Kommentare

Neben den konkreten Themen

Neben den konkreten Themen des bayrischen Artenschutz-Volksbegehrens und der nun in anderen Bundesländern geplanten Initiativen ist bemerkenswert, dass hier die Bürger*innen den Regierungen per Volksbegehren klar ins Stammbuch schreiben, dass ökologisch verantwortete Politik und Nachhaltigkeit in der Bevölkerung weit verbreitet und fest verankert sind. Da zeigt direkte Demokratie Wirkung, und das ist gut so.

Hochfrequenz beachten:

Neben der Vergiftung der Insekten durch Agrargifte gibt es seriöse Gutachten, die belegen, dass Insekten wie auch Zugvögel durch Hochfrequenz (Funkmaste) stark beeinträchtigt werden.

Das das für uns Menschen nicht gesund sein kann, versteht sich wohl von selbst.

"Ein "Runder Tisch" soll

"Ein "Runder Tisch" soll heute klären, was dem Bienen-Volksbegehren in Bayern folgt. Wie groß ist das Problem eigentlich? Welche Folgen hat das Insektensterben? Und stehen Bauern zurecht am Pranger?"
Nicht die Bauern gehören an den Pranger. Sie nutzen nur die Möglichkeiten, die ihnen die Politik bietet. Die Lobbyarbeit der chemischen Industrie zeigt halt Erfolge.
Ausmaß: Bin ich früher mit dem Auto eine Stunde gefahren, war die Scheibe voll toter Insekten. Heute bleibt sie sauber. Insekten und andere Kleinstlebewesen bilden aber die Grundlage für die gesamte Flora und Fauna.

Es muss ein grosses Aufwachen

Es muss ein grosses Aufwachen beginnen. Sterben die Insekten, sterben wir. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es immer weniger Insekten gibt (man frage die Autofahrer, die jetzt 70 sind, früher gab es mehr "Matsch" auf den Scheiben). Und ich stelle einfach mal Zusammenhänge auf, seit 20 Jahren gab es immer mehr Verbreitung moderner Insektentötungsmittel, und es wurde hier schon erwähnt, der Ausbau der Mobilfunk und WLAN Technologie. Aber es tut ja keiner was, denn wir leiden noch mehr an einer Angst vor dem wirtschaftlichen Untergang, weil ja nun alles etabliert ist - mitunter eine Folge von "WIr machen erst mal und sehen dann weiter". Aber einige haben das Kalkül gehabt, wenn es erst mal gemacht ist, gibt es kein Zurück mehr. Man hat kurz gesagt nichts erforscht, und alles in die Welt gesetzt und mir scheint, der Planet verdient uns nicht. (Polemische Aussage)

re karlderkühne

"Nicht die Bauern gehören an den Pranger. Sie nutzen nur die Möglichkeiten, die ihnen die Politik bietet."

Auch bei den Bauern gibt es solche und solche, die sich nicht von der Bauernverband-Lobby vertreten fühlen.

@Bauernbund

Der Brandenburger Bauernbund kündigte bereits Widerstand an: "Diese widerliche Bauern-Hetze wird bundesweite Auswirkungen haben und kann das Höfesterben dramatisch beschleunigen"

Es wird die richtigen treffen. Jene, die schon jetzt ökologisch verantwortungsvoll (land)wirtschaften. Die anderen werden sich entweder anpassen (dann zu Recht) oder vom Markt verschwinden.

Wichtig wäre in dem Zusammenhang aber auch eine Reform der Landwirtschafts-Subventionen der EU - diese dürfen nicht mehr nach Fläche gezahlt werden, sondern müssten an andere Kriterien gekoppelt werden. Nicht mehr der Verdienst des Landwirts soll subventioniert werden, sondern sein Beitrag für die Allgemeinheit in Form einer stärker nach ökologischen Kriterien ausgerichteten Bewirtschaftung.

Fahren Politiker nicht Auto?

Mal grundsätzlich gefragt: wozu brauchen wir eigentlich zu diesem Thema Volksinitiativen? Das Insekten verschwinden, Plastikberge wachsen.............................ist doch sichtbar.
Oder fährt Herr Söder kein Auto? Die fast frei von Insekten belegte Windschutzscheibe ist doch ein klares Signal. Schon seit Jahren. Aber alles wird ausgesessen, verschoben bzw. nicht gehandelt. Nun gut, deshalb brauchen wir Initiativen;-)

Ernst der Lage

Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Politik den Ernst der Lage erkennt und für die Landwirtschaft völlig neue Förderprogramme herausbringt. Eines muss jedem klar sein: Durch die Politik und den daraus resultierenden Druck auf die Landwirtschaft ist die sogenannte 'Agrarkatastrophe' erst entstanden. Es ist nicht die Schuld der Bauern, sondern die Schuld der Politik, dass die Landwirtschaft unökologisch und absolut schädlich für Tier, Mensch und Böden geworden ist. Wenn wir die Bienen wirklich retten wollen, wird das nur über die biologische Landwirtschaft funktionieren. Hecken und Naturwiesen, keine chemischen Substanzen, schonende Bodenbearbeitung, kleinteilige Landwirtschaft. Nur durch radikales Umdenken werden wir die Bienen und andere Insekten retten. Schaffen wir das nicht, werden wir uns am Ende selber ausrotten. Das sagen alle klugen Biologen.

@baroso59

Beinträchtigen ist nicht gleich vom Aussterben bedroht. Und Aussterben ist gerade das Problem. Nicht einmal in den 50ern im Ostblock, wo auf Umwelt gar nicht geachtet wurde, waren Insekten (und Insektenfresser, wie z.B. etliche Vogelarten) dermaßen vom Aussterben bedroht, wie heute.
Da machen wir es um einiges schlechter.

Die paar Funkmasten sind nichts im Vergleich zu Lichtern in der Nacht. (Zumal das Magnetfeld der Erde eh immer etwas wandert). Man kann nicht den ganzen Funk und alle Lichter ausschalten, aber das Ausbringen der Gifte kann man kontrollieren. Und das ist bitter nötig.
Auf Licht achtet man bereits, z.B. sollen Straßenlaternen nach unten, und nicht rundum Leuchten und nur Lichtfrequenzen benutzen, die möglichst nur Menschen gut sehen können - der Rest kann ausgelassen werden und das stört weniger die Umwelt. (Das man Störungen nicht vollständig wegbekommen kann, ist klar. Aber man kann machen, was sich machen lässt. Insekten und Vögel sollen UV-Licht sehen können.)

