Ihre Meinung zu: Interview mit Guaidó: "Wir leben in einer Diktatur"

29. Januar 2019 - 10:59 Uhr

Venezuela sei einem Machtwechsel näher als je zuvor, sagt Venezuelas selbst ernannter Interimspräsident Guaidó im ARD-Interview. Seine Ernennung zum Interimspräsidenten sei mit den USA abgestimmt. Von Anne-Katrin Mellmann.

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Kommentare

Boltons Memo - 5000 Marines nach Kolumbien

So konnten PK- teilnehmende Journalisten und Fotografen handgeschriebenen Vermerke
vom gelben Zettel ablesen.
Das Kartell und die Ölquellen müssen gesichert werden :-)

5000 US-Soldaten nach Kolumbien

Wie ist denn die Meinung zu der von
"Bild" gezeigten Notiz des Sicherheitsberaters
John Bolton?

Interview mit Guaido:"Wir leben in einer Dikt....

In welcher Realität er lebt,daß ist die Frage.So richtig scheint es ja nicht zu klappen.Auch hat er noch keine "Minister" ernannt.Deshalb fordert er die Armee zum Putsch auf.Aber ob sich ein venezuelanischer Pinochet finden läßt ?
Dann seine "Sorge" um Dialysepatienten:Aber wer blockiert denn die Einfuhr notwendiger Medikamente ?
Aber auf mehr Geld kann er sich freuen:Die USA haben die faktische Enteignung der PDSVA-Tochter Citgo in den USA angekündigt.Die Einnahmen sollen dann an ihn gehen.

lol, wirklich??

Eine weitere USA-Marionette legitimiert sich in einem fernen Land damit dass seine Präsidentschaft mit den USA "abgestimmt" sei? Haben wir heute schon den 1. April?

Die USA sollen sich raushalten!

Auch wenn die Lebensumstände für die meisten Venezolaner mit Sicherheit katastrophal sind, sollen sich die USA bitte, bitte raushalten!
Sie haben die Staaten Südamerikas in der Vergangenheit als ihren Hinterhof behandelt, viel Leid und Unheil über die Menschen gebracht, Diktatoren an die Macht geputscht - s. Chile -, den Kontinent ausgeplündert und die Arbeitskräfte mit kriminellen Mitteln ausgebeutet.
Für jeden politischen Führer des Landes ist es eine Negativkarte wenn er auf die USA setzt.

Wir sollten daraus lernen

Egal, was für ein politisches Konstrukt eines Tages für Deutschland entstehen kann - entstehen darf es immer nur mit Zustimmung der USA. Was die Amis mit Venezuela machen, ist nichts anderes, als die damals harsch kritisierte Machtübernahme der Russen 1968 in der CSSR. Denen passte Dubcek nicht, also musste er weg. Den Amis passt Maduro nicht, also muss er weg. Das angeblich notleidende Volk wird wie immer bei solchen Regime-Changes vorgeschoben, es interessiert die USA überhaupt nicht.

Stellen sich Fragen

"Wir leben in einer Diktatur"

" Venezuela sei einem Machtwechsel näher als je zuvor, sagt Venezuelas selbsternannter Interimspräsident Guaidó im ARD-Interview. Seine Ernennung zum Interimspräsidenten sei mit den USA abgestimmt. "

Zwei Dinge passen nicht so richtig, macht Er dann etwas besser als die Vorgänger, oder macht Er sich auch die Taschen voll.
Selbsternannter Interimspräsident und Abstimmung mit den USA, sich selber ernennen gab schon in mehreren Ländern, das Staaten und Personen sich mit den USA abstimmen, ist auch nicht gerade Neu.
Und wurde vorher immer mit den Geheimdiensten gut vorbereitet, Beispiele sind ja vorhanden.
Gründe dafür sind Vielfältig.
Nur ging es bislang keinem der Staaten besser, nach dem Regime change der von außen befeuert wurde.
Meist ist Land dann kaputt, und Kapital und Firmen holen sich die Sahnetorten, für den Bürger bleibt am Ende auch nicht mehr.
Oder gab oder gibt es ein Land wo das anders abgelaufen ist ?.

