Ihre Meinung zu: OLG Frankfurt am Main: Erbe als Druckmittel ist sittenwidrig

19. Februar 2019 - 14:47 Uhr

Erben dürfen nicht per Testament zu Besuchen der Großeltern gedrängt werden. Das sei sittenwidrig, entschied das OLG Frankfurt. Ein Großvater hatte versucht, sein Erbe als Druckmittel einzusetzen.

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Kommentare

wie gerecht ist Erben?

Ich finde es vollkommen legitim, wenn ein Erbgeber/Schenker an das Erbe/die Schenkung Bedingungen knüpft!

Noch was:Leider kann man den Faktencheck, welcher unter dem Artikel verlinkt ist, nicht direkt kommentieren, daher versuche ich es hier:

http://faktenfinder.tagesschau.de/kurzerklaert/kurz-erklaert-erben-101.html

Im Faktencheck werden eindeutig Äpfel mit Birnen verglichen!

Da wird dargelegt, dass Einkünfte aus Erbschaften und Schenkungen unverhältnismäßig besser gestellt würden, als Einkünfte aus Berufstätigkeit - das ist natürlich FALSCH!

Richtig ist, dass das Vermögen des Schenkers/Erbgebers ja bereits vollständig versteuert wurde! Höchstwahrscheinlich sogar mit dem höchsten Steuersatz, wenn es ordentlich was zu erben gibt!

... da soll uns doch der Faktencheck mal erläutern, warum das sauer verdiente und ordentlich versteuererte Vermögen überhaupt noch ein ZWEITES Mal versteuert werden muss? ... das ist doch reinste Wegelagerei, wenn der Staat hier erneut die Hand aufhält!

Also ich würde

davon ausgehen, hätte Opa das gewusst, dann hätten die Enkel nichts bekommen.
Wie kommt das Gericht auf die gegenteilige Vermutung. Und dann ist auch eine komische Erbfolge, bekommt der 2 Bruder nicht trotzdem seinen Pflichtteil ?.
Irgendwie klingt das alles etwas seltsam, der Ehefrau hinterlässt man doch in der Regel 50 Prozent, Kinder bekommen mindestens Pflichtteile. Enkel müssen bei größeren Summen, viele Steuern zahlen.
Hängt mit Freisummen der 1.-2. Generation zusammen, Opa hätte sich wohl mal mit Erben befassen müssen, oder einen Anwalt nehmen sollen.

Ob dieser Einzelfall von solchem Interesse ist, ich weis es nicht.

Druckmittel

darf nur der Staat einsetzen;
z.B. Wohnort nicht in Deutschland,Rente gekürzt.
Wär ja noch schöner, wenn das Recht auch für Bürger gelte.
PS: Sittenwidrig ist einzig die WEIGERUNG seine Großeltern zu pflegen und zu besuchen.
Ich würd an des Vadders Stelle alles verpulvern, und mir nen schönen Abend machen

Hätten die Enkel nicht ein Pflichtteilsrecht?

Der Artikel geht ja nur auf die „gesetzlichen“ Erbfestlegungen ein, die der Erblasser selbst bestimmen kann. Bei einer solchen etwas komplizierteren Abstammungssituation wie im Beispiel ist der jeweilige Anteil der Erben ein Rechenexempel. Es wird nicht klar worum es eigentlich geht, vermutlich um die Anfechtung des Testaments. Aber mit welchem Ziel? Gesetzlich hätten doch die Enkel aus der Ehe des zweiten Sohnes nie und nimmer 50%, egal wie sittenwidrig das Testament war. Die lächerlich geringe Besteuerung von Erbschaften in Deutschland verfolgt das Ziel, Familienunternehmen zu bewahren. Andererseits wird dadurch die soziale Ungleichheit in Deutschland massiv verschärft. Die einen sind halt Mieter und die anderen Vermieter. Oder wie im alten Rom: Plebejer und Patrizier. Wäre es nicht Aufgabe des Staates, für einen Ausgleich zu sorgen, damit niemand mehr mit goldenen Löffel im Mund geboren wird und das Kind aus einer HARTZer Familie eine Chance erhält?

