Ihre Meinung zu: USA: Supreme Court stoppt restriktives Abtreibungsgesetz

8. Februar 2019 - 17:16 Uhr

Die Entscheidung mit Signalwirkung stoppt vorerst ein Abtreibungsgesetz aus Louisiana. Erst vor einigen Tagen hatte Präsident Trump für eine Einschränkung von Schwangerschaftsabbrüchen geworben.

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Kommentare

Liberale, konservative, installierte Richter ...

So viel zur unabhängigen Justiz in den USA, die sich nur nach dem Gesetz richtet soll! Gut das der konservative John Roberts auch im 21. Jahrhundert angekommen ist und nicht mehr ganz so rückständig ist (konservativ, wie es im Volksmund so niedlich heißt).

Ein Beispiel für Spätabtreibungen

Konservative und Lebensschützer behaupten ja allen Ernstes, Spätabtreibungen gäben den Eltern das "uneingeschränkte Recht" zur Kindstötung "auch noch nach der Geburt" - und gehörten daher vollständig und uneingeschränkt verboten und unter Strafe gestellt.

Wie die Regelung in der Praxis allerdings tatsächlich genutzt wird zeigt ein Bericht aus dem Jahr 2017.

https://www.buzzfeed.com/de/carolinekee/sie-entschied-sich-far-eine-abtr...

ein Lichtblick

Offenbar ist der oberste Gerichtshof doch nicht der verlängerte Arm des jeweiligen Präsidenten. Meinen Respekt an John Roberts. Der Mann kann unterscheiden zwischen konservativ und reaktionär.
Ohne Leute wie ihn hätte man in den Staaten wahrscheinlich irgendwann von Kreationisten geschriebene Biologiebücher und ein Verbot von vorehelichem Sex.

Zu entscheiden, ob ein Kind geboren wird, ...

... ist kategorisch ausschließlich eine Angelegenheit der Frau! Nicht von Parteien, Kirchen, Gerichten, Staatsanwaltschaften, Ärzten, Familien – und selbst wenn die Schwangerschaft schon im achten oder neunten Monat ist... Und das Recht des geborenen Lebens – der Frau – steht gleichfalls kategorisch immer über dem des ungeborenen, das letztlich nicht mehr oder weniger wert ist als ein niederes Lebewesen bzw. ein Zellhaufen, dem alles fehlt, was einen Menschen wirklich ausmacht...

Verstehe, "Kritikern zufolge".

"Kritikern zufolge hätte es dazu führen können, dass in dem gesamten Bundesstaat nur noch ein Arzt legal Abtreibungen hätte vornehmen dürfen."

Reicht doch.

Meiner Ansicht nach sind Abtreibungen ethisch nur dann zu rechtfertigen, wenn durch eine Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet ist.

In diesem Fall ist das Leben der Mutter tatsächlich schützenswerter als das des ungeborenen Kindes.

Diese Fälle sind allerdings so selten, dass dafür ein Arzt in einem Bundesstaat ausreicht.

Schade!

Ich hoffe, dass das nur ein vorübergehender Rückschlag für den Lebensschutz für Kinder im Mutterleib ist. Man darf hoffen, dass der oberste Gerichtshof die gesetzlichen Möglichkeiten zur Abtreibung weiter einschränken wird. Der Artikel deutet es ja an … einiges spricht dafür.

In den USA gibt es zu diesem Thema eine Meinungsvielfalt, die man in Deutschland nicht hat bzw., wie die vorangegangenen Kommentare zeigen, nicht haben möchte. Die Medien – auch die öffentlich-rechtlichen – tragen ihren Teil dazu bei, die "sogenannten Lebensschützer" in ein schlechtes Licht zu rücken. Meist ohne starke Argumente dafür umso lauter.

Sowohl das Befürworten von Abtreibung als auch dessen Ablehnung ist der Ausdruck bestimmter Grundüberzeugungen über die Bedeutung des Lebens, des Seins und der Existenz. Aber darüber denken, so mein Eindruck, die wenigsten (insbesondere der Abtreibungsbefürworter) nach.

letzte Bastionen von Vernunft

Die Entscheidung, ein neues Leben in die Welt zu tragen, ist wohl die weitreichendste, die ein Mensch treffen kann. Eine Schwangerschaft ist nie ohne Risiko und immer voller Strapazen. Solange nur Frauen gebären können, gehört die Entscheidungsmacht über Geburt oder nicht nun einmal den Frauen. Das ist doch ein klarer Fall von Selbstbestimmung über den eigenen Körper.
Dass nach der Geburt es üblicherweise nicht die Väter sind, von denen man erwartet, rund um die Uhr für das junge Baby da zu sein, ist nur ein weiterer Grund, die potentiellen Mütter entscheiden zu lassen. Gender Pay Gap, gläserne Decke, Rentenlücke, alle strukturellen Fakten zeigen doch, dass Frauen ernsthafte Nachteile von einer Geburt zu erwarten haben.

Das einzige, was ein Verbot bewirkt, sind Hinterhof-Abtreibungen unter horrenden medizinischen Bedingungen, wie einst in der Nachkriegszeit, mit entsprechenden gesundheitlichen Schäden. Lebendige Frauen in solch eine Situation zu drängen verletzt Menschenrechte.

… ist Angelegenheit der Eltern

Wenn sich tatsächlich nur der ein Urteil erlauben dürfte, der direkt in etwas involviert ist (wie die Frau in die Schwangerschaft), dann dürften wir uns kein Urteil über Sklavenbesitz machen. Denn wir besitzen keine Sklaven etc. Das Argument hinkt also gewaltig. Da Mann und Frau an der Zeugung eines Kindes und – idealerweise – auch an der Erziehung beteiligt sind, steht es auch in der Verantwortung beider, sich zu "entscheiden". Wenn der Vater sich nach der Geburt aus dem Staub macht – was eine Schande ist! –, wird er ja auch haftbar gemacht und muss mit zahlen.

Was ist ein "Zellhaufen"? Wenn der erste "Zellhaufen" geboren wird oder die Biologie dieses Phänomen entdecken sollte, sagen Sie bitte wieder Bescheid. Ähnliche Worte wie Ihre über Kinder im Mutterleib haben die Nationalsozialisten über die Juden gefunden ("niederes Lebewesen")! Noch niemals ist aus dem Verschmelzen von Ei- und Samenzelle etwas anderes als ein menschlicher Organismus entstanden, alles andere ist keine Biologie

@17:29 von jautaealis

Vorweg - ich begrüße das Urteil und befürworte das Recht auf Abtreibung - in definierten Grenzen. Ihre Haltung ist mir aber zu extrem. Aus persönlichen Gründen.

„und selbst wenn die Schwangerschaft schon im achten oder neunten Monat ist“

Ich selbst bin vor fast 60 Jahren im 8. Monat geboren. Hausgeburt ohne Hightech-Medizin. Ich war kein Zellhaufen und kein niedrigeres Lebewesen als 4 Wochen später. Ihrere Theorie nach hätte mich meine Mutter einen Tag vorher töten dürfen, einen Tag später nicht mehr. Den Unterschied verstehe ich nicht.

re rossundreiter

"Meiner Ansicht nach sind Abtreibungen ethisch nur dann zu rechtfertigen, wenn durch eine Fortsetzung der Schwangerschaft das Leben der Mutter gefährdet ist."

Ihre Auffassung sei Ihnen gegönnt.

Jedoch geht es in demokratischen Staaten nach den Auffassungen, die mehrheitsfähig sind und daher in mehrheitsfähige Gesetzgebung eingehen.

Diese sind dann auch für Minderheitsauffassungen verbindlich.

Scheinheiligkeit

Was für eine Scheinheiligkeit !
Die Rede vom "ungeborenen Leben" ist ein ideologisches Konstrukt, damit selbsternannte Lebensschützer sich positionieren können gegen und auf Kosten anderer. Wir haben es mit ungeborenen Menschen zu tun. Auch im Mutterleib werden Menschen krank. Auch im Mutterleib wird gestorben. Wenn man das erst einmal zur Kenntnis nimmt, nimmt man wahr, dass die Wirklichkeit komplexer ist.
Was für eine Scheinheiligkeit!
- bei ungeborenen Menschen gibt man vor, sich " für das Leben" einzusetzen und gleichzeitig betreibt man das Geschäft der Waffenlobby, rüstet auf, führt Krieg und will die Krankenversicherung streichen, trennt Flüchtlingskinder von ihren Eltern etc.pp.
Eine Scheinheiligkeit, die nicht zu toppen ist.

re raschu

"Sowohl das Befürworten von Abtreibung als auch dessen Ablehnung ist der Ausdruck bestimmter Grundüberzeugungen"

Und bei unterschiedlichen Grundüberzeugungen sollte sich irgendwann diejenige herauskristallisieren, die mehrheitsfähig im demokratischen Staat ist.

Oder nicht?

@jautealis, 17:29

Soso, ein niederes Lebewesen, ein Zellhaufen, im neunten Monat.

Vermutlich noch drei Minuten vor der Geburt.

Ich bin sprachlos.

Das Widersprüchliche an "konservativen" ...

... Abtreibungsgegner ist, dass diese meist auch gegen Aufklärung und Verhütung sind. Was für eine mittleralterliche Welt!

"Lebensschutz"

Volle Zustimmung für den Kommentar von Peace.