Hinterhof

... „mit den USA abgestimmt“, mit der Formulierung ist alles geklärt. Nein, die Wirtschaftspolitik des Chávez und Maduro ist nicht toll, deshalb ein Teil des Chaos, wer den anderen Teil vorantreibt, das lässt sich erahnen und durch das Säbelrasseln des großen Bruder im Norden erahnen. Chile 73 lässt ggf. grüßen...

"75 bis 80 % der Soldaten leben

wie der Rest der Bevölkerung: mit Hunger, Verzweiflung, der Lohn reicht nicht, um ihre Familien zu ernähren
.
aber offensichtlich reicht die "Verzweiflung" nicht aus, aktiv was dagegen zu tun
und es wäre doch von Vorteil die Venezuelaner tun was, statt das Ausland

Selbsternennung mit den USA abgestimmt

Das bedeutet wohl, dass die wahre Regierungsgewalt bei den USA liegt, und diese weltweit bestimmen, wer rechtmäßig ein Amt bekleidet. So also funktioniert Demokratie made in USA!

mit den USA abgestimmt

Seine Ernennung sei mit den USA abgestimmt, das bedarf ja eigentlich keines weiteren Kommentars, wie die westliche "Wertegemeinschaft" zur Demokratie steht!

Venezuela ist längst eine Militärdiktatur

Die Venezolaner haben sich 2015 in den wohl letzten freien Wahlen für einen Wechsel entschieden, indem sie eine Nationalversammlung wählten, in der die Opposition das Sagen hatte. Maduro ließ sie aber außer Kraft setzen. Später verweigerte er dem Volk sogar noch ein Referendum über seinen Verbleib im Amt. Das war ein demokratisches Mittel, das sein demokratische Vorgänger Hugo Chávez hatte extra in die Verfassung schreiben lassen.

Maduro hat in den vergangenen Jahren stets von einem „Wirtschaftskrieg“ der Bourgeoisie und der Imperialisten gegen das das Volk von Venezuela gesprochen, sein Regime und dessen Generäle bedienten sich aber schamlos an den Reichtümern des Landes, und ließen die Ölindustrie verrotten. Die mit Privilegien überhäuften Generäle sind heute Maduros letzter Machtgarant. Venezuela ist längst eine Militärdiktatur, noch nicht ganz vergleichbar mit dem Regime von Pinochet in Chile, aber auf dem besten Weg dahin.

Ein sich selbsternanntes ...

... Staatsoberhaupt mit Namen Guaido und von US-Gnaden finanziert und gepuscht stellt für mich das Paradebeispiel eines Diktators dar.
So werden heute Diktaturen gemacht.
Regime-Change von außen befeuert und gesteuert und immer mit einunddenselben vorneweg - dem US-Imperium.

Die Einseitigkeit der Venezuela-Berichtersattung erschüttert

Das kann die tagesschau eigentich besser.

Die Legitimität dieses "selbsternannten" Präsidenten ist doch mehr als fragwürdig. Wäre das nicht mal was für den Faktenfinder, diesen vielzititerten Verfassungspragraphen 233 unter die Lupe zu nehmen? Das er es einem Menschen erlaubt, sich selbst zum Präsidenten zu ernennen, das bezweifel ich sehr.

Kein Wort liest man hier darüber, dass die wirtschaftliche Krise eben auch von der Opposition und Unternehmerklasse verursacht wird. Die Supermarktregale könnten gefüllt sein, aber die Unternehmer wollen die Bevölkerung zur Revolte anstacheln durch Untervesorgung.

Außerdem gehört auch zu Wahrheit, dass immer noch ein großer Teil der ärmeren Bevölkerung Maduro und die Chavisten unterstützt. Die Behauptung, die hätten nur das Militär auf seiner Seite ist schlicht falsch.