Dummes Testament

so lange man lebt, kann man mit seinem Geld machen, was man will. Warum nicht den Enkel oder die Kinder oder fremden Menschen, die sich um den Erblasser kümmern, mal hier oder da einen Geldbetrag schenken. In diesem Fall haben wieder Rechtsanwälte verdient. Wie sagte mein Opa" Man gibt mit warmer Hand"

Wie verzweifelt muss der Großvater

und wie gleichgültig muss den Enkel ihr "Oppa" gewesen sein.

Aber um an die Kohle zu kommen bis vor das OLG zu gehen und zu klagen, dazu sind sie eher bereit, als den "Oppa" alle zwei Monate mal zu besuchen.

Hm ...

... alle 2 Monate mal beim Opa vorbeischauen war zuviel verlangt?

Aber Hauptsache erben. Ist die Pflege des Haustieres nun auch eine unzumutbare Bedingung?

Irgendwie...

...bringt mich der Versuch des Großvaters zum Schmunzeln. Die Enkel wären - selbst wenn er damit durchgekommen wäre - nicht "gezwungen" gewesen ihn zu besuchen. Sie hätten ja einfach auf das Erbe verzichten können.

In Deutschland bedeutet es ja auch nicht "Zwangsarbeit", wenn man um Geld zu bekommen jede Arbeit annehmen muss. Man wird ja nicht mit Waffengewalt dazu getrieben. Man bekommt nur kein Geld. So jedenfalls sehen es die Gerichte, wenn es um die Verfassungsmäßigkeit von Strafaktionen gegen Grundsicherungsempfänger geht. ;-)

Hier wird das Recht plötzlich gedreht und es ist "sittenwidrig". Grusi-Empfänger nen 1-Euro-Job aufzuhalsen ist dagegen nicht sittenwidrig. Seltsam seltsam...

@ Elitedemokrat

Und ständig grüßt das Murmeltier "schon versteuertes Geld".

Ich erklär es Ihnen noch einmal.

JEDER muss auf sein versteuertes Einkommen NOCH EINMAL STEUERN zahlen.

Mehrwertsteuer, Grunderwerbsteuer Mineralölsteuer, Tabaksteuer etc.

Und da gibt es KEINE hohen Freibeträge wie bei der Erbschaftsteuer.

dann macht man die lieben kleinen

halt nicht zu erben und gibt es dem örtlichen tierheim

Ja wie weit würde es denn

Ja wie weit würde es denn gehen, wenn man solche Bedingungen nun an ein Testament knüpfen könnte? Finde das Urteil korrekt-.

um 14:00 von Elitedemokrat

" Da wird dargelegt, dass Einkünfte aus Erbschaften und Schenkungen unverhältnismäßig besser gestellt würden, als Einkünfte aus Berufstätigkeit - das ist natürlich FALSCH! Richtig ist, dass das Vermögen des Schenkers/Erbgebers ja bereits vollständig versteuert wurde! Höchstwahrscheinlich sogar mit dem höchsten Steuersatz, wenn es ordentlich was zu erben gibt!" - Falsch. Richtig ist, dass der Erbende auf dieses Vermögen nochkeine Steuern bezahlt hat. Wenn Sie so wollen, ist jeder Cent, der in Umlauf ist, schon X-Mal besteuert worden.

RE:Elitedemokrat

" ... da soll uns doch der Faktencheck mal erläutern, warum das sauer verdiente und ordentlich versteuererte Vermögen überhaupt noch ein ZWEITES Mal versteuert werden muss? ... das ist doch reinste Wegelagerei, wenn der Staat hier erneut die Hand aufhält!"

Ein Erbschaft wirkt wie en zusätzliches Einkommen und gehört natürlich versteuert. Sie reden nur dem Geldadel das Wort, der über Generationen davon profitiert. Wir haben hier in Deutschland schon genug Finanzfeudalismus.
Ich würde es begrüßen, wenn Erbschaften den Steuersätzen der Lohn- buw Einkommensteuer unterworfen würden.