Der Dank gebührt den Medien

Die Basisdemokratie hat m.E. weitreichend nur deshalb so gut funktioniert, weil es eine Lobby gab und die Medien darüber informiert haben. Wenn man bedenkt, dass zeitgleich und aktuell auch Petitionen laufen, die ganz Deutschland betreffen (bspw. die Debatte bzgl. des Wechselmodells), auf die kaum bis gar nicht hingewiesen wird, zeigt die Tatsache, dass es eine bundeslandlokale Petition mehrere Tage lang auf tagesschau.de schafft, dass das Thema auch durch die Medien (glücklicherweise) ganz schön gepushed worden ist. Der Dank gebührt (neben vielen vor allem Ehrenamtlichen) also auch den Medien.

@ OrwellAG

"man frage die Autofahrer, die jetzt 70 sind, früher gab es mehr "Matsch" auf den Scheiben" Am 20. Februar 2019 um 08:47 von OrwellAG

Wieso 70?
Ich hatte noch vor 5-10 Jahren Matsch an der Windschutzscheibe.
Letzten Sommer habe ich 1 Insekt erwischt auf 350 km langen Fahrt. Eins.

Kann mir keiner erzählen, dass die Insekten gelernt haben die Wildübergänge zu benutzen.

RE:KarlderKühne

"Nicht die Bauern gehören an den Pranger. Sie nutzen nur die Möglichkeiten, die ihnen die Politik bietet."

Es gibt Bio-Bauern, die auf den Chemie-Baukasten für ihre Landwirtschaft verzichten !

Gruß Hador

Nur scheinbar selbstverständlich

@ baroso59:
Das das für uns Menschen nicht gesund sein kann, versteht sich wohl von selbst.

Es gibt bisher aber keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen, die das belegen.

@08:44 von Edelmann Nun, ich

@08:44 von Edelmann
Nun, ich denke, das liegt zu einem gewissen Teil auch an der Zugänglichkeit zu solchen Volksbegehren. Es berichtet ja kaum jemand darüber, wo es gerade Abstimmungen gibt, - es wird den Leuten überlassen.

Bitte etwas differenzierter!

"Die Bauern lehnen verpflichtende Maßnahmen und Einschränkungen in der Bewirtschaftung energisch ab."

Nicht "die Bauern" sondern der "Bauernverband" und der wiederum trägt im Namen einen Euphemismus. Er vertritt nämlich keineswegs die kleinen Höfe, die angeblich durch den Artenschutz sterben, sondern er vertritt vehement die besten organisierte Agrarindustrie mit all ihren Verflechtungen bis hin zu den chemischen Industrie.

"Die Bauern", nämlich die ihre Höfe bereits nachhaltig bewirtschaften, würden von den geforderten Massnahmen des Volksbegehrens eher profitieren. Aber die haben halt keine Lobby, gell.

Falscher Eindruck

@ KarlderKühne:
Bin ich früher mit dem Auto eine Stunde gefahren, war die Scheibe voll toter Insekten. Heute bleibt sie sauber.

Wenn das Ihr einziger Kontakt zu Insekten ist, finde ich das sehr schade. Wissenschaftlich gesehen sagt das aber nichts aus, denn jetzt ist Winter und die Beobachtung ist nur ein flüchtiger Augenschein, der oft täuscht.

@Edelmann: Quorum

Man muss das Wahlbeteiligung bei einer Volksabstimmung sauber von der Unterschriftensammlung für das Zustandekommen einer Volksinitiative trennen.

Die Wahlbeteiligung sollte sicher deutlich über 10% liegen. Als Quorum für eine Unterschriftensammlung ist das jedoch schon eher hoch. In der Schweiz, in der das bekanntlich alles sehr gut funktioniert, braucht es höchstens gut 4% bis runter auf 0,7%, je nach Kanton. In Deutschland ist die Hürde viel zu hoch, weswegen wir Bürger kaum jemals zu Wort kommen.

Höfe sterben wegen der Bienen???

Eine größere Infamie als die Hetze jenes "Bauernverbandes" gibt es wohl nicht. Früher hatten wir zahlreiche Landwirtschaftsbetriebe, die weiß Gott ökologisch produzierten, die Kühe waren auf der Weide, auf den Feldern wuchsen Brotgetreide und Kartoffeln neben Rüben, Kohl und Viehfutter, es gab überall Blühstreifen, Hecken und die Wiesen wurden nicht zu Maisfeldern "umgewidmet", die Luft wurde nicht durch massiven Gülleanfall verpestet - auch die Welt der Insekten und Vögel war intakt. Heute haben wir anstelle der Kleinbetriebe einige wenige ganz große, die rausholen, was immer nur rauszuholen geht. Mais, Raps, Raps, Mais, und an den Feldrändern zur Gewissensberuhigung ein paar Sonnenblumen. Die Maschinen, die den Boden verdichten, werden immer gewaltiger, statt Feldwegen gibt es jetzt mit Betonschutt befestigte breite Wirtschaftswege, die wenigen Bäume am Wegrand werden zurechtgestutzt, damit die Riesentechnik durch kann - das erlebe ich hier vor Ort in erschreckendem Umfang.

Bayern ist vorn bei Bio und Insektenpflege

Bodenbrüter wie Kiebitz und Feldlerche sterben nicht nur am Insektenmangel. Sie wurden überwiegend von Krähen gefressen. Das konnte man noch eine Zeitlang in den Bremer Wümme-Wiesen beobachten - inzwischen gibt es diese Vögel hier nicht mehr. Die Krähen mästen sich auf dem nahe gelegenen Müllberg und ziehen jedes Jahr 4-6 Junge auf. Bejagt werden dürfen sie hier nicht.

Genauso geht es dem Feldhasen. Die Jungen werden in einer Sasse, einer Kuhle am Boden aufgezogen. Sie liegen ungeschützt vor den Augen der Krähen, die täglich zu Hunderten aus der Stadt von ihren Schlaf- und Nistbäumen in Richtung Müllkippe fliegen. Welche Hasenmutter kann ihre Jungen gegen diese Übermacht verteidigen?

Kaninchen werden in einem Bau gesäugt, die sind geschützt.

Bayern macht das besser. Der Bauernverband veranstaltet einen Wettbewerb für bäuerliche Betriebe zum Anlegen von Randstreifen, "Blühende Rahmen" genannt. Zudem wird das Anlegen von Randstreifen vom bayr. Umweltministerium gefördert.

