Ihre Meinung zu: Italien rutscht in Rezession ab

31. Januar 2019 - 16:19 Uhr

Eben erst hatte Italiens Regierung ihren Haushaltsstreit mit der EU entschärft. Nun rutscht das Land in eine Rezession. Damit stehen auch die Pläne, die Staatsverschuldung zu beschränken, wieder infrage.

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Kommentare

Wirtschaft schrumpft weiter:Italien rutscht in Rezession...

Dazu bräuchte man noch weitere Daten/Informationen.Der Rückgang,wem ist er geschuldet ? Wohin ist volkswirtschaftliche Kapazität gegangen ?
Hat es was mit der Eurozone zu tun,herunterkonkurrieren ?
Und sollte da nicht mit Investitionen und Kaufkraftstärkung gegengesteuert werden ?

wer hätte das gedacht

man lebt über die verhältnisse und macht trotzdem keine gewinne

re von Karl Napf

Was heißt denn "man lebt über die Verhältnisse" ?
Damit meinen Sie natürlich nicht die oberen 5 %.
Sie meinen eher arme Leute,die dort eine Rente von 780 Euro bekommen sollen.

Nun, hier ist man besorgt über nachlassendes

Wirtschaftswachstum. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch in Deutschland zu einer Rezession kommt.

15:27 von Bernd Kevesligeti

Kann es sein, dass Sie nur die Überschrift, jedoch nicht den Artikel gelesen haben?

Obwohl der Außenhandel Italiens höher gewesen ist, leidet das Land jetzt unter einer stark zurückgehenden Binnennachfrage! Kurz: die Italiener selber haben ihre Lage zu verantworten! Nix EU, auch wenn es einigen hier vielleicht nicht in den "Verschwörungskram" passt!

@ 15:27 von Bernd Kevesligeti

Hmmm, eine Rezession gibt es immer mal - keine Volkswirtschaft wächst unaufhaltsam. Auch ganz ohne Eurozone. Vielleicht erstmal ein bisschen über Ursachen etc. informieren. Ich kann mir viele Gründe vorstellen, warum ausgerechnet Italien, samt seiner tollen Regierung, in die Rezession abdriftet. Den Euro würde ich da eher als Gegenmaßnahme denn als Ursache sehen. Und eine grundlegende Rezession durch "Investitionen" und "Kaufkraftstärkung" zu stoppen, sind die längst als katastrophal wirkend erkannten Lösungen des letzten Jahrhunderts. Das einzige was man damit erreicht, ist, dass man neben der Rezession auch noch den Haushalt auf Jahrzehnte ruiniert.

Was ist daran so unerwartet?

Das haben doch viele der wahren Experten schon lange vorausgesagt. Die noch Kanzlerin selbst hat gewarnt das die Euro Finanzkreise noch nicht in trockenen Tüchern ist.
Wie denn auch? Der Zusammenhalt in der EU bröckelt, der Süden schwächelt und die Ungleichgewichte der Länder werden politisch und wirtschaftlich immer größer.
Die Flüchtlinge sind ein erschwerender Faktor aber nicht der entscheidende Grund. Man hat ein Paradies versprochen, viel Geld als Lockstoff flüssig gemacht und wundert sich jetzt das dieses "Himmelreich" eingefordert wird.

um 15:36 von Karl Napf

>>
wer hätte das gedacht

man lebt über die verhältnisse und macht trotzdem keine gewinne
<<

Es wird in Italien an der sozialistischen Regierung liegen ... oh nein, das sind ja Rechte und Populisten, die da nicht wirtschaften können. Sie - und einige andere Kommentatoren - haben uns bisher immer erzählt, dass das gar nicht sein kann.

@Karl Napf um 15:36Uhr

Weder Sie, noch mich, noch ähnlich denkende und rechnende Foristen wird diese Meldung überraschen. Und genauso sicher sind die sozialistischen Wirtschaftsweisheiten, die nur zwei Dinge immer gemeinsam haben: freies Einkommen für jedermann ohne Bedingungen und die Abwälzung der Finanzierungauf jemand anderen und natürlich das Leugnen des jahrzehntelangen eigenen Verschuldens und den "Druck" durch die gemachten Wahlversprechen!