Zudem: ein Zusammenschluss von sich weiterentwickelnden Zellen ist kein Mensch. Klar ist es schwierig eine Grenze zu ziehen, aber die embryonale Phase "schützen" zu wollen gegen jedes Wohlbefinden der Mutter (und damit auch des späteren Kindes) ist widersinnig. Der Großteil dieser tatsächlichen Zellhaufen geht von ganz allein noch ab, meist unbemerkt als "stärkere Regelblutung".

Fehlt noch ein Masturbationsverbot für Männer. Um keinen Samen zu verschwenden. Kann alles Leben werden. Lächerlich.

@ohnehin2004

Das ist eine Behauptung, die nicht stimmt. Auch in den Medien (zB aus dem Mund von Anne Will, Sendung vom 03.02.), wird diese Aussage regelmäßig kolportiert. Das müsste zuerst einmal mit Statistiken nachgewiesen werden. Allerdings kommen – insbesondere in den USA – sehr viele Abtreibungsgegner aus dem evangelischen/evangelikalen Lager und sind ganz und gar keine Gegner von Verhütung.

Dass Gegner der Abtreibung gegen Aufklärung sind, ist schlichtweg eine böswillige Unterstellung. Meist sind es gerade Lebensschützer, so meine Wahrnehmung, die sich ausführlich mit diesem Themenbereich beschäftigt haben, und die die Menschen informieren und aufklären über das, was bei einer Abtreibung tatsächlich geschieht.

Zuletzt, "mittelalterlich" als Synonym für "hinterwäldlerisch" zu verwenden, tun wahrscheinlich nur diejenigen, die sich noch nicht auf einer akademischen, historischen Basis mit dem Mittelalter befasst haben. Das Mittelalter ist eine Phase großer intellektueller etc. Leistungen.

18:06 von dr.bashir

„Den Unterschied verstehe ich nicht.“
Andere inkl. meiner Winzligkeit verstehen auch nicht alles…

Sehr selten

Sehr selten habe ich so unglaublich uninformiertes, unmenschliches Geschreibsel gelesen als in diesen Kommentaren. Als Ursache kann ich nur unbewußt gebliebenen Selbsthaß der jeweiligen Autoren ausmachen. Denn jede der abstoßend sich äußernden Personen war selbst einmal solch ein (toter oder lebender?) "Zellhaufen". Wer jemals ein Frühgeborenes gesehen hat und kein Unmensch ist, weiß: das ist ein Mensch, und zwar von Anfang an.

@DemokraSte

Was ist ein "Zusammenschluss von sich weiterentwickelnden Zellen" denn sonst? Was ist das Ergebnis der Fortpflanzung von Hunden? Hunde! … von Pinguinen? Pinguine! etc.pp. … von Menschen? "Zellhaufen"! Erklären Sie das mal einem Biologen. "Zellhaufen" – das Wort strotzt nur so vor wissenschaftlicher Korrektheit. Es ist nichts weiter als der schlechte Versuch das weg zu erklären, was eben nicht sein darf. Aus dem Geschlechtsverkehr von Mann und Frau sind in den vergangenen Jahrtausenden nur Menschen entstanden. Es ist davon auszugehen, dass das so bleibt. Anstatt sich über die Ansichten von Lebensschützern lustig zu machen, rate ich ihnen, sich anzusehen, was bei einer Abtreibung geschieht – es wird, egal ob die Abtreibung früh oder spät ist, ein Mensch getötet. Da das nicht aus Versehen geschieht, sondern absichtlich, ist es Mord.

Ein Masturbationsverbot braucht es deshalb nicht, weil sich dort keine Eizelle verirrt und es nicht zur Entstehung menschlichen Lebens kommt.

@17:50 von RaSchu

"Sowohl das Befürworten von Abtreibung als auch dessen Ablehnung ist der Ausdruck bestimmter Grundüberzeugungen über die Bedeutung des Lebens, des Seins und der Existenz. Aber darüber denken, so mein Eindruck, die wenigsten (insbesondere der Abtreibungsbefürworter) nach."

Verzeihung, aber nur weil jemand aus vielerlei guten Grünen gegen ein Abtreibungsverbot ist, ist er nicht automatisch ein Abtreibungsbefürworter. Aber nicht einmal soweit können oder wollen Sie in diesem Zusammenhang denken.

@jautaealis

Wie begründen Sie eine solche Auffassung? Warum sollte ein ungeborenes Kind im 8. oder 9. Monat nur ein „Zellhaufen“ sein und nach der Geburt auf einmal ein Mensch? Wird es erst durch die Geburt zu einem Menschen?

Re: jautaealis 17:29

"Zu entscheiden, ob ein Kind geboren wird, ist kategorisch ausschließlich eine Angelegenheit der Frau!"

Das ist keinesfalls, und schon gar nicht kategorisch, alleine die Entscheidung der Frau. Jedes Kind hat nämlich einen Vater und das Recht auf Leben. D.h. die Väter haben da ganz genauso mitzureden wie die Mütter!

Schließlich geht es nicht um den Körper der Frau, sondern um den Körper des Kindes, das über eine Nabelschnur mit dem Körper der Mutter verbunden ist. Der Körper des Kindes gehört dem Kind und nicht der Mutter.

@RaSchu

Das ist eine Behauptung, die nicht stimmt.
Ähhh... doch. Die stimmt.
Das müsste zuerst einmal mit Statistiken nachgewiesen werden.
Also wissen SIe es selbst nicht. Hören SIe doch einfach mal diesen fanatischen Lebensschützern zu. Dann werden Sie ganz schnell merken, aus welcher autoritätshörigen, körperfeindlichen und antiaufklärerischen Ecke die kommen.

Allerdings kommen – insbesondere in den USA – sehr viele Abtreibungsgegner aus dem evangelischen/evangelikalen Lager und sind ganz und gar keine Gegner von Verhütung.

Doch, gerade die. Bei denen gehen nämlich solche Dinge, wie Abtreibungsverbot, Verhütungsverbot, Enthaltsamkeit bis zur Ehe (gilt aber in der Praxis nur für die Frauen, die Jungs dürfen ruhig "Initiationsriten" bei professionellen Vertreterinnen des Gewerbes durchlaufen) und Masturbationsverbot (für die Frau generell, da "unkeusch", die Jungs können ja auf die besagten Damen zurückgreifen - bis ins "hohe Alter").

@18:13 von Emilio85

"Eine Scheinheiligkeit, die nicht zu toppen ist."

So ist es. Mit dem Schutz des Lebens n a c h der Geburt nimmt man es auch nicht annähernd so genau. Da werden sogar Ärzte, die Abtreibungen vornehmen, von diesen "Lebensschützern" mit Morddrohungen konfrontiert.
Das ist dann auch nicht mehr scheinheilig, das ist krank.

@ Raschu

Ich habe mehrere Abtreibungen gesehen. Bei keiner kam ein Mensch zum Vorschein. Auch kein Pinguin - da haben Sie tatsächlich Recht!

17:50 von RaSchu

Richtig ist, dass in den USA tatsächlich mehr darüber diskutiert wird. Was an sich schonmal nichts Gutes ist, denn da gibt es nichts zu diskutieren. Die Lebensplanung mindestens einer Person, nämlich der Schwangeren, geht außer die nur noch ihren eventuellen Partner etwas an. Sonst niemanden. Also haben andere da auch nichts mitzudiskutieren.

Nachdenken, insbesondere darüber, tun aber ja wohl keinesfalls die Abtreibungsgegner. Die lügen einfach nur. So wie es Fanatiker und Populisten immer tun. Nennen es dann `Killing babys´ und finden sich auch noch toll dabei.

Gut, dass selbst die von Trumps Führern veranlassten Richter hier nicht abschließend einen Rückschritt in der gesellschaftlichen Entwicklung der USA erreichen konnten. Von denen gab es zuletzt ja auch schon mehr als genug.

@Anna-Elisabeth

Wie weit ich in diesem Zusammenhang denken kann oder will, können Sie doch gar nicht wissen. Kennen Sie mich?

Mit "Abtreibungsbefürworter" meine ich diejenigen, die ein Abtreibung für ein legitimes Mittel (oder gar Recht) der Mutter/Eltern halten, das Kind im Mutterleib zu "entsorgen", wenn sie es (aus welchen Gründen auch immer) nicht wünschen. Dass die Situation von Müttern/Eltern, die unerwartet (oder infolge einer Vergewaltigung) ein (behindertes) Kind bekommen, nicht leicht ist, stelle ich in keiner Weise in Abrede. Es erfordert sicherlich viel Mut ein Kind in einer solchen Situation zu bekommen.

Aber selbst dann hat eine Mutter/Eltern nicht das Recht, dem Baby das Leben zu nehmen. Sobald Kinder geboren wurden, kämpfen Eltern mit aller Kraft darum deren Leben zu bewahren, auch wenn es vielleicht behindert ist und keine hohe Lebenserwartung besitzt. Was ist das besondere am Geburtskanal, dass wir dasselbe nicht für das gleiche Kind tun, solange es noch im Bauch ist?

@emilio85, 18:13

"(...) bei ungeborenen Menschen gibt man vor, sich "für das Leben" einzusetzen und gleichzeitig betreibt man das Geschäft der Waffenlobby, rüstet auf (…)."

Da haben Sie recht.

Gilt aber auch umgekehrt:

Angebliche Sozialempathen, die sich zwar (zurecht) gegen die Benachteiligung und Unterdrückung sozial schwacher "Geborener" empören, aber kein Problem damit haben, Kinder zu töten, solange sie noch an der Nabelschnur hängen.

Beide Denkmodelle werden mir wohl für immer ein Rätsel bleiben.