Das soll nicht heißen, es gäbe nicht viel zu kritisieren an Maduro, einer repressiven Regierung und mafiöser Wirtschaft.

Aber bitte so einseitig Putschisten unterstützen!

Karabass meint:

Eine Diktatur muß nicht zwingend die schlechteste Form der Regierung sein. Wenn einer es "mit den USA abstimmt" ist es klarer Verrat an eigenem Land.

Unausgewogene Berichterstattung

Ich wünsche mir, dass nicht nur Tweets und Interviews von Guaidó und dessen Perspektive berichtet werden sondern auch der anderen Seite, des Maduro-Lagers, der restlichen Opposition, die teilweise gegen Guaidó ist, derjenigen Staaten in der Region, die sich - etwa im Rahmen der Organisation amerikanischer Staaten - der US-Politik verweigern. Bislang alles Fehlanzeige!

Medien machen auch Politik

und mischen sich in die inneren Angelegenheiten anderer Völker ein. Hier wieder ein brisantes Volk, dass sich aus der Umklammerung des ehemaligen Kolonialherren gelöst hatte. Das muß im Sinne der herrschenden Klasse wieder rückgängig gemacht werden. Neutralität wäre angebracht auch seitens der Medien, weil man sonst den Eindruck hat, hier ist eine kleine herrschende Minderheit dabei, ihre Politik durchzusetzen. Wo käme man denn hin, wenn jeder Staat sich soziale System Strukturen verordnet. Die Menschen mit Anstand und Vernunft haben inzwischen ein Gespür was in Süd-Amerika abläuft. Neo-Kolonialismus der feinsten Art wohl nicht. Was mischt sich Europa in die inneren Angelegenheiten von Ländern ein und stellt Ultimaten, die sich gegen die Interessen des Volkes stellen. Dem Volk, den Indigenen gehört nichts ! sagte der Herr, ist natürlich auch eine Ideologie die durch Europäer in der Welt verbreitet wurde.

Unverständnis

Für was brauchen wir demokratische Wahlen, wenn sich die großen Mächte ihre Präsidenten selbst "backen" können?
Immer wenn den USA, den Deutschen, den Franzosen ein Kandidat nicht passt, werden eben Sanktionen ausgerufen. Das nennt sich dann geförderte, politische Demokratie.
Bleibt noch die Frage, warum stützt man im Gegenzug solche selbsternannte Möchtegern Scheichs wie es ein Herr Erdogan darstellt. Warum stützt man undemokratische Regime wie Saudi Arabien? Ist das die Demokratie die uns unsere Regierung tagtäglich predigt? Toleranz und Verständnis für alles und jeden? Nur die großen brauchen sich nicht daran halten. Trockenes Brot predigen und selbst im Champagner baden

So.

Und nun bitte noch ein Interview mit dem "Diktator".

Damit nicht etwa der Vorwurf der einseitigen, unausgewogenen Berichterstattung aufkommt.

Danke.

Venezuelas Probleme...

...wurden und werden durch US Sanktionen verursacht um einen Putsch der aktuellen Regierung rechtfertigen zu können, da ist es nicht weit entfernt dass der „Interimspräsident“ von den USA gefördert wurde, die restliche Opposition wurde nicht gefragt und dennoch beteiligen sich so viele westliche demokratische länder am Vorhaben die aktuelle Regierung zu stürzen, das wird leider in einem blutbad enden wenn das Volk nichts dagegen unternimmt... Guaidó hat kaum Rückendeckung beim Volk und auch nicht beim Militär, ich denke die Waffen werden schon aus den USA Richtung Venezuela befördert um das ganze noch zusätzlich mit Gewalt voranzutreiben und es ist den Beteiligten egal ob das Land in eine noch tiefere Krise oder einem Bürgerkrieg getrieben wird... einfach schrecklich...

