, was vorher unüberwindbare Hürden hatte.
Freiwillige Selbstverpflichtungen bringen genau 0.

@09:15 Sisyphos3

Halten Sie diese vorgespielte Naivität tatsächlich für den Thema angemessen? Kennen Sie tatsächlich nicht die Müllkreisläufe, die damit verbundenen enormen Probleme für Umwelt und Nahrungskette? Das glaub ich nicht.

@ 09:08 von Digitaler Fußabdruck

Und mal nebenbei: Duschgel kann ich nicht in der hohlen Hand nach Hause tragen. Dass P&G Verpackungen benötigt, sollte selbst ein Umweltfreund akzeptieren.

Soweit gebe ich Ihnen recht.
Aber:

Wer verbietet Ihnen Seife und Waschlappen zu benutzen?
Shampoo gibt es auch in fester Form wie Seife.

Warum werden Obst und Gemüse in Plastik eingepackt?
Für Bio reicht ein Aufkeber aus Papier. Das Obst und Gemüse kann lose angeboten und im Geschäft in Mehrwegbeutel gefüllt werden. Die kann man z.B. bei Rewe schon kaufen.

Für manche Dinge gibt es so einfache Lösungen, wenn man nur mal ein bisschen nachdenkt und sich umschaut.

Was soll dabei rauskommen ?

Was soll dabei rauskommen ? Sicher wieder eine freiwillige Selbstkontrolle, die am Ende keinen interresiert. Immer das gleiche. Hauptsache die Industrie wird geschüzt. Bin begeisterter Taucher uns sehe überall auf der Welt das Elend welches Plastik im Meer anrichtet. Da mann die Verpackung nicht immer umgehen kann habe ich mir angewöhnt alles im Ladn umzupacken und denen den Müll dazulassen. Würden das mehr Menschen machen würde der Handel längst einlenken.

von Sisyphos3, 9:50

„warum benennt man nicht die Verursacher !
jeder weiß es aber man ist zu feige es zu sagen“

Wer ist ‚man’? Sie auch? Sagen Sie es doch einfach. Welche Nachteile befürchten Sie?
Sie sollten keine Verschwörungstheorien verbreiten.

Und der Ablauf beim Kauf ?

Bei der ganzen Geschichte wird m.E. übersehen, daß der Vorgang des Einkaufens sich seit 1950 drastisch verändert hat. Damals ging man zum Einzelhändler, wurde persönlich bedient, nur der Verkäufer griff ins Regal und reichte das Produkt über die Theke, Verpackung war außer beim Metzger überflüssig .
Heute greift JEDER selbst ins Regal oder die Tiefkühltruhe und entnimmt portionierte Waren. Dafür besteht ein Verpackungszwang für den Hersteller bzw. Anlieferer. So lange das so ist können wir noch so viel schimpfen, es kann sich nichts ändern. Das einzige ist, wie wir hinterher mit der Verpackung umgehen.

Der Mensch selbst ist das Problem...

Ich wurde vor 20 Jahren schon belächelt, als ich mit d. Einkaufskorb od. Rucksack einkaufen war. Ich bin auf d. Land groß geworden und wir waren Selbstversorger. Meine Eltern haben darauf geachtet. In der Moderne heute, kommt der Großteil an Neuigkeiten aus d. Ammiland. Alles muss "ToGo" sein. Den Schwachsinn hab ich noch nie gemacht. Wieso muss ich Obst und Salat vorgeschnitten mit Plastiklöffel od. Strohhalme haben. Die Vitamine gehen eh zu schnell weg. Dahinter verbirgt sich die Lobby und dass sie mit der Politik im Einklang sind, sollte man wissen. Ich habe mittlerweile eine Platikallergie. Die nächste Generation tut mir heute schon leid. Ich mache den Schwachsinn aber nicht mit. Kaum scheint die Sonne, rennen alle wieder draußen rum und verschandeln die Natur. Ich könnte k....!

@ 09:15 von Sisyphos3

wo liegt eigentlich das Problem

ich habe noch nie ne Plastikverpackung ins Meer geworfen

Ich auch nicht. Ich habe aber schon viele zerissene gelbe Säcke gesehe, deren Inhalt bei Wind über die Strasse geweht wurde.

Einen Tip geht auf en

Einen Tip geht auf en Wochenmarkt einkaufen. Fast alles ohne Verpackung.

Wozu das Ganze?

In Deutschland landen ca. 99,9999999 Prozent des gesamten Plastikmülls ordnungsgemäß irgendwann in entsprechenden Deponien oder in der Müllverbrennungsanlage!

Ca 99,9 Prozent des gesamten Plastikmülls in Weltmeeren stammt in Wahrheit aus denjenigen Anrainerstaaten dieser Meere, die selbst zu arm sind, sich eine ordnungsgemäße Müllentsorgung überhaupt leisten zu können!

Die EINZIG tatsächlich sinnvolle Lösung wäre, wenn die reichen Staaten dieser Welt den ärmeren Staaten ihren kompletten Plastikmüll vollständig abkauft, so das die armen Menschen in diesen Staaten mit den Sammeln von Plastikmüll sogar Geld verdienen können!

Denn kann man persönlich mit den Sammeln von Plastikmüll sogar Geld verdienen, dann gibt es auch immer Menschen, die diesen Plastikmüll auch einsammeln, anstatt ihn wie bisher üblich einfach achtlos ins Meer zu kippen!

Sollte man machen, finde ich!

Auf den Wochenmärkten...

ist es noch möglich Lebensmittel zu kaufen welche nicht durch zig ungewaschene Hände vorher betascht wurden! Vielleicht sollten auch die Lebesmittelmärkte wieder auf Thekenverkäufe umrüsten!!!

RE:Sisyphos3

"vielleicht sollte man in der Realität bleiben
bei uns werden 99 % entsorgt
anderenorts werden 99 % nicht entsorgt"

Die Chinesen haben die deutsche Müllentsorgung bereits gekündigt, stattdessen wird dieser Posten dann in Afrika entsorgt. Zudem werden in Deutschland riesige Mengen einfach verbrannt. Die Recyclingquote in Deutaschland ist verheerend !!!

Nur soviel zur Realität der deutschen Müllentsorgung !

Gruß Hador

RE:NeutraleWelt

"Deutsche Autobahnen werden nur von Deutschen befahren?
Ich bin beruflich viel unterwegs und habe da ein anderes Bild, wer da seinen Dreck liegen läßt. Mir reicht auch ein Blick in die Müllcontainer, wer da was wie entsorgt."

Ich sehe nur allzu viele biodeutsche Autofahrer, die ihr Notdurft an den Autobahnparkplätzen verrichten. Vom Gehsteig direkt neben die Sitzgruppe hingepinkelt. Wer sich so verhält, der schmeißt auch seinen Dreck in die nächste Hecke !

Gruß Hador

Wenn ich mit offenen Augen rumlaufe

Brauchts als allererstes ein Pfand auf Zigarettenverpackungen. Mega komplexes Zeug, unverrottbar und massiv achtlos in den entlegensten Ecken der Natur anzufinden.
Dazu noch Nikotinrückstände überall enthalten.

Zwei Euro je Schachtel wäre ein guter Start. Dazu eine Beteiligung der Tabakindustrie an der Straßenreinigung wegen der Kippen (Filter).

An zweiter Stelle bemängele ich ein reduziertes Bewusstsein für Müll in der Umwelt überhaupt. Es scheint weniger zu interessieren, es schockiert mich was mittlerweile alles am Wegesrand liegt - an Lebensmittelverpackungen vor allem. Hier wäre eine schulische Erziehungskomponente schön, zusammen mit einer reduktion stupider Hygienevorschriften die gesunden Menschenverstand überflüssig machen sollen. 200 Jahre lang wusste man das man Hackfleisch gleich verarbeitet. Heute kann man sowas nicht mehr voraussetzen?

@Wiederstand Jetzt

Fliegen Sie weiter in der Welt rum. Dann kann ich beruhigt meine Äpfel in der Verpackung kaufen.

Plastikmüll

ist ein Mega-Problem. Bin auch Taucher, wie mein Vorredner und was man da so sehen muss ist erschreckend- auch an den Stränden. Wobei ich auch glaube, dass anderswo viel mehr achtlos weggeworfen wird, z.B. rund um das Mittelmeer . Jeder kann seinen Beitrag leisten und auf überflüssige Verpackung verzichten. Ob aber die Verbote einer Frau Schulze die Situation gravierend verbessern glaube ich nicht. Schaut Euch doch um, wie es z.B. nach einem Katholikentag aussieht oder nach einem Konzert, wo die jugendlichen Weltretter unterwegs sind. Ich sage nur als Beispiel Zugabteil Greta Thunberg

Äpfel, Tomaten, Gurken ohne Plastik.

Bei Obst und Gemüse brauchten wir alle auch früher schon keine Plastikhülle. Da ist mir die Marktbequemlichkeit der Produktionskette herzlich egal.
.
Eingeschweißte Batterien, Kekse, Hamburger-Umverpackungen und so weiter kann man auch in Kartonverpackungen verkaufen.
.
Das kann man überall weiter durch-deklinieren. Wenn der Verbrauch gesteuert und gelenkt werden soll, dann müssen Steuern her. Schon beginnt der Wettkampf um Alternativverpackungen und alles wäre ok. Und wenn die CDU/CSU sich gegen "Verbote" ausspricht, dann ist sie unaufrichtig, denn bei anderen Themen ist sie ziemlich schnell mit "Verboten" zum wohle des Menschen. Nur weil die Verpackungsindustrie herumplärrt, ist das noch lange keinen Grund nicht endlich mal hart durchzugreifen.

Nachdenken

Liebe Müllreformer,
Vermeidung von Plastik und Recycling kann optimiert werden. Aber bedenkt, welche Verdienste die moderne Verpackungstechnologie zur Verbesserung der Hygiene und des Gesundheitstatus der Bevölkerung hat.
Die unhaltbaren Zustände bei der Herausgabe loser Ware und Verwendung unzureichender hygienischer Verpackung im Tante Emma oder Kolonialwarenladen ist hoffentlich Vergangenheit. Besorgniserregend sind auch die unzureichenden Kenntnisse über Verpackung, Hygiene und Verfallsdatum gerade in der jungen Bevölkerung. Ich möchte meine Wurst nicht an einer Theke kaufen an der mitgebrachte und unzureichend gereinigte Mehrwegverpackung verwendet wird.

Wie steht es eigentlich mit der Hygiene?

Da gibt es doch tatsächlich immer schärfere Vorschriften zur Einhaltung der Hygiene.
Was sagt eigentlich das Gewerbeaufsichtsamt dazu? Ich darf beim Bäcker ja nicht einmal meine mitgebrachte Einkaufstasche hinter den Tresen geben.
Kann mir eigentlich jemand erklären, weshalb eine Gurke noch zusätzlich in Plastikfolie eingepackt werden muss? Abfallvermeidung ist der richtige Weg.
Wie viel Energie verliert man eigentlich bei der "Thermischen Verwertung" von Plastik. Wie groß ist der Unterschied ob das Öl in raffinierter Form oder in Form von Plastik verbrannt wird? Unterschied zum Recycling in Dinge,die keiner braucht.
Schön wenn z.B. eine schwedische Jugendliche für ihren Einsatz für den Umweltschutz gefeiert wird. Umweltschutz ist immer das, was die Anderen tun sollen. nicht das, was jeder einzelne selbst tun kann.
Ich liege am Weg zwischen Schulzentrum und Dönnerladen. Mit den Abfällen, die ich vom Boden auflese, könnte locker ich eine Aluminiumhütte und eine Papierfabrik versorgen.

10:39 von andererseits

wissen sie was
man sollte sich vielleicht auch ein klein wenig an den Verursachern orientieren
Auf meinen Verpackungen, die im Gelben Sack landen, ist ein Grüner Punkt, mit diesem bezahle ich die Entsorgung, für deren Durchführung, sorgen die Behörden, die ich auch bezahle
damit ist der Fall für mich erledigt
Wäre es nicht zielführender sich dorthin zu wenden, wo der Verpackungsabfall nicht entsorgt wird

muß ich wieder weltweit Verantwortung übernehmen ?
bin ich wieder für alles haftbar zu machen was so geschieht

Käsetheke?

In einem Bericht wurde letztens offen gezeigt, dass der vorabgepackte Käse aus der Käsetheke zumeist der Gleiche (mit Glück sogar Derselbe) ist, wie er auch im Kühlregal steht. Nur sind ist die verpackte Menge geringer und somit das Müll zu Produkt Verhältnis schlechter.
Auch ein Ansatzpunkt wäre es genau solche Irreführung zu verbieten.
P.S.: Das Produkt "Dark Chocolate" eines bekannten Schweizer Schokoladenherstellers, das in letzter Zeit beworben wird, ist übrigens auch 15% leichter als die älteren bekannten Produkte bei gleicher Verpackungsgröße (ist dünner, deswegen fällt es nicht sofort auf).

es geht auch anders

"Und auch der Wechsel von Plastik zur Alternative Papier und Pappe ist nur teilweise gewünscht."

Wen interessiert das? Was die Industrie "wünscht"? Sie werden das machen, was gesetzlich vorgeschrieben war / ist / wird! Bei 80Mio. Konsumenten kann D locker einen Alleingang machen. Die Industrie wird die Verpackungen EU-mäßig - aus Kostengründen - vereinheitlichen und den Ansprüchen überall gerecht. Wenn man will.

"In vielen Bereichen sei Kunststoff ein gutes Material "mit guten Eigenschaften - auch unter ökologischer Betrachtung"

Es gibt Alternativen zu Kunststoffen aus Öl!!!
Beispiel Hanf, oder - wie in Österreich entwickelt - Baumrinde. Mit sehr ähnlichen bis besseren Eigenschaften.

Wenn die Gesetzgeber es wollen, kann man sicherlich über 90% mit Naturprodukten verpacken und schützen! Innovationen gibt es zu Hauf; man muss sie nur fördern, bzw. Anreize durch Vorschriften / Gesetze erlassen.

09:37 von Sisyphos3

«Warum kümmert man sich nicht um die Verursacher, also ich bin es, wenn das Zeug im Pazifik schwimmt, definitiv nicht.»

Auch wenn Sie bei der Mülltrennung "äußerst vorbildlich" agieren (davon gehe ich jetzt mal aus). Und allen Plastikmüll, der in Ihrem Haushalt anfällt, akkurat in die gelben Tonnen entsorgen. So einfach (wie in Ihrer obigen Aussage) "sind Sie nicht aus dem Schneider". So ultimativ können Sie nicht für sich in Anspruch nehmen, noch nie sei eine "Ihrer Plastiktüten" letztendlich ins Meer gelangt.

Haben Sie nie von den Gegebenheiten gehört, welch großer Anteil des in DEU anfallenen Plastikmülls "in die 3. Welt" exportiert wird? Nicht "illegal verschippert", sondern ganz legal "als grundlegender Bestandteil des hiesigen Entsorgungskonzepts". U.a. Malaysia ist "begehrtes Zielland".

Weniger Plastikkram (Verpackungen) herstellen ist der bessere Weg, als nun mit dem Finger u.a. auf Malaien zeigen, dass diese nicht aufpassen, damit Ihre Tüten nicht doch im Meer landen …

10:38 von dermulla

Und dennoch ist ein kleiner Teil des Plastiks im Meer auch von Ihnen.
.
sie sagen es ....
ein "kleiner" Teil
(würde sagen ein vernachlässigbarer kleiner Teil)

von mir kommt kein Einwegkaffeebecher
auch keine Alupads die man neuerdings zum Kaffeemachen nimmt auch nicht die Styroporverpackung von nem Hamburger

wissen sie was ne A-B-C Analyse ist
wenn ich Energiesparen will, mache ich zuerst Fenster und Türen zu
danach wenn ich Isolierglasfenster eingebaut habe klebe ich Styropor aufs Haus
zuerst 20 cm ... dann 50
was macht man hierzulande was anderenorts ... ich glaube da sind manche nicht mal beim Fensterschließen angekommen
soviel zum Thema Effizienz und Wirksamkeit

Destruktives Denken hilft auch nicht weiter

10:46 von Wiederstand Jezt

"Was soll dabei rauskommen ? Sicher wieder eine freiwillige Selbstkontrolle, die am Ende keinen interresiert. Immer das gleiche."

Destruktives Denken bringt am wenigsten weiter.
Vor ca. ein oder zwei Jahren haben viele Supermärkte die Einkaufs-Plastiktüten abgeschafft. Stattdessen kann man nur noch Leinbeutel oder Papierbeutel kaufen, wenn man spontan kauft und keine Einkaufstasche dabei hat.

Es wird doch permanent besser.
Früher nahm man überhaupt nie Einkaufstaschen mit zum Einkaufen, weil man da eben diese Plastiktüten kaufen konnte oder gratis kriegte.

Dazu gehörte auch ich.
Inzwischen nehme ich wie in den Fünfziger Jahren grundsätzlich Einkaufstaschen mit.

Das sind Umerziehungsprozesse, die auf Freiwilligkeit und Einsicht beruhen.

10:49 von silverbeard

und sie meinen einer von den hundert Gelben Säcken verursacht das Kunststoffchaos im Meer
sind es nicht die Inhalte der 99 Säcke die anderenorts gar nicht erst in den Sack kommen sondern gleich ins Meer entsorgt werden
wäre es nicht besser mal da was zu tun .... wo es sich "lohnt"

Umgestaltung zum Müll-Planeten

@gman - 09:42
"Keine Frage, Plastik gehört nicht ins Meer."

Warum eigentlich nicht?
Was sollen die Eingriffe dieser überzogenen Umwelt- und Klima Hysterie in unserem liebgewonnenen Life-Style?
Ist es unsere Schuld, wenn dieser Planet nicht in der Lage ist sich unseren Lebensgewohnheiten anzupassen?

Das Leben im hier und jetzt hat absoluten Vorrang. Warum sich die Party versauen lassen? Die nächsten 100 Jahre sind ja schließlich nicht unser Problem.

Deshalb:
Noch mehr Kaugummi auf die Gehwege.
Elektroschrott nur noch im Wald entsorgen.
Gülle als normalen Trinkwasserzusatz betrachten.
Nach der erfolgreichen Bienenausrottung ist Rübenkraut der perfekte Honigersatz.

Und weil Plastikverpackungen im modernen Handel unmöglich wegzudenken sind, ist die Integration in den Nahrungskreislauf eine logische Ergänzung im Umweltkomplex.
Sicher gibt es dann noch ärztliche Gutachten, die Frau Schulze und Frau Klöckner helfen, in ihren Gesprächsrunden gesundheitliche Zweifel zu zerstreuen.

@ es geht aufwärts

"Schon jetzt kann man Plastikmüll vermeiden: Joghurt git es in Pfandgläsern, ..."

Ja, im Prinzip guter Ansatz. Aber eben noch viel zu wenig. Die Sorte, die ich mag, ist leider nicht im Pfandglas. Und die Pfandgläser gibt es nur in 500g. Das ist mir für mich als einzelne Person zu viel. Ich möchte da bitte schön mehr Mühe auf Seiten der Hetsteller sehen.

@Am 27. Februar 2019 um 10:46 von Wiederstand Jezt

"Bin begeisterter Taucher uns sehe überall auf der Welt das Elend welches Plastik im Meer anrichtet."
Was reden sie da?
Deutscher Plastikmüll wird fachgerecht entsorgt und landet nicht in den Weltmeeren. Was sie beim tauchen sehen ist hauptsächlich Müll von Ländern mit schlechtem oder keinem Konzept für Müllentsorgung. Ein Verbot von Plastik im deutschen Supermarkt ändert an der Situation in den Weltmeeren absolut gar nichts!

die Hygiene sollte nicht darunter leiden ...

Sehr gut, dass man sich hierzu endlich Gedanken macht.

Mogelpackungen gehören zuerst verboten, da zwei Fliegen mit einer Klappe, dem Verbraucher werden keine falschen Tatsachen vorgespiegelt und der Verpackungs-Müll wird ohne Nachteile geringer.

"In dieser Edeka-Filiale können Kunden mit eigenen Boxen an die Wursttheke kommen. Aus Gründen der Hygiene dürfen die Verkäufer die Box aber nicht anfassen."
Und das ist gut so. Da manche Bürger ein seltsames Verständnis von Hygiene haben. Da wird desinfiziert u. geputzt ohne Ende, aber die Einkaufstasche die vorher im Trampelpfad vor der Kasse auf dem Boden stand wird später zum Auspacken auf die Küchenarbeitsplatte gestellt (alles schon erlebt).

10:49 von Egleichhmalf

wie sieht es denn in der 3. Welt aus,
wenn man Bilder von dort sieht, fallen als erstes die Müllberge auf

Verschwörungstheorien / Nachteile ... passt das ins aktuelle Weltbild das anzusprechen ?

Der Müll kommt ja nicht von alleine ins Meer

Die Deutschen sind Europameister bei Verpackungen weil Deutschland auch unwahrscheinlich viel Verpackungen ins Ausland liefert...
Man sollte allerdings auch ein paar Dinge geraderücken: in Europa landen wenige Verpackungen im Meer.
Zum größten Teil passiert dies in Ländern wo es kein Konzept für entsprechende Entsorgung gibt, überwiegend in Entwicklungs- und in Schwellenländern (Asien alleine über 80 %).
Natürlich kann man Recyclingkunststoffe verwenden, in vielen Bereichen wird es auch gemacht.
Die Hygienevorschriften verlangen, dass keine zum Verzehr vorgesehenen Lebensmittel direkten Kontakt mit Recyclingmaterial haben darf, also muss stets eine Schicht lebensmittelechte Neufolie vorhanden sein. Moderne Fertigungstechnik erlaubt das problemlos.
Der Rest ist Angebot und Nachfrage.
Kunststoffe komplett zu verteufeln ist falsch. Papier benötigt viel höheren Energie-, Wasser- und Transportaufwand für gleichen Nutzwert.

11:11 von Hador Goldscheitel

Nur soviel zur Realität der deutschen Müllentsorgung !
.
ich bezahle für die ordnungsgemäße Entsorgung
statt Konferenzen einzuberufen sollte die Umweltministerin lieber für deren Einhaltung sorgen

dann verbrennen - was soll man sonst machen ?

ob ich Gas oder Öl verbrenne oder Müll dann lieber Müll und dort wird gemessen nach Schadstoffen

Einfach mal anfangen

Man wird eingefahrene, bequeme Gegebenheiten nicht von jetzt auf gleich umkrempeln können. Gar nicht damit anzufangen, sondern mit dem Finger auf andere zeigen, und zu verlangen, dass diese doch erst mal viel eher ran sollten, ist jedoch mehr als kindisch und zeugt von einer zweifelhaften Gesinnung. Wenn ich einkaufen gehe, schaue ich sehr bewusst, welche Produkte ich unverpackt bekomme und kaufe diese bevorzugt ein. Verändertes Kaufverhalten der Konsumenten ist also schon mal ein Schritt. Natürlich fällt es den Konzernen speziell im Kosmetikbereich schwer, komplett auf die werbetragenden Umverpackungen zu verzichten, das ist ja ein wichtiger Teil des Marketings für sie und kann man rein unternehmerisch verstehen. Hier hilft nur eine eindeutige Verordnung. Reine Freiwilligkeit kann vielleicht auf Dauer Veränderung bringen, dauert aber zu lange und bis dahin ist zu viel Schaden an der Umwelt entstanden.

"Achim Drewes von Nestlé

"Achim Drewes von Nestlé Deutschland. Besseres Recycling spiele dabei eine zentrale Rolle. "Gebrauchte Verpackungen sind ein wertvoller Rohstoff."
.
Da hat Herr Drewes aber gar keine Ahnung.
Bitte mal das Bild im Beitrag anschauen, was alles im "Gelben Sack" landet.
Aber wir haben ein gutes Gefühl, ist ja alles im "Gelben Sack", wir tun was für die Umwelt!
Kommt jetzt noch der Nestlé-Sack? Alle bunt bedruckten Joghurt-Becher werden dann wieder gewaschen, entfärbt, eingeschmolzen, und neue Joghurt-Becher?
.
Ein bunter Kunststoff-Mix aus PE, PET, PP, noch Pappe dabei oder Alu ist nicht verwertbar! Außer thermisch.
.
China hat uns lange schöne Fleece-Pullis aus unseren PET-Flaschen gemacht, aber selbst die haben keine Lust mehr auf unseren Müll.
.
"Recycling" ist eine Lüge.
Es geht um Vermeidung oder biologisch abbaubar.
.
Aber auch bei diesem Thema können wir vermutlich keinen "Alleingang" machen sondern nur mit unseren Partnern aus der EU.
Also kommt wieder nichts raus. Heiße Luft!

@ Wiederstand jetzt

"Einen Tip geht auf en Wochenmarkt einkaufen. Fast alles ohne Verpackung."

GANZ schlechter Tip! Da fahren erfahrungsgemäß alle mit Auto hin. Das ist dann die klassische Teufel/Beelzebub-Situation. Nein, wir brauchen Lösungen, die für alle alltagspraktikabel sind.

11:21 von püppie

bemängele ich ein reduziertes Bewusstsein für Müll in der Umwelt überhaupt.
.
klar doch !
also ich komme recht weit in der Welt rum

glauben sie mir, es gibt nicht viele Ecken dort,
wo das Trennen nach der Farbe der Glasflasche klappen täte,
insbesondere wenn der Abhol LKW die in einen Behälter leert
und Menschen den Joghurt Becher auswaschen, bevor er in den Gelben Sack kommt

@11:15 von Intelligenz

„Da wird ein Gezeder gemacht mit Strohhalmen und von den mit Plastikfolien überzogenen Spargel- und Erdbeerplantagen, etc. spricht keiner.“

Da sagen sie was Richtiges. Trinkhalme und Ohrstäbchen verbieten ist sicher Plazebo-Politik angesichts der Mengen, die anderswo anfallen.

Allerdings gäbe es Auswüchse wie Plastikfelder hier und in Spanien nicht, wenn wir Verbraucher uns nicht wie die Heuschrecken auf Obst und Gemüse zu unpassenden Jahreszeiten stürzen würden. Einfach liegen lassen.

Auch dass Millionen Kleidungsstücke aus Asien einzeln in Folie hierher kommen und vor dem Verkauf ausgepackt werden macht sicher mehr Müll, als so manches Andere.

Aber das ist das Maß an Komfort und Perfektion, an das wir uns gewöhnt haben und das wir erwarten, die solche Auswüchse begünstigt. Wenn ein Laden den Spargel 2 Wochen später anbietet hat er bei den Kunden verloren.

Gestern in Köln Mülheim...

Frankfurter Strasse.... Aus einem, hinter einem Linienbus stehenden Fahrzeug der sehr gehobenen Mittelklasse wurde ein Duftbäumchen durchs geöffnete Beifahrerfenster entsorgt. Ein Zuruf an den jungen Fahrer, mit dem Hinweis, daß die Strasse keine Müllkippe wäre, wurde durch extrem lautes Bassgetöse im Fahrzeuginnern übertönt. Soviel zum Umweltbewusstsein unserer Mitmenschen.

In Plastik gepacktes Obst

Immer wenn ich Äpfel in Plastik oder auch anders Gemüse sehe, überkommt mich die Wut. Ist die Plastiklobby wichtiger als unsere Gesundheit. In Dänemark wir Obst und Gemüse bedampft mit Wasser, dadurch sieht alles viel frischer aus und hält sich länger. Das lernt man doch schon als Kind, dass man Obst vor dem Verzehr abwäscht . Ich möchte nicht Wissen, wie viel Plastikpartikel freigesetzt werden auf das verpackte Gemüse meistens ist dies auch vorher noch mit Pflanzen-schutzmitteln behandelt worden.

11:42 von schabernack

ich bin nicht vorbildlich !
aber wenn ich für was zahle (Müllentsorgung) erwarte ich
dass dies auch entsprechend geschieht

aber das ist wohl das System der Politik ganz allgemein

ob bem aktuellen Thema in die 3. Welt "verkaufen" oder der Zulassung von Autos wo ja der Käufer ja auch verantwortlich ist / bestraft wird wenn die Exekutive schläft

Nur mal so gefragt

Wenn sich jeder selbst bedienen muss, muss schon aus hygienischen Gründen (aus logistischen sowieso) zwangsläufig alles abgepackt sein.

Wie wäre es daher damit, mal zu überlegen ob es nicht sinnvoll sein könnte, von der totalen (und immer anonymeren) SB-Kultur ein Stück weit wieder zu Geschäften nach Tante-Emma-Art (also mit Bedienung) zurückzukehren?

Könnte unserer gesellschaftlichen "Kommunikationskultur", also dem entspannten Austausch der Bürger, nur gut tun.

Wie man am prallen "Leben", das sich auf Wochen- und sonstigen Märkten abspielt, sehen kann.

Das wäre natürlich "kostenaufwendiger".

Aber nicht wirklich teurer.

@ 11:52 von Kessl

"Deutscher Plastikmüll wird fachgerecht entsorgt und landet nicht in den Weltmeeren."
.
Das war jetzt ironisch gemeint, oder?
Wir exportieren Plastik-Müll, um mit dem Dreck nichts mehr zu tun haben zu müssen.....
Nebenbei benutzen wir Industrialisierten Peelings, Waschgels, Zahncremes, ..........
.
Aber nachher fressen wir den doch wieder auf in Form von Mikro-Plastik.
Also schließt sich der Kreis.
Mit der Entsorgung. Warum nicht Exportkosten sparen und direkt fressen?

RE:Sisyphos3

"... dann verbrennen - was soll man sonst machen ?"

Zu ihrer Info:
Ca. 30 % der verbrannten Abfallmenge wird zu Asche, Schlacke oder Staub, die aufwendig in ehemaligen Minen gelagert werden müssen.

Wie wäre es mit Vermeidung von Müll.

Gruß Hador

11:58 von Sisyphos3

«ich bezahle für die ordnungsgemäße Entsorgung
statt Konferenzen einzuberufen sollte die Umweltministerin lieber für deren Einhaltung sorgen.»

"Der Kaiserweg" ist weder Bezahlung, noch ordnungsgemäße Entsorgung des Plastikmülls. Das ist allenfalls "der Königsweg".

Der Kaiserweg ist Müllvermeidung. Angefangen bei der Produktion.
Über den Handel. Bis hin zu jedem einzelnen Verbraucher.

Zu JEDEM einzelnen Verbraucher.
Völlig unabhängig davon, wo er/sie auf der Welt auch immer lebt.

Es gibt Länder auf der Welt, wo es strengste Gesetzgebungen zum Verbot von Produktion, Benutzung, Import von Plastiktüten gibt. In Ruanda kommt man als Tourist nicht ins Land, wenn man seine Schmutzwäsche in einer Plastiktüte im Rucksack mit sich führt. Muss man halt dann z.B. in einem Jutesack umpacken … oder so.

Kigali ist die sauberste Stadt in ganz Afrika. Das Bewusstsein der Ruander, keinen (Plastik) Müll in die Landschaft zu werfen, "ist gewaltig".

Derart kann man es "sogar" in Afrika machen …

11:21 von püppie

"Brauchts als allererstes ein Pfand auf Zigarettenverpackungen. Mega komplexes Zeug, unverrottbar und massiv achtlos in den entlegensten Ecken der Natur anzufinden.
Dazu noch Nikotinrückstände überall enthalten."
Zigaretten liegen schon bei ca 70% Steueranteil. An der Stelle sollte dann doch der, der am Meisten daran verdient, zur Rechenschaft gezogen werden oder? Aber ich kann beruhigen dass das wahrscheinlich nicht passiert, weil ja schon eine Umwidmung der Rauchersteuer zur Entlastung der Krankenkassen nicht gemacht werden konnte, weil es zum Rauchen animiert (es wurden wohl eher rechtliche Ansprüche befürchtet).?!.

Die Chinesen hatten bis

Die Chinesen hatten bis Januar 2018 gerne Plastikmüll importiert und unser Müllproblem gelöst. Seit dem aber nicht mehr. Und deshalb ist jetzt Plastikmüll ein Problem.

Und unsere vorbildlichen Recycling-Statistiken der letzten Jahre sind unlängst "debunked" worden.

Plastik vermeidung

Kann es sein das ich erst Gestern hier in der TS gelesen habe dass eine Lebensmittelkette den sogenannte "Knotenbeutel" vermeiden will und dafür Papiertüten einsetzt?
Und wer hat dagegen argumentiert? Der BUND als Umweltschutz Organisation.
Wie blöd sind wir eigentlich?

Gängelung und Verbot

Gängelung und Verbote der Politideologen haben wir tatsächlich zu viele in diesem Land. Tausende von Gesetzen die überwiegend von konservativen Politikern ersonnen wurden (der Prozentsatz an Grünen Gesetzen ist extrem gering!). Von AfDlern die uns vorschreiben wollen was wir im Schlafzimmer zu tun oder lassen haben bis zu einer CDU "Forschungsministerin" die Vorschreibt auf welcher Wertebasis man in diesem Land Forschung treiben darf. Konservative Bevormundung und Einmischung überall. Das AfD Wahlprogramm trieft von Vorschriften wie man in diesem Land zu leben hat. Dagegen sind Verbote von Gefahrenstoffen harmlos fuer die es Alternativen gibt. Sisyphos3 schreit gerade nach Selbstenmuendigung "Wenn ich dafuer Zahle muss sich ein anderer darum kuemmern". Eigenverantwortung sieh anders aus.

11:39 von Motorkopf

"Es gibt Alternativen zu Kunststoffen aus Öl!!!
Beispiel Hanf, oder - wie in Österreich entwickelt - Baumrinde. Mit sehr ähnlichen bis besseren Eigenschaften.

Wenn die Gesetzgeber es wollen, kann man sicherlich über 90% mit Naturprodukten verpacken und schützen! Innovationen gibt es zu Hauf; man muss sie nur fördern, bzw. Anreize durch Vorschriften / Gesetze erlassen."
Bei den genannten Innovationen stellt sich die Frage des Nutzens anders.
1.) Wenn Plastik aus Naturprodukten hergestellt wird ist es nicht automatisch besser abbaubar und bleibt Müll.
2.) Plastik aus Naturprodukten benötigt Naturprodukte und die Fläche dafür weltweit ist begrenzt. Woher also nehmen ohne neue Probleme zu schaffen?

Verursacher Prinzip

Gegeben der aktuellen Probleme mit Microplastik und der noch immer geringen Recyclingrate sind die Bestrebungen der Umweltministerin sinnvoll. Es gibt zwar Bürger wie Sisyphos3 die lieber Ablass zahlen und glauben damit sei der Müll vom Tisch. Dennoch sind auch in Deutschland Wälder und Küsten messbar stark verschmutzt. Solange die Bürger die Verpackungswut der Konzerne quer-finanzieren müssen wird sich daran nicht viel ändern. Anspruchvollere Regeln sind für Deutschland, wie meistens, sinnig da sie innovativeren Lösungen einen Marktvorteil verschaffen, die uns spaehter international zu Vorreitern macht.

Ach wie schön war doch die Zeit in den 70ziger...

...als es die Milch noch in einem 1-Liter Plastikbeutel zu kaufen gab.
---

Ist wahr, kein Scherz.
Es wurde wirklich 1 Liter Vollmilch (die es im Übrigen so heute auch nicht mehr gibt, ich meine den Geschmack der Milch heute) in einen labber Plastikbeutel eingeschweißt.
Und wehe wenn dieser dünne Plastikbeutel dann platze in der großen Einkaufstüte, die ebenfalls aus Plastik bestand und auch noch umsonst war.

Wie gut das diese Zeiten vorbei sind...
...aber halt.

Ist sie das denn?
Nein, heute findet man immer noch genügend Kunststoffe, die natürlich auch Geld kosten und die der Kunde auch doppelt und dreifach bezahlt.
- Zum Einen über den Preis des Produktes
- dann über den schwachsinnigen Grünen Punkt
- und schlußendlich noch einmal wenn der aufbereitete Kunststoff entweder als China Pullover zurück kommt in unsere Läden oder sonst wie.

Ja, wir ersticken im Plastikmüll.
Und ja, wir müssen endlich etwas tun.
Die Frage ist nur, wer traut sich etwas zu ändern?

Ist das ein Scherz wenn ich

Ist das ein Scherz wenn ich lese,dass in Deutschland unterschiedliche Hygiene-Vorschriften gibt. Unterschiede zwischen einzelnen Bundesländer?
Da reden wir von geeintem Europa.Ich könnte kotz......

12:42 von schabernack

in Ruanda ....
.
nach Bhutan auch nicht !
was mich allerdings erstaunte
Kinder sammeln "Müll" an den Straßen ....
das Verbot gilt offensichtlich nicht für indische LKW Fahrer
von wem auch sonst kommt der Müll ?!

und auch was sich die letzten 30 Jahre in z.B. Brasilien getan hat
- zumindest bei der Mittelschicht

Wenn man manch Komentare so

Wenn man manch Komentare so liest sieht man das sich viele nie mit den Thema auseinandergesetz haben.
@rainer4528
Ein voll besetztes Flugzeug verbraucht pro Kopf und Kilometer weniger Sprit als die meisten Autos.
@Kessel
Leider nicht. Ein großer Teil unsres Plastikmüll landet in Afrika oder Asien.
@vox moderandi
Ich persönlich gehe zu Fuß oder mit de Rad. Dennoch hat das Autofahren wenig mit den Plastikverpackungen zu tun, es sei denn als Ausrede dafür ja nichts tun zu müssen.

@09:15 von Sisyphos3 - Ihr Problem laut O-Ton ist...

...wo liegt eigentlich das Problem
ich habe noch nie ne Plastikverpackung ins Meer geworfen

---
Das waren Ihre Worte, die ich nun gerne ergänzen möchte.

Darum geht es auch nicht und das sollten Sie auch wissen.
Oder besser gesagt, Sie wissen es und tun nur so (unschuldig hier).

Unser Kunststoff kommt auf ganz anderen Wegen in die Meere.
Es gibt dazu genügend Beispiele im Netz.
Einfach nur mal den passenden Suchbegriff in die Suchmaschine Ihrer Wahl eintippen (z.B. Bing).

Ich frage mich nur, warum Sie Ihren Beitrag überhaupt so gestaltet hier einbringen?

Aus reiner Provokation, weil Sie kein Problem mit dem Müll in den Meeren haben?
Oder wehren Sie sich über die Aussagen der Umweltverbände, die natürlich alle dem linken Spektrum angehören und somit Ihre natürlichen "Feinde" sind, welche diese unhaltbaren Behauptungen über "Plastik im Wasser" in die Welt setzen?

Ich weiß es nicht, aber vielleicht können Sie mich ja aufklären.
Dafür meinen Dank im Voraus.

Buerokratische Monster (@Digitaler Fußabdruck)

Vom Steuerrecht bis hin zum TÜV, Brandschutz, Denkmalschutz, Bauvorschriften alles von konvervativer Hand geschaffene buerokratische Monster von Leuten die einem gerne mit Vorschriften gängeln. Gesetzesinitiativen zur Vermeidung von Abfaellen spielen da eine sehr kleine Rolle. Aber wenn man sogar die physikalisch Existenz von Plastikmuell im Meer bestreitet. Ohne Dosenpfandreglung waere unsere Pfandquote heute noch deutlich weiter gesunken (der Vergleich mit der Vergangenheit ist dabei irrelevant).

11:21 von püppie

14.4 Mrd Euro betrugen die Einnahmen aus der Tabaksteuer
da kann man als Raucher (ich bin Nichtraucher) fast erwarten,
dass einer hinterläuft und die weggeworfenen Kippen entsorgt

Weniger? Ja – aber sinnvoll

Nicht jede Alternative zu einem bestehenden System ist besser, auch wenn wir es vorschnell glauben wollen. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist der Bio-Diesel, dessen Produktion mehr CO2 kostet, als er einspart. Ähnliches gilt auch für Glas und Abwasch (inklusive Pfandgut). Beides ist sehr energieintensiv und umweltbelastend. Da kann eine geeignete thermische Verwertung einer Kunststoffverpackung wesentlich umweltfreundlicher sein. Aus einer aufwändigen Rückführung oder einem aufwändigen Recyceln kann sich schnell eine Abgabe für Arbeitsplätze entwickeln, die es ohne solche Verordnungen nicht gäbe – und die völlig unproduktiv sind.

@ Nettie

"Wie wäre es daher damit, mal zu überlegen ob es nicht sinnvoll sein könnte, von der totalen (und immer anonymeren) SB-Kultur ein Stück weit wieder zu Geschäften nach Tante-Emma-Art (also mit Bedienung) zurückzukehren?

Könnte unserer gesellschaftlichen "Kommunikationskultur", also dem entspannten Austausch der Bürger, nur gut tun."

Mal abgesehen davon, dass die meisten Bürger zunehmend unentspannter kommunizueren (siehe hier), ist das aber nicht für alle etwas. Ich z.B. bin ein ungeselliger Muffel, und möchte trotzdem etwas für die Umwelt tun.

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