Ihre Meinung zu: Altmaier in Ägypten: Partnerschaft mit Potenzial

3. Februar 2019 - 23:31 Uhr

Bei seinem Ägyptenbesuch geht es Wirtschaftsminister Altmaier vor allem darum, die traditionell guten Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen. Allerdings waren auch die Menschenrechte ein Thema. Von Carsten Kühntopp.

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Kommentare

Auf jeden Fall ein

Auf jeden Fall ein Schlüsselland in der Region. Viel Erfolg

Witzig

Es ist schon witzig von Deutschland wie der eine Diktator ein guter Partner ist und ein anderer schlecht. Übrigens Assad war bis 2011 auch noch ein guter Diktator, bis er gegen die Interessen der EU und USA handelte. Diesen Fehler bereut er wohlmöglich bis heute.

Das Vertrauen in die Demokratie schwindet alg.

Sicherheitslage und über die Menschenrechtslage

das heißt zum einen als Tourist ist man gefährdet
zum Anderen als Einheimischer.
Aber was soll man als Wirtschaftsminister tun,
sich um die Randbedingungen für unserer Industrie kümmern oder ansprechen warum gewählte Abgeordnete im Gefängnis sind oder 89 % der Frauen beschnitten

Realität

Fassen wir mal reale Situation in Ägypten zusammen.
- Strengere Diktatur als während der Mubarak-Ära.
- Die Wirtschaftslage hat sich seit 2011 erheblich verschlechtert. Trotz hohe Subventionen aus dem Golf.
- Die Überbevölkerung nimmt weiterhin rasant zu.
- Junge Menschen sind unglaublich unglücklich und wenn sich nichts ändert, wird es krachen.
- Terroranschläge haben zugenommen.
- Christen verlassen das Land, während sie unter Mubarak ein hohes Ansehen genossen.

Hier kann ich nur viel Erfolg wünschen

Altmaier ist mit seinem Besuch in Ägypten auf einem guten Weg. Die Beziehungen der beiden Staaten sollten verbessert werden ,obgleich es ja schon Jahre lange wirtschaftliche zusammen arbeiten gibt. Ägypten kann ein Stabilität Anker in einer doch noch sehr unruhigen Region sein.

Sisi ist entschlossen, die Wachstumskräfte des Landes zu stärken

und damit Ägypten politisch zu stabilisieren.
Das wird ihm nicht gelingen wenn Ägyptens Geburtenrate so hoch bleibt, wie sie ist, denn dann droht dem Staat der Bankrott, der Bevölkerung Hunger und Armut und der gesamten Region Instabilität.

Kairo hat das Problem allerdings erkannt und will mit einem neuen Programm gegensteuern. „Itnein Kifaja“ („Zwei sind genug“) lautet die Kampagne, die Ägyptens dringlichstes Problem lösen soll. Denn das Land ist nicht nur bereits jetzt das bevölkerungsreichste der arabischen Welt, sondern nach dem Jemen das mit der höchsten Geburtenrate und 90Mio leben auf einer Fläche so groß wie Bayern.

In Ägypten hat man das glücklicherweise erkannt, denn für eine wachsende Bevölkerung muss zusätzliche Infrastruktur, wie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Wohnungen, Wasserversorgungssysteme usw. geschaffen werden, zur Ausbildung/Versorgung müssen zusätzliche Lehrer, Ärzte usw. ausgebildet werden und zusätzliche Arbeitsplätze sind ebenfalls erforderlich.

Wenigstens ist Herr Altmaier ehrlich, wenn er sagt>

Altmaier äußerte sich dazu zurückhaltend. "Es gibt weiterhin Debatten über die Sicherheitslage und über die Menschenrechtslage in Ägypten", sagt er. "Das ist bekannt, das wurde auch angesprochen, aber wichtig ist, dass die Regierung Fortschritte erreicht hat im Hinblick auf Sicherheit und Stabilität in den letzten Wochen und Monaten."

Die Menschenrechte sind ja auch erwähnt worden, aber wichtig ist, dass dort ein Polizeistaat entstanden ist, welcher für einige Zeit einen Fortschritt an Sicherheit und Stabilität bringt. Das gab es ja auch vor fast 100 Jahren in Deutschland und war damals auch gut für ???

Oh wie kurzsichtig und anpassungsfähig sind doch die meisten Politiker. Für mich ist Herr Altmaier diesbezüglich ins Spitzenfeld einzuordnen.

Er macht seinen Job und wird nach meinem Empfinden von Frau Merkel sehr geschätzt. Was mich nicht wundert. Gleich und gleich gesellt sich gern sagt man und dürfte auch hier zutreffen.

Pfui !

Geld und Menschenrechte

"Altmaier reiste mit einer großen Wirtschaftsdelegation nach Ägypten."
Geld sprich Profit stinkt eben nicht.
Ägypten ist bekanntlich unter seiner Militärdiktatur zu einer der schlimmsten Folterstätten der Welt geworden.
Und was hat ARD-Journalist Kühntopp dazu zu vermelden:
"Allerdings waren auch die Menschenrechte ein Thema."
Man merkt beim Lesen richtig wie er sich diesen Satz abquälte. Er hat ja auch nichts Konkretes zum Thema Menschenrechte in Ägypten mitzuteilen.

Anleitung zum Diktatorsein...

…, und bleiben:

Einfach bis zum Abwinken deutsche Autos, Staubsauger und Waschschinen kaufen!

Dann ist es notfalls erlaubt, Menschen willkürlich zu foltern oder in den Kerker zu stecken.

Darf man aber auf keinen Fall vergessen, das Sachenkaufen, sonst geht es einem wie Herrn Maduro.

"Realität ... - Strengere

"Realität ...
- Strengere Diktatur als während der Mubarak-Ära.
- Die Wirtschaftslage hat sich seit 2011 erheblich verschlechtert.
- Junge Menschen sind unglaublich unglücklich ..
- Terroranschläge haben zugenommen.
- Christen verlassen das Land...

Ja und Frau Merkel verhandelte mit dem ägyptischen "Präsidenten" al-Sisi über die Unterbringung von Flüchtlingen und nun unser Wirtschaftsminister über blühende Handelsbeziehungen. Da drängt sich doch buchstäblich der Vergleich mit unseren aktuellen Massnahmen gegen den "Präsidenten" Maduro in Venezuela und die alte Frage in abgewandelter Form drängt sich auf: was hat al-Sisi was Maduro nicht hat?! Etwa eine Demokratie und ein funktionierendes Presse- und Rechtssystem?

Bakschisch (Korruption), unabhäng. Justiz

Ich glaube, am wirksamsten können wir Ägypten helfen beim Aufbau einer unabhängigen Justiz, denn dies bedeutet für deutsche und ägyptische Unternehmen mehr Planungssicherheit und gibt jungen Menschen aus unteren Schichten eine bessere Chance, ihr Glück im Heimatland zu finden.
Menschenrechte und Demokratie sind gar nicht so wichtig, denn dies sind europäische Erfindungen und den islamisch geprägten Menschen wesensfremd.
Bildung wäre schön, aber bei Bevölkerungsexlosion (deutlich über 80 Mio) ist das finanziell kaum zu stemmen.
Darüber liegt es sehr an Sisi, den zu großen Einfluss der Militärs auf das Wirtschaftleben zurück zu fahren und die Koptischen Christen im Land zu halten, denn die spielten früher (1984) im Wirtschafts- und Finzaleben eine wichtige Rolle und sind vor allem der weltoffene Teil Ägyptens. Deren Brücke nach Europa sollte Sisi nicht leichtfertig aufgeben. Diese sind weitaus wichtiger, als Altmeier zu empfangen.

23:20 von rossundreiter

wie schrieb hier einer so sinnig

>Menschenrechte und Demokratie sind gar nicht so wichtig, denn dies sind europäische Erfindungen und den islamisch geprägten Menschen wesensfremd<

das ist natürlich ne Überlegung die gar nicht in unser überhebliches westliches Weltbild passt

23:18 von wolf 666

auch ne Ansicht - sogar ne ehrenhafte
nur mit wem will man zukünftig Handel treiben
der Schweiz und Norwegen ?

23:23 von DKAQI

[...]
- Die Wirtschaftslage hat sich seit 2011 erheblich verschlechtert.
[...]
- Terroranschläge haben zugenommen.
[...]

Das sollte sich doch belegen lassen ... können Sie bitte Quellen nennen?

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