Ihre Meinung zu: Start der Tarifgespräche im öffentlichen Dienst

21. Januar 2019 - 9:16 Uhr

Es geht um das Geld für Millionen Menschen. In der Tarifauseinandersetzung um den öffentlichen Dienst der Länder drohen Warnstreiks in Kitas und Schulen. Am Vormittag starteten die Verhandlungen.

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Kommentare

Gut so!

Wer was will, muss heutzutage meckern und lauthals auf sich aufmerksam machen.
Durchbrecht die Lohn-Abwärtsspirale der letzten 20 Jahre - egal was euch die Unkenrufer mit dickem Geldbeutel an den Hals wünschen!
PS:
Gilt für alle Arbeitnehmer, die sich aktiv für anständige Entlohnung beteiligen.

Start der Tarifgespräche im öffentlichen Dienst....

Es kann gehofft werden,daß dabei nicht nach ein paar Warnstreiks und einer eventuellen "Schlichtung" wieder Bescheidenheit für die Beschäftigten herauskommt.Die Lohnquote,der prozentuale Anteil der Löhne und Gehälter am BIP,liegt heute unter dem Satz im Jahre 2002.
Ein Land,daß die Rüstungsausgaben beständig erhöht,hat auch Geld für Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst.

Mehr Leistung, dann mehr Geld

Ich bin weit davon entfernt, die Leistung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst pauschal klein zu reden. Tatsache bleibt aber doch, dass der Anteil der Ausruher, die sich alle Zeit der Welt nehmen, wenn sie können, in manchen Bereichen des ÖD (vor allem kommunal) erschreckend groß ist. "Wir sind es wert" gilt nur für einen Teil.

ich kann diesen Unfug

mit den leeren Kassen nicht mehr hören. Wenn es danach geht, hätte es noch niemals eine Tariferhöhung im ÖD geben dürfen, im Gegenteil, die Beschäftigten dort müssten eigentlich umsonst arbeiten.

Ich möchte mal erleben, was los ist, wenn ich eine ganz normale Arbeit, z.B. die eines Handwerkers, einfach nicht bezahle mit der Begründung, ich hätte grade kein Geld.

@ frosthorn 10:06 Uhr

"Ich möchte mal erleben, was los ist, wenn ich eine ganz normale Arbeit, z.B. die eines Handwerkers, einfach nicht bezahle mit der Begründung, ich hätte grade kein Geld."
Dann würde wohl in diesem unserem Lande entschieden, dass der Handwerker einen Titel zu ihrem Nachteil erwirken kann, sie aber mangels Masse nicht zu zahlen brauchen.
Sehr vereinfacht formuliert - aber im Ergebnis bekommt der Handwerker kein Geld!

@ ich bin der Volker

"Mehr Leistung, dann mehr Geld

Ich bin weit davon entfernt, die Leistung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst pauschal klein zu reden. Tatsache bleibt aber doch, dass der Anteil der Ausruher, die sich alle Zeit der Welt nehmen, wenn sie können, in manchen Bereichen des ÖD (vor allem kommunal) erschreckend groß ist. "Wir sind es wert" gilt nur für einen Teil."

Ich habe noch nicht einen Sektor, nicht eine Firma, nicht eine Abteilung gesehen, wo es eher fleißige und eher faule Menschen gibt. Das ist kein Problem vom ÖD, das ist ein Problem, was jede Firma / jeder Arbeitsbereich hat.
Nehmen wir alleine Krankheitstage. Da kennt jeder Menschen in seiner Firma, die sehr gerne krank sind und jeder kennt welche, die sich das nicht trauen würden. Jeder Mensch hat eine andere Einstellung zur Arbeit und zur Kollegialität. Garantiert sind arbeitsscheue Menschen nicht überpropertional im ÖD vorhanden.

@Ich bin der Volker..

"anteil der Ausruher.."

ist mit Sicherheit verschwindend gering, außer in manchen Amtsstuben..

wer der Meinung ist, dass der ÖD nicht arbeitet, darf sich gerne mal bei der Müllabfuhr oder bei uns Pflegekräften in Landes- und Bezirkskrankenhäusern umsehen..