Gruß Hador

Es ist natürlich leicht die

Es ist natürlich leicht die bösen Enkel zu verurteilen. Da man aber nichts genaues weiß, wäre da wohl Zurückhaltung angesagt. Es gibt leider in Familien zig verschiedene üble Spielarten seitens verschiedener Familienmitglieder. Jedes Gesetz hat Vor - und Nachteile. Es gibt schließlich auch genügend Beispiele, bei denen mit Enterbung gedroht wird, wenn das Verhalten des zukünftigen Erbens nicht genehm ist. Daher kann man wie immer nichts pauschalisieren

Wie sieht es aus, wenn ich

Wie sieht es aus, wenn ich mein Vermögen posthum an den Letzten verschenke, der mich noch lebend sieht? Also derjenige bekommt 1Minunte vor meinem Tod einfach ALLES geschenkt. Dann ist kein Erbe mehr zu verteilen. Wär ja noch schöner, wenn irgendwer was bekommt, den ich nicht mag, oder der mich nicht mag.

Fehlurteil!

"Hätte der Großvater gewusst, dass seine Besuchsbedingung nicht rechtens ist, sei davon auszugehen, dass er seine Enkel trotzdem zu Miterben gemacht hätte. Dafür spreche seine gewünschte enge Bindung zu den Enkeln."

Das ist eine glatte Lüge und quasi das genaue Gegenteil von dem was der Mann gewollt hat.

Der Großvater wollte ganz offensichtlich besucht werden, vermutlich war er einsam. Er wollte ganz bestimmt nicht einfach seine Enkel beschenken, sonst hätte er sein Erbe gerade nicht an Bedingungen geknüpft.

Erben...

Bist du glücklich oder der hast du schon geerbt?

Der Großvater hat seine Frau

Der Großvater hat seine Frau seinen Sohn und seine beiden Enkel mit jeweils einem Viertel im Testament festgelegt. In seinem Testament hat er Bedingungen festgelegt. Als er dann verstorben ist haben wohl Ehefrau und/oder Sohn darauf bestanden das die Enkel nichts erhalten. Da die Enkel ihn zu Lebzeiten nicht besucht haben hätte er sie ja gar nicht in das Testament aufnehmen müssen. Hat er aber.

Es gibt eine ganz einfache Möglichkeit das nur der Ehepartner erbt, Ehepaare setzen sich testamentarisch gegenseitig als Erbe ein, dann gibt es kein Pflichtanteil für Kinder, Enkel u.s.w.

Wenn Zb ein Haus an Ehefrau und zwei Kinder verebt wird muß wenn Zb. die Ehefrau drin wohnen bleiben will ggf. den beiden Kindern 2/3 des Verkehrswertes auszahlen. Hat sie das Geld nicht wird das Haus ggf. zwangsversteigert und jeder bekommt ein Drittel.

@ophorus was für eine seltsame Auffassung....

ich habe meinen Großvater auch nicht besucht!
Pflegen?
Auf gar keinen Fall pflege ich einen unverbesserlichen Rechtsradikalen und Fremdenhasser, der seinen Hund mehr wertschätzt als seine Ehefrau.
"Hunde sind die besseren Menschen" - na schönen Dank auch.
Das einzig konforme mit ihm ist für mich Atheist seine Abneigung für alles Religiöse!
Und so eine Dumpfbacke soll ich besuchen - gar pflegen?
Und überhaupt - @ophorus - in welchem Staat Sie leben weiß ich nicht, in der Demokratie BRD jedenfalls nicht.
Hier bei uns in DLand setzt der Staat keine, wie Sie es nennen "Druckmittel" ein und ja es ist gut das Sie das auch nicht dürfen, wenn Sie's doch tun werden Sie bestraft und das ist gut so!

Das geht den Staat nichts an

@ ophorus:
Druckmittel darf nur der Staat einsetzen; z.B. Wohnort nicht in Deutschland, Rente gekürzt.

Quark. Wer sich die Rentenpunkte durch jahrelange Einzahlung in die Rentenversicherung erworben hat, dem steht die Rente auch zu - völlig egal, wo er wohnt. Das geht den Staat nichts an, er hat niemandem den Wohnort vorzuschreiben.

Keine Bedingungen stellen

@ Elitedemokrat:
Ich finde es vollkommen legitim, wenn ein Erbgeber/Schenker an das Erbe/die Schenkung Bedingungen knüpft!