@dilbert_66

Frage: Wie viele Lebensschützer kennen Sie persönlich? Mit wie vielen hatten Sie schon intensive Gespräche über ihre Motivationen, ihre Gründe, ihre Einstellung etc.?

Ich kenne sehr viele. In Europa und über den großen Teich. Was Sie hier reden, deutet nicht darauf hin, dass Sie sich tatsächlich mit denen auseinander gesetzt haben, die Sie hier beleidigen. "Initiationsriten" etc. … Was für ein Gerede!

Enthaltsamkeit bis zur Ehe war übrigens bis vor 60/70 Jahren auch in Deutschland vollkommen normal und ist es in vielen Flecken der Erde bis heute. Wenn man sich für den Nabel der Welt hält, ist das natürlich irrelevant.

@19:08 von DenkenvormHandeln

...Irgendwie wird das hier vielleicht wieder eine Grundsatzdiskussion über Abtreibung und damit leicht OT, aber was soll´s. Das Thema ist nunmal interessant.

Zu `unglaublich uninformiertes, unmenschliches Geschreibsel´:
Viel wissen und somit informiert sein muss man gar nicht. Zu dem Zeitpunkt, bis zu dem zumindest in Dland Abtreibungen erlaubt sind, ist das, was abgetrieben werden kann, kein Mensch. Hier gehe ich von der 12. Woche aus, aber ich bin auch für spätere Abtreibungen.
Unmenschlich: Ist es, wenn ein Kind, geboren und somit ein Mensch, nicht gewollt ist und daraus resultierend vielleicht nicht geliebt und angenommen, nicht gut versorgt und erzogen wird. Nur weil irgendwelche Fanatiker der Ansicht waren, dass dieser Mensch auf jeden Fall geboren werden muss. Drum kümmern... das ist dann nicht mehr deren Angelegenheit.
Dazu kommen dann noch die Auswirkungen auf das Leben der Mutter.
Wenn etwas unmenschlich ist, dann der Zwang zur Geburt, nicht das Gegenteil !

@19:08 von DenkenvormHandeln

"Wer jemals ein Frühgeborenes gesehen hat und kein Unmensch ist, weiß: das ist ein Mensch, und zwar von Anfang an."

Es geht hier nicht um Frühgeborene. "DenkenvormSchreiben"

17:29 von jautaealis

Und das Recht des geborenen Lebens – der Frau – steht gleichfalls kategorisch immer über dem des ungeborenen, das letztlich nicht mehr oder weniger wert ist als ein niederes Lebewesen bzw. ein Zellhaufen (...)

Diese Aussage ist gleich in zweierlei Hinsicht falsch: Zumindest in Deutschland ist Abtreibung mindestens bis zur 12. Schwangerschaftswoche strafrei, mit etlichen Hintertüren bis zur 24. Schwangerschaftswoche. In USA dürfte es ähnlich sein. Schauen Sie sich mal (am besten bewegte) Bilder von so einem Ungeborenen an. Wenn das ein Zellhaufen ist, dann ist ein Auto nur ein Metallbrocken.

Zweitens greifen Sie rhetorisch in die Trickkiste, indem sie das Überleben des Säuglings mit der Entfaltungsfreiheit des Lebens der werdenden Mutter vergleichen. Und in dieser Aussage kann ich Ihren Prioritäten nur widersprechen. Geht es hingegen um das Überleben der Mutter, so konnte zu diesem Zweck schon immer das Kind straffrei getötet werden.

@DemokraSte

"Bei keiner kam ein Mensch zum Vorschein." Ist das noch ein ernsthaftes Gespräch? Sie könnten ja einen Gentest machen, an dem, was herausgesaugt oder herausgerissen wurde. Vielleicht könnte sogar eine Abstammung von der Schwangeren (alias Mutter) und einem Vater nachgewiesen werden?!

@Silverfuxx

"Die lügen einfach nur. So wie es Fanatiker und Populisten immer tun."

Haben Sie sich bereits mit Abtreibungen befasst? Was ist das "etwas", das aus dem Bauch geholt wird? Nur ein Stück rohes Fleisch, das nach 9 Monaten plötzlich ein Mensch ist?

Sie kennen wahrscheinlich keinen einzigen Lebensschützer persönlich. Oder täusche ich mich?

Grundsätzlich

Man darf wohl davon ausgehen, dass keine geistig und psychisch gesunde Frau, sich keine (quälenden) Gedanken macht, wenn sie über eine Abtreibung nachdenkt - aus welchen Gründen auch immer. Sollte das in Einzelfällen nicht so sein, dass ist es wohl auch besser, wenn diese Frau keine Mutter ist.

@Silverfuxx

Dass "das, was abgetrieben werden kann" bis zur 12. Woche kein Mensch sei, stimmt wissenschaftlich schlicht weg nicht.

"Die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beginnt beim Embryo mit der 3. Schwangerschaftswoche. Bis zum Ende der 8. Woche sind Gehirn und Rückenmark fast vollständig angelegt." https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/gehirn-nervensystem/en...

Das sagen Ärzte und Forscher. Das mit der 12. Woche ist schon längst überholt. Abgesehen davon, ist es von der Zeugung an ein Mensch, weil aus einer menschlichen Ei- und Samenzelle nun mal nichts anderes entsteht als ein Mensch. Höchstens im Marvel-Universum. ;-)

19:40 von RaSchu

Nein, persönlich kenne ich keinen. Ich habe das Thema mal naiv in einem amerikanischen Forum diskutiert und habe da dann welche getroffen, aber eben nur online. Ich hoffe auch, dass es Leute im aufgeklärten Dland gar nicht gibt. Ich kenne aber natürlich ´normale´ Abtreibungsgegner.

Die Diskussion darüber, ab wann das nun ein Mensch ist, ist nicht zielführend, weil eine Glaubensfrage. Und für mich auch nicht interessant. Wenn jemand kein Kind möchte, dann ist das so. Punkt. Das kann ich mir aussuchen, dass können Sie sich aussuchen und das kann sich sonstwer aussuchen. Und nur, weil irgendwas nicht so gelaufen ist wie es ideal gewesen wäre, nehme ich dieses Recht jemandem nicht.

17:29 von jautaealis

Zu entscheiden, ob ein Kind geboren wird, ist kategorisch ausschließlich eine Angelegenheit der Frau
.
wenn das ihre Überzeugung ist
dann tun sie mir leid
ebenso ihre Ausführungen wie sie ein Ungeborenes einstufen
was macht denn einen Menschen aus ?
so lange ist das nicht her, da wurde das geklärt mit dem "Wert" eines Menschen,
wollen sie das ?
und dass es zu keinen Mißverständnissen kommt
es ist gut dass es eine Rechtsgüterabwägung gibt, Frau und Ungeborenes
man sich Gedanken macht

@rossundreiter, 19:34

Angebliche Sozialempathen, die sich zwar (zurecht) gegen die Benachteiligung und Unterdrückung sozial schwacher "Geborener" empören, aber kein Problem damit haben, Kinder zu töten, solange sie noch an der Nabelschnur hängen.

Sorry, das ist ganz billige Polemik. "kein Problem damit, Kinder zu töten", was wissen Sie denn von den Problemen, die ich mit Schwangerschaftsabbrüchen habe? Nix, aber mal einfach behaupten, mir wäre ungeborenes Leben egal.
Da können Sie gleich Bilder von Teufeln und Hexen malen, die mit gewetzten Messern hinter den Betten von Schwangeren stehen.
Hätte ich von Ihnen nicht erwartet.

@RaSchu 17:50

" Die Medien – auch die öffentlich-rechtlichen – tragen ihren Teil dazu bei, die "sogenannten Lebensschützer" in ein schlechtes Licht zu rücken."
Die Medien haben nach BVerfGE 88,203 aufgrund GG Artikel 1 selbst eine Schutzpflicht gegenüber Ungeborene:
"Öffentlich-rechtlicher wie privater Rundfunk sind bei Ausübung ihrer Rundfunkfreiheit der Würde des Menschen verpflichtet; ihr Programm hat daher auch teil an der Schutzaufgabe gegenüber dem ungeborenen Leben."

Liebe "Lebensschützer"...

...bitte kümmern Sie sich um das Leben der geborenen Kinder! Es sterben viele an Hunger, viele werden in Krisenherden durch deutsche Waffen umgebracht. Tausende geborene Kinder sterben in den USA jährlich durch Schusswaffen.

Das alles interessiert die "Lebensschützer" anscheinend wenig. Sie wollen in meinen Augen nur Macht über Frauen in quälenden Krisensituationen ausüben: "Die muss das Kind gebären!"

re raschu

" Das mit der 12. Woche ist schon längst überholt. Abgesehen davon, ist es von der Zeugung an ein Mensch, weil aus einer menschlichen Ei- und Samenzelle nun mal nichts anderes entsteht als ein Mensch."

Das können Sie lang und breit erzählen solange Sie wollen.

Eigentlich geht es hier um Gesetze und welche Regelungen mehrheitsfähig sind und dass die dann auch für "Lebensschützer" gelten, die den Menschen ab der ersten Zellteilung verteidigen.