Kommt doch darauf an

wie es gerechnet wird, wir haben im Land gute Leute die aus jeder Statistik etwas herausholen.
Selbst Senkungen die groß gefeiert werden, zeigen nicht wie ab 1.1.19 ein Teil der Rentner mal wieder weniger in der Tasche hat.
Hauptsache ist, die Reform wird als positiv gefeiert.
Und so ist wohl auch in anderen Ländern, in Italien eben auch eine Sache des Blickwinkels.

ist nichts neues.

die rechten machen wahlversprechen die sie nicht halten können.um ihren wählern was prozigpopulistisches bieten zu können wird eben mal der schuldenbogen überspannt.da wird dann auch bald ein aussenpolitischer "kriegschauplatz"aufgemacht.ich denke mit den ewigen streitapfel und der großen"option" ihrer führer kann man die medienhype umlenken.soll heißen das das fpö und lega nord(Brothers in Arms)so laut über südtirol streiten das man die wirtschftsprobleme nicht mehr hört.ähnliches sieht mal in belgien,flamsblok gegen FN oder bei dem afd terroristen der in der ukraine brandanschläge organisiert.populismus,schuldumkehr und polarisation sind die wichtigsten werkzeuge der europäischen rechten und die "hauptschüler"glauben sie müßten zu ihrer fahne eilen weil die nation bedroht ist.

Italien in der Rezession?

Deutschland hat ein Wirtschaftswachstum gemessen in Währungseinheiten von 1% und einer Inflation von ?%.
Es hat eben konsequenzen, wenn das Ersparte zugungsten eine Geldmengenausweitung verzehrt wird. Dann wird bei nullzins, gebaut und gekauft was nie hätte angeschafft werden dürfen, die verstellte Maschine noch mehr verstellt.

Die EU rutscht in die Rezession

Italien ist einer von vielen EU Rezessionisten.
Norwegen, Schweiz, Finnland geht es besser.

re DB EMD und Autograf

Sie schreiben ja selber,daß die Binnennachfrage stark zurückgeht.Dem könnte doch begegnet werden mit mehr Investitionen und einer Stärkung der Kaufkraft,der Nachfrage.
Aber es könnte dabei ein Problem geben:Die EU-Kommission.
Da gab es ja schon beim letzten Haushalt Probleme.
Oder ist das Verschwörungskram ?

16:37 von Bernd Kevesligeti

Warum geht denn die Binnennachfrage zurück, OBWOHL die neue Regierung die Renten erhöht und eine Grundsicherung eingeführt hat? Damit wurde die Kaufkraft doch gestärkt.
Investitionen kann die Regierung jetzt mangels Masse nicht mehr leisten und die Privatindustrie muss ebenso wie der Staat die höheren Zinsen, die aus der hohen Neuverschuldung resultieren, bezahlen...

So ist das halt in einer Union!

Die einen sind die Gewinner und die anderen die Verlierer.
Die einen sind Nutznießer der gemeinsamen Währung und die anderen schauen in die Röhre.

@Theo Hundert. neu 16:34

Sie müssen sich schon entscheiden was Sie wollen. Entweder rutscht die EU in die Rezession oder nicht. Finnland ist Teil der EU, mit Ihrer Behauptung widersrprechen Sie sich also selbst. Wenn man schon gegen die EU ledern will, dann sollte man schon genau schauen wer EU Mitglied ist bevor man sich peinlich macht.

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re von Peter Meffert

"Investitionen kann die Regierung jetzt mangels Masse nicht mehr leisten".
Wieso nicht ? Weil sie das letztlich durch die Kommission "nicht erlaubt" bekommt ?

Grundsicherung und Rentenerhöhung kommen übrigens erst noch.

Eine Abschwächung der Weltwirtschaft steht uns ins Haus

Die Frage ist nur: wann genau kommt sie und wie heftig wird sie ausfallen? China - der bisher größte Wachstumsmotor der Weltwirtschaft - stemmt sich bereits mit Konjunkturprogrammen dagegen. Nur: Der massive Wohnungsbau sorgt heute schon in einigen Gegenden für leerstehende Wohnungen. Von mehreren Millionen Wohnungen ist selbst in China unter vorgehaltener Hand zu hören.
Letztes Jahr hatte ich vernutet, dass es dieses Jahr eine stärkere Abschwächung geben wird. Ich wäre froh, wenn ich falsch liegen würde...

