Ihre Meinung zu: Spahn fordert Reform der Pflegefinanzierung

17. Januar 2019 - 10:29 Uhr

Die steigende Zahl Pflegebedürftiger erhöht die Kosten. Gesundheitsminister Spahn forderte nun eine Grundsatzdebatte über die künftige Finanzierung - einschließlich neuer Modelle.

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Kommentare

Der letzte Absatz des Artikels...

wirft eine große Frage auf, ohne dass sie im Anschluß auch beantwortet wird: wenn Beamte und Privatversicherte keine Pflegebeiträge zahlen, die Pflege aber rein beitragsfinanziert ist, wie genau wird dann ein Pflegeplatz für einen Beamten oder Privatversicherten bezahlt? Aus komplett eigener Tasche oder doch auf Kosten derjenigen, die ein Arbeitsleben lang eben diesen Pflegebeitrag gezahlt haben? Das wäre ja tatsächlich ein Unding und gehört _sofort_ reformiert! Sooo solidarisch ist unsere Solidargemeinschaft dann doch nicht, wenn bestimmte Berufs- und Einkommensgruppen an der Finanzierung dieser solidarischen Systeme nicht oder nicht angemessen beteiligt werden, sie aber Leistungen hieraus beziehen.

Am falschen Ende spaaren

Der Ansatz ist komplett falsch. Die Gesamtkosten steigen nicht, weil die Pfelege immer mehr kostet. Hier umzustrukturieren ist also völlig nutzlos. Es sind die Kosten für Medikamente und Medizinprodukte die Jahr für Jahr explosionsartig steigen. Nur wenn man diese Baustelle angeht, dann wird man eine vernünftige Finanzierung hinbekommen.

Nicht nur die Einnahmeseite,

auch die Ausgabenseite braucht eine Veränderung. Wie im gesamten Ungesundheitswesen werden die Gelder nach Gewinnmaximierung verteilt und nicht nach Nutzen/Ergebnis. Die Dummen sind die Beschäftigten und die Beitragszahler im System. Die Profiteure bedienen und decken sich gegenseitig. Abrechnungsbetrug und sinnlose Ausgaben scheinen die Regel zu sein. Gespart wird an Leistungen und Personal.

Das ist ganz einfach

Herr Spahn, vor noch nicht langer Zeit reichte bei den sehr vielen, das Sie ihren Platz selber bezahlen konnten, außer in der Schwerst-pflege.
Da aber Pflege privatisiert wurde, und Milliarden Gewinne gemacht werden, übersteigt ein Platz meist das 3 fache einer Normalrente.

Und da muss sich die Politik oder Leute wie Sie fragen was da wohl schief gelaufen ist, entweder Pflege zu teuer oder die Renten generell zu niedrig.
Oder Gewinne machen auf Kosten der Alten die sich nicht wehren können, und dann im Alter wieder vom Staat abhängig werden.
Obwohl Sie das ganze Leben immer unabhängig durch Arbeit vom Staat waren, und den Staat finanziert haben.

Altenheime und so weiter müssen Staatlich sein und ohne Gewinne funktionieren, und der Rest muss über Steuern ausgeglichen werden.
In unseren Nachbarländern funktioniert das genau so, und es wird sich richtig gut um die Alten gekümmert.

Warum geht das ausgerechnet im so schlauen Deutschland nicht, was ja angeblich reich ist.

Span fordert

Vielleicht sollte Herr Span den Soli mit einbeziehen, denn es wurde ja schon seit Jahren versprochen ihn wieder abzuschaffen. (Versprechen tun die Parteien sich ja öfter). Die Stärke des Bundestags reduzieren und die Gelder mit einfließen lassen. Die Phamaindustrie an Preisbindungen im unteren Segment binden. Damit der Bürger noch in der Lage ist zu Leben und nicht jeden Cent für Medikamente ausgeben muss. Preisbindungen bei Pflegeeinrichtungen. Da die Rente meistens nicht mehr dafür ausreicht. ein Ottonormalbürger kann einen Pflegeplatz nicht mehr bezahlen. Am besten verstaatlichen wie in Dänemark

Beamte

Als privat versicherter Beamter zahlt die Beihilfe 50-70% meiner Krankheitskosten. Trete ich einer gesetzlichen Krankenkasse bei, zahlt die Beihilfe nichts. Ich nehme an, dass es bei der Pflege entsprechend läuft.