Und unkündbar ist man heutzutage als Angestellter auch nicht mehr, wie ich in meinem langen Berufsleben bei so manchem Kollegen erleben durfte..

Also..wo alles teurer wird ist auch uns ein kräftiges Lohnplus vergönnt..

Ein Fachkrankenpfleger für Psychiatrie mit ü30 Jahren Berufserfahrung..

Bitte hart bleiben

Ich hoffe mal, dass diesmal nicht wieder kurz vor einem guten Abschluß aufgegeben wird. 6 % sind bereits eine sehr maßvolle Forderung und trägt den "sprudelnden Einnahmen" keinerlei Rechnung. 200 € als Mindestzuwachs ebenfalls. In Ballungsgebieten sollte noch der Ruf nach einer Ballungsraumzulage laut werden.

Wird auch Zeit

Wenn ich mir ansehe, was für Abstriche bei den Arbeitsverträgen gemacht wurden sind den mittleren 90ern...

Was 1990 als mittelmäßig gut angesehen worden ist, wäre heute ein heiliger Gral.

Feste Arbeitszeiten mit klarer Überstundenregelung.
Unkündbarkeit nach 15 Jahren Betriebszugehörigkeit.
Befristungen waren damals etwas weitgehend Unbekanntes.
Es war selbstverständlich, dass es für Feiertagsarbeit einen großzügigen Ausgleich gab.

Das solche dinge beinahe vollkommen verschwunden sind ist mit ein Grund für den Mitgliederschwund bei den Gewerkschaften.

Denn es ist zwar klar, dass in schlechten Zeiten beide Seiten auch mal beigeben müssen, aber dafür muss in guten Zeiten auch mal wieder was drauf gelegt werden.

Was sehen wir aber statt dessen? 5 Boomjahre hintereinander und der Arbeitsmarkt ist nach wie vor asozial und die Gehälter reichen kaum für die Miete.

Wie in der dunkelsten Prophezeiung von John Adams dient der Mensch nur noch als Ressource für die Wirtschaft.

"Der Verteilungsspielraum ist

"Der Verteilungsspielraum ist begrenzt wegen Schulden"

Es gibt aber immer noch so etwas wie das Setzen von Prioritäten. Ich möchte das Verwalten eines öffentlichen Haushalts auch nicht an der Backe haben. Aber ich wüsste schon, wer öffentliches Geld tatsächlich "verdient", und wo es verschwendet wird. Im ZDF "Länderspiegel" gibt es wöchentlich so "schöne" Beispiele.

@frosthorn

Sie Sagen es!

Wenn selbst in so guten Zeiten wie jetzt angeblich kein Geld da ist...

Warum sind die Firmen denn nicht schon in den 1960ern pleite gegangen, als eben nicht galt:

Rumpfmannschaft sind noch 5 Mann zu viel, oder bis zu 5 Überstunden pro Woche sind mit dem Gehalt abgegolten.
Als Die Personalabteilung noch Personalabteilung hieß nicht Human Ressouces (Human Kapital), ich finden diesen Begriff sehr abwertend.
Oder wir müssen sie leider befristet einstellen um flexibel zu bleiben, Zukunftsperspektive können wir ihrer Generation leider nicht gestatten.

Unsere Wirtschaft hat komplett die Balance zwischen Profitstreben und Menschlichkeit verloren.
Heute ist alles was zählt die Gier.

Start der Tarifgespräche im öffentlichen ...

Das ewig unleidliche Procedere … mal mit, mal ohne Streik, aber immer mit Getöse - Nichts gegen die Gewerkschaften, ein Staat ohne freie Gewerkschaften ist kein rechter Staat, aber dieses immer gleiche … Wäre es nicht vielleicht besser und planbarer, wenn die Entwicklung der Löhne an die Preisentwicklung gekoppelt würde, dann wären wir von dem ewig gleichen Takt der Lohnkämpfe weitgehend befreit und könnten uns wichtigerem zuwenden.