Deutsche Arroganz und Dummheit

1. Am Beginn der Währungsunion lag der Exportanteil am Bruttosozialprodukt in Deutschland, Frankreich und Italien jeweils bei ca. 25 %.
2. In den ersten 10 Jahren der Währungsunion hat sich Deutschland nicht an das vereinbarte Inflationsziel von 1,9 % gehalten, dass hauptsächlich dadurch erreicht wird, die Lohnstückkosten um 1,9 % + dem Produktivitätswachstum des jeweiligen Landes zu steigern.
3. Folglich hat Deutschland den Franzosen und Italienern durch seine Lohndumpingpolitik Marktanteile geraubt und Arbeitsplätze in Frankreich und Italien vernichtet.
4. Seit einigen Jahren steigern die Franzosen und Italiener durch Lohnzurückhaltung ihre Lohnstückkosten ebenfalls unterhalb des vereinbarten Inflationsziels von 1,9 %, um die Lücke zu Deutschland zu schließen, die aber weiterhin ca. 10 % beträgt.
5. Die schwach steigenden Löhne in Frankreich und Italien sind Gift für die Binnennachfrage, während Deutschland sich weiterhin weigert, die Löhne so zu steigern, um die Lücke zu schließen!

"von DB_EMD

" Kurz: die Italiener selber haben ihre Lage zu verantworten! Nix EU, auch wenn es einigen hier vielleicht nicht in den "Verschwörungskram" passt!"
Ah die Italiener sind selber Schuld das sie arm sind. Der Euro und Deutschland haben damit gar nichts zu tun. Sehr einfache Weltsicht,

"Ich kann mir viele Gründe

"Ich kann mir viele Gründe vorstellen, warum ausgerechnet Italien, samt seiner tollen Regierung, in die Rezession abdriftet. Den Euro würde ich da eher als Gegenmaßnahme denn als Ursache sehen. " Italien war schon vor dem Regierungswechsel in der Krise.

@ Bayerndödel

Nun, hier ist man besorgt über nachlassendes Wirtschaftswachstum. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch in Deutschland zu einer Rezession kommt.

Ja, ja, richtige Hochkonjunktur - für Pessimisten. Danke, das baut uns, die wir jeden Tag unsere Arbeit machen, ungeheuer auf.

"@Theo Hundert. neu 16:34 Sie

"@Theo Hundert. neu 16:34
Sie müssen sich schon entscheiden was Sie wollen. Entweder rutscht die EU in die Rezession oder nicht. Finnland ist Teil der EU, mit Ihrer Behauptung widersrprechen Sie sich also selbst. Wenn man schon gegen die EU ledern will, dann sollte man schon genau schauen wer EU Mitglied ist bevor man sich peinlich macht."

Vielleicht harperts es einfach an Ihrem Textverständnis. Er schrieb die Eu rutscht in eine Rezession außer einigen Staaten denen es gut geht. So Finnland.

@platta

Egal die Schulden dürfen noch etliche nachkommende Generationen zahlen? Oder doch die EU, obwohl nicht an Regeln gehalten? Was meinen Sie? Eine vernünftige Regierung versucht Ballast abzubauen, auch wenn nicht selbst verschuldet bzw. von vorheriger Regierung übernommen.

re platta

"Ah die Italiener sind selber Schuld das sie arm sind."

Die Italiener sind nicht arm. Der Staat ist es.

re smirker

"während Deutschland sich weiterhin weigert, die Löhne so zu steigern, um die Lücke zu schließen!"

Nur zur Erinnerung: Die Löhne in Deutschland werden nicht von der Regierung festgesetzt.

Wenn Sie das mal beherzigen müssten Sie nicht solche Sätze wie den oben zitierten raushauen.

19:27 von platta

Bitte sehen Sie sich einmal die Verschuldungsquote Italiens vor Einführung des Euros an! Und dann erklären Sie uns bitte, wieso der Euro Schuld am italienischen Dilemma sein soll!

Italien hat schon seit Jahren seinen Haushalt nicht mehr im Griff! Und Rentenerhöhungen haben noch nie einem bankrotten Staat geholfen! Geld muss dafür da sein, um Unternehmen Investitionen zu ermöglichen! Höhere Renten fließen dagegen nie zwangsläufig in den eigenen Markt! Schlimmer sogar! Sie werden eher nur gehortet und nicht ausgegeben!