PflegekasseN?

Wenn ich den Wiki-Artikel zur Pflege aufrufe, taucht die Begrifflichkeit "Pflegekassen" auf - Plural, wohlgemerkt. Es gibt also mehrere Pflegekassen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben genau das Gleiche leisten müssen. Das nennt man (unsinnige) Parallelstruktur. Das Gleiche bei den Krankenkassen: 116 (!) gesetzliche Kassen gibt es in der BRD. Auch die Leistungen sind alle, bis auf kleine, freiwillige Unterschiede, vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Daher: erstmal Kosten in der Verwaltung sparen: Eine Pflegekasse mit einem Drittel der Beschäftigen der jetzt größten Kasse, Eine Krankenkasse mit einem Drittel der Beschäftigten der jetzt größten Kasse - man übernimmt nur die, die man wirklich braucht und die wirklich etwas Leisten können.

Spahn und Lauterbach in den falschen Parteien!

Jens Spahn könnte auch gut in der SPD oder bei den Grünen arbeiten - weil ich finde, dass er den parteiübergreifenden Blick hat. Karl Lauterbach gehört für mich in eine utopische Linke!

Die Logik mit der Zahlungsgerechtigkeit von Lauterbach geht nicht auf! Gewinn = Einnahmen - Ausgaben. Umso höher die Ausgaben für Personal und Struktur, die hinzukommenden Scheiß durch so eine dumme Bürgerversicherung adminstrieren müssen, umso weniger "Leistung" bleibt doch zum Schluss übrig.

Eine weitere Logik: Wenn uns immer mehr die Gesundheitskosten die Haare vom Kopf fressen, dann arbeiten wir uns ohnehin "krank". Das sind wirklich unabschätzbare Folgen einer echt krankhaften SPD-Politik.

Ich habe wirklich den Eindruck, dass Jens Spahn erst den einen Schritt geht, bevor man auch wirklich den anderen geht. Dieser Typ gehört als Bundeskanzler zur Bedingung mit den Grünen/Bündnis 90 zu koalieren!

ich möchte menschenwürdig ...

sterben dürfen, wenn meine Zeit abgelaufen ist und nicht künstlich am Leben erhalten werden, wenn eigentlich die letzten Jahre nur noch eine Qual sind. Wir sollten beginnen mehr über den Wert des Lebens, aber auch darüber, dass es ein Ende hat ..und wie man das menschenwürdig erreichen kann, sprechen. Ich möchte nicht "bewusstlos" von einer in die andere Ecke geschoben werden.

@ FritzF 09:52 Uhr

"Die Dummen sind die Beschäftigten und die Beitragszahler im System. Die Profiteure bedienen und decken sich gegenseitig."
Das ist korrekt, politisch in Gesetze verpackt und juristisch von den höchsten Richtern als Recht bestätigt.
Nur;
wäre dann die Lösung, dass per Gesetz beschlossen wird es entstehen keine Kosten und mit der vorherigen Logik werden dann auch keine Kosten entstehen.
Mathematik und Logik müssen ja nicht nur einseitig ausgeklammert werden!

wie wäre es wenn man,

mal die Investoren/Dividende Geschichte aus der Pflege herauszunehmen?

Die ganzen Gelder die dadurch nicht abfließen würden... was man damit alles machen könnte.

Mal abgesehen davon, das damit auch die dem Kapitalmarkt eigene Unmenschlichkeit vielleicht ein wenig aus dem System entfernt werden würde.

Gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Für diese Aufgaben sind alle Einnahmen des Staates heranzuziehen. Warum sollen Unternehmensgewinne und Kaptialerträge nicht zur Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben beitragen.
Die Beitragszahler sind nur ein geringer Teil der gesamtgesellschaftlichen Einnahmen.

Am 17. Januar 2019 um 10:20 von Hoch-Intelligent

Fall es Sie interessiert:

Es hilft nicht alleine, wenn man mit regiert.

Um solche Veränderungen zu erreichen, muß man eine deutliche Mehrheit im Parlament haben - und das hat die SPD bisher nicht gehabt.

Ich finde es gut, dass die SPD dies fordert. Da wissen die Menschen, was kommt, falls die SPD die absolute Mehrheit bekommen sollte. Also die Menschen, die dies nicht wollen, wissen wen sie nicht wählen dürfen.

Spahn fordert Reform der Pflegefinanzierung....

Wenn der etwas anstößt dann muß aufgepasst werden,daß nicht die Bürger und Versicherten mehr belastet werden.Spahn hat nicht Pflegemodelle im Sinn wie in anderen europäischen Ländern wie den Niederlanden,skandinavischen Ländern oder (noch) Österreich.Dort ist der Schlüssel Pflegepersonal zu Patienten günstiger.Und die Bezahlung auch.

Na ja

Man hat jahrelange auf Gewinne für private geschaut und die Kosten dafür wenigen ,sogar sozialschwachen aufgedrückt jetzt haben wir das Ergebnis .Sogar für Artfremde Leistungen ist und war Geld da ca 25 % gehen dahin über zb Einnahmen.Rückbau und soziale Gerechtigkeit wäre da eine Lösung ist aber nicht gewünscht,man kann dann nicht mehr für Wahlwerbung die soziale Seite darstellen.Alle sind da gleich rot grün Schwartz grosse Töne und sonst wirst Merkeltreu ausgesessen

Reform

Das Ganze wird sich wohl so gestalten wie bei der betrieblichen Altersvorsorge. Statt das Gehalt zu verleben wird es fürs Alter angespart, aber wenn es soweit, sind die Geier (sog. Sozialversicherungen) schon da, um abzukassieren.

>Spahn forderte nun eine

>Spahn forderte nun eine Grundsatzdebatte über die künftige Finanzierung - einschließlich neuer Modelle.<

oh .. neue Modelle?

Wiedereinführung der Leibeigenschaft inkl. Organzwangsabgabe.

@ Kunkel 10:19 Uhr

"Das nennt man (unsinnige) Parallelstruktur."
Tja; jeder logisch denkende Mensch kommt zu dem gleichen Schluss doppelt gemoppelt ist teuer und sinnlos.
Zudem sind doch Andere (Pflichtversicherte) betroffen - warum also etwas ändern!

Spahn fordert

Wir lesen immer Spahn fordert , Spahn will u.s.w. ! Wann lesen wir Spahn hat ? Entschuldigend wirkt dabei nur , dass das in der Politik immer so ist aber es darf nicht sein!

"Grundsatzdebatten in der

"Grundsatzdebatten in der Pflege hatten wir seit Jahrzehnten mehr als genug", sagt der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Herr Brysch. Es fehle "nicht an Erkenntnis, sondern an Kraft zur Umsetzung". Dafür sei der Bundesgesundheitsminister gefordert. Spahn habe es in der Hand, "die Finanzierung in der Pflege zukunftssicher zu machen". Was schließen wir daraus? Spam ist nicht auf der Höhe und beweist wieder einmal, dass er dem Ministeramt nicht gewachsen ist bzw. sich hauptsächlich dafür interessiert, aus anderen Gründen in den Schlagzeilen zu bleiben.

um 09:44 von RenamedUser "Reformen"

>>Tasche oder doch auf Kosten derjenigen, die ein Arbeitsleben lang eben diesen Pflegebeitrag gezahlt haben? Das wäre ja tatsächlich ein Unding und gehört _sofort_ reformiert! Sooo solidarisch ist unsere Solidargemeinschaft dann doch nicht, wenn bestimmte Berufs- und Einkommensgruppen an der Finanzierung dieser solidarischen Systeme nicht oder nicht angemessen beteiligt werden, sie aber Leistungen hieraus beziehen.<<
//
Das ist wirklich ein Unding, wen dem so ist...
Die Kassen haben Überschüsse erwirtschaftet und sollen sich mal nicht so anstellen....
Schlimmer noch sind die ganzen Zuzahlungen (der Patienten), Welche mit Mindestsicherung auf Harz4-Niveau bekommen, diese gehören freigestellt...

@Blume -Karl Lauterbach gehört für mich in eine utopische Linke

Bürgerversicherung -
Ich hätte mir nie träumen lassen, dass einmal jemand die Schweiz in die Ecke der utopischen Linken rücken würde. Dort funktioniert's.