Immer wieder dieselbe Leier

Dank einer florierenden Wirtschaft sprudeln die Gewinne und Überschüsse. Bund, Länder und Kommunen freuen sich über Einnahmen, die von übereifrigen Politikern auch gerne schnell in Beschlag genommen werden.
Nur die Beschäftigen im öD werden mit den üblichen Parolen wieder abgespeist, während bspw. Abgeordnete in RLP sich eine Diätenerhöhung von sagenhaften 17% gönnen.
Schluss mit dem Gejammere der öff Arbeitgeber und ein über-ordentliches Lohnplus für Beschäftigte im öD!

Wenn man 25% aus dem Dienst entfernt

und den Rest mit befristeten Verträgen einstellt, dann geht die Gehaltserhöhung in Ordnung. Der öffentliche Dienst hat früher nichts getaugt, taugt jetzt genauso wenig und ist ewig gestrig.

@MaWo - was los ist, wenn ich einfach nicht bezahle

Dann sehen Sie mal ins Trump-Land ,
da bekommen über 800.000 schon kein Geld mehr.
Selbst die turnus neu zu besetzenden Feuerwehr Arbeitsstellen
können nicht ausgeschrieben & besetzt werden.

Zu 10:06 von frosthorn "kein Geld" - Warnstreiks

Ich möchte mal erleben, was los ist, wenn ich eine ganz normale Arbeit, z.B. die eines Handwerkers, einfach nicht bezahle mit der Begründung, ich hätte grade kein Geld.
@frosthorn, was ist das für ein merkwürdiges Argument. Es gibt Lohn und der wird pünktlicher bezahlt wie mancher Handwerker. Arbeitet der Handwerker nicht oder nicht ordentlich, gibt es kein Geld.

Was die Gewerkschaften in letzter Zeit veranstalten hat mit Warnstreik nichts mehr zu tun. Wenn hunderttausende Betroffene und Unternehmen in der ganzen Republik enorm geschädigt werden sind das keine Warnstreiks, das ist nicht mehr akzeptabel. Jetzt werden wieder "Warnstreiks in Kitas etc." angedroht gleichzeitig mit völlig überzogenen Forderungen.

Wenn das weiter Schule macht und die Zuverlässigkeit dabei baden geht, ist die Aussperrung bald wieder ein Mittel das reaktiviert werden muss. Wo keine Leistung erbracht wird gibt es dann wirklich keine Geld.

Tarifverhandlungen

Ich denke es sollte genug sein mit den Tarifverhandlungen...... Es müsste so wie im Bundestag und in einigen Länderparlamenten eine automatische (Diäten) Gehaltsanpassung geben....dann wäre Ruhe im Karton.
Nur zur Kenntnis: Im Augenblick wachsen die Parlamente, somit auch die Diätenempfänger die Personalkosten/Pensionskosten steigen jährlich stillschweigend...... hiervon hört man nichts mehr.....
Das ist ein gutes Beispiel wie man Ruhe in die "Tarife" bekommt......usw....

Berlin etwa sitze auf 58

Berlin etwa sitze auf 58 Milliarden Euro Schulden, ....Und ab 2020 gelte die Schuldenbremse in den Ländern. "Das müssen wir berücksichtigen."
.
was kann ein Beschäftigter dafür, dass die Regierung unfähig ist mit seinen Steuereinnahmen zu haushalten wie in Berlin

Dass man als Solidargemeinschaft auch argumentieren kann, wir schnallen den Gürtel enger und sorgen für einen sauberen Haushalt
auch so kann man argumentieren, aber bitte alle dann !

@ 10:14 MaWo

"Dann würde wohl in diesem unserem Lande entschieden, dass der Handwerker einen Titel zu ihrem Nachteil erwirken kann, sie aber mangels Masse nicht zu zahlen brauchen.
Sehr vereinfacht formuliert - aber im Ergebnis bekommt der Handwerker kein Geld!"
Naja, das würde nur stimmen, wenn ich tatsächlich kein Geld hätte. Hier aber wäre es ja so, dass das Geld da ist, es aber für Anderes ausgegeben werden soll. Da hätte der Handwerker wohl gute Karten.

Deutschland ging es noch nie

so gut wie heute. Nur kein Geld da. Das ist zwar nicht weg, das haben nur andere?

@ um 10:14 von MaWo

"@ frosthorn 10:06 Uhr
"Ich möchte mal erleben, was los ist, wenn ich eine ganz normale Arbeit, z.B. die eines Handwerkers, einfach nicht bezahle mit der Begründung, ich hätte grade kein Geld."
Dann würde wohl in diesem unserem Lande entschieden, dass der Handwerker einen Titel zu ihrem Nachteil erwirken kann, sie aber mangels Masse nicht zu zahlen brauchen.
Sehr vereinfacht formuliert - aber im Ergebnis bekommt der Handwerker kein Geld!"
Schöner Vergleich. Allerdings bin ich mir ganz sicher, dass wenn man bei den Bundestagsabgeordneten anfängt zu pfänden, dass dann ganz plötzlich wieder Geld für den öffentlichen Dienst da ist.

Das Verhältnis stimmt

nicht mehr, 200 Euro für den Öffentlichen Dienst ?, der Mindestlohn steigt um 35 Cent.
Das macht bei 170 Stunden 59,50 Euro, der Öffentliche Dienst der nicht gerade schlecht bezahlt wird, verlangt das fast das 4 fache.
Da die Eckrenten ja dem Lohn angeglichen werden, bekommt der Eckrentner so etwa 40 Euro, alle diese Zahlen sind natürlich Brutto.
Also erhöhen sich für Alle Bürger die Zahlungen die Öffentlichen Dienst ja nutzen müssen, und auch keine andere Wahl haben, ausweichen ist ja nicht möglich.

Das nur mal als Denkanstoß, die Verhältnisse im Land stimmen nicht mehr, war schon letzte Woche bei den Flughäfen gut zu sehen.

Mir ist klar das der Einwand vielen nicht schmecken wird, aber damit geht Schere auch immer mehr auseinander.

ver.di-Chef Frank Bsirske: "Harte Haltung für mehr Geld"

Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil, sagt das Sprichwort.

Was da ver.di-Chef Frank Bsirske wieder als "harte Haltung der Gewerkschaften angekündigt" und was ver.di z.B. beim Streik des Kontrollpersonals auf den Flughäfen an bundesweitem Chaos mit den "Warnstreiks" angerichtet hat ist zweifelsfrei unverhältnismäßig.

Nach den Grundsätzen, die auch vom Bundesarbeitsgericht festgestellt wurden, sind Streiks als Arbeitskampfmittel dem Gebot der Verhältnismäßigkeit unterworfen.
Die Erfahren der letzten Zeit zeigen, dass das den Funktionären nicht mehr klar ist. "Harte Haltung" ist keine Einbahnstraße. Die Aussperrung ist als Gegenmittel dringend wieder ins Spiel zu bringen. Solche "Warnstreiks" darf es nicht geben. Was heißt denn noch "öffentlicher Dienst"?

/// Am 21. Januar 2019 um

///
Am 21. Januar 2019 um 09:38 von Motorkopf
Gut so!

Wer was will, muss heutzutage meckern und lauthals auf sich aufmerksam machen.
Durchbrecht die Lohn-Abwärtsspirale der letzten 20 Jahre - egal was euch die Unkenrufer mit dickem Geldbeutel an den Hals wünschen!
PS:
Gilt für alle Arbeitnehmer, die sich aktiv für anständige Entlohnung beteiligen.///
.
Es gibt keine " Lohn-Abwärtsspirale der letzten 20 Jahre " in Deutschland. Wenn Sie sich die Entwicklung ansehen, werden Sie feststellen, dass die Reallöhne noch nie so hoch waren wie zur Zeit ( Bruttodurchschnittsverdienst €3800/ Monat ). Das Problem im ÖD ist, dass die niedrigen Jobgrades zu hoch bezahlt sind, während am oberen Ende zu wenig bezahlt wird. Es gibt daher ein Überangebot an Bewerbern für einfache Jobs und einen Bewerbermagel für hochqualifizierte Jobs. Dieser Effekt wird durch pauschale Mindesterhöhungsforderungen immer weiter verstärkt.