Irgendwie kommt einen

das doch sehr bekannt vor.Die gleiche vorgehensweiße wie damals in Chile.Nur das hier das Militär noch nicht so mit spielt.
Sagt alles aus über die USA.

"Wir leben in einer Diktatur"

sagt Guaidó. Wenn das so wäre (z.B. in Ägypten oder Saudi-Arabien), wäre er schon längst im Gefängnis verschwunden und gefoltert worden.

Aber vielleicht findet sich ja ein Pinochet, der macht das dann schon, auch ganz im Sinne Washingtons - mit einer Militärjunta.

Marionette

Er gibt es sogar offen zu eine US Marionette zu sein. Dieser Mann ist eine große Gefahr für die Souveränität Venezuelas. Marduro hat als Präsident versagt und wirtschaftspolitische Fehler gemacht. Dieser Typ ist aber mit Sicherheit nicht die Lösung für die Probleme des Landes. Man sollte in Richtung Ukraine und Brasilien schauen, wie sich die Situation für die Bevölkerung verändert nachdem eine von den USA eingesetzte Regierung übernommenen hat. Ich hoffe die Venezuelaner machen nicht den selben Fehler.

10:19 von Al Ternativ

>>> Das angeblich notleidende Volk wird wie immer bei solchen Regime-Changes vorgeschoben, es interessiert die USA überhaupt nicht.<<<

Das notleidende Volk ist auch ein Ergebnis der amerikanischen Sanktionen.

@Bernd Kevesligeti - Enteignung PDSVA-Tochter Citgo in den USA

Dann sitzt aber Präsident Trump in der Zwickmühle.
Weil er nach seinem Wahlsieg eine großzügige Wahlkampfspende von 500.000$ bekam.

...auf dem richtigen Weg

Guaido hat als gewählter Parlamentspräsident alles richtig gemacht. Die sozialstischen Experimente in Kuba, Nicaragua und Venezuela haben nur Leiden für die Menschen bedeutet, ihre jeweiligen Leader waren und sind autoritäre Unterdrücker. Dass die USA Guaido unterstützen ist verständlich. Russland und China sind weit weg vom amerikanischen Kontinent und sollten sich da raushalten, auch wenn sie jetzt Angst um ihre investierten Milliarden haben dürften.

Diktatoren an die Macht geputscht, immer das selbe...

Die USA. kann es einfach nicht lassen, von daher soll diese auch die nötigen 4Miliarden an UNICEF zahlen, schließlich ist die USA. mitverantwortlich für das Elend dieser Welt...
Und warum muss immer der Westen die Fehler solcher Größenwahnsinnigen ausbaden...
Die Waffenproduktion sollte auch komplett eingestellt und der Verkauf erst recht, ansonsten machen wir uns mitschuldig...

@Sisyphos3

""Verzweiflung" nicht aus, aktiv was dagegen zu tun" Am 29. Januar 2019 um 10:21 von Sisyphos3

Meiner Schätzung nach ist es den Leuten dort offensichtlich egal, wegen wem sie nun hungern oder verzweifelt sind.
Ich denke, dass sie den einen für kein bisschen besser halten, als den anderen Möchte-gerne-Anführer, sonst hätte sich schon was getan.

CIA lässt Grüßen

Es ist doch klar dass die USA nicht tatenlos zusehen, wie das Land mit den größten Ölreserven der Welt, noch dazu direkt vor der Haustüre Amerikas, verkommt!

Es lebe die gesteuerte Demokratie!

Dem mit den USA "abgestimmten" Kandidaten, wird es nun endlich gelingen (in dem die USA IHM die Gelder geben, die sie, frech wie immer, einfach einbehalten wegen "Sanktionen") dem hungernden Volk etwas zu Essen zu geben.

Im Gegenzug erhält die USA den Zugang zu den Ölreserven.

Da kann die Bevölkerung Venezuelas schon mal hungern, damit das Leid des Volkes auch groß genug wird für einen Regimechange.