Die Kranken- und Pflegeversicherung, die wir hier in D haben, ist sicher mit immer noch 110 verschiedenen gesetzlichen KK die teuerstmögliche und nach der Beitragsgleichschaltung nicht mehr zu begründen. Zudem begünstigt sie durch die Obergrenze der Beitragsbemessung Besser- und Bestverdiener. Von der Misere für Selbständige/Freiberufler, die den vollen Beitrag selbst zahlen und, anders als Angestellte, auch noch für andere Einkommensquellen (z. B. evtl. Kapitalzinsen) als der beruflichen Beiträge zahlen müssen, brauchen wir gar nicht zu reden.
Darüber wird nun - wie bei so vielen brennenden Themen - seit Jahrzehnten debattiert; Ergebnis: winzige Drehungen an den Stellschrauben, keine durchgreifenden Reformen.

Aber der Masse der Bürger - und damit der Wähler - wird bei stetig steigender Belastung bald die Puste ausgehen.

Spahn plädiert für Reform der Pflegeversicherung.

Toll- wieder mal leere Worthülsen von diesem Berufspolitiker aber keine eigene Meinung, geschweige denn- Idee.
Dir einzig gerechte Lösung wär meines Erachtens die Einführung einer Bürgerversicherung für ausnahmslos alle.
Dies würde aber die Lobby der privaten KV, die bei Herrn Spahn und der Union, FDP und Grünen offene Ohren finden, sofort auf den Plan rufen, um ein Verhinderungsprogramm zu starten.

Wann bekommt dieses Land

Wann bekommt dieses Land einen Gesundheitsminister?

Bei den vielen Milliarden,

Bei den vielen Milliarden, die wir bereit sind in die Flüchtlingsaufnahme zu geben, oder die EU am Laufen zu erhalten, dürfte es doch kein Problem sein, dass wir dann auch genug Geld für die übrig haben, die mit ihrer Arbeit und den daraus genommenen Steuerzahlungen diese Finanzierungen überhaupt erst so möglich gemacht haben, wenn diese in ihrem Alter dann selbst diese Hilfen brauchen. Die Politik sollte endlich merken, dass sie in erster Linie dem Wohl ihrer eigenen Bürger verpflichtet sind, bevor sie sich um das von Fremden kümmert. Wenn sie das Thema weiterhin so oberflächlich, wie bisher abtut und weiterhin glaubt, mit immer weiteren Kosten und Gebührenbelastungen der Bürger, während sie gleichzeitig großzügigst eine immer teuere Fremdenversorgung betreiben, das Problem zu lösen, werden immer mehr entsprechende Protestbezeigungen an der Wahlurne stattfinden. Das dann beleidigt als egoistische Nationalüberhöhung zu beschimpfen, wird bestimmt keines der Probleme verschwinden lassen.

Altenpfleger MÜSSEN

Altenpfleger MÜSSEN flächendeckend nach Tarif bezahlt werden und brauchen menschenmögliche Arbeitsbedingungen.

Darein muss Pflegegeld fließen und das hat der Gesetzgeber sicherzustellen!

Wir wollen würdevoll

Wir wollen würdevoll leben.

Wir wollen würdevoll alt werden.

Wir wollen würdevoll arbeiten. (Auch Altenpfleger)

An der Sozialen Gerechtigkeit muss endlich was passieren...

Es kann nicht sein, das sich Besserverdiener und Beamte da ausklingen, aber davon partizipieren...

Beamte zahlen auch, nur in eine andere Kasse

Beamte scheinen aus der Sicht nichtbeamter Menschen stets bevorzugt zu sein.
Tatsächlich "fahren" bei gleicher Qualifikation z. B. Mitarbeiter von VW deutlich besser als Beamte.
Das gilt ganzbesonders bei der vorzeitigen "Inruhestandtretung" und noch mehr bei den Altersbezügen.
Man denke nur an die drastisch steigenden Kranken-Versicherungsbeiträge und an die Pensionsabzüge bei vorzeitiger Pensionierung.
VW gleicht dieses aus, der Dienstherr der Beamten nicht.
Pflichtgemäß an eine Pflegekasse müssen die Beamten auch.