16:00, ex_Bayerndödel

>>Nun, hier ist man besorgt über nachlassendes
Wirtschaftswachstum. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis es auch in Deutschland zu einer Rezession kommt.<<

Der weltwirtschaftliche Konjunkturzyklus hat seinen Höhepunkt überschritten und befindet sich im Abschwung.

Das trifft natürlich diejenigen am stärksten, die schon vorher nicht übermäßig solide aufgestellt waren.

Denn keine Volkswirtschaft dieser Erde ist von der Weltwirtschaft abgekoppelt. Das wäre nur bei wirtschaftlicher Autarkie möglich. Die letzte Regierung in Deutschland, die dies versucht hat, amtierte vor achtzig Jahren.

Deutschland ist der wahre Sünder

Deutschland hat durch seine viel zu niedrigen Lohnabschlüsse, durch die Schaffung eines großen Niedriglohnsektors, durch die Ausweitung von Leiharbeit, Werksverträgen etc. jahrelang gegen die Vorgaben der Währungsunion, ein Inflationsziel von 1,9 % zu erreichen, verstoßen!
Auch der Internationale Währungsfond ermahnt Deutschland seit Jahren seine Löhne stärker zu steigern!
Des Weiteren verstößt Deutschland auch mit dem immensen Leistungsbilanzüberschuss über 6 % des Bruttosozialprodukts seit 2011 gegen die Vereinbarungen der Währungsunion und vernichtet dadurch Arbeitsplätze in Frankreich und Italien!

Am 31. Januar 2019 um 19:42 von KowaIski

"Ja, ja, richtige Hochkonjunktur - für Pessimisten. Danke, das baut uns, die wir jeden Tag unsere Arbeit machen, ungeheuer auf."

Realitätsverweigerung hilft da natürlich sehr. Wie lange wird es noch dauern, bis die nächste Blase platzt?

@karwandler

Zum wiederholten Male:
Der Staat kann durch die Festsetzung eines höheren Mindestlohnes, stärkere Einschränkungen für Leiharbeit und Werksverträge, Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen etc. sehr wohl Druck auf die Löhne nach oben ausüben!
Wenn Sie mir nicht glauben, dann informieren Sie sich bitte bei Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und Volkswirten!

Am 31. Januar 2019 um 19:51 von fathaland slim

"Denn keine Volkswirtschaft dieser Erde ist von der Weltwirtschaft abgekoppelt. Das wäre nur bei wirtschaftlicher Autarkie möglich. Die letzte Regierung in Deutschland, die dies versucht hat, amtierte vor achtzig Jahren."

Wobei man natürlich als exportorientierter Staat wesentlich abhängiger ist, besonders, wenn man lange die Binnennachfrage vernachlässigt, indem die Löhne und Gehälter hinter der Entwicklung der Produktivität hinterherhinken.

@platta 19:43

An meinem Textverständnis hapert es nicht. Seit wann sind die Schweiz und Norwegen EU Mitglieder? Der Forist lag auf jedenfall mit seiner Aussage falsch. Entweder er wollte Norwegen und die Schweiz zu EU Staaten machen oder er wusste nicht, dass Finnland Teil der EU ist. Es ist schlichtweg falsch, dass die EU in eine Rezession rutscht und wenn man nicht mal in der Lage ist EU Staaten und Nicht EU Staaten auseinander zu halten sollte man besser nicht anfangen von der Rezension der EU zu sprechen.

@kowalski

Die Auftragseingänge im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands sinken seit Ende 2017 (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Es gibt in Deutschland einige Volkswirte, die dieses Warnsignal schon früh thematisiert haben, doch wurden deren Stimmen sehr lange nicht gehört!
Das ist kein Pessimismus, sondern ein nüchterner Blick auf die Datenlage!

@ smirker

In den ersten 10 Jahren der Währungsunion hat sich Deutschland nicht an das vereinbarte Inflationsziel von 1,9 % gehalten

Sie scheinen in einer Vorstellung zu leben, wo man sich an eine bestimmte Inflationsrate nur "zu halten" braucht. Das wäre ja toll. Herr Maduro wird diese schöne Vorstellung wehmütig herbeisehnen. Der hat 1,3 Millionen Prozent und niemand hält sich an die frommen Wünsche der sozialistischen Regierung. So was.

Verständnisproblem..?

Völliger Quark ... Italien existiert noch heute und nach wie vor auch morgen..! Und wer hier höchstpolitisch eine Staatsinsolvenz voraussagen möchte, der rechnet nicht mit den Interessen der italienischen (und längst europäisierten) Mafia... die sich m.E. übrigens gar nicht so sehr von den Interessen europäischer Großbanken und davon abhängiger EU-Staaten unterscheiden. Faktum ist, daß solche Staatsstrukturen mehr oder weniger generell gelten, und als Kapitalismusprinzip quasi nicht zu beseitigen sind (siehe ehem. UdSSR und heute).
_
Ein heute noch populärpolitisches Verständnisproblem besteht m.E. darin, daß manche Altlinke noch nicht verstanden haben, daß "Rechts" und "Links" im Grunde gleiche, sozial gesunde Sozialstaatsstrukturen anstreben... was aber von Altlinken gerne noch als "Querfrontdenken" verunglimpft wird... die allerdings besser eine sich wandelnde, globale Welt sehen sollten... mit durchaus auch sozialen Verbesserungen allgemein - und durchaus auch punktuell.

@ smirker

Das ist kein Pessimismus, sondern ein nüchterner Blick auf die Datenlage!

Die Fakten sind mir bekannt. Nur die Schadenfreude mancher Foristen darüber kann ich nicht nachvollziehen.

Des einen Leid, des anderen ...

@ Theodortugendreich:
Dann wird bei nullzins, gebaut und gekauft was nie hätte angeschafft werden dürfen, ...

Tja, ich habe gebaut, was hätte angeschafft werden dürfen, ein Haus, das meiner Familie ein tolles Zuhause bietet. Wir zahlen heute andenehm niedrige Zinsen und keine Miete. Hohe Zinsen sind eine unfaire Form der Enteignung von Häuslebauer zu Gunsten von Kapitaleigentümern.

@ smirker

... während Deutschland sich weiterhin weigert, die Löhne so zu steigern, um die Lücke zu schließen!

Ich weiß nicht aus welchem Wirtschaftssystem Sie kommen, aber hierzulande werden Löhne zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ausgehandelt und am Tisch bei Tarifverhandlungen sitzt gewiss nicht "Deutschland". Wenn ich es mir recht überlege, sitzen vermutlich auf beiden Seiten mehrheitlich "Deutsche" und verhandeln.
Der Sinn Ihrer Aussage erschließt sich mir nicht.

@karwandler

Von wem wird der Mindestlohn festgesetzt? Es kann natürlich sein das Sie einen Hungerlohn nicht als Lohn bezeichnen. Dann stimmt Ihre Aussage natürlich.

@kowalski

Prof. Flassbeck und sein Team haben empirisch den Zusammenhang zwischen steigenden Lohnstückkosten und der Inflationsrate bei den meisten Industrienationen während der letzten 40 Jahre aufgezeigt!
Oder wodurch wollen Sie die unterschiedlichen Inflationsraten der Länder der Eurozone erklären, die doch noch alle dieselbe Währung haben!?
Venezuela steckt in einer Krise, in der die Preise aufgrund eines mangelnden Angebotes an Lebensmitteln, Medikamenten, etc. nach oben schießen! Diese Situation haben wir in der Eurozone noch nicht!

20:17, Zwicke

>>Ein heute noch populärpolitisches Verständnisproblem besteht m.E. darin, daß manche Altlinke noch nicht verstanden haben, daß "Rechts" und "Links" im Grunde gleiche, sozial gesunde Sozialstaatsstrukturen anstreben... was aber von Altlinken gerne noch als "Querfrontdenken" verunglimpft wird... die allerdings besser eine sich wandelnde, globale Welt sehen sollten... mit durchaus auch sozialen Verbesserungen allgemein - und durchaus auch punktuell.<<

Ja, das ist Querfrontdenke in Reinkultur. Ein sehr alter Ansatz, der auf die frühen 20er Jahre zurückgeht. Das Nationale mit dem Sozialen verbinden.

Sage ich als unverbesserlicher Altlinker. Betonung auf Linker.

@ Bayerndödel

wenn man lange die Binnennachfrage vernachlässigt, indem die Löhne und Gehälter hinter der Entwicklung der Produktivität hinterherhinken.

Echt schade nur, dass die Rechtspopulisten mit ihrer auf Pump finanzierten Binnennachfrage auch nicht gerade der Renner sind.

@kowalski

Wenn sich ein Land wie Deutschland so arrogant gegenüber seinen Nachbarn verhält, darf man sich nicht wundern, wenn dann Schadenfreude auftritt, sobald es in diesem Land auch abwärts geht! Ein algerischer Schriftsteller, dessen Name ich nicht mehr weiß, zeigte sich bei einer Europareise verwundert, über den Wunsch, Deutschland fallen zu sehen! Mich wundert dieser Wunsch nicht!
Zur Steigerung der Löhne durch politischen Druck verweise ich auf meine Antwort an karwandler!

Schwache Wirtschaftsdaten für populäre Politik

Na wird sich die populistische Regierung langsam Sorgen machen. Da müssen sie ja hoffen, dass die Konjunktur rechtzeitig vor der nächsten Wahl wieder anzieht. Das Volk verzeiht keine Erfolglosigkeit, auch wenn sie mit noch so populären Absichten daher kommt.

@fathaland slim

Da wir von einer europäischen, geschweige denn weltweiten Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung, etc. noch meilenweit entfernt sind, wird das Soziale mit dem Nationalen auf absehbare Zeit verbunden bleiben!

Euroskepsis?

@ Bernd Kevesligeti:
Hat es was mit der Eurozone zu tun, ...

Wohl kaum.

Am 31. Januar 2019 um 20:46 von KowaIski

"Echt schade nur, dass die Rechtspopulisten mit ihrer auf Pump finanzierten Binnennachfrage auch nicht gerade der Renner sind."

Wie lange sind denn nun diese Rechtspopulisten an der Macht? Wirtschaftliche Entwicklung ist langfristig.

@ smirker

Wenn Sie Flassbeck wirklich gelesen hätten, wüssten Sie, dass die Lohnstückkosten lediglich ein Faktor unter vielen sind, die die Inflation beeinflussen. Seit Einführung des Euro sind z.B in Deutschland die Lohnstückkosten gestiegen, die Inflation jedoch gesunken (im langfristigen Mittel sogar unter 2%).

@ smirker

Oder wodurch wollen Sie die unterschiedlichen Inflationsraten der Länder der Eurozone erklären, die doch noch alle dieselbe Währung haben!?

Haben Sie erwartet, dass die selbe Währung auch die selbe Inflation garantiert?

Am 31. Januar 2019 um 20:19 von KowaIski

"Die Fakten sind mir bekannt. Nur die Schadenfreude mancher Foristen darüber kann ich nicht nachvollziehen."

Wo finden Sie im Aufzählen von Tatsachen Schadenfreude? Diese merkwürdige Schlussfolgerung sollten Sie vielleicht erklären.

Vernünftige Konkurrenz

@ Bernd Kevesligeti:
Hat es was mit der Eurozone zu tun,herunterkonkurrieren ?

Was sollte konkurrieren mit herunter zu tun haben? Was bedeutet das?

@ smirker 20.00h - dumm, wenn man immer Klassenbester ist

..............des Weiteren verstößt Deutschland auch mit dem immensen Leistungsbilanzüberschuss über 6 % des Bruttosozialprodukts seit 2011 gegen die Vereinbarungen der Währungsunion und vernichtet dadurch Arbeitsplätze in Frankreich und Italien!...............

Wir sollen also Löhne verdoppeln, weniger Forschung betreiben, um nicht Klassenbester am Markt zu sein, der ausländ. Konkurrenz in Handel, Gewerbe u. Industrie den Vortritt lassen und die Inflation künstlich hochtreiben?

Halten Sie das für realistisch?

Und was passiert, wenn unser Überschuss irgendwann ins Negative rutscht? Löhne halbieren, Exporte subventionieren etc. etc. , um da wieder rauszukommen??

Oder wie sieht Ihr Rezept aus?

Welch irrsinnige Politik!

Entgegen jeder Vernunft!
Die aktuelle italinienische Regierung will doch tatsächlich das Renteneintrittsalter heruntersetzen, statt es wegen der höheren Lebenserwartung höher zu setzen, wie alle anderen Länder.
Da kann man nur den Kopf schütteln.
Und man versteht die ablehnende Reaktion der Investoren.
Wer will sein Geld einem Land mit so einer abstrusen Politik anvertrauen?

@ Kowalski

Welche Schadenfreude sehen Sie denn darin, wenn die Kommentatoren auch Deutschland eine Rezession wünschen? Das ist doch bestenfalls eine ganz milde Form von Whataboutism.

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