Mehr als eine höfliche Bitte kann das aber nicht sein. Der Erbe/Beschenkte kann sich daran halten, kann es aber auch bleiben lassen. Ich habe auch schon Geschenke weggeworfen.

Der Staat ist doch kein Umverteilungsringelreigen

@ Möbius:
Die lächerlich geringe Besteuerung von Erbschaften in Deutschland verfolgt das Ziel, Familienunternehmen zu bewahren. Andererseits wird dadurch die soziale Ungleichheit in Deutschland massiv verschärft. Die einen sind halt Mieter und die anderen Vermieter. Oder wie im alten Rom: Plebejer und Patrizier. Wäre es nicht Aufgabe des Staates, für einen Ausgleich zu sorgen ...

Nein. Das geht den Staat doch überhaupt nichts an.

Bitte mal sachlich bleiben.....

Kinder haben nicht auf die Welt gewollt. Ihre Eltern wollten das (oder auch nicht).
Auf jeden Fall gehören Hinterlassenschaften den Nachkommen, ob das den Eltern passt oder nicht.
Es gibt auch Eltern, die Schulden hinterlassen.....für ihre Kinder.

Keine Doppelbesteuerung

@ Elitedemokrat:
... da soll uns doch der Faktencheck mal erläutern, warum das sauer verdiente und ordentlich versteuererte Vermögen überhaupt noch ein ZWEITES Mal versteuert werden muss?

Muss es doch gar nicht. Der Erblasser, der sein Einkommen und damit Vermögen hoffentlich regelgerecht versteuert hat, muss bei seinem Ableben nicht erneut Steuern zahlen. Die Erbschaftssteuer zahlt nur der Erbe, für den das Erbteil ja auch real ein Einkommen bedeutet. Das ist rechtlich völlig einwandfrei. Außerdem sind die Freibeträge recht komfortabel, Normalverbraucher zahlen fast nie Erbschaftssteuer.

@Hador Goldscheitel - im Gegenteil!

Zitat: "Ein Erbschaft wirkt wie en zusätzliches Einkommen und gehört natürlich versteuert."

... was für ein Verständnis von "Familie" haben Sie, dass das, was Ihren Familienmitgliedern gehört nicht auch Ihnen gehört? ...

Zitat: "Sie reden nur dem Geldadel das Wort, der über Generationen davon profitiert. Wir haben hier in Deutschland schon genug Finanzfeudalismus."

... wir haben in Deutschland zu viel Sozialneid und zu wenig Achtung vor der Leistung Anderer! - Und keinerlei Verantwortungsgefühl für die eigene Situation! ...

Zitat: "Ich würde es begrüßen, wenn Erbschaften den Steuersätzen der Lohn- buw Einkommensteuer unterworfen würden."

... ich würde es begrüßen, wenn man mal begreift, das die Lebensleistung eines Menschen (egal ob Mann oder Frau) immer auch eine Familienleistung ist! ...

... daher würde ich es begrüßen, wenn die Erbschaftssteuer komplett abgeschafft würde!

@ Opensuse Linuxer

Es gibt auch Eltern, die Schulden hinterlassen.....für ihre Kinder.

Ein Erbe kann von den Erben immer auch ausgeschlagen werden.

@15:55 von Opensuse Linuxer

"Auf jeden Fall gehören Hinterlassenschaften den Nachkommen, ob das den Eltern passt oder nicht."

Das Geld gehört denjenigen, den der Besitzer des Geldes bestimmt, zu Lebzeiten. Wenn das nicht so wäre müsste man es eben kurz vor einem erwartbaren Ableben verschenken, wenn man seine Nachkommen für "unwürdig" hält. Wenn man Ihren Fall annähme bräuchte es gar keine Testamente und kein Erbrecht. Dann wäre die Sache klar.

"Es gibt auch Eltern, die Schulden hinterlassen.....für ihre Kinder."

Ist kein Problem. Man kann Erbschaften problemlos ausschlagen. Eine Unterschrift auf dem Nachlassgericht. Und ich wurde damals auch darüber aufgeklärt, dass es auch noch den sog. "Erbschaftskonkurs" gibt.