Die Beamten zahlen - genauso

Die Beamten zahlen - genauso wie andere Arbeitnehmer - Pflegeversicherungsbeiträge. Nur werden diese (bei Privatversicherten) über die privaten Krankenkassen abgewickelt und nicht direkt bei der Besoldung abgeführt. Diese Aussage von Herrn Lauterbach ist also mindestens irreführend, sicherlich nicht ohne Hintergedanken.

Was für ein Schmarren....

Es fließen derart viele Gelder in die Gesundheitspolitik, dass bei kleinem mal über die Gewinne und Dividenden der profitierenden Gesundheitslobby gesprochen werden muss. Diese Lobby ist derart mächtig, dass sie sogar dafür sorgt, dass die Politik immer nur beim Steuerzahler die Hand aufhält. Es ist mal an der Zeit die tatsächlichen Kosten in der Gesundheitspolitik zu beleuchten um dem Wahnsinn der Profitgeilen Gesundheitslobby entgegen zu treten! Das ist Ihr Auftrag Herr Spahn!

Vielen Dank...

für die Erklärungen einiger Nutzer hier, was die Versicherungspflicht von Beamten angeht. Damit nicht stets die Nutzer solche Sachverhalte erklären, wäre es natürlich schön, wenn es bei entsprechender Erwähnung im Artikel dann auch im Artikel selbst erklärt werden würde...

Aber auch der Kommentar mit der Kostenseite trifft es sehr gut! Der Regelungs-, Prüfungs- und Dokumentationswahn in der Pflege verschlingt nicht unerhebliche Mittel (und vor allem auch Zeit der Pflegekräfte, die diese dann für ihre Kernaufgabe Pflege nicht mehr haben). Es muss ja wirklich jede Schraube, jedes Gerät, jede Anlage in so einem Pflegeheim in teils sehr kurzen Intervallen immer wieder kostenpflichtig geprüft werden, wobei die Prüfdienste dann teils Stundensätze aufrufen, die Anwälte und Unternehmensberater neidisch gucken lassen.

Aus der Gemeinschaft ausgeklinkt

1. Chronisch Kranke haben nahezu keine Chance auf eine private Krankenversicherung.
2. Ca. 100 Euro im Monat zahlt der Staat für Hartz 4 Empfänger, Rentner mit Grundsicherung, Flüchtlinge - bei weitem nicht kostendeckend!
3. Die GKV versichert Kinder und Ehepartner ohne Arbeit mit.

Damit mich niemand falsch versteht: Ich bin für eine solidarische Krankenversicherung, die Kinder, Chronisch Kranke und Bedürftige mitnimmt. Aber ich bin absolut dagegen, dass sich Selbstständige und Menschen ab einer bestimmten Gehaltsklasse durch die Privatversicherung von diesem Solidaritätsbeitrag ausklinken können. Diese Möglichkeit ist zutiefst ungerecht und unsozial.

Daher bin ich ab sofort für eine Solidaritätspauschale von jedem Privatversicherten in die gesetzliche Krankenkasse.

Gleichzeitig muss damit begonnen werden mittelfristig eine Bürgerversicherung aufzubauen in die ALLE gemäß ihrer Leistungskraft einzahlen. Für mich der einzige Weg, wenn wir unseren Standard erhalten möchten.

Da wir alle immer älter

Da wir alle immer älter werden, und Wert darauf legen, optimal medizinisch versorgt und gepflegt zu werden, ohne unsere Angehörigen zu belasten, werden wir alle nicht darum herum kommen, mehr Beiträge in was auch immer für ein Finanzierungssystem einzubezahlen. Diese einfache Wahrheit müssen wir einfach mal akzeptieren. Aufzählungen, wer außer uns alles irgendwo einzuzahlen hat, sind nicht besonders konstruktiv.

Der Steuereinnahmeüberschuß der letzten Jahre

soll für mögliche weitere kommende Flüchtlinge zur Seite gelegt werden, aber für Pflegebedürftige ist kein Geld da, und die Beiträge müssen erhöht werden?

Ist das weise?

@12:19 von Kopfschuetteln

Gleichzeitig muss damit begonnen werden mittelfristig eine Bürgerversicherung aufzubauen in die ALLE gemäß ihrer Leistungskraft einzahlen. Für mich der einzige Weg, wenn wir unseren Standard erhalten möchten.