denken ist luxus

Die Zahl der Staatlichen Amtsstuhlbesetzung steigt von einer Regierungs-Periode zur nächsten. Es scheint so, dass sich besonders dieses Land seit Jahren eine beispiellose Selbstbedienungsmentalität leistet. Die Sitzreihen aller Parlamente der Länder (16) und der Staatsregierung samt Unterregierungen verlängern sich ungebremst, und mit ihnen nimmt die Untermacht der unproduktiven Arbeitsbereiche explosionsartig zu.
Die in produktiver Besonnenheit entstehenden Kosten werden dann den Bürgern belastet. Und schon sind wir bei der sich-in-den-Schwanz-beißende Katze. Tarife hoch, Kosten hoch, Tarife hoch, Kosten hoch usw. usw. Auf diesem Zug rollt weiterhin billiger Plasticprodukte ins Land und wandert dann nach kurzer Zeit als Plasticmüll in die weite Welt.
Die Prozent-Berechnungen auf z.B. Einkommen ist Treibstoff für dieses Szenario. Aber was soll´s, mit Prozente auf auf zur nächsten Runde.

@ um 10:14 von MaWo

Dann würde in unserem Land erstmal überprüft werden, ob tatsächlich kein Geld vorhanden ist!
Und nur wenn das der Fall wäre, würde der Handwerker kein Geld bekommen.
Ergo kann sich der Staat mit dieser Begründung nicht herausreden.
Abgesehen davon ist die Forderung von Verdi aber wieder einmal an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. 6% als Forderung lässt absehen, dass der Kompromiss auf ca 3% hinausläuft. Geteilt durch zu erwartende 2 Jahre Laufzeit ergäbe das also 1,5% pro Jahr.
Und das kann nicht Bsirskes Ernst sein!
Die Forderung kann also nur heißen 15% bei 1 Jahr Laufzeit. Der Kompromiss läge dann bei 7,5% pro Jahr.
Zumal auch die Preissteigerungen bei der Miete und der Energieversorgung und vor allem auch die extreme Verschlechterung bei der Rente miteinbezogen werden müssen. Wenn ich also auch noch für meine Rente privat vorsorgen muss, dann muss ich eben mehr Geld haben als lächerliche 1,5 Prozent Lohnerhöhung ergeben.

Zeit für mehr Geld

Mal abgesehen davon, dass man auch unter ideologischen Gesichtspunkten fast zu dem Schluss kommen muss, dass ErzieherInnen, LehrerInnen, AltenpflegerInnen und die MitarbeiterInnen der Abfallwirtschaft dringend besser entlohnt werden sollten, so kommt man als amoralischer Kapitalist zum selben Schluss.
Die kalte Arbeitsmarktlogik von Angebot und Nachfrage, kombiniert mit eklatantem Personalmangel in vielen Bereichen des ÖD, gebietet merkliche Lohnzuwächse.

Symbolbild

Die streikenden Müllwerker bekommen alle Bürger mit ziemlicher Sicherheit mit.

Nur sollte die ARD mal ihrem Informationsauftrag nachkommen und erwähnen, dass ein möglicher Streik bei Kindergärten und Müllentsorgung nur die Stadtstaaten betrifft.

So gerne...

.. ich die 200 Euro mehr auch bekäme. Wir sollten realistisch bleiben. Dass das nicht finanzierbar ist, sollte jedem klar sein.

Bezahlwettlauf mit dem Privatsektor?

Zu argumentieren die öffentliche Hand sei zu verschuldet, um angemessene Löhne zu zahlen, die das Anwerben von Arbeitskräften in Konkurrenz zur Privatwirtschaft erlaubt, lässt etwas außer Acht: die aufgrund jahrelangen Lobbyings neoliberaler Verfechter systematische Degradation des Staatswesens und steuerliche Bevorzugung konzernwirtschaftlicher Tätigkeit hat uns erst dorthin gebracht. Wenn z.B. heutzutage mehr als die Hälfte aller Pkw "Dienstwagen" sind, für die dem Staat jährlich Millionen an steuerlich absetzbaren Betriebsausgaben entgehen, trägt das ebenso zu einer Verschiebung des Wettbewerbs am Arbeitsmarkt bei, wie das exzessive Ausnutzen von Steuervermeidungsmodellen der Konzerne, die dann den Staat nur noch den finanziellen Mangel verwalten lassen.

Ewiges Gejammer im ÖD

Angeblich hat der ÖD immer zu wenig Personal und wird zu schlecht bezahlt. Ich kann es nicht mehr hören!
Jeder, der schon mal eine Behörde von innen gesehen hat weiß, das dort zu viele beschäftigt sind. Vor allem zu viele Faule und Kranke. Und die werden, gemessen an der Sicherheit ihrer Arbeitsplätze auch noch verdammt gut bezahlt.

09:48 von Bernd Kevesligeti

"Ein Land,daß die Rüstungsausgaben beständig erhöht,hat auch Geld für Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst.", ....
.... sorgt aber dann mit prozentualen Lohnerhöhungen auch dafür, dass sich die Einkommensschere weiter öffnet.

Am 21. Januar 2019 um 10:26 von TaxMax

" In Ballungsgebieten sollte noch der Ruf nach einer Ballungsraumzulage laut werden. "

Mit welchem Recht wollen Sie für die Gleiche Arbeit in Ballungsgebieten mehr begründen ?, wird dort mehr oder besser gearbeitet ?.
Wenn Sie das mit den Mieten begründen möchten, das ist ein Problem den Regierung das sie nicht anfassen will.
Dort ist der nötige Hebel, die Erhöhung die jetzt gefordert wird, geht auch auf die Mieten und steigen deshalb weiter.
Werden sich noch mehr keine mehr leisten können, denn Müll und so weiter wird es weiterhin geben.

Tarif-gespräche im ÖD

Woher kommen wohl die 58 Milliarden Schulden in Berlin??

10:28 von Deeskalator

Als IG Metaller stimme ich Ihren Beitrag voll zu. Hier haben die Gewerkschaften auch Fehler in den zurück liegenden Jahren gemacht ,deshalb auch der Mitglieder Schwund.

@ 91541matthias

Mit kollegialem Gruß.

Die "Volker" dieser Welt am besten ignorieren. Die meisten Mitmenschen wissen zum Glück, dass nicht alle Menschen über einen Kamm geschert werden können. Und es kein 100% objektives Bewertungssystem für zu erbringende Leistung gibt. Mir ist noch keine Kollegin über den Weg gelaufen, die sich vollkommem ausklinken konnte.

Streikaufruf der Gewerkschaft

Ein Streik bei Kitas und in Schulen geht letztendlich auf Knochen der Kinder, der Eltern und der Haushalte an sich ! Kann es denn sein, dass es den Aufrufern lediglich an etwas Hirn fehlt,und sie sonst hilflos sind ?

Merkwürdig,...

...wie unwichtig und gering deine Tätigkeit ist, wenn du eine Gehaltserhöhung haben möchtest…
…und wie wichtig sie wird, wenn du Urlaub haben möchtest.

Ich bin seit 18 Jahren im ÖD

Ich bin seit 18 Jahren im ÖD beschäftigt. In den letzten Jahren waren die Tarifsteigerungen netto höchstens in Höhe der Inflationsrate (wie auch in der "freien" Wirtschaft). Die Steigerungen in der Produktivität sind wo anders gelandet. In D sind die Einkommen der Arbeit-"nehmer" (ein besserer Begriff wäre "Werktätiger") deutlich zu niedrig. Wir sind ein Billiglohnland, exportieren wie die Kaputten und die Importländer verschulden sich extrem. Statt höherer Einkommen zahlt man bald Zölle an Trump.

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