Kommentare

och, ich dachte, damals war der spruch

macht kaputt, was euch kaputt macht

Wie gut oder schlecht ein

Wie gut oder schlecht ein Film ist, entscheidet der schärfste Kritiker: Die Kinokasse. Und so stimmen Fachleute und Kasse nicht oft überein. So einfach ist das.

Das Private sei politisch

Das ist damals wie heute nicht korrekt. Was passiert wenn das Privatleben Gegenstand der Politik wird sieht man in China mit seinem neu eingeführten Bepunktungssystem. Die Politik, in dem Fall kann man ironischerweise tatsächlich vom System sprechen, urteilt Pornokonsum als moralisch schädlich ab, ergo wird jedem der dabei oder bei anderen nonkonformen Aktivitäten "erwischt" wird das Leben schwer gemacht. Umgekehrt muss niemand mit seinem persönlichen Lebensstil einen politischen Kommentar ausdrücken, im Gegenteil ist es in einem freiheitlichen Land angebracht sein Privatleben nicht als gesellschaftliche Maxime darzustellen. Dass das gerade von der Linken (wie man an der Berlinale sieht) im Bezug auf eigene Ideale bis heute missverstanden wird ist besonders tragisch, da diese eigentlich gegen feste Rollen- und Gesellschaftsbilder eintreten wollen, im Grunde aber nur die andere Seite derselben Medaille zementieren.

Das Private ist politisch...

das war ein Leitspruch der 68-Bewegung.

So lautet einer der berühmtesten Slogans der Frauenbewegung. Er wurde seither viel missverstanden. In Zeiten der grassierenden Entblößung meinen manche, das hieße, Frauen wie Männer sollten ihr Privatleben öffentlich machen. Nein.
Die Benachteiligung von Frauen spielt sich auch oder sogar vor allem im scheinbar Privaten ab. Und das ist nicht das persönliche Problem der jeweiligen Frau, sondern ein gesellschaftliches.

Ein wichtiges Motto

@Almalexian "Das Private sei politisch - Das ist damals wie heute nicht korrekt. "

Das Missverständnis liegt ganz bei Ihnen. Es war und ist ein wichtiges Motto, nicht nur der Frauenbewegung. Damals war es z.B. gang und gäbe, dass die Polizei nicht eingeschritten ist, wenn Männer gegenüber Frau und Kindern gewalttätig wurden. "Das ist Privatsache", hieß es dann, die Polizei sei dafür nicht zuständig. Zuständig war allerdings auch sonst niemand (so richtig).

Ganz bestimmt aber ging es nicht darum, von Staats wegen oder durch die liebe Nachbarschaft Druck oder Zwang auf Menschen auszuüben, die "nonkonformen Aktivitäten" nachgehen.

Im Gegenteil!

von Superschlau, 13:30

„Wie gut oder schlecht ein Film ist, entscheidet der schärfste Kritiker: Die Kinokasse.“

Ob etwas gekauft wird oder nicht hat nicht notwendig etwas mit der Produktqualität zu tun.
Wenn ihre These stimmte, müsste zB die Zeitung mit den vier Buchstaben den qualitativ hochwertigsten Journalismus liefern. Aber vielleicht sind Sie ja dieser Ansicht …

re nicht superschlau

"Wie gut oder schlecht ein Film ist, entscheidet der schärfste Kritiker: Die Kinokasse. Und so stimmen Fachleute und Kasse nicht oft überein. So einfach ist das."

Qualitativ gutes Fernsehprogramm bietet RTL, nicht arte. Die Zuschauerzahlen beweisen es.

Superschlau, mal wieder.

@MaritaD

Doch, genau darum geht es. Es ist eine Sache, dass häusliche Gewalt als Straftat anerkannt wird, und etwas völlig anderes alle Lebensbereiche zu politisieren und persönliche, individuelle Entscheidungen mindestens zur Debatte zu stellen, wenn nicht gar mit einer verbindlichen Doktrin zu vergleichen und abzuwerten. Natürlich kann man nicht alles was im Privatleben ansteht einfach so laufen lassen, aber das genaue Gegenteil, also (alles) private ist politisch ist ebenso falsch. Diesen radikalen Ausspruch zum Motto zu erheben zeugt nach wie vor von einem ungelösten Konflikt zwischen dem Auflehnen gegen gesellschaftliche Zwänge und der eigenen Etablierung derselben.

