Ihre Meinung zu: Schwedische Aktivistin muss Geldstrafe zahlen

18. Februar 2019 - 15:06 Uhr

Weil sie im Flugzeug stehen blieb, scheiterte 2018 die Abschiebung eines Afghanen. Mit ihrer Protestaktion hatte die Schwedin eine Diskussion ausgelöst. Nun wurde sie verurteilt. Von Carsten Schmiester.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.2
Durchschnitt: 3.2 (5 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

300€ ? Das kratzt sie mit

300€ ? Das kratzt sie mit ihren Gesinnungsgenossen doch leibt zusammen. Das wird Nachahmer verleiten. Hat sie wenigstens ein Flugverbot der Airline bekommen?

So kennt man sie, die "Guten"

Die misshandelte Frau und Töchter des Abzuschiebenden werden es ihr bestimmt danken.

Jetzt hoffe ich mal …

… dass sie auch noch zivilrechtlich belangt wird. Und das wird dann richtig teuer …

300€ decken ja nicht mal die

300€ decken ja nicht mal die die Kosten für Organisation der Abschiebung.

Absolut lächerliche Strafe.

couragiert

Selbst wenn sie nicht 100% eindeutig die Moral auf ihrer Seite hat ist es noch immer besser als wenn Niemand mehr aufsteht und solche Zeichen setzt. Dieses und andere Themen brauchen einfach einen öffentlich Diskurs – für den hat sie zumindest gesorgt.

Das

junge Mädchen hat also eine Abschiebung verhindert, ohne sicher zu sein, wer überhaupt warum abgeschoben werden sollte. Entweder ist sie naiv -bei ihrem jugendlichen Alter verzeihlich- oder aber missgeleitet und radikal. In letzterem Fall ist die verhängte Strafe bei weitem zu milde.

@15:32 von Olivia59

Ein öffentlicher Diskurs über Abschiebungen ist doch längst in vollem Gange. Dafür braucht es kein junges Mädchen, das einfach in- wenn man es genau überlegt- egoistischer Weise den Abflug einer Maschine voller Menschen verhindert.

Lachhafte Strafe

das tut noch nicht mal weh, geschweige denn, dass es abschreckt. So wird eher dazu animiert, sich über die Gesetze zu stellen oder als "Aktivistin" kurzerhand eigenen Gesetzen zu folgen. Der Airline ist ein weitaus größerer Schaden entstanden, als die sogenannte Aktivistin kurzerhand ihren Egotrip auf Kosten der andern Passagiere auslebte

Verstehe ich nicht.

Warum hat man die junge Dame nicht vom Sicherheitspersonal (Polizei) des Flughafens aus der Maschine holen lassen, wenn das Flugzeug doch noch am Gate war.

@ 15:32 von Olivia59

Sie haben aber schon mitgekriegt, das der für der Abschiebung geschützte, Frau und Kind verprügelt hat. Und Sie wollen aller ernstes dass man sich für solche Täter einsetzt?
Auch wenn die Dame einen anderen gemeint hat, ist das aufhalten eines Flugzeuges eine Straftat und gehört mit mehr als nur 300 € bestraft.

Kluges Urteil

Hauptsache die selbstgerechte Person wird verurteilt, ohne sie in den Augen ihrer bewunderer zum Märtyrer zu machen.

Unglaublich

300€ wenn ich einen Flug aufhalte? Die lacht sich doch tot. Und dann noch für einen Gewalttäter.....

Was gibt es bei Selbstjustiz schon zu debattieren?

Mit einiger Besorgnis darf der geneigte Leser zur Kenntnis nehmen, dass Selbstjustiz eine Debatte auslösen kann.
Wer im Flugzeug saß ist unerheblich, das Rechtsgefühl der Straftäterin ebenfalls. Sie hat leider eine klassische "Reichsbürgermentalität" an den Tag gelegt, in dem sie ihr individuelles Rechtsgefühl für maßgeblich erachtete. Tatsächlich findet eine Rückführung nicht aus dem Nichts heraus statt, der Artikel gibt dafür auch nichts her. Vielmehr ist die Rückführung die Vollstreckung der schon zeitlich früher bestehenden Ausreisepflicht. Darüber hat die Exekutive in einem rechtsförmlichen Verfahren entschieden und in der Regel zudem die Judikative diese Entscheidung bestätigt. Nach alledem scheint es der Bürgerin an grundlegendem Wissen zu fehlen. Damit hat sie es aber immerhin in die Medien geschafft. Früher hätte man schlicht gedacht: Mädchen, werde doch erst einmal erwachsen. Wenn man Rückführungen generell ablehnt, wieso dann ein vorheriges rechtsstaatliches Verfahren?

Na ja

Wenn ich überlege was mich das immer kostet wenn ein Flug nicht abgeht und das mal ...
Ok gleich widersprechen Philanthropen und sagen das sei es wert oder ich würde Geld dafür bekommen Auch Nein ist Geschäftlich kostet Richtig Geld immer mehr wie 300€ .Aber noch was darf eine Person das Recht über ein Rechtssystem übernehmen ? Nein und ich wundere mich nicht über so ein Urteil auch in Schweden nicht mehr.Kostenübernahme wäre richtig und dann eine Strafe. Das Zeichen ist wieder eindeutig was das Gericht setzte .

Geht die Airline jetzt zivielgerichtlich gegen ....

... die junge Dame vor?
.
Ich vermute einfach mal, dass es ungleich teurer war die Maschine wieder vom Rollfeld zu holen und den Passagieren Ersatzflüge zu besorgen.
.
Ich hoffe die Airline holt sich da etwas zurück, jetzt da das Mädchen strafrechtlich verurteilt wurde.

Der schwedische Richter

War wohl gut gesonnen.

Sie ist noch jung und, war, glaube ich, nicht vorbestraft.
Sie wird ihre Lektion in den nächsten Jahren lernen. Jedes Mal, wenn sie ihr Führungszeugnis zeigt.
Ich glaube das trifft härter als eine höhere Geldstrafe es getan hätte.
Aus der Sicht sind 300€ okay.
Sie jetzt noch mit nem Schuldenberg belasten würde niemandem wirklich helfen.

Naiv (oder doch berechnend?)

Die eigentliche Strafe sind nicht die 300€, sondern nun als Querulantin abgestempelt zu sein mit den entsprechenden Einschränkungen bei den Berufschancen. Auf der anderen Seite gibt es auch einige wenige Organisationen, die suchen genau solche Kandidat(inn)en.

