Ihre Meinung zu: Landwirtschaftsministerin Klöckner stellt "Tierwohl-Label" vor

6. Februar 2019 - 13:28 Uhr

Seit Jahren wird um ein staatliches Label in der Nutztierhaltung gerungen. Jetzt stellte Ministerin Klöckner ihr "Tierwohl-Label" vor. Tierschützern reicht das nicht. Von Martin Mair.

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Kommentare

Ja das kann

Sie ja machen, wird auf das Kaufverhalten wenig bringen. Erst vor 1-2 Tagen hat es einen Artikel gegeben wo mal die Umfragen mit dem verglichen wurden, was wirklich gekauft wird.
Umfragen Grün, kaufen ganz unten ohne Label.

Und ich für mich als Rentner, kaufe auch nach dem Preis, und nach dem was ich noch habe bis Monatsende.
Die Meisten Menschen gehen ja nicht ohne Grund zum Discounter, die mehr haben benutzen eh andere Märkte.
Gut gedacht ist es sicher, aber all diese Dinge sind abhängig von dem was der Einzelne hat.

Da das Landwirtschaftsministerium

nur eine Außenstelle der Agrarlobby ist kann man von da nichts Gutes oder Sinnvolles erwarten.

Bezeichnenderweise kein Wort darüber, wie man denn die Einhaltung der Tierwohl-Standards zu überwachen gedenkt. Am Ende wird es wieder eine Art Selbstverpflichtung der Industrie.

Ein weiteres Label in der

Ein weiteres Label in der Lebensmittelindustrie, unter dessen Vorgaben für den Verbraucher dann bestimmt bald wieder fester betrogen werden kann. Fällt denen wirklich nichts besseres ein?

@ wenigfarer

Die Meisten Menschen gehen ja nicht ohne Grund zum Discounter, die mehr haben benutzen eh andere Märkte.

Nein, ich gehe auch zum Discounter und kaufe dort gern Bio-Lebensmittel, die es auch dort mehr und mehr gibt.

@ kawandler

Bezeichnenderweise kein Wort darüber, wie man denn die Einhaltung der Tierwohl-Standards zu überwachen gedenkt.

Ich dachte, die Hersteller zahlen die Gebühr und dürfen dann das Label drauf drücken. Etwa so wie bei Bio.

Es muss doch auch dem

letzten Landwirt langsam klar werden, das etwas mit seinem Betrieb nicht mehr stimmt. Sie können heute über die Felder und „Wiesen“ gehen, ohne einen Vogel oder Schmetterling zu sehen.

Reicht nicht.

Für Tier-Wohl, das den Namen verdient, wären ganz andere Standards nötig. Welche, bei denen Tiere als Lebewesen betrachtet werden, und nicht als Fleischereiauslage, die leider noch lebt.

Die daraus resultierende Preissteigerung ist natürlich ein Problem. Dass wir alle sowieso zu viel Fleisch essen, ist zwar korrekt, wäre aber bei jemandem, der sich kein teures Fleisch leisten kann, zynisch.

re wenigfahrer

"Die Meisten Menschen gehen ja nicht ohne Grund zum Discounter, die mehr haben benutzen eh andere Märkte."

Wenn man stumpf 1:1 die gleichen Waren beim Biomarkt kauft wie im Discounter ist es natürlich teurer. Eigentlich ist die Idee aber nicht nur die bessere Qualität, sondern auch die bewußtere Ernährung. Dann pendelt sich das ziemlich ein.

Am 06. Februar 2019 um 14:13 von um von um von um von

" Nein, ich gehe auch zum Discounter und kaufe dort gern Bio-Lebensmittel, die es auch dort mehr und mehr gibt. "

Natürlich kann man das auch machen, nur Bio beim Discounter ist auch nicht gleich Bio.
EU Biosiegel hat mit dem Siegel vom Biobauern um die Ecke bei mir zum Beispiel nichts am Hut, schauen mal Markt wie das mit dem Bio und den verschiedenen Siegeln so geht.
Wenn ich mir zu Weihnachten oder zu Feiertagen mal was leisten will oder kann, dann gehe ich dort vor Ort zum Bauern und hole etwas, das ist dann Bio.
Der ist 5 Kilometer entfernt.
Die vielen Siegel sagen nichts, genau wie Regional, ich wohne in einer Apfelgegend.
Da kann ich Regionale Äpfel kaufen direkt vor Ort, oder bei Discounter, auf beiden steht der Ort und Sorte.
Ich kann aber auch Regionale kaufen, da steht dann Altes Land drauf, das 500-600 Kilometer weg und ein komisches Regional.
So ist das auch mit dem Bio.