@Stefan T - noch falscher

Zitat: "Falsch. Richtig ist, dass der Erbende auf dieses Vermögen nochkeine Steuern bezahlt hat. Wenn Sie so wollen, ist jeder Cent, der in Umlauf ist, schon X-Mal besteuert worden."

... warum sollte er/sie?

... erbt er/sie Bargeld, gibt er es aus oder legt es an >> Mehrwertsteuer, Steuern auf Spekulationsgewinne, Vermögenssteuer, etc.

... erbt er/sie Immobilien, übernimmt er das Risiko/die Verantwortung >> Grundbesitzabgaben, Ausgaben für Handwerker, etc.

... erbt er/sie Unternehmen, ist die Verantwortung noch größer, Arbeitsplätze hängen daran! >> Umsatzsteuer, Sozialabgaben, etc.

Einzig und allein die Tatsache, dass ein Familienmitglied den Hauptteil seiner Lebenszeit darauf verwendet hat, ein Vermögen aufzubauen - mit Unterstützung der übrigen gesamten Familie - die dann oft notgedrungen andere Aufgaben und Verantwortungen hatten (Stichwort: Ehepartner) soll legitimieren, dass hier Fantasie-Steuern abgezweigt werden?

... wenn DAS kein Sozialneid ist, was ist es dann?

von Schaefer

so lange man lebt, kann man mit seinem Geld machen, was man will. Warum nicht den Enkel oder die Kinder oder fremden Menschen

Re
Falsch als Deutscher muss man nachgewiesen wenn man ins Pflegeheim kommt wo das Geld der letzten 10 Jahre verbraucht wurde .Trotzdem zahlten dann im Verhältnis Kinder und deren Kinder bis in die 3 Generation dafür. Informiere dich mal .Tja wenn was übrigbleiben würde nach Pflegeheim 6000 bis 8000 ca im Monat gilt es.

Man könnte die Ansprüche ausrechnen

Nach dem Pflichtteil hätten die Enkel des zweiten Sohnes jeweils nur wenige Prozent erhalten. Ich sehe nicht das sich dies mit dem Urteil jetzt ändert. Vielleicht ging es ja eben auch nur um die paar Prozent. Pflichtteilsenterbungen sind kompliziert, da hätten die Enkel schon ganz (strafrechtlich relevante) schlimme Sachen gegen den Großvater machen müssen - oder selbst kriminell sein müssen. Interessanter ist da doch der Zusammenhang im Großen: von einer „Generation der Erben“ wird heute oft gesprochen. Aber wie viele betrifft das ? So wie es aussieht werden viele bald zur wohlhabenden Klasse gehören oder gar Chefs werden, die im Hauptberuf „Sohn“ oder „Tochter“ waren. So ist es ja bei den Erben von Grossvermögen in Deutschland inzwischen. Mir sind die „Selfmademan“ oder inzwischen auch „selfmadewoman“ viel lieber, die durch Geschick, harte Arbeit und Intelligenz ihr Vermögen gemacht haben. Firmenlenker sollten nicht zuerst an ihr dolce Vita denken.

re superschlau: Superschlaue Idee!

„Wie sieht es aus, wenn ich mein Vermögen posthum an den Letzten verschenke, der mich noch lebend sieht? Also derjenige bekommt 1Minunte vor meinem Tod einfach ALLES geschenkt.“

Wirklich geniale Idee! Ich stelle mir gerade vor, wie sich dann alle „Freunde“ vor Ihrem Sterbezimmer belauern, wer es wohl schafft, als „Letzter“ ins Zimmer zu kommen. Wie viel „Minuten“ bekommt dann Jeder?

Im Ernst: Was Sie da vorschlagen, ist tatsächlich gang und gäbe. Man verteilt sein Erbe dann, solange man es noch verteilen kann. Sie müssen nur aufpassen, dass Sie auch einen Notar am Sterbebett haben. Denn solange Sie schreiben und auf Ihr Testament „aufpassen“ können, „sterben“ Sie noch nicht.

Ich empfehle Ihnen mal die Lektüre „Das Testament“ von John Grisham. Dann kommen Sie noch auf andere Ideen.

14:57 von Stefan T

das ist natürlich FALSCH! Richtig ist, dass das Vermögen des Schenkers/Erbgebers ja bereits vollständig versteuert wurde!

Re
das ist auch Falsch ,für den beschenkten (andere Person)ist es Zugewinn wird aber immer als Vorwand hergenommen ,dass reich reich bleibt und arm arm.
Ich zahle beim Tanken auf die Steuer Benzin eine nochmal Steuer, Kauf .Das ist Krank da Zahle ich Steuer auf die Steuer ,so was hat ein Alleinstellung auf der Welt.
Also was möchten sie mir sagen außer ich Erbe viel und möchte nichts abgeben .Zur Info Verglich mal Weltweit Erbschaftssteuer.

Eigentum ist Eigentum

@ Elitedemokrat:
... was für ein Verständnis von "Familie" haben Sie, dass das, was Ihren Familienmitgliedern gehört nicht auch Ihnen gehört? ...

Gegenfrage: Was für ein Verständnis von Eigentum haben Sie denn? Wenn alles allen gehört brauchen wir ja auch kein Testament. Dann haben wir den großen Mischmasch.

@15:51 PEDIGA: Chancengleichheit oder nicht?

Es geht nicht um Umverteilung, sondern um Chancengleichheit. Warum muss jemand, dessen einziges „Verdienst“ es ist, reiche Eltern gehabt zu haben über das Schicksal anderer Menschen (Mitarbeiter, Mieter etc.) bestimmen? Warum muss er oder sie es besser haben im Leben, ohne eigenes Zutun? Das ist eine prinzipielle Frage. Kinder wohlhabender Eltern (ja, auch bei Frau Schwesig, die gern das Hohelied der Regelschule singt) gehen auf Privatschulen, sind besser medizinisch versorgt, haben bessere Bildungschancen. Warum? Nicht Bildung wird in erster Linie vererbt (die muss man sich nämlich erarbeiten) sondern Geld und damit Macht - auch in der Gesellschaft. Ist das wirklich fair ? Das ist doch die zentrale Frage !

re elitedemokrat

"Richtig ist, dass das Vermögen des Schenkers/Erbgebers ja bereits vollständig versteuert wurde! Höchstwahrscheinlich sogar mit dem höchsten Steuersatz, wenn es ordentlich was zu erben gibt!

... da soll uns doch der Faktencheck mal erläutern, warum das sauer verdiente und ordentlich versteuererte Vermögen überhaupt noch ein ZWEITES Mal versteuert werden muss? ... das ist doch reinste Wegelagerei, wenn der Staat hier erneut die Hand aufhält!"

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Sie bei jedem Einkauf mit dem bereits versteuerten Geld noch mal die Umsatzsteuer bezahlen?

Keine Ausruhen auf dem Erbe

@ Elitedemokrat:
... daher würde ich es begrüßen, wenn die Erbschaftssteuer komplett abgeschafft würde!

Meine Ansicht ist komplett gegenteilig. Ich würde eine Erbschaftssteuer von 100% einführen. Der Staat zieht dann ein Erbe immer komplett ein und niemand kann sich auf dem Erbe der vergangenen Generation ausruhen sondern muss sich seinen Wohlstand neu erarbeiten.

@Möbius 16:16 -

Zitat: "Mir sind die „Selfmademan“ oder inzwischen auch „selfmadewoman“ viel lieber, die durch Geschick, harte Arbeit und Intelligenz ihr Vermögen gemacht haben. Firmenlenker sollten nicht zuerst an ihr dolce Vita denken."

... und nach deren Ableben kommt alles unter den Hammer und die Nachkommen können ja gern bei Null wieder anfangen - richtig?

... damit sie groß und stark werden - echte Selfmade-Millionär-Selfmade-Millionär-Nachkommen?

Kennt jemand irgend einen dieser Selfmade Millionäre persönlich? Weiß einer, was es bedeutet ein Vermögen aufzubauen, wieviel Energie man da hinein steckt? ...

... da reden vermutlich die Blinden über die Farbe ...

... aber Hauptsache Umverteilen?

Antwort zu tias 16:15

Sie sind falsch informiert.
1. Wo steht etwas von Altenheim in dem Artikel?

2. Nur wer vom Sozialamt Geld bekommt muss nachweisen ob er sich arm geschenkt hat.

3. Mit dem Eintritt ins Altenheim bin ich weder entmündigt noch enteignet.

1948 haben alle mit 40 Mark angefangen - von wegen!

Firmenvermögen wurden kaum belangt, wer Industrieller vor dem Krieg war, war es auch nach dem Krieg - wenn er sich nichts vorzuwerfen hatte (was SEHR großzügig ausgelegt wurde). Immobilienbesitzer hatten auch gut Lachen. Damals, bis in die 1970er Jahre, war der soziale Aufstieg aber noch möglich, der heute Seltenheitswert genießt. Wohin soll die Entwicklung führen? Wenn im Jahr 2050 vielleicht noch 50 Millionen Menschen in Deutschland leben, gibt es ca. 1 Million reiche Leute und ca. 40 Millionen Habenichtse. Ist das gut für die Demokratie?

Was geht es die Justiz an...

...ob Opa Bedingungen an die Enkel stellt damit sie etwas erben können? Vorallem wenn es nur um 6 besuche pro Jahr geht, das ist ja nun eine Kleinigkeit. Opa kann vererben wie und an wen er will... wenn ich Opa wäre und meine Enkel würden mich nicht besuchen, also hätten keine Beziehung zu mir, dann würde ich diese Enkel enterben. Punkt. wegen besuchszwang soll das sittenwidrig sein? Na und, das kann Opa doch entscheiden wie er will. Aber die gierigen Enkel sind sich scheinbar nicht zu schade Opa nur vor Gericht zu sehen um unbedingt zu erben. Echt krank dass sich die Justiz für so etwas einbinden lässt. Das ist doch Privatsache und geht den Staat nichts an oder nicht?

Am 19. Februar 2019 um 16:38 von PEDIGA

"Meine Ansicht ist komplett gegenteilig. Ich würde eine Erbschaftssteuer von 100% einführen. Der Staat zieht dann ein Erbe immer komplett ein und niemand kann sich auf dem Erbe der vergangenen Generation ausruhen sondern muss sich seinen Wohlstand neu erarbeiten."

Dies kann wohl nur jemand von sich geben, der von Neid zerfressen ist.

Erbschaftsbesteuerung

Das Problem ist nicht der Sozialneid. Ohne die Kleinen Leute wären die Wohlhabenden nicht Wohlhabend geworden. Damit einer mehr haben kann, müssen andere weniger haben, was durchaus auch legitim ist.
Die Ökonomie als solches kann aber nicht funktionieren, wenn einige wenige die Vermögen haben dieses vermögen nicht "verprassen" sie müssen das Geld ausgeben und in Konsum ummünzen (Es reicht nicht nur eine Firma zu haben und Menschen zu beschäftigen), den nur so kann es zurück in den Kreislauf der Wirtschaft.
Es missgönnt ja niemandem einem Wohlhabenden seine Autos, sein Häuser etc.
Wichtig ist eben das er das Geld eben nicht nur auf die hohe Kannte legt.
Die Erbschaftssteuer ist so zu sagen die Gesellschaftliche konventional Strafe für die Missachtung des Gesellschaftsvertrages.

Erbschaftsteuer

Es wird ja so gerne betont, vererbtes Gekd sein schon mal versteuert worden. Stimmt, aber nicht Geld ist steuerpflichtig, sondern Personen.

Ein Beispiel: sagen wir ein Mensch besitzt Immobilien, die er vermietet. Seine Mieter bezahlen die Miete aus versteuertem Einkommen. Trotzdem muss der Vermieter seine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung natürlich auch versteuern. Die Regel lautet, das Geld wechselt den Besitzer.
Beim Erben kann man jetzt natürlich der Tatsache Rechnung tragen, das ein Verwandschaftsverhältnis besteht etwa durch Freibeträge. Abee das das Gekd schon mal besteuert wurde ist nun wirklich kein Argument

@Möbius 16:43 - Logikfehler?

Zitat: "Wenn im Jahr 2050 vielleicht noch 50 Millionen Menschen in Deutschland leben, gibt es ca. 1 Million reiche Leute und ca. 40 Millionen Habenichtse. Ist das gut für die Demokratie?"