Festzuhalten bleibt

Die Schwedische Frau ist eine Rechtsbrecherin.Zahlreiche Personen waren mit der Maßnahme betraut, abzuwägen und das Recht umzusetzen .Würde dieses Verhalten toleriert wären der Anarchie Tür und Tor geöffnet.Die kosten die durch solch ein Verhalten entstehen müssen auch von Ihr getragen werden.

Einfach die weiteren Kosten,

Einfach die weiteren Kosten, die für den so verursachten Aufenthalt mit samt allen weiteren Verantwortungen und unbedingt einem unmittelbaren Zusammenwohnen, zum genaueren Genuss dieser so hochgeschätzten Kulturen, auf diese tolle Schwedin übertragen, genauso, wie man es mit all den anderen 'Helfern' (Bootretter usw.) machen sollte. Da diese tollen Retter alle nur der anonymen Masse, mit ihrer Schaut-her-meine-hohe-Moral-und-ihr-habt-gar-keine-pfui-schämt-Euch-Mentalität meinen, allen den Moralspiegel vorhalten und dazu aber immer nur, auch aus reiner Provokation, das alles mit dem Geld der stimmlosen Masse glauben finanzieren zu können, entsteht keine Akzeptanz. Alle sollten endlich nach dem Prinzip: WER BESTELLT, BEZAHLT, in die Verantwortung genommen werden. Nicht mehr und nicht weniger, gilt auch für eine 'funktionierende Demokratie'.

Zivilcourage

Ich finde es erschreckend, mit welcher Vehemenz hier im Forum gegen die junge Frau gewettert wird. Vermutlich nur, weil es mal wieder um Flüchtlinge geht, an denen sich so viele "besorgte Bürger" doch so gerne abarbeiten. Kein Zweifel, Elin Ersson hat eine strafbare Handlung begangen, für die sie auch Konsequenzen auf sich zu nehmen hat. Und das hat sie ja auch getan; schließlich musste sie durchaus mit weitaus Schärferem rechnen. Wie die Konsequenzen beschaffen sind, das hat nun, wie in einem Rechtsstaat üblich, ein Gericht entschieden. Das mag für manche zu wenig sein. Es gibt aber auch eine zweite, positive Seite, unabhängig davon, dass die "Aktivistin" durch unglückliche Umstände leider die falsche Person zu unterstützen versuchte. Die Frau hat Mut gezeigt, Zivilcourage, eine heutzutage viel zu selten gezeigte Eigenschaft. Das wird das Gericht bei seinem Urteil positiv bewertet haben, und das ist richtig so. Mit den Wölfen gemeinsam für Abschiebungen heulen, dazu gehört wenig Mut.

Nicht vorbestraft

@ Qölner:
Sie ist noch jung und, war, glaube ich, nicht vorbestraft.

Das bleibt sie auch. Die 300 Euro bedeuten keine Vorstrafe.

schön

dann bleibt zu hoffen dass die zivilrechtliche Sache auch bald abgehandelt wird
da werden dann wohl andere Summen zusammenkommen

15:32 von Olivia59

wenn ein Gericht die Sache geklärt hat
dann braucht es keinen "öffentlich Diskurs"
dann ist das geklärt in einem Rechtsstaat
die andere Variante hieße sonst Anarchie

@Mischpoke West

Die misshandelte Frau und Töchter des Abzuschiebenden werden es ihr bestimmt danken.

Ja, der Fall ist schon kurios. Grundsätzlich, denn eigentlich ging sie ja von einem anderen Afghanen aus, dessen Abschiebung sie verhindern wollte, hat sie gut gehandelt. Da kann man Ausreden finden, so viel man will: Afghanistan ist nicht sicher!

Dass sie dann ohne es zu wissen einem Verbrecher geholfen hat, ist schon tragisch. Das kann man ihr aber nicht zum Vorwurf machen. Was man ihr allerdings zum Vorwurf machen kann ist, dass sie nun im Nachhinein, obwohl sie inzwischen weiß, wem sie da geholfen hat, immer noch dazu steht. Da hätte ich mir etwas mehr Differenzierung gewünscht bzw. angesichts ihrer Uneinsichtigkeit dann auch eine höhere Strafe.

15:59 von Qölner

Sie wird ihre Lektion in den nächsten Jahren lernen.
Jedes Mal, wenn sie ihr Führungszeugnis zeigt.
.
kaum !
abgesehen, dass die sicherlich für die nächste Zeit nen Job in Gruppen kriegt,
wo so was ne Auszeichnung ist
führt diese Strafe eher zu einem Überlegenheitsgefühl,
zu den "Gerechten" zu gehören.

@Hepheistos

Alle sollten endlich nach dem Prinzip: WER BESTELLT, BEZAHLT, in die Verantwortung genommen werden.

Sollte es nicht besser heißen "wer verursacht, bezahlt"? Und dann sollten wir in der sog. "1. Welt" mal sehr selbstkritisch überlegen, woher die Armut und auch die Gewalt in der "3. Welt" kommt, die viele Flüchtlinge nach Europa treibt. Das sind bei weitem nicht nur in jenen Ländern hausgemachte Ursachen ...

16:09 von BotschafterSarek

Da kann man Ausreden finden, so viel man will
.
da kann man überhaupt keine Ausreden finden !
in einem Rechtsstaat bestimmen Gerichte und nicht der Einzelne
.
Zitat :"Dass sie dann ohne es zu wissen einem Verbrecher geholfen hat, ist schon tragisch"

das ist ja gerade das Problem, wenn Leute "Gerechtigkeit" spielen wollen obgleich sie keine Ahnung haben

Eine sehr niedrige Strafe, die allenfalls symbolisch zu sehen sein kann.

Ich habe selbst fast 5 Jahre in Afghanistan gelebt und weiß, dass die Gefahr dort in einem Anschlag zu sterben dort zwar höher ist als hier (wo sie fast gegen Null geht)... aber statistisch gesehen eben halt auch nicht wesentlich höher als hier bei einem Verkehrsunfall umzukommen. Und niemand wirft Fahrschulen vor, Todesurteile auszuhändigen.

Zynisch betrachtet kann man auch argumentieren, dass es für eine Frau in Afghanistan um ein vielfaches wahrscheinlicher ist, durch häusliche Gewalt verletzt zu werden, als für einen Zivilsten auf der Straße.