Die insektenfreie Scheibe hat

Die insektenfreie Scheibe hat auch etwas mit Aerodynamik zu tun. Nur mal so am Rande.
Fahren Sie mal ein altes Auto. Das ist immer noch zugematscht, wie früher.

Hoffentlich nicht das Schicksal der Brexit-Volksbefragung

Hoffentlich wissen die Initiatoren und Abstimmenden, was sie tun. Beim Brexit ja offensichtlich nicht. Bienen mögen ja niedlich und in sein, aber sie sind nur ein einziges Randphänomen. Der heutige Extrem-Luxus der Menschen in Deutschland, an jedem Ort, zu jeder Zeit Kommunikation, Unterhaltung, Mobilität, Wärme, Schutz vor den Elementen, sauberes Wasser, Essen im Überfluss und auf höchstem Produktionsniveau, all das gibt es nur zu Lasten unserer Umwelt - denn wir leben ja nicht in einer Blase (ok, einige schon). Wir tauschen ununterbrochen die Abfallprodukte unseres Lebenswandels mit den Rohstoffen der Natur aus. Wer sagt den Abstimmenden die ganze Wahrheit? Dass diese Abstimmung der erste Schritt in eine zwar vielleicht bessere Umwelt aber eine deutlich weniger komfortable Lebenswelt ist. Wer sagt ja in der Bevölkerung dazu, dass wir was den Komfort angeht um wenigstens 100 Jahre zurück müssen? Wer kann sich das Leben in dem Zustand überhaupt noch vorstellen? Rumänen vielleicht.

@OrwellAG

>>Es muss ein grosses Aufwachen beginnen. Sterben die Insekten, sterben wir. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es immer weniger Insekten gibt (man frage die Autofahrer, die jetzt 70 sind, früher gab es mehr "Matsch" auf den Scheiben). Und ich stelle einfach mal Zusammenhänge auf, seit 20 Jahren gab es immer mehr Verbreitung moderner Insektentötungsmittel, und es wurde hier schon erwähnt, der Ausbau der Mobilfunk und WLAN Technologie. Aber es tut ja keiner was, denn wir leiden noch mehr an einer Angst vor dem wirtschaftlichen Untergang, weil ja nun alles etabliert ist - mitunter eine Folge von "WIr machen erst mal und sehen dann weiter". Aber einige haben das Kalkül gehabt, wenn es erst mal gemacht ist, gibt es kein Zurück mehr. Man hat kurz gesagt nichts erforscht, und alles in die Welt gesetzt und mir scheint, der Planet verdient uns nicht. (Polemische Aussage)<<

Sie sprechen mir - fast wortwörtlich - aus vollstem Herzen...

Ohr am Volk

Beim Eintragen in die Liste für das Volksbegehren habe ich mich gefragt, wieso eine so kleine Partei wie die ÖDP - an die sich dann auch noch Andere angehängt haben - "diese Arbeit" machen muß und nicht die großen Parteien angefangen von der Söder-CSU. Wo haben die eigentlich das "Ohr am Volk"? Da gibt es ein Landwirtschaftsministerium...und dann fragt man sich schon, was die Leute da den ganzen Tag machen, wenn mehr und mehr Insektenarten aussterben.

Ich kenne Leute aus der

Ich kenne Leute aus der Nachbar-Stadt , da erzählen sie immer, es gibt keine Bienen mehr. Bei uns - einer waldreichen Stadt - gibt es glücklicherweise einige Imker, nur deshalb sehe ich einige Bienen. Ich blicke mir Sorge in die nächsten 30 Jahre. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, den man "no return point" nennt.

2017 war die Schlagzeile:

70% weniger Insekten in Deutschland.
Und ich sage -das ist Blödsinn-70% weniger Insekten führen sofort und unweigerlich zum Aussterben aller Singvogelarten.
Der Ertrag in der Landwirtschaft, besonders beim Obstanbau würde komplett zusammenbrechen.
Und die Mär mit den weniger Insekten auf der Windschutzscheibe hat nun auch schon langsam einen Bart. Ja das traf 2017 teilweise zu-2018 war es aber wie immer.

08:36 von baroso59

Neben der Vergiftung der Insekten durch Agrargifte gibt es seriöse Gutachten, die belegen, dass Insekten wie auch Zugvögel durch Hochfrequenz (Funkmaste) stark beeinträchtigt werden.

Das das für uns Menschen nicht gesund sein kann, versteht sich wohl von selbst.
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Da kann ich nur den altbewährten Alu-Hut empfehlen.

@08:58 von zimmermann61

wozu brauchen wir eigentlich zu diesem Thema Volksinitiativen?

Die CSU ist stark verbandelt mit der Lobbyvertretung des Bauernverbandes.

Der wird dominiert durch die Interessen vor allem der Großbauern, die auch in Bayern bereits agrarindustriellen Charakter besitzt.
Die wollen, dass alles so bleibt wie es ist, optimiert auf Ertrag.

Biodiversität wird hier wo sie stört wegoptimiert.

Basisdemokratie ist ok wenn das Ziel

ok ist. In diesem Fall passt das wunderbar. Und die Insektenwelt benötigt eine Ruhepause und Entlastung vor dem Giftangriff der Agrarwirtschaft. Dennoch glaube ich das die Basisdemokratie auch schlechte folgen haben kann. Siehe in der Schweiz, dort wurde auch nicht nur gute Beschlüsse getroffen. Einer wurde sogar von der Regierung verschleppt und somit auf Eis gelegt.
Basisdemokratie kann nur funktionieren wenn die Teilnehmer über viel Wissen verfügen, und selbst dann kann eine falsche Entscheidung herauskommen. Die Deutschen sind durch die palamentarische Demokratie fast unfähig geworden selber zu denken und müssen für alles einen übergeordneten Elitestand haben. Das was mal in der Nachkriegszeit gut gedacht war und auch lange gut funktioniert hat muss reformiert werden. Nicht auf einem Schlag, aber Stück für Stück in den nächsten Jahrzehnten. Dazu müssten aber die Frauen und Herren Politiker Macht abgeben. Und das halte ich für sehr, sehr unwahrscheinlich

Ist das Problem nicht woanders?

Erst wenn der Verbraucher bereit ist, für die Lebensmittel doppelt so viel zu bezahlen wie bisher, und sein Futter aus der direkten Umgebung selbst mit dem Fahrrad zu holen, sollten wir über die Bauern schimpfen. "Geiz ist geil" in unser deutscher Trump(f), und solange dieses Argument zieht, dominieren die "Aluhüte" (EMS) und Volksverdummer. Ein Forum wie dieses hier zeigt nur das Ausmaß der Unkenntnis, zur Problemlösung trägt es nicht bei.

Unterschreiben ist einfach, aber wenn es Geld kostet...

Soweit ich mich erinnern kann, hat ein Landwirt auf Ebay gegen Entgelt angeboten, eine insektenfreundliche Kräuterwiese anzulegen und zu pflegen. Der Preis für eine bestimmte Fläche lag bei 50 Euro. Die Nachfrage war sehr bescheiden. Ich bin gespannt, wieviele noch für den Insektenschutz sind, wenn es was kostet, wenn die Lebensmittel teurer werden, egal, ob die Herstellung nun wirklich teurer ist oder nicht. - Und ein zweiter Gedanke? Was ist mit der zunehmenden Population von Fledermäusen? Seitdem ich zwei dieser süßen, sauberen, als Bakterienschleuder bedenkenlosen, naturgeschützten Artgenossen am Haus habe, ist mein Garten so gut wie insektenfrei. Was natürlich beim Grillen oder abendlichen Bierchen sehr angenehm ist. Und mich stören meine 2 Fledermäuse, ehrlich gesagt, überhaupt nicht. Aber sie fressen pro Nacht ca. 6000 Insekten!

Baroso59

Stimme ihnen zu.
Habe auch schon von Umweltschützern vernommen das die Frequenzen der Mobilfunkmasten und Windräder die Insekten beeinflussen. Viele Bienen werden fehlgeleitet und finden nicht mehr in den Stock.
Wenn ich mich richtig entsinne gab es darüber einmal einen Beitrag im BR.
Mit einem kleinen Insektenhotel in den geschleckten Gärten ist es nicht getan.
Denke das die Gartenbesitzer und Balkonbesitzer ebenso viel dazu beitragen wie die Landwirtschaft.
Maisanbau zur Biogasgewinnung belastet die Umwelt sicher sehr stark. Umweltschutz muß im ganzen gesehen werden und nicht nur nach grünen Parolen ausgerichtet werden.

08:57 von BotschafterSarek

Es wird die richtigen treffen. Jene, die schon jetzt ökologisch verantwortungsvoll (land)wirtschaften. Die anderen werden sich entweder anpassen (dann zu Recht) oder vom Markt verschwinden.
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Ja einfach nur blöd, dass wir ca.80 Millionen Menschen im Land ernähren müssen.
Die die reich sind, trifft es ja nicht und die anderen werden sich entweder anpassen oder verschwinden-ganz einfach?
Ich finde es fatal, mit welcher Arroganz Leute wie sie meinen, über das Schicksal anderer hart arbeitender Menschen entscheiden zu können.

Konkurrenz

Liebe Bauern, ihr sorgt Euch um Euer Einkommen. Zu unrecht. Sinken die Erträge, steigen die Preise. Nur wenn die Konkurrenz (die anderen Bauern) weiterhin ihre Erträge halten können, habt ihr Verluste zu befürchten. Wenn aber alle weniger produzieren, dann werden die Preise steigen. Wenn das Gesetz alle betrifft, ist keiner im Nachteil, ihr habt also die Konkurrenz nicht zu befürchten. Die Chance, diesen Gleichstand EU-weit herzustellen, hat Glyphosat Minister Schmidt leider erst mal vertan.

@ofarrill und andere - ländliche Bauern

Zur Information: an erster Stelle der gelisteten Unterstützer des Volksbegehrens stehen: Agrarbündnis BGL/TS und die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft. Also genau die Kleinbauern, die, wie klar denkende und informierte Menschen wissen, durch das Volksbegehren begünstigt werden sollen.
Die Behauptungen des Bauernverbands sind hahnebüchen und stimmen nicht. Sie sind wahrscheinlich getrieben auch durch Stimmungsmache von BASF/Monsanto und Konsorten, die ihre Umsätze hinsichtlich Saatgut und Pestiziden schwinden sehen. Und leider plappern viele Leute einfach nach, was man ihnen vorspricht, ohne sich selbst ein Bild zu machen.

Danke übrigens für die vielfältige Zustimmung. Mein ganz persönliches Engagement mit vielfacher Unterschriftensammlung hat sich also gelohnt:-) Und der Erfolg mit 18.4 % der Wahlberechtigten spricht für weit mehr als doppelt so viel Zustimmung bei einem Volksentscheid.

@Autograf um 9.44

wohin auch immer wir hinmüssen:
Die Richtung muss stimmen und das Volksbegehren zeigt deutlich in die andere Richtung als wohin wir gerade steuern.

Am Ende gibt's nur mehr Subventionen!

Der Erfolg der Initiative (ich war natürlich im Rathaus) wird sich erst durch entsprechende Gesetze und deren Einhaltung zeigen. Genau hier habe ich meine Bedenken. Eigentlich sollten die EU-Agrarsubventionen schon jetzt an Bedingungen für eine nachhaltige Landwirtschaft geknüpft sein. Das Gegenteil ist der Fall. Ich befürchte, zu den EU-Agrarsubventionen kommen jetzt dann noch neue Subventionen des Bundeslandes hinzu, aber der Rückgang der Vögel und Insekten wird sich weiter beschleunigen. Es wäre aber doch so einfach, vor allem wenn man Pkt. 4 beachten würde.
1. Subventionen für den Nichteinsatz oder der Reduzierung von Herbiziden, Pestiziden u. Gülle.
2. Subventionen für den Anbau von Hecken an allen Feldrändern.
3. Höchst-Subventionen für unbewirtschaftete Brachwiesen.
4. Macht man Pkt. 1 - 3 nicht, dann Wegfall aller Subventionen und zugleich Zahlung einer saftigen Umweltstrafe.

@baroso59: Strahlenphobie

"... gibt es seriöse Gutachten, die belegen, dass Insekten wie auch Zugvögel durch Hochfrequenz (Funkmaste) stark beeinträchtigt werden."

Die Gutachten will ich sehen. Welche meinen Sie?