Die USA lassen ja selbst Ihre eigenen Beamten wegen dem "Shutdown" leiden, damit sie Ihre politischen Ziele erreichen.

Es lebe der Rechststaat und die Demokratie!

Warum?

Ich Frage mich jetzt langsam warum der Mann noch nicht verhaftet ist und wegen Rebellion und Hochverrat angeklagt wird. Da ist man in Spanien und den Katalanen nicht so zimperlich.

@ wolf 666

Sie vergessen nur etwas Entscheidendes: Im Gegensatz zu Maduro kann sich der "Diktator" Guaido auf ein demokratisches Mandat stützen, nämlich das frei vom venezolanischen Volk gewählte Parlament, das Maduro einfach kurzerhand ausgeschaltet hat, weil ihm die dortigen Mehrheiten nicht passten!

"So werden heute Diktaturen gemacht.
Regime-Change von außen befeuert und gesteuert und immer mit einunddenselben vorneweg - dem US-Imperium."

Womit dann auch wieder alle Anti-USA-Klischees bedient wären! Sie haben Recht: Wir belassen alles beim Alten in Venezuela . . . dann geht's der Bevölkerung bestimmt besser und weiter aufwärts mit dem Land!

@Bote_Laber_Rababer -Das tägliche Tagesschau Bashing läßt Grüßen

Journalisten können nur das übermitteln
was geschieht und auch ausgesprochen wird.

Ihr Vorwurf einseitig Putschisten zu unterstützen ist aus den Reich der Fake-News.

Desgleichen ist es bei alle Populisten,egal ob Pigidas , Gelbwesten usw.
Wenn von Journalisten fragen , so kommen drohungen und Lügenpresse Ausrufe
anstelle von Kommunikation zustande.

Diktatur ist für wen gut?

10:44 von karabass
Also sie halten Maduro und seine Entourage für eine "nicht zwingend" schlechte Regierungsform. Wenn aber bis jetzt 4 Mio. Venezulaner ihr Land verlassen haben, die Menschen hungern und eine unfassbare Inflation das verdiente Geld zunichte macht, dann halten sie das für gut. Wo leben sie? Es reicht nicht, das Mantra " USA" zu anzuführen....das System Maduro ist für mich überhaupt kein Regierungssystem.

Auf Venezuela lastet der „Fluch des Öls“

Als Chávez 1998 an die Macht kam, alimentierte er zunächst in großem Stil die Armen, er schafte es aber nicht den Reichtum für nachhaltige Investitionen zu nutzen. Wohl und Wehe des Landes waren damit untrennbar den Launen des Weltölmarkts ausgeliefert, der von durchschnittlich knapp 110$ auf nur noch 40$ Dollar gefallen ist, bei Chávez’ Amtsantritt 1999 lag er allerdings nur bei knapp 10$, .

Was Chávez aufbaute, war ein gleichgeschaltetes politisches System mit einem nach kubanischen Blaupausen konstruierten Unterdrückungsapparat und Maduro hat durch Enteignungen vieler Firmen das Werk vollendet.

In keinem Land der Welt ist auch die Abhängigkeit der gesamten Volkswirtschaft vom Ölexport so groß wie in Venezuela, er steht für 95% aller Ausfuhren. Anders gesagt, die venezolanische Wirtschaft bringt nach knapp zwei Jahrzehnten real existierendem Sozialismus unter Maduro im Großen und Ganzen nichts anderes mehr zustande, als Rohöl zu verkaufen, andere Branchen ließ man verkümmern.

"Diktatur" ließe sich auch umschreiben mit "Plutokratie"

"Wir leben in einer Diktatur"

Das stimmt. Und zwar der des Geldes.

Und das nicht nur in Venezuela.

Zitat bolton...

... gegenüber Fox-news: "Für die Vereinigten Staaten wird es einen großen wirtschaftlichen Unterschied machen, wenn US-amerikanische Ölmultis in Venezuela investieren und die Ölkapazitäten ausbauen können."