Zivilcourage ist wichtig, aber sie sollte "informierter" sein, und dort stattfinden, wo es wirklich um Schwächere geht - da gibt es auch in Schweden genug, wenn auch weniger "fotogene" Beispiele.
Vielleicht liest man darüber mal was...

Die Strafe hätte zumindest

die, durch ihr Verhalten entstandenen, Kosten abdecken sollen. Gefängnis wäre auf jeden Fall zu viel gewesen, aber 300 Euro reichen kaum andere von ähnlichen Taten abzuschrecken. Naja, die grundsätzliche Botschaft welche durch die Verurteilung gesendet wird begrüsse ich, aber die Strafe ist meiner Meinung nach, wie gesagt, etwas zu milde ausgefallen.

@ 15:41 von tpd

@ 15:32 von Olivia59
Sie haben aber schon mitgekriegt, das der für der Abschiebung geschützte, Frau und Kind verprügelt hat. Und Sie wollen aller ernstes dass man sich für solche Täter einsetzt?

Ja. Ihre Sicht, das eine Abschiebung in ein Kriegsgebiet zumindest billigend den Tod des Abzuschiebenden in Kauf nimmt teile ich.

Wenn man den Rechtsstaat und die dollen westlichen Werte hochhalten will sollte man ihm einen normalen Prozess machen und dann je nach Urteil einsperren.
Diejenigen, die sich hier so mitfühlenlend für Frau und Kind einsetzen sollten dieses Argument würdigen. Wer einfach darüber hinweggeht oder es ignoriert will doch nur die Opfer instrumentalisieren.

16:37 von mündig12

von ähnlichen Taten abzuschrecken.
.
warten sie mal den Zivilprozess ab

was da für Summen zusammenkommen können

16:06 von R. Schmid

Die Frau hat Mut gezeigt, Zivilcourage, eine heutzutage viel zu selten gezeigte Eigenschaft.
.
die Frau hat keinen Mut gezeigt sondern grenzenlose Überheblichkeit einem demokratischen Staat gegenüber

symbolisch - aber immerhin

"wegen Misshandlung seiner Frau und seiner Töchter verurteilten älteren Afghanen "

hat die Verurteilte das gewusst?

Gutes Tun ist der schlimmste Feind von Gut.

Jede Minute....

....wird in unserem Land darauf hingewiesen, dass Selbstjustiz strafbar ist und dass man sich in polizeiliche Maßnahmen nicht einzumischen hat. Aber wenn das ein verwöhntes Kind tut und dabei auf lächerliche Weise mit den Gefühlen der Menschen spielt, ist alles supi. Die Strafe hätte weitaus höher ausfallen müssen, der Abgeschobene war kein armes Lämmlein und auch keine verendende Biene! Die Gutmenschen sollten dringend mal lernen, dass Flüchtling nicht gleich Flüchtling ist, leider sogar meist gar nicht, siehe originäre Definition von Asyl. Viele lassen einfach alle Logik fallen, wenn sie nur dieses Wort hören, das ist einfach nur absurd. Vielleicht sollten sie mal das Wort "Gast" dafür benutzen, es könnte helfen.

Dafür das sie keine Reue

Dafür das sie keine Reue gezeigt hat oder eingesehen hat das sie sich kriminell verhalten hat ist die Strafe in der Tat ein Witz - aber da es ja heutzutage leider immer mehr zählt " auf der moralisch richtigen Seite" zu sein als an Regeln oder Fakten zu halten habe ich nix anderes erwartet. 1 Woche Gefängnis damit sie genug Zeit hat ungestört nachzudenken hätte ruhig drin sein können. Sie kann froh sein das sie nicht die kosten für den Afghanen übernehmen muss...

Diese Abschiebe-Industrie ist Mord und nichts weiter

Also ich sage dazu mal:

nein, ich hätte hier auf Freispruch plädiert, weil diese Abschiebefluege nichts weiter sind als die verbotene Vollstreckung der verbotenen Todesstrafe!! Abschiebungen nach Afghanistan sind und bleiben bei der sich immer weiter verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan Mord und nichts weiter. Außerdem wäre dich dagegen in die nächste Instanz gegangen!! Schluss mit dieser Abschiebe-Industrie von diesen rechten Socken wie CSU, AfD, "konservativer Kreis" bei der CDU, Thories in England, Front National in Frankreich und sonstigen.

https://www.tagesschau.de/ausland/ersson-urteil-101.html

Kein Freispruch, aber auch keine Haft. Stattdessen hat das Göteborger Bezirksgericht die Studentin Elin Ersson zu einer Geldstrafe in Höhe von umgerechnet etwa 300 Euro verurteilt.

@R.Schmid

Da bin ich absolut Ihrer Meinung. Den meisten Kommentatoren geht es eigentlich gar nicht um den Rechtsbruch den die junge Dame geleistet hat. Es sind ganz einfach Flüchtlingsgegner, die sich darüber aufregen, dass es auch Menschen gibt, die sich für Flüchtlinge einsetzen.

Nachvollziehbares Urteil....

Um das mal ganz klar zu machen:
Was die junge Frau tat, war keine erhebliche Straftat. Es war das, was man so schön "zivilen Ungehorsam" nennt... kurzum ein Vergehen, kein Verbrechen, das aus moralischer Überzeugung begangen wurde.

Dass es dafür eine Strafe geben muss steht außer Frage, schließlich will der Staat ein wenig abschrecken. Aber hier mit Haftstrafen zu drohen wäre mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Inhaltlich schließe ich mich der Aktivistin nebenbei völlig an - Abschiebungen in einen Staat, der die Todesstrafe praktiziert und in dem keine Rechtstaatlichkeit herrscht, unliebsame Täter daher in dunklen Kerkern verschwinden, verbieten sich eigentlich ganz offensichtlich und es ist traurig, dass so viele Regierungen, darunter die Deutsche, dennoch nach Afghanistan abschieben. Jede Abschiebung nach Afghanistan bedeutet, einen Stück des Kerns unserer Werte ("universelle Menschenwürde") zu verkaufen - und ja, auch Mörder und Vergewaltiger sind Menschen!

Ich hoffe ihr bekommt alle satte Strafen

für das rot über die Ampel gehen. Jedes mal. Und beim rüberfahren Führerschein weg auf Lebenszeit und monatliche Bußgelder bis zum Abdanken. Kippe auf die Straße geschnippst? 200 Stunden Sozialdienst bei der Stadtreinigung, pro Zigarette.

Die Frau hat sich gegen Exekutivmaßnahmen, die gegen einen anderen gerichtet waren, gewährt. Wie man das als Selbstjustiz ansehen kann ist mir fraglich. Bekanntlich ist der Deutsche aber Polizist, Richter und Henker in einem.

Da hat der schwedische Staat halt eine Schwachstelle seine Amtsführung aufgedeckt bekommen. Er kann nicht einfach zivile Leistungen für seine hoheitlichen Aufgaben einspannen und dann erwarten, dass die anderen Kunden sich wie Amtspersonal benehmen würden. Die bekommen dafür kein Geld und werden auch nicht für die Unannehmlichkeiten kompensiert.

Aber in einem totalitären Staat ist natürlich jeder Bürger auch Staatsdiener, nicht wahr?

Frage nach den Beweggründen

Ein wenig befremdlich finde ich es zumeist, wenn Leute, welche noch nahezu nichts zu einer Gesellschaft beigetragen haben, dieser ihren Stempel aufdrücken wollen. Wirkt leider eher wichtigtuerisch, als moralisch wertig.

@Demokratieschüler 17:10

"...Abschiebungen nach Afghanistan sind und bleiben bei der sich immer weiter verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan Mord und nichts weiter...."
.
Ist dann ein Richter, der die Ausweisung oder Abschiebung eines abgelehnten Asylbewerbers verfügt, in Ihren Augen ein "Mörder" ??

Und wieder sind sie alle schnell an der Tastatur...

...die ach so besorgten Bürger.

---

Warum?
1. Es geht um Geld (Strafe).
Denn die armen anderen Fluggäste haben ja ihr Ticket bezahlt.
Und auch die Airline hatte Kosten.

2. Es geht um Flüchtlinge.
Alleine das Wort reicht ja heute schon aus, um eine erboste und leider meistens sehr oberflächliche Diskussion hier zu führen.
Obwohl,...ich revidiere das nochmal.
Denn eine Diskussion ist hier schon seit mind. 4 Jahren nicht mehr möglich.
Jedenfalls nicht mit den besorgten Bürgern, die immer wieder gerne meinen für alle zu sprechen und für alle deren Meinungen zu vertreten.
Alle anderen Meinungen sind entweder falsch, Fake News oder einfach nur böswillig.

3.Zwar nur eine Vermutung aber die Erfahrung sagt mir, daß viele derjenigen die diese junge Frau gerne im Knast sehen würden oder eine Geldstrafe in Mill. Höhe anhängen möchten, wahrscheinlich heute zum 1. Mal über den Vorfall gehört haben
u. keinerlei Hintergrund Infos zu dem Afghanen haben, der abgeschoben werden sollte.

15:24 von Egleichhmalf

Sie haben recht, wäre zu wünschen, dass hier noch privatrechtliche Klagen kommen. Alleine die unnötige Stillstandszeit eines Fliegers dürfte einiges an Wert darstellen.

Die Strafe ist zu viel gering, dies schreit ja förmlich nach Nachahmern.

Hier wurden hunderte von Menschen unfreiwillig in diese Situation hineingezogen und eine unnötige Verspätung aufgezwungen. Möchte nicht wissen, wie viele dadurch Anschlusstermine/Termine versäumt haben.

Justizfeindliche Aktivistin...

... auf der einen Seite einen Rechtsstaat haben wollen, auf der anderen Seite angewendetes Recht untergraben.
Das passt für mich irgendwie nicht.

Rechtsstaat contra Gerechtigkeitsgefühl

Ein ganz wichtiges Merkmal zivilisierter Staaten ist die Gleichheit vor dem Gesetz. Die Gesetze gelten für alle gleich.

Wenn jemand meint, aus welcher Überzeugung auch immer meint, über dem Gesetz zu stehen und selbst darüber bestimmen zu können, was Recht und was Unrecht ist, veletzt diese Person dieses für den Zusammenhalt der Gesellschaft eminent wichtige Prinzip und öffnet der Willkür Tür und Tor.

Von gewissen Kreisen werden solche Rechtsbrecher als Helden, Martyrer oder gar mit besonderer Zivilcourage gesegnet verherrlicht.

Zivilcourage wäre es, gegen undemokratisch zu Stande gekommene Gesetze eines Unrechtsstaats zu handeln. Aber Schweden als Unrechtsstaat zu bezeichnen, sollte auch den Anhängern dieser jungen Frau schwer fallen.

Dass diese junge Frau trotz ihres vorsätzlichen Verstoßes mit einer milden Geldbuße von nur 300 € davon gekommen ist, wird Nachfolger ermutigen.

@R.Schmid 16:06 - Mut zum Aktionismus ist nicht Zivilcourage.

Solche Menschen, die sich angeblich in Zivilcourage üben, ohne sich mit Fakten auseinandergesetzt zu haben, geben oft Qureschüsse ab, die dem Diskurs eher schaden. Sie stehen den Populisten in ihren Methoden näher, als sie denken.

Meiner Meinung nach gibt es eben zu viele von solchen Menschen. Ich plädiere daher für Zivilcourage, die ausgeübt wird, wenn man Tatsachen kennt und die Situation richtig versteht, anstatt mit einer dogmatischen Augenbinde mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Die Studentin hat, aus mehreren Perspektiven betrachtet, einfach nicht richtig gehandelt. Darüber hinaus hat sie einem verurteilten Gewaltverbrecher geholfen und ich weiß nicht, was an dieser Art von „Mut“ so bewundernswert sein soll.

17:36 von Biocreature

u. keinerlei Hintergrund Infos zu dem Afghanen haben, der abgeschoben werden sollte.
.
ach ?
der Asylant stand vor einem schwedischen Gericht - nicht einem nordkoreanischen
denke also die Rechtstaatlichkeit war bei dem Urteil gegeben
heißt das zukünftig muß jedes gefällte Urteil jedem Bürger
zur Begutachtung vorgelegt werden ?

Zitat : " die armen anderen Fluggäste"
denke den gehässigen Unterton können sie sich ersparen
außerdem stand der Aspekt noch gar nicht vor Gericht

wer ist was?

was m.E. nicht geht ist, das Straftäter ("Eingriff in den Luftverkehr") verharmlost werden.
Das sind keine Aktivisten.

Millionen von Aktivisten und Ihre aufopfernde ehrenamtliche Arbeit werden damit endwürdigt

17:10 von Demokratieschue...

Diese Abschiebe-Industrie ist Mord und nichts weiter
.
der Typ wurde unter anderem abgeschoben, weil er Frau und Kind prügelte und bedrohte
.
wie ein Mitforist erwähnte ist die Gefahr in der Familie in Afghanistan Gewalt zu erleiden, erheblich größer als durch den Terrorismus ....
außerdem wußte er ja was ihm passiert, wenn er sich so in seinem Gastland verhält .... von daher

300 Euro Strafe nach dem Strafrecht

Jetzt da sie verurteilt ist kommt noch das Zivilrecht. Da wird es wahrscheinlich wesentlich teurer. Denn es ist ja ein großer Schaden entstanden um den es dann im Zivilrecht geht!

Richtig so!

Auch Aktivisten haben sich ans Gesetz zu halten.

Jayray 18.22

Welche totalitären Staaten meinen Sie? Deutschland? oder Schweden? Es gab ein rechtsstaatliches Urteil für die Abschiebung. Die selbsternannte Aktivistin setzte sich halt über den Rechtsstaat hinweg und missachtete auch die Rechte der andern Passagiere.

@ 17:10 von Demokratieschue...

"Diese Abschiebe-Industrie ist Mord und nichts weiter"

Bevor Sie solche Behauptungen raushauen, sollten Sie sich über die aktuelle Situation in Afghanistan informieren.

Interessant, ihrer Behauptung nach, müssten alle Richter und ausführende Organe die an Abschiebungen beteiligt sind Mörder sein.

Eine junge Frau hat eine

Eine junge Frau hat eine unüberlegte Aktion durchgezogen, und ist dafür bestraft worden. Punkt. Wieso muss das denn jetzt wieder so hochgeschaukelt werden? Dass gut gemeint öfter mal das Gegenteil von gut ist - ja, das ist schon ganz anderen passiert.

Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt

Die Strafe ist gerechtfertigt und sehr milde ausgefallen.Ob diese die Betroffene zum Nachdenken anregt wage ich zu bezweifeln.Wenn jeder rechtsstaatliche Maßnahmen anzweifelt und sich anmaßt selbstherrlich den Vollzug solcher Maßnahmen zu verhindern, dann haben wir bald keinen Rechtsstaat mehr, sondern Anarchie. Leider scheint dies ein Kennzeichen der modernen Gesellschaft zu sein, man agiert aus egoistischen Gründen ohne Kenntnis der Hintergründe.Man kann natürlich gegen Abschiebungen sein, dafür kann man bei uns sogar demonstrieren.Aber das ist einigen Menschen wohl nicht mehr genug.

Korrekter Vorgang, wird sie aber nicht groß schmerzen

So sehr ich diese Leute kritisiere die sowas machen, diese Strafe wird diese Frau überhauptnicht kratzen. Im Gegenteil, die hat das sicher aus Überzegung gemacht.

Aktivistin und die Moral

Private moralische Erhebung kann nicht über das Luftverkehrsrecht und staatliche Abschiebung stehen...da irrt die junge Dame. Das öffentliche Recht kann man nicht durch privates Rechtnehmen ersetzen.

15:24 von Ramuthra

300€ decken ja nicht mal die

300€ decken ja nicht mal die die Kosten für Organisation der Abschiebung.

Absolut lächerliche Strafe.
///
*
*
Es hat ja bisher noch niemanden interessiert, auf welche Beträge die Fluglinie für "Ihre" Verspätung an Entschädigung verklagt werden könnte.
*

es war wohl die Absicht des Gerichts

mit einer solchen "Strafe" Menschen zu ermutigen, ihre eigenen Meinungen über Gesetze zu stellen?
Schweden dürfte immerhin noch als Rechtsstaat verortet werden, Ausweisungen werden auch dort ganz sicher auf Grund gültiger Gesetze ausgesprochen.

18:30 von landart

Aktivistin und die Moral

Private moralische Erhebung kann nicht über das Luftverkehrsrecht und staatliche Abschiebung stehen...da irrt die junge Dame. Das öffentliche Recht kann man nicht durch privates Rechtnehmen ersetzen.
///
*
*
Da könnte man bei den Ereignissen nach 1968 in Deutschland auch seine Zweifel haben.
*
Die Nachfahren derer die zuerst im Eifer irrten, die feiern immer noch den 1. Mai.

Mildes Urteil für Selbstjustiz

Ob jemand abgeschoben wird oder nicht, wird in jedem invidivuellen Fall sorgfältig geprüft und geht eigentlich immer durch mehrere Instanzen. Die schwedischen Behörden haben dies in den Fällen, um die es hier geht, getan und auf Abschiebung entschieden. Das gilt sowohl für den Mann, dem Elin Ersson eigentlich helfen wollte, als auch für denjenigen, der tatsächlich im Flugzeug saß und dem sie irrtümlich half (dass letzterer seine Frau und Töchter misshandelt hatte, lässt Erssons Aktion zudem in einem ziemlich unglücklichen Licht erscheinen).

Ersson hat sich über diese staatliche Entscheidungsfindung hinweggesetzt. Sie hat das Recht in die eigene Hand genommen und in gewisser Weise Selbstjustiz ausgeübt. Man kann das als zivilen Ungehorsam feiern, wie es einige Kommentatoren hier tun. Aber Schweden ist kein Unrechtsstaat.

Ich finde es höchst bedenklich, wenn Leute glauben, nur weil sie eine bestimmte moralische Position einnehmen, würden Gesetze und Regeln für sie nicht mehr gelten.

Ein mutiges Mädel - meine Hochachtung für ihre Courage!

Der Beitrag der Deutschen Welle 2018 zu Elin Ersson ist wesentlich besser als dieser TS-Artikel. Dort werden die Hintergründe und die Motive der jungen Frau wenigstens angesprochen: Sie ist nicht geltungssüchtig, wie einige herablassend hier meinen, sie kümmert sich als zukünftige Sozialarbeiterin (Zitat:) "in ihrem Verein um minderjährige Afghanen", die nach Europa flohen. Also jemand, der weiß wovon er spricht und anpackt. Ihre Aktion sollte auf die inhumane Abschiebepolitik der Schwedischen Regierung aufmerksam machen. Es ging eben nicht darum, einen Straftäter zu schützen. Sehr schlechter Stil hier - bei Tagesschau und bei einigen Foristen.

@mirage3a um18:22Uhr

Volle Zustimmung!

Viel zu viel Aktionismus der Herrschenden

Lasst das Mädel doch machen!
Sie hat recht. So einfach ist es.

18:22 von mirage3a

Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt

Die Strafe ist gerechtfertigt und sehr milde ausgefallen.Ob diese die Betroffene zum Nachdenken anregt wage ich zu bezweifeln.Wenn jeder rechtsstaatliche Maßnahmen anzweifelt und sich anmaßt selbstherrlich den Vollzug solcher Maßnahmen zu verhindern, dann haben wir bald keinen Rechtsstaat mehr, sondern Anarchie. Leider scheint dies ein Kennzeichen der modernen Gesellschaft zu sein, man agiert aus egoistischen Gründen ohne Kenntnis der Hintergründe.Man kann natürlich gegen Abschiebungen sein, dafür kann man bei uns sogar demonstrieren.Aber das ist einigen Menschen wohl nicht mehr genug.
////
*
*
In Deutschland ist diese Abschiebung nicht nötig.
*
https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article107219756/Deutsche-...

um 17:13 von Dennis K.

Auch ich empfinde dies als ein "nachvollziehbares Urteil" für die junge Frau. Und Sie haben es hier gut erläutert.

Ich hätte nicht so viel Mut gehabt

wie die junge Frau. Sie wurde immerhin von einigen Fluggästen tätlich angegangen - siehe das Video aus der Maschine - und hat mutig iher zutiefst humanistische Position verteidigt. Sie ließ sich weder provozieren noch einschüchtern...
Aber: Für eine Studentin sind auch 300 Euro Strafe viel Geld. Darum: wo kann man spenden? Ich wäre bereit, die Summe zu tragen - wenigstens (m)ein kleiner Beitrag zu mehr Mitmenschlichkeit in der Welt!
Dr. Alban

Nötigung

Gegen Abschiebungen zu demonstrieren, ist das gute Recht eines Bürgers mit entsprechenden Überzeugen. In Deutschland wäre das Verhalten vermutlich aber auch strafbar als Nötigung und ziemlich teuer, da schadenersatzpflichtig. Es darf nicht sein, dass einige Menschen meinen, sie dürfen der Gesellschaft aus moralischer Überheblichkeit und ohne demokratische Legitimation Ihre ganz persönlichen Vorstellungen aufzwingen und damit durchkommen.

Doktor Alban

das hat mit Mut nichts zu tun, dafür um so mehr mit Anmaßung, Unverschämtheit und "moralischer"Überheblichkeit. Gegen den schwedischen Rechtsstaat, das Gericht, die andern Passagiere, die Airline

18:53 von Doktor Alban

schön wenn in einem Staat jeder das verteidigt für was er gerade steht

der eine Gewalt - wahlweise der LINKEN oder RECHTEN
einer meint Vergewaltiger sind nicht "so" schlimm ....
favorisieren sie einen demokratischen Staat ?
oder eher so Nihilisten
also mir ist es angenehmer es gibt allgemein anerkannte Grundsätze
die man vor Gericht einklagen kann, zu denen alle stehen

Die Abschiebung eines Straftaeters verhindert

der zuvor die eigene Frau und die eigenen Toechter misshandelt hat. Damit hat diese Studentin Frau und Tochter erneuter Gefahren ausgesetzt.

Finde ich nicht fortschrittlich. Die Frauen wollten in Schweden ein selbstbestimmtes Leben fuehren. Das hat die Aktivistin wohl verhindert.

Waere dem Taeter in Afghanistan wirklich was passiert? Warum kann man die Geschichte nicht mehr durch die Brille der Frauen sehen. Die haben in Afghanistan keine Chance.

Doch so viel?

300 € für eine Nötigung und Eingriff in den Luftverkehr? Cool, das nächste mal wenn 'nen Kumpel mit dem ich nach Malle will zu spät an Gate kommt, halt' ich dann mal locker flockig den Flieger auf...
Ein One-Way Ticket gebucht ohne Vorlauf auf Lufti kostet nämlich deutlich mehr...

Die junge Frau soll für die Folgekosten aufkommen

14 Tage Gefängnis ist lächerlich für einen Eingriff in den Luftverkehr.
Man sollte der jungen Frau die weiteren Aufenthaltskosten, Verfahrenskosten, Gerichtskosten, weiteren Abschiebekosten, etc. in Rechnung stellen.
Die können zwar einige 10-100tausend Euro ausmachen, das ist aber für einen Menschen in seiner Lebenszeit zu abzahlbar.

@ R. Schmid - Zivilcourage

... genau Herr Schmid - Sie haben vollkommen Recht!
Ich darf daran erinnern, dass die Tickets für die Passagiere für diesen Flug ebenfalls von einem Gericht innerhalb eines Rechtsstaats - der Schweden zweifelsohne ist - gelöst worden sind...
Ansonsten ist dieser Stunt nichts weiter als ein Eingriff in den Luftverkehr der, bei der extrem hohen Strafe von € 300,00 - nehmen die eigentlich American Express? - eigentlich nur zum Nachahmen aus den verschiedensten Gründen - siehe hier auch meinen weiteren, nicht ganz ernst gemeinten Post, verleiten kann...

@Demokratieschüler 17:10

"...Abschiebungen nach Afghanistan sind und bleiben bei der sich immer weiter verschlechternden Sicherheitslage in Afghanistan Mord und nichts weiter...."
.
.
In Afghanistan leben über 30 Millionen Menschen. Die allermeisten davon weitgehend ungefährdet von Taliban oder IS. Anschläge haben in der Regel ausländische Einrichtungen oder Militär (eigenes oder fremdes) und Regierungseinrichtungen zum Ziel. Die "normale Bevölkerung" ist eher nicht erstrangiges Ziel dieser Terroristen.
.
Ich verstehe -wirklich- nicht, wie Sie auf den Gedanken kommen, es handele sich um "Mord" wenn man einen Afghanen in sein Heimatland Afghanistan verbringt.

19:18 von Theodortugendreich

Da bin ich ja froh, dass nicht Sie, sondern ein Gericht über den Fall entschieden hat. "Gesundes Volksempfinden" ist eben nicht besser als der Rechtsstaat.

Gesetze - nicht für mich

Das Problem: Demokratie ist nicht die Lösung, sie ist Teil des Problems

@16:06 von R. Schmid

"Die Frau hat Mut gezeigt, Zivilcourage, ..."

Man muss kein "besorgter Bürger" sein, um das anders zu sehen.

Moralisch richtig gehandelt.

Gesetze ändern sich. Moralisch hat die Frau völlig richtig gehandelt!

@19:51 von Erich Kästner

//Moralisch richtig gehandelt.
Gesetze ändern sich. //

Moralvorstellungen auch.

Über Moralvorstellungen wird sicher oft gestritten.
Man kann die Dinge so oder so sehen - wer will entscheiden, welche Sichtweise die richtige ist, wenn sich nicht einmal Philosophen darüber einigen können?

Jedes Dind hat zwei Seiten

eine in diesem Fall Strafrechtliche, da ist Sie verurteilt.
Und eine Zivilrechtliche da wird es um den Schadenersatz gehen, den das Unternehmen erlitten hat und den zurückzuerstatten ihre Finanzen übersteigen dürfte.

So ist das wenn man Selbstjustiz übt. Und das ist auch richtig so.

Darüber...

...wird ja auch aus genau diesen Gründen heftig diskutiert, ob Abschiebungen in bestimmte Länder rechtlich korrekt sind:

"Ist dann ein Richter, der die Ausweisung oder Abschiebung eines abgelehnten Asylbewerbers verfügt, in Ihren Augen ein 'Mörder' ??"

Am 18. Februar 2019 um 19:47 von samson2

Recht haben Sie samson2
Aber das versteht wohl nur eine Minderheit.
Eigentlich Schade.

@Erich Kästner 19.51

ja, die Moral... ein weites Feld. Wenn Jemand eine arme alte Witwe betrügt ist das sicher moralisch verwerflicher als eine jungen Millionenerben zu betrügen. Gesetzeswidrig und kriminell ist Beides. Und die Elin hier hat in ihrer Moral quasi die Passagiere und die Crew in Haft genommen und den planmäßigen Start für Alle verhindert, um ihre Vorstellungen gegen das Gericht und den Rechtsstaat am Gesetz vorbei durchzusetzen. Schon mal überlegt, wie das wäre, wenn das jetzt Jeder so macht? Gesetze einfach ignorieren, wenn sie nicht gefallen?

@19:02 von WB0815

"Es darf nicht sein, dass einige Menschen meinen, sie dürfen der Gesellschaft aus moralischer Überheblichkeit und ohne demokratische Legitimation Ihre ganz persönlichen Vorstellungen aufzwingen und damit durchkommen."

Das sehe ich ganz genau so. Ich möchte auch nicht als "Geisel" dienen, wenn ich z.B. auf dem Weg zu einer Beerdigung oder nur zu einem Vorstellungsgespräch bin, weil andere Öffentlichkeit (für sich selbst?) herstellen wollen.

Welche Ereignisse

@18:39 von Boris
Sie stimmen mir ja voll zu, denn damals waren es ja Mordtaten und sie waren auch eine "private" moralische Erhebung...der Kant`sche Imperativ erlaubt nur moralisch abgeleitete Handlungen, die für alle gelten müssen...privates Rechtnehmen geht heute nicht und war damals auch nicht von der Allgemeinheit gedeckt. Mit dem 1. Mai hat das überhaupt nichts zum tun...

19:47 von samson2

//Gesetze - nicht für mich

Das Problem: Demokratie ist nicht die Lösung, sie ist Teil des Problems//

Was schwebt Ihnen denn als Lösung vor? Ich bin ernsthaft interessiert.

Der schwedische Staat geht da

Der schwedische Staat geht da mit den Schweden die dort schon länger leben™ und vielleicht mal den einen oder anderen Misstand ansprechen schon empfindlich härter ins Gericht. Der Rechtsstaat funktioniert auch dort vorzüglich.

Demokratie oder die Herrschaft des Einzelnen

@von samson2
Einzelhandlungen - wie dieser Eingriff in den Luftverkehr - brechen sich immer am Recht der anderen. Demokratie ist nicht das Problem, sondern das Hinwegsetzen einzelner über die Rechte anderer. Wie ich schon geschrieben habe, ist die moralische Privaterhebung nicht erlaubt, da sie die moralischen Rechte anderer (Flugpassagiere) mißachtet. Wenn jeder sich sein privatmoralisches Recht nehmen würde, wäre die Welt ein Tollhaus. Und das will doch niemand.

19:51 von Erich Kästner

Moralisch hat die Frau völlig richtig gehandelt!
.
wer legt denn "Moral" fest ?
jeder nach gutdünken

@17:53 von Sisyphos3 Re.17:36 von Biocreature...

...Warum so erbost?
---
1. habe ich nicht direkt mit Ihnen geredet.
2. zeigt Ihre Reaktion deutlich, zu welcher Gruppe Sie sich hingezogen fühlen.

Und was meinen angeblichen gehässigen Unterton angeht, den ich laut Ihrer Forderung mir sparen soll, erwidere ich folgendes.
Kommen Sie und die Foren-Gleichgesinnten wieder zurück zu einer Diskussionsform in diesem Forum, welches ein diskutieren auch ermöglicht, u. Sie werden feststellen das auch ich dem Folge leisten werde.

Ich habe es wahrlich versucht u. auch vor einigen Wochen hier darum gebeten, aber auch Sie scheinen anscheinend dazu kein Interesse zu haben.

Und was die Rechtsstaatlichkeit des Urteils angeht, stellen Sie doch gerade nur eine Vermutung auf.
Auch Gerichtsurteile können zum Einen fehlerhaft sein und zum Anderen auch meistens angefochten werden.

Und selbst wenn alles rechtens war, ist es denn verboten in einer Demokratie so zu handeln, wie es die Frau tat?

Rechtsbruch und Strafe

"Das öffentliche Recht kann man nicht durch privates Rechtnehmen ersetzen."

Aus diesem Grund wurde sie ja auch verurteilt. Et voilà! Der Rechtsstaat funktioniert.

@Biocreature 20.33

nochmal: es gab ein rechtmäßiges Abschiebeurteil eines schwedischen Gerichts, also in einem demokratischen Rechtsstaat!"Und selbst wenn alles rechtens war, ist es denn verboten in einer Demokratie so zu handeln, wie es die Frau tat?"

Ganz einfach: weil es die Rechte der Andern verletzt, die einfach planmäßig losfliegen wollten. Das ist im Grunde Nötigung und Freiheitsberaubung, wenn nicht hijacking. Hat auch mit Demokratie so überhaupt gar nichts zu tun. In andern Ländern, z.B. USA wäre das für die nicht so billig ausgegangen, zu Recht!

Ach ja, der...

"...der Kant`sche Imperativ erlaubt nur moralisch abgeleitete Handlungen, die für alle gelten müssen..."

Eben nicht. "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde." Die Maxime der Dame könnte z.B. Menschlichkeit sein. Von Zwang redet der Imperativ zunächst nicht.
Spannend finde ich im übrigen, wieviele hier bei 300 Euro von "viel zu wenig" etc. reden. Ich dachte immer, uns geht's schon so schlecht, und wir können uns keine Zuwanderung leisten. Aber bitte, ich wäre dann auch bei Türaufhalten im Bus für 300 Euro Bußgeld. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.

20:33 von Biocreature

Und selbst wenn alles rechtens war, ist es denn verboten in einer Demokratie so zu handeln, wie es die Frau tat?
.
JA !

in einem Staat - auch einem demokratischen hat der das Gewaltmonopol
es gilt die Gewaltenteilung
die Legislative macht Gesetze
die Judikative urteilt aufgrund dieser Gesetze
was sie anstreben nennt man Anarchie, wenn jeder glaubt das machen zu dürfen was er für richtig hält

20:33 von Biocreature

Auch Gerichtsurteile können zum Einen fehlerhaft sein und zum Anderen auch meistens angefochten werden.
.
hier war es die letzte Instanz also nicht mehr anfechtbar
dass Gerichtsurteile fehlerhaft sein können, wer zweifelt daran, es urteilen Menschen
.,
aber Gerichtsurteile sind rechtlich bindend
und wer sagt ihnen dass ausgerechnet diese Frau recht hat ?
- mal davon abgesehen dass sie die Abschiebung eines ganz anderen verhindern wollte ....
also ist es bei ihr ne grundsätzliche Sache gewesen die Entscheidung und Autorität eines Gerichtes in Frage zu stellen

Anarchie?

"was sie anstreben nennt man Anarchie, wenn jeder glaubt das machen zu dürfen was er für richtig hält"

Was Sie meinen, ist wohl eher Anomie. Von einer anarchistischen Gesellschaft sind wir - leider - mehr als weit entfernt.

Jetzt, wo sie strafrechtlich

Jetzt, wo sie strafrechtlich verurteilt wurde, müsste es doch ein leichtes für die Airline sein, zivilrechtlich den kompletten Schaden (ich gehe davon aus, dass das eine 6-stellige €-Summe sein wird) geltend zu machen. Da sollte man sich nicht scheuen, wenn eine junge Dame meint, sie könne über die Zeit von 200 Menschen verfügen und 200 Menschen durch ihr Verhalten in Geiselhaft zu nehmen.

Der Shitstorm etlicher

Der Shitstorm etlicher Kommentierender war erwartbar. Für mich hat Frau Errson Respekt verdient, denn Sie hat sich einer inneren Abwägung gestellt und dann couragiert gehandelt. Natürlich ist das keine Verharmlosung von Straftaten, die auch Geflüchtete begehen: Es ging Frau Errson einzig und allein um den Tatbestand, dass der Mann, der nach Afghanistan abgeschoben werden sollte, dort seines Lebens nicht sicher sein konnte. Und auch mit Anarchie hat dieses Handeln der jungen Frau beileibe nichts zu tun. Lasst bitte mal die Kirche im Dorf...

@berelsbutze

"Jetzt, wo sie strafrechtlich verurteilt wurde, müsste es doch ein leichtes für die Airline sein, zivilrechtlich den kompletten Schaden (ich gehe davon aus, dass das eine 6-stellige €-Summe sein wird) geltend zu machen."

Die verbrennen sich doch nicht die Finger an einem so hochpolitischem Vorgang. Das Risiko Kunden zu verlieren ist viel zu hoch und die anderen, die es gut finden würden fliegen deshalb auch nicht unbedingt öfter.
In die Politik mischen sich Unternehmen nur bei windelweichen Mainstream-Themen ein.

@ 17:11 von justice1

"Den meisten Kommentatoren geht es eigentlich gar nicht um den Rechtsbruch den die junge Dame geleistet hat. Es sind ganz einfach Flüchtlingsgegner, die sich darüber aufregen, dass es auch Menschen gibt, die sich für Flüchtlinge einsetzen."
.
Das ist klassische Tatsachverdrehung.
Es werden keine Flüchtlinge abgeschoben!
Es wäre schön, wenn Sie das auch akzeptieren würden.
Abgeschoben werden Scheinasylanten und Kriminelle.
Nach einem Gerichtsverfahren.
Darüber scheinen auch Sie sich hinwegsetzen zu wollen.

@andererseits

shitstorm? Ist ja wohl was ganz Anderes. Hier waren ganz überwiegend Kommentare, die die Unrechtmäßigkeit dieser anmaßenden Handlung, insb. das Verletzen der Rechte der andern Passagiere thematisierten.

Abschiebungen nach Afghanistan?

Dort herrscht Krieg. Es ist unmoralisch und verwerflich Menschen dorthin abzuschieben. Das gilt auch für Deutschland.

Ich frage mich, welchen Stellenwert Begriffe wie "Menschenrechte" und "Rechtsstaat" in Europa noch haben? Ist das nur noch wichtig für Sonntagsreden?

@ 21:19 von andererseits

"Natürlich ist das keine Verharmlosung von Straftaten, die auch Geflüchtete begehen: Es ging Frau Errson einzig und allein um den Tatbestand, dass der Mann, der nach Afghanistan abgeschoben werden sollte, dort seines Lebens nicht sicher sein konnte."
.
Na da wird die Familie des Mannes, der seine Frau und Kinder mißhandelt hat, ja äußerst dankbar sein!
Die können sich jetzt wieder jeden Tag freuen.......
.
"....dort seines Lebens nicht sicher sein konnte"
.
Woher weiss diese Person das?
Aus der gleichen Quelle wie bei der wahrscheinlichen Folterung von Sami A.?

"Aktivistin"

Warum werden Menschen, die wissentlich gegen geltendes Recht verstoßen, oft als "Aktivisten" bezeichnet?
Ich bin der Meinung, diese Bezeichnung verharmlost die Straftat, die dieser Mensch begangen hat.
Auch wenn es gut gemeint sein sollte (nach eigenem Empfinden): Eine Straftat bleibt eine Straftat.

Darstellung: