Ihre Meinung zu: Arbeiten am Bahnnetz: 800 Baustellen gleichzeitig

20. Februar 2019 - 8:26 Uhr

Instandhaltung, Neu- und Ausbau - die Deutsche Bahn arbeitet auch in diesem Jahr kräftig am Streckennetz. Zwischenzeitlich wird es laut Konzern 800 Baustellen gleichzeitig geben. Das hat Folgen für Reisende.

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Kommentare

Versäumnisse der Vergangenheit

Die Arbeiten sind doch wohl zum Großteil auf Versäumnisse der Vergangenheit mit verfehlter Investitionspolitik zurückzuführen. Es rächt sich nun den Erhalt des Bahnnetzes wohl wegen des geplanten Börsenganges zurückhaltend betrieben zu haben (Stichwort: Kosten sparen). Jeder nachhaltig wirtschaftende Unternehmer weiss, man muss laufend seine Geschäftsbasis erhalten - auch durch vorausschauende Investitionen - , denn das ist auf lange Sicht günstiger, als faktisch zu dringenden Reparaturen gezwungen zu werden. Daher hält sich mein Mitleid mit der Bahn in Grenzen. Kurzfristig denkende Politiker (Ministerium für Verkehr) und entsprechende Bahn-Manager haben den Karren an die Wand gefahren.

Fragen Sie mal die

Fragen Sie mal die langjährigen Bahnmitarbeiter, was die von der Bahnpolitik/dem Geschäftsgebahren der letzten 25 Jahre halten! Und genau diese Mitarbeiter dürfen sich jetzt den Unmut der Kunden anhören.

Die Regionen

die ober aufgezählt werden, kenne ich nur vom Namen, und Bahn kann ich nicht nutzen weil kein Gleis vorhanden.
Ohne das ich weiter weg zu einem Bahnhof fahren müsste, und die Bahnpreise sind auch sehr hoch.
Also bei dem Preisen sollte auch Geld für die Arbeiten vorhanden sein, wo sind die Einnahmen alle hin ?.

@Zeit-Reisender

Sie sagen es.
Es ist ja weder in Instandhaltung noch in Modernisierung investiert.

Die Bahn Behauptet ein modernes Zukunftsfähiges Unternehmen zu sin...

Da vielerorts noch Technik aus der Kaiserzeit im Einsatz ist wage ich das zu bezweifeln.

In einem geht die Bahn aber voll mit der Zeit... wie so ziemlich jedes staatliche oder Teilstaatliche Unternehmen lässt sich die Bahn fröhlich nach Strich und Faden von ihren Zulieferern zum besten halten.

Wenn man sich die Qualität der ICEs ansieht, die Siemens liefert, frage ich mich warum diese Zusammenarbeit überhaupt noch besteht... Klimaanlagen die bei Temperaturen von 32°C und mehr dien Dienst quittieren... was für ein Armutszeugnis ist das bitte?

Vielleicht ist es also doch besser weiter auf Kaiserzeittechnik zu setzen... damals wurde noch Qualität verbaut... nicht Billigmist aus Vetternwirtschaftsgeschäften.

Die Bahn sollte nicht mehr

Die Bahn sollte nicht mehr den überfordeten Autoministern unterstehen. Da brauchen wir bessere Leute. Da schlage ich externe Berater von SNCF und ÖBB vor.
Dann muß man die Bahn im allgemeininteresse mal mit ordentlich Budget ausstatten, so daß die die Straßen auch wieder entlasten kann. Gewinn ist bei einem solchen Betrieb eh nie möglich. Also AG beenden und wieder zur "Deutschen Bundesbahn" werden. Das Projekt "Deutsche Bahn" ist ja krachend gescheitert. Und es bedarf eines Konzeptes, ala Beschleunigungsgesetz. Wenn jede Trasse erst 50 Jahre diskutiert werden muß, passt was nicht. Und wenn man hört, wie lange über die Stracke FFM-Mannheim nun schon geredet wird, wobei die Bahn am liebsten direkt über die B3 fahren würde, ohne anzuhalten, dann stimmt etwas nicht. Im Ried ist genug Platz.

In der Tat

...nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung haben die Österreicher in den letzten 20 Jahren pro Schienenkm 4 x soviel in die Infrastruktur investiert, die Schweizer gar 6 x mehr. Wenn wir also in 20 Jahren auf Stand des schweizerischen Bahnnetz kommen wollen, muss die DB das Zwölffache des Bisherigen investieren!!! Katastrophale Versäumnisse, die sich in den nächsten Jahren noch verstärkt bemerkbar machen werden...

@ 08:43 von Zeit-Reisender

"Versäumnisse der Vergangenheit"
Sie bringen es auf den Punkt.

Hinzufügen möchte ich noch, dass alles bis zum Anschlag ausgereizt wird und zu spät Zusatztrassen angelegt werden (das gleiche gilt übrigens für den Straßenverkehr).

Gibt es nur eine Haupttrasse endet die Instandsetzung im Chaos. Gäbe es weitere Ersatztrassen, könnte man den Verkehr verlagern.

Privatisierung war ein schwerer Fehler

Das das Bahnnetz ein Zuschußgeschäft ist das ist wohl jedem klar.
Vor der Zerschlagung waren aber auch soziale Bereiche bei der Bahn beheimatet. Nur um Mitarbeiter abzubauen und Immobilien zu veräußern wurde die funktionierende Bahn aufgeteilt. Die unrentablen Geschäftszweige blieben im Besitz des Bundes und die rentablen Bereiche wurden privat veräußert.
Die Gewinne nicht investiert sondern abgezogen.
Das jetzt viel Nachholbedarf ist wenn man das Verkehrsmittel Bahn weiterhin sicher betreiben will dürfte jedem klar sein.

Privatisierung

Eine Privatisierung ist oft sinnvoll, aber bei der Bahn wurde so ziemlich alles falsch gemacht. Das Netz ist ein natürliches Monopol und darf daher auf keinen Fall privatisiert werden. Das ist öffentliche Infrastruktur, die der Staat bereitstellen muss. Beim Rollmaterial ist das anders, aber dafür muss es endlich vom Netz getrennt werden, um den Wettbewerb fair zu machen.

Heute zahlt der Bund einen Großteil des Netzes, erwartet aber von der Bahn eine hohe Dividende. Das ist ein absurdes Spiel von rechter Tasche, linke Tasche. Das Ziel von öffentlicher Infrastruktur kann es nicht sein, Gewinn zu machen.

800 Baustellen, bei der immer

800 Baustellen, bei der immer wieder bewießenen Katastrophenplanerei? Na dann gute Nacht. Wenn man da die anstehende Verkehrsüberflutung auch durch immer größere LKW-Lavinen zusammen mit den zu erwartenden Riesen- und Dauerbaustellen der total vernachlässigten Brücken und Straßenzuständen wegen bewußt jahrzehntelanger Vernachlässigung mit einberechnet, wird sich dieses Land zu einer einzigen Baustelle mit stehendem Verkehr entwickeln. Das alles macht eine Geschwindigkeitsbeschränkung immer unnötiger, weil eine Geschwindigkeit von 130 km/h eh nur noch illusorisch sein wird. Nichts destro trotz könnte ich mir aber vorstellen, dass unsere 'Umweltschützer' dann auf 70 km/h heruntergehen. Hauptsache ist denen ja eh nur die Bürger zu reglementieren. Falsch, wollte natürlich sagen die Umwelt zu schützen...

Es wäre ja schön wenn wenigstens

gebaut werden würde. Leider ist einer unserer Bahnübergänge seit 1 Jahr defekt. Es gibt eine Notschaltung die aber immer von einer Person bewacht werden muss. D.h. seit einem Jahr wird dieser Notbehelf betrieben ohne das etwas repariert wird. Die Bahn ist am Ende, sie wurde totgewirtschaftet und kapputgespart... Unfassbares Fehlverhalten der CDU-Regierung...

@leberkas

Welche "rentabelen"Teile der Bahn wurden denn privat veräußert?

Arbeiten am Bahnnetz der DB

Die Deutsche Bahn will also jetzt nachholen, was sie jahrelang versäumt hat. Wenn das eintritt, was sie für einen schnelleren, pünktlicheren und sicheren Reiseverkehr geplant hat, dann könnten die Reisenden zufrieden sein. Aber was sie versprochen hat, muss sie dann auch einhalten.

um 10:02 von didip

"nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung haben die Österreicher in den letzten 20 Jahren pro Schienenkm 4 x soviel in die Infrastruktur investiert, die Schweizer gar 6 x mehr. Wenn wir also in 20 Jahren auf Stand des schweizerischen Bahnnetz kommen wollen, muss die DB das Zwölffache des Bisherigen investieren!!!"
Richtig. Und vor allem muss die Bahn mal von Fachexperten geführt werden und nicht immer nur von Bundesverkehrsministern aus der CSU, die von der Bahn keine Ahnung haben.

@vweh

In Deutschland gibt es fast 17000 Tausend Bahnübergänge. Bei uns sind zwei große die auch ständig kaputt sind. Leider ist die Technik alt und es gibt keine Ersatzteile mehr. Deshalb werden sie komplett ersetzt,was aber nun mal durch Planung und Beschaffung nicht so schnell geht. Die Jahrzehntelange Sparerei lässt sich nun mal nicht in kurzer Zeit beheben. Bei uns in der Gegend hat die Bahn in den letzten Jahren jede Menge Gleise und Stellwerke erneuert,Brücken saniert und auch Bahnhöfe und Haltepunkte modernisiert. Es tut sich also was.

Flaschenhälse?

Doch eher im Management als bei den Strecken. Denn als Rastatt einbrach, war nicht mal die Überlegung nach einem Plan B da. Über Stuttgart konnte man nicht fahren, da war ja die Baustellen nach Böblingen. Über Frankreich konnte man auch nicht, weil keine passenden Antriebsfahrzeuge vorhanden waren. Von den Wirren bei S-21 will ich gar nicht reden: die Ausreden klingen immer gleich. Signal-, Weichenstörung u.ä. Es vergeht kein Tag, wo die S-Bahnen wirklich "regulär" fahren. Schlimm.
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Wenn man Baustellen plant, dann nicht zu viele parallel. Sonst sind Ausweich-Möglichkeiten rasch verpufft und es kommt zum Infarkt. Ist billigste Logistiker-Lehre - gilt aber für Pofalle wohl nicht ("hat man im Kanzleramt auch nie so gemacht" - was anderes kennt er ja nicht).

Es würde mich nicht wundern,

Es würde mich nicht wundern, wenn die Bahn-Führung absichtlich viel, billig und schlecht bauen lässt um:

1. die Wirtschaftlichkeit zu verschlechtern (Auto-Lobby),
2. Mehr Bestechungsgelder an Freunde zu verteilen (Bau),
3. Ausreden für Ausfälle und Verspätungen (alles nur Infrastrukturbedingt, da kann keiner was dafür).

Ist Staatlich so gewollt. Würden die deutschen eine Bahn wie Japan haben, es würden wohl 10-30% weniger Autos verkauft. Das darf nach Klimakillerin Merkel so nicht sein. "Nur wer ein Auto besitzt ist frei", etc. etc...

Spielen die Kundeninteressen bei den Planungen auch eine Rolle?

800 Baustellen gleichzeitig??

Schon mal was von strategischer Planung und dem Sinn von „versetzten“ Arbeitsabläufen gehört?

Nach welchen Kriterien wird überhaupt bei der Bahn die „Prioritätenliste“ festgelegt?

Alles schön und gut...

...aber hier fällt uns unser sinnloses Wachstum auf drn Kopf. Vor Jahren hätte das alles die Hälfte gekostet und nun ist es unbezahlbar. Deweiteren Frage ich mich immer wer das Geld einsteckt, wenn 4 km Ausbau 40 Millionen kosten. Das ist doch nicht nornal. Das sind Inflationspreise!

Realistische Fahrpläne, bitte

Eine Baustelle ist in der Regel vorherseh- und planbar. Es ist also möglich und wichtig, daß diese bei der Fahrplangestaltung von vornherein realistisch(!) berücksichtigt werden. Die Bahn macht das zwar schon, aber da ist mE durchaus noch Platz nach oben. Es ist für mich als Bahnkunde v.a. wichtig, dann anzukommen wie es auf dem Fahrplan steht und ggf. Anschlusszüge zu erreichen. Ob's planmäßig ein paar Minuten länger dauert, damit kann man eher leben.

Allen die

Gerne die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und die es witzig finden, was für einen Unsinn unsere Politiker / Ex-Politiker so von sich geben...

Googeln sie mal den Begriff: Pofalla-Wende

Ist ein Vorschlag um die Pünktlichkeit der Bahn zu verbessern.

Ein Fest für die Sinne für jeden Zyniker.

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