Im als recht wohlhabend geltenden Luxembourg funktioniert das merkwürdigerweise mit der staatlichen Bürgerversicherung. Alle zahlen gleichermaßen einen Beitrag vom Einkommen in sie ein, wodurch der Beitragssatz etwa halb so hoch ist wie bei uns. Mir ist nicht bekannt, daß das Gesundheitssystem dort besonders schlecht wäre deswegen.

Vorbild sein,

Warum diskutiert Harr Spahn nicht darüber wieviel Geld er selber und seine Politikgenossen in die Pflegekasse einzahlen? .......liegt sicher daran das sie selber nichts einzahlen aber von anderen die sich nicht wehren können immer höhere Abgaben fordern, .........

@12:22 von vox moderandi

Da wir alle immer älter werden, und Wert darauf legen, optimal medizinisch versorgt und gepflegt zu werden, ohne unsere Angehörigen zu belasten, werden wir alle nicht darum herum kommen, mehr Beiträge in was auch immer für ein Finanzierungssystem einzubezahlen.

Ja eben - alle! Und für alle Einkünfte, auch für Miete, Kapital, Aktien. Erst, wenn das passiert, ist das System tatsächlich solidarisch.

Ich habe bei meiner Mutter rund 500EUR monatlich fürs nicht gerade mondäne Pflegeheim zubuttern müssen, weil die Summe aus ihrer Rente und der Pflegeversicherung nicht ausreichte, um den Pflegeplatz zu bezahlen. Je nach Pflegeheim und Gegend können das auch locker 1000EUR mehr werden. Aber den Pflegeversicherungsbeitrag haben sie ihr auch noch abgezogen, als sie Pflegegrad 5 hatte.

klebrige Hände des Homo sapiens büromenschiensis

sicher haben Medizinprodukte und vor allem Pharmahersteller strafrechtlich extrem verdächtig klebrige Hände...
das ist jedoch nichts gegen die der verwaltenden Krankenkassen....
auch die haben gigantische Glaspalaeste, extraorbitante Personalbestände UND Sie dürfen noch zusätzlich seit vielen Jahren jedes Jahr Milliarden an Beitragsgeldern einbehalten.
Und wenns zuviel ist, kommt der Finanzminister und nimmt sich was....(2008!!)
Achtung das sind Beitragsgelder!! eines Sozialsystems..
Innerhalb 2 Jahren 95% allen Personals und 98% aller Immobilienkosten der 3 obengenannten abbauen, das bringt was.
Also Büromenschen in die Pflege und Produktion - wir haben Arbeitskäftemangel!!!
Und, siehe da: viel weniger Rückenkranke, Depressive, Schlafgestörte...
kommt alles von der schweren Büroarbeit...
Vielleicht fällt es auf der wahre Ausbeuter des produktiven Menschen oder Kranken ist der Büromensch

Beamtenstatus & Freigrenzen für Besserverdiener abschaffen

Beamtenstatus (bis auf wenige Ausnahmen für wenige Arbeitsstellen) & Freigrenzen für Besserverdiener abschaffen - beides ist nicht mehr zeitgemäß, beides führt zu sinnlosen Diskussionen.

Danach wird das Geld trotzdem in der Pflege nicht reichen, aber dann haben wir eine solidere Diskussionsbasis und weniger Nebenschauplätze.

Antwort an RenamedUser: Nur keine Panik,

Sie müssen nicht für Beamte und Privatversicherte mitzahlen, das machen wir schon selbst. Als Arzt an einer Klinik gehörte ich früher zu den sog. Besserverdienern - kein Wunder bei einer 72h - Arbeitswoche - und zahlte auch an alle Sozialversicherungen einen besseren Beitrag. Als ich dann aus fam. Gründen ins Beamtentum wechselte, war der Beamtensold verglichen mit dem Angestelltengehalt um den Betrag niedriger, den ich vorher für Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung zahlen mußte und noch um einiges mehr. Man kann sagen, der Staat zieht den Beitrag zu den Sozialversicherungen gleich vom Bruttogehalt ab. So war das auch am Anfang der Bundesrepublik gedacht, und der Staat sollte die einbehaltenen Be(i)träge ansparen. Wenn er das ganze Angesparte schon vorzeitig ausgegeben hat, dafür kann ich nichts. Und bei der Pflegeversicherung zahle ich sehr wohl meinen Anteil, und habe im Pflegefall auch noch den vermehrten Verwaltungsaufwand und muss das Geld auch noch vorstrecken!

Beamte....

...können nichts dafür, dass es in den Familien nicht mehr so läuft wie früher. Dass kleine Kinder und alte Menschen in entsprechende Einrichtungen abgeschoben werden, was natürlich Geld kostet., z.T. viel Geld. Dass ein Familieneinkommen nicht mehr für eine Familie ausreicht. Dass der nicht verdienende Ehepartner fast mittellos auf der Straße steht im Fall einer Scheidung. Nein, das sind die Auswüchse der kapitalistischen Gier, die politisch gewollt und gefördert wird - von ALLEN Parteien!

@renamedUser

Also nochmals an die sozial Neidischen. Beamte zahlen sehr wohl für ihre Pflegeversicherung Beiträge. Es gibt keinen Grund, dass privat Versicherte für die GKV aufkommen sollen. Da sollte sich die GKV erst einmal selbst reformieren. In der privaten Krankenversicherung zahlen die Versicherten auch für jedes Kind einen Beitrag. In der GKV sind die Kinder mitversichert! Dann erwarte ich als Rentner auch, dass mich die Solidargemeinschaft unterstützt, wenn ich von der Rente meine private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen kann.

@ 09:46 von Azzura89

"Der Ansatz ist komplett falsch. Die Gesamtkosten steigen nicht, weil die Pfelege immer mehr kostet. Hier umzustrukturieren ist also völlig nutzlos. Es sind die Kosten für Medikamente und Medizinprodukte die Jahr für Jahr explosionsartig steigen. Nur wenn man diese Baustelle angeht, dann wird man eine vernünftige Finanzierung hinbekommen."
.
Vielleicht die Pflege auch nicht "Pflege-AG´s" überlassen, denen es um Gewinn-Maximierung geht, aber weniger um Pflege?

9:44 von RenamedUser

Ich bin Privatversicherte und zahle regelmäßig auch da in die Pflegeversicherung ein. Und das nicht zu knapp - Allianzversicherung.

@ 10:27 von Hoch-Intelligent

"Für alle, die es nicht verstehen oder nicht verstehen wollen und nicht über das nötige Insider-Wissen verfügen:

Der Beamte zahlt aus eigener Tasche seine Beiträge selbst, wobei ihm allerdings freigestellt ist, welche Versicherung er wählt. Er MUSS sich aber bei einer Versicherung versichern und zwar zu gleichem Beitragssatz wie gesetzliche Versicherte. "
.
Das können Sie ja dann aus den nicht gezahlten Rentenabzügen, Sozialabgaben und den jahrelangen steuerlichen Vergünstigungen finanzieren, oder?

Krankenpfleger seit 30 Jahren

Spahn macht auf Aktionismus. Fakt ist, in Schweden hat man ein fast perfektes , steuerfinanziertes System. Spahn erwähnt nicht das US Investoren hier Milliarden mitnehmen, das Krankenpfleger wie ich einen Lohn unter dem des Müllmannes bekommen, wir keine Pflegekammer wollen oder brauchen.

Zahlt Pflegepersonal endlich anständig, das geht in Schweden in der Schweiz, selbst in den USA.
Ziel von Spahn ist eigentlich nur denen den Verdienst zu sichern, die sich jetzt schon bereichern am alt werden an Krankheit. Krankenkassenvorstände und Investoren.
Das genau gibt es bei unserem europäischen Partner Schweden alles nicht. Warum nicht genau so machen?
In Holland kommen Patienten aus Deutschland erst mal in Quarantäne, richtig so...

Möchte noch anfügen..

Als hochqualifizierter Krankenpfleger mit 30 Jahren Berufserfahrung müsste ich noch 16 Jahre arbeiten. Da ich geerbt habe gucke ich mir das noch 4 Jahre an. Verdiene ich dann nicht 30% mehr, was nicht geschehen wird, dann bin ich weg. So denken viele Kollegen, die , die es machen können gehen dann auch. Von daher ist es eigentlich egal, denn Fachpersonal wird es in 10 Jahren kaum noch geben. Nicht bezahlt, nicht bekommen, einfache Logik...

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