Ihre Meinung zu: Nahles will Arbeitslosengeld für Ältere verlängern

6. Februar 2019 - 12:40 Uhr

Menschen über 50 sollen künftig deutlich länger Arbeitslosengeld I beziehen können. Das fordert SPD-Chefin Nahles. Erst nach knapp drei Jahren soll Hartz IV greifen. Aus der Wirtschaft kommt Kritik.

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Kommentare

Für viele Ältere gibt es keine Arbeit mehr

Außer man ist Manager. Man sollte endlich erlauben das Menschen auch vor 63 in Rente gehen können. Schließlich sollte es doch die freiwillige Entscheidung jedes Einzelnen sein wann und mit wieviel Abschlägen man in Rente geht. Als es die Rente mit 58 gab, war das eine Möglichkeit für viele Firmen ihre zu alte Belegschaft loszuwerden. Gleichzeitig haben Arbeitnehmer von der gewonnenen Lebenszeit profitiert. Noch heute bezahlen viele Firmen (zB SAP) die Frühverrentung deshalb selbst. Bei der Bundeswehr war es schon vor 30 Jahren möglich als Offizier mit 50 in Rente zu gehen. Warum nicht in der Privatwirtschaft? In anderen Ländern (zB Griechenland) geht’s doch auch!

Klage incoming

Wenngleich die verlängerte ALG-I Sicherung eine mMn gute Idee ist, so ist die Beschränkung auf das Alter sicherlich diskutabel.

Wie lange wird es wohl dauern, eine Verabschiedung vorausgesetzt, bis die erste Klage in Richtung BVerfG auf dem Weg ist, um eine Altersdiskriminierung festzustellen?
Je nachdem, ob die Altersgrenze dann nachträglich auf 0 gesenkt oder das Änderung wieder gekippt wird, kann man dann entscheiden, ob Nahles ein verkapptes Genie ist oder nicht weiter denken kann, als bis zur nächsten populistischen Wählerfang-Schlagzeile.

@Möbius 12:10

Es ist ein absoluter Luxus vor 63 Jahren in Rente zu gehen. Bei allem Verständnis für Ihre Ansicht, aber es ist realitätsfern, wenn Menschen mit 50 in Rente gehen und dann über die Runden kommen werden über den Rest ihres Lebens. Die Realitäten haben sich geändert und heute ist man gezwungen bis 65-67 zu arbeiten um sich anschließend keine Sorgen machen zu müssen. Wenn ich an meine 30 Jahre alte Schwester und an mich (43 Jahre alt) denke, dann wird es in Zukunft noch extremer sein und man wird wohl bis 70 arbeiten müssen. Wobei ich dabei nicht unbedingt etwas schlimmes sehe. Ich arbeite gerne. Mir ist es sehr befremdlich wie sehr viele Menschen die Arbeit zwanghaft als etwas schlechtes und negatives ansehen und in Verbindung bringen.

Immerhin

Bedeutend besser wäre natürlich, auf die Betriebe mehr Druck auszuüben, auch Menschen über 50 einzustellen, mit Gehältern entsprechend der Erfahrung. Solange das nicht passiert, kann von Fachkräftemangel keine Rede sein.

Aber es wäre immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Die Realität sieht immer anders aus...

...aber wenn man in ihr nicht leben muss...

Die ach so christliche Union spricht also von einem Beschäftigungswunder. Andere Quellen von mindestens drei Millionen tatsächlichen Arbeitslosen.
Nun, nicht jeder kann in jedem Beruf arbeiten.

Bereits ab 40 ist es nicht mehr so einfach, eine Stelle finden, insbesondere ab 50 nehmen gesundheitliche Einschränkungen hinzu, oftmals ist Vollzeit nicht mehr möglich.
Soll der arbeitslose Chemiker nach 30 Berufsjahren auf den Bau gehen, wo jetzt schon vom vielen Stehen die Knie und Füße kaputt sind und er mangels Training kaum einen Stein anheben kann? Oder soll er nach jahrzehntelanger Tätigkeit in der Pharmaforschung in die Werkstoffentwicklung wechseln, über die er das letzte Mal während des Studiums gehört hat - auf dem Stand von damals?
Soll der Bauhandwerker wegen seiner verschlissenen Wirbelsäule IT-Spezialist werden?

Nur in der Politik entscheidet nicht die Eignung über Stellenvergabe, jedoch sollte man nicht von sich auf andere schließe

@Subsessor 12:12

Absolut korrekt und es ist sehr wahrscheinlich dass die Gerichte den Klägern auch recht geben. Junge Menschen könnten dann mit Recht beklagen, dass sie benachteiligt werden würden.

Das ist ein richtiger Ansatz

weil AN über 50 es schwerer haben, eine neue Anstellung zu finden, auch z.T. aus gesundheitlichen Gründen. Und es kann nicht gerecht sein, dass die direkt in HartzIV abrutschen und die Ersparnisse eines Arbeitslebens direkt futsch sind. Die bisherige Praxis widerspricht auch der wichtigen Eigenvorsorge

re möbius

"Man sollte endlich erlauben das Menschen auch vor 63 in Rente gehen können. Schließlich sollte es doch die freiwillige Entscheidung jedes Einzelnen sein wann und mit wieviel Abschlägen man in Rente geht."

Dann müssten die Abschläge aber so kalkuliert sein, dass verrechnet mit dem längeren Rentenbezug ein Plus/Minus Null rauskommt.

Wer mit 50 keine Arbeit mehr

Wer mit 50 keine Arbeit mehr findet, sollte in Rente ohne Abschläge gehen dürfen. Und bezahlen müssten das die Firmen über horrende Steuern. Dann würde sich das Gejammere über den angeblichen Fachkräftemangel ganz schnell erledigen. Gäbe es einen Mangel, hätten wir keine arbeitslosen, alte Fachkräfte.

re subsessor

"Wie lange wird es wohl dauern, eine Verabschiedung vorausgesetzt, bis die erste Klage in Richtung BVerfG auf dem Weg ist, um eine Altersdiskriminierung festzustellen?"

Gar nicht.

Unterschiedliche Bezugsdauer je nach Alter ist doch überhaupt nicht neu.

@12:10 von Möbius

"Für viele Ältere gibt es keine Arbeit mehr ..."

Nein. Es gibt genug Arbeit, und es wird oft genug gejammert, es gebe nicht genügend Arbeitskräfte.

Der Grund ist ein anderer: die Alten sind zu teuer und müssen möglichst schnell durch junge und billigere Kräfte ausgetauscht werden. Deshalb werden Leute über 50-55 nicht mehr eingestellt oder möglichst bald rausgeworfen.

Gesellschaft im Jugend- und Billigwahn: die traurige Wahrheit!

Ja, bitte!

Neulich las ich, dass die Deutschen gerne Steuern zahlen. Also immer weiter so!

Peter Weiß

"Ich halte es für ein völlig falsches Zeichen, wenn man in dieser Arbeitsmarktlage mit einer Rekordbeschäftigung die Bezugsdauern für das Arbeitslosengeld verlängern will"

Interessant! Also in einer boomenden Lage dürfen die Zügel nicht lockerer gelassen werden! Und in einer schlechten Lage? Dürfen sie es dann oder werden dann nicht sogar die Bedingungen noch verschärft?

Die Argumentation von Weiß zeugt von purer Dicköpfigkeit. Bloss nicht klein beigeben und immer fest drauf! Da kann ich von Glück reden, dass ich noch nie in der Situation eines Arbeitslosen gewesen bin! Und gleichzeitig muss ich sagen, dass ich es für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit halte, weiterhin diese Sanktionspolitik und Gängelung derer zu fordern, die ohnehin schon mit dieser elenden Hartz-IV-Politik unten angekommen sind!

Hartz 4 war eine schlecht gemachte Sache

Als meine Tochter in H4 war,musste sie erst einmal sämtliche Sparkonten,auch die ihrer Kinder leer räumen. Danach das Auto verkaufen und ihr wurde eine Arbeitsstelle zugewiesen die sie aber nur mit dem Auto erreichen konnte. Großes Kopfschütteln sage ich nur.

@ Magfrad

"Mir ist es sehr befremdlich wie sehr viele Menschen die Arbeit zwanghaft als etwas schlechtes und negatives ansehen und in Verbindung bringen."

Naja, das kommt schon auch auf die Arbeit an. Es gibt Maloche, die macht mit über 50 nicht mehr so richtig Spaß. Ich weiß - hat auch mit allgemeiner Lebensplanung zu tun. Trotzdem wird nicht jeder wie Sie so gelassen damit umgehen können, dass er bis 70 ran muss.

12:52 von DB_EMD

muss ich sagen, dass ich es für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit halte, weiterhin diese Sanktionspolitik und Gängelung derer zu fordern, die ohnehin schon mit dieser elenden Hartz-IV-Politik unten angekommen sind!
##
Elende Hartz-IV-Politik?
Diese staatliche Fürsorge für Bedürftige ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber mit dieser Hilfe zum Leben, Grundbedarf + Miete+ Heizen
sind die Bedürftigen immerhin so weit geschützt, dass sie nicht unten ankommen. Unten ankommen wäre: Keine soziale, staatliche Hilfe für die Bedürftigen!

Eine Frage der Ethik...

Wenn das die Ideen aus SPD-Kreisen (Nahles) sind, als Antwort auf eine sich künftig grundsätzlich verändernde Arbeitswelt (Stichworte: Industrie 4.0, digitalisierte Arbeitsplatzstrukturen mit Tendenz zu immer weniger Vollzeitbeschäftigten)... dann ist die SPD mit derzeit 15% Wählerzustimmung noch zu gut bedient. Hingegen ist die CDU (Herr Weiß) zumindest tendenziell schon auf der richtigen Spur.
_
Das Hauptproblem von "Hartz-4" besteht doch für ältere Arbeitslose darin, daß als Anspruchsvoraussetzung die bisherige "Lebensleistung" platt gemacht wird (weitestgehende Anrechnung allen Privatvermögens = Immobilie + geldwerte Altersvorsorge). Das Resultat ist dann das Damoklesschwert von H-4-Altersarmut. Vom schlechten Amtsschimmel-Witz bzgl. "Fördern + Fordern" gar nicht zu reden...
_
ERGO: DE bräuchte eine modernisierte Ethik für Arbeits- u. Kapitaleinsatz-Strukturen (gem. Artikel 14/2 GG).

Wählerschlusseinkauf mit Frau Nahles...

...und Herrn Heil.
Nun neigen sich die Jahre sprudelnder, rekordverdächtiger Steuereinnahmen ihrem Ende entgegen, die Sozialausgaben befinden sich auf einem Höchststand - und wir müssen feststellen, dass alldieweil der Politik nicht an anstregenderen, dafür aber nachhaltigen Maßnahmen zur Verbesserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt gelegen war. (Statt dessen erinnern wir uns an die Frühverrentung gutverdienender Facharbeiter, einer Maßnahme aus dem Hause Nahles.) Nur Bildung und Ausbildung ist geeignet, einen Niedriglohnsektor zu marginalisiseren. Aber Kinder und Schüler sind keine Wähler. Und sich rechtzeitig um ausreichend Lehrer zu kümmern, ist offenbar anstrengender als Almosen zu verteilen...

manche politiker

denken wohl geld kann man doch einfach drucken.
zumindest könnte man mit solchen maßmahmen, wähler kaufen.

Erstaunlich wie neidisch viele sind ;-)

Es geht um ältere Langjährig beschäftigte Menschen, die Ihren Beitrag geleistet haben! Und es ist (nicht weiter) erstaunlich (für mich) das vermeintlich Christliche Parteien sich immer gegen "Wohltaten" stellen, mit dem Hinweis auf die Finanzierbarkeit. Wenn es um Bankenrettungen und Eurorettung usw.. geht, werden Milliarden ohne Probleme "hervorgezaubert"! Das Geld ist bei Kosumenten wesentlich besser "angelegt" (für den Binnenmarkt) als es für Subventionspolitik und Spekulantentum rauszufeuern! Bei einigen Parteien scheint der Fokus nicht wirklich auf den zu schützenden Mitbürger gerichtet zu sein -> Amtseid -> "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.".

denkt auch mal jemand

an die steuerzahler, die wie ich:
14 jahre schule
1.25 jahre bundeswehr
5 jahre studium physik
anderen job als studium angenommen
3 kinder
unzählige schulungen
nie arbeitslos
immer 8h pro tag
mit 6 jahren reisetätigkeit

und trotzdem nur ca 800€
mehr als H4 bekommt?

Einfach Geld drucken

@ boecklin:
manche Politiker denken wohl geld kann man doch einfach drucken.

Kann man das etwa nicht? Ich meine als Staat.

14:08 von davidw.

"Elende Hartz-IV-Politik?
Diese staatliche Fürsorge für Bedürftige ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber mit dieser Hilfe zum Leben, Grundbedarf + Miete+ Heizen
sind die Bedürftigen immerhin so weit geschützt, dass sie nicht unten ankommen. Unten ankommen wäre: Keine soziale, staatliche Hilfe für die Bedürftigen!"

Dem kann ich nicht zustimmen! Sicher mag Ihre Sichtweise auf Menschen zutreffen, die bereits in jungen Jahren in die ALG-II-Schiene gerutscht sind und durchaus die Möglichkeit haben, da wieder rauszukommen bei diesem Arbeitsmarkt. Jedoch gehe ich von der allgemeinen Sichtweise darauf aus! Und da wird das ALG-II zu einer ungerechten Sache, wenn auch Menschen von Regelungen wie Wohnungsgröße und Schonvermögen betroffen sind, die 25, 30 oder mehr Jahre gearbeitet haben. Und das können auch schon Menschen mit Mitte 40 sein! Wer da nicht von Gängelung spricht, hat kein Gefühl für die Menschen, die jahrelange geackert und dann regelrecht aus den eigenen Wänden rausgeholt werden!

Ein Geschenk an die Senioren,

Ein Geschenk an die Senioren, wie lustig, Frau Nahles, Sie wissen aber schon, dass nur die Abschaffung von HartzIV die SPD wieder wählbar machen kann?

Steht das S, das P oder das D für Neoliberalismus und Missachtung der Menschenwürde?

@12:23 von Magfrad

Stimme Ihnen teilweise zu, wenn Sie - auf sich selbst bezogen - u.a. schreiben: >>Ich arbeite gerne. Mir ist es sehr befremdlich wie sehr viele Menschen die Arbeit zwanghaft als etwas schlechtes und negatives ansehen und in Verbindung bringen. <<
_
Dabei lassen Sie aber außer Acht, daß sich in DE seit den sog. "Schröder-Reformen" im Zuge von "Liberalisierungen" nicht nur die Arbeitsplatzsicherheit insbes. für ältere Beschäftigte quasi auflöste, sondern Arbeitgeber - getrieben von Investoren und Banken - auch eine faire Entlohnung für gute Arbeit ad absurdum führten, ältere Arbeitnehmer "aussortierten", um lieber jüngere und billigere AN zu beschäftigen... was unterm Strich die Kapitalrendite erhöht.
_
Freilich gibt es auch heute noch hochspezialisierte AN, die bis 65 und darüberhinaus gutbezahlt arbeiten ... Aber viel häufiger sind gutqualifizierte "Hartzer" von 58 oder jünger, die nur noch Arbeit in Hungerjobs finden, oder als Rentner Flaschen sammeln...

Wahlkampfversprechen?

Ein sehr durchsichtiges Manöver. Mit Gedanken die sdP zu wählen werde ich mich erst beschäftigen, wenn die Führungsebene komplett zurücktritt und durch neue bodenständige Menschen ersetzt wird.

Bitte mal nachrecherchieren:

https://www.wirkaufendeinauto.de/auto-bewertung/hartz-4-auto-wert-angeben/

http://www.datentransfer24.de/Arbeitslosengeld1.html

Wird das eigene Auto erst nach der Beantragung von Hartz verkauft, muss der Verkaufserlös erst aufgebraucht werden. Aber auch hier gibt es Freibeträge.
Empfänger von Hartz 4 dürfen ein Auto im Wert von bis zu 7500 Euro behalten

Beim Antrag auf Hartz 4 kann der Autowert angegeben werden. Dieser sollte für das Amt nachvollziehbar ermittelt sein und innerhalb des Freibetrags liegen.

Wer einen Antrag auf Arbeitslosengeld II stellt, wird mit Freibeträgen auf Einkommen und Vermögen konfrontiert. Wie alle Vermögensteile werden auch Autos für die Berechnung von Hartz 4 Leistungen einbezogen.

Man darf dem Jobcenter bei Hartz 4 auch den Autowert selbst angeben. Übersteigt der Autowert den Freibetrag, muss es verkauft werden. Der Erlös über dem Freibetrag muss dann erst aufgebraucht werden, bevor Leistungen gewährt werden.

Völlig unfair

Macht die SPD einen Verschlang zum Sparen, wirft man ihr vor, sie sei unsozial. Macht sie einen Vorschlag zur sozialen Verbesserung, wirft man ihr vor populistisch und verschwenderisch zu sein. Na was jetzt? Wie mer's macht, mer macht's verkehrt. So ist Politik. Da muss man sich nicht über die Politikverdrossenheit bei den Politikern wundern.

Nahles will Arbeitslosengeld für Ältere verlängern....

Das ist aber großzügig von Nahles.
Aber für ein grundsätzliches Ende der Agenda 2010-Politik,dafür steht Nahles nicht.Kein Wunder,gehörte die SPD zusammen mit den Grünen doch zu denjenigen,die die Hartz-Reformen durchgesetzt haben.
Ihre heutigen Vorschläge sind nur dem Umfragetief vor den EU-und Landtagswahlen geschuldet,da wird manövriert.

Krux bei HARTZ IV / SGB II

Man muss alles was man jemals selbst fürs Alter zurückgelegt hat (selbstgenutzte schuldenfreie Immobilie!) anrechnen lassen bevor man nur einen Cent vom Amt bekommt. Das ist keine „Hilfe“ sondern Gängelung. Die Antragsteller sind den Jobcenter Angestellten ausgeliefert. Übrigens gibt es zahlreiche Sanktionen auch schon bei ALG I. Manche denken sie hätten Anspruch aufgrund langjähriger Einzahlung in die Arbeitslosenversicherung. Doch der Staat „kümmert“ sich schon darum das man keine bezahlte „Auszeit“ nimmt. Freiheit sieht anders aus.

06. Februar 2019 um 14:22 von boecklin

Viele Menschen die unverschuldet in H4 gerutscht sind würden sehr gerne mit Ihnen tauschen.

Übrigens

Leben - auch in Deutschland - die meisten Menschen nicht um zu arbeiten (dh würden das was sie tun auch ohne Bezahlung machen) sondern arbeiten um leben zu können. Dies ist anscheinend vielen nicht klar!?

@davidw 14.28

Stimmt doch nicht, die Behauptung! Bei der Beantragung von HartzIV muss natürlich Erspartes, Lebensversicherung, Aktienfonds, Bausparverträge usw. angegeben und bis auf das Schonvermögen aufgebraucht werden, bevor es eine Leistung gibt.
Und das Auto darf einen bestimmten Wert nicht übersteigen. Da hat Schiebaer völlig Recht

Die SPD denkt sich immer nur

Die SPD denkt sich immer nur neue Ausgabenprogramme aus ohne sich jemals darum zu bemühen, wie das Geld erwirtschaftet werden soll. Wahlen werden in der Mitte gewonnen. Die SPD sollte sich daher z.B. lieber um dieAbmilderung der kalten Progression oder des Solis kümmern.

Das Thema ist nur doch eine

Das Thema ist nur doch eine Erweiterung der SPD Kreation für des Kaisers neue Kleider. Diese werden genau nach den Wahlen ihre wahre Nichtexistenz zeigen. Aber wenigstens wird sich dann diese Partei in den dann für sie folgenden erst richtig eiskalten Zeiten mit genau diesen kleiden dürfen. Wer's so braucht, bitte.

Guter Vorschlag, weiter so SPD

Nach der Grundrente der zweite wichtige und richtige Vorschlag der SPD. Die SPD fängt an, ihre Überschriften wie "Soziale Gerechtigkeit" mit Leben zu füllen. Das freut mich sehr und ärgert die Populisten ;-)

Ich frage mich:

Wer soll denn all die Wohltaten wie und wovon bezahlen?

@davisw, 14:28

Das Auto muss sehr wohl verkauft werden, wenn es einen "zu hohen" Wert hat.

Das Konto muss nicht geleert werden, da haben Sie recht. Es muss bis zum Schonbetrag "abgeschmolzen" werden.

Das ist bei arbeitssuchenden Menschen auch in Ordnung.

Bei arbeitsunfähigen Menschen ist es hingegen eine absolute Frechheit!

Zum Thema: Ich glaube Frau Nahles kein Wort. Sobald sie an der Macht wäre, wäre alles hier "Geforderte" noch am Wahlabend vergessen.

Nur ein wenig mehr Gandenfrist..

eh die Leute dann halt ein paar Jahre später enteignet und in die Armut getreten werden. Wenn die Leute nach einem Jahr in dem Alter keine neue Arbeit gefunden haben dann auch nach 3 Jahren nicht. Der Nachschub an armer Unterschicht reißt also nicht ab.

Die SPD sollte geschlossen wie ihr großer Machtwort-Macher nach Russland abziehen. Dort kommt Politik in der es darum geht Leute zu entrechten und Eigentum zu stehlen immer gut an.

Bei diesen Diskussionen ist es immer wieder erschreckend

wie viele die neoliberale und antisolidarische Fahne hoch halten. Etliche von denen werden vielleicht selbst im Alter selbst von den Folgen des Sozialabbaues seit Hartz 4 betroffen sein.
Aber dann wird es zu spät für ein Umschwenken sein.
(Gehe jetzt nicht davon aus, dass all diese neoliberalen Fahnenschwenker Millionäre, Politiker oder Beamten sind).

Die parallel zum Sozialabbau in der Agenda 2010 stattgefundene Entlastung der Kapitaleigner von ca 55 Mrd € /anno und die Deregulierung des Finanzmarktes durch die Minister Eichel und Steinbrück vergessen sie auch gerne zu erwähnen.

12:28 von Magfrad @Subsessor 12:12

Ein wichtiges Argument gegen Ihre Darstellung und überhaupt für das Ansinnen des verlängerten AlG1-Bezugs bei höherem Alter hingegen ist, dass man seine Versicherungen und an dere Vermögensvorsorge zunächst behalten kann.

SPD __ sozial ? von G. Schröder super gelernt & weitergeführt

"Eine Frühverrentungswelle solle verhindert werden, indem Abfindungen voll angerechnet würden. Die Forderungen sind Teil des Konzepts "Sozialstaat 2025", bei der die SPD auch die umstrittene Grundsicherung Hartz IV durch ein "Bürgergeld""

Wow, was stellt sich unsere super sozial engagierten Sozialisten hier unter dem "Sozialstaat 2025" so vor ????

Da läuft Einem ja nur ein eiskalter Schauer über den Rücken, beim Lesen des Gesetzeskonzeptes der SPD

Hoffentlich kommt es niemals durch den Bundestag & den Bundesrat ___ nur Eine Partei ist dagegen __ alles wissen welche; Alle andere volksdistanzierten Volkszertreter stimmen hier voll zu

Erinnert stark eine Fortsetzung & Erweiterung von G. Schröders "Unternehmensgeschenk" mit der "Agenda 2010", die ja H4 & erschreckende Arbeitsrechseinschnitte in Unternehmen (Kündigungsschutz; andere Arbeitsverträge) & Arbeitsformen (Minijobs/Leiharbeit etc. . .erst ermöglicht hat

Ja was macht man nicht alles

um aus den verdammten TIEF von 15% heraus zu kommen. Vielleicht noch 990 € Grundeinkommen für alle Nichtstuer und Arbeitsunwilligen vom Staat ! Das müsste die SPD wieder auf 16,5 % hoch katapultieren !!!!
Na dann Glück auf liebe Genossen .

@15:00 von perchta

>> Ich frage mich: Wer soll denn all die Wohltaten wie und wovon bezahlen? <<
_
Wie kommen Sie denn darauf, daß es sich um "Wohltaten" handelt...? Haben Sie sich - zB. informationshalber - mal mit dem deutschen Sozialstaatsprinzip - lt. GG - beschäftigt...? Da steht nichts von Milliardärs-Pampering, aber viel von solidarischer Sozialsstaatsverantwortung...! Und zur Finanzierung... Wer an Börsen oder sonstwo Milliardenbeträge finanztechnisch in sekundenschnelle um die Welt sausen lassen kann, um auch noch die letzten Renditen mitzunehmen... den wird man doch staatlicherseits mindestens zur Finanzierung staatstragender Aufgaben des "nominellen" Heimatlandes" heranziehen dürfen und müssen... Denn wie bekannt ... Geld ist massenweise vorhanden...

14:43 von Kein Einstein @ 14:22 von boecklin

Boecklin hat schon recht - das ist aber nochmal eine andere Sache als jene, um die es hier geht.

14:22 von boecklin

"denkt auch mal jemand
an die steuerzahler, die wie ich...."

Bemühen Sie doch nicht "den Steuerzahler" wenn Sie doch sich selbst meinen. Steuerzahler sind im Übrigen alle die hier leben. Natürlich denkt jemand an Sie....Sie selbst und das ziemlich ausschliesslich wie mir scheint. Aber das ist ja nichts Aussergewöhnliches, leider.

15:10 von Fistandantilus

Wo ist es Enteignung, wenn die Betroffenen ihr angespartes Vermögen für sich selbst ausgeben?

Zu Recht stellen Sie hingegen die Frage, wieviele Menschen davon wohl überhaupt im Sinne des Arbeitsmarkts profitieren werden (die also eine Anstellung in der hinzugefügten Zeit finden und nicht nur einfach etwas länger mehr Geld ausgezahlt bekommen).

Lösung

Oder man führt gleich eine soziale Absicherung ein, die vor Armut schützt. Sowas ist mit der SPD leider nicht möglich.

Lösung

Oder man führt gleich eine soziale Absicherung ein, die vor Armut schützt. Sowas ist mit der SPD leider nicht möglich.

Lösung

Oder man führt gleich eine soziale Absicherung ein, die vor Armut schützt. Sowas ist mit der SPD leider nicht möglich.

Wenn den Genossen

die Wähler abspringen soll viel Geld, welches linker Ideologie gemäß vom Himmel fällt, großzügig unters Volk gebracht werden damit die Menschen die Sozis lieben.

Sorry Frau Nahles. Am Thema vorbei und somit...

...6 setzen!

---

Den allermeisten Ü50ziger, die das betreffen würde, bekommen doch überhaupt keinen Job mehr?
Oder können vielleicht aus Gesundheitsgründen nicht mehr.

Das diese Verlängerung zwar kurzfristig eine Hilfe ist, ist doch nur Augenwischerei.
Der Absturz ins Hartz IV Armenhaus ist dann trotzdem vorprogrammiert.