18:56 von RaSchu

Zuletzt, "mittelalterlich" als Synonym für "hinterwäldlerisch" zu verwenden,
Das Mittelalter ist eine Phase großer intellektueller etc. Leistungen.
.
na zumindest durfte eine Schwangere im "dunklen" Mittelalter
nicht hingerichtet werden
um so erstaunlicher, da ja das Leben ansich, Menschenrechte etc.
nach heutiger Meinung zumindest, nicht besonders geachtet wurde ....

ich glaube hier ist einigen nicht bewußt

dass der § 218 nicht abgeschafft wurde !
Abtreibung aufgrund der sozialen Indikation immer noch verboten
lediglich (wenn einige Dinge beachtet werden) nicht strafbar

@20:03 von frosthorn

"Da können Sie gleich Bilder von Teufeln und Hexen malen, die mit gewetzten Messern hinter den Betten von Schwangeren stehen."
Passendes Bild. Bei diesem Thema scheint eine sachliche Diskussion grundsätzlich nicht möglich. Es gibt nur schwarz oder weiß bzw. Engel oder Teufel.
Ein wirklich kompliziertes Thema. Oft wird auch vergessen, welche Rolle das Umfeld der Schwangeren spielt. Viele Männer gehen hier offensichtlich davon aus, dass der potentielle Vater das Kind auf jeden Fall will. Auf die Idee, dass er auch mal mit Trennung drohen könnte, kommen die gar nicht.

@ jautealis 17:29

"Zu entscheiden, ob ein Kind geboren wird, ...
... ist kategorisch ausschließlich eine Angelegenheit der Frau"
1. Der Staat hat eine Schutzpflicht gegenüber dem Ungeborenen: "Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben zu schützen. Zum menschlichen Leben gehört auch das ungeborene. Auch ihm gebührt der Schutz des Staates." (BVergGE 88,203 Absatz 150).
2. Ungeborene haben ein Lebensrecht, das nicht in der Annahme der Mutter begründet ist: "Dieses Lebensrecht, das nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet wird, sondern dem Ungeborenen schon aufgrund seiner Existenz zusteht," (BVerfGE 88,203 Absatz 152)
3. Ärzte können den Schwangerschaftsabbruch aus Gewissensgründen ablehnen: " (1) Niemand ist verpflichtet, an einem Schwangerschaftsabbruch mitzuwirken.
(2) Absatz 1 gilt nicht, wenn die Mitwirkung notwendig ist, um von der Frau eine anders nicht abwendbare Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung abzuwenden. (SchKg § 12 Weigerung)

20:13 von karwandler

sie bewegen sich auf sehr dünnem Eis !

wie bereits erwähnt, ist sie unter bestimmten Umständen straffrei - beileibe nicht legal
das sollte man beachten, wenn man Ärzte oder Kliniken angreift, weil sie sich weigern Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen
auch diese haben ein "Gewissen" das sowohl für oder gegen eine Abtreibung votieren kann

"Lebensschützer"

Die sogenannten "Lebensschützer" verschleiern mit Ihrem selbstgewählten Titel ihr eigentliches Ziel, ungewollt Schwangeren gegen deren Willen die eigene, recht begrenzte politisierte ideologische Weltsicht aufzuzwingen.
Dass Sie damit allen Betroffenen Frauen die Würde nehmen, Sie und Ihre Helfer grundsätzlich verurteilen und ihnen sehr unmenschlich gegenübertreten und sie zur Gebährmaschine erniedrigen, wird Ihnen in Ihrem Wahn nicht ersichtlich.
Dabei sollten gerade Sie davon ausgehen, das JEDE Frau, die sich als Betroffene zur Abtreibung entschließt, ganz sicher grundsätzlich gegen Abtreibung ist, in Ihrem Fall aber respektable Gründe gegeben sind, die Ihre Entscheidung sowohl für Sie selbst, als auch für Ihre Schwangerschaft rechtfertigen.
Und darüber zu urteilen steht respektlosen Fantikern, die nur eine Seite der Wirklichkeit wahrnehmen wollen schlicht nicht zu.
Dafür gibt es nach langem Ringen endlich gesetzliche Regelungen.
Punkt!!

@annaelisabeth, 20:25

"Oft wird auch vergessen, welche Rolle das Umfeld der Schwangeren spielt."

Das wird nicht vergessen, das spielt schlichtweg keine Rolle.

Ethische Fragen von Leben oder Tod beantwortet man nicht mit dem "Umfeld".

Das "Umfeld" ist politisch zu lösen.

19:28 von RaSchu

"Es erfordert sicherlich viel Mut ein Kind in einer solchen Situation zu bekommen."

Für eine vergewaltigte Frau bedeutet das u.U. "Lebenlänglich" und damit auch für deren Mann. Das möglicherweise verhasste Kind tut Ihnen gar nicht leid?

Naja, ist ja nicht Ihr Trauma, nicht Ihr Leben. Alles ganz einfach.

20:26 von esa00

2. Ungeborene haben ein Lebensrecht, das nicht in der Annahme der Mutter begründet ist:
.
um genau das geht es !

es muß eine Rechtsgüterabwägung stattfinden
das Recht des Ungeboren und das der Mutter auf Leben
dass man dabei das Recht der Mutter stärker berücksichtigt
keine Frage, das ist begründ - und nachvollziehbar
dass man abtreiben will, weil das Kind gerade "ungelegen" kommt,
wegen Beruf / Urlaub, ich denke da sieht es doch anders aus,
bei der Rechtsgüterabwägung

@19:51 von RaSchu

"Die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beginnt beim Embryo mit der 3. Schwangerschaftswoche. Bis zum Ende der 8. Woche sind Gehirn und Rückenmark fast vollständig angelegt."

Das bedeutet aber noch lange nicht, dass in der "Hardware" bedeutende Vorgänge stattfinden, die einen Menschen von einfachen biologischen Funktionen unterscheidet. Ich kann Ihnen als Informatiker mit einer Zeile Code ein neuronales Netz dimensionieren, so klein oder groß Sie es haben wollen, bis der RAM voll ist - das heißt noch lange nicht, dass dieses Konstrukt was mit Intelligenz zu tun hat. Es ist einfach ein leeres "Gehirn".

20:25 von Anna-Elisabeth

dass der potentielle Vater das Kind auf jeden Fall will.
.
sagen wir mal so
gelegentlich gefragt wird, definitv aber in den seltensten Fällen
seinen Wunsch durchsetzen kann

@karwandler 20:13

1. Erzählen das Ärzte und Mediziner, nicht ich.
2. Bin ich auf Gegenargumente gespannt.

"Mehrheitsfähig" sind die Gesetze, die in Parlamenten und/oder Gerichten eine Mehrheit erhalten. Über die moralische Qualität solcher Gesetz sagt das gar nichts aus. Darüber rede ich hier und das ist das Entscheidende, denn da geht es um Menschenleben.

Nur keine Panik

Ich kann alle hier beruhigen. John Roberts ist ein Konstitutionalist, was bedeutet, dass er sich um eine wörtliche Auslegung der Verfassung einsetzt. Ein Recht auf die Tötung ungeborener Mädchen und Jungen kommt in der Verfassung nicht vor, weshalb Roe vs Wade unter Roberts fallen wird. Roberts ist aber auch ein Institutionalist, was bedeutet, dass er sich um das Gericht als unabhängige Institution sorgt und dass er allzu große Brüche in der Rechtsprechung vermeiden will. Er hat lediglich verhindert, dass ein unteres Gericht die Sache ganz alleine in die Hand nimmt. Was aber in jedem Fall kommen wird, ist eine Anhörung dieses Falls vor dem obersten Gericht, wo dann Argumente und Gegenargumente gehört werden und wo Roberts dann die Inkraftsetzung des Gesetzes erlauben wird. Es wird mit ihm nicht den Ausspruch "Roe vs Wade is overturned" geben, aber er wird sich für die Schrittweise Aufhebung dieses Fehlurteils einsetzen.
Wer sich etwas mit diesem Thema beschäftigt, weiß das.

re sisyphos3

" 20:13 von karwandler

sie bewegen sich auf sehr dünnem Eis !

wie bereits erwähnt, ist sie unter bestimmten Umständen straffrei - beileibe nicht legal"

Das ist eine deutsche Spezialvariante. In vielen Ländern ist sie schlicht straffrei.

"das sollte man beachten, wenn man Ärzte oder Kliniken angreift, weil sie sich weigern Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen"

Das wird jetzt lächerlich. Der 99%ige Normalfall ist, dass Ärzte und Kliniken angegriffen werden, weil sie Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.

Dass jemals ein Arzt dazu gezwungen wurde taucht nicht mal in der Propaganda von "Lebensschützern" auf.

@Silverfuxx 19:54

Ab wann die Zellen im Mutterleib menschlich sind, ist nicht nur eine Glaubensfrage. Es ist sicherlich auch eine Frage der Ethik. Genauso ist es aber eine Frage der Wissenschaft! Wenn Abtreibungsbefürworter doch nur mehr auf das hören würden, was Ärzte und Mediziner hier sagen. Gerade biologisch kommt man zu keinem anderen Ergebnis, als dass es sich um einen Menschen handelt.

Genau darum geht es: Ob man mit Menschenleben einfach tun kann, "was man möchte" … ob die "Entscheidung" der Mutter und ihr Leben die Existenz des Babys und sein eben noch ganz und gar abhängiges Leben überwiegt und ausstechen darf. Genau darum geht es.

20:35 von Reinhard Libuda

in Ihrem Fall aber respektable Gründe gegeben sind, die Ihre Entscheidung sowohl für Sie selbst, als auch für Ihre Schwangerschaft rechtfertigen.
.
das haben sie wunderbar formuliert !

@ Harald Friedrich 20:09

"Liebe "Lebensschützer"...
...bitte kümmern Sie sich um das Leben der geborenen Kinder!"
Das hört sich für mich nach einem "argumentum ad hominem" an. Aber es gibt tatsächlich bekannte Ethiker wie Peter Singer, die nicht nur die Tötung von Ungeborenen, sondern einen Schritt weiter gehen und auch die Tötung von Neugeborenen für ethisch akzeptabel halten. Er begründet es damit, dass Neugeborene keine autonome Wesen sind und somit die Tötung von Neugeborenen das Prinzip des Respekts und Autonomie nicht Verletzt (siehe Praktische Ethik). Lebensschützer lehnen Tötung von Neugeborenen genau so ab.

re sisyphos3

"es muß eine Rechtsgüterabwägung stattfinden
das Recht des Ungeboren und das der Mutter auf Leben
dass man dabei das Recht der Mutter stärker berücksichtigt
keine Frage, das ist begründ - und nachvollziehbar
dass man abtreiben will, weil das Kind gerade "ungelegen" kommt,
wegen Beruf / Urlaub, ich denke da sieht es doch anders aus,
bei der Rechtsgüterabwägung"

Mich würde doch mal interessieren, warum Sie den Streit von vor 20-30 Jahren hier wieder aufwärmen.

Das Thema ist erledigt, gesetzlich geregelt, mit breiter gesellschaftlicher Akzeptanz versehen.

Ihre Rechtsgüterabwägung ist fertig und abgehakt.

20:37 von Anna-Elisabeth

bedeutet das u.U
.
stimmt "u.U"
es ist aber auch ein Teil von ihr, "ihr" Kind
ebenso ist es nachvollziehbar, dass sie diese Kind "hasst"
(obwohl es ja nichts dafür kann)

"Alles ganz einfach." => sie sagen es, das ist wirklich ein ernstes Problem
und ich möchte da nicht entscheiden müssen

19:00 von Provinzposse

//18:06 von dr.bashir
„Den Unterschied verstehe ich nicht.“
Andere inkl. meiner Winzligkeit verstehen auch nicht alles…//

Und Ihren Kommentar verstehe ich nicht.

@dr.bashir: Eine meine Nichten wurde im siebten Schwangerschaftsmonat geboren. Sie hatte schwarze Haare und ein Piepsstimmchen. Und ich bin die (heute immer noch stolze) Patentante einer lieben, klugen und hübschen 38jährigen Frau.

@Reinhard Libuda 20:35

"allen Betroffenen (sic!) Frauen die Würde nehmen" – Wie viel Millionen Frauen wird nicht nur ihre Würde, sondern auch ihr Leben genommen, weil sie abgetrieben werden? Gerade in den USA sind es am häufigsten Schwarze, die abtreiben lassen und meist Mädchen. Können Sie nachschlagen.

Gerade in einer Zeit, in der so viel über Geschlechtergerechtigkeit und Rassengerechtigkeit/-gleichheit geredet wird, ist es nicht liebevoll, diese Menschen einfach damit zurückzulassen, dass sie ja abtreiben können. Wenn es um wirkliche Gerechtigkeit und Wertschätzung für Frauen geht, sollte man ein Problem mit Abtreibung haben, denn dabei werden zu mindestens 50% Frauen getötet.

"Respektlosen Fanatikern … Wahn" etc. Sie kennen Lebensschützer offensichtlich nicht. Sie machen es sich allerdings leicht sie zu verunglimpfen.

Jeder hat eine bestimmte Ideologie/Weltanschauung/Religion. Nicht nur Lebensschützer, sondern auch Abtreibungsbefürworter. Neutralität ist ein Mythos.

@ Raschu

Also ich bin Arzt und kenne auch ziemlich viele. Niemand davon behauptet, dass ein Mensch mit der Vereinigung von Erbgut bereits entstanden ist. Und alle größeren Medizinerverbände befürworten Abtreibungen in der frühen Schwangerschaft. Also hören Sie auf "Ärzte und Mediziner" hinter Ihre Aussagen zu stellen.

20:53 von esa00

Er begründet es damit, dass Neugeborene keine autonome Wesen sind und somit die Tötung von Neugeborenen das Prinzip des Respekts und Autonomie nicht Verletzt
.
da kann es aber schnell unappetitlich werden

sind viele Behinderte nicht auch in ihrer Autonomie sagen wir mal "eingeschränkt"

20:43 von RaSchu

@karwandler 20:13

"Über die moralische Qualität solcher Gesetz sagt das gar nichts aus."

Und was "moralische Qualität" ist, entscheiden Sie?

20:58 von karwandler

Das Thema ist erledigt, gesetzlich geregelt,
.
lesen sie gelegentlich meine Beiträge ?

der § 218 besteht weiter
Schwangerschaftsabbruch ist verboten
lediglich (bei ner vorherigen Beratung) straffrei
ist das für sie ne saubere gesetzliche Regelung ?

Lebensschützer ...

... sollen sich bitte um den Schutz und ein menschenwürdiges Leben NACH der Geburt kümmern!

... konsequent und nachhaltig!

... global, grenzenlos, dauerhaft und ohne Ansehen von Rasse, Religion und Herkunft!

Es kann nicht sein, dass das Mittelmeer inzwischen mehr Flüchtlinge „aufgenommen“ hat, als mancher demokratische und christlich eingestellte Staat ...

... aber genau die Sorte Mensch die meint, das Boot sei voll, meint hier nun plötzlich, sich um den Schutz ungebohrenen Lebens kümmern zu müssen.

Ja, streng genommen sind bereits die Verbindung von Samen- und Eizelle der erste Schritt in Richtung Leben ...

... aber anstatt hier zu bestimmen was mit diesem ersten Zellklumpen zu geschehen hat, bitte erst mal darum kümmern, dass alle Menschen, die die Geburt hinter sich gebracht haben, dann nicht ersaufen, erschossen werden, verhungern, verblöden oder sonstwie am Menschsein gehindert werden!

Danke!

@20:50 von RaSchu

Sie führen vermutlich zu Recht an, dass in der 8. Woche die Entwicklung des Gehirns beginnt. Okay, wissenschaftlicher Fakt.
Aber bedeutet das was ? ist die Entwicklung des Gehirns der Punkt, der den Zellhaufen zu einem Menschen macht ?
Womit wir wieder bei der Glaubensfrage wären. Mancher glaubt vielleicht `Ja´, ich und andere glauben, dass ein... sandkorngroßes ?Gehirn (auch noch ohne jeglichen Input) keinen Menschen ausmacht.

Letztlich werden wir von den Glaubensfragen nicht weg kommen, denn die Menschwerdung ist nunmal nicht neutral definierbar.
Und ich wiederhole auch, dass mich das wenig interessiert und eigentlich auch in der Debatte keine Rolle spielen sollte. Der Wunsch der Frau ist das, was mich interessiert.
Okay, ich sehe da auch noch eine Notwendigkeit für eine viel höhere Einbeziehung des Mannes, auch in das Recht, über Abtreibung zu entscheiden, aber das ist eine andere Baustelle. Und heavy, da gerät man dann mit den Hardcore-Feministinnen aneinander, ;)

re raschu

""Mehrheitsfähig" sind die Gesetze, die in Parlamenten und/oder Gerichten eine Mehrheit erhalten. Über die moralische Qualität solcher Gesetz sagt das gar nichts aus."

Es gibt keine Instanz, die über moralische Qualität entscheiden könnte.

Unter den Voraussetzungen eines demokratischen Staatswesens steht dafür der gesellschaftliche Konsens.

@DemokraSte

1. Darf ich zitieren, wen ich will. Ich habe auf die Aussagen von Medizinern hingewiesen, um auf verkehrte Behauptungen hier im Forum hinzuweisen. Es geistern gerade unter Abtreibungsbefürwortern nach meiner Erfahrung viel Falschinformationen dazu herum.
2. Dass auch (deutsche) Medizinerverbände Abtreibungen befürworten und Mediziner sie offensichtlich auch durchführen, sagt nichts über die menschliche Qualität bzw. das Wesen des Abgetriebenen aus.
3. Die medizinische Diskussion/Forschung zu dieser Frage, kenne ich nicht im Detail. Nähere Informationen würden mich aber interessieren.
4. Ab wann das vereinigte Erbgut ein Mensch ist, ist sicherlich nicht nur eine medizinische, sondern auch eine ethische Frage. Die Argumente einer christlichen Ethik der Lebensbefürwortung von der Verschmelzung der Eizelle finde ich nicht nur stärker, sondern auch menschlicher als die Argumente von Ethikern wie z.B. Peter Singer.

@20:35 von rossundreiter

"Ethische Fragen von Leben oder Tod beantwortet man nicht mit dem "Umfeld"."

Da gebe ich Ihnen recht. Für die entgültige Entscheidung einer Frau spielt das Umfeld aber eben doch eine wesentliche Rolle, besonders für deren psychische Stabilität und die wiederum ist auch für das Ungeborene sehr wichtig.

Für dieses wichtige Umfeld - Partner, Freunde, Eltern, evtl. Pfarrer und Arzt - gibt es keine politische Lösung.

Das ist kein Umfeld, das man in Gänsefüßchen setzt. Oder dachten Sie an eine grüne Wiese?

re sisyphos3

"lesen sie gelegentlich meine Beiträge ?

der § 218 besteht weiter
Schwangerschaftsabbruch ist verboten
lediglich (bei ner vorherigen Beratung) straffrei"

Warum lesen Sie mein Antwort nicht?
Stichwort deutsche Spezialregelung.

"ist das für sie ne saubere gesetzliche Regelung ?"

Es ist die gültige Konsensregelung. Wie soll ich "sauber" kommentieren?

@20:35 von Reinhard Libuda

DANKE für diesen Beitrag!

@„Elite“Demokrat

Lebensschützer ..
.. sollen sich bitte um den Schutz und ein menschenwürdiges Leben NACH der Geburt kümmern!

.. konsequent und nachhaltig!

..global, grenzenlos, dauerhaft u ohne Ansehen von Rasse, Religion und Herkunft!

Es kann nicht sein, dass das Mittelmeer inzwischen mehr Flüchtlinge „aufgenommen“ hat, als mancher demokratische und christlich eingestellte Staat ..

..aber genau die Sorte Mensch die meint, das Boot sei voll, meint hier nun plötzlich, sich um den Schutz ungeborenen Lebens kümmern zu müssen.

Ja, streng genommen sind bereits die Verbindung von Samen u Eizelle der erste Schritt in Richtung Leben ..

..aber anstatt hier zu bestimmen was mit diesem ersten Zellklumpen zu geschehen hat, bitte erst mal darum kümmern, dass alle Menschen, die die Geburt hinter sich gebracht haben, dann nicht ersaufen, verhungern, verblöden oder sonstwie am Menschsein gehindert werden!
Danke“

So, jetzt aber wieder Ruhepuls. Wir können nicht jeden retten. Der Tod gehört zum Leben nunmal dazu

@RaSchu, 20:59

Jeder hat eine bestimmte Ideologie/Weltanschauung/Religion. Nicht nur Lebensschützer, sondern auch Abtreibungsbefürworter

Ich weiß nicht, ob Sie es verstehen, aber "Abtreibungsbefürworter" gibt es - außer in Ihren Feindbildern - nicht. Auch hier in diesem Forum finde ich keinen einzigen Kommentar, in dem Frauen zur Abtreibung aufgefordert werden. Gefordert wird, dass sie die Möglichkeit dazu haben, ohne als Mörderin beschimpft zu werden. Das ist die selbe absurde Argumentation, wie wenn Gegnern der Todesstrafe unterstellt wird, sie sympathisierten mit den verurteilten Mördern.

@Silverfuxx 21:10

Es ist schön, in einem versöhnlichen Ton miteinander zu reden, in dem wir einander nicht verdammen, auch wenn wir konträre Ansichten haben. Meistens ist der Diskussionspartner, wenn man ihn näher kennenlernt ganz nett. :) Das darf man auch bei heißen Diskussionen nicht vergessen.

"Letztlich werden wir von den Glaubensfragen nicht weg kommen, denn die Menschwerdung ist nunmal nicht neutral definierbar." Volle Zustimmung! Es geht um "Glaubensfragen", was aber nicht bedeutet, dass es unwichtig oder egal ist, was man denkt. Ganz im Gegenteil. "Glaubensfragen" sind – ganz offensichtlich, wie diese Diskussion zeigt – nicht privat. Wohl persönlich, aber nicht privat, sondern haben eine wichtige öffentliche Bedeutung. Nur wenn Glaube öffentlich wird, ist er überhaupt relevant/echt.

"… eine Notwendigkeit für eine viel höhere Einbeziehung des Mannes" ebenfalls volle Zustimmung.

@Silverfuxx 21:20

BVerfGE 88,203 Absatz 151 hat sich zu Ihren Fragen geäußert: "[...] Zeitraum der Schwangerschaft. Dieser reicht nach den [...] Bestimmungen des Strafgesetzbuches vom Abschluß der Einnistung des befruchteten Eis in der Gebärmutter bis zum Beginn der Geburt. Jedenfalls in der so bestimmten Zeit der Schwangerschaft handelt es sich bei dem Ungeborenen um individuelles, in seiner genetischen Identität und damit in seiner Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit bereits festgelegtes, nicht mehr teilbares Leben, das im Prozeß des Wachsens und Sich-Entfaltens sich nicht erst zum Menschen, sondern als Mensch entwickelt. Wie immer die verschiedenen Phasen des vorgeburtlichen Lebensprozesses unter biologischen, philosophischen, auch theologischen Gesichtspunkten gedeutet werden mögen und in der Geschichte beurteilt worden sind, es handelt sich jedenfalls um unabdingbare Stufen der Entwicklung eines individuellen Menschseins. Wo menschliches Leben existiert, kommt ihm Menschenwürde zu."

@frosthorn

Das Wort "Abtreibungsbefürworter" impliziert auch keine Aufforderung zur Abtreibung. Ich habe oben schon definiert, was ich damit meine, bzw. was Lebensschützer im Allgemeinen damit meinen. Ihr Bezug zur Todesstrafe trifft doch ganz gut: In Deutschland bieten wir auch nicht "die Möglichkeit" zur Todesstrafe an oder fordern, dass der Staat "die Möglichkeit" dazu hat, Kriminelle hinzurichten.

Warum nehmen Sie es so genau mit dem Tod, aber bei Kindern im Mutterleib sehen sie die Bereitstellung einer Möglichkeit – die mit Erlaub jährlich hunderttausendfach genutzt wird, wir reden hier nicht über theoretische Probleme – zur "Abtreibung" alias Tötung gelassen?

RaSchu um 17:50 Uhr

Treffend formuliert. Ich stimme Ihnen in jeder Hinsicht zu.

@berelsbutze 21:20 - Fake-News?

Zitat: „So, jetzt aber wieder Ruhepuls. Wir können nicht jeden retten. Der Tod gehört zum Leben nunmal dazu“

... sehr bezeichnender Beitrag!

... wer entscheidet also, wer gerettet wird?

... Menschen, wie Sie?

Woher stammt Ihre Information, das „wir“ nicht alle retten können und wer ist überhaupt „wir“ ??

Ist das die Fake-News, die man benötigt um zu rechtfertigen, dass die Einen halt nicht gerettet werden können - Pech gehabt - aber die Ungebohrenen müssen auf jeden Fall alle auf die Welt gebracht werden! Egal unter welchen Umständen?

... Hauptsache eine Frau entscheidet unter keinen Umständen, was mit ihr geschieht?

... ist es das, was Sie uns mitteilen wollen?

@karwandler

""Mehrheitsfähig" sind die Gesetze, die in Parlamenten und/oder Gerichten eine Mehrheit erhalten. Über die moralische Qualität solcher Gesetz sagt das gar nichts aus."

Es gibt keine Instanz, die über moralische Qualität entscheiden könnte.

Unter den Voraussetzungen eines demokratischen Staatswesens steht dafür der gesellschaftliche Konsens.

Eben genau diese Voraussetzungen eines "demokratischen Staatswesens" schränken den gesellschaftlichen Konsens ein. Ich denke durchaus, dass der gesellschaftliche Konsens eine Mehrheit in bestimmten Fällen z. B. für die Todesstrafe finden würde. Dagegen sprechen aber die Naturrechte, die ja auch im Grundgesetz verankert sind. Z. B. "die Würde des Menschen ist unantastbar". Und hier kommen wir wieder zum Thema. Auch ein ungeborener Mensch hat die gleiche Würde und das Recht weiterzuleben.

@ Elitedemokrat

„... wer entscheidet also, wer gerettet wird?
.. Menschen, wie Sie?“

Nein, das entscheidet keiner. Ein Superheld könnte höchstens das Sterben aller Menschen verhindern. Menschen sterben, das ist rein biologisch nicht zu verhindern und völlig natürlich.

„Woher stammt ihre Information, das „wir“ nicht alle retten können“

Gehen sie auf Friedhöfe ihrer Wahl oder lesen Sie die Todesanzeigen in der Zeitung, dann haben sie ihre Information.

„ist das die Fake News“

Nein, keine Fake news, das Menschen sterben und nicht jeder gerettet werden kann, ist Fakt!!

„Hauptsache eine Frau unterscheidet unter keinen Umständen was mit ihr geschieht“

Komische Einstellung haben Sie da. In meiner Welt kann jeder Mensch erstmal machen, was er will. Hauptsache er lässt die Rechte anderer zu 100 Prozent in Ruhe. Leben und leben lassen...

Haben Sie noch weitere Fragen?

@ RaSchu

"'Die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem beginnt beim Embryo mit der 3. Schwangerschaftswoche. Bis zum Ende der 8. Woche sind Gehirn und Rückenmark fast vollständig angelegt.'"

Wenn Sie hier schon Fakten aus der Forschung zitieren, dann unterchlagen Sie bitte nicht das in diesem Zusammenhang wichtigste Faktum: Die Entwicklung der Großhirnrinde, die es dem Fötus später erlaubt, bewusst zu empfinden und erste Erfahrungen abzuspeichern, beginnt erst mit der 20. Schwangerschaftswoche.

In der 12. Woche ist das ungeborene Kind bewusstseinsunfähig und völlig empfindungsfrei.

re lustiger

" Ich denke durchaus, dass der gesellschaftliche Konsens eine Mehrheit in bestimmten Fällen z. B. für die Todesstrafe finden würde. Dagegen sprechen aber die Naturrechte, die ja auch im Grundgesetz verankert sind. Z. B. "die Würde des Menschen ist unantastbar"."

Begriffsverwirrung.

Es gibt einen gesellschaftlichen Konsens über die Verfassung und die Grundrechte. Also einen Konsens gegen die Todesstrafe.

Was Sie als Beispiel anführen ist eine möglicherweise momentan durch populistische Agitation herbeigeführte Meinungsmehrheit. Die sich aber gegen den grundsätzlichen Konsens gar nicht durchsetzen könnte.

@berelsbutze, 21:20

"Wir können nicht jeden retten. Der Tod gehört zum Leben nunmal dazu."

Wovon zum Teufel reden Sie?? Abtreibung bedeutet aktive Tötung eines lebensfähigen Organismus.

re raschu

" In Deutschland bieten wir auch nicht "die Möglichkeit" zur Todesstrafe an oder fordern, dass der Staat "die Möglichkeit" dazu hat, Kriminelle hinzurichten."

Spätestens, wenn die "Lebenschützer" Ihr Thema mit Mord und Todesstrafe würzen wollen, muss man leider den Diskurs mit solchen unappetitlichen Personen kurz und schmerzlos beenden.

@ RaSchu

"Die Argumente einer christlichen Ethik der Lebensbefürwortung von der Verschmelzung der Eizelle finde ich nicht nur stärker, sondern auch menschlicher als die Argumente von Ethikern wie z.B. Peter Singer."

Die christliche Idee der "Simultanbeseelung", wonach der liebe Gott im Moment der Befruchtung die Eizelle mit einer unsterblichen Seele imprägniert, ist nicht nur durch keinerlei wissenschaftliche Fakten gedeckt, sie ist aus kritisch-rationaler Perspektive betrachtet völlig lächerlich.

Übrigens ist die Idee der "Simultanbeseelung" auch bei den Christen relativ neu. Bis ins 19. Jahrhundert glaubten viele Theologen an die "Sukzessivbeseelung" - das heißt, dass sie "Seele" des Menschen erst im dritten Schwangerschaftsmonat voll ausgebildet sei. Bis dahin hätte man Abtreibungen also religiös legitimieren können.

Wie dem auch sei: Obskure religiöse Prämissen dürfen keinen Einfluss darauf haben, was ein weltanschaulich neutraler Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern vorschreibt.

@annaelisabeth, 21:15

"Für dieses wichtige Umfeld (…) gibt es keine politische Lösung."

Unsinn, selbstverständlich gibt es die. Jedes Kind kann ohne Eltern kindgerecht und glücklich aufwachsen.

Es muss nicht getötet werden, wenn die Mutter nicht will oder kann!

Der Staat hat dieses Umfeld gefälligst zur Verfügung zu stellen.

@berelsbutze 21:54 - Nebelkerze?

Zitat: „Ein Superheld könnte höchstens das Sterben aller Menschen verhindern. Menschen sterben, das ist rein biologisch nicht zu verhindern und völlig natürlich.“

... nette Nebelkerze!

... Sie entledigen sich also der Verpflichtung, sich für geborene Menschen einsetzen zu „müssen“, mit der billigen Entschuldigung, dass ja eh nicht alle gerettet werden könn?

... aber Hauptsache „alle“ werden erst einmal geboren?

... das ist hier zwar kein privater Chat, aber Fragen werfen Sie reichlich auf!

22:04 von karwandler

re lustiger

" Ich denke durchaus, dass der gesellschaftliche Konsens eine Mehrheit in bestimmten Fällen z. B. für die Todesstrafe finden würde. Dagegen sprechen aber die Naturrechte, die ja auch im Grundgesetz verankert sind. Z. B. "die Würde des Menschen ist unantastbar"."

Begriffsverwirrung.

Es gibt einen gesellschaftlichen Konsens über die Verfassung und die Grundrechte. Also einen Konsens gegen die Todesstrafe.

Was Sie als Beispiel anführen ist eine möglicherweise momentan durch populistische Agitation herbeigeführte Meinungsmehrheit. Die sich aber gegen den grundsätzlichen Konsens gar nicht durchsetzen könnte.
////
*
*
"Herbeigeführte" Mehrheiten einer demokratischen Wahl könnten sich nicht den grundsätzlichen Konsenz durchsetzen?
*
Klingt ganz nach Konsensdemokratur?

@rossundreiter

„Am 08. Februar 2019 um 22:11 von rossundreiter
@berelsbutze, 21:20
"Wir können nicht jeden retten. Der Tod gehört zum Leben nunmal dazu."

Wovon zum Teufel reden Sie?? Abtreibung bedeutet aktive Tötung eines lebensfähigen Organismus.“

Ich hatte nur auf den Rundumschlag vom Mitforisten „Elite“Demokrat geantwortet. Hatte mit der Abtreibung im speziellen überhaupt nichts zu tun. Vorher lesen, verstehen und dann antworten schadet auch Ihnen nicht

Susan Collins

Susan Collins stimmte für Kavanaugh.
Hoffentlich wird sie 2020 abgewählt

22:11 von rossundreiter

Ich gehe stark davon aus, dass Ihnen selbst klar ist, dass diese Aussage 100%ig falsch ist. Ich wüsste gerne, warum Sie sowas behaupten. Zumal in einer Diskussion, die sich überraschend... gesittet entwickelt hat.

Ich versuche es zum dritten Mal: Es geht nicht um Leben oder Tod, es geht um Leben oder nicht leben.

20:35 von Reinhard Libuda

Danke für Ihren Kommentar.Auf den Punkt gebracht !

22:11 von karwandler

ach ?
und wenn es die Mehrheitsmeinung wäre
was dann ?

22:11 von karwandler

Da haben Sie zwar - wie meistens übrigens (abgesehen von Themen mit Sozialismus und dem Anteil der USA an dessen Scheitern :) ) Recht, aber RaSchu ist das hier nichts vorzuwerfen. Er bezog sich nur auf eine andere Aussage.

22:11 von karwandler

re raschu

" In Deutschland bieten wir auch nicht "die Möglichkeit" zur Todesstrafe an oder fordern, dass der Staat "die Möglichkeit" dazu hat, Kriminelle hinzurichten."

Spätestens, wenn die "Lebenschützer" Ihr Thema mit Mord und Todesstrafe würzen wollen, muss man leider den Diskurs mit solchen unappetitlichen Personen kurz und schmerzlos beenden.
////
*
*
Kurz und schmerzlos bei unappetitlichen Pack, also ganz demokratisch?

Frage an die "Lebensschützer"

Mal eine Frage an die selbsternannten "Lebensschützer":

Ist Ihnen bekannt, dass rund die Hälfte der Embryonen, die sich in der Gebärmutter einnisten, spontan wieder abgeht? Das wird nur in 20 Prozent der Fälle überhaupt bemerkt, aber tatsächlich ist dieser "natürliche Abort" weitaus häufiger als der vom Menschen vorgenommene, künstliche Abort.

Wenn die eigentümliche christliche Idee der "Simultanbeseelung" stimmen würde, hieße das also, dass der "liebe Gott" gut die Hälfte der Seelen, mit denen er soeben die befruchteten Eizellen imprägniert hat, kurz darauf wieder zu sich holt. Genau genommen wäre Gott also "der größte Abtreibungsarzt aller Zeiten" (Michael Schmidt-Salomon).

Nun ja. Notfalls kann man als Christ immer noch versuchen, sich mit der guten, alten Apologie "die Wege des Herren sind unerforschlich" und "es war halt Gottes Wille, darüber haben wir als Menschen nicht zu urteilen" herauzusreden. Wer's überzeugend findet...

17:29 von jautaealis

Zu entscheiden, ob ein Kind geboren wird, ...

... ist kategorisch ausschließlich eine Angelegenheit der Frau! Nicht von Parteien, Kirchen, Gerichten, Staatsanwaltschaften, Ärzten, Familien – und selbst wenn die Schwangerschaft schon im achten oder neunten Monat ist... Und das Recht des geborenen Lebens – der Frau – steht gleichfalls kategorisch immer über dem des ungeborenen, das letztlich nicht mehr oder weniger wert ist als ein niederes Lebewesen bzw. ein Zellhaufen, dem alles fehlt, was einen Menschen wirklich ausmacht...
///
*
*
Das zu den Diskussionen von Gleichberechtigung?
*
Was mit dem Blupp passiert, hat der "Spender" erst nach der Geburt zu alimentieren?

ProLife ist komplett scheinheilig!

Es werden keine Kinder abgetrieben, sondern Zellhaufen.

Diese Leute muten den Nonnen zu, die von Priestern mißbraucht wurden, Kinder zur Welt zu bringen. Diese Leute muten Töchtern zu, die von ihren Vätern - letzte nicht selten sehr religös und gegen Sexualkundeunterricht - mißbraucht wurden, Kinder zur Welt zu bringen. Diese Leute muten Frauen zu, die brutal vergewaltigt wurden, Kinder zur Welt zu bringen.

Diese Leute sind gleichzeitig für die Todesstrafe. Da ist nix mehr mit ProLife, da kennen Sie nichts - völlig egal, ob jemand unschuldig verdächtigt wird.

Diese Leute sind in meinen Augen keine guten Christen. Jesus hätte mehr Verständnis gehabt für abtreibende Frauen.

Und ja - ich habe genauso das Recht von guten und schlechten Christen zu schreiben, wie diese Leute eben auch. Diese Leute haben kein Monopol auf gutes Christentum, auch wenn sie sich das einbilden.

@karwandler

Der "gesellschaftliche Konsens" ist ständig im Wandel, im Gegensatz zu den Naturrechten. Hatte noch vor 30 Jahren eine Abtreibung keinerlei Mehrheiten, was ja auch im derzeitigen § 218 verankert ist, wonach eine Abtreibung rechtswidrig ist, so wäre dieser gesellschaftliche Konsens meiner Einschätzung nach derzeit ein anderer.
Die Naturrechte bleiben allerdings, z. B. das Recht auf das eigene Leben.

@ rossundreiter

"Abtreibung bedeutet aktive Tötung eines lebensfähigen Organismus."

Wir töten in Deutschland auch Jahr für Jahr tausende von Kühen, Schweinen, Schafen, Hühnern usw. zum Zweck des Verzehts. Das sind nicht nur lebensfähige Organismen, sondern bereits geborene, voll entwickelte Lebewesen mit Bewusstsein und Empfindungen.

Alle, die einem bewusstseinsunfähigen, völlig empfindungslosen Fötus in der 12. Schwangerschaftswoche ein "Recht auf Leben" zusprechen, müssten das bei den genannten Tieren erst recht tun - und sich konsequenterweise rein vegetarisch ernähren.

@ Laskaris 22:52

"Alle, die einem bewusstseinsunfähigen, völlig empfindungslosen Fötus in der 12. Schwangerschaftswoche ein "Recht auf Leben" zusprechen, müssten das bei den genannten Tieren erst recht tun - und sich konsequenterweise rein vegetarisch ernähren."
Das ist entspricht vielleicht einer naturalistisch utilitaristische Weltanschauung. Für einen weltanschaulich-neutralen Staat ist das aber irrelevant: "Dieses Lebensrecht, das nicht erst durch die Annahme seitens der Mutter begründet wird, sondern dem Ungeborenen schon aufgrund seiner Existenz zusteht, ist das elementare und unveräußerliche Recht, das von der Würde des Menschen ausgeht; es gilt unabhängig von bestimmten religiösen oder philosophischen Überzeugungen, über die der Rechtsordnung eines religiös-weltanschaulich neutralen Staates kein Urteil zusteht." (BVerfGE 88,203 Absatz 152).

22:52 von Laskaris

da haben sie vollkommen Recht
wenn sie Menschen mit Tieren gleichsetzen !
bisschen abenteuerlich, aber jeder hat halt so seine Vorstellungen ....

@ LustigerGuenter

"Der 'gesellschaftliche Konsens' ist ständig im Wandel, im Gegensatz zu den Naturrechten."

Auch der philosophische Konsens darüber, was unter die "Naturrechte" fällt und was nicht, ist ständig im Wandel. Bitte tun Sie nicht so, als seien das in Stein gemeißtelte, ewig währende Ideen - das Gegenteil ist der Fall.

Selbst unter Christen ist das Konzept der "Simultanbeseelung", wonach das menschliche Leben mit dem Moment der Befruchtung beginnt, eher neu. Bis ins 19. Jahrhundert herrschte die Überzeugung vor, die "Seele" sei erst nach 80 Tagen Schwangerschaft ausgebildet. Bis dahin galt das ungeborene Kind als "fetus inanimatus", eine Abtreibung wurde nicht mit Exkommunikation bestraft.

"Die Naturrechte bleiben allerdings, z. B. das Recht auf das eigene Leben."

Ein Recht auf Leben setzt ein Interesse am Leben voraus. Die Entwicklung der Großhirnrinde beginnt erst mit der 20. Schwangerschaftswoche, davor ist der Fötus bewusstseinsunfähig - und hat also auch keine Interessen.

22:15 von rossundreiter

Es muss nicht getötet werden, wenn die Mutter nicht will oder kann!
.
ein schwer verständliche Sache
ebenso schnell wie in ne Mülltonne
kann man ein Kind auch in einer Babyklappe ablegen
irgendwo vor ne Haustür legen und klingeln
warum geschieht das nicht ?

re lustiger

"Der "gesellschaftliche Konsens" ist ständig im Wandel"

Richtig, aber banal. Allerdings ein Wandel über längere Zeiträume.

" im Gegensatz zu den Naturrechten"

Was sind diese unveränderlichen Naturrechte, wann wurden sie festgelegt und von wem? Nennen Sie mal ein "Naturrecht", das überall und jederzeit in allen Kulturen unbestritten gegolten hat.

Bitte mal präzisieren und nicht als Floskel verwenden.

re sisyphos3

"und wenn es die Mehrheitsmeinung wäre
was dann ?"

Und wenn die Sonne im Westen aufginge würden wir um 20:00 Uhr frühstücken.

Nonsense mit Konjunktiv irrealis kann ich auch.

@rasenheizung 22:47

Es gibt keine "Zellhäufen" außer im Vokabular von Abtreibungsbefürwortern. Die Biologie kennt das Phänomen "Zellhaufen" sicherlich nicht.

Dass Jesus Verständnis für Frauen in Not hatte, steht außer Frage. Jesus hielt sich außerdem vollkommen an Gottes Gesetz, dass die Auslöschung von menschlichem Leben untersagt. Das Jesus Verständnis für Abtreibung gehabt hätte, ist schlichtweg Spekulation.

Sie kennen "diese Leute" doch gar nicht, wie können Sie ein Urteil über ihren Glauben fällen?

Am 08. Februar 2019 um 17:50 von RaSchu

"von @RaSchu

Aber

„Wehe auch euch, ihr Gesetzesexperten, weil ihr den Menschen Lasten aufladet, die sie kaum tragen können, doch ihr selbst rührt die Lasten mit keinem Finger an!"

Da die Gesetzesexperten darauf bestehen, dass sich alle daran halten, machen sie den Menschen das Leben schwer."

re rossundreiter

" Jedes Kind kann ohne Eltern kindgerecht und glücklich aufwachsen.

Es muss nicht getötet werden, wenn die Mutter nicht will oder kann!

Der Staat hat dieses Umfeld gefälligst zur Verfügung zu stellen."

Und wenn er das tut kann er ja die Frauen zum Austragen zwingen.

Darauf soll's doch hinauslaufen. Hatten wir schon bis zum Erbrechen: Trag's aus und lass es adoptieren. Sei eine Gebärmaschine.

@Laskaris

Die Lehre von einer Sukzessivbeseelung ist römisch-katholisches Dogma. Das haben längst nicht alle Theologen geteilt. Es handelt sich also nicht um eine allgemein "christliche Idee". Auch vor dieser Lehre wurde die grundsätzliche Gottebenbildlichkeit des menschlichen Lebens gelehrt. Ein künstlicher Abortus – in gewisser Weise ist das natürlich eine anachronistische Debatte – war auch vor dem 19. Jh. theologisch nicht zu rechtfertigen. Und wurde es auch nie. Diese Behauptung müssten Sie schon beweisen.

Aus "kritisch-rationaler Perspektive" können Sie überhaupt nicht wissen, ob der Mensch eine unsterbliche Seele besitzt. Außer Sie wollen Allwissenheit für sich reklamieren. Sie können es höchstens vermuten.

Mit Erlaub ist Ihre Position nicht weniger religiös als die meine. Sie bekennen etwas anderes.

@Laskaris 22:52

"Kühe, Schweine, Schafe und Hühner" sind nun einmal nicht im Ebenbild Gottes geschaffen. Ihre Argumentation läuft ins Leere. Wer andererseits für das Lebensrecht von Tieren eintritt, wie viele Umweltschützer in diesen Tagen, sollte umgekehrt zuerst für das Lebensrecht von Babys eintreten. Aber da haben viele anscheinend einen blinden Fleck.

Ob der Fötus völlig empfindungslos ist, ist eine Vermutung, die so medizinisch zur Zeit nicht bestätigt oder widerlegt wurde. Rückenmark und Gehirn wurden schon vorher entwickelt und funktionieren zum Zeitpunkt der 12. Schwangerschaftswoche bereits.

@22:38 von Laskaris

Auch an Sie ein fettes Danke!

Michael Schmidt-Salomon
Ja - es lohnt sich, diesem Herrn zuzuhören.

Gute Mitte

Wenn ich mir hier die unterschiedlichen Kommentare durchlese, die einerseits werdende Mütter zu Gebärmaschinen degradieren oder andererseits in bereits lebensfähigen Flöten nur Zellklumpen sehen, dann finde ich, dass ein sinnvoller Mittelweg wohl das Richtige ist.
Ja ich weiß, damit ist keinem Hardliner geholfen, aber Hardlinern ist nicht zu helfen, die sind nur zu ignorieren.

23:30 von karwandler

auch bei sehr unterschiedlichen Auffassungen und emotionalen Themen, sollte man doch ne gewisse Achtung seinem Gegenüber entgegenbringen

@ RaSchu

"Die Lehre von einer Sukzessivbeseelung ist römisch-katholisches Dogma. Das haben längst nicht alle Theologen geteilt. Es handelt sich also nicht um eine allgemein 'christliche Idee'."

Es gibt keine "allgemein christlichen Ideen". Eben deshalb, weil es so viele verschiedene christliche Sekten (Verzeihung, Denominationen) gibt und weil die Christen bei ethischen Themen wie Todesstrafe, Militäreinsätze usw. untereinander völlig zerstritten sind. Bei Abtreibungen sind sie sich halbwegs einig, aber noch nicht einmal dort so ganz.

Umso sinnloser, dass Sie hier ständig eine (!) "christliche Ethik" postulieren.

"Aus 'kritisch-rationaler Perspektive' können Sie überhaupt nicht wissen, ob der Mensch eine unsterbliche Seele besitzt."

Unter den heutigen Philosophen glaubt kaum noch einer an einen Leib-Seele-Dualismus. Es sprechen ja nicht nur sämtliche wiss. Erkenntnisse aus der Physik, Neurologie usw. dagegen, Sie verstricken sich als Leib-Seele-Dualist auch in diverse logische Widersprüche.

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