Wird Zeit

das etwas getan wird, ich befürchte nur das schon lange zu spät ist.
Um Bienen und Schmetterlinge zu erhalten braucht es aber mehr, das geht schon Parks und Rändern los, es fängt an zu blühen und sofort wird gemäht, Grundlage weg.
Monokulturen für Biogasanlagen, statt Blüh-pflanzen oder Bienenweide, dann noch gegen alle Unkräuter spritzen.
Früher gab es in Kornfeldern noch Mohn oder Kornblumen, die Liste könnte man unendlich weiter schreiben.
Es muss nicht alles alles überpflegt werden, und Rasen ohne Gänseblümchen, wie in einigen Gegenden, auch Disteln werden gebraucht für viele Insekten.
Einige unserer beliebt und bekannten Falter benötigen Brennesel für den Nachwuchs, und so weiter.
Es passiert auch viel durch Unwissen, und weil alles sauber und steril sein muss bei einigen.
Ohne Insekten eben keine Vögel und auch kein Obst und so weiter, Umdenken geht viel früher los als sich manche vorstellen können.
Das Feld was nötig ist, ist sehr weit.

Glückwunsch

„Der Erfolg von "Rettet die Bienen" hat die Initiatoren in Bayern überwältigt und gezeigt, was Basisdemokratie erreichen kann. Andere Bundesländer planen nun ähnliche Initiativen.“

Super. Geht doch. So macht man das.

„Doch nicht alle sind begeistert.“

Wär’ auch ein Wunder, wenn‘s anders wäre.

Es regt mich auf diese Hetze gegen Bauern

Ich bin Bauer und mich regt diese Hetze gegen uns auf!
Ja es gibt schwarze Schafe aber diese sind sehr wenige! Vielleicht sollte man mal in die Stadt schauen? Was ist denn mit den ganzen Betonbauten und Straßen die dort sind? Kein bisschen Grün! Viele setzen sich gerade einen Steingarten und dort können die Lebewesen auch nix finden! Mich würde ja mal interessieren wieviele von den die unterschrieben haben auch zu Direktvermarkter gehen und den dreifachen Preis zahlen? Meine Erfahrung zeigt, dass es wenige sind! Hauptsache billig und rettet die Bienen! Der Bauer weiss das er die Natur brauch damit er wirtschaften kann! Die Regierung sollte Großbetriebe zb. mit mehr als 50 Kühe verbieten und kleine Familien wieder unterstützen! Die Bevölkerung sollte die Arbeit zu schätzen wissen! BITTE BITTE geht alle wieder zum Metzger, welcher auch die Schlachtvieh aus der Region hat! Kauft Produkte aus eurer Region! Das ist ein Anfang!

Mais braucht keine bestäubenden Insekten

Der "umweltfreundliche" Rohstoff für "grüne" Biogasanlagen ist Mais. Biogasanlagen wurden gefördert, Maisanbau zum Verfaulen zwecks Gewinnung von Biogas.
Mais ist ein Windbestäuber, er braucht keine bestäubenden Insekten. In den Monokulturen finden Insekten keine Nahrung, also ziehen sie sich zurück bzw. sie verhungern.
Ein Beispiel für "grün gewollt", aber nicht gekonnt.

@landart

Beim Eintragen in die Liste für das Volksbegehren habe ich mich gefragt, wieso eine so kleine Partei wie die ÖDP - an die sich dann auch noch Andere angehängt haben - "diese Arbeit" machen muß und nicht die großen Parteien

Die Frage ist für mich eher, warum die ÖDP trotz eines guten Programms und diverser erfolgreicher Aktionen (das war ja nicht das erste erfolgreiche Volksbegehren, welche die ÖDP initiiert hat) immer noch so klein ist.

Oh Gott hilf

wenn ich die Kommentare einiger User hier lese, komme ich zu dem Schluss, dass das bundesdeutsche Bildungssystem total versagt hat.
-Landwirtschaft abschaffen
-"Giftangriff " der Agraindustrie
-den Bauern sind die Tiere vollkommen egal
-bashing für einen ganzen Berufsstand

Einfach nur traurig, wie verblendet manche von ihrer grünen Ideologie sind und die gesellschaftlichen Realitäten einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen.

Nachtrag zu Kommentarvon 10:52

Aus der Meldung „Fragen und Antworten
Insektensterben - wie groß ist das Problem?“ („absolut dramatisch“):

„Und stehen Bauern zurecht am Pranger?“

Eins ist mal sicher:

Jemanden „an den Pranger“ zu stellen, hilft niemandem weiter. Weder den Bauern noch sonst irgendwem. Und das nicht nur hier.

Sehr wohl wohl aber mehr - idealerweise: uneingeschränkte - Transparenz.

@Hanno Kuhrt

Ja einfach nur blöd, dass wir ca.80 Millionen Menschen im Land ernähren müssen.

Das geht auch mit ökologisch verantwortungsvoller Landwirtschaft. Und diese 80 Millionen Menschen brauchen nicht nur ausreichend Nahrungsmittel, sie brauchen auch sauberes Trinkwasser, ein funktionierendes Ökosystem (denn wir sind Teil der Natur) und wirksame Antibiotika, die nicht in der Viehwirtschaft verwendet werden, so dass sie im Ernstfall beim Menschen nicht mehr wirken, weil die Keime Resistenzen ausgebildet haben.

Die Initiative unterstütze

Die Initiative unterstütze ich. Allerdings sollten Problemlösungen nicht auf die Politik projeziert werden, sondern jeder sollte mit seinem Handeln beitragen, dass sich die Dinge ändern.
Eine Quote für Ökolandbau - meinetwegen. Gern sogar. Je höher je besser IMHO. Aber wer darauf nicht vertrauen will, kann duch sein eigenes Konsumverhalten zu einer Änderung beitragen.
Kauft mehr lokal & bio und weniger global und konventionell. Weniger Flächenversiegelung (d.h. weniger Verkehrsflächen, was wiederum weniger PKW/LKW-Verkehr bedeutet!), weniger Bauland (Wohnung oder RH statt solitäres EFH!), weniger Konsum (Handy auch mal 5 Jahre nutzen, nicht jede Saison 10 Paar Schuhe kaufen).
Put your money where your mouth is!
Ich mache das so - nicht zu 100% aber zu sehr großen Teilen.

Die Initiative ist gut, aber allein auf deren Erfolg und Wirksamkeit zu hoffen, ist zu wenig. Auch und vor allem heißt es: selber machen!
Das ist wirksam und glaubwürdig.

Korrektur

Um 8:57 schrieb ich:

Es wird die richtigen treffen. Jene, die schon jetzt ökologisch verantwortungsvoll (land)wirtschaften. Die anderen werden sich entweder anpassen (dann zu Recht) oder vom Markt verschwinden.

Leider kann ich den Beitrag nicht mehr bearbeiten, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Es muss natürlich heißen: "Jene, die jetzt schon ökologisch verantwortungsvoll (land)wirtschaften, haben nichts zu befürchten."

Ökologie

Ich lese hier einige Meinungen, die von wenig Ahnung über wissenschaftliche Zusammenhänge zeugen. Ich versuche es mal.
Insekten ist ein großer Begriff. Um Insekten zu schützen braucht man eine abwechslungsreiche Landschaft, keine Monokulturen bis zum Horizont. Weil unterschiedliche Arten unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum haben. Auf einem Maisacker leben bestenfalls Maisschädlinge.
Bienen brauchen blühenden Pflanzen, die Nektar produzieren. Keine Getreideart (auch Mais ist Getreide) produziert Nektar, weil die vom Wind bestäubt werden.
Für Lerchen und Kibitze ist vor allem das häufige Mähen der Wiesen ein Problem, weil die Maschinen über die Nester fahren.
Singvögel sind auch auf eine möglichst reichhaltige Landschaft angewiesen. Gleicher Grund wie bei den Insekten. Die fressen nicht alle Insekten, sonst müsste man im Winter Insekten in Vogelhäuschen tun, keine Körner.
Die übermäßige Düngerei führt auch zu verarmten Wiesen, über Pestizide muss man nichts sagen.

Abwenden der wirtschaftlichen "Not"

Wichtig ist erst mal, dass die Bauern, die sich jetzt aus wirtschaftlichen Nöten heraus dazu entscheiden, sich zu vergrößern, zukünftig nicht mehr dazu getrieben werden. Es darf kein Vorteil mehr sein, wegen größerer Fläche oder mehr Tieren mehr Geld zu bekommen.
Das Volksbegehren setzt auch noch an anderen Punkten an: z.B.
- kein Einsatz von Pestiziden mehr auf öffentlichem Grund
- Licht
- Fach Naturschutz bei der Ausbildung zum Landwirt
- Uferschutz, Hecken, Steinansammlungen

Ein Anfang ??

Schön, daß dieses Mini-Volksbegehren Erfolg hatte.

Aber ich sehe nur, daß wir - bzw. nur erstmal die Bayern, etwas mitspielen dürfen.
An größere, wichtigere Entscheidungen läßt man uns nicht ran. Man traut uns nicht.

Da sage ich nur, mehr Mut. Vorbild ist die Schweiz.

"Rettet die Bienen", Brexit - ist Basisdemokratie immer besser?

Bei einem Thema wie "Rettet die Bienen" mag Basisdemokratie gut sein. Dass sie grundsätzlich der repräsentativen Demokratie vorzuziehen ist, wage ich zu bezweifeln - da reicht mir ein kurzer Blick in die Kommentare auf verschiedenen Nachrichtenseiten.

Viele Leute haben schlichtweg nicht die nötige Intelligenz und Bildung, um sich in komplexe Themen einzulesen, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden und sich eine fundierte Meinung zu bilden. Und denjenigen, die die Intelligenz hätten, fehlt meist die nötige Zeit - denn mit einer Stunde Wikipedia lesen ist es eben nicht getan, auch wenn das manche glauben.

Ich denke, wir sind in Deutschland mit der repräsentativen Demokratie bisher ganz gut gefahren. Ja, sie ist anfälliger für Lobbyismus, parteipolitische Taktiererei usw. Dafür ist die Basisdemokratie anfälliger für Populismus, Propaganda, Meinungsmanipulation. Und so richtig idiotische Entscheidungen kommen eher auf basisdemokratischem Weg zustande - siehe Brexit.

verlogen

Diese Initiative ist für mich einfach verlogen. Die damit verbundenen Gesetzesänderungen sollte alle Bürger betreffen, denn nicht nur die Bauern sind Schuld. So sollten Pflanzenschutzmittel ausschließlich an Leute verkauft werden, welche eine Sachkundeprüfung nachweisen können, so sollten auch Leute mit einem Garten einer Aufzeichnungspflicht der angewendeten Mittel unterliegen. Da würde sich so mancher wundern, was er selber zum Schaden der Umwelt beiträgt. Unsere ganze Gesellschaft müsste ihr Konsumverhalten ändern, z.B. auch dieser überdrehter Hygienewahn, alles mit Sagrotan, alles 99,9% Bakterienfrei, ja glaubt den wirklich jeder der Unterzeichner und Befürworter das schadet nicht? Ach ja wird ja mit dem Klo runtergespült. In meinen Augen hilft nur ein gesamtgesellschaftliches Umdenken, aber das betrifft einen dann ja selbst. In Starnberg haben rund 25% unterschrieben, wieviele E-Autos sind in Starnberg zugelassen? Oder sollte ich nach SUV´s und Porsche usw. fragen?

Ich kann es mir bildlich vorstellen, wie die Unterzeichner

dieses Volksbegehrens vor Erschöpfung und Müdigkeit in Ihre Sessel gefallen sind, auf Grund Ihrer aufopferungsvollen Mühe und Leistung, welche sie für den Naturschutzerbracht haben. Respekt! Am nächsten Tag saßen sie dann wieder alleine im übermotorisierten 2 Tonnen SUV im Stau, kauften am Valentinstag Rosen die aus Kenia oder Südamerika eingeflogen worden sind. Sie freuen sich wie Schnitzel, über den jährlichen Billigflug in den Urlaub und kümmern sich nicht um den Stromverbrauch, den die Ski-Kanonen im trendigen Skigebiet verballern (alleine in Österreich jedes Jahr Energie für 50-500 tausend Haushalte). Im Frühjahr wird der Mähroboter aus der Winterruhe erweckt, der Laubbläser hat im Herbst seinen Dienst getan und das die Geranien auf dem Balkon derart überzüchtet sind, dass diese keinerlei Pollen mehr erzeugen und für Insekten wertlos geworden sind, kümmert sie auch nicht. Sie brauchen sich ja auch nicht mehr zu kümmern, sie haben ja schon Gutes vollbracht! Vielen Dank!

Nachtrag zu Kommentar 10:52

Aus der Meldung „Fragen und Antworten
Insektensterben - wie groß ist das Problem?“ („absolut dramatisch“):

„Und stehen Bauern zurecht am Pranger?“

Eins ist mal sicher:

„Pranger“ helfen niemandem weiter, weder den Bauern noch sonst irgendwem, sondern heizen nur die „Stimmung“ weiter auf.
Und das nicht nur in diesem Fall.

Sehr wohl weiterhelfen würde aber mehr - idealerweise: uneingeschränkte - Transparenz.

Sind Sie Landwirt?

Ihre Feststellung wundert mich ein wenig. Globalisierung, Importe? Schon davon gehört? Kundenverhalten, Niedriglöhne? All das spielt zusammen. Die Ausgleichszahlungen werden dafür bezahlt, weil die deutschen Bauern sich an Gesetze halten und somit finanziell aufwendiger produzieren als es z.B. in Südamerika oder China geschieht. Aber gerade aus dem Rest der Welt wird importiert was das Zeug hält, damit die Lebensmittelketten die schlecht bezahlten Arbeiter in Deutschland mit billigen Lebensmitteln versorgen und Ihren Gewinn trotzdem machen können. Wer tatsächlich glaubt dies national verändern zu können hat das mit der Globalisierung noch nicht verinnerlicht.

@09:59 von landart

"Beim Eintragen in die Liste für das Volksbegehren habe ich mich gefragt, wieso eine so kleine Partei wie die ÖDP - an die sich dann auch noch Andere angehängt haben - "diese Arbeit" machen muß und nicht die großen Parteien"

Ja, das muss man sich fragen.

Es lohnt sich auch, im Kopf zu behalten, dass es bei der Europawahl im Mai wieder keine Prozenthürde gibt, und dass durch diese Regelung auch einige Kleinparteien, einschließlich der ÖDP, im Moment mit einem Abgeordneten im Europaparlament vertreten sind.

Wenn man diese Politik unterstützen möchte, ist eine Stimme an eine Kleinpartei wie die ÖDP also tatsächlich eine überlegenswerte Alternative mit Erfolgsaussichten und nicht nur eine weggeworfene Stimme.

@ 10:33 von Ulli62

Ich glaube nicht, dass das die richtige Richtung ist. Die richtige Richtung kann nur umfassender Verzicht sein. Ein Volksbegehren für Bienen ist nicht nur völlig ungenügend, sondern es zeigt, dass die Bevölkerung immer noch glaubt, dass man mit kosmetischen Maßnahmen irgendetwas noch retten kann. Wie letztens die Freitagsdemos der Schüler: Ich vermisse Plakate, dass die gerne früher ins Bett gehen um Strom und Wärme zu sparen, zuhause Jacken statt T-Shirts anziehen und die Heizung runterdrehen, einmal ein Buch lesen und in der Zeit ihre ganze Elektronik abschalten - aber nein, nur Forderungen an andere. Als wenn es damit getan wäre. Am Ende wird jeder betroffen sein und in einer Demokratie ist es daher notwendig, dass jeder seine Bereitschaft dazu erklärt - nicht immer nur das Problem auf andere schieben.

Brandenburger Bauernbund kündigte Widerstand an!?

Die Antworten der bäuerlichen Vereinigungen , in diesem Falles des Brandenburger Bauernbundes sind einmal mehr plump, befremdlich, unverständlich bis abstoßend!

Wer hetzt hier gegen Bauern? Es geht darum, dass wir auch in Zukunft noch Insekten haben, die Blüten bestäuben und so eine bäuerliche Wirtschaft überhaupt erst ermöglichen.

Stattdessen liest man auf der Internet-Seite dieses Bauernverbandes unter http://www.bauernbund-brandenburg.de/

"Der Bauernbund Brandenburg hat den bayerischen Bauern seine Solidarität im Widerstand gegen das Volksbegehren "Rettet die Bienen" zugesichert und die bayerische Staatsregierung aufgefordert, den Initiatoren keinen Zentimeter entgegenzukommen."

Demokratieverständnis? Diskussionkultur? Zielführende Vorschläge? Volle Fehlanzeige. Die Polemik dieser Lobby-Clubs sind einfach nur entsetzlich und repräsentieren hoffentlich nicht die Meinung derjenigen, die wirklich als Bauern arbeiten...

ich bin (mini) Imker. Ich

ich bin (mini) Imker.
Ich habe Völker in einem Eifel Tal wo es keinen Ackerbau gibt, diese überleben fast alle den Winter.
Und ich habe Völker im Kreis DN, da hatte ich in den letzten 6 Jahren 4-mal einen Totalverlust.
Ein Bauer muss konkurrenzfähig sein.
Was die Politik Erlaubt wird dieser nutzen.
Somit liegt die Hauptschuld aus meiner Sicht bei der Politik und deren Nähe zu den Lobbyisten.

könnte noch reichen

schwanke auch zwischen "alles zu spät" und "geht doch". In USA bauen sie teilweise Staudämme ab und waren sehr skeptisch, ob sich der Fluß und Natur erholt. Bereits nach 1 Jahr war es fast wie vor dem Staudamm - die Natur kann sich extrem erholen. Sie braucht Platz und keine "Sterilität". Im Sommer halte ich eine Pfütze auf der Pferdekoppel nass, die Wirkung ist für Vögel fast schon "extrem", das hilft ungemein. Wenn es überall viele solche kleinen Beispiele (Insektenhotels, Scheune für Schwalben offen lassen, Laubhaufen liegen lassen usw.) gibt dann kommen wir voran. Aber das muß in viele Köpfe. Und solche Initiativen bewirken ein umdenken, weiter so, aber bitte miteinander. Es gibt sehr viele Bauern, die gerne mitmachen, nur der Bauernverband hört den Schuß mal wieder nicht.

20. Februar 2019 um 11:18 von Laskaris

Vielen Dank für diesen Kommentar, dem ich absolut und vollumfänglich zustimmen kann, insbesondere dem zweiten und dritten Absatz!

Wir leben mit unserer Demokratieform sehr gut - und es spricht ja nichts dagegen, in einzelnen Fällen "das Volk sprechen zu lassen". Aber die Auswirkungen derart grundlegender Entscheidungen wie z. B. dem Brexit können die allerwenigsten - mich eingeschlossen - sachgerecht beurteilen. Und Emotionen waren noch nie eine gute Basis für wichtige Entscheidungen.

@11:00 von amdkeks

"Ich bin Bauer und mich regt diese Hetze gegen uns auf!
Ja es gibt schwarze Schafe aber diese sind sehr wenige!"

Sollten dann Maßnahmen, die die schwarzen Schafe einbremsen und damit dafür sorgen, dass Sie gegenüber den schwarzen Schafen zukünftig keinen Nachteil mehr haben, nicht genau in Ihrem Interesse sein?

Auch dem Rest, den Sie schreiben, kann ich im Großen und Ganzen zustimmen. Aber wo ist der Widerspruch zum Volksbegehren? So wie ich das lese, müsste Sie doch mit Ihren Vorstellungen, in welche Richtung die Reise gehen soll, eigentlich eher ein Unterstützer sein?

@11:18 von Laskaris

"Ich denke, wir sind in Deutschland mit der repräsentativen Demokratie bisher ganz gut gefahren. Ja, sie ist anfälliger für Lobbyismus, parteipolitische Taktiererei usw. Dafür ist die Basisdemokratie anfälliger für Populismus, Propaganda, Meinungsmanipulation. Und so richtig idiotische Entscheidungen kommen eher auf basisdemokratischem Weg zustande - siehe Brexit."

Es kommt auch immer darauf an, wie man die direkte Demokratie genau umsetzt.

Vielleicht der entscheidendste Unterschied: In Bayern wurden Unterschriften für einen konkreten Gesetzesentwurf gesammelt, der am Ende zur Abstimmung steht. Dessen Bestimmungen kann man ganz konkret diskutieren und sich eine klare Meinung bilden.

Beim Brexit wurde dagegen über eine vage Idee abgestimmt, von der niemand wusste (und bis heute weiß), wie sie am Ende tatsächlich umgesetzt werden sollte. Über so etwas kann man nicht sinnvoll eine bindende Abstimmung durchführen, übrigens weder in einem Referendum noch in einem Parlament.

Gift, wohin das Auge blickt!

"Es gibt bisher aber keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen, die das belegen."

Nein, gibt es nicht? Das möchte man Ihnen jedenfalls gerne weissmachen. Monsanto selbst hat in eigenen Studien die Karzinogenität seines RoundUp (Glyphosat) ermittelt.
https://www.arte.tv/sites/de/das-arte-magazin/2017/10/09/gift-fuer-alles/

Dass die Ergebnisse dieser Untersuchungen zwar den von Ihnen gewählten Volksvertretern vorliegen, die Ergebnisse aber unter Verschluss gehalten werden, sagt einiges über den Zustand unserer Demokratie aus.

Am 20. Februar 2019 um 11:57 von Meinungs_Macher

"Aber die Auswirkungen derart grundlegender Entscheidungen wie z. B. dem Brexit können die allerwenigsten - mich eingeschlossen - sachgerecht beurteilen."

Dazu muss man sich informieren, ein bisschen Aufwand muss man schon betreiben, oder sind Ihrer Meinung nach die Deutschen so viel unfähiger als die Schweizer?

@Emil66

Ein Bauer muss konkurrenzfähig sein.

Wenn für alle die gleichen strengen Öko-Auflagen gelten und die EU nach Trump nicht auf die Schnapsidee komt, TTIP wiederzubeleben, so dass wir den anderswo unter weitaus lascheren Rahmenbedingungen und billigeren Löhnen produzierten Kram ins Land lassen müssen, dann sind unsere Bauern auch mit ökologisch verantwortungsvoller Produktionsweise konkurrenzfähig.

@vweh

Basisdemokratie kann nur funktionieren wenn die Teilnehmer über viel Wissen verfügen, und selbst dann kann eine falsche Entscheidung herauskommen.

Eine falsche Entscheidung kann auch bei Berufspolitikern herauskommen, nur hat sie da andere Gründe (Lobbyismus usw.). Falsche basisdemokratische Entscheidungen haben in der Tat etwas mit mangelnder Bildung bzw. mangelndem Interesse breiter Bevölkerungsschichten an wirklicher politischer Bildung zu tun. Ich bin strikt gegen bundesweite Volksentscheide, denn da entscheiden am Ende nicht die besseren Argumente, sondern die charismatischeren Führungsfiguren oder die Meinungsmacher der auflagenstarken Boulevardzeitungen, was das Volk auf dem Stimmzettel ankreuzt.

@amdkeks

Der Bauer weiss das er die Natur brauch damit er wirtschaften kann!

Der Bauer weiß das bestimmt, das glaube ich Ihnen. Aber weiß das auch der Agrarmanager, der einen Großbetrieb mit 20 oder 50 Hektar leitet und dort möglichst wenig kostentreibende "human ressources" einsetzen möchte?

Artikel nicht gelesen

gebe ich gerne zu.

Aber wie wäre es denn, wenn jeder mal seinen Laubbläser in der Garage lässt. Schon einmal über die Folgen nachgedacht wenn permanent das Laub mit den darin lebenden Insekten weggepustet wird?

@amdkeks

Ich kaufe weder Fleisch noch Fisch noch Obst/Gemüse beim Discounter! Ganz bewußt nicht. Es gibt auch nicht jeden Fleisch. Ich kaufe ganz bewußt regional und auch im Bio-Laden. Ja, die Lebensmittel sind es mir wert und ich verarme auch nicht! Ich kenne viele Menschen in meinem Umfeld, die es mittlerweile auch so handhaben.
Es ist auch nicht immer nur der böse Konsument, der nur bllig will. Politik und der BBV sind jetzt gefragt, statt Erzeuger und Verbraucher jetzt aufeinander zu hetzen. Der BBV hätte jetzt mal die Chance was für seine Mitglieder rauszuschlagen, als nur auf uns Verbraucher zu schimpfen.
Erzeugerpreise einfach rauf, Qualität muß sich lohnen!

@11:00 von draufguckerin

"Mais braucht keine bestäubenden Insekten"

Bei Mais wird das Stadtgut mit Neonikoteinen gebeizt gegen den Maisrüssler, dieses Gift ist auch später in der Pflanze, die Biene bestäubt diese pflanzen nicht nimmt aber von diesen Schwitzwasser auf und verliert dadurch die Orientierung, ups der Stock ist leer, na wo sind sie denn?
Zudem vergiftet das Zeug auch noch die anderen Lebewesen im Boden, wodurch dieser immer mehr gedüngt werden muss usw.

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