Ich denke, daß es genügend

Ich denke, daß es genügend Menschen gibt, die zwar gerne "Bio vom Metzger" hätten, sich aber nur "BlaBla vom Discounter" leisten können, auch wenn sie nur einmal die Woche ein Schnitzel kaufen.
Solange Deutschland ein Billigstlohnland ist, wird sich am Tierwohl nix ändern. Labels hin oder her.

@ karwandler

"Wenn man stumpf 1:1 die gleichen Waren beim Biomarkt kauft wie im Discounter ist es natürlich teurer. Eigentlich ist die Idee aber nicht nur die bessere Qualität, sondern auch die bewußtere Ernährung. Dann pendelt sich das ziemlich ein."

Sie haben natürlich recht. Aber für die meisten Leute hat Fleischkonsum immer noch mit Wohlstand zu tun. Und eine Mahlzeit ohne Fleisch ist keine richtige Mahlzeit. Ich traue mich Ihre Argumentation schon lange nicht mehr zu benutzen. Das gibt unnötigen Shitstorm.

Am 06. Februar 2019 um 14:21 von karwandler

" Wenn man stumpf 1:1 die gleichen Waren beim Biomarkt kauft wie im Discounter ist es natürlich teurer. Eigentlich ist die Idee aber nicht nur die bessere Qualität, sondern auch die bewußtere Ernährung. Dann pendelt sich das ziemlich ein. "

Da Sie ja auch schon älter sind wenn ich mich recht erinnere, dürfte ihnen auch schon mal im Umfeld aufgefallen sein, das ein Teil Älterer sich sehr bewusst ernähren muss.
Auf Grund geringfügiger Probleme die es so im Alter gibt ;-), also noch bewusster ernähren wie ich es so mache ( muss ), wird schwierig werden.
Einziger Ausweg wäre anketten auf der Wiese ;-).

@ 14:18 Oldtimer

Sie sollten nicht alle Landwirte über einen Kamm scheren und die bedrohlichen Entwicklungen der Artenvielfalt nicht allein der Landwirtschaft zuschreiben: Es gibt genügend verantwortliche Landwirte und Biobauern, die beim Umweltschutz und Artenerhalt eine wichtige Rolle spielen. Was das neue Label angeht, springt unsere Landwirtschaftsministerin Klöckner mal wieder zu kurz. Es geht nicht ohne Verpflichtung, wenn man wirklich Klarheit, Verbraucherfreundlichkeit und Tierwohl voranbringen will.

Wenn jeder von uns aufhört

zu reden, meine Erfahrung hat gezeigt Reden bringt nichts. Ich habe beschlossen solange die Ferkel ohne Betäubung kastriert werden, kein Schweinefleisch mehr zu essen.

@ Superschlau

Solange Deutschland ein Billigstlohnland ist, wird sich am Tierwohl nix ändern. Labels hin oder her.

Das ist doch Quatsch. In Wirklichkeit sind die deutschen Löhne im Vergleich recht hoch. Nur in der Schweiz und in Luxemburg sind sie noch höher.

LOL_Label f Tierschutz ? Welche Firma stellt sich negativ dar?

Das ist so ähnlich wie mit dem Lebensmittel-Ampel-Vorschlag" - welches Unternehmen lässt freiwillig einen roten Punkt zu? Kann mutmaßlich eigentlich nur mit Bestechung o. schlichtes Lügen verhindert werden

Solche Labels helfen den Tieren nicht_ sie verschlimmern das Leid durch organisierte Vertuschung durch die Unternehmen + Volkszertreter

das neue Tierschutz-Label:
Will die Ministerin Klöckner das lächerlicher Tierschutz-Label einführen, davor oder nachdem Sie das neue Gesetz einführt, das Tierschützer keine heimlichen Filmaufnahmen in Tiermastställen unter Strafe stellt ? Sehr aufschlussreich zum Thema des "Engagements " der Freundin von Frau NRW-Ministerin Schulze-Föcking (Tierfolterskandal in einem Tiermastbetrieb ihres Mannes, wo Tierschützer beweiskräftig gefilmt haben => Verfahren geblockt), Frau Ministerin Klöckner, der Artikel: netzfrauen.org vom18. Mai.2018__"Haben wir in Deutschland bereits chinesische Verhältnisse? Deutsche Politik will Tierschützer kriminalisieren"

Grundsätzlich eine gute Sache

die Julia Klöckner da vorstellt. Ich selbst kaufe nicht so viel Fleisch, da kann ich beim örtlichen Metzger ein Stück kaufen und weiß, wo es her ist, nämlich hier aus der Gegend, wo es keine Großmastbetriebe gibt, sondern im besten Sinne bäuerliche Kleinbetriebe. Für Familien mit Kindern und schmalem Budget spielt der Preis natürlich eine größere Rolle

stellt "Tierwohl-Label" vor ...

hm, gilt das z. B. auch bei Klamotten mit Pelzbesatz - wird da auch ein Tierwohl Label dran sein? Nun gut, nicht solange es nur für Schweine gilt - aber z. B. bei Lederjacken … das sollte auch was dran sein.
Beim Futter, also bei Tieren zu Verspachteln sollte eher ein Menschenwohl Label dran sein, z. B. was den Gehalt an Hormonen, Antibiotika und Eiterbakterien angeht .. ein schlichtes Menschenwohl Label, das ist aus rein humanen Gründen überfällig. Was das Tierwohl angeht, wäre eine gesetzliche Vorschrift und strengere Vorgaben was den Import von Fleisch oder Lebendware angeht. Tier aus nicht "glücklicher" Haltung sollten draußen bleiben (z. B. Chlorhühnchen, oder Stopfgänse) …

15:06 Oidtimer

"Kein Schweinefleisch mehr essen......."
Leider bringt uns das nicht weiter wenn sie und ich kein Schweinefleisch mehr essen.
Sauereien gegen das Tierschutzgesetz passieren in allen " (z. Bsp. Hähnchen schreddern) " Fleischproduktionsbetrieben" schon allein das Wort "Fleischproduktion" ist eine Abwertung gegenüber dem Lebewesen "Tier".

@Superschlau

Stimmt sicher für viele Menschen, aber nicht für alle.
Für die meisten Mitmenschen steht immer das neuste Handy, der neueste Elektroschrott, das größte Auto und der Urlaub einfach an höher Stelle.

Verdummung der Verbraucher

durch ein weiteres Label.
Solange es immer mehr Mastbetriebe gibt, Ferkel ohne Betäubung kastriert werden, Platz für ein Huhn nur ein Din-A4 Blatt beträgt, Tiere sehr lange Transportwege auf sich nehmen müssen, Kücken geschreddert werden, Hochleistungsmilchkuehe leiden,, kann doch nicht von Tierwohl sprechen!
Wir Konsumenten sollen ein weiteres Mal vergageiert werden!
Warum sind sonst Landwirte und der Bauernverband geben die Volksabstimmung zum Erhalt unserer Artenvielfalt!!!

Tierwohl-Label

Das hätte auch ich gekonnt denn es war sehr einfach das zu schaffen! Den armen Tieren bleibt doch nichts erspart bei all´dem was ihnen angetan wird. Kastration von Millionen Ferkeln ohne Betäubung ..... das Label ändert nichts daran allerdings die Politik auch nicht!
Viel reden nichts tun....alles wie immer !
Und das ist nur ein Beispiel !

Ablasshandel also für weniger Mordeo...?

Also realistische Beurteilung der unnötigen, für alles schädlichen Haltung und Massenabschlachtung sollte ja mal endlich drin sein

Frau von Oberlobbyministrin!

Was hier nur noch zugunsten von Vermarktern/genauer:
Profiteuren belogen, betrogen und zerstört wird in allen Ämtern.

Auch Kommunal bis zum Denkmalschutzamt zugunsten wem wohl...

Wie heißts..?

Die einmal herangezüchteten Ratten wählen sich ihre eigenen Henker!

Am 06. Februar 2019 um 15:08 von um von um von um von

" Das ist doch Quatsch. In Wirklichkeit sind die deutschen Löhne im Vergleich recht hoch. Nur in der Schweiz und in Luxemburg sind sie noch höher. "

Der Satz ist ganz nett, nur gilt das leider nicht für alle Menschen in Deutschland, ein ganz großer Teil arbeitet nicht in der Autoindustrie der 5 Großen Marken.
Und auch nicht bei anderen Großfirmen, und da sieht die Welt eine Spur anders aus.
Die wirkliche Mittelschicht ist nicht so riesig.

Es gibt dahinter ein sehr

Es gibt dahinter ein sehr grundsätzliches Thema: Der Anteil des Einkommens, den man in unserem Land für Ernährung ausgibt, ist beständig gesunken. Das hat natürlich verschiedene Ursachen; aber ein Aspekt ist sicherlich, dass für viele das Bewußtsein für gesunde Ernährung schwächer geworden ist und dem Motto weicht "egal was ich in mich hineinstopfe - Hauptsache billig": Wer für seine eigene Gesundheit wenig achtsam ist, den interessiert das Tierwohl erst recht nicht.

Landwirtschaftsministerin Klöckner stellt "Tierwohl-Label" vor

Allein den Begriff Tierwohl im Zusammenhang mit der deutschen industriellen Fleischproduktion zu verwenden, ist mehr als verwerflich. Hier soll der Eindruck erweckt werden, dass die Tiere ein gutes Leben hatten, bevor sie in der Fleischtheke landen.
Da kann einem wirklich schlecht werden !

Gruß Hador

Zum Thema Bio

Ich habe vor einiger Zeit meine Ernährung fast ausschließlich auf Bioprodukte umgestellt; aus gesundheitlichen Aspekten, und auch was die tierischen Produkte angeht.
Vor allem die Produkte von demeter und bioland haben strenge Standards, die von den Landwirten eingehalten werden müssen. Bio vom Discounter (meist EU-Bio) hat deutlich niedrigere Standards. Meine Haushaltsführung hat sich vom Volumen ungefähr verdoppet.

Aber jeder sollte sich mal die Frage stellen, wie wichtig es einem ist wie die Tiere die für unsere Lebensmittelproduktion behandelt werden, und ob man dafür nicht gerne auf etwas anderes verzichten könnte.

Gruß Hador

Die ehemalige Weinkönigin

und jetzige Ministerin läßt die Scheine weiter weinen, weil sie auch künftig tierisch schlechte Lebensbedingungen haben.
Was sollen da 25 qcm bringen?
Verpflichtend ist an dem Gesetz auch nichts. Also hätte man es gar nicht schreiben müssen.
Es füllt nur die Archive und erschwert die Suche nach Gesetzen auf der Internetseite "juris".

Klartext mit der Weinkönigin

Julia Klöckner dürfte als GroKo-Ministerin mit der Regierungsmeinung übereinstimmen, dass die Sanktionen der BAA und Arge gerechtfertigt sind, weil die zum Termin Bestellten freiwillig sonst kaum erscheinen dürften.

Wie sie dann bei den laufenden Eskapaden der Lebensmittelindustrie (Gammelfleisch, Dioxin-Eier, Küken-Schreddern, Ferkel-Kastration, Zuckerschwemme, etc.) das erforderliche Umdenken über Freiwilligkeit erzielen will, geht für mich schon in Richtung Satire.

Die dazu ständig wiederholte Allzweck-Lüge "Der Verbraucher will es ja so" kann ich nur so interpretieren:
Solange wir solche Politiker/Parteien als Serviceabteilungen für Industrieverbände durch Wiederwahl noch demokratisch legitimieren, werden die sich in dieser Aufgabe bestätigt fühlen und uns in puncto Tier- und Verbraucherschutz schön weiter hinter die Fichte führen.

Ja, dann will es der Verbraucher / Wähler tatsächlich so.

Albern

Als ob die Agrar-Lobby ein vernünftiges Tierwohl-Label zulassen würde. Doch nicht hierzulande !
Schon allein von dem her ist klar, dass das nichts als sinnloses Blendwerk ist. Wahrscheinlich sollte nach der peinlichen Ferkelkastrations-Geschichte was positives in die Medien kommen.

Für ein Label extra "geschminkte" Tiere

Zeigen doch schon die Mogelpackung auf.

Reihenweise machen die Metzger zu
und der Bauer kann nur noch als Selbstvermarkter überleben,
in dem er mit seinen Strich8 noch seine Produkte ehrlich selbst vermarktet.
Die Geschmacksvielfalt bleibt bei der
geschminkten in Folie verschweißten Industrie doch auf der Strecke.

Zu: Allzweck-Lüge "Der Verbraucher will es so"

In kaum einem anderen Land der Welt geben die Menschen so wenig von ihrem Einkommen für Lebensmittel aus wie in Deutschland. Die Verbraucher könnten aber mehr ausgeben und Produkte kaufen die ethisch eine höhere Qualität haben. Sie tun es aber zum großen Teil nicht, also sind sie anscheinend mit den gesetzlichen Mindeststandards zufrieden. Interessant ist der Unterschied zwischen Umfragen zu diesem Thema und dem tatsächlichen Kaufverhalten.

25 qcm?

Falls Sie damit 25 Quadratzentimeter meinen, die würden wirklich nichts bringen, das wären 5*5 cm. Allerdings liegen in dem von der Ministerin gezeigtem Beispiel zwischen dem gesetzlichen Minimum und dem Minimum der dritten Stufe 7500 Quadratzentimeter, was dann doch einen gewissen Unterschied machen sollte.

Gut gemacht, Frau Klöckner

Frau Klöckner hat ein Zeichen für Transparenz gesetzt, die Nachfrage wird das Angebot regeln. Es ist jetzt die Sache der VerbraucherInnen, das Tierwohl-Angebot zu nutzen und die Ware zu kaufen. Sie ist immer noch besser und Tierwohl-orientierter als die Produkte, die unter dem EU-Bio-Siegel (mit EU-Sternchen auf grünem Grund) angeboten werden.
Auch Demeter und Bioland und Neuland haben ihre Berechtigung. Aber mit Demeter z.B. könnte man, selbst wenn man wollte, nicht genug für alle deutschen VerbraucherInnen produzieren, weder pflanzliche noch tierische Nahrungsmittel.
Was jetzt noch fehlt: Bei verarbeiteten Nahrungsmitteln, auch bei Bio, sollten die Herkunftsländer genannt werden. Wer weiß schon, dass Tomaten für italienisches Tomatenmark aus größtenteils aus China kommen? Dass osteuropäische Schweine lebendig nach Spanien gekarrt werden, um dort "spanischen" Serrano-Schinken herstellen zu können?

Verbraucherbetrug - sonst nichts.

"Sinn des 'Tierwohl-Labels' ist es, den Bauern dabei zu helfen, Fleisch aus besserer Haltung einfacher zu verkaufen."

Die vorletzte Ausgabe der Anstalt (ZDF) hat mit diesem Thema befasst und kam zu dem Schluss, dass dieses Label nicht mehr als eine Marketingstrategie der Tierindustrie ist. Fleisch aus Massentierhaltung soll ein moralisch-ethischer Anstrich verpassen werden.

Anders ausgedrückt: Es ist derselbe Betrug am Verbraucher, den wir auch aus den anderen Bereichen der lbbygesteuerten Politik kennen.

@RRRRR - 18:47

"Die Verbraucher könnten aber mehr ausgeben und Produkte kaufen die ethisch eine höhere Qualität haben. Sie tun es aber zum großen Teil nicht, also sind sie anscheinend mit den gesetzlichen Mindeststandards zufrieden."

Dass diese anscheinende Zufriedenheit von einem Mangel an genauen Informationen begleitet wird und viele Erzeuger und Hersteller ihre Produkte bewusst mit irreführenden Angaben anpreisen lassen Sie in Ihrer Argumentation unerwähnt.
Der Widerstand, hier klare Angaben zu machen und dies mit politischer Unterstützung zu verhindern hat dieses Kaufverhalten im wesentlichen geprägt.

@ Hador Goldscheitel um 17.45, Zum Thema Bio

Ergänzend zu Ihrem Überblick möchte ich noch den Verband Neuland e.V. erwähnen. Neuland e.V. ist ein Fachverband, der sich besonders um tiergerechte und umweltschonende Tierhaltung bemüht. Im Unterschied zu Demeter z.B. wird aber keine bäuerliche Kreislaufwirtschaft verlangt.
Ich stimme Ihnen zu: Jeder sollte sich die Frage stellen, wie wichtig für ihn die Tierhaltung ist. Zudem gibt es günstige und teure Fleischteile: Wer nur Hähnchenbrust, Schnitzel und Steak kauft, muss ziemlich viel zahlen.
Von einem Suppenhuhn (hab heute ein Biohuhn in einem leider sehr teuren Supermarkt für 10 Euro gekauft) kann eine ganze Familie satt werden: Erst Suppe, dann das Huhn zerteilen und Hühnerfrikassee machen. Oder im ganzen grillen. Dazu Kartoffeln und Tiefkühlerbsen - macht Arbeit, ist aber lecker!
Auch zum Steak und zum Schnitzel gibt es günstige Alternativen.
Aber leider: Einer unserer wenigen guten und günstigen Bio-Schlachter in Bremen hat Anfang des Jahres geschlossen - zu wenig Nachfrage.

@(von um)³ - Bio und "bio"

14:17 von um von um von um von:
"Ich dachte, die Hersteller zahlen die Gebühr und dürfen dann das Label drauf drücken. Etwa so wie bei Bio."

Beim Verbraucherschutz sind zwei Bio-Siegel gelistet - ein EU-Weites und eins für Deutschland. Im Laden sind aber hunderte Siegel zu finden, die alle den Anschein von "bio" erwecken.

Hinzu kommt, dass die gesetzlichen Regeln für "bio" weit entfernt sind von dem, was sich ein Verbraucher darunter vorstellt.

Beispiel: Aus einem Stallgebäude mit über zehntausend Tieren können "Bio-Eier" kommen, wenn die Tiere durch Trennwände in Gruppen bis maximal 3000 Tiere separiert werden.

Klöckner-Siegel hin oder her ...

... weil der hausgebackene Konsument/Verbraucher sowieso jetzt und in irgendeiner Zukunft "höchstwahrschweinlich"
sowieso keine Kontrolle mehr darüber erhalten KANN, was er und überhaupt von woher alle (un)möglichen Zutaten in dem Nahrungsmittel steckt, erhält, - - werde ich jedenfalls GERNE wieder zum Leckerlecker-Vegetarier*! - No problemo, Frau Klöckner.

Und je mehr von Ihren schwindelerregenden Tierwohl-Drolligkeiten, desto besser für all die Tiere, die auf uns* supergut verzichten können! Ein dickes DANKE dafür.

Das Tierwohl-Label ist ein

Das Tierwohl-Label ist ein Anfang, es ist auf jeden Fall besser als das EU-Bio-Siegel (grünes Blatt). Nun sind die VerbraucherInnen an der Reihe, dieses Angebot der Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie zu nutzen. Selbst in Großstädten gibt es viele Bio-Schlachter, die am Existenzminimum herumkrebsen. Warum? Zu wenig Nachfrage und überanspruchsvolle Kunden: „100g Fleischwurst, aber bitte dünn geschnitten“, „Haben Sie auch Kotelett ohne Fett?“
Ich selbst kaufe überwiegend beim Schlachter mit regionalem Neuland-Angebot, die Halte-Vorschriften für Tiere sind dort wesentlich besser als bei EU-BIO.

Und an Frau Künast/Herrn Hofreiter: Frau Künast hat in ihrer Regierungszeit viel zur Lebensmitteltransparenz beigetragen, das war klasse. Nicht vergessen sind aber auch ihre Verwicklungen in teure Gutachtertätigkeiten grün-naher Einrichtungen. Die jetzige Generation der Grünen, zu denen Herr Hofreiter gehört, hat in Bezug auf Tierwohl bisher gar nichts gebacken gekriegt.

@ Ih um 15.43 Uhr

"Für die meisten Mitmenschen steht immer das neueste Handy, ... und der Urlaub einfach an höherer Stelle." So ist es leider, volle Zustimmung.

Und weil diese Mitmenschen sowieso allen Tierwohl- und Bio-Labels nicht trauen, haben sie weiterhin eine wunderbare Ausrede, um billigstes Fleisch beim Discounter zu kaufen. Taugen ja eh alle nichts, die Labels ...

So lügt sich der Möchtegern-Öko seine Welt zurecht.

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