Die Absichten der USA sind mehr als klar nachdem Chávez die ölunternehmen verstaatlicht hatte: ein us-freundlicher Diktator muss her der dem Volk nimmt was vorherige Regierungen zugunsten des Volkes bestimmt haben und durch Sanktionen zeigen wollten dass man das nicht hinnehmen kann wenn us Ölfirmen das Land nicht ausbeuten können wie sie es für richtig halten: billigere Preise durch Privatisierung und damit am venezolanischen Volk vorbei...

@Laber_Rabarber 10:30

""Die Legitimität dieses "selbsternannten" Präsidenten ist doch mehr als fragwürdig. Wäre das nicht mal was für den Faktenfinder, diesen vielzititerten Verfassungspragraphen 233 unter die Lupe zu nehmen? Das er es einem Menschen erlaubt, sich selbst zum Präsidenten zu ernennen, das bezweifel ich sehr.""

Diesen Vorschlag kann ich nur unterstützen! Nach meinen Informationen wird - erstens - §233 nur dann wirksam, wenn der gewählte Präsident sein Amt nicht mehr ausüben kann (Tod, Krankheit, verschollen usw.), was ganz offenbar nicht der Fall ist. Zweitens würde dann nicht der Parlamentspräsident (hier Guaido) die Geschäfte übernehmen, sondern ein anderer ihm übergeordenter Amtsinhaber (ich glaube es ist der Vizepräsident).

Der ist nicht kosher

ferngesteuert offensichtlich. Kein Wunder, daß in Caracas hunderttausende Pro Maduro auf die Strasse gehen. Eine Marionette will Niemand. Zeigt doch mal ein paar Bilder von diesen Demos. Dann kann man darüber diskutieren ob das angeordnet ist oder was auch immer. So ist es natürlich wieder alles sehr einseitig und unglaubwürdig.

Endlich

Lange überfälliger Schritt den Diktator zu stürzen. Das Land, was meine 3. Heimat ist wurde durch die Maduro und Chavez Verbrecher Clans in die 3. Welt befördert und die Bevölkerung ist heute trotz Öl und Bodenschätzen, trotz idealer Bedingungen für Landwirtschaft und Tourismus und trotz guter Ausbildung ärmer als Haiti. Nach 20 Jahren eines fehlgeschlagenen Sozialismus besteht nun endlich wieder Hoffnung für Venezuela. Danke an alle Unterstützer der venezolanischen Bevölkerung.

Pro Amerika

Pro amerikanische Berichterstattung vom feinsten. Machtenthebung alla Iran scheint ja bald bevorzustehen und am Ende wundert man sich dann, dass sich die Bevölkerung an einen Extremisten wendet.
Also ein wenig mehr Vielfalt in der deutschen Berichterstattung wäre doch angebracht.

Venezuela

Die einseitige Berichterstattung, von einigen Vor'redner' treffend erwähnt, ist offensichtlich Staatsdoktrin in diesem, unseren Land, "in dem alle gut und gerne leben". Freie, d. h. unabhängige Medien die sachlich und neutral berichten, auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen: Fehlanzeige!
Allen voran im vorauseilenden Gehorsam die öffentlich-rechtlichen.
Dies leider nicht nur in punkto Venezuela sondern generell wenn es 'unserem' Demokratie-/ Politikverständnis widerspricht. Neutral berichten, alle Seiten beleuchten heißt nicht, dass man die vorgebrachten Argumente, Meinungen teilt und/ oder unterstützt. Über sie sollte dennoch berichtet werden, damit der interessierte Bürger sich ein Bild machen, eine Meinung bilden kann. Das wäre Journalismus, eine unabhängige Medienlandschaft. In Deutschland anscheinend nicht erwünscht.
Man resigniert.
Karlpeter Ahrens
Kapitän i.R.

"...Seine Ernennung zum

"...Seine Ernennung zum Interimspräsidenten sei mit den USA abgestimmt."
Aha, sehr aufschlussreich, diese Aussage! Damit sehe ich meine Vermutung, dass das ganze Theater schon seit Javes nur von den Amis initiiert wurde, die in ihrer typisch imperialisten Art bis heute versucht haben an das Öl und die anderen Bodenschätze heran zu kommen. Das zeigt doch, dass dieses Land also immer noch eine Bananenrepublik der Amis geblieben ist und wenn man sich an die Aufstände in den Mittel- und südamerikanischen Staaten erinnert, die immer von amerikanischen, als Fruitcompagnien getarnten, Geheimdiensten initiiert waren, sieht das alles wie ein neuer Aufguss des ganzen aus. Dass dazu die Russen auch schon gebellt haben und die Chinesen bestimmt da auch schon herumschleichen, wird zeigen, dass für die Amis immer noch und unbedingt die Monroe Doktrien gelten werden und größere Reibereien unter den 'drei Großmächten anstehen könnten.

Und da gibt es Leute

in unserem Land, die Schwierigkeiten mit der Ukraine / Krim haben...
Das "zweierlei Maß" nehmen muss wohl Kultur sein.
Ansonsten glaube ich an Schizophrenie.
Wobei Venezuela mit Sicherheit keine Enge Verbindung zu den USA aufweist(e).

Wir verschleudern unsere Werte, wie es den Machthabern gerade gefällt!

Maduro gehört wahrscheinlich nicht an die Macht...
aber das können die Venezolaner selbst bestimmen / wählen. Eine weitere Marionette der USA brauchen die Bürger sicher nicht!
Bolivien macht vor, wie man die eigene (vor allem indigene) Bevölkerung schützt und zukunftsträchtig bildet.

Das autokratische Gehabe von Herrn Maduro und seiner Vasallen führte bekanntlich zu einer Währungs-, Wirtschafts- und extremen Versorgungskrise in Venezuela. Mehr als 3 Mio. Venezolanerinnen und Venezolaner, etwa 10 % der Gesamtbevölkerung (!), haben daher zwischenzeitlich dauerhaft ihr Heimatland verlassen und sehen nun einer ungewissen Zukunft entgegen. Auch nach Europa (Spanien) gelangten Zehntausende Flüchtlinge.
Abseits aller schönen und engagierten Debatten, welche Großmacht und welche Großkapitalisten nun welche sinistren Pläne verfolgen, allein das Leid der Bevölkerung Venezuelas und die Risiken einer (weiteren) Destabilisierung der ganzen Region sollten Anlass sein zu einer robusten und international abgestimmten Intervention. Das Regime von Herrn Maduro hat faktisch abgewirtschaftet und seine Unfähigkeit bewiesen. Ein Wiederaufbau und eine Stabilisierung erscheinen mit einer neuen Regierung möglich, eine Regierung, die rasch demokratisch legitimiert werden kann.

Die USA sollten die illegalen Sanktionen beenden.

Es gibt immerhin völkerrechtliche Verpflichtungen, wie z.B. die Charta der UNO oder einen auch von den USA unterzeichneten WTO-Vertrag.

Mit welchem Recht blockieren die USA 7 Milliarden des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA?

Mit welchem Recht weigert sich GB, die von Hugo Chavez mit den Ölverkäufen angelegten relativ hohen Goldreserven an Venezuela zurückzugeben?

Das ist ja alles schön und gut

Herr Guaidó ist trotzdem ein Usurpator, auch wenn er Akklamationen aus USA und EU erhält. Libyen sollte ein abschreckendes Beispiel aus jüngster Zeit dafür sein, dass „Demokratie“ nicht von außen erzwungen werden kann. Wie sieht es außerdem mit dem Stand der Demokratie in Saudi-Arabien aus? Folgt jetzt das Ultimatum der Bundesregierung die ein Ende willkürlicher Todesurteile im Wüstenstaat fordert ? Mitnichten. SIEMENS baut dort Infrastruktur auf, Deutschland liefert sogar Waffen. Der internationale Druck des „Westens“ auf Maduro entpuppt sich erneut als geopolitisch motiviert. Ansonsten hätte Deutschland die Beziehungen zu China nach 1989 abbrechen müssen. Stattdessen wurden sie intensiviert, viele deutsche Konzerne, darunter SIEMENS, lassen dort gar produzieren. Interessant ist nur, dass sich die Türkei aus dem westlichen Lager offenbar verabschiedet hat und wohl nur noch pro forma in der NATO ist.

Elendsbejubler

Es ist ärgerlich, wie viele Foristen lieber das venezolanische Volk im Elend sehen, als eine neue Regierung dort, die diesen Zuständen Abhilfe schafft, bloß weil diese aus den USA unterstützt würde. Was für ein schäbiger und peinlicher Antiamerikanismus. Alles nach der Devise, der Sozialismus ist toll und wenn die Realität nicht damit in Übereinstimmung zu bringen ist, dann ist nicht etwa die Theorie falsch sondern die Realität.

Freie Presse?

Seit geraumer Zeit verfolge ich die Berichterstattung unserer Journalisten über den Machtkampf in Venezuela. Es ist sehr Augenscheinlich das die Journaille den Pfad der Neutralität der Medien vollkommen verlassen hat. Es wird punktuell sehr einseitig berichtet. Es fehlt das Hinterfragen des Ganzen. Es fehlt an eigenen Recherchen. Es werden nur noch auf die Schnelle zusammengeschnittene Berichte verfasst. Es werden unkontrollierte Texte von anderen Medien übernommen. Niemand der sich getraut gegen den politischen Strom der USA, der EU zu schreiben. Es fehlen Journalisten die auch einmal unangenehme, zur einen freien Diskussion hinwirkende Fragen in den Raum stellen.
Mit einem Satz gesagt, wir haben in Deutschland keine wirkliche freie Berichterstattung mehr. Es handelt sich hierbei eher um Vorgaben der Politik oder persönliche Meinungen, die uns immer wieder als Tatsachen verkauft werden.

Seit 2014 haben fast 2,5 Mio Venezolaner ihr Land verlassen

Zu Fuß und mit leeren Händen überqueren die Flüchtlinge die Grenzen zu den Nachbarländern Kolumbien und Brasilien. Sie laufen weg vor Hunger und Krankheit, kommen aber oft in einer anderen Armut wieder an.

1999 galten 45% der Bevölkerung als arm, heute sind es mehr als 70%, und das trotz milliardenschwerer Sozialprogramme, die mit blumigen Namen und großzügig bemessenen Budgets Chávez und Maduro jahrelang Macht und Wählerstimmen gesichert haben. Gleichzeitig ist aber viel Geld in dunkle Kanäle geleitet worden, vor allem zu den Bonzen in Partei und den Militärs, zur Absicherung der Macht.

Lenin hat zum XI. Parteitag 1922 das Problem benannt: „Die Sache ist die, dass der verantwortliche Kommunist es nicht versteht, Handel zu treiben, weil er nicht vom Fach ist, weil er nicht das gelernt hat und nicht lernen will und nicht begreift, dass er mit dem ABC anfangen muss.“

Sein Aussage war verbunden mit der Einführung der NEP, eines wirtschaftspolitisch marktwirtschaftlichen Konzepts.

Schön wirds werden!

... mindestens so schön, wie durch das Eingreifen der CIA in Guatemala 1953, Britisch-Guayana 1964, in Brasilien 1984, in der Dominikanische Republik 1963, in Chile 1973, in Grenada 1983, in Panama 1989, in El Salvador 1980-92.
Die Diktaturen der 70er/80er in Argentinien, Uruguay, Paraguay, Chile, Bolivien, Peru und Brasilien wurden von den USA dagegen in vielfältiger Weise unterstützt.

Darstellung: