Ihre Meinung zu: Grundrente wird Thema im Koalitionsausschuss

5. Februar 2019 - 17:11 Uhr

Die Grundrente wird Thema im Koalitionsausschuss: CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer kündigte an, die Pläne des Arbeitsministers auf die Tagesordnung zu setzen. Finanzminister Scholz signalisiert Heil seine Zustimmung.

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Kommentare

Eine Grundrente nur für über 35 Beitragsjahre

ist für viele Frauen in Westdeutschland ungerecht.
In Westdeutschland gab es keine Vollbeschäftigung per Definition.
Nur eine gestaffelte Aufstockung der Rente anhängig von den Beitragsjahren wäre etwas gerechter. Jede Frau, die nur 34 Jahre gearbeitet hat, muss sich betrogen fühlen.

Bitte die Gelegenheit/Chance nutzen...

und grundsätzlich über das Thema Rente sprechen! Es geht nicht nur darum, eine neue Sonderleistung da rein zu frickeln, sondern mal das Gesamtkonzept der Altersvorsorge in D infrage zu stellen, z.B. die Trennung zwischen Rente und Pension. Die Pension ist höher, weil die gesetzliche Rente ja nur ein Drittel des Versorgungskonzeptes ist mit den beiden weiteren Säulen private Vorsorge und betriebliche Altersvorsorge. Nur: nicht alle Betriebe bieten das an und nicht jeder kann sich private Vorsorge leisten. Und tut er es doch, greift der Staat darauf zurück im Falle von Hartz4, was schon nach 12 Monaten Arbeitslosigkeit der Fall ist. Was bleibt dann übrig? Nix, ausser der gesetzlichen Rente. Also muss diese auskömmlich sein und der (nicht immer vorhandene und "pfändbare") Rest sollte nur das Sahnehäubchen sein.

Steuerfinanzierte Grundrente in Höhe der Grundsicherung, gesetzliche Rente on top, dafür die Rentenberechnung und -auszahlung anpassen. So hat jemand der arbeitet immer mehr.

Kein Geld

Es ist immer wieder dasselbe, für die Bankenrettung sind sofort die Milliarden verfügbar, aber wenn es um den kleinen Mann geht....

Grundrente

Warum sollte ich noch arbeiten, wenn fest steht, das ich niemals über diese Grundrente kommen werde? Dumme arbeiten und schlaue lassen arbeiten? Wie sieht die Konstalation bei den Politiker selber aus bezüglich Rente und Lohn. Politiker hätte man werden sollen.

man könnte die Mwst erhöhen

oder auch die grundsteuer anders berechnen. möglichkeiten ergeben sich viele für unsere groko-funktionäre

Die Minirenten

haben doch eine Ursache. Wenn, bei Vollbeschäftigung, nach 35 J. zu wenig rumkommt, könnten ja diejenigen, die das "Mehr" vorher eingesackt haben, für den Ausgleich sorgen. Das wird nicht passieren.
Gewinnmitnahmen -auch auf Kosten der Geringverdiener- stehen unter besonderem staatlichen Schutz.

Wozu eine

Wozu eine Bedürftigkeitsprüfung? Es wird bis Betrag xy aufgestockt. Wer drüber ist, bekommt halt nichts. Ist nicht ganz gerecht. Aber das ist es nie.

Sinnvolle Lösung in Sicht

Ich bin sicher, dass in dieser sehr wichtigen sozialen Frage in der Koalition ein Kompromiss erzielt werden kann, der sehr nahe an der Sicht der Mitte der Bevölkerung dran ist. Wer sonst sollte das bewerkstelligen als eine große Koalition.

Das geld könnte man bei den

Das geld könnte man bei den 160mrd holen, die jedes Jahr durch steuervermeidung nicht eingenommen werden.

AKK. sollte besser einen eigenen Vorschlag machen...

Getreu der Vorgehensweise fördern statt fordern..
Eine bedingungslose Grundrente ist doch super und eigentlich überfällig.
Einzig alleine die über die Höhe ließe sich streiten.
Bei den bisher Vorgeschlagenen Grundrente von 900€ bliebe es für viele bei einer bisherigen Grundsicherung, alleine 100€ werden als Zuzahlung im Krankheitsfall abgezogen ergo bliebe nur die Grundsicherung...
Verstehe daher die ganze Aufregung nicht...
Harz 4-Empfänger wurde der Rentenanteil ersatzlos gestrichen, was jetzt schon einer Kürzung von 25% gleich kommt, das verstehe wer will. Somit sind immer Mehr auf Grundsicherung angewiesen..

Von welchen Almosen Reden wir überhaupt, weil um nichts anderes handelt es sich und nun soll auf einmal kein Geld vorhanden sein, wie Peinlich ist das denn...

Was soll das?

Mit 900 Euro im Monat ist und bleibt man bedürftig.

@Volker Hans Orsech, 16.31h

Ihren Vorwurf nur auf die Bankenrettung zu reduzieren, greift zu kurz.

"Union und FDP kritisieren

"Union und FDP kritisieren daran, dass von den Plänen auch Rentner profitierten, die nicht auf die Erhöhung ihrer Bezüge angewiesen wären - zudem stelle die von Heil angedachte Finanzierung aus Steuergeldern den Bund vor Schwierigkeiten."

Natürlich, lieber weiterhin die Rentenversicherung belasten.
Zahlt doch erst einmal vollständig zurück, was ihr zuvor aus dem Rententopf geklaut habt.

Habe ich Herrn Scholz gestern falsch interpretiert?

Oder haben Herr Scholz und Herr Heil gestern noch ein gemeinsames und offensichtlich bekömmliches Mahl genossen? Es war hier ja mehfach der Verdacht geäußert worden, dass die beiden nicht miteinander gesprochen hätten.

16:40 von Superschlau

" steuervermeidung "
.
oder bei denen die erst gar keine Steuern zahlen weil nicht arbeiten
wobei wenn die gearbeitet hätten / Steuern bezahlt
gebe es auch weniger Diskussion bezüglich keine Rente

Absolute Zustimmung für Herrn Heil

Liebe Mitbürger,
Ich selbst habe mehr als 45Jahre in die gesetzliche Rente eingezahlt, bekomme noch zusätzlich Betriebsrente und muss sagen das es mir gut geht. Da ich keine Kinder habe zahle ich trotzdem auch gerne Steuern für eine gebührenfreie Kita und zahle deshalb auch etwas mehr für die Pflegeversicherung. Das es gerade für Frauen die ihr Leben lang tätig waren viele Rentennachteile gibt ist vielen bekannt. Die FDP die immer für weniger Bürokratie eintritt, sollte hier mal beweisen, dass es auch ohne Bedürftigkeitsprüfung gehen kann. Ich bin absolut für den Vorschlag von Herrn Heil!

Der Einkommensspreizung sei Dank ...

Wir können entweder immer mehr Menschen in Armut versacken lassen, oder ihnen über den ganzen Sozialkladeradatsch aus der Patsche helfen. Dann wird es mit einem Gesundschrumpfen des staatlichen Sozialapparates nie was.
Alternativ könnte man eine Grundrente (ca. 500€) die Leistungsunabhängig (Grundsicherung + Altersbonus) an jeden ausgezahlt wird, der die Altersgrenze erreicht hat (oder die Erwerbsunfähigkeit).
Im Gegenzug wäre ein Sinken des Wertes eines Rentenpunktes zu erwägen und ein Multiplikator, der den Wert erreichter Rentenpunkte alle 10 Jahre (Erwerbstätigkeit) um ein paar Prozent anhebt. So wären zumindest ein paar der durch die zunehmende soziale Differenzierung auftretende Schieflagen einzugrenzen.

Es geht doch bei der Würde

Es geht doch bei der Würde auch um eine eigenständige Grundrente ohne Anrechnung der Rente des Partners. Nach 35 Jahren eigener Arbeit. EIGENER Arbeit.
Und ohne Anrechnung kleiner Ersparnisse aus einem langen Arbeitsleben.
Eine Bedürftigkeitsprüfung ist würdelos nach 35 Jahren Arbeit, Kindererziehung. Pflege der Eltern. Das wäre Bettelei statt Anerkennung. Ich bin Betroffene, lasse mich aber nicht zur Bettlerin machen. Das verbietet mir mein Stolz. Dann verzichte ich lieber wenn der Gesellschaft meine Lebensleistung nichts wert ist. Nochmal. Es geht nicht nur ums Geld sondern Anerkennung.

Grundrente wird Thema im Koalitionsausschuss...

Was ist der Unterschied zwischen den Positionen ? Die einen(Hubertus Heil) sind für bescheidene 900 Euro Grundrente bei 35 Arbeitsjahren.Und liegen damit unter manchem westeuropäischen Land.
Die anderen(CDU und Co.) gönnen dem Rentenbeziehern nicht das Schwarze unter den Fingernägeln.

Hoffentlich tut sich da was !

"" Heils bisheriges Konzept sieht vor, dass nach 35 Beitragsjahren in die Rentenkasse auch frühere Geringverdiener eine Rente von mindestens 900 Euro erhalten - der Staat soll dazu die Rente mit mehreren Hundert Euro monatlich aus Steuereinnahmen bezuschussen.""
#
Das wäre für Geringverdiener die 35 Jahre Beiträge abgeführt haben und nun eine Mini Rente erhalten die nicht Vorne und Hinten zum Lebensunterhalt sorgen kann ,eine gerechte Sache,meine ich.

@ Volker Hans Orsech

Oh, nein, bitte nicht schon wieder dieses populistische Totschlagargument! Jaja, die bösen Banken, ist schon klar! Zu dumm nur, dass auch der von Ihnen zitierte "kleine Mann" dort auch seine Spareinlagen gebunkert hat. Und wer finanziert z.B. für den Mittelstand oder den Häuslebauer die laufenden Kredite? Sorry, aber dieses abgelutschte Bild mit der Banken-Rettung kommt meistens von Leuten, die lediglich Feindbilder bedienen wollen und darüber hinaus die ökonomischen Zusammenhänge nicht kennen!

Geld wäre genug da,

.. wenn man den teuren und völlig veralteten Beamtenapparat mal umkrempeln würde. Für mich immer noch unverständlich, dass ein Beamter fast das doppelte erhält, als ein „normaler“ Bürger, und das bei 0€ geleisteten Beiträgen. Richtig schlecht wird mir, wenn ich mir die 2-jahres Regel anschaue, an dem die Rente der Beamten berechnet wird. Unverschämt und unfair nenn ich das.

Generationengerechtigkeit?

Als Kind der 80er bin ich gegen die Subventionierung der alten Leute, die zum einen nicht genug vorgesorgt und zum anderen nicht genug Kinder gezeugt haben. Ich will nicht ständig für die Fehlentscheidungen der Kinder der 50er und 60er bezahlen müssen. In meinen Augen ist das eine Umverteilung von uns Jungen zu den Alten.

16:35 von Karl Napf

man könnte die Mwst erhöhen

oder auch die grundsteuer anders berechnen. möglichkeiten ergeben sich viele für unsere groko-funktionäre
///
*
*
Willkommensrücklagen von 35 Mrd sind aufgebraucht, 5 Mrd. fehlen lt. Herrn Scholz bereits, aber seine Genossen geben weiter fleissig Wahlgeschenke?

@Hackonya2 16:33 Uhr

"Politiker hätte man werden sollen"

Lieber nicht,wenn man bedenkt, wie man sich verbiegen und seine persönliche Meinung und Einstellung zum Wohle einer Partei, Fraktion oder Regierung hintanstellen muss..und zwar schon ab der kommunalen Ebene..

Als normaler Bürger kann man seine Meinung offen sagen, als Politiker ist man schnell weg vom Fenster..

@ Odi 14

Nur noch einmal zur Erinnerung: Männer im Westen bekommen im Schnitt 1.457,- EUR, im Osten 1.166,- EUR. Bei Frauen lag die Rente für "besonders langjährige Versicherte" im Westen bei 1.058 EUR, im Osten bei 1.076,- EUR (Stand 2017). Viele haben Vorsorge getroffen und für das Alter gespart. Andere haben sich fort- und weitergebildet oder gar studiert. Das soziale Netz in Deutschland ist stabil, stabiler als in vielen anderen Ländern. Aber der Staat kann nicht alles absichern. Die Rente für besonders langjährig Versicherte war letztlich ein Flopp, da sie nicht nur auf den Dachdecker und den entkräfteten Bauarbeiter fokussiert war, sondern auch dem Bankdirektor eine willkommene Hängematte bot. Hier wurde und wird zuviel Geld verbrannt (1,6 Mrd. EUR pro Monat). Dieses Geld hätte man sinnvoller verwenden können, ja müssen.

Da fehlt was

Auch die größte Oppositionspartei im Bundestag hat zu diesem Thema etwas zu sagen.
Warum findet sich in diesem Bericht kein Wort darüber?

und wieder soll Ost gegen West ausgespielt werden

Zuerst war die Diskriminierung der Frauen, die frecherweise ihre Kinder vor 1992 zur Welt gebracht haben - aber dies hatte ja den guten Grund, dass die mitarbeitenden Hausfrauen von Selbständigen auch in den Genuß einer auskömmlichen Rente kommen.
Nun sollen 35 ARbeitsjahre festgeschrieben werden, 35 Jahre Arbeit, nicht Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Umschulung usw.
1990 brach im Osten der Arbeitsmarkt zusammen bzw. wurde vernichtet. Die Ostler, die jetzt in Rente gehen, kommen nie auf 35 Arbeitsjahre, weil sie viel zu oft einen neuen Job suchen mussten oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Umschulungen etc. gemacht haben.
Diese Rente hilft natürlich den Geringverdienern wie Kassiererinnen, Friseusen usw.
Aber viele Millionen Rentner werden wieder ausgegrenzt, Menschen, die arbeiten wollten, doch nicht konnten, weil es einfach im Osten oder auch in vielen Regionen im Westen keine Arbeit gab. Und es konnten nun einmal nicht alle nach B oder B-W ziehen.

16:44 von erster Realist

Eine bedingungslose Grundrente ist doch super und eigentlich überfällig
.
und der Grund dafür ?
hat derjenige was dafür getan
außer zur rechten Zeit im rechten Land zur Welt gekommen zu sein

@ 16:33 von Hackonya2

"Warum sollte ich noch arbeiten, wenn fest steht, das ich niemals über diese Grundrente kommen werde?"
.
Weil Sie diese Grundrente nicht bekommen, wenn Sie nicht gearbeitet haben?

um 19:10 von Sisyphos3

Vorpost: "Eine bedingungslose Grundrente ist doch super und eigentlich überfällig
.
und der Grund dafür ?
hat derjenige was dafür getan
außer zur rechten Zeit im rechten Land zur Welt gekommen zu sein".

Und Sie haben eine gut versorgte Kindheit und eine schulische Ausbildung genießen dürfen. Aus welchem Grund !
Weil Sie zufällig zur rechten Zeit in Deutschland geboren wurden.

beschämend

Haben AKK, Lindner & Co. eigentlich bei der Rettung Griechenlands, diverser Banken und der gesamten Flüchtlingsthematik auch so hartnäckig die Finanzierungskosten hinterfragt? Wenn es darum geht unseren Alten einen halbwegs halbwegs würdevollen Ruhestand zu ermöglichen soll plötzlich kein Geld da sein? beschämend

@19:10 von Sisyphos3

//16:44 von erster Realist
Eine bedingungslose Grundrente ist doch super und eigentlich überfällig
.
und der Grund dafür ?
hat derjenige was dafür getan
außer zur rechten Zeit im rechten Land zur Welt gekommen zu sein//

Schön, dass Sie jetzt nicht direkt schreiben: Anderswo ist die Armut viel größer. Natürlich haben wir auch Glück, wenn wir in Deutschland leben, aber es ist auch unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass es in diesem Land (wieder) gerechter zugeht.
Wir sind aber dabei, Geringverdienern und Kleinstrenten-Beziehern die Würde abzusprechen und - wie hier schon geschrieben wurde - diesen Menschen nicht einmal das Schwarze unter den Fingernägeln zu gönnen . Das ist fatal.
Da arbeiten Menschen ein ganzes Leben lang hart (gestern schrieb jemand von 900 Euro nach 45 Jahren Beitragszahlungen) und dann erdreisten sich die Besserverdiener hier mit:" Dann hätten die sich eben bilden müssen." Das ist böse.

@18:43 von lePecheur: Nicht genug Kinder gezeugt

"Als Kind der 80er bin ich gegen die Subventionierung der alten Leute, die zum einen nicht genug vorgesorgt und zum anderen nicht genug Kinder gezeugt haben."

Zur Zeit haben wir 2,41 Mio Arbeitslose. Hätten die Kinder der 50er und 60er mehr Kinder gezeugt, dann hätten wir heute vielleicht 5 Mio oder noch mehr Arbeitslose.

Kinder sind für die Rente nur von nebensächlicher Bedeutung. Was aber von Bedeutung ist, ist die Wirtschaftsleistung der Gesellschaft, denn das Geld, das für die Renten ausgegeben werden soll, muss irgendwo erarbeitet werden.

Ob dies allerdings von Menschen oder von Maschinen erarbeitet wird, sollte nebensächlich sein.

Denn spinnen wir den Gedanken mal zu ende. In einer Gesellschaft, in der mehr als 90% aller Arbeiten von Maschinen erledigt werden, müssten die Menschen auch von irgendetwas leben.

Sollten tatsächlich zu wenige Menschen als Arbeiter zur Verfügung stehen, gibt es Millionen Menschen im Ausland, die mit Freude hier arbeiten würden.

@NeutraleWelt

Um es vereinfacht zu erklären: Ich arbeite bereits seit etlichen Jahren, nun soll jemand der vielleicht ein Drittel so lang arbeitet das Gleiche bekommen? Wenn ja warum soll ich den so dumm sein und länger arbeiten? Wenn ich mir die ansehe, welche vom Sozi leben, neben dem die Miete bezahlt bekommen, dann lohnt das jetzt schon kaum. Für mich ist das allerdings Ehrensache das ich mein Geld selber verdiene nur finde ich das sehr entmutigend vom Staat dafür bestraft zu werden. Jeder sollte das als Rente bekommen, was auch eingezahlt. Schwerverdiener könnte man ein Maximum auferlegen, also etwas weniger, da die bei dem guten Verdienst auch sparen könnten/sollten, also bei den Politikern z.B..

Was ich mal richtig gut fände:

Alle Geringverdiener, die sich jetzt schon ausrechnen können, dass ihre Rente einmal nicht zum Leben reichen wird, würden gleichzeitig mal für ein paar Wochen die Arbeit niederlegen: Postbote, Verkäuferinnen, Friseure, Bäcker, Fließbandarbeiter, Reinigungskräfte, Altenpfleger/innen, Busfahrer u.v.m..
Vielleicht merkt dann auch der letzte (nur vermeintliche besser gebildete) Volltrottel, was einem trotz Studium alles fehlen kann.

@16:36 von Odi.14

"Das wird nicht passieren.
Gewinnmitnahmen -auch auf Kosten der Geringverdiener- stehen unter besonderem staatlichen Schutz."

Nicht nur. Offensichtlich auch hier. Ich hatte auf Bezüge hingewiesen, die in dem Inteview mit Herrn Lindner genannt wurden - hier und heute bei der ARD!

um 20:42 von Anna-Elisabeth

>>
Da arbeiten Menschen ein ganzes Leben lang hart (gestern schrieb jemand von 900 Euro nach 45 Jahren Beitragszahlungen) und dann erdreisten sich die Besserverdiener hier mit:" Dann hätten die sich eben bilden müssen." Das ist böse.
<<

Das schließt ja lückenlos an Ihre Bemerkung von gestern an, die ich nicht mehr beantworten konnte. Erwarten kann man, dass jeder sich um eine vernünftige Ausbildung kümmert. Postbote etc. sind Berufe, die zu auskömmlichen Einkommen und auskömmlicher Rente führen müssen. Es ging nie darum, dass alle studieren müssen. Wenn man denn meint, dass in dem jeweiligen Beruf die Bezahlung zu niedrig ist, dann sich nur die melden, die sich gewerkschaftlich organisiert um ihre belange kümmern. In Chats allein nur Kommentare zu schreiben reicht m.E. nicht.

Endlich eine sozial ausgeglichene, gerechte, ausreichende Rente

Ich kann es nur noch schwer ertragen:
Warum müssen wir Deutschen das Rad unbedingt immer wieder neu erfinden?
Die Seite ch.ch beschreibt die m.e. sehr guten Kriterien der Schweizer AHV .(Rentenversicherung)
Dieses Modell beinhaltet Lebensarbeitszeit, soziale
Verantwortung u Gerechtigkeit auf der Beitragsseite („wer das als Schweizer nicht will gibt seinen Pass sofort ab) sowie klare minimale u maximale Rentenhöhen.
Warum dieses Modell nicht schon lange als erprobte Änderungsvorlage dient
liegt an der typisch deutsch gelebten „Besitzstandswahrung“ sowie der deutschen Zerlegung des Gerechtigkeitsbegriffes bis auf Quantegröße !
Die Folge ist nationale Stagnation der Diskussion u. der absehbare Kollaps.
Ich würde mich vehement für eine deutsche, politische Partei einsetzen, die diese Konzept stringent versucht auch zum Wohle unserer Kinder umzusetzen.

Warum nur Altersarmut bekämpfen?

Warum nicht Armut generell? Ohne eine am Haushaltseinkommens orientierte Bedürftigkeitsprüfung macht es keine Sinn. Wenn man diese aber macht, reden wir nicht über 4 Millionen sondern nur über 130.000 Anspruchsberechtigte. Wenn das aber so ist, heißt das doch das Heil 3.870.000 Menschen beglücken will, die durch ihren Lebenspartner, Erbschaften etc. sowieso schon genug haben.Und woher nimmt Scholz eigentlich denn die Zuversicht die Grundrente bezahlen zu können, wenn er bereits jetzt Finanzierungslücken im Haushalt sieht? Deutschland hat jetzt schon unter allen OECD Staaten die höchsten Abgaben der arbeitenden Bürger. Das ist doch purer Populismus. Der deutsche Beamtenstaat muss dringend entrümpelt werden. Der historische wirtschaftliche deutsche Dauer-Aufschwung neigt sich seinem Ende zu. Heil weiß, dass die SPD bei 15% steht, Wahlen stehen in „Ostdeutschland“ vor der Tür. Es gäbe so viele Möglichkeiten in Deutschland mehr Gerechtigkeit zu schaffen, zB durch das Verbot von Leiharbeit.

@ Tremor

"Auch die größte Oppositionspartei im Bundestag hat zu diesem Thema etwas zu sagen.
Warum findet sich in diesem Bericht kein Wort darüber?"

Dann erzählen Sie doch einfach was die AfD dazu sagen möchte.
Womöglich interessiert es jemanden, die allermeisten wohl nicht. Ich persönlich bezweifele allerdings stark das die AfD eine "geschlossene" Meinung zu dieser sehr komplexen Thematik hat - die können eher einfach, aber selbst das nicht wirklich...

AKK pocht auf Finanzierungskonzept

Welches war noch gleich ihr eigenes Rentenkonzept ?
Ich glaube die Herren Heil und Scholz haben AKK in dieser Frage auf dem falschen Fuß erwischt.
Gut, dass die CDU einen Herrn Laumann hat, der steckt in der Materie drin, und hat klare und vernünftige Vorstellungen diesbezüglich.

Gruß Hador

@ 20:42 von Anna-Elisabeth

Danke für den Beitrag!
Sie sprechen mir aus der Seele!
.
Die "Sozial Abgehängten" und Geringverdiener haben es in unserem Wohlstandsland nicht verdient eine überlebensfähige Rente zu bekommen?
Weil die nur der Postbote, der Müllfahrer oder der Handwerker gewesen sind?
Ich finde das nicht böse, ich finde das erbärmlich!
.
Das sage ich als jemand, der ganz locker (jetzt nach schlechten Jahren) seinen Rentenpunkt pro Jahr bekommt.
Und aus der Erfahrung, das es manchmal Auf und Ab geht.
Sozialer Neid bei Denen, die eh nichts haben, ist schlimm!
Liebe Mitmenschen, wer sind denn diese "Rentner"?
Stecken da nicht auch Väter und Mütter dahinter?

@18:43 von lePecheur

"Als Kind der 80er bin ich gegen die Subventionierung der alten Leute, die zum einen nicht genug vorgesorgt und zum anderen nicht genug Kinder gezeugt haben. Ich will nicht ständig für die Fehlentscheidungen der Kinder der 50er und 60er bezahlen müssen."

Dann lassen wir die Alten eben Hungern und Frieren.
Ihre Eltern und Großeltern können stolz auf sein.

"In meinen Augen ist das eine Umverteilung von uns Jungen zu den Alten." Das Gift der Spaltung in unserer Gesellschaft zeigt bei Ihnen schon seine verheerende Wirkung.

Nur am Rande: Familien mit mehr als drei Kindern galten in den 80igern (bis heute) als asozial. Kinder von Alleinerziehenden wurden abfällig "Schlüsselkinder" genannt.

Es gibt sie noch...

Sozialdemokratische Themen, die von sozialdemokratischen Ministern neu entdeckt werden. Offensichtlich sind sie alle dabei, zu lernen - was ja wohl mehr als überfällig ist.
Die Grundrente ist vor allem eines: Sozial gerecht. Und führt genau vor, wo bei den sogenannten christlich-sozialen sowohl die Nächstenliebe aufhört als auch jede soziale Verantwortung: Direkt beim eigenen Portemonnaie. Warum soll man auch was abgeben, wenn man selber gut über die Runden kommt?
Ich bin jedenfalls gespannt, wie dieses Thema weiter zerpflückt wird in dieser übergroßen Koalition mit einer Kanzlerin, die überhaupt keine Probleme hat mit der heute berichteten eilfertigen Zusicherung von zusätzlichen Rüstungsmilliarden, die jede mit einer Grundrente verbundenen Verpflichtungen locker mehrfach in den Schatten stellen. Also: Auf geht's, SPD!

@Anna-Elisabeth 20.53

Täuschen Sie sich mal nicht mit den Fließbandarbeitern! Haben Sie eine Vorstellung davon, was bei der Stammbelegschaft von Mercedes, Porsche, Audi oder Bosch am Band verdient wird? Da wird mancher Akademiker blass! Aber natürlich haben Sie Recht, dass wir die Arbeit der Bäcker, Verkäuferinnen, Postboten, Altenpfleger/innen stärker schätzen sollten.

um 20:53 von Anna-Elisabeth

>>
Alle Geringverdiener, die sich jetzt schon ausrechnen können, dass ihre Rente einmal nicht zum Leben reichen wird, würden gleichzeitig mal für ein paar Wochen die Arbeit niederlegen: Postbote, Verkäuferinnen, Friseure, Bäcker, Fließbandarbeiter, Reinigungskräfte, Altenpfleger/innen, Busfahrer u.v.m..
<<
Wir sollten mal definieren, was ein Geringverdiener Ihrer Meinung nach ist. Einstiegsgehalt Postbote bei der Deutschen Post liegt bei 2.100 € + Weihnachtsgeld + Urlaubsgeld + Sparzulagen. Damit wird man nicht reich, aber ist man dann Geringverdiener ?

Gerecht?

Habe ich es richtig verstanden, dass Vollzeitgeringerdiener die 35 Jahre gearbeitet haben genauso viel bekommen sollen wie Personen die 35 Jahre nur eine halbe Stelle hatten?

Finde das jetzt mindestens erstmal fragwürdig

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