Ihre Meinung zu: New York will Diskriminierung aufgrund von Frisuren stoppen

19. Februar 2019 - 10:12 Uhr

Kurz, lang, lockig, Dreadlocks oder Rastas? In New York geht alles - und das ganz offiziell. Denn künftig soll kein New Yorker mehr an öffentlichen Orten wegen seiner Frisur benachteiligt werden.

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Kommentare

Erstaunlich

Es überrascht mich sehr, dass man im Jahr 2019 ausgerechnet in der Stadt, die geradezu als der Prototyp des multiethnischen Schmelztiegels ein Gesetz erlassen muss, dass die Diskriminierung aufgrund von Frisuren verbietet.

Zum Nachdenken angeregt hat mich der Satz, dass bestimmte Frisuren als "unprofessionell" gelten. Und tatsächlich ertappe ich mich bei Stereotypen bei mir selbst, dass ich mir z.B. Anwälte mit langen Haaren, Rastalocken oder anderen Frisuren nur schwer vorstellen kann. Vermutlich geprägt durch hunderte Anwaltsfilme und -serien. Privat kenne ich kaum einen Anwalt.

Aber ich schaffe es, mich zur Ordnung zu rufen und mir klar zu machen, dass die Frage, was jemand im Kopf hat nicht davon abhängt, was er auf dem Kopf hat. Wäre schön, wenn wir keine solchen Gesetze bräuchten.

am Arbeitsplatz benachteiligt ...

wer wird denn als Arbeitgeber so doof sein, das als Ablehnungsgrund anzugeben ?
Ansonsten man kann es auch übertreiben
Ein Angestellter repräsentiert den Betrieb
und es macht sicherlich nen Unterschied ob man in einer Anwaltskanzlei arbeitet
oder einem Tattoostudio - vorallem mit seiner Aussenwirkung, der Kunde möchte sich ja angesprochen und wohl fühlen

Schon eigenartig

der Artikel und auch Vorgang.
Jeder der arbeiten möchte muss sich doch beim Arbeitgeber vorstellen, dort wird doch der Arbeitgeber die für Ihn passenden Gesichter und Frisuren finden.
Und bei Entlassungen kann es ja auch nicht so schwierig sein in den USA, eine andere Begründung zu erfinden außer der Frisur.
Wie so etwas funktioniert weis man selbst in Deutschland, haben die in den USA bessere Gewerkschaften oder so was.
Beschließen kann man so etwas natürlich, ob das etwas bringt, wage ich zu bezweifeln.

dr.bashir und Sisyphos3

Beide Beiträge von dr.bashir und Sisyphos3 widersprechen sich und bringen es auf dennoch auf den Punkt.

Letztlich wird wird es eine allmähliche Entwicklung geben, dass allmählich Dinge akzeptiert werden, die früher undenkbar waren, z.B. eine Anwältin oder ein Anwalt ohne Krawatte.

09:29 von dr.bashir

genau um das geht es doch ...
also wenn ich in einem Tattoostudio bin und mein Gegenüber trägt nen Maßanzug und ne Krawatte, weiß ich nicht ob der nötige Wohlfühlfaktor vorhanden ist
ebenso das Vertrauensverhältnis bei nem Anwalt voll tätowiert, und ner Sicherheitsnadel durch die Backe, mich im T Shirt empfangend, gleich da ist.
und bei der Frisur wird es sich wohl ähnlich verhalten

Auf diesem Gebiet gibt es noch so viel Arbeit...

... und das auch in Deutschland. Nicht nur Haare, auch generell die Frage des Körperschmucks betreffend. Warum müssen Beamte immer aus der Subkultur der "gesichtslosen Langweiler" kommen, warum ist mancher Bewerbungsvorgang im öffentlichen Dienst schon vorbei, wenn man ein Piercing oder ein sichtbares Tattoo hat? Beamte sollen die gesamte Gesellschaft abdecken - und es ist von einem Bürger zu erwarten, dass er einen Beamten nicht deshalb als unprofessionell ansieht, weil er einer unliebsamen Subkultur angehört.

Wir leben leider immer noch in einer Welt, in der Vielfalt zwar in den Medien gefordert wird, in den Amtsstuben, Gerichten, Banken und der Arbeitswelt allgemein jedoch Uniformität gelebt wird. Und das nervt mich tierisch!

Stoppt diesen Uniformitäts-Wahnsinn, stoppt die Benachteiligung aller, die "anders" sind. Im öffentlichen Dienst, in der Bank, überall!

Und vom Ständerecht in Deutschland will ich erst gar nicht anfangen... da wird es zum Teil noch extremer...

@09:30 von Sisyphos3

vorallem mit seiner Aussenwirkung, der Kunde möchte sich ja angesprochen und wohl fühlen

Da haben Sie schon recht. Die Frage ist doch, warum fühlen wir uns nicht so wohl, nur weil jemand eine ungewöhnliche Frisur hat. Ich nehme mich da gar nicht aus.

Das erinnert mich an die Diskussion, ob Polizeibeamte sichtbare Tattoos tragen dürfen. Das impliziert ja den Gedanken, tätowierte Menschen seien irgendwie "nicht so seriös". In der heutigen Zeit ein geradezu absurder Gedanke bei der Verbreitung von Tattoos.

Und Frisuren sind tatsächlich noch unwichtiger, insbesondere wenn man aus genetischen Gründen gar nichts für seine Haarpracht kann, man geradezu Kunststücke vollbringen muss, um seine natürlichen Kraushaare auf weißes, westliches Schönheitsideal zu trimmen.

09:49, Elitedemokrat

>>Wer schon mal drüben war, der weiß, dass sich der Alltag in vielen Bereichen nicht sonderlich von dem in der DDR unterscheidet!<<

Diese Assoziation ist mir offen gestanden noch nie gekommen.

Ich meine es hängt auch damit

zusammen welchen Arbeitsplatz ich habe.Dort ist Mann / Frau auch ein äußeres Erscheinungsbild der Firma.

von dr.bashir, 9:29

„…und mir klar zu machen, dass die Frage, was jemand im Kopf hat nicht davon abhängt, was er auf dem Kopf hat…“

Da haben Sie selbstredend völlig Recht. Dasselbe gilt ja auch für Kleidung, Tatoos und Piercings. Dennoch habe ich sowohl bei meinen Studenten als auch bei meinen Mitarbeitern (die ich alle wirklich nicht nach ihrem Äußeren beurteile - sonst würde ich entsprechende Mitarbeiter ja gar nicht einstellen, was ich aber tue) durchaus Korrelationen zwischen Äußerem und Innerem feststellen können. Ist einfach so - und auch nachvollziehbar, entstehen diese Äußerlichkeiten ja nicht zufällig, sondern aufgrund einer spezifischen Geisteshaltung.

09:44 von Carlos12

Dinge akzeptiert werden, die früher undenkbar waren,
.
in einer Anwaltskanzlei wie in einer Bank erwarte ich Seriosität
das bietet mir eine Anwältin mit der entsprechenden Aussenwirkung ebenso wie ein Anwalt
und ein Anwalt wird tunlichst darauf achten, dass er bei seinen Mandanten ankommt,
die bringen ja Geld in die Kasse.
Also mit oder ohne Krawatte, mit oder ohne Uhu im Haar
der Kunde bestimmt was er will

Solange es gepflegt ist, ist es doch egal...

Solange es gepflegt ist es doch egal...
Schon erschreckend, das es im 20-Jarhundert solcher Gesetze bedarf...

In den USA gilt ein ganz strenger Dresscode

Am Arbeitsplatz und auch in vielen Schulen. Wenn man also nicht in Jeans und Sandalen erscheinen darf aber die Haare sind extra vom Gesetz geschützt dann passt das für mich nicht zusammen. Ich habe ja auch lange Haare und vor allem einen langen Bart aber ich bin auch Rentner. Früher bei der Arbeit wäre ich aus eigenen Antrieb nicht so rumgelaufen!

Recht auf Zutritt

"So dürfen ... Diskotheken -keine- Gäste wegen natürlicher Kraushaar-Frisuren an der Tür abweisen."
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Heißt das jetzt, dass Menschen mit Kraushaar-Frisuren überall Zutritt haben müssen, weil sie ihre Zurückweisung auf ihre Frisur schieben können?

Was soll so ein Gesetz bringen?

Im Kern ist dieses Gesetz natürlich gut, aber ein Arbeitgeber hat selbstverständlich das Recht, sich seine Mitarbeiter nach seinen ganz eigenen Kriterien auszusuchen. Ob ihm nun die Kleidung, die Körpergröße, tausend Tattoos, mögliche sprachliche und fachliche Unzulänglichkeiten oder aber die Frisur missfällt.... Das ist für mich kein Rassismus, sondern ein ganz normaler Vorgang bei der Personalauswahl.
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Was soll so ein Gesetz also bringen, wenn eine Absage auch bisher ohnehin nicht mit den Worten "uns missfallen Ihre Dreadlocks" formuliert wird, sondern mit angeblicher Nicht-Eignung für einen Job?
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Eine Flut an Klagen wegen vermeintlichen Rassismus wird die einzige Folge sein, bei der auch zu Recht wegen fachlicher Inkompetenz abgelehnte Bewerber prozessieren, um ein paar zehntausend Dollar rauszuholen; vertreten von Anwälten die auf Erfolgshonorar-Basis arbeiten und zunächst nichts kosten.

@09:49 von Elitedemokrat

"... das einzige, was dieses Gesetz ans Licht bringt, ist allerdings das wahre Gesicht Amerikas!"

Das mag schon sein. Glauben Sie aber im Ernst, dass der Herr, der auf dem Foto über dem Artikel zu sehen ist, es in D leicht hätte, eine Anstellung z.B. in Anwaltskanzlei zu finden? Selbst wenn er summa cum laude in Jura promoviert hätte?

Wenn in einer S-Bahn noch 2 Sitzplätze frei sind. Einer neben dem Herrn und einer neben einem grauhaarigen Rentner. Für welchen Sitzplatz würden sich viele entscheiden?

Fassen wir uns an die eigene Nase, anstatt in mit den Fingern auf die USA zu zeigen.

@09:30 von Sisyphos3

"Ein Angestellter repräsentiert den Betrieb
und es macht sicherlich nen Unterschied ob man in einer Anwaltskanzlei arbeitet
oder einem Tattoostudio - vorallem mit seiner Aussenwirkung, der Kunde möchte sich ja angesprochen und wohl fühlen"

Damit treffen Sie den Stereotyp auf den Kopf: Der Schwarze kann ja gern im Tattoostudio arbeiten - aber eine Anwaltskanzlei kann er nicht repräsentieren.

Ich weiß, das haben Sie nicht gemeint. Aber denken Sie mal darüber nach. Mit krausem Haar ist der Aufwand den Sie betreiben müssen um in einigen Betrieben als 'vorzeigbar' zu gelten enorm. Bei Frauen wahrscheinlich noch mehr als bei Männern, da sie öfter lange Haare tragen.

Sie können Ihre Haare natürlich tragen - ein Schwarzer nicht. Das ist die Ungerechtigkeit um die es hier geht.

Ich finde es Gesetz insgesamt jedoch trotzdem schwierig, denn wenn einer Rastalocken tragen darf, weil es "zu seiner Kultur gehört" und ein Anderer nicht, ist das auch wieder eine Ungleichbehandlung.

Das man für so etwas im 21.

Das man für so etwas im 21. Jahrhundert überhaupt ein Gesetz braucht...

09:49 von Elitedemokrat

"... das einzige, was dieses Gesetz ans Licht bringt, ist allerdings das wahre Gesicht Amerikas!

... von wegen tolerant, offen, frei ..."

In wiefern zeigt dieses Gesetz denn Intoleranz? Intoleranz gegenüber Ausgrenzung? Ist das denn Intoleranz?

Für viele mag dieses Gesetz (zumindest rechtlich) durchaus eine offenere und freiere Gesellschaft bedeuten.

@09:29 von dr.bashir

"Es überrascht mich sehr, dass man im Jahr 2019 ausgerechnet in der Stadt, die geradezu als der Prototyp des multiethnischen Schmelztiegels ein Gesetz erlassen muss, dass die Diskriminierung aufgrund von Frisuren verbietet."

Nur weil ein Gesetz erlassen wird, heißt es nicht, dass es unbedingt erlassen werden musste. Wir kennen sicherlich alle jede Menge Gesetze die Unsinn waren und sind.

Damit beziehe ich keine Position zu diesem Gesetz; ich störe mich lediglich an dieser 'Argumentationsweise'.
Denn nach dieser Logik wäre es in Polen ja anscheinend auch nötig gewesen diese ausartende Demokratie ein wenig zurecht zu stutzen.

@Digitaler Fußabdruck

Im Kern ist dieses Gesetz natürlich gut, aber ein Arbeitgeber hat selbstverständlich das Recht, sich seine Mitarbeiter nach seinen ganz eigenen Kriterien auszusuchen. Ob ihm nun die Kleidung, die Körpergröße, tausend Tattoos, mögliche sprachliche und fachliche Unzulänglichkeiten oder aber die Frisur missfällt....

Sehe ich ganz genauso. Man muss als Arbeitgeber ja auch an seine Kunden denken, die man nicht vergraulen darf. Und gerade sowas wie "tausend Tätowierungen" kann in weniger alternativ angehauchten Kundenkreisen schon sehr abschreckend wirken ...

Man mag davon halten, was man will,

aber ein altes Sprichwort sagt: "Der erste Eindruck ist der beste".

Der äußere Eindruck wird wohl immer mit enstscheidend bei der Berufsauswahl sein.
Davon kann sich sicherlich auch nicht die TS freisprechen. Oder sucht sich die TS ihre Nachrichtensprecher nur danach aus, wer sich am besten vor der Kamera ausdrücken kann?

@10:07 von Egleichhmalf

„durchaus Korrelationen zwischen Äußerem und Innerem feststellen können.“

Na klar ist das so. Bestimmte Typen Menschen bevorzugen unterschiedliche Modestile, Tattoos, Piercings, Frisuren. Alles Dinge, die man sich bewusst und freiwillig aussuchen kann und mit denen man auch die Zugehörigkeit zu bestimmten „Peer Groups“ nach außen transportiert. Nur gilt das eben immer nur für die Menschen, die ein bestimmtes Klischee prägen, nicht für alle. Gerade Moden können das schnell verändern. Heutzutage ist lange nicht jeder, der tätowiert eine Harley fährt ein rebellischer Outlaw. Bei uns wohl häufiger ein Zahnarzt in der Midlifecrisis.

„entstehen diese Äußerlichkeiten ja nicht zufällig“

Manche aber genetisch, wie Hautfarbe oder das erwähnte Kraushaar. Und auch daraus ergibt sich häufig Diskriminierung. Wenn nicht bei Ihnen, so doch anderswo.

@ 10:08 von Sisyphos3

Hätte ihr Großvater in seiner Jugend eine AnwältIN oder ÄrztIN als seriös betrachtet?
Sehen Sie, die Zeiten ändern sich.

10:22, Ritchi

>>"So dürfen ... Diskotheken -keine- Gäste wegen natürlicher Kraushaar-Frisuren an der Tür abweisen."
.
Heißt das jetzt, dass Menschen mit Kraushaar-Frisuren überall Zutritt haben müssen, weil sie ihre Zurückweisung auf ihre Frisur schieben können?<<

Nein, heißt es nicht.

Es heißt, daß sich der Türsteher eine andere Begründung einfallen lassen muss. Denn "Frisur" geht nicht.

09:50 von Dennis K.

Es ist erstaunlich, wie Sie selbst für sich eine allgemeine Akzeptanz von Körperschmuck, Piercings und Tattoos fordern, im gleichen Atemzug aber alle Menschen im Öffentlichen Dienst als "gesichtslose Langweiler" diskreditieren.
.
Ihrerseits erkenne ich keinerlei Akzeptanz für Menschen, die nicht Ihrer vermeintlichen urbanen "Subkultur" angehören.
.
Respekt und Toleranz ist keine Einbahnstraße.

@10:22 von Digitaler Fußabdruck

Sagen wir es mal so: Wenn aufgrund ihrer Einstellungskriterien Schwarze oder sonstige Minderheiten keine Chance haben, dann mag das zwar vielleicht nicht rassistisch gemeint sein, der Effekt ist aber diskriminierend.

Ich kenne es aus Personalauswahlverfahren (für hohe, gut dotierte Positionen), dass bei ausländischen oder weiblichen Kandidaten plötzlich ganz neue Kriterien aus dem Hut gezaubert werden, aufgrund dessen die Kandidaten plötzlich unpassend sind. Irgendwas findet man immer. Das ist wohl nicht immer böse gemeint, passiert aber.
Das Problem ist, dass Sie damit nicht einmal eine Bestenauslese haben, weil nicht alle Kriterien eine Eignung für den Job bedeuten. Häufig werden einfach Leute gewählt, mit denen man sich gut identifizieren kann.

Man sollte sich also im Vorfeld einen Kriterienkatalog überlegen nach dem man auswählt.

Damit haben Sie dann auch dokumentiert, dass Ihre Auswahl nicht auf Diskriminierung beruht und können Klagen gelassen gegenüberstehen.

Warum soll ich in meinem

Warum soll ich in meinem Unternehmen nicht Menschen ablehnen dürfen, die mir nicht gefallen und die nicht zu meinem Unternehmen passen? Ja, auch aufgrund von Äußerlichkeiten.
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Einstellungspflicht, notfalls nach Klage, für Rastafari? Das schreit ja schon förmlich nach einer neuen Quote.
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Was kommt als nächstes?
Burka- und Niqab-Quote?
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Es gibt in vielen Betrieben auch eine Kleiderordnung. Die Umschließt das Gesamtbild einer Person inkl. Frisur.
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Frisuren, die eng mit einer kulturellen Identität verbunden sind?
Was für eine Kultur? Ich dachte die sind Amerikaner?
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Das ist im wahrsten Sinne des Wortes alles an den Haaren herbeigezogen.

@11:12 von KU

„aber ein altes Sprichwort sagt: "Der erste Eindruck ist der beste“

Das ist unbestritten. Die Frage ist doch, warum einige offensichtlich von einem Anwalt mit Rastafrisur keinen so guten ersten Eindruck haben. Man kann sich für irre tolerant halten, weil man sich im Urlaub mit dem dunkelhäutigen Rasta-Animateur oder -Barkeeper gut versteht, aber als Anwalt....

Es gibt auch Untersuchungen, dass kleine übergewichtige Menschen schwerer Karriere machen, als große sportliche.

Alle fordern immer kompetente Ansprechpartner und schließen von der Frisur auf die Kompetenz.

Das werden zwar viele leugnen, aber wenn man das nicht täte wäre der erste Eindruck auch kein Problem.

Es ist und bleibt einfach so

dass in bestimmten Berufen ein gepflegtes Erscheinungsbild vorausgesetzt wird und der Arbeitgeber entsprechende Vorgaben machen kann. Ich selbst habe eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht- da war eine Krawatte und ein Sakko auch bei 30 Grad angesagt. Und mit großflächigen sichtbaren Tattoos wird es eben nichts mit einer Polizeikarriere oder Pilotenausbildung bei der LH. Am Band oder als Pizzabote sieht es wieder anders aus

09:53 von dr.bashir

«Das erinnert mich an die Diskussion, ob Polizeibeamte sichtbare Tattoos tragen dürfen. Das impliziert ja den Gedanken, tätowierte Menschen seien irgendwie "nicht so seriös". In der heutigen Zeit ein geradezu absurder Gedanke bei der Verbreitung von Tattoos.»

Das gilt sicherlich "für die westliche Welt". Oder für die Welt der Südsee, wo Tattoos und bestimmte Frisuren traditionell-elementare Bestandteile der Kultur sind (u.a. Maori in NZL).

In Asien ist es anders. Dort werden Tattoos mit Kriminalität, organisiertem Verbrechen, "Outlaws" verbunden.
Sehr speziell ist es in Japan.

Dort sind große Tattoos + (häufig) ein kahl geschorener Kopf seit Jahrhunderten das Erkennungszeichen der Mitglieder der "Yakuza" (japan. Mafia). Dies wird konsequent "kultiviert", um sich vom Rest der Gesellschaft bewusst abzusetzen.

Niemand darf (no tourists) in JAP ein "Onzen" betreten (Bad an heißer Quelle), wenn man tätowiert ist (kleinere Tattoos evtl. zu überkleben).
Schon gar nicht mit Glatze …

Endlich eine Antwort auf diskriminierende Vorschriften!

Das Problem ist nicht, dass Schwarze Leute "wegen ihrer Frisur" nicht eingestellt werden, sondern dass sie bisher auf der Arbeit gezwungen werden konnten, einen irrsinnigen Aufwand in ihre Frisur zu stecken, um Vorgaben des Arbeitgebers zu entsprechen, die für Weiße Leute automatisch erfüllt sind. Die Haare offen zu tragen oder zu einem simplen Pferdeschwanz zusammenzubinden sieht - nach den tradierten rassistischen Maßstäben in unserer Gesellschaft - bei Leuten mit glatter Haarstruktur "professionell" aus, bei Leuten mit krauser Haarstruktur hingegen "chaotisch".

Jeden Tag die Haare ins Glätteisen zu legen ist eine Zumutung, aber Millionen Schwarze Frauen in den USA tun das, um nicht als "ungepflegt" oder "wild" angefeindet zu werden. Auch Rastazöpfe und Cornrows waren eine Antwort auf Vorgaben in Schulen in den USA, die offene krause Haare als "unordentlich" verbaten.

Es war überfällig, solch ein Praxis der Arbeitgeber und Bildungseinrichtungen zu verbieten!

Ob das funktioniert?

Es gibt Berufe, in denen halt bestimmte Frisuren "schwierig" sind. Zum Beispiel, wenn ein Helm auf den Kopf muss oder weil Haare nicht in Maschinen geraten sollen oder wegen dem berühmten Haar in der Suppe.
Frisur heißt ja nicht Haarlänge. Haarlänge ist egal, wenn man die Frisur anpasst.

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