Bei ihnen liegt das Missverständnis.

@MCC1968

Wer als Frau ein Problem mit ihrem Mann hat weil dieser sie etwa schlägt sollte zur Polizei, ggf. in ein Frauenhaus. Bei anderen "Benachteiligungen" steht es der Frau frei zu gehen und sich einen passenderen Partner zu suchen.

Ich sehe ein, dass der Spruch in einer Zeit entstanden ist wo beides noch nicht in der Form möglich war, aber seine Ultimativität macht ihn zu einem Problemfall. "Häusliche Gewalt ist strafbar" tut es genauso, ohne auf eine reißerische politische Denkweise hinzuweisen. Entweder man akzeptiert ihn als auf seine Entstehungsverhältnisse begrenzt und dementsprechend antiquitiert, oder man vertritt mit ihm eine freiheitsfeindliche Ideologie. Letzteres scheint angesichts der Verwendung häufiger zu sein.

@ Almalexian

"Das Private sei politisch
Das ist damals wie heute nicht korrekt. Was passiert wenn das Privatleben Gegenstand der Politik wird sieht man in China mit seinem neu eingeführten Bepunktungssystem. "

Sie haben zwar den Satz vollkommen missverstanden, aber trotzdem ein gutes Beispiel gebracht: ich kann mich nicht in meinen Privatbereich zurück ziehen wie in ein Schneckenhaus, ohne dass es Auswirkungen auf mein Verhältnis zu meinem politischen Umfeld hat. Bei uns können Sie das vielleicht etwas länger erfolgreich versuchen, aber letztendlich ist auch das Raushalten aus allem ein politisches Statement.

Das private ist politisch

....man ahnt bereits, dass es ein Festival des erhobenen Zeigefingers wird! Da wird wieder am laufendem Band Haltung gezeigt und Zeichen gesetzt! Gäääähhn!

@vox moderandi

Der Satz kann nur auf zwei Varianten verstanden werden, und beide sind heute nicht mehr zeitgemäß, die Formulierung war es auch damals schon nicht.

Auch geht es nicht umgekehrt darum, sich ins private zurückzuziehen und politische Diskussion zu vermeiden wenn man den Spruch ablehnt. Ich vertrete keinen Biedermeier, sondern erhebe den Anspruch, dass in einer freiheitlichen Gesellschaft private Entscheidungen eben auch Privatsache sind und nicht zwangsweise einer politischen Diskussion für ihre Richtigkeit bedürfen. Unsere Gesetze stellen dafür schon einen gut ausgewogenen Rahmen dar.

@ 16:32 Uhr von Karwandler

Zitat: „>>Wie gut oder schlecht ein Film ist, entscheidet der schärfste Kritiker: Die Kinokasse. Und so stimmen Fachleute und Kasse nicht oft überein. So einfach ist das.<< Qualitativ gutes Fernsehprogramm bietet RTL, nicht arte. Die Zuschauerzahlen beweisen es. Superschlau, mal wieder.“

Ihre Aussage stimmt nur dann, wenn man Ihren Qualitatsmaßstab zu Grunde legt. Objektive Maßstäbe der Qualität eines Films gibts wohl nicht!

re hinterdie fichte

"Objektive Maßstäbe der Qualität eines Films gibts wohl nicht!"

Irgendwie kann man schon zwischen einem Zombie Splatter Movie und einem Film von Bertolucci einen Qualitätsunterschied feststellen.

Ob Sie es können weiß ich natürlich nicht.

@ Almalexian

Ich habe Sie schon richtig verstanden, dass Sie nicht unsortierte Einmischung in alle Bereiche Ihres Privatlebens wünschen. Wer will das schon? Aber wo wollen Sie die Grenze ziehen? Politik heißt übrigens nicht unbedingt Parteipolitik oder Machtpolitik. Es geht nur um das gleiche Prinzip wie "es ist nicht möglich, nicht zu kommunizieren".

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