... es kommt mir so vor, als würden Sie gedanklich in einer Art Feudalsystem unterwegs sein ...

... selbst wenn Ihre befürchteten Zustände eintreten würden, ist es doch Unfug anzunehmen, die Reichen Leute wären dies einzig und allein aufgrund der Tatsache, dass ihre Vorfahren das Vermögen erwirtschaftet hätten - das ist doch wirklich Unsinn!

Selbst wenn eine BMW-Erbin ihr Vermögen geerbt hat, dann hat sie doch auch die entsprechende Verantwortung und leistet einen beachtlichen gesellschaftlichen Beitrag!

... aber es gibt auch weiterhin und immer wieder Menschen, wie den IT-Gründer aus Montabaur, die aus eigener Kraft bei Null anfangen!

Die größte Gefahr für die Demokratie ist die Verhinderung von Leistungsbereitschaft durch sinnlose Umverteilung, falsche Steuern und Gleichmacherei!

@16:43 Möbius

Das ist sicherlich nicht gut für die Demokratie. Erbschaft ist ein wichtiger, aber sicher nicht der einzige Faktor, der dazu geführt hat, dass sich die Aufstiegschancen dramatisch verschlechtert haben.

Wenn man sich alleine mal anguckt, in welchem Ausmaß Steuern und andere Abgaben für Reiche und Unternehmen in den letzten 30 Jahren abgebaut wurde...

Achtet man dann auch noch darauf, wie sich die Reallöhne im Verhältnis zum inflationsbereinigten BIP im Zeitverlauf entwickeln, merkt man, dass nahezu das gesamte Wirtschaftswachstum in diesem Zeitraum an Unternehmer und Kapitalgeber (also Wohlhabende) ging...

Die Situation muss sich ändern. Bisher haben Sündenböcke wie Arbeitslose und Flüchtlinge noch ausgereicht, aber irgendwann wird das Fass überlaufen. Es wird aber zugegebenermaßen auch schwer für die Politik, da man neben der schieren Macht großer Unternehmen auch darauf achten muss, dass dieses Problem weltweit angegangen wird. Anders ist sowas heute gar nicht mehr möglich.

Was für eine verkommene Generation

Einst im Mehrgenerationen Haus lebte man zusammen und half sich gegenseitig.
Heute sitzen die Waldorf und Statler nicht mehr an den Fenstern um die Falschparker
aufzuschreiben sondern fordern im Internet
immer mehr und immer höhere Renten von ihren Kindern und Enkeln ein.
Ein blitzender Stern muß vorm Haus stehen und die Luxus Kreuzfahrt muß ja auch noch drin sein. Mit Bedingungen Fordern Fordern,Fordern um anschließend verbrauchte Almosen zu hinterlassen zu können.

Von eueren Enkeln welche Freitags für ihre "Zukunft" die Schule schwänzen könntet ihr euch noch eine Scheibe abschneiden.

@PEDIGA 15:44 - warum denn nicht?

Zitat: "Mehr als eine höfliche Bitte kann das aber nicht sein. Der Erbe/Beschenkte kann sich daran halten, kann es aber auch bleiben lassen. Ich habe auch schon Geschenke weggeworfen."

... das mögen Sie tun, wie Sie es für richtig halten ...

Nochmal: Ich hielte es für durchaus legitim, wenn ein Schenker/Erblasser an die Schenkung/das Erbe auch Bedingungen knüpfen dürfte! Die Rechtsprechung ist für mich hier nicht nachvollziehbar.

Hinweis: Der wohlhabende Mann hätte natürlich auch sein Vermögen in eine Stiftung überführen können! ... dann würden Richter und Erben gepflegt in die Röhre gucken!

auch ich bin für eine Erbschaftssteuer von 100%

Jeder soll bei Null anfangen, was gibt es gerechteres? Das müsste doch gerade den "Leistungsträgern" einleuchten, denn die sind ja überzeugt, dass sie ihren Wohlstand einzig ihrer überlegenen Intelligenz und ihrem außerordentlichen Fleiß zu verdanken haben. Was kann denen schon passieren, wenn sie mit dem gleichen Kapital starten wie andere auch?

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