Wenn Sie und Ihre Parteifreunde wirklich etwas ändern wollen
dann hätte ich hier zwei Tipps.

1. Die Abschaffung von ALG II

2. Die SPD sollte es unterlassen, ihren letzten Kanzler einzuladen
und ihm um seine Meinung zu fragen.

ALG-Hartz4-Frau Nahles-die Armut und andere Weis- und -neuheiten

Wann endlich begreifen Politiker, insbesondere die von "Arbeit und Soziales", dass die Mär von der Vollbeschäftigung schon
schon lange nicht mehr gebrauchsfähig ist?
Während diese Zeilen formuliert werden, streichen Unternehmen Arbeitsplätze on mass ohne mit der Wimper zu zucken.
Wenn schon Arbeitskräfte um die 30 sich zur Erlangung einer einkommenssichernden Stellung verrenken müssen -selbst mit Qualifikation!!!!!!!!!!!!- da fallen ältere Arbeitnehmer voll durch's Raster.
Nicht dagegen in den wortblumigen Sonntagsreden der Männer und Frauen von "Arbeit und Soziales".
Und dann? Ja dann geht der Kampf ums Sichern der neuen Existenz als Langzeitarbeitsloser. Auch wenn das ALG -gespeist aus sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen!-länger "gewährt wird droht
Endzeitperspektive.
Anstatt die aktuelle und zukünftige Armut zu bekämpfen, wird der Arme bekämpft mit allem, was sich einst Politikerherzen von SPD und Grünen wünschten. Diese Konstallation ist doch wohl allen noch

@12:23 von Magfrad

"Ich arbeite gerne. Mir ist es sehr befremdlich wie sehr viele Menschen die Arbeit zwanghaft als etwas schlechtes und negatives ansehen und in Verbindung bringen."

Dann genießen Sie den Umstand, dass Sie eine Arbeit haben, die Ihnen Spaß macht und dass Sie offensichtlich noch sehr gesund sind. Mit gesundheitlichen Einschränkungen kann aber auch die schönste Arbeit zu einer unerträglichen Last werden.
Ansonsten denke ich schon, dass wir arbeiten sollten um zu leben und nicht umgekehrt.
Eine Ärztin an meinem Arbeitsplatz meinte mal: "Es ist schlimm, wie wir uns heute nur noch über unsere Arbeit definieren."

Magfrad 12:23

Einfach mal über den Tellerrand schauen.
Es ist schön, wenn Sie einen tollen Job haben, an dem nichts schlechtes ist. Aber sehr, sehr viele Menschen, besonders in prekären Arbeitsverhältnissen, haben den nicht.
Und warum nicht mal andere Möglichkeiten in Betracht ziehen? Wenn wir bald zu wenig menschlische Einzahler in die Kassen haben, dann könnten das ja die Maschinen übernehmen, die letztendlich die Arbeitsplätze ersetzt haben.
Oder die Menschen, die durch Ihre und meine Arbeitsleistung immens reich geworden sind.
Es muss nicht alles so gemacht werden, wie es die letzten 100 Jahre gemacht wurde. Die Umstände verlangen, dass neue Ideen und Konzepte zumindest in Erwägung gezogen werden.
Und aus Wirtschaftsvertretern wieder Volksvertreter werden.

Grottenschlechte Umfragewerte

Ob sich Nahles bei zufriedenstellenden Umfragewerten auch so fürsorglich zeigen würde wie jetzt bezweifele ich.

Da muss wesentlich früher angesetzt werden...

Vor allem im Krankheitsfall wie von einigen Foristen schon angesprochen wurde...

@14:22 von boecklin - Ich denke gerade an Sie u. ...

...hätte da nun so die ein oder andere Frage.

---

- Sind die 800 € mehr als H4 Brutto oder Netto mehr?
- Haben Sie Ihr Studium erfolgreich als Physiker abgeschlossen?
Also auch einen guten Notendurchschnitt erarbeitet?
- In welcher Region Deutschland leben Sie?
- Gibt es dort keine Industrie, die Physiker suchen?
- Hätten Sie evtl. auch als Quereinsteiger Lehrer werden können z.B. in Berufsschulen?

---

Und denken Sie auch an mich?
- Bin Jahrgang 1968
- 10 J. Schule (Realschule)
- 3,5 J. Ausbildung zum Elektroinstallateur
- 14 J. im Beruf gearbeitet
- keine/n Bundeswehr, Zivildienst
- Ende 1998 Aufgabe meines Berufes wegen Krankheit
- 2002-2004 Studium Elektrotechnik
- Guten Abschluß zum E-Techniker, seitdem Hartz 4

Und heute nach 14 J. Hartz 4 und davor schon 3 Jahre arbeitslos stehe ich kurz vor meiner vollen Erwerbsminderungsrente, die mit satten 600,00 € meine Lebenssituation nicht
verbessern wird.

Und ich bin erst 51 J. alt.
Bis zum Grab dauert es noch!

@12:24 von riewekooche

"...auch Menschen über 50 einzustellen, mit Gehältern entsprechend der Erfahrung."

Richtig. Aber eben die angemessenen Gehälter sind der Knackpunkt. Erfahrung zählt heute oft auch nicht mehr viel.
Hauptsache schnell und entsprechend viel. Qualität ist in einer Wegwerfgesellschaft zweitrangig.

@14:22 von um von um von um von - Ihre Frage...

...
Einfach Geld drucken
Kann man das etwa nicht? Ich meine als Staat.

---

Mal abgesehen von Ihrem einfallsreichen Usernamen stelle ich mir die Frage, ob das wirklich eine ernste Frage sein sollte?

Ich persönlich glaube eher nicht.

um 15:28 von Pax Domino "gönt nicht einmal Almosen"

>>um aus den verdammten TIEF von 15% heraus zu kommen. Vielleicht noch 990 € Grundeinkommen für alle Nichtstuer und Arbeitsunwilligen vom Staat ! Das müsste die SPD wieder auf 16,5 % hoch katapultieren !!!!
Na dann Glück auf liebe Genossen .<<

//

Schon erschreckend, wie unsozial manche Schreiber sind, als wenn diese nie mal in eine Schieflage geraten könnten...
Und den Hilfebedürftigen nicht einmal solche Almosen gönnen, den um nichts anderes geht es bei dem Thema...

@13:49 von schiebaer45

>> Hartz 4 war eine schlecht gemachte Sache. Als meine Tochter in H4 war, musste sie erst einmal sämtliche Sparkonten, auch die ihrer Kinder leer räumen. Danach das Auto verkaufen und ihr wurde eine Arbeitsstelle zugewiesen die sie aber nur mit dem Auto erreichen konnte. Großes Kopfschütteln sage ich nur. <<
_
Genau so war - und ist es in DE - weil Politiker aller Parteien stets nur parteipolitisch bis zur nächsten Wahl denken... genauso jetzt wieder A.Nahles oder andere Politiker mit tollsten (SPD-Scholz)-Finanz- u. (CDU-Altmeier)-Wirtschaftsideen. Hier 5 Euro mehr für Hartzer, dort 10 Euro mehr für Kindergeld u. Mütterrente; und obendrauf noch eine "satte" Umtausch-Steuer-Prämie für neue Diesel-PKW-Käufe...
_
Offenbar hält die Obrigkeit die Bürger für komplett verdummt und leicht manipulierbar... Aber noch immer gilt: Jede Mark (heute leider Euro) kann nun ein Mal ausgegebenen werden...
_
Viele sind noch gutmütig, andere rufen schon nach Guillotinen... wer wird gewinnen..?

@13:49 von schiebaer45

"Als meine Tochter in H4 war,musste sie erst einmal sämtliche Sparkonten,auch die ihrer Kinder leer räumen. Danach das Auto verkaufen und ihr wurde eine Arbeitsstelle zugewiesen die sie aber nur mit dem Auto erreichen konnte. Großes Kopfschütteln sage ich nur."

Wenn ich so etwas lese, frage ich mich nur noch: Wie lange unsere Gesellschaft dieses Ausmaß an Sozialabbau und Demütigung der eigenen Bürger noch aushält?

Ich hoffe, Ihrer Tochter geht es jetzt gut.

@14:29 von Shuusui - Ihre Frage...

...Steht das S, das P oder das D für Neoliberalismus und Missachtung der Menschenwürde?

---

Nach meiner Meinung seit dem
01.01.2005 diese Frage eindeutig mit JA beantworten zu können.

Und Parteien wie die Grünen, CDU/CSU und auch die FDP haben sich dem angeschlossen.
Es wäre auch sonst nicht möglich gewesen.
Und alle diese Parteien haben und hatten die Chance dieses Unrecht schon lange wieder zu beenden.
Nur wollen diese Parteien das nicht.

Was soll den auch aus dem Mrd. Markt der Jobvermittler in den unzähligen Zeitarbeiterfirmen werden?
Die würden doch dann arbeitslos.

Und wo bekommen die Firmen dann ihre billigen Arbeitskräfte her?

@ bobby3001

"Nach der Grundrente der zweite wichtige und richtige Vorschlag der SPD. Die SPD fängt an, ihre Überschriften wie "Soziale Gerechtigkeit" mit Leben zu füllen. Das freut mich sehr und ärgert die Populisten ;-)"

Ist nur leider noch nicht in den Wahlprognosen angekommen. Es wird noch immer viel zu laut "Schröder!" und "Hartz4!" geschrien. Von den realistisch wählbaren Parteien fühle ich mich als "normaler" AN immer noch am besten von den ollen Sozen vertreten.

@12:52 von DB_EMD

"Und gleichzeitig muss ich sagen, dass ich es für eine himmelschreiende Ungerechtigkeit halte, weiterhin diese Sanktionspolitik und Gängelung derer zu fordern, die ohnehin schon mit dieser elenden Hartz-IV-Politik unten angekommen sind!"

Viele Hartz-IV-Empfänger leiden unter Depressionen. In einem sochlen Zustand ist man dann auch kaum in der Lage, mal eben eine neue Arbeit aufzunehmen. Wer sich dann noch von weiten Teilen der Gesellschaft ausgegrenzt sieht, kommt nur noch schwer aus dieser Hartz-IV-Falle wieder heraus.

Das Schonvermögen ist zu niedrig

Das was Frau Nahles hier vorschlägt ist wieder nur ein Wahlgeschenk, welches nach den Wahlen wieder als unfinanzierbar nicht umgesetzt wird. Zumal derjenige, der keine Arbeit findet dann eben ein Jahr später sein Vermögen bis zum Schonvermögen aufzehren muss.

Was daher geändert werden muss ist das Schonvermögen gem. §12 SGB II. Jemand der lange arbeitet und sich dabei ein "Vermögen" anspart wird nach diesem Gesetz schlechter gestellt, als jemand der von dem "Vermögen" (mehrmals) jährlich in Urlaub fuhr.
Häuser, sofern diese selbst genutzt werden, sollten allgemein aus den Regelungen herausfallen. Ebenfalls die Altersvorsorge. Und auch bei den Freibeträgen sehe ich viel Spielraum nach oben.
Nehmen wir das Beispiel von Herrn Merz, der meinte 5 € am Tag für Aktien. Das wären rd. 150 € im Monat und damit der Jahresfreibetrag bereits verbraucht... (ja ich weiß, dass dies nicht auf ALG II angerechnet werden sollte)

Realitätsfern

Liebe Frau Nahles,
nach 5 Jahren als Mitarbeiterin in einem Kommunalen Jobcenter möchte ich Ihnen wärmstens ein ausgiebiges Praktikum in diesem Bereich ans Herz legen. Das absolut Allerletzte, was wir brauchen können, ist der vollständige Verzicht auf das "Fordern" in "Fördern und Fordern"-sonst können wir die Jobcenter gleich zu reinen Geldabholstationen umbauen und auf jedwede Tatbestandsprüfung verzichten. Bitte kommen Sie doch von Ihrem Politikerhimmel herunter auf den harten Boden der Mitnahmerealität im Bereich der Grundsicherung.

@Werner40, 14:51 Uhr

Das tun schon andere Parteien. Da es keine gute Definition von "Mitte" gibt und wir in Zeiten leben, in der viele Menschen, die sich selber zur Mitte gezählt haben, aus dieser herausfallen, weil schon der benötigte Wohnraum unbezahlbar geworden ist, ist es sehr richtig, wenn die SPD nach diesen Menschen schaut. Auch Menschen die ihr ganzes Leben gearbeitet haben und im Alter feststellen, dass sie in die Altersarmut gehen müssen, stellen verstört fest, dass sie nicht mehr zur Mitte der Gesellschaft gehören. Ein Zustand der geändert gehört.

@16:03 von fusel

"Und aus Wirtschaftsvertretern wieder Volksvertreter werden."

Diesen seltsamen Traum habe ich auch immer wieder.

Am 06. Februar 2019 um 15:29 von Zwicke - Soweit die Theorie

Danke für die Antwort. Damit ist klar, woher Sie das Geld nehmen wollen. Allerdings ist mir nicht klar, wie Sie das anstellen wollen. 'Man' schafft es ja nicht einmal Amazon und ähnliche 'ordentlich' zu besteueren. (Will 'man' das denn überhaupt?)

Letztlich werden die, die Zeche zahlen müssen, denen es etwas (etwas) besser geht, als den Empfängern.

@ um von

" Wie mer's macht, mer macht's verkehrt. So ist Politik. Da muss man sich nicht über die Politikverdrossenheit bei den Politikern wundern."

Im Prinzip guter Einwand. Mit 82 Mio. Egozentrikern umzugehen ist wahrscheinlich auch eine Zumutung. Allerdings kriegen die Politiker genug Geld. Da erwarte ich schon ein bisschen Einsatz. Die könnten sich ja alle eine Therapie für ihre Depris leisten.

Wer soll das bezahlen...?

In der Diskussion der letzten Monate auch hier im Forum über die Frage, warum die Populisten in Deutschland erstarken, kam immer wieder die Aussage, dass die Politik keine Antworten auf die Existenzangst vieler Menschen hat. Nun macht die Politik Vorschläge und sofort kommt der immer gleiche Reflex: Wer soll das bezahlen? Die Frage mag berechtigt sein, weshalb natürlich die nächste Frage lauten muss: Warum koppeln wir eigentlich die Sozialversicherungen nur an die abhängige Beschäftigung? Wäre es nicht viel sinnvoller, das billionenschwere Spekulationskapital z.B. an der Börse zu besteuern?

Am 06. Februar 2019 um 13:49 von schiebaer45

Sie sprechen einen zentralen Punkt an, der bei Hartz IV komplett schief läuft.
Die einen welche nachweislich bereits etwas erreicht haben und dafür geackert haben, müssen erst verarmen um dann ein paar Kröten zu bekommen während andere, die ihr Leben lang nichts auf die Kette bekommen mit Wohngeld, Erstausstattung, Taschengeld, etc. fürs Nichtstun, Nichtskönnen, und Nichtswollen belohnt werden.
Man kann wenn man besonders sozial eingestellt ist argumentieren, daß jeder ein Minimum zum Leben braucht und haben sollte. Aber daß im Extremfall Faulheit belohnt und Fleiß bestraft wird, wird mir nie jemand glaubhaft vermitteln können.

Wirtschaft / Kritik

Das aus der Wirtschaft Kritik kommt ist doch kein Wunder denn der Aufschwung im letzten Jahrzehnt wurde ja schließlich auf dem Rücken der kleinen Bürger ausgetragen. Unbefristete Verträge, Dumpinglöhne, 1€ Jobs, Zeitarbeit oder auch moderne Sklaverei! Die Gier der Konzerne geht auch über die 'eigene Belegschaft'. Wer da nicht mitmacht wird mit H4 als Asozial in diesem Land abgestempelt!

Völlig richtig

Passt zu meinem Menschenbild.Es ist eine Schweinerei sondergleichen alte Arbeitslose über Hartz 4 zu entwürdigen.Die Verlängerung des Bezuges von ALG 1 ist nach meinem Menschenbild die richtige Antwort.

@Biocreature, 16:11 Uhr

Den Gelddrucker kann nur die Europäische Zentralbank anwerfen. Das macht sie auch schon seit einigen Jahren und kauft damit vornehmlich Staatsanleihen in Griechenland, Spanien, Italien usw. auf. Gleichzeitig darf mit diesem supergünstigen Geld kein zusätzliches Geld verdient werden, weshalb die Zinsen auf Null und darunter gesetzt wurden. Dies sollte vor allem den verschuldeten Staaten in Südosteuropa helfen. Fakt ist aber, dass es vor allem Deutschland hilft, seine Staatsschulden abzubauen, weil die Zinslast sinkt, die Wirtschaft aber brummt. Die Wirtschaft brummt auch deshalb, weil wir unser Geld lieber ausgeben, statt es für Null Zins auf der Bank zu lassen. Warum sollten wir nun mit dem eingesparten Geld nicht Menschen helfen, die vom wirtschaftlichen Aufschwung nicht profitieren konnten?

@ komplex einfach

"Aber daß im Extremfall Faulheit belohnt und Fleiß bestraft wird, wird mir nie jemand glaubhaft vermitteln können."

Das ist auch nicht möglich. Aus dem komplex einfachen Grund, weil Faulheit und Fleiß keine objektiv messbaren physikalischen Größen sind, sondern von uns allen nach individuell erlebten Lebenshintergründen und Erfahrungen definiert werden. Gerechte Verteilung von Sozialleistungen ist immer eine Gratwanderung.

Schon wieder so eine

Schon wieder so eine populistische Wohltat, dabei war es doch gestern noch schwierig lasche 5 Milliarden für eine Grundrente zu finden. Dabei fällt mir spontan ein ...denn sie wissen nicht was sie tun. Die Not noch Wähler zu finden die bei dieser Partei ihr Kreuzchen machen sollen muss schon recht gross sein.
Bleibt zu hoffen das nicht allzuviele Rentner diesem Verein nochmal auf den Leim gehen.

Und trotz dem, es hilft doch nicht...

DAs gute alte Harz-System bietet so viele Schwächen - die meisten sind schon dadurch entstanden, das die Jobcenter völlig falsche Handlungsanweisungen durchziehen müssen. Allein der breite Billiglohn Sektor, wäre ohne beides nicht denkbar udn alles was wir reden, der ganze Reparaturbetrieb dient nur dem Zweck, diese Schwäche, die bewusst herbeigeführt wurde zu kaschieren.
Nicht länger ALG 1, sondern grundsätzlich andere Regeln beim ALG 2 das wäre der Weg. Nicht die Entschärfung der Notlagen im Billiglohnsektor, sondern seine Abschaffung ist das Gebot der Zeit.

wir brauchen...

das BGE ,,,sonst Nichts,,,

Typisch SPD

Der Vorschlag schafft falsche Anreize und kostet nur unnötig Steuergelder. Die SPD konnte noch nie verantwortungsbewusst mit Geld umgehen, und das ist ihr Hauptproblem.
Das Ziel einer längeren Arbeitszeit bis 67 ist die Stärkung der Sozial- und Rentenkasse, und es ist der demographischen Entwicklung geschuldet und dringend notwendig.
Wenn jeder nur nach seinem eigenen Vorteil streben würde d.h. möglichst viel aus der Staatskasse erhalten möchte, dann bricht das System zusammen.

@MaMaE 16:28 Uhr

Ich möchte Sie nicht persönlich angreifen oder Ihre Kompetenz als Mitarbeiterin im Jobcenter in Frage stellen.
Ich war nach langer Krankheit selbst in der H4 Mühle. Vom "Fordern und Fördern" habe ich nur das "Fordern" mitbekommen. Fördern? Wo denn?
Im Gegenteil, Eigenbemühungen wurden von der Arge eher zunichte gemacht. Die Mitarbeiter dort, völlig inkompetent, Stellenangebote nur auf Call-Center-Niveau, keinerlei Anstalten der "Vermittler" mich in meinen qualifizierten Beruf zu vermitteln.
Das Einzige was von den Jobcentern kam, sind Drohungen und Hungerlohnangebote.
Sollte ich meine Stelle (nicht durch Hilfe der Arge bekommen) irgenwann mal wieder verlieren und nicht so schnell was neues finden, werde ich mich garnicht dort melden.
Die Jobcenter sind völlig überflüssig und kosten Milliarden, die man besser in die Qualifizierung der Arbeitslosen stecken sollte. Dort ist das Gelb besser angelegt als in solche einer puren Verwaltungsstrukur wie den Jobcentern

@14:12 von Zwicke Ich

@14:12 von Zwicke
Ich versuch's mal ohne das Kabarettisten-Zitat

"ERGO: DE bräuchte eine modernisierte Ethik für Arbeits- u. Kapitaleinsatz-Strukturen (gem. Artikel 14/2 GG)."

Es wäre schon viel gewonnen, wenn unsere Politker auch mal den Philosophen (z.B. R.D. Precht) zuhören würden und nicht nur unseren Wirtschaftsbossen und Wirtschaftswaisen.
Erfolgreiche Wissenschaftler haben sich immer dadurch ausgezeichnet, dass sie weit über ihren Tellerrand (das eigene Fachgebiet) hinausgeblickt haben. Das sollten unsere Politiker auch wieder lernen.

Refinanziert

Wie ist es nur mit dem IQ der Sensoren bestellt, die in dem Text etwas demokratiegefährdendes sehen. Ich ahne Schlimmes

wird das Ganze mit der Doppelverbeitragung der Soz- Vers. auf Betriebsrenten der reichen Betriebsrentner.
Bericht in der Wiwo: teuerste Nacht für Betriebsrentner als Ulla Schmidt und Horst Seehofer in einem Hotel in 2003 das faule Gesetz gezeugt haben.

Am 06. Februar 2019 um 17:21 von Superdemokrat

Brauchen wir nicht, das wäre der Tod des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Was wir brauchen, sind Löhne die man auch als solche bezeichnen kann und das heutige System ALG in deutlich modifizierter Form.

Das BGE ist zum einen eine massive Förderung der Faulheit und zum anderen wer soll's finanzieren?
Wenn die oberen Zehtausend geschröpft werden sind die von heute auf morgen weg und mit ihnen das Kapital. Braucht man glaube nicht erklären wozu das führen würde.
Wenn's die heutigen Leistungsträger auch noch schultern müssen, brechen die auch noch nach unten weg. Dann sind alle gleich arm. Wie das aussieht (DDR) haben wohl einige hier vergessen oder gar nicht gesehen.

17:24 von morph63

"Wenn jeder nur nach seinem eigenen Vorteil streben würde d.h. möglichst viel aus der Staatskasse erhalten möchte, dann bricht das System zusammen."

Sie vergessen die, die möglichst viel der Staatskasse vorenthalten.

@12:22 von Hinterdiefichte

Auch hier noch einmal ohne Zitat (von Georg Schramm), weil ich nicht verstehe, wo das Ärgernis an diesem Kommentar liegen könnte

"Kurz vor der Europawahl und den vier Landtagswahlen will die SPD offenbar Wähler mit der vorgeschlagenen Grundrente und dem Arbeitslosengeld „kaufen“."

Das sehe ich auch so. Wenn sich die SPD aber tatsächlich auf ihre ursprüngliche Klientel besinnen sollte, kann es zumindest mit nur recht sein. Allein - mir fehlt der Glaube.

"Alles für alle, bis alles alle ist!" Das müsste aber nicht so sein, wenn es wieder halbwegs gerecht zuginge. Dabei überlege ich gerade: Alles für alle - ja, wieso denn nicht? Fast alles für wenige haben wir doch schon.
Ich meine damit ausdrücklich NICHT: Für alle gleich viel.

Schön wäre es. Noch schöner

Schön wäre es. Noch schöner wäre, wenn man der SPD glauben könnte, dass ihr die Arbeitslosen wichtig wären.
Aber bestimmt will Frau Nahles nur für ihre eigene baldige Arbeitslosigkeit vorsorgen, da sie bisher wahrscheinlich keinerlei lukrative Anschlussverwendungen angeboten bekommen hat.

17:24 von morph63

"Der Vorschlag schafft falsche Anreize und kostet nur unnötig Steuergelder."

Ja, Sie haben recht. Es ist unser aller Ziel arbeitslos zu werden, damit wir länger Arbeitslosengeld bekommen.

Meine Güte - diese Angst um die eigenen Pfründe.
Und diese Plattitüden: "Die SPD konnte noch nie verantwortungsbewusst mit Geld umgehen, und das ist ihr Hauptproblem."...

Flickschusterei

Flickschusterei einer verfehlten Politik. Die SPD versucht ihre verfehlte Politik zu reparieren, in dem sie die zu erwartenden Löcher im Portemonnaie der Bürger mit Steuergeldern wieder stopft. Dummerweise lassen sich die zuvor abgewanderten SPD Wähler durch Almosen bestimmt nicht wieder einsammeln. Mein Tipp: Liebe SPD, denkt über einen radikalen Politikwechsel nach. Seit ehrlich: Schafft Hartz IV wieder ab und kümmert euch wieder um euer ehemaliges Klientel...

Absolut richtig.

Guten Abend,
ich kann die SPD-« Groessen nicht mehr sehen »,aber sowohl der Vorstoß von H.Heil als auch der von Andrea Nahles sind in der Sache vollauf richtig!!
Die SPD hat nun 18 Jahre gebraucht-um zu begreifen,das sowohl ordnungspolitisch wie sozialpolitisch die Hartz 4 Reformen eine unfassbare Umverteilung von « unten nach oben »mit sich gebracht haben.
Wir muessen in einem Europa »der Schoenen und Reichen »endlich nationalstaatlich handeln.
Dazu gehört natuerlich eine auskömmliche Rente,sowie eine vernünftige Arbeitslosenversicherung!40 Prozent der Menschen haben inflationsbereinigt weniger Einkommen als vor zwanzig Jahren.40 Prozent der meist alten Menschen sterben verschuldet!Hemut Kohl war sozialpolitisch im Verhaeltniss zu dem heutigen Kurs « ein linker ».Soweit sind wir gekommen.Deswegen brauchen wir dringend diese beiden Reformen.Als Anfang!!!

die

Vorschläge von Frau Nahles sind purer Sozialismus und gehen in Richtung Kommunismus. Staatliche Leistungen ohne Verpflichtungen des oder Sanktionen gegen den Empfänger werden die Anzahl der Empfänger dieser Leistungen sich nicht verringern. Wohltaten des Staates in eine Richtung müssen immer durch Leistungen aus der anderen Richtung finanziert werden. Oder über Neuverschuldung...wohin das schlussendlich führt, kann man an der jüngsten griechischen Geschichte gut nachverfolgen.

Wenn die SPD bei 40 % stünde

Gäbe es nicht so „tolle“ Vorschläge, da bin ich mir sicher. Ich vermute auch das es mit Industrie 4.0 bald nicht mehr nur 6 Millionen direkte und indirekte HARTZ IV Empfänger geben wird. Was macht man dann mit all diesen Menschen, die ja auch noch wählen dürfen? Ich habe den Glauben verloren das man in Deutschland die Altersvorsorge reformiert. Man wird wohl den Karren eher gepflegt an die Wand fahren. Wir stehen vor einem Wirtschaftsabschwung und einer Pensionslawine. Ich glaube auch nicht, dass man vor diesem Hintergrund nochmal auf die Idee käme Hunderttausende in das HARTZ IV System einwandern zu lassen.

@morph

ich bin aber nicht Schuld an der demographischen Entwicklung,,,warum werde ich dann dafür betraft...Arbeit ist ein Diebstahl an Lebenszeit,,,

die richtige Richtung

Zwar würde ich die SPD wegen ihrer Flüchtlingspolitik nicht wählen. Aber diesen Vorschlag finde ich gut und richtig. Endlich versucht die SPD die Fehler aus der Vergangenheit zu korrigieren.

Und mit ihrer blockierenden Haltung entlarft sich die CDU selbst und macht sich somit unwählbar. Hoffentlich erinnern sich viele bei der nächsten Wahl an diese unsoziale Haltung der CDU!

Natürlich kommt aus der

Natürlich kommt aus der Wirtschaft Kritik, ist doch nie anders zu erwarten...

@Komplex einfach

...in der DDR gab es keinBGE,,,und es wird für Fleiß sorgen,,,weil die Menschen Dinge tun ,die sie wollen...erzwungene sinnlose Arbeit erzeugt Faulheit...sie müssen noch viel über derartige Dinge lernen...

Geschrei der Arbeigeber

Die älteren Arbeitnehmer könnten sich ja dem Damoklesschwert Hartz 4 entziehen, was den Druck auf die Höhe der Löhne mindern würde, ebenso die extrem hohen Dividenden. Daimler jammert ja aktuell über 11 Milliarden Gewinn.

ehrlich wäre es...

von der SPD,,,die Koalition zu verlassen und Neuwahlen zu ermöglichen...

Wahlgeschenke

Nach der Grundrente jetzt 3 Jahre ALG 1, mal sehen welche Wohltaten sich die Demagogen der SPD noch einfallen lassen, um bei den anstehenden Wahlen ihr Überleben zu retten.
Durch Ihre jahrzehntelange Regierungsverantwortung hat die SPD Mitschuld an Altersarmut, Hartz4 usw.
Statt kurzfristiger populistischer Wohltatsversprechen, die wieder die Macht für eine Wahlperiode sichern sollen, benötigen wir endlich langfristige Konzepte zu dringenden Gesellschaftsproblemen, auch wenn man sich damit erst mal bei einigen unbeliebt macht, die aber wahrscheinlich sowieso nicht zur Wahl gehen.

Biocreature

Wie schnell sich die Zeiten ändern.
Bin Jahrgang 48.
Habe ohne Unterbrechung 47Jahre bis zur völligen physischen und phychischen Erschöpfung (Burnout) gearbeitet.
Aus gesundheitlichen Gründen 2010 mit 62 bei vollen Bezügen von der Arbeit entbunden.
Behindertengrad 50 (abschlagsfreie Rente!) wurde mir verwehrt.
Trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung und Grad der Behinderung von 40 wollte die Arge mich mit 63 tatsächlich noch mit Rat u.Tat vermitteln.
Ansage: Bewerbungen schreiben,Bewerbungen schreiben!!!
Erniedrigen -und gesundheitlich völlig ruinieren lassen wollte ich mich nicht.So bin ich 2011 mit,für mich verkraftbaren 7,2% Abschlag in Rente gegangen.

MfG

Was für ein Gepfusche

Sozialdemokraten...im Ausbessern sind sie noch schlechter als im Umsetzen.

Warum steht Nahles nicht für die Reform von Hartz IV ein? Man könnte soviel Verwaltungsgeld sparen.

Und was soll der Unterschied von ALG I und ALG II sein? Nur Leute mit hohen Angestelltengehältern profitieren von dieser Regelung, da die Vermögen aufbauen konnten, die durch ALG II nicht gefressen werden. Für den Otto-Normal-Bürger ist sogar die Behandlung beim AfA und Jobcenter fast identisch. Auch beim ALG I wird man getriezt, möglichst schnell aus den Bezug zu kommen, weil man ja die Gemeinschaft belastet...auch hat sich SGB III und SGB II inhaltlich stark angeglichen, so dass es kaum noch Unterschiede gibt. Nichts mehr wie vor 15 Jahren: ALG I gut und ALG II schlecht. Heute ist beides schlecht. Und kein Minister für Arbeit und Soziales hat auch nur jemals was daran zum besseren gewendet, keiner. Auch auf Landesebene nicht! Scheinselbständigkeit, vielleicht. So tun als ob man unternehmerisch tätig wäre!

Re 12:23 von Magfrad

"Mir ist es sehr befremdlich wie sehr viele Menschen die Arbeit zwanghaft als etwas schlechtes und negatives ansehen und in Verbindung bringen."
Ich weiss ja nicht welchen Beruf Sie haben.
Ich bin CNC Dreher bei einem Automobilzulieferer, habe letztes Jahr meine 45 Arbeitsjahre voll gehabt und warte nur noch auf den letzten Tag der Arbeit.
Arbeitsverdichtung bis zum abwinken(Statt 2 Maschinen jetzt 3 bis 4 bei gleichem Lohn), unfähige Produktionsleiter, Mängel bezüglich Material und QS ohne Ende, Dokumentationspflicht bis zum abwinken und total hirnrissig,ein Audit jagt das Nächste, Dreischicht,40 Stunden Woche usw.
Da können Sie sich gerne mal reinstellen und bis 67 arbeiten.

"Taugenichtse pudern", @komplex-einfach

Was kennen Sie eigentlich für Menschen? Und was für welche wollen Sie überhaupt kennen?
In eben diesem Thread beschreiben mehrere Foristen die Mühlen, durch die sie gedreht wurden, unverschuldet, nicht aufgrund von Faulheit oder Unvermögen. Wie schafft man, sich an dieser Diskussion zu beteiligen, aber ausgerechnet über solche Beiträge elegant hinweg zu scrollen?
Ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie mal bedürftig werden. Aber wenn, würde ich Ihnen gönnen, dass sie mit solchen Ausdrücken geehrt werden, wie Sie sie hier für andere auf Lager haben.

@14:51 von Werner40

>> Die SPD denkt sich immer nur neue Ausgabenprogramme aus ohne sich jemals darum zu bemühen, wie das Geld erwirtschaftet werden soll. Wahlen werden in der Mitte gewonnen. Die SPD sollte sich daher z.B. lieber um dieAbmilderung der kalten Progression oder des Solis kümmern. <<
_
Na ja... werter User@Werner40... auch ich bin kein SPD-Freund... würde aber den "Genossen" doch viel eher den Mumm zum Abschmelzen der "Kalten Progression" zutrauen, als es die Schwarz-Gelben jemals hatten... Oder sehen Sie das durch die "Tigerentenbrille" doch noch anders..??

@16:54 von bobby3001

...Re. @Biocreature, 16:11 Uhr

---

H a l l o, habe ich irgendetwas von Gelddrucken gesagt?

Bitte erstmal meinen Beitrag von 16:11 lesen, verstehen und dann darauf antworten falls dann noch notwendig.

Danke

P.S.:
Im Übrigen habe ich nur auf den Beitrag des Users @14:22 von um von um von um von geantwortet.

Am 06. Februar 2019 um 14:36 von um von um von um von

Politikverdrossenheit bei Politikern?
Sicher gibt es auch diese Verdrossenheit. Doch so ungewöhnlich war dieser Verdruss noch nie und zählte schon damals zum Politiker-Alltag. Man denke da nur an F. J. Strauss. Ein Politikverdrossener wie er im Buche steht. Hat alles getan, um sich persönlich wirtschaftlich zu bereichern. Oder unsere Bundespräsidenten. Politikverdrossenheit ist bei denen die Voraussetzung für die Wählbarkeit in der Bundesversammlung.

Sicher gibt es auch Leute, die Politiker werden, weil sie was bewirken möchten oder weil sie nach Anerkennung streben. Doch denke ich, durch die Parteienlandschaft, ist das Politikum zu einem Berufszweig verkommen mit der Mehrheit der Volksvertreter als Angestellte bei den Parteien. Und welcher Angestellter kennt nicht den Verdruss bei der Arbeit? Wenn dann noch die Mitgehangenden Kacke sind, dann steigt das Unglück gleich in ungeahnte Höhen. Dafür kann der Wähler aber wenig, bedenke man die Gesetzeslage um das Wahlrecht.

12:23 von Magfrad ...Arbeit gehört zum...

Prozess der Menschwerdung … Natürlich hat sie ihr Gutes, wenn man ein freier Handwerker, ein inspirierter Geistesarbeiter ein erfolgsverwöhnter Banker ist oder eben das weibliche Gegenstück ist.
Aber nicht erst seit dem Bau der Pyramiden, der chinesischen Mauer, der römischen Galeeren, wissen wir, das es auch eine andere Art Arbeit gibt. Auch diese mag der Gattung dienen, dem Einzelnen ist sie aber Last und dient der Verkrüppelung seines Menschseins. Welcher Art die eigene Tätigkeit ist, mag jeder selbst entscheiden. diejenigen, die heuer im Niedriglohnsektor tätig sind, sind jedenfalls nicht zu beneiden, sie sind vielleicht nicht so sehr Opfer ihrer Arbeit, als der sich daraus ergebenden Lebensumstände.

Gibt es hier Foristen

die unter 40 Jahre alt sind? Will hier keinem zu nahe treten, aber das Jammern auf hohem Niveau der vornehmlich älteren Männer, ist schon ein bisschen befremdlich. Alle zusammen sollten wir froh sein, in einer sozialen Marktwirtschaft, einem Rechtstaat, einer Demokratie mit verbrieften Grundwerten und Gleichberechtigung, einer Gewaltenteilung, im weitgehend friedlichen Europa mit Wohlstand wie nie zuvor, leben. Das bestimmt nicht alles Gold ist was glänzt versteht sich von selber. Aber ständig auf die Politik zu zeigen, den politisch Handelten mit teilweise abstrusen Verschwörungstheorien grundsätzlich das Schlechteste zu unterstellen, ist die (absichtliche) Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse. In so einem Land wie hier oft beschrieben, lebe ich nicht, obwohl ich in Deutschland wohne.

18:29 von Hallelujah

"Arbeitsverdichtung bis zum abwinken(Statt 2 Maschinen jetzt 3 bis 4 bei gleichem Lohn), unfähige Produktionsleiter, Mängel bezüglich Material und QS ohne Ende, Dokumentationspflicht bis zum abwinken und total hirnrissig,ein Audit jagt das Nächste, Dreischicht,40 Stunden Woche usw."

Irgendwie habe ich das Gefühl, Sie beschreiben hier meinen ehemaligen Arbeitsplatz. Man muss nur Maschinen durch Patienten ersetzen, dann stimmts.

Dazu fällt mir noch Folgendes ein: Eine Kollegin aus dem Qualitätsmanagement sagte mir mal: "Ihr macht wenigstens was Sinnvolles. Wir müssen uns jeden Tag was Neues für euch ausdenken."

Populistische Versuche ?

Seitens der SPD offensichtliche,komplett unausgewogene Versuche die schlechten Wahlaussichten aufzubessern.Mit einem derartigen Durcheinander ist aber kein Blumentopf zu gewinnen.

@Am 06. Februar 2019 um 12:10 von Möbius

"Bei der Bundeswehr war es schon vor 30 Jahren möglich als Offizier mit 50 in Rente zu gehen. Warum nicht in der Privatwirtschaft? In anderen Ländern (zB Griechenland) geht’s doch auch!"

Die Verrentung mit 50 Jahren für Offiziere war schon Schwachsinn, ebenso die Frühverrentungen bei Post ud Bahn. Ein Schulkamerad von mir wurde bei der Post mit 48 Jahren verrentet.
Und zu Ihrer Bemerkung in Griechenland geht das auch. Weil wir Deutschen das bezahlt haben. Schauen Sie mal auf die griechischen Schuldenberge.

@14:51 von Werner40

Die SPD denkt sich immer nur neue Ausgabenprogramme aus ohne sich jemals darum zu bemühen, wie das Geld erwirtschaftet werden soll.

In diesem Fall sind es die Arbeitslosenversicherungsbeiträge der Arbeitnehmer. Da die Arbeitslosenrate derzeit niedrig ist, mithin viele einzahlen und wenige ALG1 beziehen, ist im Versicherungstopf derzeit genügend Geld, um das Vorhaben zu finanzieren.

ALG1 sollte man nicht mit ALG2 (aka. Hartz4) verwechseln! Ersteres stammt aus den Beiträgen der Arbeitnehmer, letzteres aus Steuergeldern.

@18:18 von Karl d.Gr.

@Biocreature

Was Sie schreiben, tut richtig weh. Man mag es kaum glauben. Da frage ich mich, wie die Menschen in den Arbeitsagenturen, ihren eigenen Job aushalten, wenn der mit einer solchen Unmenschlichkeit verknüpft ist.
Alles Gute für Sie.

Es geht immer noch mehr...

Der Staat hat kein Geld...er muß alles von seinen Bürgern holen, ob durch Steuern Abgaben, Gebühren usw. - auch die Kredite, die er aufnimmt, schuldet er als Gläubiger seinen Bürgern. Wenn jetzt Andrea Nahles - wie zuvor schon Hubertus Heil - Geld an Bedürftige verteilen möchte, ist das eine Umverteilung...den einen wird gegeben, den anderen wird genommen. Die Frage ist nur, was ist gerecht bei dieser Verteilung. Und wem man zuviel wegnimmt, und dem anderen dann gibt, muß man darauf achten, daß dem, dem genommen wird, auch noch was bleibt und er dabei noch "fröhlich" und motiviert bleibt. Solidarität darf man nicht überstrapazieren...übrigens stammt vom Hl.Ambrosius der Satz: Gibst du einem Armen ein Almosen, so gibst du ihm nicht von deinem Besitz, sondern vom seinen, denn du hast es ja vorher ihm genommen...vielleicht hat Andrea Nahles als Christin an diesen Spruch vom Hl. Ambrosius gedacht.

nahles

druckt jetzt einfach das geld. selbst zahlt sie ja als beamte keine beiträge.

purer

linkspopulismus, dass ohne not des betroffenen das geld mit der gießkanne verteilt wird.

@18:55 von bobby3001

"Will hier keinem zu nahe treten, aber das Jammern auf hohem Niveau der vornehmlich älteren Männer, ist schon ein bisschen befremdlich."

Jammern auf hohem Niveau? Da scheint Ihnen aber einiges - auch hier im Forum - entgangen zu sein. Vergessen Sie nicht, dass viele der Älteren ein Arbeitsleben hinter sich haben, dass viele Ihrer Generation ins Koma fallen ließe. Die heute prekär Beschäftigten nehme ich hier ausdrücklich aus. (Aber Sie arbeiten ja ganz sicher auch nicht für Amazon, Hermes oder als Pizzabote.)

@16:38 von perchta

>> Zu Iherr Antwort an @Zwicke am 06. Februar 2019 um 15:29 / Zwicke ... >> Soweit die Theorie > Danke für die Antwort. Damit ist klar, woher Sie das Geld nehmen wollen. Allerdings ist mir nicht klar, wie Sie das anstellen wollen. 'Man' schafft es ja nicht einmal Amazon und ähnliche 'ordentlich' zu besteueren. (Will 'man' das denn überhaupt?) <<
_
Ihr (hier geklammert gesetzter Schlußsatz) ist die eigentliche Krux... und zwar als Gegensatz deutschern namhafter Hersteller-Industriekonsortien in den USA (übrigens auch in China), die - zugunsten eigener Investment- und Börsenrenditen - us-amerikanische oder chinesische Einfuhrzölle vermeiden wollen, wie der Teufel das Weihwasser... und die hierzulande entsprechend politischen Druck machen...
_
Daß dies oft nur zu Lasten der letztlich Schwächsten = nämlich der normalen Arbeitnehmer geht - ist nach Meinung der Stärkeren ein leider hinzunehmender, wirtschaftspolitischer Kollateralschaden...
Der -

@ um 18:55 von bobby3001

Ältere Forenteilnehmer haben einfach schon häufiger das Pech gehabt, auf die populistischen Lügen unserer Politiker hereinzufallen.
Falls Sie jünger sind: Einfach noch ein paar Jahre oder Jahrzehnte abwarten, dann sind Sie sicherlich genau so skeptisch.

@Möbius "in Griechenland Rente mit 50"

Griechenland funktionierte mit dem Modell bestens solange deutsche Lebensversicherer zur Pflege ihrer prognostizierten Ablaufrendite griechische Staatsanleihen kaufen mußten um nicht auf der Vertriebsseite zu verlieren.
Das ist jetzt zum Ungemach der Griechen vorbei, denn Totalausfall ist auch keine gute Prognose.

@buerdi

Sagen wir es mal so:Ich betreue im Schnitt 170 Bedarfsgemeinschaften.Von diesen 170 würde ich bei etwa 10 sagen, dass ein Schicksalsschlag schuld an ihrer Lage ist.Diese 10 sind in der Regel < 1Jahr Kunden. Von den restlichen 160 sind ca.30 alleinerziehende Aufstocker. 130 sind, verzeihen Sie die Wortwahl, SGB-Adel,lustlos,arbeitsverweigernd und in der Regel hab ich gleich drei Generationen derselben Familie.Die Eltern stehen nicht auf,die Kinder stehen nicht auf,wie sollten es die Enkel? Das Sanktionssystem greift,wie das deutsche Strafrecht,aufgrund der zeitlichen Distanz von Pflichtverletzung und Sanktion,nicht und falls doch hilft der gelbe Schein mit Diagnose Erschöpfungszustand. Von daher wäre ich für eine Verschärfung des Forderns zumindest in diesem Kommunalen Jobcenter.
Aber in einem Punkt bin ich ganz bei Ihnen:Kommunale Jobcenter gehören abgeschafft und das Geld in Menschen investiert,die arbeiten oder sich (weiter-)qualifizieren wollen.Aktuell werden die Mittel vergeudet.

Darstellung: